Zweites Blatt
Ibz. Jahrgang
M. XI5
Erscheint täglich mit Ausnahme des SsnntagS.
Staatsbeiträge von Kirchen- und Reli
n g beigegeben, in der der An- , baß er die Frage schon am
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Tie „Oiehener Zamiliendlätter" werden dem -Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblau für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „randwirtfchaftttcheo Seit« fragen" erscheinen nwnatlich zweunal.
Aus L-essen.
Tie definitive Besoldungtzvorlage.
Die „Darmst Ztg." schreibt:
„Mehrere Zeitungen haben in den letzten Tagen Mit eilungcn über Verhandlungen gebracht, die früher und etzt über die den Landständen demnächst zu bringende Be- otdungstorlage in bcn Ministerien stattgcsunden haben Air sind von der Großh. Negierung wie auch von den in >en Zeitungsnachrichten persönlich genannten Beamten zu iolgender Erklärung ermächtigt: 1. Das; sich die Großh Negierung und ihre Mitglieber mit der definitiven Bejol- öungsvorlage ernstlich und fortgesetzt beschäftigen und das: darüber auch mündliche Besprechungen und Sitzungen stattfinden, ist schon mit Rücksicht auf die Wick- .igkeit und Eilbedürftigkeit der Sache selbstverständlich. 2. Was im übrigen in jenen Zeitungsnotizen an Einzelnsten mitgeteilt wird, beruht auf müssigen Ko mb in'a- rionen."
Besser würde cs schon sein, wenn die Regierung über das Ergebnis ihrer „ernstlichen und fortgesetzten Bemühungen" etwas mitteilen wollte, dann wäre die Oefsent- lichleit nicht auf Kombinationen angewiesen.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: bckul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: l 12. XcL-Mb« Än|eiaee*ie|en.
^ustWeber ndschaftsgärtner rstr.l Femspr.56
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Samstag, 21 Zull 19J2
Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen Unwersirät« - Buch- und fctcmbnufcrei.
R. Lange, Sieben.
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Bitte ö ft- oebk-^Zc # eine i^eP'Ä.,
— Technisches Allerlei. Eine neue Eisen st ein-Ge- winnungsstätte in Deutschland ist nach jahrelangen, vlanmäfiigen Unlc-riuchungsarbeilen im Fränkischen Iura festgestellt worden, die einen Umfang von rund 90000 Hektar bat und bald für unsere beiraifd>e Eisenindustrie von erheblichem Werte fein dürfte. — Man schätzt den Verlust des in der Industrie verwendeten GoldcZ gut jährlich 15 Millionen Mark. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika gemimten mehr als c !0 aller auf der Erde gewonnenen Baumwolle, deren (£ni:e ein ausschlaggebender Faktor für das wirtschaftliche Wohlergehen hauptsächlich der Südstaaten ist - Die Stadl Eharlottenburg Hal eine eigene mit der Sternwarte in Verbindung stehende elektrische Uhranlage, an die jedes Prioatgrundstück mit beliebig viel Uhren angeschlossen werden kann. Für die Einrichtung im Innern der (ifebdube sind Gebühren zu entrichten, während die Uhren selbst von der Stadt geliefert werden, ine auch die Kosten für den Anschluß 'm das Uhren kabel und die Instandhaltung der Uhren trägt.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oderheffen
Turchschnittsgesclzwindigkeit, mit der die kleinen Wagen sich vorwärts bewegten und über die Ccidrtigfeit, mit der sie immerhin nicht unbetrodstlid-e Steigungen nahmen. Vor Jahren würbe es erträumt, heute ist cs möglich, 'mit einem 8 Steuer-kL von Berlin nach Neapel zu fahren. ,
Zum Schluß kann id) es nicht unterlassen, zu bemerken, daß eine Zuverläsjigkeitssahrt, wie die leidste Wagenfahrt 1912, eines besonderen Interesses heute entbehrt und entbehren must. Nach meiner Ansicht sind nur noch Fahrten von Bedeutung, die über sehr viel größere und sehr viel schwierigere Etappen |td) erstrecken und die eine wirkliche Prüfung der teilnehmenden Motor- ivagen auf Herz und Nieren darstellen. Tie derkomer-Fahrten 1905, 1906 und 1907 haben zur Klärung der fdnvebcnben auto- mobilistischcn Fragen beigetragen, die PrinzLxinnch-Fahrten 1908, 1909 und 1910 haben die Erfahrungen vertiert und heute, wo große Erfindungen und Patente von einschneidender Bedeutung im Automobilbau nicht mehr zu erwarten sind, haben ,'ich derartige Zuverläsiiakeitssahrten überlebt. Jeder Landarzt kennt ,ein Auto und weist, bau er cs Tausende von Kilometern, ohne es bnonberö zu betreuen, benutzen kann, und über dieses Ziel hinaus Anforderungen zu stellen, ist nach meiner' Ansicht zwecklos.
(yinc zurnckgehendc Fndustric.
Während sich in Deutschland alle Industriezweige eines fortgesetzten Aisffduvungs erfreuen, ist ein einziger im steten Rück- nang befindlich, was um so mehr verwundern mutz, als er cm schnelles Verkehrsmittel betrifft. Im Zeitalter des Ver kehrs er - scheiur dies fast undenkbar. Nach einwandfreien ftatiitu dten -tar legungeii ist die Fabrikation des Motorrades fortdauernd, im letzten Etatsjahr wieder um 2,8 Proz. zurückgegangen, und die Anzeid. n beuten darauf hin, dast diese absteigende Koniunklur vorläufig anhalten wird. Ter (^ninb ist einfach der, baß ber Mowrradsvort seit Jahren autgehört hat, als .'?crr empört an- nejeben zu werden: wem es die Mittel irgendwie erlauben, ber bekennt sich zu dem jetzt erschwinglich gewordenen Kleinauto: wem auch dazu die Börse nicht reicht, der überlegt es sich noch lnmdert- mal, ob er bei gkidxn Scherereien mit den Behörden und gleichen Stentpel- und Steuerkosten sich ein Fahrzeug zulegt, dessen Gebrauch unsauber und höchst ermüdend ilt, das ihm in Wind und Wetter keinen Schutz gewährt und das obendrein recht vielen Pannen unterworfen ist, deren Behebung meist nm'tändltch, immer aber mit Unsauberkeit verbunden ist. Ter Motorradsport ist bierburd; in einen gewissen Mißkredit gekommen: der Handel in diesem Artikel beschränkt sich meist auf gebrauchte Räder, von Ä'anb zu Land wandern und meist im Besitze von Schlossern, Mechanikern und Klempnern sind. Das wirklich kaufkräftig- Publikum meidet den Markt, und so kommt es, dast die Fabriken mehr und mehr an ?ll>say verlieren und nach einander den Betrieb einstellen. Ter volkswirtschaftliche Nachteil ist nidtt io erheblich, meil die Motorradfabrikation immer nur ein Nebenzweig der Fabriken zu sein pflegt^ die außerdem Nähmaschinen.^Fahrräder, Schreibmaschinen und Kraftwagen Herstellen. Vom Standpunkte
Kosten au entidteiben. .
1 i Das Sdnedsamt erbebt eine iM’ubr, bic bei einem Vergleiche ober einem Urteil nicht weniger aL 3 war! und nicht mehr als 40 Mark betragt und von dein ednedsamt nach freiem Ermessen sestgestellt wird Aufierdem und die baren Aus- lagen und für Schreibkosten 20 o der ok*bilhr als bau) du atz zu ersetzen. *Tie EKbübreii und Kosten fliesten m die Kasse der Handelskammer.
Tas Verfahren vor dem Schiedsgericht nad» der Zivilprozeß- orbnung regelt sidr nad> den H»3I bvS 1040, foime 1018 2anad) muh den Parteien Gel^eiidZi zur Wabruehmung ihrer Reckste gegeben sein Sind sie zum Erscheinen im Lermm aus- gefordert, so kommt es nicht daraus ^u, ob ste erschienen Und. Sduedsriditer können Zeugen und r'adivcruunbigc vernehmen^ bie freiwillig vor ihnen erscheinen Zur Beeidigung eines Zeugen oder eines Sadwerstäiidigen und zur Abnahme eine-3 Partcicideö sind aber die SdncdSrichter nicht befugt.
LW
Au» Statt und Land.
(Sieben, 27. Juli 1912.
•• Landes-Universität. Der Privatbozent an der LanbeS-Universität Tr. Werner Friedrich Bruck hat eine Reise nach Teutschoslasrika angetreten, um feine im vorigen Jahre in Ostindien aufgenommenen Studien über Fafer- kulturen im deutschen Schutzgebiet fortzusetzen.
" D a 8 B o r l e s u n g 8 v e r z e i ch n iS für d a S W i n t e r- halbjahr, daS dieser Tage erschienen ist, enthält auch diesmal eine ganze Reihe von Vorträgen, die für die Allgemeinheit von Interesse sind, und mit Erlaubnis der betreffenden Professoren auch von nicht Studierenden besucht werden können. Wir greifen einige Vorträge heraus: Dr. Gunkel: Meisterwerke hebräischer Erzählungskunst, und Geschichte deS Judentums vom babylonischen Exil bis auf Alexander den (»rosten. Tr.Ba l d en sperg er: Leben Jesu. Tr. Sommer: Experimentelle Psychologie und Psychopathologie. Dr. Daunemann und Tr. 9)1 itterma ic r: Ansgewählte Kapitel aus der gerichtlichen Psychologieund Psychiatrie. Dr. Kinkel: Die LebenSanschauungen der grasten Denker bet Neuzeit. Dr. Peppler: Populäre WitterungSkunbe mit besonderer Berücksichtigung der Luftschisfahrt. Dr. Hausen: Tie Vegetation der Tropen (mit Lichtbildern). Dr. Biermcr: Bankpolitische Tagesfragen. Dr. Watzinger: Griechische Götterideale. Dr. Eollin: Geschichte deS deutschen DramaS nn 19. Jahrhundert. (Von Hebbel bis Hauptmann). Trautmann: W. A. Mozarts Werke.
** Landwirtschaftskammer für Hessen. In ber gestrigen Vorstandssi tz u n g wurde zunächst von der Entschließung des Ministeriums über den auptvor - anschlag 1912 Kenntnis gegeben. Tie Erledigung einer größeren Anzahl Verwaltungsangelegenheiten nahm ge- raume Zeit in Anspruch Ferner wurde von Ministerium des Innern bis jetzt eingeleiteten Verhand- langen bezüglich ber Umwaiidlung von E i ch e n s ch ä l w a l d in Weiden Kenntnis gegeben. Tie Verhandlungen sollen nach Abschluß von zurzeit schwebenden Erhebungen demnächst mit der Regierung gemeinsam weiter verfolgt werdend Dem Ausbau eines Z u ch t v i e h m a r kt c S in Gießen steht die Landwirtschaftstainmer nad) wie vor sympathisch gegenüber und die Wünsche der Kammer sollen der Regierung unterbreitet werden Von den im Herbst 1912 stattfindenden Truppenübungen wird Kenntnis ge-
Mit der steigenden ikonkurren; bat von Jahr zu Jahr der | unlautere Wettbewerb in den verschiedensten Formen an Umiana und wirtschaftlicher Tragweite angenommen Auch läßt sich uid t leugnen, daß die Auswüchse au* dem weiten Gebiete des unlauteren Wenbewerbs sich mehr und mehr als ein Verstoß gegen die guten Sitten kennzeichnen Das hat nun zu langwierigen uns kost rieiigen Prozessen zivilrechtlicher und strafrechtlicher Natur ge führt, deren Ausgang vielfad) für den Oiesdtzidiglen nidN ben erboiitrn Erfolg gehabt bat Angesichts dieser Zustände und der sich mehrenden Streitigkeiten auf dem Gebiete des unlauteren Wettbewerbs bat sich die Handelskammer zu tzildesd im veranlaßt gesehen, ein Sdnedsamt in Sachen des unlauteren Wettbewerbs einzurichten. Dasselbe ist bestimmt, Streitigkeiten aui au ß er gerichtlichem Wege zu ftbliditen, die auf Grund des Ge^ ietzes gegen den unlauteren Wettbewerb zivilrechtlich oder strat reditlid) ausgetragen werden müßten. Cb in allen irälkn das erstrebte Ziel erreicht werden wird, ist bei der Venchtedenyeit der menschlichen Eharaktere zweifelhaft, aber die Handels', ge irerblidtcn und industriellen Streite w rden das Vorgehen der S)an dclskantmer zu Hildesheim mit Freuden begrüben und ihren eil dazu beitragen, der hier zutage getretenen guten .Absicht jmn
Siege zu verhelfen. , 4 ..
Nach der Bekanntgabe durch die Handelskammer bat die Satzung dieses SchiedSamlS folgenden Wortlaut, dessen Weiter- Verbreitung wohl im Interesse der Allgemeinheit liegt.
§ 1. DaS Sdnedsamt hat den Zweck, Streitigkeiten, die auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb zivil rechtlich oder strasrechtlidi ausgetragen werden können, auf außer gerichtlichem Wege zu schlichten.
§ 2. Das Lchiedsamt setzt sich aus dem Vorsitzenden und zwei Mitgliedern zusammen. , . • . „
§ 3. Der Vorsitzende und ein Mitglied sowie zwei stellvertretende Mitglieder werden durch die Handelskammer gewählt, das zweite Mitglied und zwei weitere stellvertretende Mitglieder durch den KleinhandelSansschuß der Handelskammer auf bie -lauer von drei Jahren. Bei Verhinderung des Vorsitze,iden tritt das dem Lebensalter nach älteste Mitglied an dessen Stelle.
8 4. Das Sdnedsamt tritt nur auf Antrag in Lotigkeit. Der ^Antragsteller verzichtet dadurch, daß er eine Streitigkeit vor das Sdnedsgericht trägt, auf zivil und strafrechtliche Verfolgung vor den ordentlichen Gerichten, sobald aud) ber Gegner btc Zuständigkeit des Schiedsamts anerkannt hat. r. u
ü 5 Anträge aus Verlwndlung vor dem ^chiedsamt sind bei dem Vorsitzenden schriftlich anziibringen. In dem Anträge muß die dem Gegner zur Last gelegte Verfehlung gegen das Un- lauterkeitSgesetz unter Angabe der urkundlichen oder sonstigen Beweismittel genau bezeidmet rovrbni. Urkundliche Beweismittel sind dem Antrag sogleid) beizufügen.
Der Vorsitzende hat den Gegner des Antragstellers unter Mitteilung deS Streitfalles zur Erklärung auszufordern, ob er sich der Zuständigkeit des Schiedsamts unterwirft. Erklärt fid) der Gegner binnen drei Tagen nach der Absendung der Au,,orde> rimg nicht, so gilt die Zuständigkeit des Schiedsamts als abgelehiit.
8 6. Vor der Anberaumung des Termins Haden beide Parteien eine Erklärung zu untmcidincn, daß sie die Zilständigkeit deS Schiedsamts und seine Mitglieder als nicht besangen anerkennen iliid fid, baffen Schiedsspruch unter Verzicht auf den orbeutlidrii Rechtsweg unter,verseil Ter SIntragncllcr hat außerdem zu er- klären, daß er auf sein Recht des ?üitrage8 strafrechtlicher Verfolgung verzichtet.
8 7. Ter Verhandlungstermin wird vom Vorsitzenden an- beraumt: die Parteien und die Mitglieder des Schiedsamtes sind schriftlid) zu laden. Tie Sitzungen sind nicht pffenthd).
§ 8 Kommt ein Vergleich nicht zustande, so entscheidet bas Schiebsamt bnrd, Urteil. Tie Mitglieber haben gleiche Stimme. Es entfdieibet Stimmenmehrheit.
tz 9. Im übrigen richtet sich bas Verfahren vor dem Lchieds- amt' nad, den Beitimmungen ber Zivilprozeßordnung über bas fd)icbörid)terlid>c Verfahren Eine Verurteilung darf nicht über den Antrag des Antragstellers ^Klägers hinausgel)en Doch kann statt desfen und neben diesem Anträge auf Zahlung einer Buße im Jüödütbctragc von 300 Mark erkannt werden, welche au die Kasse der Öandelskammer zu zahlen und von dieser zum Zweck der Forderung von »anbei und Gewerbe zu verwenden ist.
Indnstkie und Technik.
Zur Lcichtwagcn-Fahrt 1912.
Als id, aufgeforbert wurde — so berichtet uns Earl 3oernd, ber bekannte Svclfahrer und Sieg:r in ja^reichen rlutoniobU rennen und Toure,uahrten an dieser yahrt teilzunehmen, glaubte ich. daß mindestens 60 Prozent aller tcilnehmenden äirme" ohne Strafpunkte am Ziel nnlangen rourtxm. xenn ich konnte altf Subbeutidnr nicht verstehen, baß Brandenburg, Pommern, Posen und Sddcfün an die Wagen w,blutende 'uiforberungeii stellen würden, daß Strafpunkte zu bemrdüen ^' "'ufoweniger als im Verhältnis zur S euer reichlichen Alpemalnt 191- die Ausfchreibungen sehr viel leichter und angenehmer waren und von den Wagen lange nicht jenes Matz von zuverlässiger Betnebs- '^^Jch^beteiligte"mid) also mit einem 8/20 PS ^Iro^cnj'b^ außeroidenllichcr Liebenswürdigkeit ihr Interesse an ber rcahrt ktU«,nkmte„ Tag ging °s »°» Scrtin durch di° Mark unb Mecklenbuig bis fast nach Rügen und von da nach ^ «hn ai »weilen Tag in ziemlich gerader Lime nach Posen undvonlm auf Umwegen nad) Breslau: von cher fnbrte b,e ^ort bur^ Schlesiens Berge wieder nad) Breslau zurück und am sunsten Tage auf Umwegen »ach Dresden täglich 3M Kilometer
Ick batte die ganze <>ahrt uiitembatzt. auch hattt ich tbinc Vorstellung von den langen und ziemlich U^n stemuiigen , den schlesischen Bergen, Dte für manchen^trmpunne im Gefolge hatten. So wie mir erging cs den 'nnsten^nl nehmern. imd nur diejenigen, die sich di es recke durch ^d,le fiend Berae angesehen hatten, waren vom Erfolg begleitet xinn af bwS ®?"Äe “eilt? .-i lid» heraus, d-ck bu- SnMnnrfuna b t meisten leidsten Wagen für derartige Anforderungen nidst genugt viele Wagen mußten Wasser einnehmen, was natürlich mit otrap Punkten bedacht war. . , x „nr
Für mich hat die Lelchtwagenfahrt 1912 eigentlich nur einen Fehler al- häutig vorkommend gezeigt, den Mangel an aus reichender Mühlivirfung: im übrigen aber waren die Strafpunkte, die vergeben wurden, meistens geringfügiger Natur, bic zum -teu in Bufäliiateiten, züm Teil in Nachlässigkeiten, vielüucht auck in Wer Werkmannsarbeit und. Konsttuktwn zu suchenmd^
Tas Resultat ber Fahrt n'.ar ein Ti-iumvh unserer 'no^inen AutomobUtechnik, und die Tatsache, daß 12 Sagen ohne Strar punkte am Ziel anlangten, ist cui ebenso grotze^Kompliment rur die Wagenlenker, als für die Gute der leichten Wagen, bu in ber Tat eine hervorragende Leistungsfähigkeit zeigten. . -
Die ^aaen waren durchgängig so beietzt und belastet, datz man von einer normalen Besetzung mit .^ P^sonen wrechm kaum Tie tägliche Leismng betrug immer Zirka ^.00 Kilometer,^ eine Leistung, die man vor mehreren Zähren von srnem klemen ^.ag nicht glaubte fordern zu dürfen. Erstaunt war ich über die
des Verkehrs und Sportlebens aber muß es bedauert werden, daß hier der Untergang eines braudibarcn Fahrzeugs beschlossen er- djiint Es gäbe nun vielleicht einen Weg, das Motorrad wieder lebensfähig zu madjen: er ist nicht neu, denn amerifaniidjc Firmi-n haben ihn schon mit Erfolg brfdnittcn. Es handelt sich ganz eiiifad) um Einführung eines Elektromotors anstelle der Benzinmafchme, eine Einführung, bic technisch hentzutaye eine Kleinigkeit bebrütet, wie uns bi.' vorfährige Automobilausnellung zu zeigen in der Lage war. Es sollten sich allen Ernstes die einsd-lägigen Fabriken mit diesem Gedanken beschäftigen: sie könnten reichlichen Absatzes fid>er fein.
Ein Rad dieses Typs, das von jenseits des Ozeans hrer seinen Einzug gehalten, bat viel Anklang gefunden, unb da an ihm nichts patentfähig ist, so ist Sticht einzusehen, weshalb abermals unser gutes Geld ins Ausland wandern soll. Tie Maschine ist nicht größer als die schweren Fahrräder ber neunziger Jahre, hat anstelle der Rahmentasche einen ebenso aussehenden Behälter für eine Ebi'onbattcrie, die bas öinterrab mittels Kette antreibt und gleichzeilig einen an ber Lenkstange befindlichen Scheinwerfer speist. Der Aktionsradius reicht über 240 Kilometer, was einer reich- lidjen Tagestour auch für Benzinräder entspricht. Pedale fehlen: die Füße ruhen auf. Rasten und betätigen von dort gleichzeitig eine föintcrrabbanbbremfe: eine Dandbremse befindet sich am Vorderrad. Es können drei Geschwindigkeiten burd) einen an ber Lenkstange befinblichen Schalthebel verwandt werden, von denen die. erste 7, die zweite 26, die dritte 56 Stundenkilometer leistet. Das einfache Fahren mit einer elektrischen Maschine, an der es gar nichts zu lernen gibt und die auch gut angezogenen Leuten bic Benutzung erlaubt, ohne Gefahr, sich den Anzug verderben zu müssen, wird diesem "Fahrzeuge viele Freunde, besonders unter d n Aerzten, gewinnen unb es wäre deshalb aufrichtig zu wünschen, daß eine unserer einschlägigen Fabriken sich dieser Frage mit Eiser annehmen würde.
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Sdiiebsamt in Zachen öes unlauteren wettbcmcrDs. un Parteien n anro ’ ‘
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Mitgliederu zu unterzeichnen unb^ben Parteien burdi cmgddn-if- denen Brief zuzustellen. Das >sdncb»amt hat auch über bu
Spezialität: IJfflltt jeder Art rhaltungderselben
«iion--Gemeinschasten. Der Abg. Schvnberqer )at einen Antrag an die 2. Kammer eingebracht, die Regierung *u ersuchen, bei der AussteNung des Staatsvoran- 'chlages für das Jahr 1913 die im Kapitel 35 der feit- > erigen Staatsvoranschläge unter Abschnitt „Kirchen- und Religionszu'nteinschaften" vorgesehen gewesenen Beiträge an die evangelische und katholische Kirche solange nicht ein zu stell en, bis einwandfrei nachgewiesen ist, daß den Leihen Religionsgemeinschaften die seither vom Staate ge leisteten Beiträge auch fernerhin zu leisten, allgemein reck)ts gültig verlangt werden muß. Dem Anträge ist eine sebr umfangreiche Begründung beigegeben, in der der Antragsteller darauf hinweist, daß er die Frage schon am 13. März dahin gestellt habe, einwandfrei nachzuweisen, ob die Berechtigung solcher Beiträge nach wie vor be- jtehe, seit dem durch den Staat den beiden Religionsgemein schäften ein eigenes Besteuerungsrecht zugesichert worden ,st. Der Antragsteller knüpft dann an einen Antrag des Abg. Ulrich aus dem Jahre 1905 an, künftig keine staat- lid)cn Gelder mehr an Religionsgemeinschaften auszuzahlen. Auf den Bericht des 4. Ausschusses habe dann die Regie- gierung geanttvortet, daß für sie kein Anlaß bestehe, eine Aenderung der Verhältnisse eintreten zu lassen. Mit diesem Ausschußbericht und dieser Regierungserklärung beschäftigt sich nun bei- Abg. Schönberger eingehend und fordert, daß int Interesse der Bevölkerung unumtoimden und losgelöst von allen m die Sache hinein verpflochtenen nicht stichhaltigen, längst abgestorbenen, sachlich überholten Dingen l das geklärte reine Rechtsverhältnis zwischen h der Staatsstellung und dem Volksinteresse und der Anschau- f ung in anzuerkennender Rechtlichkeit herbeigesührt werde.
Durch den damaligen Ausschußbeschluß auf Ablehnung des Antrags Ulrich sei die ganze Sache einfach unerledigt ge- geblieben. Nach der gegenwärtigen Sachlage fei klar, das; eine ersprießliche Wirkung seitens der kirchlichen Tätigkeit nur zu erwarten stehe, wenn die Kirche, aller ihrer staat- lid)cn Macht entkleidet, einfach als die bescheidene Dienerin des Staates in Dienst der christlichen Menschheit gestellt wird. Zum Schluß bittet er, feinen Antrag für cm Jahr anzunehmen, da es ihm möglich erscheine, die geforderte Aufklärung unterhalb dieses Zeitraumes zu ersä-affeu.


