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24.2.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umsaht 18 Seiten.

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Rorn, 23. Febr. Während der Kammersitzung zogenmeh- rcre Tausend Personen mit Fahnen nach dem Monte Citorio, um eine patriotische Kundgebung vor dem Parla­mentsgebäude zu veranstalten. Ministerpräsident Giolitti und die anderen Minister erschienen mit dem Kammerpräsidenten Mar- cora aus einem Balkon. Giolitti dankte für die patriotische Kund­gebung und brachte ein Hoch auf Italien aus. Darauf mar­schierte die Menge nach dem -Quirin al, wo bereits gegen 20 000 Personen Aufstellung genommen hatten. Hier wurden dem König und der Königin, die mit den Königlichen Kindern mehrere Male aus einem Balkon erschienen, ebenfalls begeisterte Huldigungen dargebracht. Später zog die Menge auch nach den Kriegsministerien und anderen Stellen und veranstaltete dort patriotische Kundgebungen.

Maschine gebaut worden, deren Angaben außerordentlich genau sind und den berechneten deswegen ovrM-iehen find, weil ein Rechenfehler bei der Maschine so gut wie^ausgeschtossen ist Tast sic durchaus Mverlässig ist,

erforderlich: davon können auf die laufenden Fonds der Mu­seen in Berlin 25 000 Mark übernommen werden, so daß es noch einer außerordentlichen Bewilligung von 105000 Mk. bedarf.

kf. Eine Maschine, die Ebbe und Flut voraus- sogt. In allen für die Schiffahrt bestimmten Jahrbüchern finden sich genaue Angaben über Ebbe und Flut an den verschiedensten Orten der Erde im voraus angegeben, und diese Angaben werden auf Grund ziemlich mühevoller mathematischer Berechnungen aus langjährigen Beobachtungen gewonnen. Die amerikanische Re­gierung hat nun jüngst eine riesige Rechenmaschine in Dienst gestellt, die den Mathematikern diese Arbeit abnimmt. Schon im Jahre 1874 hatte Lord Kelvin eine Rechenmaschine ge­baut, die Angaben über Ebbe und Flut mechanisch mochte, jedoch waren ihre Angaben zu beschränkt für die praktische Verwendung. Für die amerikanische Regierung ist nun, wie dieMarine Review" in Clevcland miUeilt, im verflossenen Jahre eine entsprechende

den letzten 8 Monaten angel

gibt nicht nur die genaue Zeit für den höchsten Flutstand und die tiefste Ebbe in den 70 wichtigsten Häsen der Erde an, sondern

vom italieni|d)=türfifd)en Krieg

Ao8 der italienischen Kammer.

Rom, 23. Febr. (Kammer. ) Das Haus bietet einen glänzenden Anblick. Der Sitzungssaal ist voll be­setzt. Sckwtlichc Minister sind amvesend. Ministerpräsi­dent Giolitti verlas eine Depesche des Generals Caneva, in der dieser für die gestrige Kundgebung des

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sie zeichnet auch auf einem Papierstretfen die Veränderungen des Wasserstandes in einer fortlaufenden Kurve auf. Der Bau der Maschine ist außervrdemlich verwickelt. Sie enthält ungefähr 300 Räder und Ucbertragungen, die auf einer großen Anzahl von Axcn angreifen. Tie Einwirkung der Sonne, des Mondes, der Planeten, sowie die örtliche Beeinflussung aus Ebbe und Flut arbeitet in Form von Rädern an der mechanischen Berechnung mit Tie Herstellung der Maschine hat 14 Jahre in Anspruch genommen. Ihre Leistungsfähigkeit ist sehr groß: zu ihrer Be­dienung ist nur ein einziger Mensch nötig, und dieser kann inner­halb von 8 Stunden von der Maschine Ebbe- und Flurstand für das ganze Jahr ablesen.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. 3um Rektor der Universität Straßburg wurde für das Jahr vom 1. April 1912 bis dahin 1913 der Professor der Kirchengeschichte in der evangelisch-theologischen Fakicktät Dr. thcol. et phil. Johannes Licker gewählt und bestätigt.

haben die Versuche gezeigt, die in stellt worden sind. Tie Maschine

Jlbbole- il Zweigstellen monatlich 65 !*.; durch knePostMl.2.viertel- labrL ausschl. Beitellq. ZeilenpretS: lofollbin, auswoN» JO Plenmq. (5 bffrebahfur: t^oeq. VerantiooNlich für heu politischen Teil: August ^oeg; für .Jenille- lon',,Vermischte.' und ,6Viict)tefaal*: K.Jleu- raib; für .Stadt und Land-: E.Hev: für den Anzeigenteil: P. Beck.

Geschwulstheilung auf chemischem Wege.

Eine aufsehenerregende Mitteilung über die Beein­flussung von Gescluoülsten durch Einspritzung bestimmter benrif&r Mittel in die Blutbahn kommt aus dein Tier sÄkchfiologischen Institut der Berliner Landwirtsckastlickicn Hochschule. Die Professoren Neuberg und Caspari, berichten darüber in der Deutschen medizinischen Wochen- Ichrist. ..

Wie in den' kürzlich von Geheimrat v. Waflermamt nitgeteilten bedeutsamen Tierversuchen, handelt eo B d) auch 3t den von Neuberg und Caspari angegebenen tVtmcn um bie Einverleibung chemischer Stoffe in die Blutbahn von M'chwnlstkrankcn Mäusen. Das Neuartige ist dav dies- nal die angewandten Mittel, den in bösartigen Gesckiwullten abspielenden Prozeß der Einschmelzung (Autolyse) so lehr steigern, daß cs zu einem Zerfall, zu einer Verfluhi- IWig der Geschwülste kommt. Es bedurfte zweiiahrigcr mgestrengter Arbeit, bis es den beiden^ Forschern gelang, tewisse Verbindungen der sogenannten >sch w e rm e t a 11 c Gold, Silber, Platin, Blei, Kupfer, 3inn ufro^ zu sm- ben, die nach der Wasfermannsckicn Methode in die ölutbahn gebracht bei verhältnismäßiger Ungiftigkeit :uf die Gesckwulstzcllcn direkt und nur auf diese wirken. V-rnn die Tiere wenige Minuten nach der Einspritzung gc tötet wurden, so war bereits eine deutliche Kirrung zu beobachten. Wie bei den berühmt gewordenen Versuchen Wassermanns, so kommt es auch nach Einführung der Neu- berrg-Easparischen Metallverbindungen sehr rasch zu einer thnoeichung und Verflüssigung der Geschwülste. Wurden die Einspritzungen auch nur einen Tag unterbrochen, so wurde biiz Geschwulst wieder härter und begann von neuem zu Dachsen. In einer Reihe von Fällen, deren mikroskopische UMersuckying allerdings noch aussteht, glückte die Geschwulst- ittstörung ohne jede Lebensgefährdung.

Wie ausdrücklich betont sei, handelt^ es sim vorerst Glieder nur um T i e r e x p e r i m e n t c. Immerhin croif- nem sich auch hier das wird man bei aller Reserve nicht

Parlaments seinen Dank ausjpricht. (Allgemeiner lebhaf­ter Beifall. Sämtliche Abgeordnete erheben sich von ihren Sitzen.)

Der Berichterstatter des AuSschiisses zur Prüfung des Gesetzentwurjeü betreffend das Dekret vom 5. November 1911, Martini, verlas den Bericht des Ausschusses und be­tonte, es sei überflüssig, die Kammer zur Gcnelnnigung des Dekrets aufzufordern. Die gcsttigei, einmütigen Bei­fallskundgebungen hätten die Meinung der Kammer dar- getan. Jtalieii sei zur Besetzung Libyens nicht durch eine persönliche heftige Begierde getrieben tvvrden, sondern durch die lang empfundenen Gefühle, seine politischen und wirt- chaftlichen Interessen zu schützen und seine Stellung als Mittelmcermacht zu wahren. _

Der Bericht Martinis wurde nach jedem Satz mit all- gemeiner Zustimmung begrüßt und schließlich mit begeister­ten Kundgebungen angenommen. ____

In der Aussprache erklärte u. a. der Sozialist Eiccotti, er sei der einzige Abgeordnete des Südens, der gegen die Annahme des Dekrets stimmen werde, und begründete unter dem Lärm des Hauses seinen Standpunkt. Der sozialistisckfe Parteiführer B i zc o l a t i, der anfangs gegen die Unternehmung in Libyen war, er­klärte, er glaube nicht, daß sich die sozialisttsche Partes von den Gefühlen der ganzen Natton trennen dürfe. Er huldige mit patriotischem Herzen der heroischen Tapferkeit der Kämpfer zu Wasser und zu Lande, die dazu beigetragen haben, den moralischen Wert Italiens in der Welt immer mehr zu erhöhen. (Lebhafter Beifall.) Von der Oppor­tunität des Dekrets vom 5. November sei er nicht über­zeugt, aber er glaube und begreife, daß die Kämmer es billige. Redner erklärte dann, er werde gegen den Ent­wurf stimmen, anerkannte aber, daß das Unternehmen, gewollt durch den ungeheuren Ausbruch nationaler Be­geisterung, ausgerwungen worden sei. Weder er noch seine Freunde wollten der Regierung in diesem feierlichen Äugens blick Schwierigkeiten schaffen. (Lebhafter Beifall.) Die­jenigen, die in Konstantinopel auf die Stimme der Sozia­listen warteten und auf ihte Opposition rechneten, sollten wissen, daß die Sozialisten auf keinen Fall es an Rück- sickst auf Vic Interessen des Vaterlandes fehlen lassen wür­den. (Lebhafter Beifall.)

Alessio gab jm Namen der radikalen Partei seine volle, offene und bedingungslose Zustimmung zu dem, was die Regierung für das Unternehmen in Libyen getan habe und noch tun müsse. Ein anderer Führer der Sozialisten, Furati, erklärte, die peinliche Pflicht erfüllen &u müssen, indem er seiner abweichenden Meinung Ausdruck gebe

Nack, einer Rede Giolittis wurde in geheimer Abstim­mung der Gesetzentwurf betr. die Genehmigunadcs De­krets vom 5. Nov. 1911 mit 42 3 gegen 9 Stimmen angenommen. Tie Verkündigung des Abstimmungsergebnisses wurde mit stürmischen Beifallsbezeugungen aufgenommen und die Sitzung hierauf geschlossen.

satorische Mission auf sich genommen hätte". Das habe bad italienische Volkmit feinem Verstandi is begriffen", und so werde die Volksvertretung es bestätigen.

Es ist bis auf die neuesten Tage von Reisenden darüber geklagt worden, wie außerordentlich unsicher der Fremde namentlich in Süditalien sich stänlig fühlen müsse, wie dort das Banditenwesen üppig wuchere und Gesetz und Recht meist völlig lahm gelegt seien. Drohungen und Er Pressungen seien an der Tagesordnung. Und mit der Volks- kultur ist es in Sizilien nicht weit her. Tort würde eine zivilisatorische Mission" wahrhaft nötig sein.Warum in die Ferne schweifen?" Die alte Araberkultur ist durch­aus nichtvölliger Barbarei" verfallen, und um sie, die allerdings seit langer als vier Jahrhunderten cntsckstum mert ist, wieder zu erwecken, bedurfte es nicht notwendig der italienischen Souveränität. Wie derkranke Mann" i.t Kon­stantinopel sich wieder aufgerafft hat, hatte er in kurzer Zeit vielleicht auch Tripolis mit auffteigenber Kultur bedacht Diesen Zeitpunkt aber wollte Italien nicht abwarten. Was einst Kant über den italienischen Volkscharakter schrieb, triff: heute noch zu:Der Franzose liebt mehr bic Privatbelusti­gungen, der Italiener öffentliche: pompöse Auszüge, Prozessionen, große Schauspiele, Karnevals, Maskeraden, Pracht össentlicher Gebäude, Gemälde. Das ist seine gute Seite. Die schlechtere ist: sie konvcrsieren, wie Rouslcau sagt, in Prachtsälen und schlafen in Ratzennesteru " Auch das jetzige große öffentliche Schauspiel täuscht nicht darüber hinweg, daß die Italiener in Tripolis es schließ­lich bei den Ratzennestern bewenden lassen werden, ebenso wie sie nicht imstande sind, ihr Mutterland von den zahl­reichen Banditenfreistätten zu reinigen. Ihre kolonisatori- fdKu Fähigkeiten haben sich bisher noch nirgends zu Glanz­leistungen aufgefdjroungen.

Der Tod des Frhrn. v. Aehrcnthal und der Wechsel auf dem Wiener Ministcrposten wird Italien in feinem Abenteuer nicht stören. Falls es nicht den Kriegsschauplatz wieder an die albanische Küste verlegen will oder gar noch weitertragende Pläne verfolgt. Graf Berchtl)olb, der Nach- folger Aehrenthals, hat auf sein Telegramm in Rom eine lebhaft zustimmende Antwort bekommen. Es scheint, daß der Drcibundvcrtrag demnächst auch formell erneuert wird. Das ist zu begrüßen, wenn auch bic italienische Treue bamit nickt für alle Fälle verbürgt wirb unb immer damit ge­rechnet werden muß, daß Rom in seiner Politik auch ferner­hin vorwiegend Anschluß an England unb Frankreich sucht. Um so erfreulicher aber ist es, daß Gras Berchphvld wie sein Vorgänger ein unbedingter und zuverlässiger Freund Deutschlands zu fein scheint. Da bic Wiener Politik zugleich auch roicber engeren Anschluß an Petersburg gefunben hat, scheint bie englische Einkreisung Deutschlands sich doch all­mählich zu lockern. Unb bie eifrigen Freundfchaftsbelcue- rungen der Englänbcr erscheinen bei dieser Bettachtung in einem neuen Lichtp. Will man in London bic sich anbahnenbe neue Bünbnispolitik burchkreuzen, inbem man ein englisch-beutsches Abkommen anbietet? Die bcutsche Regierung l)at sick, wie sie erfiärt, über bie englischen Vor­schläge Bebenkzcit Vorbehalten. Vielleicht steht sie am Schewewege; jedenfalls sollte sie nichts übereilen. Die Er­haltung unb Stärkung ber deutschen Wehrmacht muß das nächste Ziel bleiben.

politische Wochenschott.

Gießen, 24. Febr.

Die Weltfriedenssreunde schütteln bedauernd die Köpfe, ter Schmerz über den plötzlichen räuberischen lieber fall Italiens auf Tripolis ist ja nicht mehr neu, aber ti: Hunde ist wieder aufgerissen worden durch die feierli t)e irr kamen torische Aktion in Rom, von ber gestern gemeldet würbe. Dort herrscht immer noch einhellige Bcgeiste- rung für biefen Krieg, ber nun schon fünf Monate bauert, lach täglich Opfer forbert unb kein Anzeichen für eine krfliehe, eubgültigc Entscheibung zeigt. Rach dem Erlaß >is Königs von JtÄien vom 5. November 1911 ist feit diesem tage Tripolitanien eine italienische Provinz. Am gestrigen yrritag hat bie italienische Volksvertretung dazu formell i ;re juftimmung erteilt. Nach den langen Berichten zu ur­teilen, bic wir herüber erhalten haben, ist es der Dag iner großartigen Kolkskundgebung gewesen, um die wir teutfdx mit unserem zerrissenen und uneinigen Reichs­tag bi? verbündete Nation beneiden könnten. Kaum ein Wider- >vruch gegen das Gesetz der Einverleibung wurde laut; wie I jue große öffentliche Rütliszene mutet uns das Bild an, i03 bie Minister, schon als sie ben Saal betraten, von Zu- riifen begrüßt würben unb wo einer nach dem andern mit toshl einstudierter Rede ein Echo der Begeisterung erweckte. [ §crr Giolitti hat sich als ein sehr gefdifter Regisseur ß erwiesen. Er hatte sämtlichen Abgeordneten noch perfönlich Igflne Einladung zu dem gemeinsamen Schwur geschickt und * je Stimmung vorbereitet. Das Parlament mar bekannt- :ld» bald nach Beginn des tripolitanifchen Krieges vertagt | mmben; manche Enttäuschungen sind inzwischen hinunter- ; geschluckt worden. Mer von neuem wollte man der Welt, und natürlich vor allem der Türkei, zeigen, daß an ein | Mhgebcn Italiens nicht zu denken fei. Tas Stutzen, das [ die Reife Eancvas, des Oberkommanbierenden, nach Rom ! .troorgerufen hatte, bic Vermutung, daß nun vielleicht I ?friebensverhaudluiigen beginnen könnten, sollten zerstreut ! werben. Die Abstimmung ergab nur 9 Stimmen gegen | den vorgelegten Gesetzentwurf; schon bic Feierlichkeit, mit 6 tr am Donnerstag der Präsident unb Altersdekan ber eammerber Armee und Marine" ihre Grüße, dar- i dmchten, verbürgten dieses Ergebnis. Denselben willen zur Macht und Beherrschung des angegriffenen f Hebietes (atmeten alle bie großen unb kleinen amtlichen j !ttiegsberichtc, bie bas imperialisttsche Rom in die Welt linaueftreutc.

All benr Optimismus unb der wirklich großartigen kolkscinmüttgkcit gegenüber steht das völkerrechtliche lln- I reckt, das Italien mit diesem Kriege begonnen hat. Dem I '-esetz über die Einverleibung ist eine Begründung beige- I geben und veröffentlicht worden, die auf recht schwachen | Men steht Um Worte ist Herr Giolitti ja nicht verlegen, I aber feine umfangreirf)en Darlegungen find mit wenigen I Zitzen zusammenzufassen. Italienwürbe nicht zu dem I obersten Mittel eines Krieges gegriffen haben, wenn nicht f eöe andere Lösung unmöglich gemacht itrorben wäre, wenn I ächt jede Form italienischer Tätigkeit in Lybien bei der otto- I ntanifdien Regierung auf eine hartnäckige und systematische, I halb versteckte, bald offene Opposition gestoßen tväre, die I noch der Einrichtung der konstitutionellen Regierung her I Türkei, die zuerst, so viel Hoffnung und so viel Sympathie | werft hatte, noch stärker und oft provokatorisch wurde." I Dann folgt eine sck)were Beschimpfung des türkischen Regi- I ments, dasbic Bevölkerung andauernd im Zustand der I Migsten Barbarei" erhalten habe. Italien habe zugreifen I müssen, weil sonst eine andere europäische Machtdie zivili-

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Ur. Erstes Blatt 162. Jahrgang Samstag, 24.5ebruar 1912

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MGietzenerAnzelger ir die Redaktion 112, «SB? General-Anzeiger für Gberhessen uWJS'n" Rotationsbrud und Verla, der vrührschen Univ.Guch: und SleinOrndtrti H. lange. NedaMon. Lrpeditian und vruckerel: Schulftrahe 7.

vormülags 9 Uhr. Bübingen: Fernsprecher Rr. 269 Heschästrstelle Bahnhofstraße 16a.

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beftreiten können verheißungsvolle Aussichten mit Be­zug auf die Beeinflussung der bösartigen Geschwülste beim Menschen.

Was alles aus einem Botaniker werben kann. DerCeylon Observer" vom 27. Januar enthält fol­gende interessante Nachricht, die wir deutsch wiedergeben:Tr. Adolf Hansen, Professor der Theologie an der Universität Grieß en (so!), kam, begleitet von Herrn Rehnel, heute mit dem DampferPrinz Eitel Friedrich" von Bremen an. Tr. Hansen beabsichtigt, die Religionen des Ostens zu studieren, und wird sich nach etwa einmonatigem .Aufenthalt auf Ceylon nach Indien begeben." Wir wünschen dem neugebackenen Theologen zu diesen Studien vollen.Erfolg.

--Ein Achtzigjähriger. Ter Schriftsteller^Kal. baye­rische Hofrat unb Hauptmann a. T. Maximilian Schmidt, genannt Waldschmidt, begeht am 25. d. M. seinen 80. Geburtstag. Hofrat Schmidt stammt aus Eschlkam im Baye­rischen Wald. Ursprünglich wollte er Ingenieur werden und bezog 1848 die polytechnische Schule in München, trat jedoch 1850 in bie bayerische Armee ein, wurde 1853 Offizier, zeichnete sich 1866 durch bervorragende Tapferkeit aus, konnte 1870 aus Gesundheitsrücksichten nur als Adiutant in der Festung Ulm Dienst verrichten unb nahm hierauf 1874 als Hauptmann feinen Abschied. Er hielt fick dann längere Zeit im Bayerischen Walde auf, wo er eine Holzstonabrik ernchleie. Nachdem er inzwischen ben größten Teil seines Vermögens verloren hatte, nahm er 1879 seine literarische Tätigkeit, die er schon Anfang ber 60er Jahre begonnen batte, wieder auf und erzielte damit nachhaltige Erfolge.

Ausgrabungen in Mesopotamien. Aus­grabungen auf Samos und Beendigung der Ar­beiten in Tidyma. Um die Ausgrabungen in Babylon und Kalat-Schergat Assur) in dem bisherigen Umfange fortsetzen zu können, find für das Rechnungsjahr 1912 wiederum je 75 000 Mk. erforderlich. Hiervon wirb bie deutsche Orientgesellschoft, wie bisher, 20 000 Mk. übernehmen, so daß es noch eines Staats- znfckmsses von 130 000 Mk. bedarf. Zum Abschluß der Ar­beiten in Tibvma und zur Fortführung, der Grabungen auf Samos sind für bas Etätsiahr 1912 zusammen 130000 Mk.