Ausgabe 
27.1.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

F

162. Jahrgang

Swettes Blatt

R. 25

trldKhTi tLqNL mtt Tuinabme M Eonnta-L.

«lockig

"rikamschez Drama.

MJiihl

bekommen

Gewinn-Nummern

Oie wirren In China.

Versen:

MM sr.s *» SesSfc*

BO®'

Nur

mursacht hätte. Das Edikt über die Abdankung des Thro­ns wird vor dem 29. Januar, tocrai der Waffenstillstand

Die Pest gab die Natur dem Oriente, Unbillig ist sie nie;

Dafür gab sie dem Okzidente

Deutsches Neich.

Der Kaiser sprach am Freitag vormittag beim 8e ich ska nzler vor.

Zur Geburtstagsfeier des Kaisers traf am fceitag vormittag gegen 11 Uhr auf dem Potsdamer Bahnhof

Samstag, 2Z. Januar M2

NolanouSdeua und Verlag öei Stüblldien UinoerniälS» Buch- und öiemörudercL JL Lange, Gießen.

tu ^Otetzenn ZawtUmdlLNer- roetben bem .ynxeiaer* viermal mortienthcb beiqelegl. ba6 Krrlsblatl fflr bti Kreisleften** zweimal »öchenllich. Tie ..kandwirNchostUchrn -eil» traute*' eridjemen nwnaihd) zweurrat.

'am«i St

der

Dreimal täglich

Scotts Emulsion, längere Zeit regelmäßig genommen, macht zarte Kinber stark und lebenslustig.

muß Ls die echte Scotts Emulsion sein, keine Nachahmung.

sogenannterWnncrenfdxin'

Redaktion. troebitwn und Tnirferei: ftrooe 7. Erved l>on und Beriaq !ReDQfuon:e^ 112. LeU-Mt^AiiteigerGieven»

Humoreske, Journal Wochenschau.

Komödie.

he Aufnahmen.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gderhehen

Vermischter.

Organisation der Ki ne m a to g r aph en- Theater-Besitzer. Im Lehrervercinshaus in Berlin fand am Donnerstag eine von der Berliner Vereinigung einberufene Versammlung der deutschen Kinematographen- theatcrbesitzer statt, auf deren Tagesordnung in erster Linie ! die Schaffung einer einheitlichen Organisation stand. Tie I Gründung dieses Lchutzverbandes wurde einstimmig be- j schlossen. Tie einzelnen kleinen Verbände, die bisher inner­halb des Neiches bestanden, werden sich auflösen, während I die bisherigen Lokalvereine als Ortsgruppen weiter bestehen ; bleiben. _ c

Eine vergessene Grütze. Fern und vergeisen von ! der Well und den Parisern, die ihm einst zujubelten und seinen ; Namm mit allen Tönm der Bewunderung priesen, ist jetzt im j Älter von 93 Jahren ein Künstler dahingeschieden, der zur Zeit des Bürgerkönigs ein Stern der Pariser Gesellschaft und des 1 tzoslebens war: Hippolyte Bergeret, der Schöpier jener ge­waltigen großen Bronzespringbrunnen auf der Place de la Eon- 1 corde. Alljährlich stehen Tausende von Touriften bewunderltd vor diesen Bronzegestaltm. Es sind allegorische Sarf.ellungen, j1 über deren Bedeutung sich wohl kaum ein Betrachter lar wird,'

^Die Zahlmlotterie."

Die preußisch Jungfernlotterie stattete alljährlich etwa 80 bis 85 arme Wan'enmädchm aus. £ie Innehaltung und Aus­führung der auf die Vergrößerung der Bevölkerung gerichteten Verordnungen übertrug F-riedrich der Große dem Jtalimer Cal- zabigi, den Knyphausen in England aufgetrieben hatte. Dieser geschäftstüchtige, aber nicht ganz zuverlässige Italiener, den Friedrich der Große in seine Dienste gestellt hatte, war es auch gewesen, der die Zahlenlotterie in Vorschlag gebracht hatte. Nach dem Pachtverträge vom 17. August 1764, durch dm Calzabigi die Zahlenlotterie in die Hände bekam, übernahm er gleichzeitig die Verpflichtung, nach jeder Ziehung 250 Taler für die Waisen­mädchen auszubezahlen. Tie Auswahl der Mädchen war ihm vorbehalten. Als später der Staat die Verwaltung der Lotterie übernahm, wurden die Ausstmergelder beibehalten, und die preu­ßische Jungsernlotterie überlebte sogar die Zahlenlotterie und ging im Jahre 1810 auf die sogenannteLuinenlott?rie" über, eine Abart der ursprünglichm Zahlmlotterie, die damals an ihre Steile trat______________________________________

zugänglich sind.

Friedrichs Absicht bei der Schaffung derJungfernlotterie", die Förderung der Bevölkerung, findet stch in dem Lotteriepatente vom 8. Februar 1763 ausgesprochm:Bei dem feiten Ent­schluß, den Ertrag der Lotterie zum Besten Unserer Untertanen zu verwenden, haben Wir die B fördernng der Bevölkerung zuer Unserer Aufmerksamkeit gewürdigt. Demzufolge wollen Wir, da die Lotterie aus ihrem Ertrage die nötigen Fonds verschaffe, um alle Jahre eine gewisse Anzahl Mädgm, die in Unserem Lande gebohren sind, zu verhmrathen, und zwar bei jeder Ziehung fünfe." Die Ausführung des königlichm Befehles erfolgte der­artig, daß die Namen von je 90 Mädchen, deren Namen die - - ' " hatten, ausgelost wurden.

von der Gmeral-Lotterie-

uchung zweier auf der Fahrt von Marseille nach Tunis tsi übliche ' französischer Dampfe^ durch dm ita- iMschen MinifiCr eingetreten sind, in dem Geiste großer Herzlich­st geprüft und sind erfreut gewesen, vor jeder anderen Ueber- tgung übereinstimmend feststellen zu können,.daß bei keinem ei beiden Länder irgend eine Absicht daraus^ her - doigeht, die den Gefühlen aufrichtiger unb beständiger vteund schäft, die sie Verbindei» zuwider fei.

ar 1912, «bfflti» 8"1 gloffeunb

. um Prämiier«»'

®

Damcnkartr 1*

«nfalionäbtama m iftokbtn.

ke. HU

,r 1 61*

Br8ten Rangt

Schanghai, 25. Jan. Die Friedensverhand- Irngen haben eine unerwartete Wendung zum besseren angenommen. Tr. Sunyatsen hat ein in den freund- lieh ft en Ausdrücken abgefaßtes Telegramm an B u a n s ch i k a i geschickt, in dem er das Mißverständnis arfllärt, das sein neuerliches Ultimatum an Yuanschikai

toch jedes Auge ruht mit scheuem Staunen auf die,en großango- legten Bronzegestalten, b.i deren Vollendung Paris damals Hi,in­nen der Begeisterung anstimmte. Selbst Louis Philippe beglück­wünschte den lungen Meister zur Vollendung die e.> Weikez aic beiden Brunnen, die zur Rech.en und zur Linken hc3 berühmten Obelisken iljren Platz gefunden fcaben, lehnen sich in ihrer .'Vom- Positron an die berülnntm Brunnm des römisch n PeterSplatzeS an Sie sollen d.e Flußschis ahrl und die Seeschiffahrt darste.len, aber wer ne beute betrachtet, dealt längst nicht mehr an dreie Svmbole und staunt nur rcher die gewaltigen Matz' und dre geschickte, gelungene Anordnung d r mächtigen Geilalten. Aber wenn sein Werk auch hmle noch steht: Hippolyte Bergeret war seil Jahrzehnten vergelten. Still und zurückgewe.t verbrachte er seine Tage. Eine nm? Generation war gekommen. Niemand lachte mehr an den einst so berühmt.'n Bildhauer, und erst al-, jetzt in der Tolenlrne sein Nam? auftauchte, ichütte.le man uocr- rascht den Kopf unb fragte sich erstaunt:Er lebte noch, wer hätte das für möglich gehalten!"

Heimliche Liebe.Tn Schatz, dein Bmder hat mstb hmt um fünfzehn Mark angepumpt."Sicp mal an. '«ta hat dieser Schwerenöter also doch was gemerkt r

Börsen-Wochenbcricht.

X Frankfurt a. M, 26. Jan.

Tie Börse verkehrte in lustloser Haltung. An dm franzö* isch-italienischen Streitfall knüpften fich Erörterungen, die der Börse wieder zum Bewußtsein brachten, daß die p o 11111 die Lage nod: gespannt ist. Hierzu kam die Versck>leck)tening ber Lage in China, das Unbehagm lvegen des Ausfalls der Lah.cn und der (}crannal)cnbe Ultimo, der der Spekulation viel Md) Veranlassung gab. Glattstellungm vorzunehmen. Wenn auch in folge der Realisationsneigung die Kurse zum Teil zur schmückte neigten, so kann die Grundstimmung noch als fest bezeichnet werden. Seine Erk.ärung findet der festere Unterton haupdäckstich ut der günstigen Wirtschaftslage und in dm Geldver 11 n 111 c n , Die sich über Erwartm leicht gestaltet haben. Nachdem fclbit Die großen StaatSmisiionen die Geldsätze des offmen Marktes unberührt ließen und Schiebungsgeld mit 37/g Prozmt wett unter Der offiziellen Banttate erhältlich ist, sind die Bedenken, die man emen Augenblick wegen der Uebersckuvemmung des Anlauemarktes hegen zu" müssen grnubte, gnriiefgetreten Besondere Bedeutung gewann für die Börse d«ie Pretserhöhung des Kohlen- fyndilats und die gleichzeitig verfügte Herabfetzung der vorder etnschränkunasziffern. Nicht nur für die reinen Zechen bedeuten Diese Beschlüsse eine Mehrung der Gewinne, soirdern auch für alle großen Gemisckstverle, die mit stattlichen Mengen Mitglieder des Syndikats sind. Die Kohlen verbrauchenden Industrien wer­den freilicki wenig entzückt sein von dm ausgiebigen Prelse.rn.ck)- ungen Allein, da es ihnen zumeist gut geht und fic darauf ver­trauen, daß des Fiskus Aufsichtsorgan darüber wachen wird, daß das Kohlensyndikat seine Macht in Zukunft nicht mmbraudim, sondern seine Preispolitik der Marktlaae anpassen wird, fo werden sie versuchen, sich mit den Preiserhöhungen abzufinden oder sich Durd) Aufschläge bei Neuabschlüssen schadlos zu halten. Ta man in den Kohlen verbrauchenden Kreisen die Preiserhöhung still hingenommen hat, lag für die Börse umsowmiger Anlaß vor. Daran Kritik zu üben. 'Sie Verbands frag en haben iuft minftiger entwickelt, als man erwartet hatte. Es ist gelungen, Die vielen Schwierigkeiten zu überwinden, die einer Vereinigung in Der Roheisenindüstrie entgegenftanben, und in der y-rage des Kohlensyndikats ist durch die Heranziehung der syndikatsfreim Zeckten ein erster Schritt auf bem Wege zur Erneuerung dieses Syndikats gemacht worden. Mit Rücksicht daraus ist man an der Börse geneigt, anzunehmm, daß die jetzt noch bei dem Stahl- werkSverband bestehmden Gegmsätze sich ausgleichen (offen werden. Montanpapiere zeigten, abgesehm von feinen Sdimanfungc* vorwiegend feste Haltung. 'Eie anderm Marktgebiete traten denc, gegenüber fast ganz zurück. E l e kt r i z i t ä t s we r t e wurden durch die Ankündigung der Einführung des elettrischm Betriebes auf der Berliner Stadtbahn nur vorübergehend angeregt Ehe- mische Werte neigten sehr zur Schwäche, ebenso Maschi- nenfabrikaktien. Auf dem Banken markt konnte stch bisher trotz der Erwartungm auf befriedigende Jalwesabschlusse eine einheitliche Bewegung nicht entwickeln. Etivas mehr beachtet waren Schiffahrtsaktien und von Bahnen Amerikaner Prinee Henri und Raab Oedenburger Schändung lagen schivach, ebenso chinesische Anleihen auf die Wirren in China. Matter lagen auch österreichisch-ungarische Werte, während Griechen Ja­paner und Mexikaner sich etwaS befestigtm. Privat-Liskonw

Prozmt.

Heer und Jflotte«

Ein neues englisches Schlachtschifst In De­von p 0 r t wurde am Donnerstag ein neues Schlacht­schiff auf Kiel gelegt. Der Name des Schiffes wurde nicht bekannt gegeben. Wie man annimmt, infolge der Abwesenheit des Königs. Man glaubt aber, daß daS Schiff Martborough" heißen werde. Tas Schiff wird etwas größer sein als die Schlachtschiffe der King4Äeorge-Klasse. Tie Einzelheiten der Konstruklilnr werden ebenfalls geheim gchalleii. __

Vie prcuhijche ) mafcmlo terie.

Wer weiß heute noch, was im Volksmunde zur Zeit des alten Fritz alsannektierte Mädchm" bezeichnet wurde? Bei­nahe I1/2 Jahrhunderte ist es her, daß es in Preußen solche annektierte Mädchen" gab. Es warm Waisenmädchen, Die, Don Staats wegen ausgestattet und ausgeloft wurden. Diese preußische Jungfernlotterie" war ein Gedanke des alten Fritz, der vorn Jahre 1763 an in Verbindung mit der neu geschaffnen Zahlen­lotterie ausgeführt wurde. Aus.ührlicke Mitttilungen über diese heute in Vergessenheit gerateneJungfernlotterie" (die es noch bis vor 100 Jahren, genauer: bis 1815 gab) macht der an­gesehene Berliner S.aatswissenfchastSlehrer Pros. Otto Warschauer in seinen volkSwirtscktastlichen, geschichtlichen und juristischen£oh terieftubien", die unS in ben Aushängebogen schon letzt burch daS Entgegenkommen des Berliner Verlages von Karl Eurtius

^VS'3u,e0h ner Kakao B

w* JLr autö c

lei(6|cr v medt 8?

L. denn >e ' . ym

je li-A

j «*2,

märtie.

«fielen, 27. Jan. Tlorftb etirfit 9Iuf benffnem Wochen- marfte lastete: Butter pr. Pld. 1,10-1.20 Dkk Hühnereier 1 -t. 1012 'Wh «äse pr. SL 6d 1-tg., Käfeinatte 2 et 06 'g.,

Tauben pr Tr. 0,R01,00 Pik Hühner pr. St. 1,001,60 . f., lohnen pr. Stück 0,«01,80 Ml., Enten or. Lt. 1 ,«0-2,20 Tlf., (vänfe das Bst) 70-80 Psg, Cdifenflcifrb pr. Pkb. h6-94 1 Rindfleisch vr. Pkund 8486 Psg., stuhsleisch 70 Psg^ ed)ioemc- sleisch pr. Ptund 6486 Tfg^ stalbfleifch pr. Pkb. 8084 . stu, vanunelfleisch pr. Pkb. 6080 Tfg., startosseln vr. loO stg. 8.50 hjs rj.ou T'ik., Weißkraut das Stück 15 bi« 30 Pfg^ Ziviebelu per

12 0015,00 'JJiL Milch das Liter 22 Psg., 'Jleo-el per Dtc. 15'bi« 20 i'lt» Oiüsse 100-Stlief 5000 Pkg., per Jtr. 000 Mk. Birnen da« Pfund 2025 Psg. T'iarktzeit von 82 Uhr.

ttjunben erachte.

Am Sclftusse der Sitzung erklärte der Finanzminister, doß er zu dem Zuschuß in Höhe von 109 000 Mk., welchen dos Bad Nany ei m bis jqtzt an das Budget abgegeben bebe, noch 50 000 Mk. zuschießen werde.

Tie nächste Sitzung des Ausschusses findet Dienstag derrnittag statt. Die Regierung wird sich an dieser Sitzung nicht beteiligen. Es werden die noch rückständigen Kapitel

Aur yes^en.

Sitzung des Finauzaurschuss-S.

bs. D a r m ft a b t, 26. Jan. Heute wurde zunächst das lepittf Denkmalspflege erörtert und dabei insbeson- V e die Anregung des Ausschusses, ob nicht bei den perf ön- Itben Kosten manches erspart werden könnte. Tie Re- turung gab darüber Auskunft, daß gerade bei^diefem teilen, nachdem im vorigen Jahre ein beträchtlicher Ab- stich von 10 000 Mark an den sachlichen Kosten erfolgt sei, Mie Ersparnis gemacht werden könne. Die betreffenden Reimten, die diese Stellungen inne haben, leisten zu ver- U.lnismäßig billigen Mitteln weit mehr, als in ben an* ieicn Staaten daftir ausgegeben wird. Zu Kapitel 38, io ndwirt sch aftliches Institut in Gießen, wurde Hi Frage erörtert, ob $jne A usdehnung der Vor­lesungen überLandwirtschaft in Gießen angezeigt etfdbfinc. Die Regierung wies darauf hin, daß es sich tni 6 9 Studierende handele, und daß es aus pekum- cr?n Gründen nicht möglich sei, ein besonderes landwirl- seitliches Institut zu schaffen. Auch habe die Hochschule enbere Aufgaben, die dieser vorangestellt werden müssen. Desßalb empfehle sich eine solche Erweiterung nicht. Bet bem napitel Kr e i s g e 0 m e t er wurde darauf hingcwiesen, laß durch die Ueberweisung von Einzelgeschäfteti an die stiiianzämter der Wirkungskreis der Kreisgeometer ver- rngtrt worden sei und damit dieses Institut ausgehöhli toitb. Die Regierung erklärte, daß durch die Gemeinde- struergesetzgebung und die Reichswertzuwachssteuer, deren Ustsführung ben Finanzämtern übertragen sei, allerbings eine Reihe von Arbeiten ben Kreisgeometern entzogen wird

lasse sich nicht voraussehen, welches Ende diese Ueber- nagung der Arbeiten auf die Finanzämter haben wird. Nau müsse daher abwarten, und es sei nicht angängig, Wt schon eine Aenderung der Organisation ins Auge zu jossen. Jedenfalls aber würben die vorhandenen Kräfte auch» weiterhin benötigt werden. Bei der Bodenmelio- ralion in Oberhessen, Kapitel 74, wurde ein süMllerer Fortgang der Arbeiten für Einzelgemeinden ge­duscht, was auch von der Regierung zugesagt wurde. tihe längere Aussprache entwickelte sich bei Kapitel 75, b?ugsthaltung betreffend. Hier wurde bekanntlich die Liderung gestellt, daß eine Station in Ulfa eingerichtet totrben solle. Die Regierung steht dem zurzeit aber noch oblchnend gegenüber, weil oas notwendige Material an Stuten dort nicht vorhanden sei. Auch die Erhöhung der Syrnnggelder wurde ausführlich behandelt.

Zu Kapitel 83 wurde die Neuorganisation der Eich- bfc m t e n auf Grund des Reichsgesetzes über das Eichweseti cussührlich erörtert. Bedenken wurden seitens des Aus- Itüsi'es gegen einen so großen neuen Beamtenapparat vor- öenacht, wogegen die Regierung meinte, daß die Organi- fution nicht anders zu gestalten sei, da sie sich reichsgesetzlich

130 Mark.

1 bar.

ber Großherzog von Hessen ein. Er wurde vom Prinzen Heinrich von Preußen empfangen.

Der Großherzog von Baden und der Herzog von <Lachsen- Altenburg statteten am Freitag nachmittag bem Reichs- anzler einen Besuch ab. ,

TieNordd. Mlgem. Ztg." meldet: Staatssekretär von Kiderlen-Wächter ist von seinem Urlaub zurück­gekehrt.

TieMünchener Reuest. Nachr." veröffentlichen eine Statistik, wonach bei den am 5. Februar bevorstehenden , ayerischen Landtagswahlen das Zen t r um mu der Möglichkeit eines Verlustes von Über 30 Man- baten durch den Groß-Block zu rechnen pabe.

rlusland.

Bei der Bersammlung ber London-City- ondMid- (anbbanf in London hielt der Bankbirelwr E d iv a r d H 0 l- D e n eine Ansprache, in ber aus alle Schmierig leiten hiMvics, welch?n 2 e u 11 d) l a n b bei wnleren Landeewerbungeii außeryalb Des eigenen Gebietes begegne. Nichts besseres tonne für du Finanzen der ganzen Welt gefchehen, als wenn ^.eutfduanb mehr 'Jiüctfid;t crivicfen würbe. Wir nriinidym nicht, erk.äite der Redner, Daß Teutfd,mndS wirtfdmftliche Tätigkeit gelähmt werde, eecnfo wie wir nicht wünschen würden, daß unsere eigene wirtichaftliche Tätigkeit gcleJunt wird. AVer falls ein Krieg ausbrechen sollte, würde dies sid-erlich ein Unglück bebeuten unb zugleich ben äu= sammenbrud) des Finanzsysiems der gan;?n Well.

Die nach- A nr7lo **ind am Sonntag, 28. Jan. 1912, - teilenden llvl Liv von H Um mutatr- i> 8 U cur nacats nar tür drlnr^ndf* h'ülle mch-r anzntreffen: D ,7/t

Dr. Richter, Frankfurter Strasse 4.

Sanitätsrat l>r. Zinsner, Goetbestrasse 10.

Dom lüriisch-italienischcn Kriegsschauplatz.

Konstantinopel, 26. Jan. Nach amtlichen Meldungen lombardier ten die Italiener die Häfen Liol und krleiman bei Derna und versuchten eine Landung. 9er Versuch scheiterte an dem Widerstand der Türken unb Araber, ihn wegarnomm ner französischer r ampf r.

Tunis, 26. Jan. (Agenee Havas.) Es beftätigt sich, daß itt französische PostdampserT a v i g n a n e" von der Eamvagnie flytc gestern abend zehn Meilen von der Küste auf ber Höhe von ;jsbj-6l-33iban von italieniidwii Torpebobooten weggmommcn mb nach Tri voliS gebracht roprben ift. Die Gesellschaft ufllärt: Der Dampfer versah ben Postbim't an ber tunesischen xüjlc. Er war gestern nachmittag 3 Uhr von Boroi-El-Biban cbgegangen, wo er gegen 5 Uhr eintreffen sollte.

ite andern französisch-italienischen Zwischenfälle.

Rom, 26. Jan. TieAaensta Stcfani" veröffentlicht fol- lai.be Note: Ter französische Botschafter Barröre unb der Mi- lister deS Amßern, Marquis be San Giauliano haben bie Um- !iitbe, die vor unb nad) der Beschlagnahme und der Dur cb -

Nadf der Ziekmng wurde

Administration sofort ein . w w

übergeben, unb später wurde gegen Rückgabe dieses Scheins, obatd der Trauschein vorgezeigl wurde, eine Aussteuer von 50 Talern auSbezahlt. Dieser Annexcnschein war es, der den aus­gelosten Waismmadchm zu dem Spitznamm berannektierten Mädckien" verholfm Ijatte. Wahrscheinlich war übrigens bieser Spitzname nidü boshaft gemeint, denn bie Zahlenlotterie war besonders im Volke außerorbmtlich beliebt, unb im 18. Jahr- hunbert besang man sie in ben Straßen Berlins mit ben schönen

(Häuft, erwartet.

Schanghai, 26. Jan. Ein scharfer Kamps fanb an ber Mnlinie Tientsin Pukou, 67 Meilen süblick von Hsuotschou, 1 ttt, wo General T'd>anghsun sein Hauptquartier hat. Der Aus- fcrtg des Kampfes ist unbekannt.

Trei Bataillone Saiferlidjc Truppen mit zehn Gebirgsge- Men und sechs Masdünengewchren verließen Tsinansu entweder it ber Absicht, bie Revolutionäre in Tschifu anzu- reifen ober bie Eisenbahn zu sdmtzm. Der Vizekönig von uhiang melbet, er halte bie bortigen kaiserltchm Truppen für ^zuverlässig Tie Panik unter ben Chinesen in Peking bauert k die Jntrigum im Palast ber Regiei-ung nehmen überhand.

83