162. Jahrgang
fünftes Blatt
Nr. 277
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:dcridrt?nwnat in Darmstadt genehmigten Bauten betrug nact- dem Bericht der Baupolizei-Abteilung 105 000 Mark. Nach dem Bericht des ZkreiSamteS wurden im Kreise Dieburg vom 1. Jul: bi« 30. September größere Bauten im Betrage von 86 500 Mark genehmigt.
In Darmstadt nntrbfn Ackerknechte nach dem Ried und Odenwald viel gesucht, jedoch meist nur jüngere Leute bi-? 30 Jahre. Arbeitsuchende in diesem Alter waren jedoch wenig vorhanden. Auch Arbeiter zum Ausmachen von Kartoffeln, Tick wurz und Zuckerrüben wurden viel gebucht, konnten aber sckiver beschosst werden. In DorinS war sein starke Nachträge nach Unechten, landw. Arbeitern und Taglöhnern. Ter Bedarf tonme nidtt gedeckt werden. Nach einem Bericht aus Groß-Karben konnten gute Knechic sehr schwer beschafft werden, trotzdem hohe Löchte geboten wurden, Für ungelernte Arbeiter war die Gesck>äftslage meist wenig günstig, in Mainz sogar rcd)t flau. Nur dort, wo größere Erdarbeiten in Angriff genommen waren, wie in Offenbach, Worms, Wetzlar, war der Deschä'tigungs• qrad etwas günstigerer. Allerdings nrußtc durch die ungünstige Witterung manche Unterbrechung eintreten.
Aul dem weibl. Dienstbotenmarkt war nach einem Bericht des Arbeitsamtes Mainz die Nachfrage noch häuS- licken Tienstboten etwas geringer als im Darntonal. Ta aber auch die geringere Nachfrage Mangels genügenden Angebots nicht gedeckt werden tonnte, wurde eine größere Zahl von Monats- und Stundenfrauen eingestellt.
Samstag, 23. November 1912
Rotationsdruck und Perlaq der Brübt'schen Unwersuäts - Buch- und Gteinimidereu
R. Lange, G eßen.
zur vollständigen Rechtlosigkeit verurteilt. Selbst in eigenster Sache dort sie nicht miu'vrechcn. Dadurch unrd sie unzufrieden mit dem B-.-stehenden, und unzufriedene Staatsbürger bedeuten immer eine 6M<zhr für das Staatswesen. Ob es den Frauen gelingen würde, so kur'^rharrd die Lebensmittelnot zu besertigen, das itehe dahin, aber eins ist gewiß, das Konntmenteninteresse hätten die Frauen sicher über daS .Barteiinteresse gestellt. Mit einem Appell an die anwesendeit Frauen, dahin zu wirken, daß den.Frauen die ihnen gebührendeit Rechte zucrkannt würden, schloß T)ic Vortragende ihre beifällig ausgetwmmenen Ausführungen.
•• ProvinzialauSschuß-Sitzungen Eine Sitzung bc§ ProvinzialauSschustes findet am Mftuvoch, 27. November vormittags 8/49 Uhr, mir folgender Tagesordnung statt: a. Klage des Ortsarmenverbandes Friedberg gegen den LrtSarmenverband Nieder-RoSbach wegen Unterstützung des 91. Schell b. desgleichen wegen Unterstützung des B. Gutmann: c. Enteiaru.g von Gelände zur Karlüraße und zuin Ernst-Ludwig-Ning zu Bad-Nauheim; d. Klage der Gewerkschaft .Friedrich" zu Frankfurt a.M. gegen Johannes
Tie „Lietzener HmnillenbUttler" werden dem „Anzeiger' biennal ivöcheultick beiqelegt, da» „Kreisblati |tir den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Tie „LandwiNfchaftltchen Lest- ftagrn" erschemen monatlich zweimal.
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W! 'eicht!
Reisemustern in Ißmonnaies, c. etc. ise des reellen
Sitzung am Mittwoch, 4. Dezember, 9•/< Uhr, hat nachstehende Tagesordnung: a. Enteignung von Gelände in d n Gemarkungen Schwalheim und Bad-Nauheim zur Erweiterung deS BahnhofeS Bad-Nauheim: b. Gesuch te6 Friedrich Herr zu Gießen um Erlaubnis um Bett'. e einer staffeewirtschaft im Hause Neuenweg lö; c. Gesuch eS Hiinnch Deckmann zu Bleichenbach nm Ausstellung eines Wandergewerbescheines für 1912; d. Gesuch des Heinr. Rusch zu Gießen um Erlaubnis zum Betriebe einer R a n e c- wirtschaft im Hause Kanzlciberg 5.
Landkreis Gießen.
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Redaktion, Qjpebition und Truckerei: Srfnil« stroße 7. Ervedition und Verlag: öl.
Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
wenn Sie )hr llind
flefunb, munter und geistig frisch stch entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm Tr. Hommel's Haematogen. Warnung! Dlan verlange ausdrücklich den Namen Tr. Hommel. D»/,
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Aus StaS» und Cand.
Gießen, 23. November 1912.
Tic Lebenömittcltcuerung und die Frauen.
Im Auftrage der Ortsgruppe des Vereins für Frauen' i i m m r c d) t und des AIl g e m e i n e n D e u l f ck c n r a u ende r e i n S sprach am Donnerstag abend Frau Tr. Alt- mann-Gott Heiner cruS Mannheim in Stein® Saalbau über „die LebenSmittelteuerimg und die grauen". Sie führte ungefähr folgendes aus: Die Klagen über teure Zeiten sind nicht eine Erscheinung der Neuzeit, sck-on im Mittelalter weiß man über Teuerung manch „krästtg Wörtlein" zu reden. Aber wenn ein Gelehrter vor 100 Jahren mit einem Gehalt von 800 Talern henrmtommen muß, so ist bod) andererseits zu bedenken, daß beispielsweise 1846 daS Fleisch viermal und die Eier dreimal o billig waren aI5 heute. Nicht bloß zu verschiedenen Zeiten, aud) in den einzelnen Ländern sind die Preise sehr verschieden. Teuer und billig sind relative Begriffe. Sie erklären sich auS der Tatsache, ob die Normalpreftc, d. h. die dem Wert des Geldes anaepaßten Preise, überstiegen sind oder nickst. In diesem Sinne müssen wir zurzeit von Teuerung sprechen, die im letzten Jahr- zelint des vorigen Jahrhunderts, genau im Jahre 1896, eingesetzt hat und von einigen geringen Schwanlungen abgesehen, ich dauernd in aufsteigender Linie bewegte. Eine Ysegenüber- tellung der LebenSmittelpreise vom Jahre 1896 mit denjenigen von 1912 ergibt, daß in den letzten 16 Jahren eine Erhöhung von durchschnittlich einem Drittel stattgefunden hat. Unter dieser Teuerung leiben die Bauersleute infolge der hohen Preise für Futtermittel ebenso wie die Städter unter der Lebensmittelteuerung, lieber die Ursachen dieser Erscheinung gelten die Ansichten weit auseinander, auch erscheint das Urteil durch die jeweilige Partei- tellung des einzelnen mehr oder weniger beeinslußt. Soviel ist sicher, daß der durch die anhaltende Dürre des heißen Sommers von 1911 und durch andere Ursachen veranlasste Rückgang des Viehbestandes sich in einer bedeutenden Anziehung der Milch- und Butlerpreise unangenehm fühlbar macht. Die Tatsache, daß die Kleinhandelspreise, nxtm sie auch im großen und ganzen der Tendenz der Großhandelspreise folgen, beim Abschlag noch eine Zeitlang hochgehalten werden, fällt bei Beurteilung dieser Frage wesentlich inS Gewicht. Auch kann nicht abge- stritten werden, daß solche Zeiten dazu benützt werden, in nicht ganz einwandfreier Weise den Konsumenten durch geringere Qua- iitäten und kleinere Quantitäten zu sckstidigen. Tie Borttagende wendet sich nun der Beantwortung der Fragen zu: Was bedeutet die Teuerung im allgemeinen für den Haushalt und im besonderen für die Hausfrau? Neben den im Erwerbsleben beschäftigten Frauen leben in Deutschland zwischen 12—15 Millionen weiblicher Personen, die als Konsumentinnen tätig sind. Jede Haushaltung hat zwei Seiten: eine Einnahmewirtschaft und eine Verwendungswirtschast. Tie erstere liegt in Männerhänden, die letztere fast ausschließlich in den Händen der Frauen. Sie müssen bestrebt sein, den Haushalt nach dem ökonomischen Grundsatz ui führen, also mit dem geringsten Kraftaufwand den größten Erfolg zu erzielen suchen. Dazu gehört die Aufstellung eines WirtschastSplanes, in dem die Ausgalnrn für die notwendigen Bedürfnisse — Nahrung, Wohnung, Kleidung — mit den dafür vorhandenen Mitteln in Einklang zu bringen sind. Geschieht daS nicht, so ergeben sich Fehlbeträge. Veranlaßt durch die außerordentlich ungünstigen winschaftlichen Derhälmisse wird es mehr und mehr unmöglich, das HaushaltungStonw im Gleich gewicht zu halten. Am schlimmsten von allen ist der kleine Beamte daran, dem jede Möglichkeit genommen ist, sein Einkommen zu erhöhen, was dem Arbeiter wenigstens in etwas möglich ist. Tie bis jetzt erfolgte Aufbesserung her Beamten ist durch die andauernde Preissteigerung aller .Konsumarlikel längst überholt. Im Jahre 1909 stellte das kaiserliche statistische Amt fest, das; von 852 untersuchten Familien 439 mit Fehlbetrag abschlossen, und von 320 Familien des Metallarbeiterverbands stieg bei 97 Haushaltungen die Ausgabe über die Einnahme. Was ist auoefickts dieser Tatsachen zu tun? Die Hausfrau, die an ihrem Wirtschaftsgeld am allerersten das Mißverhältnis zwischen Einnahme und Ausgabe verspürt, ändert den Speisezettel. Pflanzliche Nahrung erscheint statt Fleisch. Kartoffel- und Fischspeisen müssen Ersatz bieten für teuere Nahrungsmittel. Ter Milchver- brauch wird eingeschränkt. Aber eins ist der Frau vertagt: TaS Mitraten und die Mitarbett im öffentlichen Leben. Sie ist
^ie Lage im Baugewerbe war nickst überall gleich. In Mainz war ein Rückgang in der Nachfrage nach Arbeitskräften zu verzeichnen. In Offenbach war die Bautätigkeit, gering, .ebenso in Tarmstadr. Dagegen war in Worms die Gc- ‘toäitMage recht aul. Maurer und Zimmerleute waren lehr begehrt. Neu genehmigt wurden im Berichtsmonat < WohnhauS- neubauten, 11 sonstige Neubauten und 2 Umbauten, mit einer Äesamtbausumme von 333 520 Mark. Tic Dausumme der im
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejjen
Abend erlöst wurde.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt, 22. Nov. Die Frankfurter Bezirk"., gruppe des Bundes deutscher O b e r - P o.st s ch a f f n e r hielt eine gukbesuchte Versammlung ab. Der Vortrag deS Ober- Postschaffners Wcigandt (Mainz) behandelte die Wünsche der „Gehobenen Unterbeamten". Er führte aus, daß die wirkliche Heraushebung aus der Unterbeamtenklasse mit Abgrenzung der Dienstgeschäfte nach unten und Erweiterung nach „oben" das erste und vornehmste Ziel deS Bundes sei. Weitere Redner wünschten Beseitigung der Gchaltsunterschiede innerhalb der „gehobenen Klasse". Es wurde angeführt, daß es im Reichspostdienst umgekehrt aussehe als sonst im Leben, überall suchten die Frauen Gleichstellung mit den Männern, bei der Post jedoch mühen sich bejahrte Männer, den Frauen mit gleicher Borbil- düng gleichgestellt zu werden. Am Schluß der Versammlung besprach noch ein Redner die.Unzuträglichkeiten für die gehobenen Unterbeamten, die entstehen, wenn über 8000 Postgehilfinnen eingestellt werden sollten. Reichstagsabg. Dr. Werner betonte, die begrünbeten Wünsche unterstützen zu wollen.
Wie wird » im Reichstag?
Am Dienstag tritt der deutsche Reichstag nach langer Sommerpause zu seiner Wintertagung zusammen, deren erste Sitzung nur sehr zaghaft mit Bittschriften- berichten einfetzt. Aber schon die P r ä s i d e n t e n f r a g e wird „Leben in die Bude bringen". Daß diese, wie einige Optimisten aus dem Lager der Linken meinten, durch Zuruf erfolgen werde, kann als ausgeschlossen gelten, nachdem sowohl von den konservativen wie vom Zentrum mit aller Entschiedenheit erklärt worden ist, daß man es auf eine Kraftprobe ankommen lassen wolle. Man kann sich also unter Umständen auf ebenso harte Kämpfe um das Präsidium gefaßt machen wie zu Beginn der Session, da die Entscheidung aus des Messers Schneide steht. Tenn einigen sich die Nationalliberalen, die fortschritt.rche Volkspartei und die Sozialdemokraten wieder auf die Person stampf8, so würden sich hierfür in dem vollbesetzten Hanse, in dem ein Mandat erledigt ist, so daß es mithin 396 Mandate aufwcist, 198 Stimmen ergeben, während die Konservativen, die Reichspartei, das Zentrum mit den Polen, Welsen, Elsäßern und Wilden ebenso viel zählen. Es wird also von der Besetzung des Hauses abhängen, ob am Ende der Rechten der Plan glückt, den Zentrumsmann Spahn auf den kurulischen Sessel zu erheben. In diesem Falle aber würde zweifellos mit einer Präsidialkrisis gerechnet werden müssen, die unter Umständen zu einer Neuwahl des gesamten Präsidiums führen könnte.
Nach der Erledigung dieser mit Spannung erwarteten Kraftprobe zwischen links und rechts wird die Volksvertretung sich der praktischen Arbeit zuwenden können, für die sie schon bei ihrem Zusammentritt einiges Material vorsiudet. Es ist dies vor allem die Vorlage über die Suspeudicruna der Fleisch- und Viehzölle. Weitere Ge» setzentwürse, die den Reichstag schon in der ersten Zeit besckstiftigen werden, sind neben dem Reichshaushalt für 1913 die schon vor längerer Zeit veröffentlichte Vorlage zur Regelung des Verfahrens gegen Jugendliche und die .Novelle zum Handelsgesetzbuch, durch welche die Konkur- renzklausel für Handlungsgehilfen in der Weise ab geändert werden soll, daß während dieser „Karenzzeit" von ihrem bisl>erigen Prinzipal das Gehalt nach bestimmten Prozentsätzen weiter gezahlt werden soll. Da hier die Interessen der Unternehmer und der Angestellten scharf aufeinander platzen, so wird man sich auf sehr lebhafte Auseinandersetzungen über diese Frage gefaßt machen müssen Ob neben der weiteren Vorlage zur Abänderung des Wechselrcchts, welche lediglich die durch das internationale Uebereinkommen notwendig gewordene Aenderung des geltenden Rechts berücksichtigt, noch der ebenfalls schon veröffentlichte Gesetzentwurf über die Sonnatgsruhe im Handelsgewerbe und weiter das Reichstheatergesetz den Reichstag in dieser Session besck-äftigen werden, steht noch nicht
Der Gesetzentwurf, welcher den ,,clou" der Session bilden wird, dürfte dem Hause erst im nächsten Frühjahr zugehen, nämlich die Vorlage über die B e s i tz st e u e r. Der Regierung ist hier eine einigermaßen gebundene Marschs route vorgeschrieben durch den am 21. Mai vom Reichs- lage gefaßten Beschluß, welcher besagt:
im Art. 5 des Gesches, betreffend die Aenderungen im Finanzwesen vom 15. Juli 1909 vorgesehene Ermäßigung her Zuckersteuer tritt sechs Monate nach der Einführung, eines Gesetze«, welches eine allgemeine, den verschiedenen Besitzformen gerecht werdende Besitzsteuer vorsckweibt, spätestens am 1. Oktober 1916 in Kraft. Der Gesetzentwurf ist dem Reichstage bis zum 30. April 1913 vorzulegen."
Ta hier ausdrücklich von einer allgentetnen, den verschiedenen Besitzformen gerecht werdenden Steuer die Rede ist, würde mithin die mehrfach aus dem Lager der Rechten vorgesckilagcne Besteuerung einzelner Besitzöbjekte in keiner Weise mit jenem Reichstagsbeschluß zu vereinbaren sein. Und da nunter die deutlich genug zum Ausdruck gebraute Abneigung der bundesstaatlichen Regierungen aegen eine Reichsvermögenssteuer unterdessen kaum einer anderen Auffassung gewichen sein dürfte, so wird den Verbündeten Regierungen zum Schluß nichts anderes übrig bleiben, als zu dem von der Rechten so heiß bekämpften Plan einer Erweiterung der Reichserbschaftssteuer z?i- rückzukehren, in die vielleicht der viel erörterte, vom Land- tagsabg. v. Dewitz in die Erörterung geworfene Vorschlag einer Erbzuwachssteuer hineingearbeitet werden dürfte.
A Grün berg, 22. Nov. Der Zweiaverein Grün- berg deS Evang. Bundes batte gestern abend seinen ersten Familienabend im Gasthaus „Zum Rappen" veranstaltet. Ter jgcräumiqc Saal reichte nicht auS, um die Erschienenen alle zu fassen. Lic. Witte auS Berlin hielt einen Vortrag über seine Reiseerlebnisse nach und in China und Japan, zu wttckMi Ländern er im Auftrage der äußeren Mission in ununterbrochener Eisenbalmfahrt in 13 Tagen und Näcktten über Mokkan, durch Sibirien und daS asiatische Rußland gelangt war. Ferner schilderte der Redner baS Wirken ber dentsdxn evangelischen MissionSanstalten in diesen Ländern. Tabci beleuchtete er, wie dort die Amerikaner und Engi inber auch mit Hilfe ihrer MissionSanstalten schon feit vielen Jahren ihren Ern- Hub vergrößert haben Durck» die von England und Amerika für ihre Missionsschulen eingeführten Lehrbücher über ('Scogrnirl?:e und Geschichte werde Deutscküand absichtlich in ein falsches Lickit gestellt, um den wirtschaftlichen und polittschcu Einfluß der Tauschen in Cftafien zurückzuhalten. Aber auch eine moralische Tiliiht fei e? für unS, die Missionen hort zu unterstützen. Ter gc« mischte Eher und die beiden Gesangvereine verschönten den Abend bureb Vorträge mehrerer passender Lieder. Die am Schlu >e gegebene freiwillige Spende, die sehr gut ausfiel, wurde dem Lic. Witte für die Zwecke der Mission in, Ostasien behändigt. wozu auch der Betrag kam, der aus Verkauf von Missionsschriften am
Die Lage Des Urbcitsmarftes im ©ftober 1912.
In der Metallindustrie war die Lage des Arbeits- Marktes gut. In Mainz war die Nachfrage nach Arbeitskrastcu gegen den Vormonat stärker, besonders lebhaft war sie nach ^au- ühlossern und Spenglern. In Worms war cm weiterer Ruck gang der offenen Stellen ju verzeichnen, an Glcftronwntcurcn fehlte es jedoch sehr. In Offenbach war die Maschinenurduitrw gut bci(fmftigt. In der Porteseuillerndustrte trat eine ^onjuntiurverbesserung infolge Hebung des Exports nad) Lng land zu Tage. Ter außergewöhnliche Arbettcrmangel bedingte Ueberstundcn. _ , . . ..
In W o r m s war bei den Lattlern und Tapezierern ine Geschäftslage ziemlich gleichbleibend. __. . ,
In Mainz war Nachfrage nach schreinern, tedoch meisten-' für kleinere Betriebe, bei den Bildlxuiern war der Ge- jchästsgang gut. In D a r m ft adt war die Möbelindustrie voll beschäitigt Arbeiter auf feine polierte Möbel wurden gewebt. Für Bauschreiner war dagegen der Berichtsmvnat in ^armltadl oussallciid schlecht. . _,
In der Tabakindustne ist nach dem Bericht des -reut» ichen Tabakarbciterverbandes in Gießen eine wesentliche Ber- inbennic des ArbeitSmarktes gegen den Vormonat nicht emge- ircten In M a i n z war d'.e Nachfrage nach Arbeuskratten in der Bekleidungsindustrie stärker als im Vormonat. Tic £ i f e n» »acker Schuhfabriken waren ziemlich gut beschäftigt. In Worms Lat für Schneider und Schuhmacher die Arbeitsgelegenheit zuge-


