Ausgabe 
23.10.1912 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

162. Jahrgang

N. 250

Erscheint tigsich mit Ausnahme des Sonntags.

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des Zustandes bei.

Fleischpreife in Gießen

Cd)fen

Piarrer B e ch t o i s h e i >n e r.

nitzreden Iesi» )

Mctcorologische Beobachtungen der Station Sieben.

Wetter

1912

Niederschlag: 21,4 mm.

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Ball Handschuhe, Strümpfe A. Salomon & Cie

daneben ist die Fußsteig liegen nur ein kleiner

5tnlber

Tckiveine

Ccklacktviehpreise in 8 ranki »lrt a. 2k.

ier Hof

r-Strasse ireitag, 25. Ottobv

Die drohende Ertiälkung

bleibt ans oder verläuft harmloser, wenn bei Beginn der Verschleimung im ßalfe recht-eilig ein paar Wybncklabletten genommen werden. Eie bringen die Heiserkeit -um Schwinden und erhalten die Stimme Klar und frisch. Sie sind ein unentbehrliches Hausmittel, dah diejenigen, die ihre überraschende Wir- Kung Kennen, sie im Lause nie ausgeben lassen. Die Schachtel Kostet in allen ilpclbehen und Drogerien 1 Mark. Niederlagen in Gießen: PelikanAp o theke und Löwen-Drogerie. bs*/u

Soldatenansiedlung im Dienste von Nationalpolitit und Nationalwirtschaft.

50 Kq. Schlachtgewicht 7910'i Mk.

, Kg. Schlachtgw. 95-112 -Ui.

I. , , H5-H9 ,

Tic Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- nuD Brotprcise am 21. Cftober 1912.

Mittwoch, 25. ©tiober 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersitätS - Buck- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

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ersweg 20

CMftjcbinabrt.

Friedrichshafen, 22. Cftober.

Z u Ehren der 200. Fahrt des Luftschiffes .Diktorla Luise' veranstalteten die Führer uud die Besatzung des Luftschiffes eine Iudiläuins'cier, bei der sie an die Prinzessin Viktoria Luise in Birlin ein Huldiaungstelegramm sandten, daS die Prinzessin freundlichst beantivortele,

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Wieseck. Tin Teil der Gießener Straße, ab Graben­straße, ist a u f g e b r o ck e n, um die jetzt vorzunehmenden Kanali­sationsarbeiten auszuführcn. Wenn cs nun schon seither ein

Kirchliche Nachrichten.

(ii)aiigen|u/t; wemeinoe.

Heute abend 8 Uhr: Bibelstunde im Lukassaal. (Die Gleich-

Zu tunN dürfen Kursleiter in wilden Vereinen, die nicht dem Teutsäien 2cki-Verbande angehören, keine Kurse abhalren. Als Crt des nächsten Verbands-Hauptwettlaufs werden die Vogesen bestimmt Ms Vertreter des Verbandes Mitteldeutscher Schi­vereine wird Ti rett er Kenrpn gewählt.

Aus der Rechtsprechung des Reichsgerichts.

XI.

Eine Prozeßpartei muß die von ihr iin Pro­zeß ausgestellten Behaupt uu gen gegen sich gelten lassen. Mit denselben nickt vereinbare Evcn- tualbehauptlingen sind nicht zu berücksichtigen. E d. RG. 78/345.

Dem Kläger war eine Restsorderung nu»_ einem Grund- stücksverlaus von dem Verkäufer durch Zession übertragen. Ter auf Zahlung dieser Restforderung verklagte Käufer wendete in erster Linie ein daß diese Restforderung bereits durch eine zwischen ihm dem Beklagten und dem Verläufer vorgenommenc Aufrechnung mit einer gleich hohen Gegenforderung des Be­klagten getilgt worden sei. In zioeiter Linie stellte er diese Gegenforderung jetzt zur Aufrechnung. Tic behauvtete frühere Aufrechnung war unerwiesen geblieben. Tie eventuelle jetzige Aufrechnung hatte das Cbcrlandcsgericht aus sachlichen Grün­den zurückgewicsen Tas Reichsgericht erklärte ben eventuellen Einwand der jetzigen Aufrechnung mit der in erster Linie auf- gestellten und bis zum Schluß aufrecht erhaltenen Behauptung, wonach die Gegenforderung durch die frühere Ausrechnung er­loschen sei, für unvereinbar und überhaupt zur Berücksichtigung nicht fähige Behauptungen einer Partei, die unerwiesen seien, könnten zwar nicht zum Nachteil des Gegners verwertet werden, wohl aber müsse sie die behauptende Partei gegen sich gelten lassen.

Tiefe Entscheidung nötigt die Prozeßparteien, mit ihren Be­hauptungen eine, soweit möglich, bestimmte und klare Stellung einzunehmen und mindestens in der Scklußverhandlung miteinan­der tatsächlich unvereinbare Behauptungen bezw. Eventual- behauptungen zu unterlassen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckul- ftraße 7. Grpebihon und Verlag: 51.

Rebaftion:e<®112. Tel.-Adr^ Anze'gerGteßen.

Donnerstag, den 24. Cftober, abends 8 Uhr. im MarfuSsaale: Bibel st itnbe: Brief an die Vbilivver. Pfarrer S ck w a b e

der diesjährigen Akademisch.'n Scl i Meisterschaft erfolgt in Frei­burg i. B. bei den Feldberg-Renneu. Gestern sprach Tr. Mallwitz - Berlin in dessen Namen über das Neichskomitee ur wissenschaftlichen Erforschung des Sports und der Leibes­übungen und dessen Ziel. Tie gegebenen Anregungen sanden Unterstützung durch Tirektor Völker-Suhl und Tr. med. Zanger- Leipzig. Im nächsten Jahre findet der Hauptverbandstag auf Antrag des Sd.ivä bilden Sdmeeschuhbundes in Stuttgart statt. Ter Beitritt zum Iung°Teutsd land-Bnnd icirb vom Deut­schen Sdä-Verband als Gesamtorganisatton nicht befdüoffen; viel­mehr soll dies den einzelnen Landesverbänden sreistehen. Tie übrigen Verl-andlungen entteckten sich der Hauptsache nad) auf interne Angelegenheiten, bei denen die Anträge des )d;itedmifchen Ausschusses eilte wesentliche Rolle spielten. Zu erwähnen wäre nod), daß aud) die Touristik vom Verbände mehr gepflegt werden soll und daß die Wettlausordnung im Sinne der internationalen umgeändert werden soll. Zum Deutschen und Cesterreichischen Alpcnvercin nimmt man Stellung und beauftragt Tr. Römer- Munden mit der Vertretung des Teutschen Schi-Verbandes. In

entspreche der innere Gehalt der Kirchenkonzerte: auch sie sind Gottesdienste, haben darum auf die Kircbenzeit Rücksicht zu nehmen. Tic Hauptaufgabe der Kirchenchöre ist aber nicht das >ircken konzert, sondern der Gottesdienst. Sie sind hier Verkündiger des göttlichen Wortes. Ter Kirchengesang muß organischer Be­standteil der Gottesdienste werden. Er soll den (hemeindegesang nicht ersetzen, aber auch nicht nur zur bloßen Hilfstruppe für ihn werden. Ter Wechselgesang bildet eine ideale Vereinigung der beiden. Nicht jede ,,religiöse" Musik ist für jeden Gottes­dienst geeignet. Tic Leitsätze weisen besonders auf die Schätze der alten Musik hin. Sollen die Ehöre ihre Aufgabe' erfüllen, dann brauchen wir Kirchenmufikschulen: auch die amtliche Stel­lung, die Gehalt- und Penfionsvcrhältnisic der selbständigen Man toren und Kirchenmusikdirektorcn muß gehoben werden. Ter mo­dernen Tonkunst soll sich der Ehor nickt verschließen, aber von Badi und seinen großen Vorgängern sich befruchten lassen. Tic Verwendung der Instrumentalmusik birgt große Gefahren in sich. In Auswahl und Vortrag ist zu beachten: Echte Kirchenmusik will im Gottesdienst nickt Herrscherin sein, sondern Dienerin am Heiligsten.

DieWefleiet ZamillendlStter" werden dem Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblati für den Kreis «iehen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

ged 6p?®

m 'st es, wie oft die teuersten Sachen gegen

Husten u. Heiierfeitgekauft werden können, weil sie durch bochiöneiide Anpreisungen über alle bisherigen Erzeug­nisse gestellt werden. Lassen Sie sidi hierdurch nicht beirren, nach wie vor die rühmlichst bekannten Eutol Bonbon# zu kaufen. Diese haben sich im Laufe der Jahre aufs Beste bewährt und kosten nur30Pfg. per Beutel. Wer kliitvI-Bonbons noch nicht kennt, mache daher bei erster Gelegenheit einen Versuch, achte aber darauf, daß ihm feine anderen Bonbons mit ähnlich klingendem Namen, sondern die echten Entöl- Bonbons «gesetzt, gesch. um. Nr.llöO22,116<Xi8,116783) verabfolgt werden

............... Pfad offen steht, der für 2 Personen auf «einmal unpassierbar ist. Heute abend brannte das Lidn am Eingänge nod) erbärmlicher als gewöhnlick, jedoch ging ich weiter. Auf einmal stand mir das Wasser bis an die Wa.cn. Ick anuütc im Dunkeln weiter gehen, bis ick cnblidi wieder Boden bcfriD. großen Sddainm unter meinen Füßen hatte. Es liegt im allgemeinen Interesse, wenn dieses Hebel behoben würde, z. B., daß nicht nur am Anfang und ganz am Ende, NX) Meter davon, «eine kleine Laterne hinge. Hoffentlich tragen diese Zeilen eines täg- lid)cn Passanten des Weges Wicseck-Gießen zu einer Besserung

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Sderheffen

av Eine Nachricht von größter volkswirtschaftlicher Trag.

I.vitc verbreitet soeben dasArchiv für innere Kolons ition". Es bandelt sich um den Plan einer Förderung .es ostmärkischen A n f i e d lu n g s w e r l s durch Der- oegung von Angehörigen des Soldatenstandes mittels An- nedlerstellen. Tas Problem der Ansiedlung von Militär- .nWärtern imrb feit längerer Zeit auf seine Durchfichr- Ä ! arfeit erprobt. Tic bisher damit gemachten Erfahrungen sollen nicht sonderlich befriedigt haben. Jetzt sollen neue J Ansiedlungsversuche dieser Art in größerem Hm sanfle i unternommen werden: unter besonders günstigen Bedin- gingen sollen an Kapitulanten verschiedenen Dienstalters und an Mannschaften, die zur Entlassung kommen. An- icdlerstellen vergeben und Betriebskapitalien von der An- sudlungskommission darlehnsweise gewährt werden können.

Temnach hätten sich also die maßgebenden Stellen furch die bisherigen geringen Erfolge nicht entmutigen - nsen. Tas wäre aus verschiedenen Gründen durchaus zu egrüßen. Tic Ausgabe der Versorgung von Inhabern ei Zivilversorgungsscheine ist in dem Maße litoiertgcr geworden, wie die Friedensstärke des deutschen leeres unter dem Einfluß der sich immer, bedrohlicher

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großes Wagnis war, abends durck die Straße zu gehen, so war es am Ticnstag abend geradezu lebensgefährlich. Zu Beginn des Aufbrucks hängt eine Sturmlaterne, deren Lickt höchstens 3 Schritte weit leuchtet. der Straße nimmt ein Graben ein, Erde einige Meier bock aufgetürmt und auf dem die 1 Meter dicken Röhren, so daß dem Verkehr

f,etzt vor dem ch unsere be-

ber, abends 6 nbr «chütz

aus Frankfurt a.». der JWnd

lreichem Besuch laben ri: tulita N» zrallkilvtrtill.

in Gitßen.

t. 19i2, abenbi 8>/ik

Steind Warten ein

van ffi'L Mar/tartu t Paetzler-Bcrliu itörmtflttt im Araiw itbtiftuna btt Weck amen) 'Jlicbtmitolir.

icr 20 Psg. ID*

Brotpreise in Gießen

Weißt'rol 2 Kg. 62 Pfg, Scbwarzbrot 2 Kg. 54 Psg.

Bn-Kaschinir. Moderne Farben 0.125 0.85 strümpfe bis 45 Pf, estrickt.

Markte.

Gießen, 23. Oft.

** Derer st eVichmarktin Gießen nach 2 Jahren hatte fdron am Montag die alte Gics)encr SVunbfdjaft von der Lahn, von der Nahe, von der Mosel und aus Westfalen rin großer Än;al)l in unsere Stadt geführt. Hunderte von Käufern kehrten jebod) wieder in ihre Xhümat zurück, weil durch die Nichtzulassung von Vieh aus Preussen der Austrieb nur sehr gering fein konnte. Trotzdem hat der Markt Verkehr und Verdienst nicht nur für die Gastwirte, sondern audi für andere Gewerbetreibende gebracht. Ein Zigarrenhändler versickerte, daß am Montag und gestern über 120 auswärtige Biehl-ändler bei ihm gewesen sind. Ist audi der erste Viehmarkt nach jiveijäfyriger Pause nickst vielver­sprechend geiocsen, so wird sich der Markt mit der Zeit doch wieder heben dank der überaus günstigen Lage und der vorzüg- lick en Eisenbahnverbindungen Gießens. And) die städtische Der maltung kann als Unternehmerin des Marktes nod) vieles tum um dem Handel die Wege zu ebnen. Ter ?lbtricb der verkauften feiert ist so unglücklich wie möglid) angcorbnct. Ter amtierende Tier­arzt war aus Befragen der Viehhändler bereit, den 9Cbtricb auf dem kürzesten Wege zur Verladerampe zuzulassen, doch stellten fick, dem die Sckutzleute entgegen, was unter den Händlern Un­willen erregte. Ter Auftrieb bestand aus 200 Stück Vieh, meistens Milchkühen mittlerer Qualität. Rinder und Kälber waren nur in vcrsd)windend wenigen Stücken vorhanden. Tas Gesckstift mackste sick bei angemessenen, aber nickst zu hoben Preisen recht gut. Tod) beteiligten sich nur die VielMndler aus unserer Provinz am Handel. Chne die Zulassung von Tieren aus Preußen, bei denen von einer Quarantäne, wie sie setzst verlangt wird, üb- gesehen werden müßte, wird der Markt veröden unb seine frühere Bedeutung als ber größte Hmscsstagsmarrt für Zuchtvieh in Mittel- bcutschlaud nickst wieder erhalten. Tie Preise für Milchkühe stellten sich: 1. Qualität 550600 Mk., 2. Qualität 375-426 Mk. Tic Preise für Rinder und Kälber können nicht als Norm an­genommen werden. Nächste Markttage 12. unb 13. No­vember. '

L Friedberg, 22. CfL Unser heutiger Herbst-Pferde- miarft war, wohl in'olge des starken NegenwetterS, sehr flau. 6inc große Anzahl schöner Vierde und Fohlen war in den Ställen untergebracht; hier wurde schon seil dem Samstag gebandelt und wurden and) reckt gute Preise erzielt. Ain dem Marktplatz standen nur sehr wenig Tiere und der Handel war flau.

EHE ir>S154 PLö8tig

Wintersport

Hauptversammlung des Teutschen Scki- Verbanbcs. In Essen «Ruhr» tagte am Samstag zunächst der Hauptvorstanb des Teutsckien Sck)i-Verbandes. Bei Eröffnung der Hauptversammlung begrüßte Prof. Kohlhcpp-Karlsrube, der Vorsitzende des Deutsck?n Schi Verbandes, in der Eröfmungsrcdc die Vertteter des Mittcleuropäisd-en Sdsi-Verbandes, des Ceiter« reick ischen Sck i^Verbandes unb des Akabemisd)en Sport-Bundes. Es wurde bann ber Jahresbericht des Rechtsanwalts Freund- Mannheim entgegengenommeu unb ein Reck>ensdxiftsberickt des Haupt Vorstandes vorg'elcgt. Nack) Befpveckmug des Voransckstagcs für bas nächste Geschäftsjahr folgten bie Mitteilungen bes Haupte vorstanbes über folgcnbc Punkte: Erledigung ber Angelegenheit des Alpinen Sdä-Klubs, bie Bespredning ber neuen Senioren- unb Preisrick tcrlisten, weiter bie Crganifation der vorjährigen Hauvt- VcrbandSwettläufe in Imincnstadt, 3ntcma;ionalcr Sckn Kongreß, Besprechung über bie Schi Unsall Versicherung unb Bericht bes schitechnischen Aussduisscs. Ter letzte Punkt ber Beratungen galt dem Ausbau unb der Erweiterung der Schi-Ehronik. Eine be­sondere Tcbatic entspann sick über die Teilnahme an ben inter­nationalen, von Frankreich ausgeschriebenen Wcttläuscn in Ge- rarbmer. Im vorigen Jahre würbe b-ekanntlich das Msdinciben ber deutschen Teilnehmer einer scharfen Kritik unterzogen und cs beburfte daher längerer Tebattcn, um ben Teutschen Schi- Verband zu einer weiteren svmpathischcn Stellungnahme der Tcil- nabme an den Konkurrnrzen gegenüber zu bewegen. Es wurde beschlossen, über die vorjährigen Vorgänge persönliche Fühlung mit den führenden Personen zu nehmen unb diesjährige Teilnahme von ber Einsetzung eines internationalen Schiedsgerichts abhängig zu machen. Kerner wurde beschlossen, daß dem Akademisckxm Sport-Bund die Austragung einer Akademischen Schi- Meisterschaft von T e u 11' d' l a n b genehmigt wird. Bisher wurde diese Meisterschaft unter dem TitelTeutschcr Akademifer- lauf um den Krouprinzen-Pokal" ausgetragen Ti? Austragung

e Konzith len SingfpM'6ni<* ^rghaus erfelb. 3 zrogram«!-^

Getreidepreife in Ptannhei nt

Beeizen UHJ Kg. 21.75 22.25 Pik.

Roggen 100 Kg. 18.75-19.00 Mk.

fritaltcnbcn inlcrnationalcn Lage Fortschritte gemacht hat.

kommt, daß den M i l i t ä r a n w ä r t e r n die ihnen kcrbclstiltenen Stellen in der Berioaltung zum Teil nicht . utchr genügen. Infolgedessen häufen sich die Meldungen jlc bic in sozialer Hinstcht und dem Einkommen nad) besse- rf;i Stellen, was einerseits nid>t selten erheblich? Ver­zögerungen in der Berufung und Anstellung der Militär- i mvärtcr, andererseits mand>criet Nachteile für die Ztv.l- r.iavartcr, die sich in ihrem Vormärtskommen beeintr.ich- tu t fühlen, zur Folge hat. Tem Frieden und dem guten Etiivernehnien in unserem Beamtentum würde es nur dien­lich sein können, wenn für versorgnngsberechtigte Militär onmärtcr, die der Laudwirtsd)aft entstammen, neue und be'ricdigendc Existenzmöglichkeiten gesd)afseu werben fimnten; unb fidjerlid) sagt mand)em früheren Feldivebel oder Unteroffizier eine Ansiedlungsstelle, die bei größerer eelbftänbigfcit gute Aussichten bietet, mehr zu, als eine buroaumüßige Tätigkeit.

Entscheidend) für diesen erweiterten Versuch der neuen Art der Versorgung von Militäranwärtern, Kapitulanten und Soldaten des BcurlaubtenftandeS ist uatürlid) der Wunsch, die Bestrebungen der inneren Kolonisation zu sördern und die Arbeit ber Ansiedlungskommission zu unterstützen. Tie Fortführung und Turchi jrung beb Ger- manikieru'^swerkes zum Schutze des Tcut,chtums in ben aeuiischtstz'.idsigcn Lawdestcilcu forbert immer größere tpjer. In dringender Not um die 'Deckung d s Landbed irfs ikii die irreufüfdie Staatsregierung fick) cn fri/I eßen fen, das ihr im Iabrc 1908 verliehene Entetgnungsrecht zur Ünmendung zu bringen. Zu den Vorzügen unb fegens- lickst?n Wirkungen einer in maßvollen Grenzen sich halten» d u inneren Kolonisation haben sick) LanbwirtschaftSmini sterium uud Landesökouomie-Kollegium verfckn deutlich be nt. Für beide Zwecke, bie eben so sehr ben wohlver- jinbcnen Interessen unserer Lanbwirtsdstift entsprechen, nie sie zur Erl iltuitg des national n Deutschtums in den [frmatten unerläßlich sind, gibt es teilt besseres Ansiedler- material als gewesene Soldaten, von denen vielen mit der Hebern ahme ober Bewirtschaftung eines Rentengutts ein $ . . sch erfüllt n . kann.

21- Dcutfd)cr Evangelischer Kiraivnyqdngöcreinsfag.

--- Frankfurt a. M., 22. Oft.

Ter Tcutsch'Cvangcl. Kirckcugcsaugvcrcinstag würbe heute er cjfuct. Prälat D. Flöring Tarmftabt bankte, baß Frankfurt bie ikcbcrcitungcn so vorzüglich getrosten hat. Begrüßt würben be ; ionberd der Vorsitzende des sdstveizerischen 5ttrchengesangvcrcins, ckoldschmibt, Psäsiikon unb der Vertreter ber Behörden, Geh !konsistorialrat D. Jäger-Bierstabt, Geh. Kousistoric.lrat Kayser, ikonsistorialrat Tr. Techent, Professor D. Balbe ns perger Hi eßen. Prälat Flöring erstattete den Jahresbericht. Tarnach falten bie Entsckließungeii des Tages von Hannover bei ben sialultäten unb Behörden lebbasten Wiberhall gesunden. Einer flnrcguug dieses Tages folgend hat Professor Arnold Menbels- schn 15 Choräle herausgegeden, bei denen bic Stimme im Alt [bet Tenor liegt. Tas Korrcsponbenzblatt hat eine bcfricbigcubc hohe von Beziehern.

Kantor Haufe, Lcipzig.Leutzsch, berichtete über die Stimm kildungskurse, wie sie Lektor Pros. Tr. Sen bei an der Um rtriiiät Leipzig voraeführt hat und teilte mit, daß in diesem 3 c mm er für die Geistlichen von Leipzig-Stadt unb Land befonbere 3timinbildungskursc ftattgefunben haben. Vom Landeskonsistv iium des Königreichs Sfldüeu ist ins Auge gefaßt, foldic Kurie fjr alle Ephorien des Landes anzubieten. Ferner ist beabi'idi iql, daß außer dem liturgischen Singen auch bas liturgische 3c riefen im 1. theologischen Eramen geprüft wird. Tic große 3cbcutuiig ber Stimmbilbungskurse ist erst in diesen Tagen bei :<r 3. Tagung der Gesellschaft für Hochschulpädagogik Leipzig enr la mH ivorden. Weiterhin berichtete Kantor Haufe über bas -riiefte Gehaltsgesetz ber sächsischen Kirckwiimusiker und über die Wertschätzung, die die sädisischen Kirchenmusiker erfahren haben. Zuletzt berichtet er über die crfolgrcidjc Eingabe des Vorstandes !s Landesvereins der kirchenniusikaiischen Beamten Sachsens, baß iich fernerhin bas Kirchenamt mit dem Schulamt organisch ver niben llcibc. Prof. Gebhardt, Potsdam teilt mit, da ßsich n Verband deutscher Organisten gebildet bat, der gern mit :n Kirchengesangsvereinen zusammen arbeiten wird. Er bittet, ti ber Gencralsnnode baiür einzutteten, daß eine gründliche Re­ckung ber Gchaltsverbältnissc der Organisten erfolgt. Man illtc sie zu Beamten der Landeskirche machest.

Für den nächsten Kirchengeiangvereinstag liegen Einladungen ton Breslau, Stettin und Essen vor Nackdem die anderen Umladungen zurückgezogen werden, wird Essen gewählt. Pfarrer tzetold aus Memmingen batte Leitsätze für eine Besprechung ciiigeflellt. Sie behandelten die immer noch wichtige Frage: ..Unsere Kirchenkonzerte und bie gottesdienstlichen Aufgaben der Rixdjcndjöre". Tas Kirchenkonzert ist auf dem Boden kircken- fiennber Anschauungen erwachsen, und ist vielfach auch nickt völlig in bas kirchliche Leben eingewurzelt. Aber es erfüllt eine Auf­gabe der inneren Mission, indem cs vielfach die entkirchlichten Kaffen ber Macht der beiliaen Musik unterstellt. Tas Mrchen- lonKcrt soll die für die Kirchen bestimmten Kantaten, Oratorien, ifionen wieder in die .Kirche zurückführen. Alles äußerlich Lwrtmäfcige verbietet sich da von selbst. Tem würdigen Aeußern

*1, Kg. 92-100 Pfg.

, 929H , 7. , 90-110 .

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