Ausgabe 
28.8.1912 Zweites Blatt
 
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162. Jahrgang

nr. 202

Zweites Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

und 6ieinönidereu

Untverfiid<6

LieOiehener ZaNiIiendlätter" werden dem gHnifiqtr* viermal wöchentlich beigelegt, da» Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit, fragen" erscheinen nwnatlrch zweimal.

vernommen werden soll.

Auch im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde das persönliche Verhalten des Hauptmann» Kamler scharf unter die Luve genommen. Hauptmann Ramler selbst erkläre als Zeuge, daß et sich kemesweges geistig krank fühle, mußte jedoch -»geben, daß er infolge einer schweren Kopfverletzung durch ein Pferd eine leicht erregbare Natur habe. Tie sich sehr lang und uninleresiant hingehenden Verhandlungen werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Von dem Ergebnis werden wir Mitteilung machen.

chwarzburarr Volk vor der einseitigen Klassenherrschaft der orialdemokratie zu bewahren . . .

eende allgemeine nnrtiajaiiuajc sronjunnut uic « u u j »- vv . Bevölkerung und damit die Nachfrage nach Fleisch hoher effl früher gehalten hat. Ties ist ein sehr crfreuliävs Ergebnis der Wirtschaftspolitik, gleichzeitig auch das sicherste Mittel für

politische Lagesschau.

Die Denkschrift dr8 NeichSschatzamtS über die Befitzsteuer- vorschlage

Zur Zleilchteuerunq.

DieNordd. Allgem Ztg." schreibt in einem weiteren, nit reichlichem statistischen Material ausgestatteten Artikel

25. Deutscher Zentralverbandrtag für handel und Gewerbe.

-s Hannover, 27. August.

die Rückkehr zu normalen Viehpreisen.

Tic günstige diesi ädrige Rauhfutterernt e und die Aussichten aus gute Hacksruch ternte bieten, so schließt die offiziöse MiSlassung, die Gewahr, daß die Landwirt,chatt alle Kräfte anspannen wird, die ungünstige Einwirkung des | Wahres 1911 aus die Viehhaltung zu beseitigen, xic starke und rasche Vermehrungsfähigkeit der Schwcincproduktion gestattet an- | geiichts der diesjährigen guten Ernte die Hoffnung au, eine » nicht allzu lang hinausgeschobene Rückkehr zu niedrige- I ren Preisen.

Mittwoch, 28. August 1912

Rotationsdruck und Verlag der Br übliche«

Wasserdichte Wagendecken

Ludwig Lazarus, Asterweg 53. Fernsprecher 505. *727

jjd) Die starke Ausbreitung der Maul- und Zblauenseuche und die DZifiemle von 1911 verteuerten die eigentliche Vlehmast so ge- Haltig, daß sie entweder eingeschränkt werden mutzte ober nur P l"i gesteigerten Diehpreiscn noch möglich war. .In geftagertem Viehangebol fehlte es dennoch nicht, die Vermehrung der Vieh- i t altung sand noch weiter statt, neben der Vermehrung der Schweine­haltung vergrötzerte sich auch der Rinderbestand noch.

Die Steigerung der Schlachtviehpreise fei darauf

Da» in erwartende päpstliche Aundschrc btn über die Streitigkeiten i m katholischen Deutschland wird nach den Ankündigungen derKölner Korrespondenz" sehr weilumsassend sein:

Wir hatten kürzlich eine uns zugegangene Mitteilung tvieber- gegeben, wonachem päpstliches Rundschriit^n über biegst reit tfl ketten tm katboli'chen Deutschland in Vordere,mng" sei. zieMol- nn'che Volks.ettung" 728, 18 August läßt sich demgegenüber

von ihrem römischen M Mappcnbcrg ♦Slorrciponbcnten milicilcn, er erfahrevon autorisierter Seite", datz unsereAnkündigung" eines päpstlichen Rundschreibens in her Gcivcrkschaitssragc vollständig

erfunden ist". Datz diese komisckwRichtigstellung" vonauton' sierter Seite" berüamml, brauchte diesVöln Bolksztg." Nicht eigens hervorzuheben, denn alle Welt weiß, datz daS Blatt nur mit autorisierten und bochangesedenen Seiten zu tun hat. Wir bitten dieKöln Volksztg", etwas genauer aus umerc Worte, gut abzuwägen pflegen, achten zu wollen. Wir haben

Heute vormittag wurden die Verhandlungen des Deutschen Zentralvcrbanbs für Handel und Gewerbe fortgesetzt. Zunächst sprach Kaufmann Bauer (Hamburg) über c Neuerung der Sonsumvereine-und Siltalgei chäst e' .Grbe­tonte daß durch die Errichtung von unzähligen Verkauts,teilen seitens des Zentralvereins der deutschen Komumvereinc und der Hamburger Grotzemkaussgenossenschatt der Stand der mutieren und kleineren Kaufleute eingeschränkt werde, zie organinerten stwnsumvereme bilden einen Staat _ im -Staate unb geiahrben diesen. Es sei nickt zu verstehen, datz der ^rtaillutenverband ^ick nickt der besonderen staatlichen Fürsorge erfreuen könne, xer» Vortragende beantragte Johann, daß die stomumvereine zu einer l stärkeren Besteuerung herangezogeti werden und zwar bei Umsätzen dis zu 1 Million Mark mit 1 Pro;., bei 20 Millionen mit 4 Pro; und bei mehr als 20 Millionen mit 5 Proz.: ferner mürbe eine progressiv steigende Steuer für alle Filialgeschähe gefordert.

Rach einer kurzen Aussprache wurde der Antrag dem Vor­stand überwiesen, der diesen weiter prüfen soll.

Sandau ist Magdeburg besprach dieBekämpfung der Darenvereme nach Magdeburger Art undder ^e r sand ge schäfte". In der von ihm oorgelegten Ent- ickließung wurden die Darenvereine nach Magdeburger Art als eine Gefahr für den gesamten Kleinhandel bezeichnet und der Vor­stand erfuckt, sie mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu be­kämpfen, daneben aber auch den .stampf gegen die Versandgeichätte wieder aufzunehmen. Die Entschließung tanb einitunmige An­nahme.

Eine Erleichterung in der Entwöhnung der Säogliuge, be- sonder» im Sommer, wo eine gröbere :'ieiaung zu Durchfällen besteht, bietet die als veidauungsregelnd bekannteRufete ".Qinbernahv ima, die her Kuhmilch zugefevi, biefe leichter verdaulich macht und so einen ranoncUen Uebergang zur festen Nahrung bildet.Sufcfc*' hat einen hoben Nährwert, regt den Avoetil an, wirkt muökel- u. knochenbildend und ist billig im Gebrauche.h-.-y.

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Lolttä" 300000 Lose IM.L- | TiMOerianiimWtrti'.l'l 100001

Gewinne im Werte "* ' I 30000 10000 5000

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für OberHejjen

9L Lange, Gießen.

Redaktion, Grpcbihon und Druckerei: kcknl- straße 7. Eroedttion und Verlag: ->1.

Redaktion:e-^Sl 12. rell-Adr-Anzeiger Gießen-

Lin militärischer ScleidigungsprozcH.

~ Ratibor, 27. August.

Die umfangreiche DerHandlimg in dem Beleibigungsprozeß gegen den AmtSiichlei und Leutnant der Laudtvehr £>crmaim Rmttel betrifft eine Angelegenheit, die in dem oberfchlcstifcheu Städtchen Rnbuik feinerzeit einige Erregung venirfacht hat. Ter Angeklagte halle sich ui htruovragenbev Wctfe bei den letzten Landtagsivah »n und den Wahlen zum katholtichen Kirchenvorsland und zwar für die Ein'gungtzkandidalen des Zentrums und der polnischen Parte, beteiligt, unö war kurze Zeit darauf zu den Offizieren der Landwehr zweiten Aufgebots versetzt

worden. Knittel war nun der Ansicht, daß diese Rückversetzung auf Machinationen seiner vorgesetzten militärischen Behördeznruckzuf Uhren ei und griff diese in verschiedenen Eingaben an ben Ha Jet und den preußischen Kriegsminister in scharfer Weise an. Angriffe bilden den Gegenstand der gegenwärtigen Verhandlung. Zu der Verhandlung sind 36 Zeugen und zwei ärztliche sachverständige aeladen. In Beginn der Verhandlung beantragte der Staatsanwalt den Ausschluß der Oeiientlichkeit, daS Gericht lehnte ,edoch den Antrag ab, behielt sich aber ben zestivelsen Ausschluß bet Ceffeiitlid)feit vor. _ .

Au. der Vernehmung deS Angeklagten ergab sich, datz seine Haltung bei der erwähnten Landtags- und Kirchenreahl in reellen Kreisen Unwillen hervorgerufen habe, doch will der Angeklagte persönlich von abfälligen Aeußernngen nichts gehört Haden. Amis- nchter Knittel wnrbe späterhin auch in ben Kirchenvorstand gewählt, dein guck em Ralionalpole angehörte und nahm die Wahl an, .voran aber der BezirkSoisizier, Hauptmann Kamler, Anstoß nahm. Rach der KirchenvorstandSwahl wurde Knittel zur Land­wehr versetzt. Anfangs Januar 1909 wollte Knittel vom Bczirlskommandeur den Grund dieser Versetzung erfahren und dabei wurde ihm bedeutet, daß diese m ..

auf Grund einer dlenstlichen Meldung gegen ihn erfolgt sei. Er erbat sich nun Abschrift des Schriftsatzes, der zu seiner Versetzung gesührt halte. Er erhielt auch eine solche Abschrift, er behauptet aber, daß darin der in der Meldung enthaltene Vorwurf der Wahlschlepperei und der mangelnden KönigStreue fehle. Knittel beantragte gegen sich selbst die Einleitung eines ehrengerichtlichen Verfahrens, das aber abgelehnt wurde; auch ein Gesuch Knittels an ben Kaiser, sowie ein solches an ben Divisionskommandeur hatten keinen Erfolg. Nachdem auch die Ablehnung emeS ehrengertchtlichen Versahrens gegen Hauptmann Kainler erfolgt war, beantragte Knittel ein Verfahren gegen Major v. Viedinghoss in Rybmk. Ta er auch hier ben von ihm gewünschten Erfolg nicht erwarten burfte, richtete er eine Eingabe an ben NnegSniinister, in welcher er um Schuh bat, den Haupt- NUMN Kainler ah geistesschwach, bösartig und heimtückisch be­zeichnete unb behauptete, btS zum Divisionskommandeur hinaus fei gegen ihn mit Lügen gearbeitet roorben.

3n der Verhandlung äußerte sich AintSrichter Knittel dahin, er müsse in dem Verfahren gegen Vtedinghoff ein direktes Zerrbild erblicken, da es darauf abgesehen gewesen sei, daß dem Bezirks- kommandcur nichts geschehe. Nach Vernehmung einiger Zeugen wurde Knappschaftsarzt Tr. E ch ö n aus Rybnik vernommen, der Knittel die Annahme der Wahl in den Kirchenvorstand empfohlen hatte. Er hatte den Eindruck, als ob bei dem ehrengerichtlichen Verfahren gegen Knittel bei den Richtern eine Voreingenom­menheit gegen letzteren bestanden habe.

Hierauf wurde die Oesseutlichkeit ausgeschlossen, da Tr. Schön über den Geisteszustand des Hauptmanns Ramler

Magdeburg» sprach über ba« Tbcma Wie ist bet Detailhandel am gerechtesten zu besteuern ' Lr bezeichn eie ms Gegner des Älnnbanbelo nuU allein die Konsumvereine und Warenhäuser, sondern auch bu Waren vereine nach Magdeburgs Art. die infolge ibrrr gewaltigen ReName und der von iWin gewährten hoben Rabatte für den »leinbanbel stoch geiabrliacr erfdein.n als die Warendauier. Eine v'lfe hingegen könne^nur her Staat durch Ersetze scharfen, nn-ldv alle detrticke stmettrch gereck t umfassen und feine Umgebung .zulasten, b b. durch eine direkte Besteuerung des Umsa^ im »letithanM tragende mackste hierzu eine^ Reihe von )8oiid)ldgrTi undwilug eine befummle Steuer als skala vor. Bezüglich M beimlichen Warenhandels verlangte er feste steuer,atze uitt>,ckÄo« mil der Forderung, baldigst eine direkte Besteuerung des llmfatzes tm Kleinhandel voruinebmcn . .. .

Kleinschmidt Verdenl sprach über iav Novvend,gkc,t der Einführung eines Befähigungsnachweises für den Slaufmannsbcrui '. Er stellte eine Reib'- von ,vorbmingm auf, die ein Mindestmatz von Kenntnissen beim Eintritt in die Xctiri, besuch einer Handelsschule während der Lehre. Beftedeii Prüfung, eine mindestens »jährige Etzl l enzeit. den Aackxveis luni 1 inreid>enben Mennmiiiai in Bucknihrung. Handels- und titeleKai.,mann', mit dem Rcckiie der Lehrlingsausbildung verlangen xv Vngammlung stimmte diesen Ausführungen zu: ber Vorstand wurde um nähert Ausarbeitung ersucht . .

C'in Antrag Kramer sHannoverl verlangt eine reichSgeietz- lidx? Bestimmung, durch welckre die Vermengung vonge- röftetem Bohnenkaffee Mit K affeeersatzstosfen verboten wird. Ter Antrag wurde angenommen.

Svndikus Dr. Rocke «Hamwverl rickstete einen Appell an die Anwesenden, sich an der iH u g ' P e n d e als J r ® » c nationalen Sache, die auch lur die Wirtfchattspolitik von eminenter Bedeutung sei, zu beteiligen.

Rach einem Vortrag von Schul» (Errufen) über dieStel­lungnahme gegen die Erhöhung des Pc t r o l e u m pre i fit wurden die Wahlen vorgenommen und beschlossen, den nächsten Verbandstag in Leipzig abiuhalten

Kampfzeiten in Schwarzbnrg-Rudolstadt.

Bei ber Geburtstagsfeier für den Lundesfürsten hat der schwarzburg-rudolstädtische Minister v. der Recke fo! gcnde Ansprache gehalten:

Ter heutige Geburtstag unseres Fürsten steht unter dem Zeichen ber politisch ernsten Zeit, die für umer Land bcreingebwchen ist. In kaum 14 Tagen wird der aus der Neuwahl ^^rnu WialbemDfratifdter Mehrheit hervorgegangene Land^g zusannnen^ treten und seine Beschlüsse über das, Wohl und Weh. des innen. Ernste Sorge laitetjnn bem Kurilen und aus allen treuen Untertanen, und diese sorge wirtt ihre schatten auck in unsere heutige Feier Mer wir wollen als ernste, unterer vaterländifcksen Pflichten bewutztc fDlann« treu zu um crem pursten stehen unb ihn mit allen Kräften im Kämps gegen den Umsturz unterstützen. Mögen fick alle treuge1mnten, Staatsbürger unter Zurückstellung aller kleinlichen Interessen zusammennndenin der ernsten Arbeit um das Wohl des Landes.und aller stiner BaoowTr Möge Otott unferm Fürsten ln der ernsten Zeit Anundhert, Kran und weisen Rat verleihet, auf daß es chm gdingt-n möge, das

Märkte.

fe. Frankfurt a. M., 27. Aug. Heu- und Strobmarkt. Angefahreii waren 1 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für ven 3,200,00 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 2.10-0.00 Mk, Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles für 50 RUo. Geschäft mittel­mäßig- Tie Zufuhren waren aus ben Kreisen Hanau und Sieburg.

Verantwortlich curath.

21ntrdcn

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gift ...... ___________ _____

gleiche Berechnung für 1912 zeigt weitere Zunahme . Ä« ?i'ft fmb toÄ L 4 TnSeÄ&Ät

I qer Zähre des vorigen Zadrhunderts säst ununterbrochen d«" -f/u J9?aT S^d r aVe °u n b "nVb c n

m.sgegangen, bei fallenden Viehpreisen aber nur zögernd und g r ets en a lS d e <S-6)a.1 t» r a r e und neoe

Tic Vicherzeugung ut immer kosttvicligcr gcmorbcn. berüI)rt unb für bic Äirriic 9on weittragendster Bedeutung ilt! 2ic sozialen Lasten, ^hnnogcrungcn^ ^^mangel unb tnclcd x ro er U rf) a 11 d f rag c hat übrigens der Münchener

enbere zwmgcn den Landwirt, lein schlackstrneh ü.J itunzius selber ein päpstliches Rundschreiben angekündigt! xie

tterlen Tab die Behauptungen Fleischer über <töln Bol^ug." aber behauptet, der Papst werde m die wich­et und Viehmangel von der polmschen r<re,se für t^ftai religiösen Fragen Deutschlands nicht eingreisen.

tnecke ausgenommen und ausgebeutet wurden, trug ua>cr auaj ,

nu bei, daß bic Biehpreisc immer mehr anzogen, denn erst

tnblrd) wurde dem Landwirt klar gnnadit, baß fnn V,eh b e Zum 31. ? kutschen Znristentaae in 2 ien

p ehrte Ware sei und er dabei mehr als bisher aut ben ^cc Anfang September stattfindet, hat dieDcutsckse Zu- SreiS halten könne. Eine weitere Folge de^ höheren preise risten-Zeitung" in Berlin eine umfangreiche Fe st n um- s,ar die Vermehrung insbesondere ber S ch we in eh al-1 m e r herau.>geaebcn. Der Festnummer ist ein Gedenkwort tung , die zeittoeisc eine UcbcnüUung der Markte mit Schweinen Tchristleiters Dr. jur. Ctto Liebmann voraus-

"ch"'V°>?bu'lH7ü Schw^7°N?7sch- -bei o fahren eerfammdt sich in Oesterreichs H-Up.stadt zum

trot-hnu in den Großstädten niemand etwas. Tie lanb- ^nxiten Male die deutsch-österrnchifckst Jurtstenwelt. ^n i'rtschastliche Erzeugung ist abhängig von einer Reihe von nn- dieser Zeit sind in der Geschiäste beider Volker große Um- kcinfhifibaren Umstanden, so von dem Ausfall der Futterernte, wälzungen zu verzeichnen gewesen, troßalledem hat un­gewisse Schwankungen in der Viehhaltung sind daher unvermetd- trennbare Freundschaft beide Völker jetzt zusammengetuhrt lid> Die starke Ausbreitung der Maul und Miauen)cudic unb dic^ tlnversiegbar für alle Zeiten ist der Quell der Wisseniclmst, aus dem die Rechtswissenschasl beider Staaten gemeinsam dauernd schöpft. Große Hoffnungen werden an den dies­jährigen Wiener Juristentag gelnüpft, die Beteiligung scheint stärker zu werden als in den letzten Jahren Zur Begrüßung der deutschen Juristen plant Wien große Feste. In einer Reihe qeschlossener, aber innerlich zusammen-

_. n < *_______ ....k x;.. nnrfi höherI Rechtsgeschichte, der Rechtspolitrk und Gesetzgebung beider

Länder auf den wichtigsten Gebieten untersucht unb dar­gelegt In einem zweiten Teile der Festnummer wird zu den Fragen Stellung genommen, mit denen sich der Ju° risteutag beschäftigen wird, in der Hauptsache tragen die Beiträge österreichischen Charakter. .

Einen Artikel zur Begrüßung der deutschen Gäste tn Wien widmete der Präsident des Wiener Reichsgerichts, Wirkt. Geheimerat Dr. Joseph Unger. Er bedauert zwar die staatliche Souderstelluiig beider Länder, hebt aber Iservor, daß Deutsch-Qesterreich ein Glied der deutschen Shilturnation geblieben ist und als solches fühlt. Die geistigen Fäden fliegen herüber unb hinüber. Das ßc- Idankensckttvere deutsche Bürgerliche Gesetzbuch übt eine starke nicht immer unbebentiidje Suggestivkraft auf die Theorie und selbst auf die Praxis in Oesterreich aus. Die mit Meisterhand konzipierte österreichische Zivilprozeßord­nung wird in Deutschland vielfach als Muster und Vor­bild hingestellt. Aus dem Gebiete der Strafrechtsgesetz, qebung herrscht ein heilsamer Wetteifer zwischen den beiden Reichen In der Sozialpolitik ist Deutschland unter dem Banner der Humanität in ruhmvoller Weise allen Rationen vorangegangen, and) Oesterreich folgt, wenngleich lang­samen Schrittes. Der Autor wünscht, daß der Juristentag das deutsche 0>efühl stärke und den Mut erhöhe zur Älbwehr der Angriffe auf die historische Stellung des deutsd-en Volksstammes in Oesterreich.

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GeoÄ-

Frage der Fleischversorgung folgendes:

Die Viehteuerung sei unbestreitbar, diese aber aus un- prnügenbe Leistungsfähigkeit ber deutschen Landwirtschaft zurück- ^führen unb Abhilfe nur in erweiterter Grenzet' nung unb Ci siichterung ber Fleischeinsuhr zu erblicken, sei unbcrecfciigt. ,,iic zahlen über die Schlachtungen in Deutschland» beweisen 4'iel ntbr, baß bic Landwirtschaft trotz allerschoerster Sckid i gung ber Biehzucku durch die Mißernte des Jahres 1911 in I allen, als Viehfutter in Betracht kommenden Früchten und trotz ungeheurer Verluste durch die Maul - unb Klauenseuche doch mehr i Schlachtvieh auf ben Markt brachte, als im or­te. Rach Feststellung bes kaiserlichen Gesundheitsamts ifj zum Verbrauch verfügbar gewesene F l e i \ d>o o r r a t noch 2,2 Mill Kilogramm größer gewesen, als 1910, unb die

/tHrb, so schreibt man uns aus Berlin, zwar demnächst ausgearbeitet werden, es ist aber beabsidttigt, diese Denk-1 schrifr dem Bundesrat erst im Dozember vorzulegen nach­dem mit den Parteien des Reichstags noch Verhandlungen gepflogen sein werden. Diese Denkschrift wird mehrere Vorschläge über Besitzsteuern enthalten. Von ihrer Aui- nalmie hängt es ab, für welche Art von Besitzsteuern sich die Riüchsregierung schließlich für ihre Novelle entscheiden wird, denn dem Bundesrate kann selbswerüandlich nur ein einziges Projekt vorgelegt werden. Da die Finanzen des Reiches gut sind, drängt die Entscheidung in dieser Frage nickst so. Es würde genügen, wenn die Novelle im Reichstage bis Ostern vorliegt, sie^nach Ostern er nein «u?- schuß übemnefen und endgültig erst im Winter 1913/14 bom lieicktStaq verabschiedet wird Rechnerisch kann ste erst mit bem Haushaltsjahre 1914 15 in Betracht kommen Vielleicht bewegt sich die Finanzlage in weiter steigender Linie, ,o datz die Novelle nur in geringerem Maße als ursprünglich deab sichtiat zu den Mehr au fweii düngen infolge der tzeeres- oerstarkung beizutragen hätte.