14,50
>sser Auswahl
62.50
als feioen SiJ
e,ti| 80 W iObden N k iWäh«enNPJ
n
ar Liebreich.
allschaft m.b.H.
Cleve.
össte Auswahl
ibeLZimmerpüPP*«.
lpr«-8ettenu-Wie?e"' UidsiTZWÄGEN
chäftigungs-Spiele
er
Sonnenstr. 2$
hlen . tschmaschinen frecher
en
mpen
sser
,agen rkswagen etC'
। FuhrwerksW
M. 276
Drittes Blatt
162. Jahrgang
-rfoheinl täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „chiebener Familienblätter" werden bem ySnjeiflet* viermal wöchentlich beiqelegt. daS „Kreisfclett für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. D>e „Landwirtschaftlichen Seil- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesjen
Zreitag, 22. November st) 12
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UnioersuätS - Buch- und Steinöriidecei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Lriickerei: Schul» ftrave 7. ExpedittCG und Verlag: bl.
Redaktion: ergAi 12. TeU-Adr.: AilzelgerGießen.
Christo von Korinthern unter Führung al-3 Epidamiws angelegt und bald zu
Durch seine inneren Partcik'impje gab die Veranlassung zum Ansbruck-e des Aus Ncinen Partei kämpfen entwickelte
schon im Jahre 625 vor des Heraklidcn Plwlcos aner volksrcichen Slabt.
er sogar im Jahre 432 Peleponnesisck>en Krieges.
sich damals, wie uns Thutndides berichtet, der Kampf zweier Mttelstaatcn Korinth und Korfu und dann der beiden (tfrufe- mLchte der griechischen Welt
Im Jahre 229 kam er dann unter römische Herrsckraft und schielt wegen seines vorbedeutendcn Anllanges an Do in n um Zchide) einen anderen Namen Dyrrhachiuin, und zwar nach dem Vorgebirge, auf den« er liegt. Hierhin ging von Italien, und zwar von bem 150 Kilometer entfernt liegenden Brundusium auS die Haupthandelslinic nach Griechenland, und es ipurbe auch hon hier die große Militarstrasc die via Cgnatia, über Dl-essa- lenika (Saloniki) nach Byzanz erbaut. Aus diesem Namen Dyrr- hachium ist vann später der heute noch gebränchlicl)c Turazzo entstanden.
Nach Thrrlzachium ging auch Cicero nxäl»mü> icrner Der bannung. Vor allem aber gewann es eine Bedeutung in den Sümpfen des C ii f a r und Pompes u s. Letzterer hatte es zu seinem Haupttvaisenplatz gegen seinen Gegner ersehen, der cs einfckstost. Pom pejus aber brach durch, nndieS kam dann zur Ent-
feiner einstigen Größe. _ ,r , . _ m
Wird es nach vierhundertiahrigcm schlafe letzt zu neuer Be d.mtung auferstel^en?
.......— । . i" ■ —
.s968 Mk., so daß zusammen IG 634 Mk. mehr aufzubringen seien.
Stadtv. Tr. Wimmenauer ist der Ansicht, daß man damals nur eine vorläufige Ablehnung beschlossen habe. Cs sei damals gesagt worden, daß man nicht darum herum komme, man müsse nur Deckungsmrttel haben Sein Antrag sei in der lieber zcugung gestellt worden, daß er der Absicht der Stadtverordneten entspreche. Jetzt sei der Antrag überholt, da der Finanzausschuß die ganze Anlage geben solle. Cr sei mit dessen Annahme einverstanden.
Stadtv. Tr. Sommer meint, man müsse daraus halten, hinsichtlich der Bezahlung nicht hinter dem Staat zurückzustehen, damit nicht die Stadt durch das allmähliche Wcgbi eiben tüchtiger Mräitc geschädigt werde. Man sei aber jetzt nicht in der Lage, eine dauernde Gehaltszulage zu schossen. Deshalb solle man wegen der Teuerung zunächst etwas ans zwei Jahre tun, das könne man finanziell leisten Co schlecht, wie in den letzten Wochen gesagt worden sei, stehe man hinsichtlich der Finanzen nidu. Beim Elektrizitätswerk und beim Wasserwerk z. B. habe man int letzten Jahr erheblich mehr getilgt, als im Voranschlag vor gesehen war. Man solle für zwei 3ahrc bewilligen und den Lehrerwünschen Rechnung tragen. Für die Straßenwärter und die Vorarbeiter der Stadtgärtnerei müsse man besser sorgen, bann kämen and, die Straßen besser in Ordnung. Wie der Vorsitzende aussührt, hoben die Werke 1911 gegen den Vor anschlag um 89 000 Mark besser gearbeitet, während die andere Rechnung um 16 600 Mark schlechter abschließt Tie Nntcrbeam len stehen teilweise schlechter wie die bestbezahlten Arbeiter: bei der endgültigen Gehaltsregelung sind sie deshalb besonders zu bedenken Die hiesige Straßenreinigung sei gut, an den schlechten Verhältnissen in der oberen Frankfurter Straße sei die Stadt nicht schuld, da es sich um eine Kreisstraße handle. Tic Kanalisation der Straße werde Hunderttausönde kosten, da der Kanal über Klein Linden nach den Klärbecken geführt werden müsse.
Stadtv. Mr u mm war ut der letzten Sitzung für Ablehnung der Vorlage, weil die Tcckungsmittel nicht nachgewiesen waren. Cr werde nur dafür fein, wenn keine Stcucrerhöhung komme. Die Drohung der Beamten, einen Konsuntverein zu gründen, grenze an Erpressung. Aus den großen Ucbcrschüsscu der Werke lönne man höchstens den Schluß ziehen, die Preise für Wasser usw. herabzusctzen. Wenn dies nicht geschehe, so seien die erforderlichen großen Abschreibungen daran schuld. Was man den Beamten jetzt bewillige, könne später nicht mehr abgelchnt werden: deshalb solle man nicht zu weit gehen. Tie ständige Erhöhung der Steuern in Gemeinde und Staat müsse endlich einmal aus- l öten. Er sei für die Gleichstellung der Volks'chullchrer mit den Rcattehrern. Auch den übrigen Bcvölkerungsschichtcu gegenüber müsse man gerecht fein. Die Beamten sollten nut den übrigen Ständen unter der Teuerung leiden, damit auch sic dafür sorgten, die die Teuerung heroorrufendcn Verhältnisse zu beseitigen. Zu bedenken sei auch, daß durch bie andere Besteuerung der Industriebetriebe mit auswärtigen Geschäften ein Ausfall von 20 000 Mark jährlich entstehe. Die Rückwirkung der Zulagen sei unnötig. Die Entnahme von 25 000 Mark aus dem Betriebsfonds sei unangenehm, da der Fonds jetzt schon viel zu klein sei. lieber die städtischen Finanzen zu urteilen, sei Sache des Oberbürgermeisters und der Finanzdeputation, deshalb sei die Zuziehung eines fläbtv- schcn Beamten zu den Beratungen nicht am Platze gewesen. Ten Öb-rbeamten gebe die Vorlage mehr als sie brauchen, und den Unterbcamtcti zu wenig, hier müsse die Vorlage einen Ausgleich schassen. _ ,
Wie der Vorsitzende mittedt, ist letzt lchon eine gleitende Skala für die Zulage vorgesehen und zwar von 6*/;— II<y». I Stadtv. Krumm fährt fort, es werde in der Sache mit llebertreibungcn gearbeitet, da man bei den öffentlichen Gehalts- regulierungen stets mit Wohlwollen gehandelt habe. Die Letze in auswärtigen Zeitungen gegen einzelne Parteien in der Sache sei unberechtigt, da es sich um keine Parteisache 1-andle.
scheibungSschlacht bei Pharfalus.
Im dritten Jahrhundert wurde Tvrrhackxum Hauptstadt der römischen Provinz Epirus nova, kam dann bei der Teilung des römischen Reiches an Ostrom, wurde 481 vom Ostgotenkönig biiridi und später zweimal, uu 10. und 11 Jahrhundert, von den Bulgaren belagert und vorübergehend besetzt.
Im Jahre 1081 belagerte der Normannen Herzog Robert •iuiäcatb beit damals den Dftrömvrn gehörigrn Platz und nahm tim schließlich, nadHem er auch das zum Entsatz unirr fiaticr Alexius Momuaioi lerangezogene Heer geschlagen Latte. AoM Roberts Tode kam es wieder unter byzantinische Lerrsck-aft. 3m Jahre 1107 führte Bohemund, Fürst von Antiochia, ein in Jialten gesammeltes Leer heran und belagerte das stark be- ifugte Diirrlmstium fast ein Jahr lang, vergeblich, musste sich aber ibltehlid-, von allem abgeschnitten, dem tap eren Verteidiger, des staiscrS Nessen Mexius, untfrwri sen Es war dies eine der lebeutenbften Belagerungen des- . .ittelatters.
Im Jahre 118'. narb Tyrrlwck'ium von König Wilhelm II., bem Guten, von Sizilien erobert, aber den Byzantinern wieder .urüdgegeben 1205 kam es vorübergehend an Venedig, 1272 an .'tarl von Anjou, wurde im folgenden Jahre durch ein Erdbeben zerstört, aber bald wieder aus gebaut. 1304 fiel es als Herzogtum tn Philipp von Tarent, 1333 an Achaia, 1336 an Serbien, falb daran, aber an Neapel. Karl III. von Neapel und Ungarn, mit Margarethe von Turazzo vermählt, nannte sich sogar „Karl ton Duraz-zo" 1392 geriet es in die Hände des bainal-5 seetüchtigen Venedig und wurde schließlich 1501 von Mohammed Bey ' erobert. Unter türkischer Herrschaft verlor es den letzten Rest
Oberbürgermeister Mccum teilt zu der Vorlage mit, daß in einer Besprechung der Oberbürgemicistcr der fünf größten Städte des Landes beschlossen worden fei, den Volksschullehrern ähnlich wie im Staat 11 Proz. Aufbesserung zu gewähren und ür die Lehrerinnen, ScknUverwalter usw eine ähnliche Skala auf zustellen Wegen der Ausbesseimiig der Beamtcri waren die Olnr- bürgermeificr verschiedener Meinung. Der hiesige Finanzansschutz habe am 29. Oktober beschlossen, für 1912 eine einmalige Zulage nach dem Vorschlag des Oberbürgermeisters zu bewilligen. In der Versammlung sei gefragt worden, ob die beantragte Gehaltserhöhung ohne Steuk-rerbölmng durch;ttt'ühren fei. Nach seinem Ermessen sei dies nicht möglich, die erforderlichen 84 000 Mk und 1913 95 000 Mk. ohne Stcuererhöhung zu decken. Die Ver ammlung habe daraufhin erklärt, sie wolle keine Stcuererhöhung und deshalb nichts bewilligt Tic Stadtv Tr. Wimmenauer, Petri, Helm und Helfrich hätten danach den Antrag gestellt, ohne Bindung für die Zukunft die Hälfte der ursprünglich bc anlragten Zulage alsbald zu bewilligen und noch vor Weihnachten auszuzahlen und die zweite Rate für später vorzubchalten. Ai? Stadtv. Tr. Ebel, Plank, Habcnicht, Urstadt. Löber usw., bie eincrzeit gegen bie Erhöhung stimmten, weil durch sie eine Steuererhöhung als erforderlich bezeichnet wurde, wünschen Auf klärung, da nach Angabe der Beamten bei Bewilligung der CK haltserhöhnng keine Steuererhöhung nötig sei, wie fick' dies vei halte. Wenn dies richtig fei, solle eine nochmalige Vorlage gemacht werden. Inzwischen sind neue Eingaben der Lehrer und Beamten cingegangeit. Nach Angabe des Oberbürgermeisters st im mcn die Angaben der Beamten nicht. Es seien für 1912 an Teckungsmittein vorhanden die 40 000 Mk., bie im Voranschlag ür 1912 zur Verfügung der Versammlung vorgesehen seien, dann etwa ein Drittel aus den 20 000 Mk. Mehreinnahmen aus bem Kanal, «nicht die ganze Summe, wie die Beamten an nehmen und 13 000 Mk. Mehrertrag aus den Sceuern, zusammen 59 000 Mk. Erforderlich seien 84 000 Ml., so daß noch 25000 Mk. zu decken seien. Ter Finanzausschuß sei der Meinung, daß für dieses Jahr die Zulage zu gewähren sei, die Deckung der 25 000 Mk. sei aus den Resten aus früheren Jahren zu decken. Für 1913 seien 95 500 Mk. zu decken. Wenn man dieselben yli ehr er träge aus den Steuern usw. annehme, würben noch 39 000 Mk. zu decken sein, für die Deckimasmittel nicht nach -gewiesen seien, wenn man bie Reste aus srüderen Jahren nickst ganz ausgcben wolle Verfügbar seien 230000 Mk., nach Verwendung von 25 000 Mk. im Jahre 1912 und 39000 Mk. iln Jahre 1913 blieben noch 163 000 Mk., in welchem Betrag auch das Betriebskapital enthalten fei, das man mit min bestens 100 00« > Mk. onnehmen müsse. Außer den barür vorhandenen 105 000 Mk. besitze die Stadt keine Fonds. Er halte cs für sehr wichtig, einen beschndenen Anfang eines Fonds 'ür Straf en und Künalbau, sowie Reserve onds für die städtiich'N Werke zu i'dxnftn, damit nickst alle Neuanlagen durch die Aut- nalnne neuer Schulden zu denken sei. Der Finanzausschuß bc- antrage, nir 1912 eine einmalige Zulage für die städtstchen Beamten, Lek rer und Bediensteten in dem früher norgesoymen'umfange ruh zur Deckung aus er den 40 000 Mt., bie iw Voranfck'lag ;nr Verfügung der Versammlung fteb.m, den <‘>000 Mk. aus der st. ehr ei imbme an fiatuilgebi'bren und den 13 030 Mk. M ehrertrag aus der Steuer 25 000 Ml. aus den vorhandenen Resten zu reimen. Ob die Zulage auch fernerhin bewilligt werden könne, kann erst nach Aufstellung des Voranschlags für 1913 gejagt werden, namentlich auch mit Rücklicht auf die Ung-witzheit der Wirkung des neuen Geni indefteuergesei es, deffen Ertrag bei der Grund und Gewerbesteuer wohl hinter dem seitherigen Ertrag zurüchblcibe.
Stadtv. Tr. Ebel ist tür die Vorlage, insoiveit sie die Erbölmng der Beamtengcl älter Vorsicht. Dagegen müssen die Lehrer ander' behandelt werden als bie Vorlage vorfeh.-. Der CbcrLurgetmeiflcr verlange für sie analog dein Staat 11 Proz., aber der Staat gewähre den Lehrern in den Städten höhere Zulagen. Die Rcallehrer lebten unter denselben Bedingungen wie die städtischen Volksschulic! rer: früher habe man den Grundsatz durchgestihrt, sie gleich zu bezahlen, das solle man auch jetzt tun. Er beantrage bcslyalb, bie Leh er wieder mit den Recstlehrern gleich zu stellen. Nach dem Vorschlag des Ober- bürgermeisters erfordert die Aufbesserung der Lehrer 17 000 Mk., ihre Gleick stellung mit den Rea.lchrern werde 5165 Mk. m he erfordern. Niau solle bie Zulage nur für 1912 beschießen: doch sei es sein Standvuuki, baf: man aud im nächsten Jahre die Deckungsmittel au,bringen werde, um die Zulage zu gewähren.
Stadtv. Iann ist derselben Ansicht. In der letzten Sitzung fei gesagt worden, es seien keine Tcckungsmittel da, jetzt seien fic auf einmal vorl.-anden. Ter Oberbürgermeister sei in Jinan.; tragen zu vorsick tig. Er (Redner, ist der Ansicht, daß man auch die durch die Gleichstellung der Vollsschullchrer mit den Real- lelnern enorderlich n 5000 Mk. noch aufbringen könne. Man solle die Fondsbildung nicht auf Kosten eines Standes vornehmen, hierfür müsse die Allgemeinheit sorgen.
Ter Vorsitzende bemerkt, daß niemand wisse, ob es in Zukunft ohne Stcuererhöhung abgehen werde.. Niemand habe übrigens verlangt, daß die Fondsbildung auf Kosten der Lehrer
vurazzo.
Der alte Hasen am Adriatneer.
Serbien will den albanischen Hasen Turazzo am dldriameer Hl eigen haben, Oesterreich und Italien wollen es nicht zugeben, nd damit ist dieser halbvergcifenc Platz, der vor vielen Jahr änderten schon in den Kämpfen des Altertums und Mittelalters eine große Rolle spi<7te, mit einem Male wieder in Europa bc- farmt geworden In einem Artikel der „Deutschen Tages ertung" lesen wir folgend Darstellung:
Etwa 80 Kilometer südlich von dem jetzt vielgenannten und beißmnstrittcnen Skutari, zu dessen Wilajct cr auch gehört, liegt dieser ürmlickx türkisck>-albanische Hasenplatz. Die Türken nennen ihn Durtz. Die Albaner Turessi, die Slawen Drac. Aus einer vorgebirgsartigen Halbinsel liegt er, vom Hinterlande durch eine 3—5 Kilometer breite Sumpszone getrennt, in siebcrreicher Gegend mit seinen kaum 5000 Einwohnern. Der Hasen, einst einer i>er wichtigsten des Mittclmeercs, ist stark versandet, und doch bildet er auch heute noch den belebtesten und wichtigsten Mittelalbaniens' und auch eine Station österreichisch-ungarischer Schiffahrt, so daß ohne Zoeitcres das Interesse Ocsterreick>s gegeben ist, daß er nicht in serbische Hände gerät.
Seine Bedeutung für bie Ausfuhr von/Feldfrücksteu, Leder, Nutzholz, Del und Tabak liegt darin, 'daß von hier eine Fahrstraße durch das Tal des Skumbi nach Elbaffmi führt und von dort wettet über Otchida nach bem jetzt auch hart umkämpften Monastir zum Anschluß an die Bahn nach Saloniki, die beste dcrdurch- lauscnden Verbindungen Dom adriatischcn Meer nach Mazedonien. So ist es sehr wohl erklärlich, daß die Serben es gerne in ihren Besitz bekommen möckstcn, da der Hafen nur wieder vertieft zu werden brauchte, um zu hohem Äerte zu steigen.
Noch heute zeugen zahlreiche Neste aller Bauten vou der Bedeutung, die zweiun dein halbes Jahrtausend seines Bestehens bem alten Plal^ verliehen haben. Wurde er doch
Stadtv. Wallenfels weist daraus hin, es sei noch nicht lange her, daß man die Gehälter aufgebessert habe. Es sei stets alles geschehen, um die Beamten arbeitslustig zu erhalten. Man habe doch auch mit den Steuerzahlern zu rechnen; er möchte mit Steuererhöhungen zurückgchalten haben. Den Antrag der feuianzbcputatioti solle man einstimmig genehmigen. Man müsse Rücksicht nehmen auf die anderen Leute, die ebenfalls mit der Teuerung zu rechnen hätten. Es solle keine Gehaltserhöhung, sondern eine Teuerungszulage bewilligt Iberben. Jedenfalls warne cr davor, sich jetzt schon für 1913 festzulegen.
Beig. Grünewald hält die Differenzierung zwischen den niederen und hölwren Beamten für berechtigt. Auch die Beamten seien der Meinung gewesen, sie bekämen alle 11 Prozent Hu-- lagc, dies sei nicht der Fall. Er lasse es dahingestellt, ob nicht für die unteren Beamten noch mehr zu bewilligen gewesen wär?. Man solle feststellen, wer in die Vorlage hineingehöre, und nur die Beamte.! der 10 Klaffen der Gehaltsordnung berücksichtigen, nickt aber Funktionäre, roi" r Schularzt usw. Der Beschluß der vorigen Sitzung war endgültig und hab? der Situation entsprochen, da man keine ©teueren ung aus diesem Anlaß gewollt habe und nicht einer Klasse Vorteile geben looHtc aur Kosten der anderen. Der städtische Voranschlag fei so verworren, baü niemand aus der Versammlung einen vollständigen Einblick gewonnen habe. Man solle eine einfache Ausstellung nach kaufmännischen Grundsätzen machen. Ter Vorsitzende hält bie Einkeilung des Voranschlages für gut nnb den Etat für über- sichtlich.) Die Vorlage werde ohne Zlvcifel genehmigt, es sei klar, daß man an Zukunft nicht weniger geben könne. Er sei für den Antrag Ebel, der der Gerechtigkeit entspreche, und auch der Gleichstellung der Beamten müsse man dann zustimmen. Wenn die erforderliche Deckung nickt vorhanden sei, müsse man die Anträge ablehnen ober bie Rückwirkung beseitigen. Dem Antrag Urftabt sei zuzustimmen. Ter Zustanb der hiesigen Sri aßen sei gut, der Eindruck, den Gießen mache, sei besser geworden. Die Zuziehung des Sekretärs Stoib zu der Sitzung der Finanzdcputation halte er für berechtigt.
Der Vorsitzende bemerkt, eine Steuererhöhung komme mit der Vorlage, aber selbstverständlich nicht für das laufende Jahr. Was man jetzt gebe, könne man später nicht wieder wegnehmen.
Stadtv. Tr. Ebel ist nicht gegen den Antrag Urftabt. Falls dieser Antrag abgelehnt werde, halte er seinen Antrag aufrecht Die Lehrer ständen den mittleren Beamten zurzeit nickt gleich, deshalb solle man nicht dagegen sein, wenn die Lehrer einmal einen etwas größeren Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung machen. Die mittleren Beamten könnten zurz. viel höher steigen al« die Lehrer. Wenn man an den Werken statt 50 Prozent mehr nur 25 Prozent abschrribe, habe man die Mittel zur Auf- briferung. Auch die jetzige Gehaltsaufbesserung werde manchen Beamten nicht sorgenfrei machen. Die Beamten arbeiteten im öffentlichen Interesse, deshalb solle man sie möglichst forgen- frei stellen. Man solle bie Vorlage für ein Jahr beroilligat.
Stabtv. Krumm beantragt, baß bei Annahme ber Anträge Ebel und Urftabt die Rückwirkung ber Zulagen nur bis 1. Juli gehen solle.
Ter Oberbürgermeister bemerkt, bie Höhe ber Abschreibung sei für den Ausgang gleichgültig, da die Abschreibung in bic Stadtkasse fließe und mit den andern Geldern verbraucht werde. Tas wesentliche sei, daß man bis jetzt ferne Reservefonds
erfolgen solle. , .
stadtv. Urftabt wein barauihm, bie hemicke Regierung labe bei der Einbringung ihrer Gchaltsvorlage ausgeführi, was iic verlange, sei ein Minimum, in Wirklichkeit sei bie Verteuerung der Lebenshaltung seit 1898 viel größer. Tas gelte dock audi für Gießen. Die übrigen Stände seien zu gerecht denkend, um sich aus den Standpunkt zu stellen, man büne eine so grobe Ausgabe nickt machen, wenn es nicht ohne Steuer- crlöhuita abaclc. Durch bic Auszahlung der Zulage werde das Weil nack tsgesckäst belebt; das Geld bleibe dock in der stabt. Mauck r Lehrer, bic von ber Stadt bezahlt würden, seien schon au,gebessert worden, z. B. die akademischen Lehrer, an den städtischen Lehranstalten. Man könne bic Lehrer an denselben schulen nickt anders behandeln, daß gebe Mißmut Man müsse die Mehrer wie int Staat nach derselben Art aufbessern wie die Staatsbeamten. Das habe die Versammlung auch früher beschlossen, aber die Vorlage laute anders. Tie Handarbeitslehrerinnen müften aber bei der definitiven Regelung besser bedacht werden, sie seien hier schleckt gestellt. Man solle loenigstens 11 Proz des Gehaltes und des Wohnungsgeldes geben, das mack: 26900 Marl aus. Auch, bei den Beamten müsse der Grundsatz der Glrichstellung mit den cnriprcdxnbcii staatlichen Kategorien durch- geführt werten. Man solle die Zulage monatlich auszah-en, damit sie den Eharakter der Teuerungszulage verliere. Er lei nicht der Ansidu, daß die Forderung für die Lehrer so viel ausmache, wie der Oberbürgermeister sage. Er hoffe, daß nck die steuer- traft l.-ebt und die in Aussicht stchenden neuen steuern io mcl eutbringen, daß es nicht nötig fei, iid) den Kops zu zerbrechen. Für 1912 sei ja das Geld bis auf 25 000 Mk. vorhanden.
^cr Vorsitzende bemerkt, bie Gehälter bet akabemischen Lehrer aui«ibcffern, sei die stabt gesetzlich verpstichtcr. ^cr Antrag Ebcl habe die Konsequenz, daß auch die Bemmen tn gleicher Weise auigebesserr werden müßten. Die Differenz zwischen ber Äuibesserung der Lehrer nack. dem Vorschlag der Lehrer mit 5165 Mk. und dem Vorschlag des F. LI. mit ,666 Mk. ruhrr daher, daß der Vorschlag der Lehrer für die schulverwalter, Lehrerinnen m'w. nur 100 Mk. Zulage vvrsehe, wahrend der andere Vorschlag höhere Zulagen vvrfche. Für bie Bcantten stelle sich nach den neuen Vorschlägen ber Mehraunoanb auf
Kltzttttg Sta^tDcror^itctcit.
ZGießen, 21. Nov.
Anwesend - Oberbürgermeister Mecum; die Beigeordneten Keller, Emmclius, Grünewalb; bic Stadiverordnctcn Dr. Ebel, Eichenauer, Fader, Friedberger, Habcnicht, Heichelheim, Helfrich, beim. Sühn, Jann, Krumm, Leib, Löbcr, Loos, '-rbig, Pctti, ilant, Simon, Dr. Sommer, Troß, Urstadt, Vetters, Walten W-3, Tr. Wimmenauer, Winn.
Als Urkundspcrsonen werdckn die Stabtv. Dr. so mm er mb Urstabt bestimmt.
Mitteilungen.
Don Bau rat Schmitt in Mainz ist ber Stadt cm aus dem hcsjtz der Frau Opscrmann in Asck.tt eiiburg stamm.ndc Lcukickri'. Mm 18 Dezember 1M3 ivcqen Ausführung der En tw ast erring von l'icßen, die von Hofkammerrat Jäger ausgearbcnct wurde, zu eegangeu. Das Gesehenl wird mit Tank angenommen und dem Mtischcn Archiv überwiesen . m .
Tem D ürerbu nd werden drei Zunmer der alten Mhmr iir den 8. bis 20. Dezember für eme Ausstellung von Meister berfen dc Türerbundverlages in München zur Verfügung gc hellt, ebenso die Turnhalle der höheren Madchenichule iur einen N ärckwnabend für Kinder am -1. Dezember i (
Tcm Gesangtehrcr Gellert wird iur den sangertag tev mittel X’Mtfdjen Sängerbundes am 25. November der Geiangiaat der I ÄHeren Mädckrcnschule überlassen.
Die Gehaltserhöhung der städtischen Beamten, Lehrer usw.
Stadtv 11 r st a d t beantragte, die Frage der Gehaltszulagen iic bie städtischen Beamten, Lehrer nnb Bebicnstctcn letzt m onenh . IrbeL Sitzung zu erledigen Die Frage sei iur d'.e Beteiligten und ü» die Bürgersckail. Man müsse alles erwägen, um da^ nötige ;u finden, deshalb solle mau bic sachc letzt nnb nicht am Schluß
Sitzung verhandeln Tic Verhandlung darüber wlle oftent- liH fein, damit kein falsches Bild entstehe -ter Bericht des Hilst. An.z über die Angelegenheit Habe mit der Bfimrkung, bat timit für bie Stabtfafic 73 00.) Mark erwart lucrben, kein nch
Bild gegeben und auf die Beamten erbttternd gewirkt.
In uichtöfsmttlicher Sitzung wurde nach längerer Aus.prach). sqschlofsen, die Vorlage öffentlich zu verhandeln.,


