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3.2.1912 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

162. Jahrgang

Erlckeint mti Uu6nebmt »e» 6«rmiag

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Stichwahl

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Beträge für seine Idee opfert.

Fülle von Belegen zu zeigen, daß dem modernen ccr nationalen .\hHtur Von feiten des ultramon-«

Tie Hüte des Jahres 1012.

Mengen Daren abic^cn, nicht gerade sympathisch gegenüber und uni> Sommers ist weist mit Recht darauf hin, daß trotz dÄer Stosfersparnnse Lic hcn ^arifer Mode

Denn eine Pariserin berufen erscheinen mag, ihr Urteil und

JWU UuU xiTt Meinung über den Wandel der Frauenmoden und über die Richtlinien des modernen Geschmackes zu äußern, so nt es die h| Stau, die stiostand zulrefjend dieKönigin der Attitüde und

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erforderlich sei. Sie stehe dem Gedanken, daß die Frauen sich in weite Givänder hüllen sollen, damit die Stoffabrikanten größere

im allgemeinen recht wenig Chancen hat, eine Erfindung zu vcrwcr en und Gennnn daraus zu ziel>en, so daß er recht zurück-, haltend in bezug auf Bemühungen und GeldauSgaben ifir die Er­findung sein sollte, und datz andererseits, wenn bei vcrnuniuger Prüfung der Umstände eine brauchbare Eriindung vorznliegen fdKiut, der Erfinder sich hüten soll, mit einem sogenannten Patentburcau" in Verbindung zu treten, und alle noch so ver­lockenden Anträge auf Patenkverwertung von berufsmäßigen Pa­tentbureaus von vornherein als äußerlt verdächtig beiseite legen soll. In foldxm Fällen soll sich der Erfinder an einen Patent­anwalt wenden und sich vernünftig beraten lassen, ehe er größere

Die Parole für die tzutmoden "des kommenden Frühjahrs Sommers ist nun nach langer schwieriger Beratung von Pariser Modekünstlern ausgegeben und sie bringt diesmal wirklich eine Ueberraschung: die Ankündcaung, daß das Jahr 1912 keine Lmtmode habe.3ebe Frau sei ihr eigener Richter: das ist der Wahrspruch der franrösisdfen Geschworenen des Mode- geridtts, man kann im Fahre 1912 tragen, was einem gefällt und was einem paßt, ohne damit Gefahr zu laufen, als unmodern und unelegant von allen liebevollen Freundinnen doppelt herzlich willkommen geheißen zu werden. Aber die schlechteren Ehe­hälften, die bei dieser Ankündigung am Ende in stiller Xanfbar- keit den Blick zum Simmel richten, sollen sich nicht zu früh freuen, denn keine Mode ist auch eine Mode.

Der physiologische E nfluh öcs Wetter; auf Öen Menschen.

Die Pariser Modeschöpfer wollen sich in der komvrenden Saison nur nicht auf eine bciiimmte Form feftlegen, sie wollen, das mög­lichst viel Formen modern seien, damit eine Frau bei dem Umfang ihrer £»uteinfäufe nicht durch daS Bedenken beschränkt werde, zu viel in der Form ähnliche Hüte zu bestellen. Zudem waren in d-n letzten Monaten dieAnregungen" des Geschmackes zu mannigfaltig, um sich zu einem bestimmten Typus verschmelzen zu lassen. Unb so werden die kommenden Frühjahrshüte nach den Prophezeiungen der eingcroerbten Sachverständigen fast alle Seitaltcr der Mode in buntem Wechsel wiederspiegeln. Nur eine Bor'dnift gilt: Federn aller Art sind streng ver­pönt. Man wird keine Reiher- unb Straußen ledern mehr sehen unb auch nickt mehr bic ausgestopften bunten kleinen Vogel­leichen. Das Früh chr bringt diesmal auf dem Damenhut einen unbedingten Iriuxe h der Blumen.

Die Frühjahrs- und Sommerhüte werden im Jahre 1912 keine groBmaidiigen und berben Strohgeflechte mehr bringen: fast alle Modelle zeigen ein feines unb zartes Gest echt. JTem großen Hut prophezeit man ein baldiges Ende: an ferner Stelle wird eine kleine enganliegende Mütze bas Feld beherrschen, die über und über mit weißen und gelben Mar^ueriten geschmückt ist, wobei die Dlumenpracht sich auf beiden Seiten bis tief zum Chr hinabzichen soll. Die wenigen großen Hüte, die fortleben, werdenRenaissance-Motive" zeigen und durch eine üvv ge Prackt von Spitzen aufiallen. An der Riviera sieht man letzt er ne Art von Togues vorherrschen, die mit Ponpons aus Rosen tyuaguerüen geschmückt smL

Frauen-Feuilleton.

Sarah Bernhardts Philosophie der Mode.

(Endgültiges Heid)$tagsroa!)MErgcbnis für Bayern.

91ad) den endgültigen Znfammenstellungen beS baqett- (schen Statistischen LandesainieS ist daS Ergebnis der Retchs- lagSwahlen für Boyern folgendes:

Wahlberechtigt waren etwa 1 510 455, die 21,9 v. £). ker Defaiutbevöllerung und 44,7 v. (x der niänulichen Be- vällerung nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 bilden. Von ihrem Wahlrecht machten bei der ersten Wahl 1816 613 ober 80,3 o. H. der Wahlberechtigten Gebrauch. «Tie Wahlbeteiligung war also lebhafter als nn Fahre 19o7 (79,3 o. H.) und stehl damit an der Lp'ge aller Reichstags- .wählen in Bayern feit 1871. In einzelnen Wahlkreisen gingen fast neu» Zehntel der Wahlberechtigten zur ersten Wahl. Bei den Stichwahlen (engeren Wahlen) betrug die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 348 046 ober 82,3 v h. der Wahlberechtigten der Slichivahlkreife.

Ungültig luaren von den abgegebenen Stimmen bei der ersten Wahl 4895 ober 0,4 Proz., bet der Stichwahl 3716 oder 1,1 Proz.

Für die einzelnen Parteien ist daS Wahlergebnis folgendes :

Samstag, 5. Februar 1912

Hatanen«* rud «nb Bnlaa oet CrübHikfi Uawersuck» - unb Btetnbruderet

8t e eo fl e. Diesen

geworden sind.Die -

lichcn Koketterie leben, finden

des rollenden ModeradeS, das für sie das Glücksrad bedeutet, anzupassen. Niemals, zu keiner Zeit, haben die Frauen so viel Geld für ihre Toilette ausgegeben wie heute."

Erst prüfen und dann kaufen.

fteber der mit Aiihinci-Schweratmigkeit behaftet, kann daS zuverlässigste Prävarac, AstmolAsthma Pulver, ohne Kosten prüfen unb nachdem wird kein anderes Mittel mehr gebraucht werden Man sende Ponkarte mit genauer Adresse an die Engel- üluotbcfc, Frankfurt a M., unb verlange GratiSutuster Astmol- Astyma-Pulver franko. Uu/t

vücherlisch.

Karl Meltau. Romnot. Augsbrn-g 1911. Th.

234 S. Tie für weitere Kreise bestimmte Sckrnft

ft e bähten Ervebitton und Druckerei' Sck'»ck, fhoe« 1 Eroedmon und Sertag M» lUWiiorce^ÄlllL icL-tU)u 21iuetger*»«Bd-

Dich '

'arm aschen m Hk. 1.75 an, fl Schult Seitenweg A.

^Selte^S^I I»»** )hnonp;*Tf-'

Li,Gletzener Kcnnlltendlänee- werden dem ,Dn«etaer^lennol wöchenltick beig-teqt bat Krtisblatt fBi He Kreble|eW »weimal wachemi>ch. Die ^Landwirtschostliche» *<tt» (tagen" erlehernen manntlich <n>euiuiL

8.50, H | PPIcbe, Gar. | >k«, Herren I Überzieher, [ '»men-Mäiitel ! ileiderstoffe sehr bilLPreUetl I. Ihn ockstr. 14 m,

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefien

rans Mk. u

6V, 75, 100

\-tau, otc ytoiuino guirmciw uil.uuuuju. bit Fürstin der Gebärde" genannt hat: «arah Bernhardt Sie, ?ne mehr als einmal von der Bühne herab der Panier -^ode den Leg gewiesen hat, ist jetzt von einem Mitarbeiter bc» Reuyork Öcratb ausgesucht worden, dem stc einige Zuge ihrer Mode- Vtzilosophic und Modehetrachung verraten hat.

Gewiß verändern sich Geichmack und Mode, so meinte - Sarah Bernhardt,aber man muß sich davor hüten, die beiden miteinander zu verwechseln. Denn sie gehen nicht immer ueben- einander, ja 'mehr als einmal, hat man es erlebt, datz der Ge- ickfmack an den Ausschweisunven der Mode Rache itahtn und 'ihr entsckflossen gebot:Äalt, du bist auf einem falschen ^.cge unb du wirst nickst weiter gehen." Dir kennen genug Beispiele von erzentrisckien Schneidern, die aus Rcklamcsucht grauen zu bett sckstiimnsten Maskeraden verleiten wollen. Aber zuguter­letzt fällt b.-r Geschmack, der gute Geschmack doch immer wieder auf die Füße. Wir sollten aber auch nicht die mobernen -Toi­letten herabsetzen, auch nicht jene Diclangcfcinbctcn Erzeugnme bet letz en Jahre. Die ursprünglickst Idee, die ihnen zugrunde 'a.3, war ein richtiger und guter Gedanke, das 'streben, dem rocib* stckren Körper in der (Silhouette die $)auvtrolle zuzuweiien. ^(an wollte dem Körper mehr Freiheit geben, indem man ^unnütze Gttüste durch rocidje Draperien ersetzte, die sich den Formen msckmiiegcn und sie dadurch zum, selbständigen ästhetilchen ö'Qttor erheben. Unb das sollte im Grunde der höchste Ehrgeiz icdes * Schneiders und jeder Schneiderin sein. Dia schlechtgewachsenen I Frauen? Sie werden sich schonarrangieren", iverden ci> |dion | einridjtcn, daß sie nicht so erfckeinen, und sie werden auch um ' Nittel nicht verlegen sein. Ein Fremder, der offenbar^ nicht yListlos war, schrieb einmal über Paris und meinte: Frank­

reich gibt es keine häßlichen Frauen: es gibt höchstens grauen, bür nickst verstehen, hübsch auszusehen". Gitirah Bernhardt bc- '"ääf.igt sich bann mit den Klagen der ©toiflieferanten, die lieb « Jitter darüber beschweren, daß bei den gegenwärtigen ^amen- ir-oben ihr Geschäft leide, weil für eine Stöbe viel weniger stall

Stellen Nk.

Tatzen

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verwertbare Erfindung" erfüllen noch immer ihren Zweck, un­erfahrene Menschen anLulocken und in die £>änbe gciou'icnloier Ausbeuter zu liefern. Im Kasseler Prozeß erklärte einer der Angeklagten, daß ioldie Lockanzeigen erlaubt seien, bannt man Kunden anziehen könnte. Man habe gewissermaßen ein vkbcim* verfahren anwenden müssen, um Jn:erefsenten beranzuziehen.

TaA Rezept, nach dem die unerfahrenen angeblichen Er­finder ausgebeutet werden, ist mit fieinen Abänderungen immer dasselbe. ES wird ihnen ein glänzender finanzieller Erwlg der Verwertung versprochen.Run haben Sie aber halb ba|ür eine SRillion in tk-r Tasche" wurde einem Erfinder von einem der Kasseler Schwindler gesagt. Kann das Opfer nickt foiort ba-5 i, so werden mit VorliebeLicker- heitvweckiel" genommen.Cbmohl ich nur G s.haste gegen bar macke, will ich bei Ihnen mit Rücksicht aut die Güte der Ernn-, bring eine Aiisnahme machen unb Lechsei in Zahlung nehmen, uumtn Ml, ...um ..... BiS diese Wechsel fällig werden, habenjoir im «u3ianbe so mcl

, birf; er mit Vorsatz ent- Patente verkauft, daß wir Geld in Dulle und Fülle l-aben. .in - u i Tone ging es weiter und zahlreiche mentg bemittelte

Pie läjtiqen ljunöertmarffd}eine.

ES bedarf keines Beweises, daß der Besitz von Sunbertmarf-- fdKtncn großes Vergnügen gewährt. ZivnfelloS hätte solcher vefitz sogar den englisck>en Bi,chos Berkeley sehr zum Schmunzeln gebracht, obirwhl der gvvße Idealist alle Tinge in der Welt für Pcobkltte unserer Phantasie, also nur für chimärische Täuschung hielt. Wenn bic kostbaren Ti.tger nur nickst so st'irchterlich lang n'ären! Sie sollen bod) feine Films sein! Tie Länge verursacht Unbequcmlid)feite» im Verkehr unb gibt Anlaß zu Klagen, die ebenfalls eilen ang werden. Taß bic Banknote als Verlängerung dm breiten Streifen mit dem als Wasserzeick^n ausgeführten Kops mtfercs ersten Kaisers unb dem Buchstaben der Serie und der ??ummcr crljalten hat, mag ihre Sickerung gegen Fälschung steigern, aber auf Kosten des geschästlrcknm Lebens. Tre Schcme sind nickst Hand.ich, lassen sich, wenn schon melsach zusammenge- kicisst, selbst in den leersten Portemonnaies der stenerbeschrverten Staatsbürger nicht unterbringen, ragen auS den Drieftascknnt ver- »lockend für alle Lang finger oben und unten um einige Zentimeter hervor und müssen in Geldbriefen, nxiin nickst gerade Ricsen- hnvertS porhanden finb, zusammengefaltet werden. Mit solchen Sckakaneii haben uno die alten Scheine verschont ihr Format eiitiprad) dem praktischen BedürfiiiS. Andere Staaten haben der Lweckniäßigkeit wegen ebenfalls das Format ihrer Roten, selbst bei solcknn von hohem Werte, in mäßigen Grenzen gehalten, trotz- dem aber gegen Fälsckningen wirksame Sicherung zu treffen ge- imiHt. Was die künstlerische Ausfüllung ber öunderter betrifft, so erweckt auch sie keine ungemischte Freude. Tie eine Seite mit den

Spsen beS Merkur und der Eercs mag Istngehen, aber die andere ist um so scklimmer der llebersluß an Einzelheiten macht die Darstellung kraus und verworren. Was da nickst alles zu sehen i|t ein belaubter Eickstwum, darunter sitzend Frau Germania, zu ihren Füßen ein Pflug, ein AmboS, ein ?tz:rykewn und ein Waren- ballen, insgesamt Embleme des Ackerbaues, der Industrie und des Handels: und zu alledem noch ein großer Teich mit einem formidablen Treadnonght und anderen Panzersalwzeugen. Wirk- ' lick, der Reichtum ist zu groß! Und Frau Germania, eine agrarisch angehauchte Gestalt, d^rcn rustikales Gesicht keine Spur von Vergeistigitug widerspiegelt, ist ausgeimstet mit riesigem Sdjrocrt unb mächtigem Schild. Sie gibt sich, obwohl das iLckwerl

Ausgaben der dcgan:cn Tarne für ihre Kleidung nickst geringer ~ zahllosen Industrien, die von der roeib» inden innna: ein Mittel, sich den Speichen _ » v _ d L*. f.'a x a 9 Al f X »11 t pf

Kuranstalt Hofheim T.l.

günstigste, der Samstag der ungünftigüe Tag. Ungünstig sind auch alle Nachmittage. Tie Wochentage besitzen ohne Zweifel einen großen Einfluß auf die Klassifikation deS GesamtbetragenS, was in pi.dagocnscher Einsicht nscht unwichtig ist. Eliminiert man den Einfluß der Wockxniage, wie cd Tr tat, so bleiben noch gewisse Tage mit gutem und schlechtem Bef .nden übrig, welche in großer Abhängig- feit von der herrschuden Witterung stehen. ES zeigt sich, daß jene Tage physiologisch als schleckt cmuuinbcn wurden, an denen ein Tiefdruckgebiet die Situation b:herrsch e eher im Anrücken be­griffen war. Als gut werden jene Tage bezeichict, an denen hoher Truck über dem betressend.il 'Seobad«hingt?gebiet lagerte ober das Baronnter flieg. Wie für das Wet:cr, so ist auch für das mensch- (id>c Befinden in erster Linie die L'uftbrutEoerteilung maßgebend. Dabei sind natür i st in den Unterfudrungen T raber ts von vorn­herein alle die Fälle außeraew-chn icher Desindensstörungen aus­geschlossen worden, die durch die besonderen persönlichen Verlstilt- nisse des Einzelnen, Aenderung der Lebcnseo.i.c nsw., henxörgerulcn

v.initt> In.

Spklplan der Siebener Stabttijiaters.

Tirektion: Hermann Steingoetter.

Connlaa, den 4 Aebmar, abenb8 7'/, Uhr. bei kleinen Preisen (unter ihitiuitlung der Novelle des hiestgen ^nkanterie-RegtmenlS): Pummelstiidenten.' (Snbe IO1, ltl)r. Tien-lag, den 6. Fev.uar, abends 8 Uhr, bei Bolkspieisen: Volks-Borstellnng:Loklor Klane/ Ende gegen 10^ Uhr. Mittwoch, den Februar, abends 7 Uhr (16. MittivockS-Abonneinent-Porstellungi: ,Tte Taimen- lerdie." Ende '>% Uhr. ,«retina, den 9. Februar, abends 8 Uhr il6 Freitags - Aboiinemenl - Vorstellung»: ,vanS Sonnenstöber' dölleii'ahit." Ende Ist Uhr. Conntaa, den 11. Februar, nah« mitiaa« 3'/, Uhr, bet kleinen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle ees hiestgen Zn«anterie-RegiineutS): Zu>n letzten Male: .Votnnch« Wli tschast." Ende nach 6 Uhr. Abends 7'/, Uyr, bei kleinen Preisenc Tce dochzeit von Valent.^ Ende 10*/4 Uhr.

' Volbe>eitung: TienStog, ben 13. Februar:Julius Eäsar/ Schausviel in 6 Akten von William Shakespeare.

Die rastlos wachsende beherrsd>ende Stellung der Mode offen­bart sich auf säst allen Gebieten des geselligen Lebens, ja sogar aul dem Theater.Die Schneider und Kleiderlieseranten be» ginnen sogar die Werke der Dichter zu unterjockien, schieben sic in den $)in:crgtunb in dem Bestreben, von der 23übncjn?t(ib gewagte neue Moden populär zu machen und bestimmten Schnei­dern Berühmtheit zu schas en. Die Programme und die Theater- plakate erwähnen bereits in einem Atem die Namen der Ver­fasser und der Schneider: die Didster haben auf der Bühne ab gestempelte Manneguins, die oft auf Kosten des Werkes unb ber Situation die Modelle der kommenden Saisonlancieren". Ter Tag ist nicht fern oder vielleicht schon da, an dem man bei ber Erstaufführung daS Schneideratelier zugleich mit dem Ver­fasser proklamieren wird. Dabei bietet die moderne Mode mit ihren unbeschrankten und starkem Anleihen und Anlehnungen an vergangene Zeiten und vergangene Moden im Grunde ge­nommen der modernen Frau eine so große Bewegungsfreiheit bei der Auswahl ihrer Kleidung, daß es unverständlich bleibt, baß noch immer bic Majorität des weiblichen Geschlechtes 'ich sklavisch gck.ois'en dil atorischen Vorschriften beugt.Gerade dieser eklck.ische Zug der Gegenwart, der alle Freiheiten gestattet, er­möglicht es der modernen Frau, fru wählen und ihre Persönlich­keit geltend zu macken: sie kann jede Tracht annehmen, die ihr gut steht Denn heute ist der eleganten Frau alles erlaubt, bas Tesbloie des zweiten Kaiserreichs, wie die Dtrectoirerobc und der Paradiesvogel der Madame de Stael darf heute tubicj auf dem £iui des Gibson Girl nisten. Und warum auch nickt? Zu einer Zeit, wo die Uniformität uns bedroht, laßt und baä hübsche reuen: den Karneval der Frauen. . e"

_______(1 3 Staude von Frankfurta. M. für ErbolungebedürfUge, Nerven- und innere Krame. Sommer und Winter

Ii Mil LIM --------- Prospekte durch ---------'

Or. M. Schulze-Kahleyse, Nervenarzt.

Mlgemein nimmt man an, daß das Detter einen Einfluß auf den menschlickren und tierischen Organismus ausübt. Be­sonders aul Nervöse soll dieser Einiluß ein bcirächtlichcr fein. Pros. W Trabert von der Wiener Meteorologischen Zeii- tralanftalt I>at nun über diese Fragen eingehende Untersuchungen angesiellt, die in den Denkschriften der Kaiserlichen Akademie verösientlicht werden. Eine große Anzahl Beob- ad)ter wurde gciwnncn, die täglich den Stand ihres Befindens, insbesondere e waige Störungen desselben notierten Gleichzeitig wurden durch die Lehrer ähnliche Unieisuckmngen in einigen sckml- -ampart (TVfn ... trinpn bcm modernen

Suat »an satten ult

Erwachiencn ^m§iagt und Sonntage "HÜnitige Tage , -vc?. reiche Material, das er zusammenstrllt, ist aber auch an

an -Licndlagen und ^rvitagen ^ulig weichu"0n vom Nor ~ geeignet, das Derkchen des Ultramontanismus und die Macht- malbcfinbcn einUeten. Bei bei) Schulkindern nt der Montag der ftellung Roms zu veransckxlickichen und dadurch Gleichgültige auf-

iinirt'en._______ _________

dccbnifcbc Nachrichten.

Schwinde hakte Patentbureani.

Mehrere Vorkommnisse der letzten Zeit, insbesondere der große Kasseler Patentschwindcl-Prozeß, über den kürzlich verhandelt wvr- den ist, haben die Aufmerksamkeit loieder einmal auf einen äußerst wunden Punkt unseres WiNschastSlebens gelenkt.

Trorckem seit mehr als elf Jahren das Gesetz betreuend die Patentanwälte besteht und eine große Anzahl von Patentanwälten nicht nur in Berlin, sondern auch in zahlreichen anderen deutichen Städten sich niedergelassen haben, blühen schwindelhafte Unter­nehmungen sogenannter Patcntagenteu und PatentbureauS nach wie vor weiter. Es scheint sogar, als ob sie in der letzten Zeit zu ganz besonders großer Entwickelung gekommen und. Anzeigen wie:Tausend Aufgaben für Erfinder" oder:sau­send Mark sofort in bar und 15 Proz. vom Reingewinn suc «edc

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io.Aoolb.UDu- i, können zur 9la;< in bestens rmM i. nn 8LDILI- d.DictoriaT»«r chrnder.Äarknick piii. fllljlli

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. Hnppel tzoljhaudlung^ M unterlflfl-

alle iunit Sanrarbfl en schön und doutt

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in ber Scheide steckt, und diese sorglich mit einem Bande um­wunden ist, gar zu sehr kriegSgeuxippnctr Amazone, tie im Verein mit der Flotte urbi et orbi kund tut oder, ivi der Volls- munb sagt, unter die Rase reibt, daß v jederzeit bereit sei, blank zu ziehen und loszuhauen. G.'wiß, das Reich soll wo hl gerüstet, stark und mächtig jnn, aber loenn bv edle Tarne sich aul einer Banknote, die dem fnedlicken Verkehr dient und durch viele Länder kursiert, mehr rn fii.biidKt Defckräfiigung, etwa beim Pflügen oder Säen zeigte, so würde sie -w.ilel^rhne angenehmer wirken. Jetzt waltet das Enwfinden vor, daß die Darstellung die Grenze, jenseits welck».r das Protzenhafte und lderauSiordcrnde liegt, nicht genau innehält. Besonders unangenehm fällt auf, daß ---------

aul beilW Seiten der Banknote wer i \ von der neuen Richtung der.ige Bargeld aulbringcn, Kunst zu spüren ist. Gerade an ioldx.*r Stelle, auf welche die w Blicke Tausender fallen, sollte bcm modernen Gesd-mack im weitesten Maße Reck-irung getragen weiden. Betont sei noch, ban der breite Streifen, um den lie Rote verlairgert ist, nicht abgetrennt ~-f, . cs_

werden darf Würde sich herauSstel.cn, d. er mit Vorsatz ent- Patente verkauft, daß roir Geld in ©ulk unb ymte yaom. ^n lernt ist, um das Format der Role zu verfeinern, so märe eine diesem Tone ging es rocuer und zahlreiche roenin bemuteite .öoitorktung bei der R i.hobank auSgeschl». sstm. honoriert wird Leute büßten ihre Verbindung mit den |chwindelha|ten chatrnt- eine Banknote laut Reid^gesetz nur dann, wenn sie noch mehr alS bureaus mit dem Rest ihrer vabc.

zur fcälfte bestellt und anznnchmen ist, daß die Zcistörung des I ES wäre zu wünfdxm, datz der STnJlcler yroKB, Der erroa fehlenden Teiles unabfidu i b od r durch eine vis major gefdrah. I achtzehn VerhandlungSlage erforderte, für Die grotze toüwr oer- Eine Rote, von der weniger als die £>älfte übrig geblieben ist, jenigen, die glauben eine Erfindung gemacht zu haben, oie wird mir ausnahmsweise honoriert, mib yicar bann, m.nn durch liefert, daß der Rickt-Fochmann, der fopenanntc ^lvaterfinocr, genaue polizei.ick-e Reck)crche alle Bedenken ber Reichslank be­seitigt finb.

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