Ausgabe 
18.12.1912 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 298

Erjcheml täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Oberheffen

Die ..«ietzener ZamilienbläUer" werden dem ,ynjciflcr* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt fflt den Kreis Ziehen" zweimal wöchentlich. D,e ..randwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweunal.

Drittes Blatt 162. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Mittwoch, 18. Dezember 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UniversuälS Buch- und Stemdruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 5L

Redaktion:112. Tel.-Adr>AnzelgerGießen»

Die hessische veamtenvorlage.

ii.

Gehaltsklasse Nr. 48 (2100-4400 Mk): 45 Revisoren bei der Oberrechnungskammer: 6 Ministerialrcvisoren beim Mi­nisterium des Innern: 18 KreisamtSburcauvorstchcr: 2 Bureau­vorsteher bei den Fcldbercinigungskommissären: 2 Sekretäre beim Obervcrsicherungsamt: 1 Zahlmeister beim Gendarmeriekorps: 1 Universitätssckrctär; 1 Sekretär des Verwaltungsausschuß'cs der Landcsuniversität: 1 Sekretär der Technischen Hochschule: 1 Se­kretariatsassistent der Technischen Hochschule: 1 Rechner der Technischen Hochschule: Revisor der Bibliothek der Technischen Hochschule: 1 Hausverwalter und Rechner der Landes-Heil- und Pslegcanstalt bei Gießen; 35 Kreisgeometer: 4 Verwalter der Universitätskliniken: 58 Gerichtsschreiber: 1 Burcauvorsteher bei der Badedirektion Bad-Nauheim.

Gehalts kl ässe Nr. 5 0 (37004400 Mk): 1 Archi­var der Zweiten Kammer der Landstände.

Gehaltsklasse Nr. 5 1 l 1400 Mk.): 1 Inspektor und I. Assistent bei der meckianisch-tcllmischen Materialprüsungsan- stalt der Technischen Hochschule; 1 erster Assistent bei der che­mischen Prüfungsstation Darmstadt: 1 Universitätsmusikdirektor: 1 Universitäts-Rentamtmann.

Gehalts klasse Nr. 5 5 (30005000 Mk.): 15 Land­wirtschaftslehrer bei der Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim und bei den landwirtschaftlichen Wintcrschulen; 36 Hauptlehrcr an den gewerblichen Unterrichtsanstalten: 7 Maschineningenieure bei der Dampskesselinspektion; 3 Assistenten bei den Gcwerbe- inspektionen: 10 Zeichenlehrer an den f)oberen Schulen: 1 Fach­lehrer für Obst- und Gemüsebau an der Wein- und Obstbauschule in Oppenheim; 26 Seminarlehrer an den Lehrerseminaren und Vorseminaren.

Gehaltsklasse Nr. 56 (42005000 Mk.): 5 Haupt peueramtsrendanten mit Ausnahme der Stelle am Hauptstcueramt in Mainz; 1 Hauptsteueramtsrevisor in Mainz; 1 Rechner (Sa­linenrentmeister) in Bad-Nauheim»

Gehaltsklasse Nr. 61 (30005600 Mk.): 8 außer­ordentliche Professoren an der Landesuniversität; 8 desgleichen an der Technischen Hochschule.

,G e h a l t s kl asse N r. 64 (30006500 Mk.): 1 Ministe- rialsekretär bei dem Staatsministerium: 2 Sekretäre bet der Ober-Rechnungskammer; 1 Haus- und Staatsarchivar; 1 Kabi nettssekrctär; 2 Ministerialsekretäre bei dem Ministerium des Innern; 26 Kreisamtmänner; 3 Feldbereinigungssekretäre; 409 Oberlehrer an den höheren Lehranstalten (Gymnasien, Real- gvmnasien, Oberrealschulen und Realsclmlen); 2 Lehrer für Natur Wissenschaften an der Wein- und -Obstbauschule zu Oppenheim und akademisch gebildeter Lehrer an der Obstbauschule und land- wirtschaftlicl>en Winterschule zu Friedberg; 23 Oberlehrer (cinschl. r' des 1. Musiklehrers) an den Lehrerseminaren und an dem Seminar für Volksschullehrerinnen; 21 Kreisschulinspektoren; 1 Ober 1 bibliothekar an der Hofbibliothek; 3 Bibliothekare an der Hof- fc bibliothek; 1 Oberbibliothekar an der Universitätsbibliothek; 3 Bibliothekare an der Universitätsbibliothek; 18 Kreisärzte; 11 Oberärzte an den Landes-Heil- und Pslegeanstalten; 4 Kultur­ff Inspektoren; 4 Kulturingenieure; 1 Sekretär bei der Zcntral- r stelle für die Gewerbe; 1 Vorstand und erster Chemiker hei der

chemischen Prüfungsanstalt zu Darmstadt; 1 Technisches Mitglied der oberen Bergbehörde und Bergmeister; 1 Sekretär zugleich Rat und Mitglied der Zentralstelle für die Landesstatisbik; 1 wer terer Sekretär bei der Zentralstelle für die Landesstatistik;

18 Kreisbauinspektoren; 4 Kustoden für die Sammlungen des Landesmuseums; 1 Direktor des Gewerbemuseums und der Bibliothek der Zentralstelle für die Gewerbe; 1 Bergassessor;

1 Vorstand des Polizeiamts Gießen; 1 Leiter des Untersuchungs­

amts für Infektionskrankheiten; 18 Kreisveterinärärzte; 175 Landrichter und Amtsrichter; 11 Staatsanwälte; 1 Ministerial- sckretär bei dem Ministerium der Justiz; 4 Gerichtsschreiber bei den Kollegialgerichten; 1 Vorstand des Erbschaftssteueramts; 3 Ministerialsekretäre bei dem Ministerium der Finanzen; 5_Ober- steuerinspektoren; 37 Vorstände der Finanzämter; 1 Hauptstaats­kassier ; 1 Kassier bei der Staatsschiildenkasse; 4 Kontrollbeamte her Lokalkassen; 82 Oberförster; 2 Forsttechnische Beamte des Bcrmessungs- und Tarationsbureans; 18 Hoch- und Wasserbau­svektoren und Bauassessoren; 1 ständiges Mitglied (wissenschaft­licher Hilfsarbeiter des hydrographischen Bureaus; 13 Finanz­

omtmänner.

Gehalts klasse Nr. 65 (42006500 Mk.): 1 Direktor her Obstbauschule und landwirtschaftlichen Winterschule zu Fried­

berg.

Gehaltsklasse Nr. 66 (6500 Mk.): 5 Gewerbeinspek­toren: 1 Gewerbeschulinspektor: 1 Vorstand der Registratur des Ministeriums des Innern: 1 Dampfkesselinspektor: 1 Laiidstall- meuter; 2 Vorstände der Polizeiämter Darmstadt und Offenbach: ] Inspektor für die zoologische Abteilung des Landesmuseums: 3 Landesgeologen: 6 Direktoren der Wein- und Obstbauschule zu Oppenheim, der Landesbaugewerkschule, der Kunstgewerbe­schule zu Darmstadt; 2 Evangelische Geistliche an der Zellenstras- onstalt und dem Landeszuchtlmus: 1 Direktor des Landeszucht Laufet Marienschloß; 1 Katholischer Geistlicher an der Zellcn- slrafanstalt; 1 Vorstand der Bergwerksdirektion Grube Ludwtgs- bosfnung; 1 Kurdirektor in Bad-Nauheim; 1 Vorstand der Wein­baudomänenverwaltung; Vorstand der Registratur im MiNiste-

Gehaltsklasse Nr. 6 7 (58007000 Mk.): 8 Direk­toren der Realschulen: 3 Räte bei den Provmztaldtrektlonen; 3 Direktoren der Taubstummenanstalten und der Blindenanstalt.

Gehaltsklasse Nr. 6 8 (7000 Mk.): 1 Kanzleidircktor ler Ersten Kammer der Landstände: 1 Kanzleidirektor der Zweiten Kammer der Landstände: 4 ständige Hilfsarbeiter ,m Ministerium des Innern und seinen Abteilungen: 10 ständige Hilfsarbeiter im Ministerium der Finanzen und seinen Ab-

kilU®l altsklass- Nr. 69 (6200-7000 Mk.): 4 Dirck- toren an den neunklassigen höheren Lehranstalten tn Büdingen, : £aU6^'6a^^«if=Wn76eo74700-7300 Mk.): 49 Orden.- i ljche Professoren an der Landesuniversität: 30 Ordentliche Pro- ieü'oren an der Technischen Hochschule.

I Gehalts kl ässe Nr. 72 (6200-7400 Mk.): 1 zweiter I Tirektor der Hauptstaatskasse: 1 Vorstand des Katasteramts:

1 Direktor des Haus- und Staatsarchivs: 25 Direktoren der B Gymnasien, der Realgymnasien, der Oberrcalschulen, der Lchrer- feminare des Seminars für Volksschullchrennnen, der Hofbiblio- tbek der'Kunst- und historischen Sammlungen des Landesmuseums und' der Universitätsbibliothek; 1 Vorsitzender der Zentralstelle

Achl-ss- Nr. 7 4 (6200-7600 Mk): 1 V°r- tragender Rat im Staatsministerium: 4 Rate der Ober rechn ungs- fomnicr 7 Vorsitzende Räte im Ministerium des Innern; 15 IreiSrätc 2 technische Mitglieder der Abteilung für Landwirt- sclia't Handel und Gewerbe; 1 Vortragender Rat (technisch-phar- inazeutischer) in der Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege, zugleich Lehrer an der Technischen Hochschule; 1 Vortragender «Veterinärheilkundiger) Rat in der Abteilung für öffentliche Ge­sundheitspflege, zugleich Landgestütsveterinärärzt; 1 Vortragen­der Rat int Ministerium der Justiz; 3 Oberstaatsanwälte; 12 Oberlandesgerichtsräte; 10 Direktoren der Landgerichte;

Aus Statt itnt Land.

Gießen, 18. Dezember 1912.

Zur Weihnachtszeit.

Zur Weihnachtszeit wünscht mancher, auch den Armen und Notleidenden Hilfe zu bringen. Wem es wirklich darum zu tun ist, der warte mit seinen Vorbereitungen dazu nicht bis zum letzten Augenblick, sondern überlege beizeiten den einzufchlagenden Weg. Viele Menschen wollen sich gern der notleidenden Mitbrüber annchmcn und sind opfer­bereit. T-a sie aber den Anfang immer wieder hinaus- sthieben, mangelt es ihnen schließlich wirklich an der Zeit, den guten Willen nun auch in die gute Tat umzufetzen. Sie sind durchaus nicht gleichgiltig, besitzen vielmehr recht viel warme Teilnahme; da aber die Zeit Flügel hat und gerade bei allem Beschäftigtscin vor Weihnachten gar zu schnell verstreicht, so ist das schöne Fest da, bevor nur an Einläufe oder an das Herrichten von nützlichen Gescheit ken für die Ferncrstehenden gedacht ward. Es ist baljer stets ratsam, recht frühzeitig mit all^n Vorbereitungen zu beginnen. Die freundliche Geberin wird ihre eigenen Weihnachtsgeschenke mit ungleich größerer Freude in Emp­fang nehmen, worin sie vorher des Herzens Güte offen­bar werden ließ. Dabei muß sie nicht vergessen, auf das empfindliche Gemüt des zu Beschenkenden Rücksicht zu neh­men. Vielleicht liegt ihm nicht so sehr an dem Geschenk selbst, als daß ihm Gelegenheit geboten wird, Geld zu verdienen, damit er seinerseits imstande ist, zu geben. Wird etwa einer armen Frau der Auftrag zuteil, irgend etwas für die Wohlhabendere zu nähen, so braucht sie keinerlei Almosen anzunehmen, sondern verdient durch ihren Fleiß die kleine Summe, deren sie zum Beschenken ihrer Kin­der bedarf.

Es gibt auch noch andere Wege, Freude zu bereiten und das Weihnachtsfest in diesem oder jenem Hause schöner zu gestalten. Da wartet z. B. der Nachbarsohn sehnsüch­tig auf eine Stelle. Durch ein unglückliches Zusammen treffen verschiedener Umstände ist er stellenlos geworden und inöchte am liebsten seinen in ärmlichen Verhältnissen lebenden Eltern die Last seines Unterhaltes fo^leid) wie­der abnehmen. Die Nachbarin hörte nun von einer guten Stelle, sie ging zu dem betreffenden Kaufherrn, legte ein empfehlendes Wort für den unter ihren Augen aufgewach- fenen jungen Menschen ein, und siehe da, sie kann den Nachbarn die Freudenbotschaft eines guten Ausgangs ihrer Bemühung überbringen. Sodann kann man die Aufmerk­samkeit voll Menschenfreunden aus bestimmte Personen rich­ten. Zwar muß man gewissermaßen für deren Bedürftig­keit, wie für ihr Wohlverhalten und die Glaubwürdigkeit bürgen, da die Reichen außerordentlich viel in Anspruch genommen und auch sehr oft getäuscht werden. Doch ge­schieht ein gutes Werk, wenn man sie auf bedrängte, be­drückte Menschen hinweist. Gibt es leider auch viele un­verschämte Arme, so doch wiederum sehr viele verschämte, deren Not häufig alle Begriffe übersteigt, und die sich trotzdem nicht an andere wenden mögen. Hier setzt die Menschenliebe ein und hilft durch Rat und Tat.

Vielleicht kommt gerade ein von warmer Teilnahme und von Verständnis zeugender Rat dem in Not Befind­lichen wie ein Geschenk vor. Vielleicht bedarf es nur eines Besuches, um Freude hervorzurufen. Ter Einsame sehnt sich nach einer Aussprache, der Kranke nach Trost und Aufheiterung. Seien wir doch nur nicht selbstsüchtig, son­dern öffnen wir die Augen für alles Elend, das sich alltäg­lich in immer neuer Form zeigt, irnd die Ohren für den Notschrei, oer aus der Tiefe des bekümmerten Herzens heraufquillt.

»

** Hessen in Pommern. Aus Stettin wird uns geschrieben: Es ist eine weite Wegstrecke vom Chattengau ;is zum pommerschen Tieflanv von den sanften Hüg ln und dunklen, verträumten Wäldern Hessens bis zur pom- merschen Wasserkante. Und doch haben sich Hessen Kasseläner", Söhne Nassaus undDarmstäd­ter in Pommerns Hauptstadt zahlreich genug ange- iedelt, um einen landsmannschaftlichen Zu- ammenschluß zu begründen, denH e s s e n b u n b", >er kürzlich feine zweite vorbereitende Sitzung in der Hütte"' abhielt. Trinkfroh waren ja die lebhaften Chatten immer, sind es noch jetzt. Das merkte man auch an tiefem Abend wieder. Und die muntere, harmlose Ge- elligkeit ist eine ihrer schönsten Tugenden. Sie schuf auch am zweiten Bundesabend bald genug die echte, fröhliche Heimatstimmung. Man kennt sich im Hessenland, denn es ist ja nickt allzugrvß, und hält dort noch etwas auf Fa­milientradition und auf Heimatsliebe. Die will der neu­gegründeteHessenbund" auch, hier oben im Pommernland islegen. Und vielleicht gelingt es dieser landsmannschaft- ichen Bereinigung sogar, künftig einmal über ihren jetzt natürlich noch engen Zirkel hinaus Interesse an hessischer Frohlebigkeit, hessischem Gemütsleben, hessischer Sprache und Dichtung hier in Stettin zu wecken. Die ersten Ansätze sind da und sie sind vielversprechend.

5 Amtsgcrichtsdirektoren; 19 Vortragende Räte im Ministerium der Finanzen; 1 Erster Direktor der Hauptstaatskassc; 1 Direk­tor der Staatsschuldenkasse.

Gehaltsklassc Nr. 75 (7600 Mk.): 1 Direktor des ObcrvcrsicherungSamts; 4 Direktoren der Landes-Heil- und Pflege­anstalten: 1 Direktor der Zellcnstrasanstalt; 1 Badcdireltor in Bad Nauheim.

Gehaltsklasse N r. 7 6 (7900 Mk.): 1 Vorstand der landwirtschaftlichen Versuchsstation.

Gehalts kl ässe Nr. 7 7 (77009300 Mk): 3 Provin- zialdircktoren: 1 Gencralstaatsanwalt: 1 Senalspräsidcnt des Oberlandesgericksts: 3 Präsidenten der Landgerichte.

GehaltSklasscNr. 78 (78009800 Mk. : Räte in den Ministerien ,Geh. Staatsräte, Ministerialräte«, im Staatsmini­sterium: 4 im Ministerium des Innern; 2 im Ministerium der Justiz: 4 im Ministerium der Finanzen: 1 Kabincttsvorstand.

Gehaltsklasse N r 79 (9800 Mk): 1 Präsident der Oberrechnungskammer; 1 Präsident des Verwaltungsgcrichtshofs; 1 Präsident des Oberlandesgerichts.

Gehaltsklasse Nr. 80 (10500 Mk): 1 Gesandter in Berlin.

Gehaltsklasse N r. 81 12000 Mk : 3 Ministerial Vorstände (Minister, Ministerpräsidenten, Ministerialdirektoren^.

Kreis Alsfeld.

w. Alsfeld, 17. Dez. Stad t vo rst a nd s si tzuug. Anwesend: Bürgermeister Dr. Bölsing als Vorsitzender, Beigeordneter Weitz und 11 Stadtvorstands Mitglieder Nack) Fertigstellung der neuen Volksschule stellte sich heraus, daß die Heizungsanlage nicht funktionierte. Ver­schiedene Räume, z. B. der Singsaal konnten nicht erwärmt werden, da kein Dampf in die dort aufg.'stellten Heizkörper gelangen konnte. Man war nach näherer Untersuchung und Prüfung durch Sachverständige zu der übereinstimmen­den Ueberzeugung gekommen, daß der Mißstand lediglich auf nicht genügende Tieflegung znrückzuführen sei. Ties trifft auch tatsächlich zu. Tie Kesselsohle war in dem für die Kesselanlage ursprünglich vorg f .{jenen Programm um 80 Ztm. tiefer, als in Wirklichkeit ausaeführt wurde, vor­gesehen. Man hatte jedoch mit Rücksicht auf das vor­handene Grundwasser davon abgesehen, die Kessel so tief einzubauen und erhoffte auch so eine ordnungsmäßige Zir­kulation, was sich jetzt als mißlungen herausgestellt hat. Nach langwierigen Verhandlungen mit der ausführenden Firma unterbreitete nun heute der Banausschuß den Vor­schlag, die Kessel im Heizraum etwa 85 Ztm. tiefer zu setzen; die eigentlichen Bauarbeiten hierzu einschl. Ent­wässerung werden von der Stadt auf eigene Kosten aus­geführt. Das Abmontieren, Tiefersetzen und Wieder­anschließen der Kessel einschl. aller hierzu erforderlichen Montageteile und Arbeiten übernimmt die Firma auf ihre Kosten. Der darüber vorgelegte Voranschlag in Höhe von 1100 Mark wurde genehmigt. Die Firma Karl Zindel Ww. von Wiesbaden, der die Ausführung verschiedener Bau­werke an der zu errichtenden Nebenbahn linie Als­feld-Niederaula in der Nähe Msfelds übertragen worden ist, beabsichtigt, eine Betonmisckvnaschine, Stein­brecher usw. mit elektrischem Betriebe anzulegen und hat uni Abgabe von elektrischer Energie nachgesucht. Der Elek­trizitätswerks-Ausschuß hat hierauf einen Vertrag vor­gelegt, in dem die Fragen bezügl. Herstellung einer be­sonderen Leitung, Verzinsung der Herstellungskost, n, die Mindestabnahme an Strom und noch verschi bene Gesichts­punkte klargelegt sind; ber Vertrag wirb mit einigen be­schlossenen Abänberimgen genehm gt. Man rechnet mit einer ansehnlichen Einnahme für die Stadt. Verschiedene von dem landw. Ausschuß vollzogene Gmnbstücksaniäufe und Verpachtungen wurden genehmigt. Weiter wurde ber Anschluß bes ftäbt. Elektrizitätswerkes an bie Hochdruck- Wasserleitung beschlossen, damit man bei Wassermangel, Undichtigkeit ber alten Leitung usw. nicht der Gefahr aus­gesetzt ist, einmal ohne Wasser zu sein, was eine wesent­liche Störung bes Betriebs, besonders ber Lichterzeugung, bebeuten würbe. Hierbei wurde noch bie Frage aufge­worfen, wie man auf zweckmäßigste und billigste Weise eine stänbige Verbindung des Hoch- mit dem Niederdruck- behälter ausführen könne, da der jetzige Zustand nicht vor­teilhaft ist. Die Angelegenheit wurde dem Wasserwerks­ausschuß überwiesen. In einer gegen bie Stabt an­gestrengten Klage wird bie Bürgermeisterei zur Führung bes Rechtsstreites ermächt gt. In nichicsfent icher Si' ung wurde ber Gastwirt Philipp Strauch ais Wiegemeister- Stellvertreter angenommen. In ber Angelegenheit ber Bahnhosserweiterung Als selb werden zurzeit'von der Eisen­bahnbirektion Frankfurt verschiebene Projekte, darunter eines mit einer Unterführung, ausgearbeitet, bie demnächst zur Vorlage kommen. Die Strecke Alsfelb Groß- Fe l b o Ehringshausen, auf ber ein Auto-Omnibus- V er kehr errichtet werden soll, würbe von ber Firma I. C. Ostheim von Marburg, die ben Betrieb zu übernehmen ge- bachte, probeweise abgefahren. Ein Beschluß ist bis jetzt von ben beteiligten Gemeinben nnb von Ostheim nicht gefaßt worben.

Markte.

O Laubach, 17. De;. Heute wurde hier der WeihnachtS- in n r f t nbaebalteu. Beflünsliat von auler Witteruua, brachte er einen zahlreichen Besuch aus den umlieaeudeu Ortschatteu. Aus dem Blarktvlatz war eine größere Anzahl Verkaussbude» anfaeftefil, die recht ante Keschä'te machten. Besonders zahlreichen Verkehr brachte der Markt den hiesigen Geschäkteu, bei denen die Kauilustigen nam qntem Einkauf mit Kaffee beivirtet wurden.

fc. Frankfurt a. M., 17. Dez. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 9 Waqen Heti, 0 Waaeu Stroh. Bezahlt wurde für reu 3,1"3,10 Mk., Stroh (Kornlanaßroh) 0.0<» 0.00 Mk* Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles sur 50 Kilo. Geschäft ruhig Die Zufuhren waren aus Lcerhessen und aus den Kreisen Dieburg und pauau.

kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Die Bibelstunde im Markussaal fällt diesen Donnerstag auS.

Billig ist schlecht!" ist ein Warnungsruf für Käufe, von Lederklubsesseln. Mrgends ist er mehr berechn tigt, als bei diesem Vertrauensartikel. Man soll nur da kaufen, wo volle Garantie für beste innere Arbeit und nach» weisbare Verarbeitung echter ungespaltener Kernleber ge* boten werben. In eignen Werkstätten nach Ausprobierimg ber geeigneten Paßform, vor dem Ueberziehen gefertigte Klubmöbel empfiehlt zu reellen Preisen Hofmöbelfabrik Th. Brück, Gietzen, Ecke Schloßgasse, Brandplatz, Kanzleiberg.

NB. Mehrere Modelle sinb in meinen 10 Schaufenstern ausgestellt. aso/tt

fcfüiShwe führt viele Menschen die tägliche 'Berufsarbeit Don der Straße bringen Sie die Erkältung heim, die Ihnen so lästig ist. Die Berufsarbeit auf der Straße erfordert ein Dorbeugungs- und Linden ungsmittel für Heiserkeit, Katarrh und Küsten, und das find die attbekanntenWybert-Tabletten

die in allen Apotheken und Drogerien pro Schachtel 1 Mark kosten. Nieder» lagen in Gießen: Pelikan-Apotheke u. Löwen-Drogerie. [ss*7lt