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haben, auf das Podium
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Im Interesse möglichst Arbeiten zum weiteren cs erforderlich, daß die
ab bis auf den heutigen Tag ein regelmäßiger Abnehmer geblieben ist.
— Vögel im Sturm. Tie Beobachning des Vogelflugcs hat schon lahrhundertclang Naturforscher gefesselt, aber eine streng wissenjchajtliche Uniersuchunz ist erst möglich gerooroen, feit alle Einzelheiten des Fluges durch den kinemalogrophiicken Apparat bis ins kleinste sestgehalten werden können. Aus der Fülle der so gemachten Beobachtungen teilt Georg Henner in „lieber Land und Meer" einige interessante Beispiele mit. Cb-
ihrc Zlunstfertigke'.t zu absolvieren verweist.
** Fernsprechanlagen, frühzeitiger Inangriffnahme der Ausbau der Fernfprechanlagen ist
Kreis
— Friedberg, 23.
30. Juni, stattfindende 2.
21. zum 22. Juni im Lager von Jfean Sidi Abd cs Salam von den aufständischen Marokkanern angegriffen worden Dalbiez machte einen glänzenden Ausfall und warf die Feinde zurück. Tie Franzosen hatten 4 Tote und 6 Verwundete.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Grpcbition und Verlag. 5L
Redaktion: fcae# 112. Tel.-Adr.: Anzeigers »eben-
Aus staSt und £anO«
Gießen, 2b. Juni 1912.
*• Lehrerpersonalien. Ucbertragen wurde dem SchulamtZaspiranten Karl Hofmann anS Viernheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zli Ober-Roden.
" DaS 3. Abonnementskonzert unserer Rcgi- n,entSkapelle an» Donnerstag, 27. Juni, steht unter der Devise »Aus eigener Kraft*. Es ist ein Solisten- Abend; die mitivirkenden Herren sind nicht qii5 iveiter Ferne herbeigerufen, sondern eS sind Mitglieder der Kapelle, die,den Beweis liefern sollen und werden, daß sie über hervorragende Kräfte verfügt. Ganz besonderes Interesse wird die Nr. 12 des Programms Hervorrufen, sie ist geradezu ein Potpourri von Solisten, das in abwechslungsreicher Weise Gruppen von Solisten, die hin und ivieder nicht ohne Huinoc
Au; IHarotto.
Paris, 24. Juni. Wie aus Fez unterm 23. Juni gemeldet wird, ist General Talbiez in der Nacht vom
Friedberg.
Juni Für daS am Sonntag, ;Reiter Je ft deS Wetter-
Yoghurt- Käse nährt und kräftigt, fiat Die Verdauung u. vcrstmr fo das Leben.
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KreiS Lauterbach.
-s- Lauterbach, 24. Juni. Tas Bezirkskrieger- f c st des Hassiaverbandes. Lauterbach- Schlitz findet am 7. Juli in Uetz hausen statt. Der dortige Kriegerverein verbindet damit seine Fahnenweihe. Ueber 30 hessische und benachbarte preußische Kriegervereine buben Einladungen erhalten. - Tic S n ii o de des evana. Dekanats Lauterbach tritt in diesem Jahre am 23. Oktober in Schlitz zur Beratung zusammen.
Dienstag, 25. Juni 1912
Rotationsdruck und Verlag der Br übliche» Universität» - Buch- und Sieindruckerei.
R. Lange, Gießen.
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Rudolf Richter
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auer Reiter Vereins hat der Vorstand an dem Programm nad)träglid) nod) einige Aeirderungcn vornehmen müssen; so mugte das Trabfahren für Belgier ausfallen, dafür wurde jedoch ein Preisreiten eingeschaltet, für das bereits 12 Nennungen erfolgt sind. — Tas endgültige Programm gestaltet sich folgenderniaßen: 1. Schaufahren für Ein- und Zweispänner; 2. Preisreiten; 3. Springkonkur- renz; 4. Schaufahren für Arbeitsgespaime jeden Schlages im Oekonomiewagen; 5. Trab retten, offen für norddeutsche Arbeitspferde; b. Trabreiten, offen für Offizier- und andere Reitpferde; 7. Trabfahren, offen für norddeutsche Arbeitspferde; 8. Trabfahren, offen für alle Pferde; 9. Galoppreiten, offen für Arbeitspferde; 10. Galoppreiten, offen für Reitpferde. Ta bis jetzt 80 Nennungen erfolgt find, ist ein Gelingen des Festes außer Frage gestellt, und da aud) interessante sportliche Kampfe in Aussicht stehen, werden die Besucher sld)cr auf ihre Kosten kommen.
△ Pohl-Gons, 23. Juni. Die 19. (ßou t umfahrt deS Gaues Wetterau fand heute in unserem Orte in Verbindung mit der Fahnenweihe unseres Turnvereins „Frisch au}' statt. Von 8 Uhr ab trafen bereits große Scharen von Turnern aus allen Teilen der Wetterau ein und um 9 Uhr begann das Wetturnen. Ter Festzug hatte 48 Abteilungen. Auf dem Festplatze sang der Gesangverein „Licdcrkrauz" unter Leitung deS Lehrers Bloß Großen-Linden, den Begrüßungschor. Der Gauvcrtreter Dorsch - Wölfersheim und der Feslpräsidcnt Joh. Knorz hielten Ansprachen. TaS neue Vereinsbanner wurde von Fräulein Katharine Pommer überreicht. Em farbenprächtiges Bild bot dec Trachtenreigen von Mädchen in Hüttenberger Volkstracht, auch die Stabübungen des Turnvereins ,Frisch auf* fanden lebhaften Beifall.
h. Dortelweil, 24. Juni. DaS schwere Gewitter, daS gestern abend stundenlang die Wetterau durchzog, hat durch wolkenbruchartigen Regen in den Feldern große Schäden angerichtet, namentlich sind die Rübenfelder böse durch Verschlämmungen mitgenommen. Auf dem Pfannen Hofe schlug der Blitz ein und zündete. Eine große Feldscheune brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Starkenburg und Rheinhessen.
n. Groß-Steinheim, 24. Juni. Einem alten Brauche gemäß wurde gestern abend unter der Zehntlinde am Ufer des Maines das Johannisfeuer abgebrannt. Wohl hatte sid) eine große Zahl auswärtiger Zuschauer eingefunden, dod) hatte der Besuch unter den drohenden schweren Gewittern sehr zu leiden. Rundum zuckende Blitze, am Fuße des mächtigen Bergsrieds das hochauflodernde Feuer, Umschwüngen von unzähligen Feuerrädern — cs war ein eigenartiger Anblick. Wad) dem Abbrennen deS Feuers fand im Gasthaus „Zur schönen Aussicht" ge- mütliches Zusammensein itatt, wobei Assessor Dr. o. Eiff eine der Bedeutung der Veranstaltung entsprechende Ansprache hielt. Verschont wurde die Feier durch die Liedervortrage hiesiger Gesangvereine.
Hessen-Nassau.
h. Usingen, 24. Juni, lieber den TaunuS sind gestern abend schwere Gewitter niedergegangen, die namentlich
wohl der Vogel den plötzlichen Windstoß fast augenblicklich abfangt, so wagt er sich doch fast nie lvährend eines Sturmes in die üüite. Auch er Hal, wenngleich er unendlich vollkommener gebaut ist als die beste Flugmaschme, in den Lustwirbeln einen schweren Stand. Mehrfach und Flugunglücke von Vögeln verzeichnet worden. Ein Volk Hühner, das in einen Windwirbel geraten war, hatte so heftige Zusammenstöße auszustehen, daß einzelne Tiere lot zur Erde fielen. Manche Vögel, so besonders die Möwen, scheinen stürmisches Wetter bereits einige Zeit vorher zu ahnen und bangen sich in Sicherheit, ehe der Wind mit vollen Backen losbläst. Von einem interessanten Beispiel hierfür erzählt der englische Ornithologe Mearton. Auf den Hebriden- Jnseln wütete ein Sturm von solcher Stärke, daß die Gischt der Brandung yunbertc von Metern landeinwärts getrieben wurde. Tie unzähligen Seemöwen, die sich vorher lustig über den Wogen herumgerummclt hatten, die schnellen Mcerschwalbcn und anderen Vogel, sie alle waren verschwunden. Der Forscher suchte nun die Scklup'wmkcl der Tiere auf und sand, daß sich die Seemöwen sorgfältig in den Klippen versteckt, die Meerschwalben sich Himer Kieselsteinen in Sicherheit gebracht hatten. Tas überraschendste Bild bot sich ihm, als er in ziemlicher Höhe in einer Klipvcnhöhle auf etwa ein halb Hunden Felsentauben stieß. Unter ihnen saß ihr gesürchterster Feind, ein Wanderfalke, den die gleiche Not zu friedlicher Gemeinschaft mit der sonst so grausam verfolgten Beute gezwungen hatte. Als Äearton in die Höhte trat, in der Tauben und Falken in traulichem Verein sicher -usammeniaßcn, schoß der Falk wie ein Pfeil davon, die Tauben aber fürchteten den Menschen weniger als den Sturm und blieben ruhig in der Höhle. Mit einem sehr starken Wind im Rücken fliegt kern Vogel gern, da er ihm die Federn zerzaust. Dagegen fliegen Vögel, insbesondere solche, d:c kurze Schwingen haben, fast immer nur gegen den Wind auf, der ihnen das Hochkommen erleichtert. Em verhältnismäßig ickmerer Vogel wie unser Storch muß erst ein paar Lustsprünge machen, um so den nötigen Raum zur Entfaltung seiner Schwingen zu gewinnen.
— Tas Licht in den Meerestiefen. lieber die inleressamen Beobachtungen, die Helland-Hansen während der kürz- lich vollendeten Forschungsreise des „Michael Sars" südlich und östlich der Azoren unternommen Hal, berichtet die Nature einige fesselnde Einzelheiten. Tie Untm'udumgen erstreckten sich auf den Widerstand, den bas ..leerwasser den Lichtstrahlen entgegensetzt und auf Feststellungen der Tiefe, bis zu der oas Licht durch das Wasser bringt. Es zeigte sich dabei, daß die Lichtstrahlen im Meerwasser eine viel größere Tiefe erreichen, als man bisher
§rhr. v. Marschall beim König von England.
London, 24 Juni Ter deutsche Botschafter Frei- Herr v. Marschall wurde vom König in Audienz empfangen und liberreichtc sein BeglaiibigungS- schreiben. Begleite, vom Zeremonienmcister, begaben sich die Herren der Botschaft in den Budinghampalast. Sir Edward Greystellte dem König den Botschafter vor, worauf Freiherr v. Marschall dem König die Herren der Botschaft vorstellte. Ter König trug Uniform und preußische Orden Auch die Herren der Botschaft waren in Uniform. Nach der formellen Audienz wurde Freiherr v. Marschall in einer Privataudienz vom König empfangen.
Am selben Tag, da Marschall sein Beglaubigungsschreiben überreichte, nahm das Unterhaus von der englischen Negierung bedeutsame Erklärungen über Churchills an gekündigte Nachtragsforderungen entgegen. Lloyd George leistete sich dabei wieder direkte und etwas plumpe Hinweise auf die deutsche Flottenvcrmeh- rung:
London, 24. Juni. In der Aussprache über die Entschließungen zum Budget erinnerte Lloyd George das Unterhaus daran, daß bei der AufsteUung des Budgets zwei Mög- lichkeiteit in Rechnung gezogen uno deshalb der Ueberfchuß in Reserve gestellt würde. Tie erste Möglichkeit war die Wirkung des K o h l e » >t re i ks auf die Einnahmen. Er freue sich, sagen zu können, daß es die Regsamkeit des Handels wäre, wenn er sicher sei, daß cs unnötig sein wurde, auch nur einen einzigen Pfennig der großen Reserve zu kürzen, um die durch den Ausstand entstandenen Schädigungen zu beseitigen. Tie zweite Möglichkeit, hje er bei der Aufstellung des Budgets erwähnte, fei das mögliche Anwachsen der Forderungen der Admiralität gewesen. Bei der ‘(■Einbringung der Flotten- vorlage sagte Churchill ganz klar, daß sich die Vorlage gründe auf die Annahme, daß das deutsche F l o 11 e n g e s e tz ungeändert bleibe. Damals war dem Reichstage eine Vorlage zu- gegangen, welche gegenüber dem alten deutschen Flottengesetz eine erbeblidje Vermehrung enthielt. Hetzt sei die Vorlage Gesetz geworden. Es sei nicht mehr Möglichkeit, sondern eine Tatsache, der man sich gegenüber befinde. Dies neue Gesetz sehe eine über 6 Jahre verteilte Vermehrung für das deutsche Flotten- programm vor, die sich im ganzen auf 10 Millionen Pfiind Sterling beziffere. Der Redner schloß: Schatzkanzler Churchill wird demnachsr einen Nachtragsflottenetat vorlegen. Ick) will seiner Erklärung nicht vorgreifen und mich auf den Etat nur soweit beziehen, als es zur Darlegung meines Finanzezposvs notwendig ist. In diesem Jahre wird die Summe, die Churchill nachträglich fordern wird, eine Million nicht überschreiten. Aber in den folgenden Jahren werden hohe Summen erforderlich als Folge des Programms, dessen Ausarbeitung Churchill für notwendig halten loirb. Lloyd George führte weiter aus, daß 500 000 Pfund Sterling des Ueberschusses dem K o l o n i a I ä m t vorgestreckt würden zur wirtschaftlichen Entwickelung von Brilisch-Lstafrika unb Uganda. Tie übrigen 5 Millionen würden für die Schuldentilgung verwandt. (Beifall auf allen Bänken.)
Die Ausgrabung eines versunkenen Waldes.
Umrahmt von Hügeln liegt etwa zwanzig englische Meilen südlich von Auckland auf Neu-Seeland das weit sich dehnende große Papaknra Tal, flach wie ein Billard, sich viele Tausend Morgen hin in der blauen Dämmerung des Horizonts verlierend. Dieses Tal ist eigentlich cm riesiger Torfsumpf, der zum Teil, wahrsck>einlich durch natürliche Verdampsung, ausgettocknet ist. An diesen Stellen und an anderen, die künstlich entwässert sinb, breiten sich sreundtiche Ansiedlungen auf fettem Weideland, und in kurzer Zeit werden auch die Rroorflächen durch die Arbeit fleißiger Viehzüchter in üppige Wiesen verwandelt fein.
Gegemvärtig aber sind diese Sümpfe der Schauplatz einer Tätig kett und einer Industrie, wie sie in dieser Art und in diesem Umsang einzig in der Welt dasteht: ein ungeheurer versunkener Wald wird ausgegraben. Unter der Lbcnläcbc des Torfmoores, da, wo der Boden durch Trocknen zerrissen oder bereits teilweise iveggcidxtfit ist, bieten sich dem Auge in Reib und Glied die Stamme unzähliger Tummaranckten dar. Vor Jahrhunderten sind sie in dem halbslüssigen Moor versunken und haben so Zweige und Krone verloren, wir das soll de Kernholz der mächtigen Stämme ist übrig geblieben, unb diese gewaltigen Lck)äfte sind von dem zähen Boden sorgfältig ein- gewickelt und lahrhundertelang begraben worden,^ in einer |o regelmäßigen Reihenfolge, wie die Stäbe eines Ltaketenzauns. Tie Ursachen für die einzigartige Symmetrie, in der die xammara. sichten des Papakura-Tals in der Erde ruhen, nnd nickt gcnujenb aufgeklärt. Dr. W. O. Fagan, der sich in Chambers Journal •mit der Entstehung dieses versunkenen Waldes bciduitigt, vermutet, daß die Bäume in prähistorischen Zelten ganz plötzlich durch irgendeine gewaltsame Naturerscheinung überflutet mürben und daß sie bann in ihrem unterirdischen Grabe in beriechen •Stellung erhalten wurden, in der sie einst 'wl; ihre Wunel .gen Himmel gereckt hatten. Tie Wiedergewinnung unb Nutz- !darmachung begrabenen Holzes ist ja auch sonst schon in allen ' Moorgegenden betrieben ivorben, aber nirgends sand man die . öolzsckatze in so ungeheurer Masse und so regelmaBig gelagert, ,rls in diesem Tal aon Neu-Seeland. Nirgends bat auch die ! Verwandlung eines solchen prähistorischen Waldes in wertvolle- ?Nutzholz einen annälemb \o bedeutenden Gewinn gebraut: ?ur ' Ausnutzung der Sckatze von Papakura hat sich eine Gesell,ckatt o jcbilbct, die das Material dieser Tausende von acrcs sv'temarnck öiusnutzt unb eine behende Industrie daraus entwickelt. Die : rammara-Fichte stammt aus der gleichen iyamilie wie umcrc : Nadelhölzer, aber sie ist ein viel höherer, sich gewalng aus-
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bs- Darmstadt, 24. Juni. Ter Jungliberale Verein Darmstadt versendet an feine Mitglieder eine Einladung zu einer Mitgliederversammlung am Freitag, dem 28. Juni, abend 9 Uhr Restaurant Sitte Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt: „Antrag des Vorstandes: Ter Junglibetale Verein Darmstadt tritt der freien Vereinigung hessischer 9t <t t i o n a 11 i b c - ralcr bei."
bS. Tarmstadt, 24. Juni. Die Zweite Kammer der Stande wird, wie verlautet, am 2. Juli zusammentreten und ettva 14 Tage zusammenbleiben, da neben der Bc - amte nbefoldungo frage aud) noch eine ganze Reihe anderer Punkte zu erledigen sein wird.
breitender Baum, der nicht nur Zweige und Krone kräftig in die Nachbarichaft ausstreckt, sondern auch unter der Erde reiche Wurzeln entfaltet. Wie riesig und mächtig muffen die Bäume, deren Stämme nun fo kahl in bcrjfröc liegen, in jenen fernen Zeiten, ba fee noch ihren ganzen Scksmuck trugen, gewesen sein! Manche der Stämme haben einen Umfang von über sechzig Fuß und eine Lange von achtzig bis neunzig Fuß; als durchschnittliche Umfang kann man vierzig Fuß annehmen. Tas früher fo stille Pavakuratal ist jetzt erfüllt von dem Lärmen unb Fauchen großer Maschinen, von dem eifrigen Gewimmel einer Menge Arbeiter. Tie Bäume werden dergestalt ausgegraben, baß zunächst zu beiben Seiten der Stämme Gruben in den Torf gestochen werben, m denen bann bic Holzfäger arbeiten, die jeden Schaft in Teile von zwöls bis zioanztg Fuß zerlegen. Mit Drahtfellen ober Eisenketten werden diese Stücke daraus aus der festen Umklammerung befreit, in der bic Erbe ihre fahr hundertjährige Beute hält. Tos Holz dieser begrabenen Tammara-Fichten ist von ausgezeichneter Qualität; es unterscheidet sich von bem heutigen Tam- maraholz nur durch eine bunfelrote mahagoniähnliche Färbung. Seine Vorzüge machen es bereits heute auf dem Weltmarkt zu einer hochbegehrten Ware Wann dieser Wald versank, läf$£ sich nach den geologischen Berechnungen ungefähr angeben. Tas Torfmoor, das heute das Tal füllt, muß wenigstens vor etwa taufend Jahren sich gebildet haben: da die Tainmara.Fichte sehr langsam toächst, so ban man annehmen, baß sie tausenb Jahre brauchte, bevor die ausgefundenen Stämme ihre volle Größe erreichten. Jedenfalls sind viele, viele Jahrhunbertc vergangen, seit dieser Wald sich entwickelte.
Neben dem kostbaren Hol; macht noch ein anderer Schatz die Gebiete des Papakura-Tals zu wahren Golbfeldern. Es ist der fossile Gummi, der von den Bäumen durch Jahrhunderte abgeschieden worden ist unb von dem schon fünf verschiedene Schichten iu verschiedenen Tiefen unter der Lder'iache aufgerunben worden sind. Tas Har; der Tammara- oder Kauri-Fichte, das als Kaurikorxil aui den Markt kommt, ist ein wichtiger Artikel und das fossllc Harz steht dem heutigen nickt nach.
Der ttalieni|di=türti|d)e Krieg.
Vermittlung der Mächte?
Kon stQNtinopel, 24. Juni. Wie „Jtthiham" erfährt, reiteten bic Machte einen Meinungsaustausch ein, um schlüssig zu werden, ob dem italienisch-türkischen Kriege burd) eine Konferenz ober einen Kollektiv- schritt ein En b°c gemacht werden solle.
Rom, 24. Juni. „P o p o l o Romano" kommt in seinem heutigen Leitartikel auf bad Annexionsdekret zurück Man hat den Glauben enreefcn wollen, daß bezüglich der Souveränität über Libyen nur Giolitti unversöhnlich sei. Vor der Proklamierung der Souveränität konnte über bic Opportunität Meinungsverschiedenheit herrschen. Heule gibt cs keinen Italiener, der eine Konzession in diesem Punkt nicht für eine Feigheit hielte nach den Opfern an Blut, ganz abgesehen von den Gelbopfern. Keine Regierung ist in Italien mehr möglich, die in der Frage der vollen Souveränität zurücklveicht.
Sonnet^*'
in aeu»u"q. Pf, 5 von »•>116
stillte aas»1
Ur. H7 Zweites Blatt 162. Fahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Tie „«leßener ZamittendlStter" werden dem I | &|| 17 | / l frT
.Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, das ^7 1 1 ■ B I E I ZI l| ft 1 Ä1 Tk 8
nKrcisblatt für den Kreis liegen" zweimal I 1 ▼ ■ ▼ ▼ ▼ ■ W 1 V W VH V ▼
wöchentlich. Tie „caadwirtschaftllchen Seid _ V
fragen" etjefjeinen monatlich jraeunaL (5eHCfQI=2ltt3CtgCr fÜt (ÖbCr^CfjCn
Anmelduilgen neuer Fernsprechanschlüssc spätestens b is zum 2ü. Juli den Kaiserlichen Telegraph.nanstalten vor- licflcn. Verspätet aiigemeldctc Anschlüsse, bic infolgedessen außerhalb bes Bauplans nur mit Mehraufwenbungen (z B. durch besondere Entsendung einer Baukolonne usw.) herzustellen sind, werden in bem laufenben Bauabschnitt nur bann aus geführt, wenn bic Antragsteller zu ben cntstehcn- beit Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten ober wenn bi esc Mehrkosten ben Betrag von 30 Mk. übersteigen, ben wirtlich aufgerocnbeten Kostenbetrag erstatten.
Landkreis Gießen.
— LangSdorf, 24. Juni. Am 23. dS. MtS. beging unser allseitig geachteter Psitbürger Phil. Bender I. die 50jährige Wiederkehr deS Tages, an dem er an hiesigem Platze sein Diaurer- und Weißbindergeschäft mit verhältnismäßig bescheidenen Mitteln gründete. Der Jubilar hat eS verstanden, sich durch Fleiß und Regsamkeit, verbunden mit solider ArbeitSlieferung, Vertrauen und Anerkennung zu erwerben, so daß er l)cuie mit seinem Sohne Hermann Bender I. — als GcschästSnachfolger — auf eine gedeihliche Entwicklung seines Uutecnchiuens zurückblicken kann. Zu der Feier hatten sich in seinem Hause, Licher Pforte 18, neben den Familien - Angehörigen auch die früheren und jetzigen Gesellen, sowie Bekannte eingesunden. Unter den Erschienenen konnte Fabrikant Wilhelm Zurbuch, Gießen, in seinen Worten daraus Hinweisen, daß ‘bet Gefeierte nicht allein im GründungSjahre 1862 seinen ersten Bedarf in Lacken und Farben in besten väterlichem Geschäftshause bezogen hatte, sondern auch von dieser Zeit


