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29/08/1912 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

162. Jahrgang

Nr. 203

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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Rotte

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Zigaretten-

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Die ManSverseftlichfeiten in Sachsen.

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bürble kostenfrei MuMer & Cie., «rreibura L Brq.

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ÄNergnä^igft geruht!

AuS Berlin wird uns geschrieben:

Zeickien und Wunder brauch n durchaus nicht ersreu-

'ckerei

Verl*98'

der Anteil c.uf IG Prozent. . _. ...

Ter Rückgang, den seit 1909, b. i. seit der Einführung des Wertzolles auf ausländischen Rohtabak, drc Ein nahm en aus der Tabaksteuer - also auS der Steuer von deutschem Roh- tabak - ausweisen, setzt sich im lausenden Jahre fort: m den Monaten April bis Juli d. inurbcn nur 3097 000 Mk. ver- n nnnhm f nent*TI 3 403 000 Mk gleichzeitig im Jahre 1911. »eit

DieOlehener ZamiliendlStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beiqelegt, das KrelsHfltt fir den Krell Kietzen" zweimal wöchentlich. Tielaadwlrtlchaltllchen Lett- sragrn" erscheinen monatlich zweimal.

Unbedingt keimfreie in warmer Jahreszeit zuverlässigste Nahrung für kleine Kinder

Für einen Versuch senden eine Probe.

ze.

blief sanft unser Schwager

Schreiner

Redaktion. Expedition und Tnwferei: Schul- ftrnbe 7. Expedition und Vertag: ^^bt. Redaknon.^^llL.rel.-AdruAnie.ger(V»even.

Senkung» Plattfuss* sondern «**<, alle Fusslei- and hellie^3'

«ine Petersburger Gesellschaft für clrftrif te ttraflübertragung vonh'flfferfäflen.

Petersburg, 28 Aug Tiefer Tage erhielt die Peters­burger Gesellschaft für clekinichc Kraftübertragung von Walser- fällen die kaiserliche Beltatlgung zie Gesell,chast, an deren Stutze das Brüsseler Bankhaus G.-br. P u L. -Wo 11 a r steht, kaufte die Wasserfälle Finnlands und die Ltrom>chncllen der Wolttww mit den angrenzenden Grundstücken ^ic HdKtte sich auch den Weg nach Petersburg für die erforderlichen elek­trischen Leitungen. Tic Hauptversammlung der neuen Gesell- scha'i, an deren Gründung fünf größere Banken Petersburgs beteiligt find, wählte zum Präsidenten der Verwaltung den Direktor der rusiisch-asiatlschen Bank Gp. «ulHoff, >um gcfchaftS- führenden Direktor und Vizepräsidenten der Verwaltung den Geh. Staatsrat Paul Ratner.

Breslau, 28. Aug Terschlesischen Zeitung" zufolge erl Öhren eie fiskalischen G r u b e n Cb cr sch l es te ns ab 1 Seoreuiber den Preis für Stück-, Würfel- und Nutz- Kohle um 50 Pfennig . ' ? - : n -

Märkte.

Limburg a. d. Lahn, 2a. Aua 7-ruchtmarkt. Durch­schnittspreis rro P alter. Noier Leizen (HQfianii<her) l',60 TIL, roeiBCt Weizen (onaebnute Frerndtorlenl 17,<»0 9orn 12,o0 Mk^ @7r' e: , uitergen'« IX',00 TIL. OO.M-M uaf«, altec

n,0u l'IL' neuer 8,oü Alk., Erbsen 0,0u ItU ttartoffeln b,00 Mk.

Will 8*1

Inh.: I Dresden, -

fl»rkL Manövcrfcstlichkeitcn

handel.

Tabakzoll und Tabakinduslrie.

Tast das Zigarrttenrauchen in Deutschland fortgesetzt stark zunimmt, lässt sich aus der Steigerung dkS Ertrags der Z,- garettensteucr ersehen. Bereits in den er,len Dter Monaten dc« laufenden Reckmungs,ahreS, April bis Juli, hat die /-'nnahme an 3,garettenstet>er lautSüddeutsch' labakzotung 11 -9<000Mk. betragen gegen 9 39(3 000 Mk im gleichen Mfchnttt des Vor- fahre». Hiernach bat sich die Gum ahme der vier Monate um 1 901 000 Mk, also um rund 2 Millionen Mark gegen das Voriabr erhöht. Zugenommen, wenn auch ut viel geringerem Matze hat auch die Einnahme aus den Tabakzöllen, wahrem» der Gesamtertrag der Zölle nicht unerheblich zurückgegangen Ut. 'Runb 20 Prozent des diesiährigen GesamtzollertragS fallen mit die Einnahme aus den Tabakzöllen: im vorige,» Jahre belief sich

«ingen sind hier eingetrossen. f =

Der deutsche Kronprinz traf in Begleitung de.- Trinzen Eitel Friedrich nachmittags 3 Uhr im <sonbcr3ug nur dem Haupldahnhof ein, wo sich zur SegruBung ttönig und der Kronprinz von <-ach,en eingesunden hatten. VEs fand großer militärischer Empfang uatt. . ,

Heute nachmittag trafen ferner der Gro^herzog ^on Sachsen und die Herzoge von a , c n- '«ltenburg und Sachsen-Kob uj g-G ot b « ein. -heute abend wird noch der Erbprinz von -^ach,en.Me»ningen ionric Prinz Sizzo zu Schwarzburg erwartet.

THufTiers

JCinderllaliruny

Dresden, 28. Aug. Die Stadt zeigt anläßlich ber Manuu«,t|uiu;«uv.i überaus reichen Feftschmuck Die Moraenbläitcr widmen dem deutschen Kronprin^in 'owic kn übrigen als Gäste des Königs von Sachsen emtrenen- den Fürstlichkeiten herzliche DilUommensarlikel.

Der G r o ß b e r z o g von Baden traf 11.20 Uhr au, dem Hauptbahnhof ein, wo sich der Konigzur Begruming eingefundcn hatte. Auch Gencralfeldmarschall von Bock r-nd Bolach sowie der Kri e g s m in»st er von Ä?ee-

Giessener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefien

Donnerstag, 29. August 1912

Rotationsdruck und Verlag der Br ü fischen Universiräl« - Buch» und etetiibnidercu R. Lange, »ietzen. w

amplang im' Aalhause.

Heute nachmittag 5*/, Uhr fand in den Festräumen des neuen Rathauses feierlicher Empfang der an­wesenden "Fürstlichkeiten statt Die städtstchen Behörden waren im Festsaal versammelt, auch die Ehrenbürger der Stadt und die Ehrengäste Weiter fanden sich ein der Großherzog von Baden, Prinz Ludwig von Banern, der Herzog von Sachsen-Altenburg, der Kronprinz, Prinz Jo­hann Georg von Sachsen und Prinz Eitel Friedrich von Preußen Zuletzt erschien der König und der deutsche Kron­prinz, die bei der Vorfahrt vor dem Rathause von der Galerie des Hauses mit Fanfaren begrüßt wurden.

In seiner Ansprache hieß Oberbürgermeister v. Beutler den König im Namen der städtischen Kol legten und der Bürgerschaft Dresdens willkommen und be­grüßte die Gäste des Königs, an deren Spitze den Kronprinzen deS Deutschen Reiches. Er sprach das lebhafteste Bedauern aller darüber aus, daß der Kaiser durch ftranfiieit verhindert ist, an dem Besuch des Rathauses teil zunel'men Ter glänzende Aufschwung und die Blüte der Stadt Dresden seien nächst der landesväterlichen Fürsorge bc5 Königs vor allem der Zugehörigkeit zum Deutschen Reiche und dem von des Kaisers starker Hand gefestigten Frieden zu danken Rat und Stadtverordnete hätten be­schlossen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die den Namen des Kaisers tragen solle, um den lieb e l ständen der Großstadt auf dein Gebiet des Wohnungswesens iind der Iugendfür sorgeentgegcnzntreten Tie Wünsche für die dal- lige Genesung des Kaisers und die Verehrung und Liebe zum König fasste der Redner in den Ruf zusammen: Ter König und Kaiser hoch? hoch? hoch?

Ter König erwiderte. .Hiernach besichtigten die Fürst­lichkeiten den Sitzungssaal der Stadtverordneten, den Emp- fangssaal und die anderen Festräume des Hauses. Aus deii Rundgang folgte die Rückkel/r nach dem königlichen Eckstösse.

Die Lage ans dem Cdmarft.

Vom Verein Deutscher Mineralölhändler in Hamburg nnS mitgclritt, cas; die voiiffe aus dem Eelmarkle allmählich an- lange, beängstigend zu werden: - , . .

Sdilan auf Schlag erfolgen seit etplcmbcr vorigen Wahres die Preissteigerungen Tic leichtflüssigen, österreichischen Cele haben, auf tcu nnvcrzolltcn Zisternenprcis gerechnet, eine Erhöhung von etwa 80 Prozent erfahren und fleiaen weiter, zumal verscknedene Ralfincrien für 1912 und 1913 ansvcrkan't sind. Tie hir die Zn- öiifiric besonders wichtigen, schweren russischen Lcle sind seit Znl,re^- Infl mn volle Mk. 7 »wo 7. Ko qestiegen. Ter fichrende ücul'chc Ralsmcrickonzern hat seine Roliernnaen um den nletchen 2 e-rag erhöht und vermag kaum die Nachfrage zu bckiebiaen. Jincnfa»- insche Spindel- nnd Maschinenöle flicacn nm ca. Mr. 4, Zylmver- ole nm 4-9 Mk.. je nach Sorte, sieben vornderaehenden Ur- ,ache» dein Mangel an Tankdamvkcrn nnd der enormen hohe bei Frachlsänc, sowie ben Tran8norlilörunflen in den Dardanellen ist ol- pauvtanmd die <orlroahvenbc etciqerniia der Rohöle zn bc- icidmen. Abaesehen davon, dotz die Era'et'-fkeit mancher wichtiger- ^ohrlstber nachzulassen beginnt, war bic 'iachstaqe baiternb nn- aciuöhnlirf) fiioB, waS auf bie zunehmende Verwendung von Heiz­ölen und den aestei:erten Bedan der gesamten Jndnsirie znruckzn- fuhren ist. Tic anfangs gehegten voffiumgen, hau die Hansse mit eine vorübergehende sein würde, hat sich alS trügerisch erwiesen.

AKonairn -.wiii ui» ^un u.

einnahmt gegen 3 103 000 Mk. glcichzzntig im Jahre 1909 wirb bcntfdxrr Rohtabak in der Tabak- und Jndusttie von Jahr zu Jahr in immer flenngereni Umfanflc vor« wendet uub dementsprechend vermindert sich sästic,stich auch der einheimische Tabakbau. An Stelle des deutschen Rohtabaks ,dxmt in der Zigarrensabrikation mehr unb mehr billiger auslanbischer Robtabak (Domingo usw zu treten, der burch t^n W^rNoll nur wenig belastet wird. Wenn burch den im Zahrc 1909 ernge- führten lOprozcntigen Wertzoll aus ausländtschen Rohtabak dem inländischen Tabakbau ein höherer Schutz gewahrt ,verden sollte, so ist inzwischen, wie dieSüddeutsche Tabakzettting feststellt, genau bas Gegenteil von bem erreicht worden, was die Väter bc5 Wertzolls bezweckt haben. Der einheimische Rohtabak hat halte unter einer viel schärferen Kon- kurren; des auslänbischeii Gewächses zu loben als vor 1J0.J unb bic Folge Hiervon wird wahrscheinlich ein anhaltender c:* gang des Tabakbaues in Deutschland sein.

Ti c b a i 11 c vertriebe«» werben, deren Rein gewinn der R a t» on al- Flngs ven de znll i etzt. Ter tfiineb ber ViebaiUc sott icbodj mcku an dielen Tag gedui.den fein, wntern kann auch zu ,ebem anderen späteren Zeitpunkt erfolgen. L>c i' kdaille eignet sich namentlich auch zur Verleihung bei sport­lich e» Veranstaltungen ber Schulen und I >' N e n d ' T n i n a b l e i l u n g e n. Der Verkantspreis delrägl 60 Pßg. tie taim auch in Broschenlorm zum Preise von 60 Ptg geliefert werben, änr Sammler und sonsiige Znleresienlen tsi tzc auberbeni> m einem uormai von 60 mm erschienen und unn Pietse von 6 Mk. zu be- ziehen Etwaige Anfragen und Bestellungen wolle man an die uikschäsltzsie'ste ber Ralional-Ülugspende, Berlin N\S. % 2uHe»i- sirabe 33 34, richten

DieViktoria Luise' in Frankfurt.

Frankfurt a M., 28 Aug Ta« LuftschiffViktoria Luis e', bas nachmittag« um 2 08 Uhr mit 4 Paffogiercn m W o t b d auigesticgtn war, traf nach sünssiündiger irabrt »im / Ubr über Frankfurt a M. ein Nach e»ner b,S zu 860 Meter Höhe aus geführten Sklstoienfabrt erfolgte nm 7 Ubr -o Arn d, Landung vor der Halle, in welcher c« um i Uhr 4u tu(u geborgen war.

Gin französischer Flieger abgeftürzt und verbrannt.

Trr Fliegerleutnani Ebandenicr, bet mit seinem Doppeldecker von Douai nach Ehalon« stiegen wollte, stürzte bn Erecy-sur-Serre ad. Ter Apparat ging in Flarnrneii aus, bet Effilier verbrannte.

10-QJo. .Wen

^2.60, 3.50 V vieler 18 P,« I oeih u. 18 - V 15» 25, 35 .

a Dad-Nauheiin, 27. Aag. Ain Montag hat totrber nur eine Neine Arn;ahl von Wettspielen erledigt werden können da es bis spät nachmittags uncuifhörlich regnete. Gegen Abend haben dann Frl. Salin und Frl. v. Enkevo,rl noch ihre schlutzninden im Damen-Einzelsvicl ausgesvielt, Siegerin blieb Frl. Salin 86, 62. Auch einige Vorgabespiele wurden noch erledigt. Auch am heutigen Schlutztag war das Turnier immer noch nicht vom Wetter begünstigt. Dennoch gelang es, dank der Ausow'ening der Spieler, die sich nicht scheuten, auch im Regen bic letzten Kämpfe auSzutragen, bic Schlußrunden wenigstens teil­weise 5ii erledigen. Die sportliche Bildung, die den Schlutz' runden sonst zugekommor wäre, haben sie natürlich hier nicht er- reichen können. Immerhin gab es besonders tn der ^chlustrunde des offenen Herren-Doppelspiels noch einen interesianten Kampf. Ein Teil ber Vorgabespielo würbe loder ohne ebiel beendigt, da einzelne Spieler vorzeitig des schlechten Wetters wegen ab- gereist waren unb auf die anderen Kampfe verzichtet hatten^ Gegen 5 Uhr nachmittags nrurben die Preise, soweit sic den Spielern I nicht bereits bet Abreise wegen vorher übergebrn worben waren, in der Kunsthandlung Banger durch den Bürgermottcr von Bad-Nauheim unb ben Kurbircktor überreicht. Die einzelnen Konkurrenzen haben solgendes Ergelniis gehabt: Hcrren-Einzei- spiel für Essiziere ber Grotzh. Hess. Division: 1. Pros Leutnant Taub (Ins.-Rat. 118, Worms , 2. Pros Leutnant v. I l fe­rn an n iJnf.-Rgt. 115, Darmstadt, zwo 3 Prose Hauptmann E chwi erz (Inf.-Rgt. 115, Darmslabo unb Ebcrlcutnant © a t - jen Ins -Rgt. 115, Darmstabt). Herren-Einzelspiel ohne Vor­gabe 1. Preis Kreuzer, 2. Preis Lindpa int ner, zwo 3 Preise v Bissing unb Breidenbach. Damen Emzel- spiel ohne Vorgabe: 1. Preis Frl. Salin, 2. Pros Fr. v. Enkevort, zwei 3. Preise Frl H e r nt a ns und Frl 3. Seibermann. Herren-Doppelspiel ohne SBorgabc: 1. Pros st reuzerLindpaintncr, 2. Preis P- Dissing - F11 ting, 3. Preise Albrecht-Wolfgang und Bering- Taub Tarnen- unb Herren-Toppelspiel ohne Borgabe: 1. Pros Frl. v Enkevort-Lindpaintner, 2. Pros Frl. L a- lin-Fitting, 3. Preise Frau B ö ch e l - F r e i e n s e h n e r unb Frl. T- Wcihermann-Blank. Herren-Einzelspiel 6a mit Vorgabe: 1. Preis v. Bissing, 2 Preis Albrecht 3 Preise Dr Gerstein und Brodenbach. Herren-Einzel spiel mit Vorgabe 6b: 1. Preis Liebmann, 2 Bros Schreiber, 3. Preise v. Mün st ermann und Hab en ich t. Damen Einzelspiel ohne Vorgabe: 1 Prei« Frl B acher, 2 Pros Frau Wern her. 3. Preise Frl. I. Weiher mann, Frau Böckel. Herren-Doppelspiel mit Vorgabe: 1. Preis Fitting- v Jlsemann.2. Preis Bolongaro-Crevenna-Ger- bault, 3. Preise Breidenbach-Rackebrandt unb Kreu z'er - Bl a n k Damen-Toppelspiel mit Vorgabe: 1 So« Frl Salin-Frl Bacher, 2. Preis Frl. KüPPerS ovrl A W c i b e r m a n n , 3 Prose Frl. A. und B. HermanS, <yrau Hiltcrmann - Frau Böckel. Damen- unb Herren doppel

I spiel 1 Pros Frl Eiermann-Kreuzer, 2. Pros tfd. I <i{ Hermans - Schreiber, 3. Preise Frau £> 111 c r m a n n - Kn'a ucr. Miß S p r i n g m a n » F r c i e n s e bn c r. Stfncb« tief,ter Preise die Herren Tr. F r e u n b und Franz M üller und bie Damen Frau Freiensehner und tvreun v. Ra b c a u Herr Dr. Gerstein ,Prack nach der Prosvertolung bem lurnieroorftanb, bem Turnierleiter, Herrn Tr. Paul (tircibcr und bem Kurbirektor den Dank der LPieler aus, wo mit dem das Turnier sein Ende fand. Abgeiehen davon, daß cs vorn Wetter so wenig begünstigt war, ist es zur allgemeinen Zu mr-enbeit der Beteiligten verlaufen. Wenn der deutsche Lawn- TenniS Bund genehmigt, daß im nächtten Jahr ein Allgemeines Turnier veranstaltet wird, io kann bestimmt darauf gerechnet werden, daß sich bic beste Klasse der Smeler zu,ammenfindcn wird um um bic schönen, wertvollen Bad-Nauhorner Proie zu kämpfen und daß Bad-Naubeim damit in die er,te Rohe der deutschen Turnierplätze cinrürfen wird. Es verdient betotv berer Hervorhebung, daß das Turnier überhaupt nur hat durch» gerührt werben .können, weil bie Platz Anlage geradezu berpot ragend imstand ist. Das Dosier pernnkt aur den Platzen buch- stäblick sofort, cs hat nie länger als 12 etunben gebauert, big bie Plätze nach Aufbören bes Regens wieder ivielbar waren Auch sonst bat sich die Anlage, was die Eintolung ber, Plätze, die Anordnung der Zuschauerplätze, der Garderoben u,w. an-

I ich 57 Mk. Er bezog ihn ungestört bis in den Mai dieses | pbred hinein. Vermutlich hat er ihn regelmäßig ver­braucht. Dennoch scheint man ihn irgendwo in Verdacht Iiihabt zu haben, er sammele Reichtümer, denn wie eine » ihere Lffenbarung erhielt er plötzlich auS den, Reickis» K anzleramt (Reichssck-atzainl ein Schreiben, in dem ihm paitgeteilt ivnrde, daß dieser Zuschuß in jährlich 27 Mk. ' migenmiidelt, also um 3f) Mk jährlich verkürzt worden lliei Das sollte aber außerdem nicht etwa nur für die , ja kauft gellen, sondern ihm wurde sogar ofseitbart, daß , a Abzug bis zum 1. April 1907 rückwirkend geschehe, r also 150 Mk. zu viel erhalten und zurückzuzahleu habe. ?ie Aufforderung zur Rückzahlung ist inzwischen auch an -hu ergangen, er will sich ihr aber nicht sügeii, was bei einen pekuniären Verhältnissen nur begreiflich fein wird, .Qd klagt nun gegen das Reichsfck)atzamt, um ein Uugültig- e ,-urteil gegen bic Fordcruug zu erftreiten Mitten nt je überall sich riihrcnoen Bewegungen, die materielle Lage Utserer Veteranen zu bessern, fällt al'o das Satyrspiel des ^ozesses eines Veteranen, dem man wegen zu gün st i gc t Hebensverhältnisse die Pension, und nod) dazu rück- t rkend, beschneidet.

Der ominöse Brief beginnt:Seine Majestät der Kaiser Imben Allerguädigst geruht". Das ist eine burcaulratische i »rincf. Sie tut an sich nichts zur Sache, aber der Zu- mmenhaiig, in dem sic in diesem Fall steht, gibt ihr bod) icn sehr, sehr bitteren Beigeschmack. Die Gnade des I- liserS und Landesherru ist doch etwas, von dem man im || [gemeinen annimmt, cs sei wirklich Gnade, bedeute Gutes Ijlie Verkürzung eines Pensionszuschusses für einen bedürf- ILj^cn Greis von 70 Jahren um mehr als die Hälfte kann IIU er unmöglich alsWitabc" anmuten. Selbst wenn bic ! j Z-rkürzung und Rückzahlung etwa durch die besonderen !r.l in stände 'völlig berechtigt wäre, hätte m*t vermeiden IrpCIcii, sic unter dem Sinnbild eines Gnadenaktes anzu-^ budigen So mechanisch darf Dureaukratismus denn doch Vitichl werden, daß er gedankenlos als G n a d e n betveis bezeichnet, was mindestens von dem Betroffenen als Röirte empfnnbcn wird, wahrscheinlich nichts anderes auch Kit als schematische Härte, bic ben Bcsonberheitcn eines rÄmeinen Falles nicht Rcchmung zu tragen vermag Soviel I Erklärungen aus ber Burcaupraxis für die besremdliche Einkleidung der Verfügung des Reichsschatzamtes sicherlich mhanben sind, sollte man doch auf sic verzichten unb I Sipnlichcs in Zukunst vermeiden. -Unsere Veteranen sind I olpnehin nicht in rosigster Stimmung, man lehre sic durch I bcrartiflc Schema-k'-Gebankenlosigfeit nicht, von ber Gnade I ihre? Landesherrn unb Kaisers mit zorniger Bitterkeit zu

sp rechen.

Zum aubcrn ist ber Vorgang nun aber ganz außer- orbcntHd) rätselhaft, wie nebenbei bemerft bic starke Zn- tückhaltung bei Verwaltung des Beteranemonds überhaupt, avil---bie für Veteranenfürsorge vorhandenen Mittel

cit 1907 niemals völlig verausgabt worben sind. In diesem h,il)r hat das Rcichsschatzamt für Veteranenpensionen eine a.-.nze Million weniger ausgegeben, als ihm zur Verfügung ihinbcn, ebciifo im Jahre 19os, 1909 gar V/i Million unb 1910 hat es immerhin GOOOfk) Ml Betcrancnpeiistonen crjpnrt. Nun ist aus ben vorliegenbeu Nachrick>tcn über das Erlebnis des Licgnitzer Veteranen nicht mit Sick^crheit iu crfcln'ii, ob bic ihm getürzte Pension dem Vctcraueiisonbs entftannm. Es soll sogar unterstellt sein, baß sic aus einem andern Fonds herruhrt, dessen Dotierung bic Nuckwrbcrung! iiütici machte. Dann aber bleibt boch gerade die or/l9c pffen, warum man ben Veteranen nicht auS dem mit Ucber- ilbüfseu arbeitenden Veteraiienfonds entschädigt hat. Mußte c« sein, dem Siabcnzigiährigen ben Zuschuß ber letzten- fünf Fahre ut kürzen, bann hatte bas Bittere bicser Nonvemdlg- feit mit ber Mitteilung beseitigt werben können:-emc Majestät ber Kaiser haben Allcrgnäbigst geruht - den Betrag von jährlich 30 Mk. vom 1. April 1)0/ v\hncn |tatt aus bem bisherigen, auS bem Beterancnfoubs zu ulnrr- incikit." Tas wäre ein Gnade nakt gewefen^ wie man i m sich vorstellen mag: im Zusammenhang des schreibens, das dieser doch wohl nicht lutroürbige Veteran empfing, riutct die Redewendung von derGnade" des Kaisers -- es muß gesagt werden, weil es so ist wie Lpott an. Mit , ber Gnade des Kaisers aber soll nicht Spott getrieben iver- ben, man darf sic auch nicht zum Spott werden lgjsen.

o.tir, 2.75 1.35

9.75 IKh-d|er Natur zu fein Tas ist sicherlich dem Kricgsvete- 5'8 |ni von anno 1861, 1866 und 1870 zum Bewußtsein

"II ] fommen, als er den Bries des Reichsschatzamtes ösfnete, | dem iyier zunächst die Rede fein soll

Ein in Licgnitz lebender Veteran aus den drei großen |; Iriegcn, der im Älter von 70 Jahren steht, bezog neben |f einer Pension als Gütcrerpedient a D. wegen seiner bc- | onderen Bedürftigkeit noch einen Pensionszufchuß von jälsr-

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Engelhardt-

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Normal Stiefel 1^.1655*15-^^

b.17-.- bewahrt.__________

Cuiticbiriobrt.

Die Natiooalflug'pkude.

Tie Geschäftsstelle der Nationalflugspende bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen:

Fn »ahlreichen Erlen Teiilschlands wird am Scbantage, dem 2. eeptember, eine nach künstlerischen Entwürfen hergestellte

)n>undkf, barsten Zachen,

Ul.

Au, " Lee l