Ausgabe 
30.9.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

frAemt tSgttch mit Ausnahme des Sonntags.

' Das Urteil in dem prozetz Vorchardt-Leinert.

«e-

Berlin, 28. 5cDt.

Mk.

4547

81-87

48-52

8693

42-45

90-94

68.5070.00

88,0089.OJ

67.0069.00

87.0088.))

68^0-70.00

88^0-89.0)

68.5070.00

87.0089.00

k

Überall erhäUhr- Auergc Uschäft Berlin O. 17 C*/,

Neue

97102

9195

5053

44-47

102-110 »5100

Mk.

53-57

5062

fk«tetzener Lamilieudlätter" werden dem ,*taeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das .KreMlfltt für den Krtis Glehen" zweimal eöcheniticb. Die ,.r«ndn»irtlchaf1llchen Ml» fragen" erscheinen monatlich jroetmaL

60-65

5659

8388

76-81

8689

83-88

74-84 66-78

5460

ifm. Vef» bl. Ange*/ oerntüti- e Pcoiio»a

LE 9?flUjS

Sin öi|enbahnarbtittr-3ulflanb in Spanien.

Aus Madrid wird gemeldet: 3500 Bedienstete bt» aragonischen Eisenbahnnetzes vielten in Saragossa eine Versammlung ab, in der sie beschlossen, an, 4 E hoher, also nach Ablauf der gesetzlich voraeschricbenen, achttägigen fVrift, in den Ausstand zu treten ftall» der Beschluß biircb- geführt nnrd, tverden 6000 Siscnbahnbedienstete der Nord- balmgesellschast streiken Einige I<ibr,ken in Barcelona und Umgebung werden genötigt sein, den Betrieb cinzustcllen, falls der EisenbahnerauSstanb fortdauert

In Madrid wurde in einer am Freitag abend abge- lialtenen Versammlung der Eisenbahnbediensteten säst ein» stimmig der allgemeine Aus st a n d bescküoffen

Tie Ausständigen eines Teils des Eisenbahnnetzes von Nordcatalonicn ervielten vom Zentralkomitee die Mittei­lung, dafe die Eisenbahngefellschaft grundsätzlich geneigt sei, die ^-orderungen des Personals aiuunehmen Tarauf wurde beschlossen, den (Gouverneur zu bitten, sich für die Erfüllung der Zusage der Eisenbatmgescllsctiaft zu ver­bürgen. IallS dies geschehe, wurde die Arbeit sofort wieder ausgenommen werden.

. Stttti Id fc uMaM Iflt.prcb** .ilistli*

86L

Montag, 50. September 1912

SiotatwnSbrud und Verlag der Brübl'sch« UnwersilätS Buch- imb einnbmdtrtu R. Lange, Lietzen.

eintretend, kann der jetzt 67,ädrig' Jubilar aus eine an Arbeit und Muhen, aber auch an Erfolgen reich gesegnete Tätigkeit zurückdticken

ter Angeklagte Borchardt wird wegen Hau s- 1 '«lebensbruch und Widerstand gegen die e t a a t ftralt zu 100 Mark Geld strafe eventuell 10 Lage ä»gnis, der Angeklagte Lcinert zu 50 Mark föi.bträfe eventuell 5 Tage Gefängnis verur-

Arbeitcrbewegung.

Ein fächfischer nolionaltr Arbriterlag.

In Chemnitz sand am Sonntag rin fädrfifdvr nationaler Arbcitertag statt, der unter Auoschlufe der sogenaimtengelben Vereine" von ciwa OO Id f giert tu. die etwa 7o Vereine und Verbände nut ungriädr 70 0*1 Mitgliedern vertraten E« wurde rm besonderes Arbeitswilligen, chuvgcsep abge- lehnt, dagegen ö i n i g u n g S ä n, t e r v e i l a n a ! imncr wurde die Reckstssäb,gleit der Verussverrine, gesekgeberi'cbe Matznabmen gegen den Mitbrauch der Tariivernage buicki t-u freien uieivert- sctxiilen und vollständige Sonntagsrube im Handels gcwerbc sonne Verbot der üondtrrenzNausel verlangt.

"'n«».; SV

abenh»^.

SU

«Oooo»1

M

btit,Unitrtu:-

Markte.

le. Frankfurt a. W. 931 eb h o** Marktbericht vom 3p. -eot lluftneb: 12 - Önder, darunter Ochsen 41<>, Bullen 50, Kühe und Harfen 763, Kälber 2-i, Schale 27', Schweine 3j5.

Tendenz: Echten schlevvend, bleibt Ucberftnnb, Kälber und Schate ruhig, geräumt, Schweine rege, bleibt Uebernand.

Preis 3ür 100 Pid.

Reuend- o

flervicbt

Redaktion. O^pebition und Tnidertu kebul« strotze 7. Ogvtbihon und Vertag 5L RedalliomeENS. TeU-Adr- Anze,gerG»evtn»

Mittlere Mast» und belle Saugkälber . Geringere Plast- unb gute Saugkälber Scha le.

Stallmastschake:

Masltämmer und jüngere Masthammel L ch we i nr.

Vollsteilchige Schweine von 80100 kg Lebendgewicht .....

PoUneiichige Schivetrre unter 80 k? Ledviüge wicht. PoUsleischlge Schweine von 100120k?

Lebendgewicht loUfleiidnqe Schweine von 120150 kg

bis 15.50, ^veizenmebl 0 TlL 32.5032.75, Weizenmehl I DiL 30.50 30.75, Wei^nmehl III Mk. 27.2527.5 -. Jtoggen- mebl 0 Mk. 27.7528/*), Rogqennrehl 0 I Dtt. 26.5026.75, Roqqenmehl I Mk. 00.0000.00, Weizenkleie Mk. 13^0-13.75, Wrizenichalen Mk. 12.2512.50, 'Jtoggenfleie l'it. 15D015L5, Malzkeiii.e Mk. 14.0014.50, Biertreber 15.0015.50, Raps Mk. 0.00-00.00 Alles per 100 Kg. ab hier.

le Frankfurt a. M., 30. 6cdL (Lrig.-Telegr. desGietz. Anzeigers^.) Kartoffelmarkt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons TIL 3.804^0, tm Kleinhandel Mk. 5,006.00, für je 100 Kg.

HX

0

^ichdem bic Verhandlung gegen die Mitglieder des Preußft Abgeordnetenhauses, den Schriftsteller Julian Borchardt irlottcnburg) und den Vertreter für Hannover im preus;ischen rmrnt, Leinert, drei Tage liindurch ausgeseM war, wurde heute unter vermindertem Andrang de-? Publikums nnchcr rommen Am letzten Verlmndlungslage war der Befchlufe jj,t wordeil, noch mehreren LieweiSanträgen stattzn geben, dar eit. dem nur Ladung des Vizepräsidenten Dr. P o r s ch. Ta stz-s, nzwi>'ci*'N erklärt lat, das; er sich nur undeutlich an die r lidjrn Vorfälle erinnern könne, befehl ob der Gerichtshos im ritänbiii3 mit bt-n Verteidigern, aus eine Vernehmung zu Wtten Tagegen gelaugte heute zu Beginn der Sitzung

der Brtefwechsel

t v Kröcher und dem Mi­

lli .

»tS

er

unter den Voraussetzungen bvc- jj 64,3 einen Abgeordneten für den Rest des Tages auszuschließeu. Ter Präsident bat die **. sugnis gegenüber dem Abgeordnetett Borclardt nut Recht tn Ge brauch genommen, denn der Angeklagte Borckiardl ist der wieder­holten Aufforderung des Präsidenten, den Suutngssaal zu ver-

46-50 48-46 40-45 8339

2780

Osram Drahflampen

Unzerbrechlich

Lebendgewicht , .

JC. Arautfurt a. SO. Cert. (Cria^Ielegr. oe4OHes Sm.') 2lmtliche Notierungen der heutigen frucht inarktprei se. Wetzen ihienqer, 21.0021.15, Kurhesllscher Mk. 21L021.15 Wetterauer Mk. 00.0000.00. Roggen Unellger) Mk. 18.00 bis 18.50, berste (Wetterauer) Mk. 20.00 21^0, Äerlle, sanken, Pfälzer, Ried 3lf. 200)021.75, Hafer Mk. 18.5020.50, Diais Pik. 15^5

Zn btt Begründung

1 im wesentliäien folgendes ausgesührt: Tas Gericht in nom laHenber Würdigung der Ausführungen der Staatsanwalt,wart i r) ber Verteidigung zu der Ansicht gelangt, datz, wweit OK Hunte des Präsidenten zum Ausdruck kommt, einen Abaeoro- i k» nir einen lag von der Sitzung auszuichlte,;en, der '>4 per jMinsordnung des AbaeordnetenhauicS mit der Vena,>ung nicht ^iderspruci steht. Ter Gesetzgeber wollte die Art und nie, rnitmij durch iDclcix- Mittel die Tisziplm in der >i'an'nier geregar titeln, soll, der Kammer selbst überlassen. Auch bei der Beratung tilt^ericuiuiig wurde der iyaU ins Auge gesatzt. da,; einmal Die $ hfcc iung eines Abgeordneten nötig werden könnte, r as r-1 mim

1,1 006# lühllt W

'uhkt

tollt. ?

M ni*. «.

Ochsen.

Dollsteifchige, auSgemallete, höchsten Schlacht- wertes, 47 Jahre alt die noch nicht gezogen haben (unqejochte) Junge fleischige, nicht auSgemäslete und ältere auSgemällete...........

Bullen.

Volllleifchige^ ausgewachsene, höchsten Schlachtw.

Lollfleischige, jüngere........

Marsen. Rühe.

Dollsteischige ouSgeni. Warfen höchst. Schlachtw.

Lollfleischige auSgemälletettühe höchsten Schlacht- wertes bis zu 7 Zähren........

wenig gut entwickelte Zärfen ältere auSgemastete Kühe . 'Mäßig genährte Hübe und närsen Gering genährte ttütre und Färsen ....

K n l b e r.

ingrapi1-1

Ize-StW t erMb

Ibrindtt^ anla-k Lehrz«^ StE

3 -kMflt.

\ixkfc .

ifaSrc. <u

lassen, nicki nack-gekommrn, lut sich somit o b , r f t i r d < sdau - friedensbruches schuldig gemacht hinsichtlich der Zrage des subjektiven Verschuldens tor das Gericht für not wendig erack lct, die (Grundsätze über den zfuentuaidoluS iti_ An Wendung zu bringen. Cb der Präsident zur Stellung des Straf antrags berechtigt >oar, ersck-eint nach Ansicht des '.Berichtes zwenel los, weil der Präsident der Trager des vausrechtes ift Wenn lemand sich des LwusfriedenSbruches schuldig gemacht hat, so wird es daraus ankommen, Mastnal-men zur Beseitigung des straf baren Verhaltens zu treffen Zur Beseitigung des Verhallens des AngeNaglen Borchardt war der fßrafibeni berechtigt, die vilfe der Polizei in Ansvruch zu nelmien Weder der Potizrileuknant noch die timt untergebenSchutzleute haben sich eines ürafbaren Vergehens schuldig gemacht Ter An,reklagte Borckiardt bat sich dadurch, das; er sich seiner Abführung widersetzte, sich am Boden f cftbicl l usw , des W i d e r st a n d e s schuldig g e macht: die Zragc, ob er dabei das Biwutztfrin der Neckuswidrig- keil gehabt habe, liefe das (Bericht unerörten.

Ter Angeklagte Letnert Irat sich gleichfalls des Wider tandcs gegen die Staatsgewalt schuldig gemacht. Er wollte da durch, das; er auf seinem Platze verblieb und den Zugang zu dem Platze des Abgeordneten Borchardt erschwerte, diesen in seinem rechtswidrigen Verweilen im Saale unterstützen, bat ihm also Beihilfe und Beistand geleistet Tie Pollen war sohin berechtigt, dieses sein sira'bares Verhalten zu beseitigen und ihn von seinem Platze wegzuschassen, und hiergegen hat der AngeNagte Leinert Widerstand geleistet.

Bei der Strafzumessung wurde berücksichtigt, dafe es sich bei beiden Angeklagten nur darum banbelte, eine Streit trage z u m Austrag zu bringen und dafe sie nur in diesem Sinne so gchanbclt haben, wie ihnen die Anklage zur Last gelegt hat Zu einer Gefängnis st rase gegen den An geklagten Borck>ardt lag ein Anlafe nicht vor

e fier des Innern zur Verlesung, der aus insgesamt neun staken besteht Zn dem ersten Briese des Ministers des Innern «litt sich dieser bereit, eventuell die Polizei.zur Verfügung zu i n Zn einem zweiten Briefe des Ministers heifet es, das; I Sftftei zwar bei der Entfernung eines Abgeordneten bdjililid) f t -erbe, den betreffenden Abgeordneten aber am Wieder- rfdetnm im Saale nicht hindern könne

lirieibtner RechlSannwlt £) a a f c kniterft, bafe bic Gntfcr« tm; des Abgeordneten Borck-arbl erst molgt fei, nachdem er sich tret auf feinen Platz gefetzt unb dort längere Zeit verweilt habe. Ci itt Umstand beweise, bafe der Präfident nicht fürchtete, der |r tznetc Bmck,ardt könne die Berlzandlungen stören, sondern I« » ihm lediglich um die Wahrung seiner,Autorität zu tun « Tas habe auch der verstorbene Präsident v E r f f a anerkannt r. Stu Worten:Wenn dem Präsidenten nicht mehr gehorcht rd>, find wir am Ende unserer ganzen Tätigkeit. Ter Brief- »hs-l sei erst entstanden, nachdem verr v. Kröcher sich fragte, r r die Beschüsse des (Yesckiäftsorbnungsausschuifes burdk Pieri solle, ob mit iiilfe der VauSdiciwr, ob mit Sbilfe einer £»auv DJcfk- oder mit tzilfe von Personen, die außerhalb des Vauws IlItL Tic Polizei fei also nicht in Ansvruch genommen worben a »rund eines durch die Gesetze eingermimten Rechtes, sonbern in der Präsident kräftige Persouen brauchte, welche nicht in l-a sttlichen Beziehungen zu den Abgeorbneteti standen : dte Polizei bin5 fick' also nicht auf dem Boden gesetzlicher Zuständigkeit, Lrnn bestand lediglich aus Vertretern von privatrechtlich enga»

Aaetngestimmt Der Berliner Gerichtshof hatte dte f or- ILten Derslöfee Kegen Gesotz und Crbmtnq zu prüfen rr ist, in llebereinftimmiinfl mit der Vvlksmeinnnu, zu bm Schlüsse getont men, bafe bic Widersetzunq der beibcn Lg.v ebn eien gegen ihren Ausschlufe aus der Sitzung straf- &r war. 2i^r bvgrüfeen es, bafe bie Beiben nicht zu Ge- Lignisstrafen verurteilt worben sinb, benn derartige porla- Wkiorische Vorgänge müssen unter einem besonderen lüe- fr l irunttc betrachtet werben. Es kam aber haitptsäclslich ßxouf an, festzustellen, bafe wirklich strafbare Vergehungen Uckigen, unb ba dies mit der Verhängung auch dieser Bringen Geldstrafen geschehen ist, lann man mit einem fiuT der Erleichterung dieses wenig angenehme Kapitel

'PicMi*. m dem damaligen Präsibenten

-KlyWyW . c.. Innern zur Verlest

de» Ldaeoronetendausts hat <» damals nicht erwartet, daß an solcher Vorgang sich einmal errignen werde Senn die Aus­weisung eines Abgeordneten unzulässig wäre, so könnte der Aall eintreten, bafe ein Abgeord n c t c r du r ch fein Benehmen den ganzen Verlauf der G e s e v g e b u n g s m a s ch t n < b e m in e u tonnte. Tas individuelle Recht des Einzeln n findet seine (Grenze im Rech:

-

Kirche und Schule.

Pin päpstlicher Jbirttnbrief an die deutsche» Bi'chofe?

Nach Ateldungcil ou6 R o m bestätigt c« sich, bafe schon in den näch sten I a g elf ein an die deutschen Bischöfe ge­richteter Hirtenbrief de» PaplleS erscheint, her in der GewertschaftSsrage die Berliner Richtung nicht ms Unrecht setzen, aber auch das Borgeden der Kölner Richtung nicht nüfe- billigen wirb. Ter virtenbriei soll noch vor dem Zusammentritt deS in der zweiten üktobcrwoche tagenden Christlichen GewerkschastS- Kongresses veröffentlicht werden.

AuS £ uremburg wird gemeldet: Am Sonntag wurde i n allen Kirchen bei Lande« ein bischöfliche« virten- schreiben verlesen, worin die Kirche offiziell gegen ba« neue gemäßigt-liberale Schulgesetz Stellung nimmt ba« erst Anfang Oktober in Kraft treten soll.

ondig. Die öffentliche Meinung hat sich hierzu schon iigenb ausgesproclien, so^zar vereinzelte sozialbemokra- » Schriftsteller stal'en hier mit dem bürgerlichen Urteil

3©eite$ Blatt 162. Jahrgang

Giehener Anzeiger

Seneral-Anzeiger für Oderhesten

(tuen Personen

slicckstsanwalt Heinemann betont nochmals, dal; der § 64 ft o Zchäftsorbnung des Abgeordnetenhauses ungiilt-:g sei unb H beruor, dafe Borcharbt sich in Notwehr besattb.

Zlechtsanwalt Heine führt auS, bafe die BefuginS der Bliri, rincr strafbaren Handlung entgegenzutreten, nickst ichranken- Ü ii".. fandern durch bie persönliche svvkiheft und rnckisge;etzltche F o mungcn beschrankt fei Charakteristisch sei, dafe der Praudent ÜbgeordneteiiHauses sich erst durch den Polizeiprastdenten lagen mufetc, bafe die Polizei nicht bie Befugnis habe, welche ber piibent bes Abgeorbiictenhaufes gegenüber seinen eigenen .'lol- r|i anwendcii wollte. NechtsanwaU Heine betont, bafe, wenn e hon nicht angebe, renitenbe Tienftbotcn usw. auS bem JOaufe knien zu lassen, es auck nicht angängig war, ben Abgeordneten Ikicrbt aus dem Sitzungssaale zu entfernen, ber nd) nicht t n eines privatrechtlick. n Titels, fonbent aut Grund eines JtMidxlid en Titels im AbgeordnetcnliauS befand: er bunte t-ä nicht Innausgebracht werden, selbst wenn er dein Praiidenteit toi so unbequem mar Ter Landlag hat fiai etniad) m eine ijeffe verrannt, ans ber er nicht mehr herauskonnte, wen bic |3t Sache gemacht wurde, um den verhafeien Gegner die staust

Auge zu drücken. Heine fchlofe:Es gibt noch 'Jitditer IN t u, die den Abgeordneten zeigen werden, baß he nicht tun was sie wollen". .

d er aus zieht sick, ber Gerichtshof zur Beratung zuruck

kckch mehr als e,n stündig er Beratung verkündet 1 li" !>-richtshof folgendes

Urteil:

H Den Ausgang der gerichtlichen Verhandlung gegen bic Monokratischen Lanbtag. abgeorbneten Borclmrdt unb Mrt' über ben nur nächstehenbett Boriä-t erhalten, kann j Mi nur mit Befriedigung aufnehmen Die <6elbstrafen ri l'JO unb von 50 Mark sind mild im Vergleich zu ben WHwßen, bic jene beiden Abgeordneten sich haben zu ..... JHlöen kommen lassen. Aber ihre gröfete Schuld liegt r Und.. rt auf dem (^biete der parlamentarischen astandsver - fceig, und ^darüber zu urteilen, war ein Gericht sl>of nicht

Deutsche Kolonien.

Tentfkh-franzosische ÄolonialoertrSge.

Paris, 28. Sept. Ter kaiserlich deutsche Geschäfts^ träger Freiherr von der Lancken, unb ber französische Ministerpräsident Poincar 6 haben heute zur Ausfüh­rung des deutsch-franzöfifchen Ablommens vom 4 November 191 i eine Erklärung unterzeichnet, beruhend auf den Ar­beiten des int Zuni und Zuli dieses Zahres in Bern Der» einigten deutsch-französischen Ausschusses, der die Aufgabe hatte, die neue Grenze zwischen Kamerun unb Französisch-Aequatorialafrika, sowie das Der fahren ber lieber gäbe ber ausgetauschten Gebiete festzu- setzen unb das neue Verhältnis ber ganz ober teilweise unter deutsche Herrschaft tr^tenben Conzes iensgesellschaften zu regeln. Zu gleicher Zeil haben ber deutsche Geschäfts- träger und ber französische Ministerpräsident eine zweite Erklärung unterzeichnet, bie bie grundsätzlich bereits durch bas '21b to nun en vom 23. Juli 1897 b.ftimmten Grenzeti zwischen dem deutschen Togo-Gebiet unb ben französischen Talwmen- unb Luban-Besitzungen nunmehr endgültig fest- liegen. Dadurch werden die schwierig keilen aus der Welt geschafft, zu denen die Auslegung einzelner Artikel des Ab lammens von 1897 infolge ber später als unrichtig und für Deutschland ungünstig erfaunten topographischen Be­stimmungen, namentlich hinsichtlich der (Gebietsteile von Djö Ganbo unb Pugno Anlafe gegeben haben

ßecr und flotte.

Militärjubiläum beS Generals Keim

Ein in den weitesten Kreisen bekannter, alt-hessischer Offizier, Generalmajot a. D. Auyust Keim, siebt am 1. Eft. b I auf ben Tag zurück, an welchem er vor 50 Jahren feine militärische Dienstzeit int Grofed hessischen 4. Inf - Regiment Prinz Karl, letzt Nr. 118, begonnen hat Al- Leutnant in diesem Regiment machte er die Feldzüge 1866 uitd 1870 71 mit: 1866 wurde er im Gefecht bei Gerchshetm am 25 Juli schwer verwundet Später war Keim Adjutant der 44 Infanterie-Brigade, dann Kvmvagnieches im In fanterie-Regiment Nr. 16. Irn Jahre 18^7 mürbe er Major, 1893 Eberstleutnant, 1896 Eberft und Kommandeur de- <'ohenzollernschen Fiisilicr-Regimems Nr. 40 Als solcher mürbe ihm 1898 ber naebgefudite Abschied bewilligt Im Jahre 1901 erhielt er ben Charakter als Generalmajor. Bon 1881 bis 1890 gehörte steint dem Nebenetat des Grofeen Generalstabes an, in welchem seine hervorragende mili­tärische Begabung in der krieg-geschichtlichen Abteilung, alcichzeittg ' auch als Lehrer ber Taktik, an ber >trteg&- afcibnnie Verwertung fanb In ben Jahren 18.«3 94 war er zum Reichskanzler Graf von Caprtvt kom­mandiert. Auch a!4 Militärschriftsteller ist General Nc.m vebeutungsvoll hervor getreten Noch heute ist er Schrift- leiter ber Jahrbücher für bie beutsche Armee unb Marine, unb zahlreich sind seine vorzugswetfe das Gebiet ber Taktik behandelnden Aufsätze in unseren militartfdmn Zeit,chrnten Die hessischen Mieatmeuter 117 und 11^ Virbanlat ihm ihre vorzüglich geschriebenen Regirnentsgei'chichten Tas Aus­scheiden aus bem aktiven Dienst war für ben General fein Uebergang zur Ruhe. Er steht in ber iwrbersten Reihe derjenigen welche für bic Macht unb bas Ansehen des r.eut- fckten Retcktes ihre ganze «Taft einsetzen. Erfüllt von glühen­der Vaterland-liebe, für bas von ihm für recht Erkannte mit ungeschwächter Energie, mu noch immer tugend'.ich.m freuet

jede echte Osram-La^pe muss die InschriftOSRAM tragen.