Ausgabe 
28.9.1912 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

r. 229

<62. Jahrgang

Eichener Anzeiger

Hrfcheint täglich mit Ausnahme beS Sonntag».

General-Anzeiger für Oberhefjen

Cieieftewer ^amtliendlSNer" werben bem .Anzeiger' viermal wöchentlich beiqeleqt, bat ,Krdtblatt fir den Krtis Eietzen" zweimal wöchentlich. Dierondwittschaftllchen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Samstag, 28. September |9l2

Setetiontbmtf unb Verlag her Brüdlfchen Unwerfuält Buch- und Eteindruckerei.

R. Lange, Liegen.

Redaktion, Expedition unb Tnirfertt: Schul- strotze 7. Expedition unb Verlag: <^-aS2>l. Reb«iki.on:«^-IlL. rel.-Sldr_ Anzeigers ießen.

Hn Januar ds. Is wohl nicht wieder ausqcpslanzt wer

*ind am Nenntaß, 89. Hept. 1918,

ule u

von 1 i

Zur Lage der hessischen Schreibgehilfcn

Scobachtungen der Station Sichen.

4- 18.0 C.

4- 2,8*0.

bit 27. Sept. , 27. ,

nur tur dringende Fälle Mch -r anz.airrifen: Sanitätsrat l>r. ZinRMcr, Goethebtraase 10. > Dr. Stahl, Süd-Anlago 7.

leit, vielmehr werden diese Stimmen in der Hauptsache 1)1)1 alsbald aus den sozialdemokratischen Nandida.en über- »hat; sonstige Parteien aber kommen hier kaum in Bc> j hacbtt. Das interessante Moment jedoch wird in der H a 1

_ ______ Ter Zentner Ae psel

rgen jefct 812 Mark, 2. Sorte jjür den Zentner Trauben

»tschgestihrt sein wird. Bei der Ersatzwahl aber wird, wie Mit Abgeordneter Wieincr in einer am Donnerstag in »er in abgchaltencn Versammlung erkennen ließ, Kämpf ritder kandidieren.

j Die Neuwahl wird nun eine höchst interessante Lage zei- Hip Zwar werden sich sehr wahrscheinlich nur zwei Par pt gegcnüberstehen, die fortschrittliche Volkspartei und 4t Sozialdemokratie, denn das kleine Fähnlein der Demo

ur nac tita v"/.

Für dringende Fälle ist Sonntag, 89. September, von vorm. 912'/, Uhr anzatreffen :,

Zahnarzt

;thlcn, her ei tt:r:bc(ammcr

I «pischen Vereinigung wird nach dem gründlichen Fiasko ' * .... ...

HanöcU

b». Darmstadt, 27. Sept Tie bbeu t f (be 6 i fen* bahn (Äcf eil f (hat t hielt heute nornnttaq tbrr 19 orbent' hd.e t^eneralversammlung ab Dir tHeidlidxvt bot im legt en Vcidälteiabr nnen Neberseduß r»on 2 463 438,69 Mark erzielt, bet wie iolqt verwendet werden soll. 61 ? Prozent Ttoibenbr auf 26 <NM_)CNNi Mark flhimrapiial 169(1 (XX) Marl Tantieme an bett Aunutu-rat *K)<183,10 Mark/ Tantieme an bie Ttrehion 58 221,09 Mark Rückstellung zur Bildung eine» Tivibendconds 320 000 Marti Vortrag nur neue Rechnung 305121,40 Mark. Ter Vorsitzende \iuqo StinneS teilt mit, dog da» AustichtsratS- Mitglied Tr Chimpt Berlin auf ngenen Wunsch au»utidKibcn beabs'dmge, er setüage al« Ersatz Okbrimrat Tr ^illhainen X5g|en vor Ter Vorschlag wird einstimmig genehmigt. Ttc drei satzungs- gemäß ausidn-tdendeti Auff,(btsratom,tgl»eder StinneS, Joebbertd) und Tr BuceriuS iverben wieder gewühlt.

' ovritpreife. Tie neuen Sprit preitfe der Zentrale für epuituiDenoertuna, die anfang nächsten Monatü leit- geseizt werben, foHeu einen Abschlag von minbeftenS 10 bi« 12 Mark e»fahren.

PrelSernöbnng bei Schraubenmarktei. Tic für ben Markt preiabcflimmenbe Rheinische ertiraubenfabrif Breuer dt Schaurte nahm eine sofort in Uralt tretende Preis- erhohung btirch Erinäßigung der Rabatte au* bie 'li<are um 25 Proz. ic nach Sorte vor. Nur die Preise für Rad- unb tOnqld)raubcn wurden durch Rabatterhöhung um 1 Prozent ver- biglgt.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 27. September.

Berta gung

mußte nach längerer Beweisaufnahme in der Sache gegen den L P III. von Gr.-Linden eintreten Er ist vorn hiesigen Schöffengericht wegen Beleidigung des Wachtmeisters bestraft, wegen des ihm uir Last gelegten Widerstanden gegen die Staats gemalt aber freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft ber^ folgte Berufung, um auch in diesem Punkte Perurteilung herbei uiiübren: der Angeklagte focht das Urteil an, weil er auch wegen der Beleidigung freigesprochen sein will, und hat eine Reihe von Zeugen geladen, die die Unglaufmriitbigfeit des beleidigten Wacht­meisters bestätigen sollen, bereit Bekundungen aber zunächst von der Staatsanwaltschaft durch weitere Ermittelungen auf ihren Wert geprüft werden müssen.

Bon Erfolg

war die Berufung des &. Z, früher in Alsfeld, der des Betrugs beschuldigt und in einem der ihm zur Last gelegten Zölle von bem Schöffengericht Alsfeld bestraft worden war. Insoweit auf Bestrafung erkannt war, verfolgen die Staatsanwaltschaft wegen Straferhöhung, der Angeklagte zum Zweck seiner Freisprechung auch in diesem Falle Berufung Nach eingehender Beweisauf nähme kam bie Strafkammer zur Freisprechung des Angeklagten auch insoweit diese noch nicht durch das Schöffengericht ausge­sprochen ivorben ist, weil wohl in objektiver Beziehung die Tat- bestandsmerkmale des Betrugs mit dem Gericht enter Instanz ab- erwiesen zu betrachten sind, nicht aber auch in subjektiver Beziehung der Tatbestand erfüllt ist, der Angeklagte daher viel leidit zivilrechtlich verantwortlich gemacht werben kann, nicht aber strafbar ist. Z. hatte die Lieferung von Scpkattosteln, Sorte Weltwunder", auf die allein der Käufer reflektierte, mit bem Bemerken zugetagt, daß solche augenblicklich nickt auf Lager feien, er fick aber darum umtun wolle, diese jtartoffdiorte zu bekommen (rr trat bann mit einer zuverlässigen Firma in Verbindung und bekam dort eine neue SoneBohun" offenen, bie ihm von dem iadwerftänbigen Firmenteilbaber als ,,Bohun" mit bem Bemerken angeboren wurde, baß sie auchverbesserte Weltwunder" genannt werde Z. bezog diese Sorte und lieferte sie an ben Beueller der 5orteWeltwunder" unter der BezeichnungBellwunder" weiter Der Besteller feste diese Kartoffeln, erntete aber im vorigen Verb st auffallenb wenig, obwohl bie SorteBohun" sonst als ertragt reich bekannt ist T>os Gericht erachtete nun nicht als erwiesen, daß der Angeklagte bei dieser Lieferung ba? Bewußtsein batte, daß die Lieferung dieser ihm noch als ertragfähiger wie Sorte Weltwunder bezeichnet en Sorte irgendwie ursächlich sein könnte für einen dem Besteller entstehenden Schaden , es war der Aniicht, daß Z. keine Veranlassung batte, sich Gedanken zu macken, ob ber Besteller etwa in Schaden kommen könne, wenn erBohun" liefere stattWeltwunder", weil ihm von feinem sachverständigen Lieferanten erflärt worben war, daß bie Sorte,/vchun" noch b f er «et alsWeltwunder" und er diese andere sone daher ruhig liefern könne.

Staatsdienst die Anstellung nach jebniäbnger Dienstzeit unb nach Vollendung des 30 Vebnieiabei > in Aussicht gestellt worden, und dies ,st nur bet einem kleinen Teil der ^dimbgebtlfm in Erfüllung gegangen Es ist daher leicht begmilid), baß in der Versammlung eine sehr gedrückte Stimmung herrschte, >nn die neue Verfügung kam wie ein Blitz aus hein rem vimmel unb vernichtete so alle Hoffnungen der Schrcibgehilfen.

Nun soll ia in diesem Vinter bie organische Besoldung» ordnung lommen, und auf diese setzen die so bitter enttäuschten Schreibgehilfeii ihre letzte Hoffnung. Möge sie nicht zuschanden werden!

Die nach- Äpp7ip stehenden t*vl ailv

Rtr. 6,007,00 9ML, Aillch da« Viter 22 'lif*.Jlfilfc 100 etüd00 Pfq^ ver Ztr. UUu Mk, Bohnen da« Plb. 00 bis 00 P'g. Birnen daö Pfund 10 bis 15Pfg, Zwetschen der Ztr. 6 bis 7 TIL, Aepfel der Zentner 6 bis 15 Mk. Dlarktzeit von 8 hl» 2 Uhr.

ck Mns SHeinHeffen, 26. Sept Tie rheinHessisehen C b ft m ä r f1 e, von denen besonders der Ingelheimer sich Be­deutung errungen bat, zeigen fortgesetzt bedeutende Anfuhr. T,c Preise haben in den letzten acht Tagen ziemlich gesckpvankt Wa> renb Birnen vor einer Woche der Zentner 1. Sorte 10 Mark kosteten, stellten sie fick letzt auf 7-10 Mark, 2. Sorte diesmal auf 56 Mark gegen 46 Mark. Ter Zentner Aepfel 1. Sorte kostete 10 Mark gegen .

45 Mark gegen jetzt 46 Mark. w----

wurden 18 Mark, Zwetschen 67 Mark und Tomaten 56 Mark angelegt. Ter Zentner Baumnüsse wurde zu 2028 Mark in Ingelheim, zu 1418 Mark in Msl>eim ab gegeben. Ter Zentner Pfirsiche kostete in den letzten iagat 3040 Mark, der Zentner Quitten 910 Mark

fa, Frankfurt a. SR., 27. Sept. Heu- und Strohmarkt. Am heutigen Markte war weder Heu noch Stroh angefahren.

Ai) uns geschrieben: . . .. , .

<Am vergangenen oanntag fand int «HcthneiiaQle zu Frank- -ja a eine Versammlung der Schreibgehilfen bei ben lii,<6en Staatsbehörden statt. In dieser Versammlung trat klar S Tage, wie stiefmütterlich bie Scbreibgcbdien bn der dies- linsen Beamtenbesoldung behandelt wurden. Mag die,e Bc Btnbcfolbung auch nickt alle Wünsche der Beamten eriullt kkm so wurde den Beamten wenigstens ihre lettbcngc Sage töt 'verschlechtert, wie cs bet den Lchrcibgehilten ber kl ist Wie verhält es sick mit der Äufbeucrung ber schreib- deren seitherige Notlage der Regierung ivwie der genau bekannt und auch anerkannt worden itt? ^eit des Inkrafttretens der neuen Beioldungs

Höchste Temperatur am 26.

Niedrigste , ,26.

Sstederschlag: 0,0 mm.

Nehmen Sie

tlglich ein Likörgliochen Dr. Bommel« Haematogen uumittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ibr^Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die körperlichen Kr&ftc werden gehoben. Wirnung: Han verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hemmet

/ rieten billigst die Brührsche

Kuverts mit Firma ää

Inn g der Sozialdem okratie liegen. Wird sie bei Isd ämpster Trommel Mang in den Kamps ziehen oder btt wird sie die letzte Bastion, die dem Bürgertum in Ber in noch erhalten geblieben, mit aller Macht berennen, um ieömnl den seil so vielen Jahren mit besonderem Ehr- tfc erstrebten Sieg an ihre Fahnen zu heften?

Ein staatliches Kaffeehaus in Berlin.

'Der alte Friedhof der Tretsaltigkeitsgemeinde vor dem Gsi-.damer Tor in Berlin erstreckte sich ehedem bis zum

Märkte.

«tetzen, 28. Sevt Marktbericht. ?lnk leutlgeni Wochen- markte kostete Butter da« Pfund 1,251.36 ilf, Hühnereier 1 Stück 910 Ptg. 2 Stück 00 Plq., Euteneier 1 Stück 100 Plg., Gänseeier i Sl. 20 Pl., Stöfe da« Stück 68 'l'lg^ Stälematte 2 Stück ü6 plg.' Tauben pr Pr. 0,«01,00 2)lk^ Hüduer vr.L 1,001,60 Mk., Hahnen rr. Stück 0,801,80 w.k. Guten pr. St. 2,00-3,00 Blk., ^äusc bas Psd 76V0 Psg, Crt)|enflei|d) vr. Pld. 92 1<K) i 'Jiinbfleifch vr. Plund l.K>94 Plg., Slnbflei|d) 80 Psg^ Schweine- fleisch vr. Kunb 90110 Plg^ Nalbsleisch, vr. Pid, 9296 14g., Hanuuelflelsch vr. Pkd 7090 Big.. Slarloiielit vr. luO H* 6.00 bis 5^>0 Mk* Weißkraut das Stuck 7 bi» 15 Mg* Zwiebeln per

Dreimal täglich

Scotts Emulsion eine Zeitlang regelmäßig genommen, macht zarte Kinder stark und lebenslustig

Nur muß es die echte Scotts Emulsion sein, keine Nachahmung.

Diese zur Zeit des Inkratttrelens der neuen waioun^ tiiming nock nicht angestellten Schreibgehtlfen gingen 'au leer c, aufterbem wurden ihre Anttellungsverhaltnme, welche ihnen ktiid vor 14 Jahren zuerkannl wurden, letzt berart ver'cklecktert. Kfe i B ein Sckreibgrhilfe im IuMzdienlt aui Annellimg krhaupt nicht mehr rechnen kann. Denn nadi ber^eriugung . fe -tacnsrnmisteriums sollen von allen zurzeit im vtaatsdiemt kbiiftigtcn Sckreibgehilfen nur 20 Proz zur^ Amtellung ge fctom, unb diese 20 Prvz. sollen bereits un JuUizmiiiNtennm Srrchtttten sein, so baß diesen Gehilfen alle Ausnckt aut An tloing genommen ist.

«Die au-' ber Versammlung heroorging, soll bie .Negierung fee Maßnahmen mit Rücksicht darauf, baß die ^errrn Ge- -^assefforen unb Gericktsickreibergehilten auck ent mit bem $40 Lebensjahre zur Anstellung kommen würben, gerronen Exri. Daß bie jetzigen AnstellungsverhälMiNe bicier Ltaats- knfitantoärter bie denkbar schleckmten und, wird.^kwitz niemand ETr.it en, aber bas Altersverhältnis kann in keiner Den. am fc Bchreibgehilfen in Anwenbung gebracht werden, denn den ihinibgehllfen war bereits bei ihrem Eintritt in den

trnt, früher Schafqraben genamit. Ein Stück nach dem I w- rn 1)at die Berlin-Potsdamer Eisenbahn für ihre Zwecke cn 'ich gezogen und vor Jahr unb Tag auch das letzte Stück ro dem heutigen Bahnhossgebcrude um den ansehnlichen tr* von nahezu 700(M > Mk angetauft Allgemein hegte ncr die Hoffnung, daß über kurz oder lang die Friedhofs- «jtaoier beseitigt, und der Platz vor dem Potsdamer Bahn ügtoi freiaclefll tverbe-n würde Der Verkehr ist dort sehr j'i in'fi unb nntrbe namentlich mit ber Ankunftsseite des Pols> U Minier Bahn böses und mit dem llnterarundbahnhof emp B f.iixiid) beengt. Außerdem sprack-en auch Schönheitsgründe I ir Die Freilegung des Platzes vor dem Potsdamer Beihnhof

Leider hat, so schreibt dieDeutfcku' Bolksw >wrrefp ", Bit ? ifenbabnoeniHiltung andere Absichten Industriös wie 6 cn moderner Kaufmann will sie den erlegten Kaufpreis 6er- |liit wissen unb hat beschlossen, 311 diesem Zweck ein Ile ff ecl) au8 311 erbauen und es zu möglichst hohem Bifiie zu verpachten Ein Modell dieses »dasseeHouses ist I ft i zgestellt und dieser Tage von den Vertretern verschie- Behörden besichtigt worden.

-ollte die Betmunng des Potsdamer Platzes durch ein kenn aitd) noch so hübsches Kaffeehaus nicht verhindert haben können? Ein KasfeehouS am Potsdamer Platz, £ Kaffeehäuser schon recht reichlich vorhanden sind, ist 6 üaöcefdHuif üderslüssig und als vaus ein Verkehrs- MMtdernis und eine Verunstaltung des Plchtes, mag es »Ich noch so zierlich gedacht fein Vielleicht tun sich die Llüeidn'it Kaffeehäuser, Restaurationen und Gasthöfe am 1 'MAbamcr Platz zusammen und bringen die Pacht auf, die |j ib nsenbahnverwaltung aus ihrem geplanten Kasseehause I fielen will, um den Bau zu verhüten. Auch btc «tadt 8 Sri in könnte dazu einen Beitrag leisten_________________

I fifrenb der Reichstagssession verwaist sehen; daher wird I (dtipf jetzt zurücktreten, und es steht zu hoffen, daß die I »eiiwahl bis zum Wiederzusammentritt des Reichstages

politische Lagesschau«

MandatUtrzichl br8 AeichStag-prästdenttn.

Reichstagspräsident Tr. Johannes Kämpf legt dem iridifl sein Mandat als Abgeordneter des ersten Berliner siiihstagswahlkreises nieder, kandidiert jedoch toieder. Durch im'en Mandatsverzicht des Präsidenten wird der Reichstag It^nnals vor die Rot Wendigkeit einer Präsi -tutenwahl gestellt Mämpf war in der Stichwahl am fl Januar mit einer Mehreit von nur sieben Stimmen |itm 2tbpcorbnctcn des ersten Berliner Wahlkreises gegen I r Sozialdemokraten gewählt worden. Gegen seine Wahl hbrn die Sozialdemokraten Protest eingelegt, und der »kichotag ist dem Beschlüsse seines Wahlprüfungsausschusses idgrtreten und hat eine itmsangreiche Beweiserhebung be schlossen Das Ergebnis dieser Beweisaufnahme scheint i un nicht gerade günstig ausgefallen zu sein >tampf und he Fortschrittliche Volkspartei, der er angehört, wollen hot natürlich einerseits eine Kassierung des Mandats durch I jen Reichstag vermeiden, andererseits aber auch dieses nicht

Au» Hessen.

Der Btttlckrifttv'Aukichuh.

rm. Darmstadt, 27 Sept Tas parlamentarische Leben ftf - nach längerer Sommerpause wieder aufiuleben, denn außer den ,'inan»aussmiissen der Mummeni wird nun auck der Bitt s ck r i s 1 c n a u s s ck u ß unter Vorsitz des Ahi Raab zusammen treten Die für TienStag, 8. Eflobrr, vorgesehene Tagesordnung sieht u a. i>or: Antrag M 011Hcin , berr die Sonntagsruhe

1 bahnbediensteten, Antrag Diebl, bete d eiep, Anträge Ulrid), betr Austritt aus den 5hrtbcn und Uelx-r nähme oller Armenlasten aui den Staat, Vorstellungen des Landes verbanden Deutscher Militäranwarter, Besetzung von .ikanzlci gebilfenfiellen, sowie des VoNtande.' des Verbandes der Strecke FrankfurtDarmstadt, Verkehrswünsche betr und Llm trag Loher, betr An 24 der Rbeinsckiffahrtsordnung

Deutsche» Zlctcb.

Zum Regierunqsiubiläum deS Kaisers im Juni 1912 werden Veranstaltungen auf künstlerischem unb itrortlidxm Gebiete geplant. An enter Stelle werden sich die königlichen Theater beteiligen, auck ist eine Beteiligung des Deut fdwn Theaters und des LessingtHeaters zu erwarten Dazu kommen große Festkonzerte und gesellschaftliche Veranstaltungen.

Der württembergifche Städtetag und bic Fleischteuerung

Stuttgart, 27. Sept. Der zur Besprechung von Maß­nahmen, bic der Fleischteucrung etitgegenwirken sollen, heute zu- sammeiigekommene württembergifche Städtetag beschloß, eine er­neute Eingabe an bic Württembergs sche Ä c,g i c r u n g mit folgenden Anträgen zu richten: Die Königliche Staatsrcgie rung möge 1. bis auf weiteres die Einfuhr leben ben argen t i n i f cb e n Viehs über Genua Friedrichshafen zulasten, 2. für die Aufhebung ober Aeiidcrung des § 12 des ReichsfIcisch beschaugesetzes sowie für bic Aufhebung ober wesentliche Ermäßigung des Zolles auf zubereitetes Fleisch bei der Reichsrcgierung einzutreten, 3. I a r i f e r m ä ü i g u n g c n für den Tran spott von lebendem Vieh und für Fleisch auf ben Staatseisenbahnen Hu gewähren, bezw. bei den übrigen deutschen Eisenbahnverwaltungen in Anregung zu bringen, jedenfalls in soweit, als Teuerimgsmaßnahmcn der Gemeinden in Frage kommen.

Die Gründung einerM u s i k ka m m er".

Unter dem Vorsitz des Professors von Schilling trat am gestrigen Freitag tn Berlin eine Konferenz der deutschen Mu- fiter- und Tonkünstlcr Verbände zusammen, um über die Grün­dung einer staatlich anerkannten ständischen Vertretung, einer Musikkammer, zu beraten.

Ausland.

Die noch schwebenden spanisch-französischen Marokkoverbandlungen

beziehen sich nach einer Meldung aus Madrid auf bie Zoll­frei g e. Tic spanische Regierung dürfte eine alljährliche Zahlung von etwa 600 000 Peseten an den Sultan von Marokko für die in den verschiedenen Häsen der spanischen Einslußzone eingehen­den Zölle zu leisten Haden und dafür das Recht erlangen, daß die Erhebung der Zölle in den Häfen der fpanischen Zone ausschließ­lich durch spanische Beamte erfolgt.

Sept.

1912

Barometer auf 0e reduziert <

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