Nr. 300
Zweites Blatt
162. Jahrgang
Erscheint tSollch mit Ausnahme des Sonntags.
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die Stimmen der
Haus vertagt
Weihnächte
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Präsident Er teilt mit.
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ei ’• Die staatliche Vichversichcrung übrigen staatlichen Versicherungen iU
Freitag, 20. Dezember 1912
Rotationsdruck und 93erlag der Brübl'schen Universums - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Dieven.
zu befinden, behalten wir uns vor.
Auf Vorschlag des Abg. Tr. Stephan wird der Abg. Best einstimmig in den Ersten Ausschuß gewählt. Er tritt aus dem Vierten Ausschuß aus und an seine Stelle wird der Abg. Auler in den Vierten Ausschuß gewählt.
Tarnt wird die Anfrage Kredel und Genossen, die Lage der Reckarschin er betreffend, besprockxm.
Minister v. Hom bergt verliest eine längere Erklärung, deren Besprechung nach TnuUcgnng. ausgesetzt wird.
Zu der Besprechung der Anfrage des Abg. Kredel und Genossen sprechen bic ?lbg. Kredel, Hartmann und Lang.
Zu Punkt 4 der Tagesordnung, Antrag Ulrich und Gen., Uebernahine aller Armenlasten aus den Staat, spricht zunächst der
Abg. Naab «Soz.l. Er begründet den Antrag. Die Gemeinden seien ost zu arm, die Lasten für die Bedürftigen zu tragen. Tic Lasten müßten mehr verteilt werden. Die Negierung hat angeführt, das sei reichsgesetzlich nicht möglich. Ich bestreite das. Wenn man will, lann man schon eine Form sinden. Was die Negierung sagt, ist leere Ausrede.
Abg. M o l l h a n (Ztr. i: Einer gesetzlichen Neuregelung dieser Frage würde ich meine Unterstützung leihen, lvegen Verschiebung der Verhiltnisfe. Aber cs würde zu weit gehen, alle Armenlastcn auf den Staat zu übernehmen. •
Ministerialrat Tr. Weber führt aus, daß eine Uebernahmc der Armenlastcn auf den Staat den bestehenden Bestimmungen widersprechen würden. Der Aufwand würde wohl etwa 3 Millionen Mark erfordern. Tas sind unsere praktischen Bedenken. Ter Webner geht dann auf die Schwicrigkeitlm im einzelnen ein.
Abg. Wolf- Stadecken (996b.) wünscht eine andere Regelung
Die „Gießener $amillcnblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da« „Krcisblatt für ben Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Di» „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zwennal.
Abg. Adelung lSoz.) spricht sür den
Der Ausskimßantrag wird dann gegen Sozialdemokratie angenommen.
x Schluß der Sitzung 1,15 Uhr. Tas sich dann auf unbestimmte Zeit.
Redaktion, Erpedttion und Druckerei: Schul- (trabe 7. Expedition und Verlag: es$s»&l. Redaktion: e^Dl 12. Tel.-Adr.:AnjetgerDteven.
Hessischer Landtag.
44. Sitzung.
Darmstadt, 19. Dez.
Köhler eröffnet um 10,20 Uhr die Sitzung, daß der Präsident des Ersten Ausschlusses an den Kammer ein Schreiben gerichtet lwbe, loorin er
1 beleuchtet.
Vorstand der ........ _ . ~
mitt eilt, daß er in die Beratung der B c s o l d u n g s v o r - läge nicht vor dem Abschluß des Etats eintreten könne, da bic Vorlage dem Ausschüsse erst am 12. Dezember zugegangen sei.
^Ab^Sch"t^(natl.) widerspricht demJbg. Raab Tie klcineir Bauern, die nur iveirig Vtch haben, halten thr Vteh wett
Erster deutscher polizeilongreh.
Aus Berlin wird uns geschrieben:
Auf Einladung der preußischen Regierung wird noch vor Wcihiiachten in der Rcichshauptstadt ein P o l i z e i k o n g r e ß b e r Bundesstaaten stattsindeu, der sich mit uciidii ebenen chweb -'den wichtigen Fragen aus dem Gebiete bes Polizeiwesens beschäftigen soll. Tic Verhältnisse drängen schon lange nach einer möglichst einheitlichen Organisation der Kriminalpolizei wenigstens in den Bundesstaaten. Am wünschenswertesten wäre ja eine Organisation der Kriminalpolizei für das g a n ; c R eich, eine solche ist aber unmöglich und bedürfte zu ihrer Einführung eines neuen R e i chs g c f c tz e s , da die polizeilichen Funktionen Sache der einzelnen Bundesstaaten sind. Aber auch auf diesem beschränkten bundesstaatlichen Gebiet bestehen in manchen Staaten Unebenheiten, die nach einer einheitlichen Organisation verlangen. Auch die Zentralisierung der Polizei beftimmter Gebiete soll erörtert werden. Schon seit langer Zett wird z. B. im oberschlesischen Industrierevier bittere Klage geführt, daß die dortigen kommunalen Polizeiverwaltungen noch nicht verstaatlicht worden sind. Ferner wird sich der Polizei- kongreß mit der wichtigen Frage einer einheitlichen Bekämpfung der Z i g e u n c r p l a g e beschäftigen. Diese Frage ist im letzten Sommer, namentlich infolge der Verbrechertaten der Gebrüder Ebender besonders aktuell geworden. Evtl, soll die Schäffung eines Reichsgesetzes gegen die Zigcunerplagc erwogen werden. Vorläufig hat man sich damit begnügt, die ausländischen Zigeuner über die Grenze abzuschieben. Tas ilt aber bei einer großen Reihe dieser Plagegeister nicht möglich, mcil fie preußische Reichsangchörigkett besitzen. Schließlich soll aul, dem Kongreß noch eine Vereinheitlichung des Nachrichtenwesens und der Jdentisizierungsmethoden angeftrebt werden. Diese Programmpunkte sind von einer Konferenz vorgeschlagen worden, die Ende vorigen Monats auf Einladung der sächsischen Regierung in Dresden stattgefunden hatte.
in Bau genommen werden kann, müssen erst Vorbereitungen verschiedenster Art getroffen werden. Zunächst müssen Vorprojekte aus gestellt werden, die sich auf die dlusstellung der Geschütze und bic Länge bes Panzerschiffes beziehen. Hat ein Proiekl bic Zustimmung der zuständigen Marlncbehörden gefunden, dann iverden Modelle aus Parafin bergefielIt und gleichzeitig damit die Bau vorsckrifteit aufgcflcllt. Diese Pläne merben den einzelnen Werften übergeben, bic ihre Angebote einschicken müsseit. Nebelt bem Kostenpreis ist die Frage der Schnelligkeit bes Linienschiffes von ben Werften mit in Betracht zu ziehen. Nach diesen Vorbereitungen kann zum Bau des Schiffes geschritten werden. Von sehr großer Bedeutung ist hierbei die Befttxiifung des Materials, das zum Bau verwendet wird. Zunächst wird der „Kiel gestreckt", tvas gewöhnlich mit einer großen Feierlichkeit verbunden wird. Taran schließt sich nach vom der Vorstevett an. Am Hinterteile des Schiffes stehl senkrecht zu ihm der gerade Hintersteven. Auf den Kiel werden die Spanten, gewissernraßen die Rippen des Schiffs, rechtwinklig aufgestellt. Tic Form der Spanten ist aiifcrorbaitlid’, verschieden. Sie bestehen aus einer Reihe durch Eisen sest miteinander verbundener, senkrecht zur Längsachse des Schiffes stellender Eisenplatten. Tas ..Heck"' des Sdnffes wird burd) die Heckstützen hergestellt, Krummhölzer, bereu untere Enden mit dem Hintersteven verbunden sind. Die Verstrebung der Seitcnniänbc bilden die Deckbalken. Damit' ist im großen und Ganzen das Gerippe des Sdnffes fertig. Aus der Außen und Innenseite der Spanten wird jetzt eine Haut von Bohlen, sog. Planten angebracht. Die Außen wie bic Inncnhaut besteht aus Eisen- ober Stahlplatten, bic eine glatte Flüche bilbcit. Durch bic Beplankung an der Innen und Außenseite ber Spanten entsteht ein Hohlraum, der sog. hoppelte Boden. Den Abschluß des inneren Schiffsraumes nach oben bildet das Deck ober vielmehr bic Decken, die aus horizontalen Teckplanß'n bestehen und das Schiff in mehrere Stockwerke ein lei (en. Auf den Decks, haupt- sächlid; dem Oberdeck, war die Armierung des Schiffes ausgestellt. Sic geschieht erst, wenn das Linienschiff bereits vorn Stapel gelaufen ist imb alle Maschinen ans dein Schiff imtcrgt-b-rtidyt sind. Bezüglich der Maschinen selbst ist zu bemerfen, daß man heute allenthalben Turbinenanlagen einrichtet, die nid?t so lwcb sind. Hierauf gab Admiral Westphal nod) einen kurzen Ueberblick über bic Einrichtung der einzelnen Sdnffsriume und schloß seinen beifällig auf genommenen Vortrag mir Erwähnung der Tatsadv, daß 75 Pro-z ber Baukosten eines Schiffes auf Arbeitslohn entfallen, daß also ber Bau von Schiffen zum allergrößten Teil ber arbeitenden Bevölkerung zugute komme. Herr Oberbibliothekar Heuser dankte bem Redner für seine Ausführungen.
Kreis Friedberg.
h. Vilbel, 19. Dez. In Gegenwart eines Kreisamts- Vertreters sollte hier eine Sitzung deS G e meinderats abqebalten werden; sie mußte aber anssallen, da die die Mehrheit bildenden acht sozialdemokratischen Gemeindevertreter der Sitzung fern geblieben waren und sich als anderweitig behindert entschuldigt hatten.
Starkenburg und Rheinhessen.
fc. Darmstadt, 19. Dez. Ab 21. d. Mts. wird der Preis für ein Pfund Rindfleisch nach dem Beschluß be5 Vorstandes der hiesigen Metzger-Innung von 94 Pfennig auf 90 Pfennig herabgesetzt. (Uni) in Gießen?)
rm. Darmstadt, 19. Dez. Durch die Ein gemein» düng von Arheilgen, das etwa 7000 Einwohner zählt, wird Darnfftadt voraussichtlich im nächsten Jahre in die Reihe der Großstädte eintreten.
d. Mainz, 18. Dez. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wnrde von der Leitung der clef»
als bic bestehende.
Abg. Henri ch lFortschr. Vp.): Es könnte ähnlich verfahren werdey, wie bei den Schullasten, d. h. ben bedürftigen Gemeinden könnten Zuschüsse gegeben werden.
Abg. Tr. Stephan (9?ti.) tritt für den Ausschußantrag cm.
soziald. Antrag.
MD^Gummr-Gchukle-^N^zM JEekhL etegant'halt&ar!
>9 der S i, ies Greins
Jnus.
Dezember =» + 4,6 ' C.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Hebet »Crteibiqt sich gegen die Angrisse des - Abg Ulrichs Bezüglich seiner GehaltSserderung le, er den emz.g r^äiaK^^S^uTtittet, persönliche Momente -usschelien :iU "lb<i"Breidenb ack (®bb.) spricht sich im Sinne der Abg.
Ä?Ud.)"^ine solche Versicherung würde viele °"^lba"u1r i'ch iSoz l spricht wieder gegen Hebet. Es smechen noi) Sicr bk Wo. Kvrell - Ingelheim und L u6 SUber .trage, ^ic Absttminung ergibt .Annah m e d c Aus 1 chu ts a n - tt-aacsacgendicStimmendcrSozraldemokra ten. Nack de? Pause teilt ber Präsident mit, datz der Abg. föinflcr an das Präsidium ein Schreiben gerichtet habe, in nnfraat ob dem Abg. Grünewald wegen 1 einer be- &qe^b??T Ausdrücke ein Ordnungsruf erteilt worden ist. Ür Präsident verliest das Protokoll und ruff ben abroeicnben Og. Grünewalb wegen des Ausdrucks „Kabarettkunstler nach- ItTC9^g^R^eh^ffortschr. Vv.>: Der amtierende Präsident ■Pdimitt hat erklärt, daß keinerlei Vcranlaffung vorlicgc einen '^CibnungSruf zu erteilen. Es liegt hier also ein Widertprnch vor. 3-.c das geschästsordnungsmätzig zu regeln fern wird, darüber
Es wird dann in bic Tagesordnung cingetreten. 1. Antrag bet Mg Ulrich und Genossen, betreffenb (Sntfd)äbigung für unfdjulbig erlittene Untersuchungshaft. Der Antrag fordert unter 1. bic Regierung zu beauftragen, im Bundesräte auf eine Reviffon dcs Gesetzes, betresseiid Entschädigung für unidnilöig erlittene Strafhaft und Untersuchungshaft hinzuwirken: unter 2. die Re gicrung soll ersucht werden, den Landstänben einen Gesetzentwurf zügelten zu lassen, wonack) auck) denjenigen Personen, die nid>l durch Entscheidung des Gerichts, sondern durch eine Verfügung der Staatsanwaltsckxut aus dem Strafverfahren entlassen werden, eine Entschädigung gewährt wird.
Der Aussckmß. beantragt Annahme der beiden Anträge. Das Haus stimmt dem ohne Widerspruch zu.
Eine Vorstellung,des Main Schäfer in Hechtsheim, Rechts beeiuträdchigung betreffend, wird einstimmig für erledigt erklärt.
Zu dem Antrag Ulrich und Geiwssen, Einführung emer obligatorischen st a a 11. B i eh -- u n d S ch l a ch t v i c h v er s i ch e - r u n g, spricht der . ,...
Abg. Busold tSoz.). Er tritt für den Antrag ein und bittet den ablehnenden Aussdmßautrag abzulehnen. Der Redner geht auf eine Anzahl von Einzclfällen ein. ,
Abg Wolf- Stadecken lBbd.): Eine ftaatl. Vernchcrung ist zu teuer Er erläutert seinen Standpunkt an einigen Fällen aus der Praxis Nicht des Anttagstellers wegen wurde der Antrag abgclehnt, sondern nur ans praktischen Erwägungen.
Abg. Lutz iBbd.t: Es ist keine allgemeine Neigung zur eine staatliche Versicherung vorhanden, die Kosten sind zu hock). Bei örtlidicr Versicherung ist di- Kontrolle eine beiiere -t.cr kleinste Teil des in Hessen gezüchteten Viehs wird in »elfen geschlachtet. Dadurch ist die Feststellung eines ,ev. schadens sehr schwierig Es hängt zu viel von den Fleisdibeick-auern ab. Eine Privatgesellsdxfft kann bic Versicherung billiger machen.
Abg Schönberger (NU.) bespricht die Schwierigkeiten bei einer'ftaatl. Versicherung, die viel zu viel Umstände verursad)e. Er bittet, dem Aussdmßanttagc zuzustimmen.
iAbg. Raab «Soz.t: Bei einer itaathd>cn Versickjerung brauchte die örtlidte Versicherung nicht inhibiert zu werden, ^ie großen Viehbcsitzer glauben, baß sie bet einer staatlichen Ber- l'ichcmng die Kosten sür die Kleinen mittragcn müssen. Das tft unfosial^t Lorenz: Es sind Kommissionen tätig gewesen, die diese Frage geprüft haben. Sic sind aber lamtlich zu bem Resultat gekommen, daß bic Sdmncngfciten Diel )U groß seien Ein weiterer Grund liegt barm, bau man bic idylcajtcn Vie.hhaltcr nicht entfernen kann, bic auf Kosten ber guten den Nutzen aus einer staatlichen Versicherung ziehen. Tic Schwierigkeit für Hessen bestecht darin, daß Helfen viel aus Franffurt bezieht und viel Vieh nach außerhalb abgibt. Was‘bic • tuitfl
auf bas Reick, anbelangt, so hat einmal cm ■ßntmurf .Dor9^egen, aber fänittidyc sübdcutschc Staaten haben ffch gegen eine Siud^* sdilachtviehvcrsidierung ausgesprochen. __ ,
Aba. Hebel (Ztr. : Der Gegenstaub toa» auch schon vor 15 Jahren hier erörtert worben: die Interessenten m diesem Hause haben sich 'alle gegen eine staatliche Versicherung ausgesprochen. Es muß aussallen, daß die Sozialdemokratie immer wieder mit diesem Antrag kommt, ^.ic Sorge um den Bauern ftanb sollten sic ruhig den Bauern selbst uberlasien. Man kann die Ortsversicherungen nicht cinfad) zu .staatlichen wachen. E-> besteht doch ein gewaltiger UntcrKied zwischen Ortsvcrfichcrungm imb ftaatlid)cn Versicherungen. W,r können nicht für den Eintrag
-onzert 3a|fer SBilfielm.^N, ■ ""untmehier vJV | ’> 11 Feiertat iarten
n Giessen
. K. D.
obenh»^ tcl schütz
Ter PoriiL rn A l ERHt Tlj it A.Salomon^li
Aus StaM und Lcrnd.
Gießen, 20 Dezember 1912.
Wcihnachtsvorfrcudc.
Das Ebriftfefl wurde kaum einen halb so großen Eindruck auf das Gemüt der Kinder ousüben, wenn die Jugend nicht alle Vorbereitungen zum Feste initeiupftnden könnte. Diese erst und die durch sie geschaffene Spannung: Sehn- sucht, Erwartung, Vorfreude, lassen der Jugend die weihnachtliche Besch>rung als ein ganz besonders wichtiges Ereignis erscheinen, von dessen liebreizender Erinnerung noch der Mensch zehrt, wenn er längst daS „Iuqendland' verlassen hat. Ja, die vielen Vorbereitungen geben dem Christfest (in der Auffassung deS naiven KmdeS) erst die rechte Größe und Weihe, vielleicht gar die eigentliche Weihnachtsstimmung. Die glänzenden Schauläden, der Tuft der ins HauS getragenen Stollen und der Nadelbäume, das bunte Leben und Treiben in den dldventswochen, das Schreiben des Wunschzettels, das Absingen von Weihnachtsliedern, Ruprechts Erscheinen und vieles andere wecken in dem Kindergemüt holdselige Vorstellungen, Träume und- ^’-’Traoen von tausendfältiger Art. Sie bilden gleichsam den goldenen Rahmen für das Christ- fest, daS sich — in die süße Weihnachtsslunmung eingebettet — dem kindlichen Geiste ganz anders darstellt als etwa ein bloßes Ueberreichen von Geschenken, die oft leider nur zu rasch vergeffen sind. Gerade aus diesem Grunde sollten die Eltern dafür sorgen, daß die weihnachtliche Stimmung im Hause so eindrucksvoll und ungetrübt wie nur möglich sei. Der Rausch holdseliger Phantasie soll dem Kinde ein Vergnügen schaffen, dessen Eindruck der Menschenseele durchs ganze Leben hindurch erhalten bleibt. Eine mürrische, verbitterte Mutter kann leicht den Genuß des schönsten der Kinderfeste beeinträchtigen, so daß es dann wohl heißt: „Wir haben gar kein Weihnachten.Die Kinder sollen sich auf das Weihnachtsfest freuen, herzlich freuen; ist doch die Vorfreude bei Kindern schon der halbe Genuß!
** Ban und Ausrüstung von Kriegsschiffen. Die Kreisgrupvc Gießen des Deutschen Flotten-Vereius eröffnete ihre DoNragsabenbe in diesem Winter mit einem Vortrag des Admirals Westphal: „lieber Bau und Ausrüstung von Kriegsschiffen. Der Vortrag war von Lichtmldern begleitet und schilderte die Entstehung eines Liniewchiffes^vou Anfang bis zu Ende. Der Redner führte aus: Bevor ein Schiff
appenwagea porlwagea
lerdeställe argen .aizieb-firliiEi sowie sämtliche Spie'iWarei.' iescheDkarlik &!n Sahnhofstr. <
Vereine Extra-Ra^
trischen Ausstellung die Abrechnung borg ( gt. Tie Ausstellung war von 61 270 Personen oesucht worden, die gesamten Einnahmen betragen 32 929,88 Mk. und die Aus- gnben 24 251,26 Mk., so daß ein Ueberschuß von 867862 Mk. bleibt. Davon wurden 509 Mk. für die Armeii zur freien Verfügung des Oberbürgermeisters uiid 500 Mk. der Kasse des Journalisten- und Schriftstellervereins für seine Unter stützungkasse übergeben, 300 Mk. werden zurückgehalten für kleine Nachforderungen. Der Rest von 7378 Mk. wird verzinslich zu einem Fonds angelegt für zukünftige städtische Ausstellungen. Deii Ausstellungsleitern wurde vom Oberbürgermeister Dank abgestattet. — Die Schultzahnstelle in Darmstadt hat zu einer Besichtigung eingeladen, bei geeigneter Zeit soll der Einladung stat g.'geben werden. — Die Bauaussehcr der städtischen Bauämter sind um eine andere Dieilstbezeichnung eingenommen, es wurde beschlossen, sie „Bausekretäre"' zu benennen. — Wegen der Eingemeindung von K o st h e i m , di" am 1. Januar in Kraft tritt, soil für den B zirk Käst l-K sth im ein B zirks- kornrnissar mit dem Sitz in Kastel, für Kosthe.m e.n Wachtmeister und drei Schutzleute ernannt werden. — Für das Römisch-Germanische Zentralmufeum will die hessische Regierung ihren Zuschuß von 8400 Mk. aus 12 00) Mk. erhöhen, wenn das Reich seinen Zuschuß sortg.wi.hrt und die Stadt einen dauernden Zuschuß leistet. Tas letztere wurde beschlossen.________________________________________________________
Meteorologische Beobachtungen der Station -(Sieben.
Aba Morell Ingelheim (wrtschr Vp.). Es gibt m Rheim liessen nur wenige freiwillige Vichvcrstchcrungcu. -Es fehlt dort ack an dem nötigen Verständnis für derartige Verncherungcn. Es ist bedauerlich, das; wir diesen Gebaukeu nicht mehr verbreiten fßnncu Rheinhessen ist schwer zu organisieren, das werden vielt erlebt haben Ich gestehe, wenn die srciwillige Versicherung ffine Fortschrittes macht, eine staatliche Vernchcrung immer noch Friedrich «BbdO: Die großen Viehbcsitzer sträuben «ch E gegen Äne Versicherung. (Ter Redner ist falt un- ^Aba^Ulrich (Soz.): Tic Herren sttäuben sich nur gegen
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^Höchste Temperatur am 18. bis 19.
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