Drittes Blatt
162. Jahrgang
Nr. 249
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.
Lie „fiebtner ZmnNienblätter" werden dein .Anzeiger' viennal wöchentlich beiqelcgt, das „Hretsblatt für Len Kreis Ziehen" zwennal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fiagen" erscheinen ntonallid) zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oderhessen
Dienstag, 22. Moder 1912
Rotationsdruck und 93erlag der Brübl'fchen UniversttälS • Buch- und 6tei»bntderei.
R. Lange, Vießen.
Redaktion, Expedition und Tnickerei: Schul- ftrane 7. Expedition und Verlag: 51.
Redakticn:^E11S.Tel..AdruAnjeigerDlepen.
Ermittelungen.
Ball • Handschuhe, Strümpfe A. Salomon & Cie.
Verl antlung war ein der beutfdxn Hprache rufung hatte Erfolg, Strafe von 6 Wochen
Aus Statt und Santo
(v> tc : en, 22. Cftobcr 1912.
** Justizpersonalien Ter Großherzog hat den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Oppenheim, Amtsgerichts rqt Tr. Karl Gebhard, ,>um Notar mit dem Amtssitz in Gau-Algesheim, den Notar mit dem Amtssitz in Pfeddersheim, Dr. Philipp Adam Gärtner, zum Notar mit dem Amtssitz in Bingen al - Nachfolger des Notars Justiz rats Dr. Sieglitz, den Rechtsanwalt Wilh. Schott in Sü- hofen zum Notar mit dem Amtssitz in Pfeddersheim als Nachfolger des Notars Dr Gärtner, den Gerichtsassessor Herrn, von Bechtold aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Oppenheim ernannt, den Oberlcuides- gerichtssekretär bei dem. Odcrlandesgericht, Justizrat Otto
ummi-Gchuye^ Sßkhi/ efogcuit'hatißaf'!
<ßcriditsfaaL
Berlin, 19. Olt. Im Prozeß gegen die Animierbankicrs Mackensen und Scholz, der seit mehreren Tagen die vierte Strailammer des Berliner Landgerichts I beschäftigte, wurde heute nachmittag das Urteil verkündet. Tie Angeklagten wurden zu fünf Jahren Gefängnis und 3000 Mark Geld träfe unter Anrechnung von seck)s Monaten der erlittenen Untersuchungshaft verurteilt.
<s t r a b b ii r g , 19. Oft. Vor der hiesigen Strafkammer ivurden geflern die Inhaber von spanischen ffieinftnbeit, Vincente (Sufi aus EantallopS und Miquel Battle aus Ptas - cnvnau e, die ihren spanischen W e i n mit nahezu '/, Wasser verschnitten und giitc Geschälte gemacht hatten, ivcaen Wein- sä l sch u ng der erste zu buuo, der zweite zu 1500 Mk. iinb oiiBCtoein icber noch wegen Beseitigung von Geschällspapieren zu je IO»' Mk. Geldslrake vevnvteilt.
Aftniol-Älsthma-Pttlver übertrifft 2lile.
Dies sind die Worte des Ingenieur W Langenkämoer in Queiden- bach bei Vnnbfmhl, welcher dieses Pulver schon seit Atucl Jahren brauchi. sowohl in BeAua mii Wirtung als auch in der Entwickelung eine-- niftfreien Rauches. Um Jedermann Gelegenheit au geben, Anniol Pulver v- probieren, versendet das .Hauvt-Tepot, Engel- 'jlvotbefc, Frankfurt a. M., Gratis Muster franko. Preis der gronen Blechdose M. 2.50, in Apotheken erhältlich. Atan achte auf )ic 2riuiBinarke ^Aitmol^. D2
Aussetzung der Verhandlung
zwecks Anstellung weiler.r Ermittelungen erfolgte in der Strai» fadx* gegen I. B. von Sck.otten wegen Vergehens gegen das Vieh seuchengefetz. Der AugeUagtc ist in erster Instanz von dem Sck)öffengericht Schotten freigefprochen worden.
Wegen Zechprellerei
stand der vielfach vorbesttaste Schreiner I. K. SX. von Vilbel unter Anklage. Er soll sich in Mücke als Versicherungsagent aus- gegeben, bei dem Wirt 3d), eingemietet und von dort mit »intcr- fassung einer Zeckischuld von 11 Mark Heimlich entfernt Haben. Das Gericw erachtete den Sachverhalt für nicht genügend geklart und beauftragte die Staatsanwaltschaft mit Vornahme lvcitercr
haft anredniete. Im aufredjt erhalten.
Die Großbanken zur Börsen- und Wirts aftüage.
Der Wochenbericht der Deutscheil Bank führt aus, das; große Posten von Wertpapieren, welche die Virwoche infolge politischer Besorgnisse im Werte herabgesetzt ljattc, von einer vermögendem Käuferschicht ausgenommen worden seien, die der ermäßigte Kursstand und die bc- rulstgtere Auffassung der politischen Lage angezogen habe. Zum nui't geringen Teile sei diese EnttoieNung der Dinge Der bedeutsamen Rede Kiderlen-Wächters zu sanken, die man sich in nächster Zeit noch manchmal werde in Erinnerung rufen müssen, denn bis zur Beendigung der gegenwärtigen Balkanwirren dürste wo. I noch manche beunrul gende Sensationsnachricht aus die Nerven der Börse wirken. Es märe daher auch recht unvernünftig, menn sich die -Spekulation schon wieder in sorglowm Optimismus wiegen wollte, sie müsse sich noch längere Zeit Zurückhaltung anfcrlegcn, um nicht nochmals ein; schmerz lichc Enttäuschung zu erfahren. Für den Kapitalisten dagegen, der nickst die Börsenchanee mit geliehenem Gelde auszunutzen strebe, sondern vorteilhafte Anlage für sein Vermögen suck>c, biete sich jetzt gut? Gelegenheit. Nichts sei natürlicher, als das; in einem Lande, in dem .Handel und Industrie reichliche Rente bringe, auch der Privatmann sich aus Erwerbssinn oder unter dem Drucke der Teuerung der Lebensbedürfnisse nicht mehr allein mit dem geringen Erträgnis der festverzinslichen Anlagewerle begnüge. Dcr Zug von Rentenpapieren zur Altie, der vielfach übertrieben nwrden sei, habe aber mehr als gut* die von der Spekulation ausgetretenen Pfade verfolgt Tie Kapitalisten haben durch chre Käufe viel dazu beigetragen, daß die Modepapiere des I ndustr i em ar kl es eine Kurshöhe erreichten, die so erheb» lirfre plötzliche Rückschläge möglich mackste. Von der Speln- lation wie vorn Publikum gleicherweise vernachlässigt seien besonders auck) die Bankattien; sie seien auf einen Kursstand gesunken, der sie nach Reute und innerem Werte zu bauerudein Erwerb? austerordentlich geneigt erscheinen lasse, aber in erster Linie müssen auch die Anleihe des Reichs, der Bundesstaaten und auch die Provinzial- und Kommunal- anleihen bevorzugt werden.
Hamburger, auf fein 9kachsuchen bis zur Wiederherstel lung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt. Ernannt wurden der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Lau bad), Karl Hermbrodt, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Butzbach: der Gerichtsvollzieher mit dem Amts sitz in Reichelsheim, Job Jak Zecke l, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze iv Laubach und der Gerichtsvollzieher-Aspirant und Hilfsgerichlsvoll,jeher in Mainz, Christian Iunk,er, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Reichelsheim
•* A u b e ni TO ilitär-Ao d. e n b lat! Oberleutnant 93 ä t i cn , Adjutant dcr 25. Kav Bria. (5>eff.) wurde zum Ritt incifter befördert Hauptmann und Komp Elxi Müller im O'üf Regt von Steinmetz Westpreuß Nr. 37, wurde unter Be iorberung zum überzähligen Major zum Stabe des •>. Hess. Ins
v W i n > zu 92iederlahnstei n Jähnricl im Kaiser Alexander Garde Grcn Regt. Nr. 1, wurde tu das Leibgarde Inf.-Regt. (1. Hess.' Nr. 115 versetzt. Cbcrlen! nant Kulp im Ins. Regt. Prin; Karl 1. Hess.) Nr. 118 wurde als Assistent zur Gewehr Prüiuiigskommif'ion kommandiert. Kable, Cb;rlt. in der Versuchs Batt, d r Art Prüfungökom Mission, wurde von dem Kommando zur Dienstleistung beim £>eif Traindepot des 18. Armeekorps enbhoben und in das Jußarl Regt (Surfe (Magdeburg.« Nr. 4 versetzt. Zeug-O berlentnant (V. e n t b bei der Gesck.ützgieszerei wurde zum Art.-Depot in Mainz, Jeug Leutnant Kortes beim Art. Depot in Mainz wurde zum Art Tepol in Reihe unter Ernennung »uni Verwalter des Neben- Art.-Tepots in Neustadt i. Cb. Schl es.. Schütte, Feueriverks Cbcrlt. und Lehrer an der Cberieuerwerkerfchule, wurde zum Art. Tepol in Darmstadt, Held, Feueriverksll. beim Art Depot in Tarmsladt, wurde zum Art. Depot in Diedenl,osen, versetzt. Ti? Unteroffiziere C f i c n b ä d: c r int Inf.-Leib Regl. Grostlferzogiu (3. öeffj Nr 117, Vogt, Keller im Inf-Regt. Prinz Earl i4. Öen.) Nr. 118, wurden zu J-ähnrichen befördert, Haupiinann u!1 d Komp Ches Stein im 1. Srmlänb Inf Regt Nr 150 wurde in Genehmigung seines Absdiedsgesud^es mit der Erlaubnis •um Tragen der Uniform des Inf. Regts. Kaiser Wilhelm 2. Liess.) 'J<r. 116 mit der gesetzlidien Pension zur Tifpofilion gestellt. Assistenzarzt Dr Seiler beiim Jnf.-Lcib Regt. Großherzogin (3. Hesf. > Rr. 117, wurde zum Cverarzt befördert. Der Assistenz- arzt d. Res. Dr. Lufl Gießen» wurde zum Oberarzt befördert. Der Stabsarzt der Landw. I Aufgebots Dr. Nies gen. .Hage dorn lWorms) wurde der Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen seiner bisherigen Uniform bewilligt. Dem Cberapotheker des Beurlaubtenstandes Hinkel (II Darmstadt) ist der Absd-ied be
antragen. Es irnrrbe beschlossen, diese Frnge bis zur nächsten Tagung zurückzustellen. Der Ankrag zur Wahl der Wb- geordneten zum gemeinsamen Verbandstag in Mainz 1313 wurde zurückgezogen, da im Mai n 3 vor dein l'erbanM- sch ie st en und .'»lhährigen Jubiläum der Mainzer schützen- gese'.lschaft in Mainz ein Schützentag stattsinden soll. Der Csfcnbacher Schützenverein hatte einen Antrag .zum Zwecke der Verbesserung und Hebung des Konkurrenzschiestens geteilt, der dem ^chiehordnungsansschust als Material über- wiesen wurde Der Antrag Mainz, für die srvlge bet Ver bandsschiesten die ^ulassungstarten für Nichtmitglieder au, 10 Mark herabzusetzen und der Antrag des Vororts, unter Berücksichtigung der zweckmäßigen, bewährten Besttm- mungen der Schießordnung des Mitteldeutschen schützen bundes eine Revision der Schießordnung und damit zugleich dcr Satzungen des Verbandes Baden, Mittelrhetn und Pfalz vorzunchmen, sollen einem demnächst ,cin&u' berufenden außerordentlichen Sck)ützentag der drei Verbände unterbreitet werden. — Der letzte Punkt der Tagesordnung beschäftigte sich mit der Stiftung eines Ehrenpreises für das nächste Verbandsschießen in Mainz. Der Schützentag bewilligte hierfür 500 Mk
willigt.
** Hilfsverein für die Geisteskranken in Hessen. Dem Bericht des Hilfsvereins für die Geisteskranken in Hessen (Unterstützungskasse der hessischen Landes-Heil- und Pflegeanstalten und der Klinik für psychische und nervöse Zbrankk)eiten in Gießen) für das Rechnungsjahr 1911/12 entnehmen wir, daß der Verein in dem Jahre 1253 Pfleglinge unterstützt hat, gegen 1157 im Jahre 1910/11 und 675 im Jahre 1901/02. Von diesen 1253 Fällen kommen aus die Anstalt Heppenheim 390, Philippshospital 589, Alzey 87, Gießen 29, Gießener Klinik 158. An in den Anstalten befindliche Pfleglinge wurde in 68 Fällen Unterstützung gewährt, bei der Entlassung in 54, nach der Entlassung in 715, an Angehörige in 384, für Nervöse und Epileptische in 32 Fällen. Die Zahl der Geber hat gegen das Vorjahr um 947 zu genommen, sie betrug am Ende des Rechnungsjahres 72 907. Aus der Staatskasse flössen dem Verein wieder 1500 Mk. zu, aus Spar-, Kreis-, Gemeinde , Armen, Kirchen-, Vereins- usw. Kassen 5331.43 Mark, wovon 2066.90 Mk aus Starkenburg, 918.10 Mk aus Oberhessen, 2346.43 Mk. aus Rheinhessen stammen. Von privater Seite gingen ein aus Starkenburg
9840.41 Mk., Oberhessen 8022.65 Mk, Rheinhessen 5620.26 Mk.; an Pflegebeiträgen kamen aus Starkenburg 4703.68 Mk., Oberhessen 2858.75 Mk, Rheinhessen 3038.33 Mark: ferner wurden aus den Opferbüchsen der Heil- und Pflegeaustalten Heppenheim und Alzey zusammen 112.61 Mark eingenommen Die Gesamtsumme der Beiträge aus Hessen beträgt 41028.02 Mk.: dazu kommen an Beiträgen außerhalb des Landes 91.50 Mk. Die Gesamt-Einnahme betrug 46 525.18 Mk., die Gesamt-Ausgabe 45 150.16 Mk., so daß ein barer Vorrat von 1375.02 Mi verbleibt. Tas Vermögen des Vereins belief sich am Ende des Rechnungsjahres auf 72 788.68 Mk.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 20. Okt. Der Gustav Adolf-Frauenverein von Friedberg veranstaltete heute einen Bazar, dessen Reinertrag für die Vereinszwecke, wie auch als Bei trag zur Erbauung eines cv. Vereinshauses dienen sollte. Ter Bazar wurde in den Räumen des Hotels Trapp abgehalten. Der große Saal und die ->Nebenzimmer waren prächtig geschmückt. Eine große Menschenmenge schob sich in den'Sälen umher Es waren an 20 schön ausgestattete Buden ausgestellt. Tie Verlosung ging so flott vonstatten, daß schon um 3 Uhr die Lose ausperkaust waren und am Abend neue ausgegeben wurden. Gesangsvorträge, Musikstücke wechselten mit lebenden Bildern, einem Reigentanz usw. ab.
1. Butzbach, 20. Okt. Am 19. Oktober wurde der für den oerüorbcncn Stadtrechner Heinrich Steinhäuser neu ernannte Stadtrechner Eduard Wilhelm BayerSdors, bisher als Gerichtsschreiber-Afpiraut bei der Zellenstrafanstalt hier beschäftigt, vom KreiSamt Friedberg bestätigt und vereidigt. Die Ueberlieferung der Kasse bat begonnen. Der untere Stock des von der Stadt gekauften Ferberschen Hauses auf dem Marktplatze neben dem Rathanse ist für Bureauräume der Sladtkasse eingerichtet worden.
Starkenburg und Rheinhessen.
d. D^ainz, 21. Okt. Der Schützentag des mittelrheinischen Schützenbundes fand gestern unter dem Vorsitze des Herrn Hch. M ü l l e r - Okfenbach im Schützenhause hier statt. Die Anwesenheitsliste ergab die Anwesenheit von 11 Vereinen mit 33 Abgeordneten. Vertreten waren Biebrich, Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Griesheim, Idstein, Mainz, Oberursel, Offenbach, Sonnenberg und Wiesbaden. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht. Nach dem Kasseribericht beträgt der Vermögenszuwachs 1484.11 Mk., das Vermögen ist aus 7211.84 Mk. angewachsen. Ter Vorsitzende machte daraus aufmerksam, ob es nickt angebracht sei,- den Vorsitz des mittelrheinischen Schützenbundes nach Mainz zu verlegen und dort die Eintragung ins Vereinsregister als juristische Person zu be-
Gießencr Strafkammer.
G i e ß c n, 18. Okt. Wegen Beamtenbeleidigung, Wider st and und Ruhestörung .
war der Hausierer F. B. von Montreguinne in Elsaß-Lotbruigen von dem Sd,öffenaeririck Bad-9!auheim >,u 2 Monaten L Uod)cn Gefängnis und 2 Wod n Hast verurteilt worden, weil er, als er in Bad Nauheim ohne Wandergeiverbeschein bornierte und dem Jinaniamt vorgefül'rl werden sollte, die Poli^eibeamten beleidigte, siri, seiner Festnahme widerfetzte und derartig fkandrfluwte, das; ein Menfd^nauflauf entstand Der Angeklagte beundct |id) m Untersuchungshaft und verfolgt mit seiner 2ierusung gegen das fdwffengerichtliäe Erkenntnis den Zweck, daß ihm die erlittene Untersuchungshaft auf die erkannte Strafe aufgerechnet roufr öur Dolmetscher zugezogen, da der Angeklagte nicht vollkommen mäditig ist. Seine Be- indem ihm das Gericht aus die erkannte und 3 Tage der erlittenen Untersuchungsübrigen wurde das Urteil erster Instanz
politische üagesfebdu.
Gin neurr Schritt inr Eiienbahnvereinh ttlichung.
?rür den Güterverkehr zwischen den preußisch.hejsischeii Staats- und Privatbahnen einerseits und Sachsen und beu süddeutschen Bahnen (Bayern rechtsrheinisches und psül- Ische- Netz, Württemberg, Baden, Elsaß-Lothnngen au- sererseits ist das preußische Bahngebiet zurzeit ,n vier Tarisgruppen Ostd'eutsch, Mitteldeutfch und Westdeutsch A und B cingcteilt. In Anlehnung an diese Einteilung beruhen für den Güterverkehr der süddeutschen Bahnen mit icn preußisch hessischen Bahnen — abgesehen vom Verkehr mit beu deutschen Seehäfen — je vier Tarifhefte, bei benen die Entfernungszeiger zurzeit noch nach verschiedenen Systemen ausgestellt sind. Die preußisch-hessischen Staats- bahnen haben im Jahre 1911 auf Anregung aus Interessentenkreisen für ihren Binuengüterverkehr und den Vcr kehr mit den norddeutschen Staats und Privatbahnen unter Aufgabe der Viergruppeneiuteilung einen das gc- fatnte nördliche Bahngebiet umfassenden Tarif nach ein heillichcr Form erstellt, bei dem der Uebersicktlichkeit halber eine Gliederung deS Entfernungszeigers im Eiuzelheste geringen Umsanges vorgenommen wurde.
9hin ist, wie der „Schwäbische Merkur" berichtet, angeregt worden, aus Zweckmäßigkeitsgründen auch im Güterverkehr zwischen Preußen Hessen usw. einerseits und Sachseii und Süddeutschland andererseits eine solche gleichartige Zusammenfassung und Gliederung für das nördliche Bahngebiet vorzunehmen und Tarife und Enkser- Tiungszeiger nach einheitlicher Form aufzustellen. Hierdurch soll eine Vereinfachung in der Handhabung der Tgrife ir die Verkehrtreibenden und die Eisenbahn erzielt werden. Dabei wird auch eine Zusammenfassung der Geschäftsführung in der Hand einer preußischen Eiseubahndirektiou -ii Frage kommen, was jedoch für die Geschäftsbchaudluug oei den süddeutschen Verwaltungen von keiner tocittragcn- i>nt Bedeutung fein würde, da jetzt schon im Verkehr zwischen Preußen Hessen einerseits und Baden, Württem berg, Pfalz und Elsaß Lothringen andererseits die Geschäftsführung für die Gütertarife den preußischen Eiseu- bahnbirertionen Breslau, Erfurt und Frankfurt a. M. übertragen ist. lieber die Zweckmäßigkeit der Durchführung dieser mehr formalen Einrichtungen soll demnächst unter den beteiligten Verwaltungen mündlich verhandelt werden, und eS soll dabei auch hinsichtlich des Verkehrs der süddeutschen Bahnen unter sich und mit Sachsen erwogen werden, ob nicht eine weitere Zusammenfassung der einzelnen Gütertarishcfte in gleichmäßiger Form möglich und zweckmäßig ist. Um grundfätzliche Aendcrungen in der Verteilung der Frachteii oder gar — wie in einzelnen Zeitungen zu lesen war — um eine Bedrohung der Tarifhoheit der nichtpreußischeii Eisenbahnen handelt es sich hiernach nicht, vielmehr ist ein weiterer Sdfritt der Vereinfachung und Vereinheitlichung geplant, der ebenso vom Volkswirt schaftlichen und finanziellen, loie vom deutschen Standpunkte aus zu begrüßen ist. Es will nicht gelingen, die deutschen Eifenbahnen durchgreifend unter einen Hut zu bringen; man muß schrittweise vereinfachen und vereinheitlichen; ein solcher Schritt ist auch jetzt wieder geplant.
^hre sehnlichste Hoffnung
neue Kräfte soivieAusfriiclnina der Nerven-uertanaenwird durch Bio- ,'on in übervofriicntun- Weife erfüllt, wie dicker Brief vom 17. Juni 1912 bctatint. Ich ucrionubtc Biofon ^ur Stärkung bei horiiaradiger Ner- Dofitöt und deren Begleitersriiciiiungen. Zu meiner nrömen Jrende kann icb Ihnen mitteilen, dast all meine .Hoffnungen, die ich aus -.ihr Prävaral gefept hatte, in Erfüllung gingen, denn meine Nervoiual ist saft onm vev'chwunden, sowie die mit ihr einhergehende allie- mcine Maltiakeii, Abaefvanntheit und Unluft -ur Arbeit. Meine Krakl und Energie nehmen tänlidj zu, mein Gemüt wurde froh und beiter und ich kann jetzt wieder mit Leichtigkeit meine Arbeit verrichten. Iran Anna Wrnck, Privaticre, Jrankfurt a. M., Brüder torhiimitrnhe 28. Unterschrift beglaubigt: Reich in ann, jiönigl. Notar. Bioion hergeftellt unter Benutzung des ReichsvatentS 171371, Tote icn. - Kilo» Mark3 — erhältl. in Avotheken, Drogerien. Verlangen ^ie vom ^.ttiofonwerk, Jrankrurt Gratisorobe und Broschüre. bNs Herr Lehmann, das haben Sie nun davon!
"1 in Mantel und Tücher wickeln Sie üch, aber Sie sorgen • nicht dafür, das? die kalte Atemlust Ihnen keinen Schaden bringt. Nun liegen Sie so erbarmungswürdig da und • wu'ien nicht, was Sie anfangen sollen. Also schnell einmal emc Schachtel Jeys Sodener Mineral - Paflillen für • 85 Pfg. aus der Avotheke oder Drogerie holen lassen und nacki Vorfchritt verwenden. Und merken Sie sich: In Ä Zulunfi nehmen Sie tnimer, wenn Sie bei foltern Wetter Ä aut der Siraste und, eine Sodener in den Mund — Sie werden dann kaum eine Erkältung zu sürrfnen baden. (ssia/t-.
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