Ausgabe 
31.8.1912 Viertes Blatt
 
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viettes Blatt

162. Jahrgang

Erscheint ti-Nch mifAuSnahme bei Sonntags.

gerne gestattet.

FStor, Bahnhote

aus früherer!

früh. Preis Mi

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Harkt*»»

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Frauen-Feuilleton.

Frani

tieti<8Micr Semllieablötltr" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, dal Kreisklatt fBr de« Kreis Gießen" zweunal »öchentlich. DieL«ntz»sttschastliche« Lett- feige«" erscheinen monatlich zweimal.

am Main

Reellitt

ribenttimen r ~----- , .

..cntnlen fühlt er nicht das leiseste Bedürfnis nach irgend iucr Art von Hebung oder Bewegung in freier Luft (seit - x ' er so selten wie

gehenwir.nD] zu räumen, jett

M fr lichte i t und (Geradheit zu finden, verbunden nrt einer Begabung für das politische Schachspiel, die groß Iqkiua ist, um einen europäischen Staatsmann von heute ^jo leicht zu schlagen, wie Talleyrand die Staatsmänner inner (Weueration schlagen konnte Er ist körperlich kein ! if1« großer Mann, aber er ist kräftig und untersetzt mit I st« entschlossenen und bestimmten Zügen wirNich eine ' chinesische Bulldogge Seine weit geöffneten Augen Khlben einen festen, aber niemals schlauen Blick: und doch . frhlt man, daß diese beobachtenden Blicke zugleich den Men- K fd ni verstehen und zu enthüllen suchen, was hinter seiner I öi f,ereil Maske verborgen liegt - eine ftunft, die man in | Kmopa nur sehr unvollkommen kennt. Hat Manschikai den

3 t:n und die Motive einer Frage erfaßt und das tut er io rasch, wie ein Hund nach feinem Änochcn schnappt

Rbern antwortet er offen und bestimmt, und dann sitzt er E frfber unbeweglich da und wartet geduldig auf den näch I-ep Mn orten. So kann er fich durch eine Unmenge von & 3 egeu ohne das leifestc Anzeichen von Müdigkeit durch- arbeiten; breit, eckig und ruhig sitzt er da und hört erst

r. s, wenn der letzte nochen verzehrt ist. Und gerade so wie - ti »ich im passiven Reagieren verhält, so bestimmt er sich g eid), wenn er Bläue schmiedet, organisiert, leitet, befiehlt. l$tet« ist er voll Energie, nie um Hilfsmittel verlegen, ein vierer Arbeitsfresser. Es ist ein Rekord, daß er während Md r drei Monate der Revolution 20 Stunden täglich tätig vir, jedes Telegramm und jede Nachricht, die kam ober

(i<i, kontrollierte, alle Fäden zwischen seinen Fingern k!l und feinen Untergebenen nur die gleichgültige und wichtige Arbeit überließ.

Nichtsdestoweniger ist der Mann von einer außer - körperlichen Trägheit. Die alle

tommenben Generation verlnüpst. -Ltc Lchrgcgensmnde unter» lieqen natürlich den Vorschriften, aber tue Behandlung wird eine andere - die Heranwachsenden Amerikaner lernen ne gennner» maßcn durch d,e weibliche Brille kennen. Es werden schon viele Stimmen laut, d,e ganz richtig angeben, V'^unter müsse der amerikanische Nationalcharakter leiden, und die Folgen mutzten ich in kurzer Zeit bemerkbar machen.

Man braudil in der Tat nicht erst lange zu beweiien, daß Heranwachsende Menschen, bic acht, zehn ober zwoll Fahre lang täglich unter dem Einflüsse der Frauen stehen, anders werden als die, dre von beiden Geschlechtern gemeinsam ober ubenviegenb von Männern erzogen werben.

rgebunz ndors a. Lahn soA zu 188 Mack, a 3 'erben. Angebote 7 ags 1 Uhr, a.

. cm welchem Ic inbet Voranst!:; einzusehen.

m 30. Augusi 191i ei Allendorf a. Lüi- lk.

liefet starke und selbständige Geist Hut nicht acht auf kon­ventionelle Floskeln und schon gedrechselte Komplimente, und er hat sich deshalb oft den Vorwurf gefallen lassen müssen, daß er ein grober Mann sei

So ist in großen Umrissen Wesen und Art des Mannes, der die Aufunit Elunas in seiner Hand halt, der sich viel- leicht noch selbst auf den Thron der alten Kaiser setzen wird und der ebenfalls heute der einzige Mann im himmlischen Reick» ist, start genug, um die Situation zu beherrschen."

Sticken»,. TePpiehbe, v nur I

Khiw ](

CH,na legt sich neue Zöpfe an, b b in übertragenem Sinne. Zopf gefallen ist. Eine Botschaft des Schaffung republi-

Samstag, 51. August 1912

Rotationsdruck unb Verlag ber Brüdlfchen Universität» - Buch- und 6tembnidercu 9L Lange, Gießen.

Redaktion, 6jpcb,tion unb Trucker«,: Schul- (troBt 7. Expedition und Verlag: Rebatnowe-EV 112. Tel.-2tdr-AnteZgeritzießen.

dürfen. , o <w

" Warnung vor F l a s che n m , ßb r a u ch

beiter aus Bernau wurden mit je einem Tag Owangnu' beitrart, roeil sie Bier bew Selterswasserslafch n mit ber inna des Eigentümers für Kaffee oder Branntw.in in Benui,u,g genomiucn hatten. Roch immer scheinen viele, die Bier -ttlerswasser uiro ,n Flasa>c-n beziehen, nicht zu wissen, daß ße nur den Zuhal, der Gefäße, für die Gn'äßc höchstens Piandgelb bezahlt haben, daß btc Gesäße selbst aber Eigentum nneS anderen und unt bleiben, Es erscheint deshalb notwendig, erneut darauf hinzu- weisen, daß solche Pfand-Flasckensofort nach der Entleerung zurückerstattet werden müssen, daß sie vor allen Tinnen zu nichts anderem verwendet werden, erst recht Nicht zuruckbehallen werben bürfen! Bei der Bestrafung herangezogen merben bie Unter- chlagungS», sogar die DiebstahlS-Paragraphen

* 5 H 3. £».Eine neue Abgcschinacktb^t verbreitet sich mit Riesenschritten, wie denn in deutschen Landen leider GotteS nichts mehr Aussicht auf Erfolg und Ueberersolg hat als Modedummheiten Man erhält jetzt kaum noch Bnc,e ohne die rätselhaften Buchstaben S. H und p. H. Born Hochwohl­geboren, das vernünftige Leute eigentlich als eine Beleidigung anffassen müßten, haben sich viele glücklich losgeeist: flugs aber wird etwas ,Mcues" erfunden. Vornehm,direkt vornehm ist e* jetzt, auf Briefumschlägen an einen Herrn vorHerrn: . . .'

S. H-" zu setzen, dasSeiner Hochwohlgeboren" heilen soll, und entsprechend an allen Weibsen3 H"Tic sclniljungen schreiben schon kaum mehr anders, die bümmjte und kleinste Gore erhält diesen Ehrentitel, und es wird nicht lange bauen,, bis sich die Tienftboten auch so anhaucben: 1 ha, es ha/ So tiaflt ein Mitglied desDeutschen Sprachvereins", und wenn der Unfug S. H 3 H- wirklich so schlimm »st, wie er hier geschildert wird, dann ist die Klage ganz berechtigt. Lecher kommen derartige überflüssige, unschöne und fmnloic -Titulaturen nicht nur im Verkehr von Privatleuten, sondern ichlimmer nod: im Verkehr amtlicher Stellen vor. Namentlich dievorgeord- neten Behörden" leisten sich oft Ergötzliches, wenn sienach geordnete Stellen" mit amtlichen Verfügungen beglücken. Tas «Wiesb. Tgbl." erzählt hierzu: Der 3ufhjnuniftcr und der Minister des Innern haben einigen Behörden etwas mitzuteilen. Von dem Schriftstück wird vernünftigerweise eine flrohere An­zahl l^emplare auf mechanischem Wege in gleichem Wortlaut hergestellt, dabei erhält ein Satz folgendes Aussehen:Eure Exzellenz, (Hochgeboren, Hochwohlgeboren» versichern wir usw. Warum das? Damit ja keiner der Adressaten mehr erhalt, als ihm St. Titularius zubilligt, aber auch keiner zu kurz kommt Zuerst kommt der Herr Oberpräsident, der i|t Exzellenz, dann kommen die Herren Regierungspräsidenten, die sind Hochgeboren Und endlich kommen wir wissen's nicht genau, nehmen d aber an die Herren Landräte, die sind Hochwohlgeboren. Das muß natürlich in einem Schriftstück beachtet werden, da.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

nachdem der körperliche .. Brandenten Buanfcknkai kündigt die _ ,

f a n 11 tb e r Adelotitel an, die aber nicht erblich und unb den Bürgern verliehen werden sollen, die bem Lande hervorragende Dienste geleistet haben. Es sollen sechs Titel geschanen wer­ben Der Erlaß setzt sich aus acht Artikeln »uiammen: a Wenn ein Bürger für das Vaterland, für die Republik ober lüt bas Gemeinwohl viel getan bat, so kann ihm ein hoher Aitel ver­liehen werden b Die Namen der sechs neuen Titel find folgende 1. Tatschunwe oder Groß-Grande. 2 Erster Grande, 3. Siveiter Grande, 4. Dritter Grande, 5 Vierter Grande und b Runttcc Grande, c Ter Präsident allein hat bas Recht, diese Titel zu verleihen, ohne die Zustimmung irgendeines Minister- emholcn zu müssen d Mit jedem Titel ist eine jährliche Pension ver- bunben, deren Höhe durch das Gesetz bestimmt wird. D,es ist der ciiuiflc Vorzug, den die Inhaber der Titel vor den anderen Burgern besitzen. Im übrigen sind alle gleich e' Tic Titel werden am Lebenszeit verliehen, ausgenommen im Falle der Verurtcilung zu einer Freiheitsstrafe ober zum Verlust ber bürgerlichen Ehren- rechte fi Diese sechs neuen Titel entsprechen den sechs Rang­liste n d e r f r ü h e r e n M a n d s ch u p r i n z e n und ber irüheren Edlen, k Tic alten Adelstitel entsprechen den neuen Titeln in solgender Weise: Die Prinzentitel Tschangwannn «1. Rang. Tschunwang <2. Rang, Pcitse .3 Rang, und Peile (4. Rang. gleichen dem Titel Tatschunwe oder Grost Grande. Der -itcl eines Herzogs entspricht dem des 1. Granden, der SRorauiatitcl tem des 2. Granden, der Grasentitel dem des 3. Granden, Vicomte gleich 4. Grande und Baron gleich 5. Grande h, Xl£c neuen Bestimmungen treten sofort in Straft. Puamchikai vat Tr. su- njatsen unb HwangtschiNg zu den ersten Rittern ber neuen Titel, unb zwar zu ersten Granden, ernpnnt. 4.er Rang des Groß-Grandcn soll nur für den Präsidenten selber be-

M

von H Kleiderstoff»' Baum*»11;' milbig' Enpr°*p . AufS8bei

oennogen künftig von vornherein durch Untersuchung mit den Ragelschen Farbentaseln zu erfolgen hat. Gleichzeitig ist verfügt worden, daß die genauen Untersuchungen aus .>arben- tüchtigkeit sowie auf sonstige körperliche Tauglichkeit in lebcm »yafle bereits vor dem Beginn der Ausbildung für den Beamtendienst zu veronlasten ist. In Betracht komiuen also namentlich: Lokomotio- und Fahrbeamte. StattonS. und

Streckenbeamte. ,

Die Aussichten sür die reib ei beer- ernte sind nach einer Mitteilung der ZeitschriftRvrd- land", Berlin, in ganz Schweden, das Deutschland l^upt- sachlich mit Preißelbeeren versorgt, außerordentlich günstig so daß die Preise erheblich niedriger fein werden als u den letzten Jahren. Vom schwedischen Generalkonsulat \i Berlin wird bereits jetzt darauf aufmerksam gemacht, daß die Mtftcit 50 Kilogramm Beeren enthalten müssen uiw während des TransponS nicht lustdicht verschlossen fein

Intimer von Yuanschilai.

Der in den letzten Tagen wieder so viel genannte luanschikai ist derMann des Schicksals" für Ein na, schon Wunder" dir Revolution bic M.ind kubnnnftic vernichtet hat und nun die Geschicke des Reiches ||t Mitte bestimmt Was hat diesen Mann an die Spitz? h; Millionenreiches gestellt? War es der Zusall, die I nbe Gottheit? War es die ungewöhnliche Geisteskraft ßier überragenden Persönlichkeit? Diese Frage beant krtet der bekannte chinesische Korrespondent desTailn !jck?arapl/" in Peking, Putnam Weale, der aus lang- rr^cr Kenntnis des jetzigen Präsidenten heraus ein in- toied Eharakterbild deschinesischen Bismarch' entwirft. Ke Antwort bietet sich dar in dem Mann selbst, in seiner ö ltung, nicht der physischen, sondern der geistigen, die Krrchans an das besondere Milieu erinnert, in dem er ge» Sei t hat

In England wäre er ein stitchener oder Palmerstone gtrorben; in Doutsck)laiid vielleicht ein Bismarck: aber weil n in China lebt, so ward er ?hi.anschikai, die seltsamste Mi- [jiung von eiserner Entschlossenheit und wundersamer Ge- Mtneidigkeit. Es ist wirklich etwas Wunderbares, in dem- Heben Manne eine unter den Lrientalen fast unbekannte

Tic neue Bluscnmodc.

In keinem Zweige der Mode tritt das Gesetz desewigen 29e(hiri<V' so markant zutage, als in der Bluienmode. vier ist ber Eriindune.sgabe ber weiteste Spielraum gelaßen: die kleinste Reuhci: .n ter Auimackunq einer Bluse kann von besteck^idster Wirkung sein. So bnn it die Bluienmobe lur verbst unb StnUt eine Fülle von prächtigen Neuheiten, dic durchweg m geradezu kraßem (Gegensätze zu bem neben, was bisher für die Blute be xxacux war D»e eleganten Ebangeantwirlungen ber tc diesem Stoffe im Sommer so viele Anhängerinnen erworben haben, haben zu Versuchen geführt, auch an Welistonen^hangemtwirkungen !u erzielen Tiefe Verbuche tinb voll am gelungen, und teibst bei dem billigsten gemusterten^ Foul4- unb. do^^^^kn tritt die (Ebangurum hervor, xaß aber bic ^eibenblute nach wie vor tonangebend, unb in ben meisten FäNen eben bie Blute sein wirb, daran ist nicht zu nreiicln. ,

Deiche, schmiegsame Gewebe, wie Charmeuse, Crepe de Cb:ne, Satin Liberal sind bie am meisten verwendeten Materialien. Gine Neuheit find Blusen aus schwarzen spitzen mit weißem Moußeline Tüll ober Crepe be Chine. Die zahlloten prächtigen Farben, an denen sich bisher das Auge wewen formte, mutten brr stönigin unter ihnen, der weiyen narbe, weichen,ritz in bic Parole für die Btusenrnode des Herbstes unb be£ Sinters. Daß auch sein Aniipode, Schwarz, nid< ganz in ben vmter^unb gedrängt wird, ist schon erwähnt. schwarr-Scitz oder Leitz-

renzen

Steigt

schwarz, diese Farbenzusammenstellungen scheinen ewig herrschen zu wollen. ^Länger denn als ein Jahr schon behaupten sie ihren Vorrang, unb es ist noch gar nicht abzusehen, wann sie denn nun eigentlich gestürzt werden sollen.

Die Aermelrrage! Manch schlaflose Nacht hat sie den Mode­schöpfern gebracht. Sollte man ben Mmwnoärmel ober denein' gesetzten Aermel" behalten? So ganz Nar ist man sich nicht geworden. Senn ferner auch der halblangeeingesetzt^ Äerrnel viele Anhänger besitzt, so dürfte sich doch allmählich der drei­viertellange unb ber ganz lange Aermel mit Spß-en geneset fast bis zu den Fingern durchsetzen. Dabei sind bic Aermel vom Ellbogen bis zum Handgelenk eng anschiießend. Der sogenannte Ctciilenärmel" wird besonbers für Meteor-, Atlas- unb Chor- mcut'cbluten verwendet Ter Erfolg des zweierlei Tucf>s", d. h. des Zweifarbenturns bei ein unb demselben Kleidungsstück, hat die Modckönigin dazu geführt, Blusenmobellc herauszubringen mit in der Farbe abweichenden Acrmeln. Besonders Satin Ltbetty wird hierzu verwandt. Ter Gedanke an mittelalterlicheLands- kneckste" wird wohl manchmal auftautfrn, wenn eine besonders tlcgantc Schöne mit besonders abfirtfenben Aermeln sich präsentiert. Für Kragen und Kascaden Jabots wird nur Spitze verwendet, sptre spielt bei Blusengarnierungcn jetzt die Hauptrolle. Großw- Beliebtheit werden sich wohl bie io-genanmen Tailormabe-Bluien erfreuen, die als einzigen Schmuck nur eine Krawatte aus gleichem Stofs oder aus Spitze unb große Knöpfe haben

Mukay Hafib als Kritiker ber Moden. Der Exsultan Mulav Hafib, ber sich jetzt in Frankreich gemüllich eingerichtet hat, findet an den Fraucnmodcn recht wenig Ge- ;allen Beionders ärgern ihn bie großen Hüte.Tie französischen Frauen haben so schönes Haar," eiferte er, nachdem er auf einer Autofahrt die elegante Gesellschaft von Moulins sur-Allier genau beobachtet hatte.Es ist lammerschade, daß sie diese Pracht unter solch ungeheuren Gebäuden verbergen, die auch nichts von ihren Gesichtern sehen lassen. Sören Die Frauen Qug, bann trügen sie gar nichts auf den Köpfen ober doch höchstens solche Heine Mützen, wie sie ber französische General Moimcr oder Der General Liautey in Marokko trugen. Warum sollen nur die Männer hübsche Kopfbedeckungen tragen?"

für alle gilt!

KreiS AlSfeld.

H. Alsfeld, 30. Äug . Die Landgartendiebstähle sind hier seit einiger Zeit an der Tagesordnung So streng auch die Flurschützen sind, überpll können sie nicht sein. Tas beweist, daß in der letzten Nacht unserem l ingjährigen Flurschützcn S. sämtliche Aepfel gestohlen tüurden.

i. Homberg a. d. D., 29. Aug. Am Sonntag und Montag feierte der Turnverein sein bOjährigeSIubi- lau in. Gleichzeitig beging der Männer-Gesangverein fein 2bjährigeS Stiftungsfest. Wenn auch die letzten Tage vor dem Feste etwas Mißstimmung durch das an- hallende Regenwetter in die Gemüter brachte, hellte sich am Sonntag mittag noch der Himmel auf. fireiSrat Dr. Heinrichs war zum Feste erschienen und überreichte dem Turnverein im

und 2 in Elektrochemie.

* Militärische Anordnungen Tas Gene­ralkommando des 18. Armeekorps hal aiigeordnet, daß vom März 1913 ab die Krieasbcorderunaen und Paßnotizen nicht mehr durch die Poliznorgane, sondern durch bic Post oder durch lsierfür zur Hebung einyezogene Mannschaften bes Beurlaubtenstandes ausgebändigt werden .luf die Zustellung von Gestellungsbefehlen an Hebungsniannschaf- ten, Rekruten und Freiwillige durch die Polizeiorgane könne aber nicht verzichtet werden. . . . _ . f

* Einstellung von Treiiahrig-Fretwii- ligon. Zum 1. November 1912 werden bei der 4. Ma- trafen-Artillerie-Abteilung .stnrhaven noch Dreijährig-Frei- willige angenommen. Mindestarößcnmaß: 1,68 Meter, fer­ner trästiger ztzörperbau. Gesuche sind unter Beifügung eines Meldescheins zum freiwilligen Eintritt, welche unter Vorlage einer Geburtsurkunde, einer schriftlichen bezw. mündlichen Einwilligung deS Vaters bezw Vormundes, polizeilicher Führungszeugnisse vom 12. Lrbensiahre an, von dem Zivilvorsitzenden der Ersatzkommifnon (Mrciö- amt) zu erhalten sind, zu richten an das Kommando der 4. Matrofenartillerie-Abteilung ünxhaven.

Die Farbentüchtigkeit der Eisenbahn- beamten. Ter Eisenbahnmimster hat mit Rücksicht au bic gerade im Lokomotivdienst der prcußisch-hessischcn Staats- bahn bcfonberS wichtige Farbentüchtigkeit der Führer und Heizer nunmehr bestmunt, daß baS FarbenunterfcheidungS-

Tic Verweiblichung der amcritanifcheu «ultur.

In allen angelsächsischen Ländern, haupnächlich aber in den Reinigten Staaten, wirb die gesamte Kultur mehr und mehr Etnocibhdit - baS ist der Sck luß, zu dem Profesior Earl Barnes _Wi der Leland Stanford Junior llnivenitat komm..

In einem Aussatze des .-Atlantic Monthlv" führt er an ber icnb amtlidxr Zahlen ben überzeugenden Beweis iur die,e Be nimtuna ^n den letzten Jahrzehnten, etwa vom Jahre 1880 ^i"hat sich eine Veränberung der Lebensgewohnh^tcn der ^mcri »ner'lnncn bemerkbar gemacht. Bis zu lener 3«l roaren ^

EM Ä"«

ntb lbM) 27, »räbrenb an der Iahrhunbertwenbe schon 3.4 0. H icthant^n waren. Tie meisten Studenttmven g^ 'N^Lehr- '-'N über macken dort den Mannern .Zdonknrrenz und oer lrängen sic In ben amentanischen Rieienstablen mb«

lebrctn volle 89 v. v- tvraucn. M Hbiladelpm

'mal» 97 unb in Eharlestoti erreicht ber Pro-,eM,atz «ar du.

v.H, haben sich bei den höheren schulen unb bei ben exW !^rin^n'ber^7en in ^U^erricht üst "^üttich^auch «ne üenbcrunQ des. Unterrichts, und damit ber ganzen Kultur oer

stimmt sein.

Ans Ktadt und CanO*

Gießen, 31. August 1912.

Prüfungswesen der Technischen Hochschule. In der Zeit von Juli 1911 bis einschließlich Juli 1912 haben an der Technischen Hochschiile insgesamt 157 Studierende den Grod eines Tiplom-IngenieurS erworben, und zwar 35 in Architektur, 36 im Bau-Jngenieurwefen, 40 im Maschinenbau, 11 in Papierfabrikation, 80 in Elektrotechnik, 3 in Ehemie

Ade? eisen

1 üllI*'«U.hn,

nsn Schaufa*

ehe

sein Leben ifi er so selten

Pu lull.nullllir - > lusgcgaugcu, unb seine sitzende Lebensweise tyit

.WÜll UUÜD- , über ihn gewonnen, daß er sich sogar die

; (i 11 6 e 1 n e m 3 1 m m er seiner Wo i> n u n g

In-3 andere in einer sauste von vier L rägern L f ö r b e r n laß t. Und dabei l;at dieser seltsame Mensch, (er so still in seinen vier Wänden sitzt, einen phä no me­ta l e n Appetit, einen geradezu wölfischen Hunger. Im Trugen Gegensatz zu ben meisten bohen Beamten China», ic wenig essen und nur für Leckereien empfänglich sind, jcift '.')uanfd'tlüi wie ein Bauer aus seiner hbeimatprovinz konon. Sckiisselii mit Mattaroni, grob gebackenes Brot, . es bie niederen Massen essen, Sckstveine- unb Hammel- ird(h in großen Mengen verschwinden m bem Magen loses Unersättlichen, der am Eßtisch ganz so leistungsfähig 1 nvic am Arbeitstisch. Er T.at eine^g roße Fami lie , in Dutzend Frauen unb 26 söhne und T od)» er. Wie die meisten .HTaftnaturen, nt er in seinem «e- Lbmen zu Hause barsch und derb, läßt sich geben, nimmt Im Blatt vor den Mund und verstößt beständig gegen hc lsöfischen Sitten des so streng zeremonwsen Lstens.