so umfangreich wie in affen übrigen Kulturländern zusammen. Sie beläuft sich auf etwa 30 000 Bücher alljährlich, während außerdem im Reich ungefähr 13 000 Fachzeitschriften und 8000 deutsche Tageszeitungen erscheinen.
Au- Stadt und Land.
Gießen, 23. Januar 1912.
'* Grundbuchanlegung. In Oberhessen wurden im vergangenen Jahr folgende Grundbücher fertig angelegt: Llngersbach (Amtsgericht Lauterbach) am 20. Dez., Alsfeld am 20. März, Bettenhausen (Amtsgericht Lich) mit Au§- nähme des Grundstücks Fl. I Nr. 117) am 1. Februar, BücheS (Amtsgericht Büdingen) am 10. Juli, Daubringen (Amtsgericht Gießen) am 25. Sept., Diebach am Haag mit Unterdiebach (Amtsgericht Büdingen) am 20. Dez., Garbenteich (Amtsgericht Gießen) am 15. April, Grünberg am 10. März, Heegheim (Amtsgericht Altenstadt) am 25. Juni, Kirtorf (Amtsgericht Homberg) am 20. Dez., Ober-Florstadi (Amtsgericht Friedberg) am 15. Noo., Ober-Gleen (Amts- gericht Homberg) mit Ausnahme einer Anzahl Grundstücke, am 20. Sept., Ortenberg am 15. Oft, Nonneburger Hof (Amtsgericht Büdingen) am 20. Dez., Saasen (Amtsgerichl Grünberg), mit Ausnahme des Grundstückes Fl. L Nr. 52, am 10. Dez., Ulrichstein am 1. Febr. und Wolf (Amtsgericht Büdingen). Außerdem sind in den Gemarkungen Wohnbach (Amtsgericht Hungen), Weckesheim (Amtsgerichl Friedberg), Rodheim v. d. Höhe (Amtsgericht Friedberg), Harbach (Amtsgericht Grünberg) und Glashütten (Amtsgericht Nidda) einige bisher im Grundbuch nicht aufgenommene Grundstücke ausgenommen worden.
•• Aus dem Militär-Wochenblatt. Der Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Negimentsuniform bewilligt: dem Major Frhr. Schenck zu Schweinsberg, Bats.-Kommandeur im Leibg.- Jnf.-Regiment (1. Großh. Hess.) Nr. 115, unter Verleihung des Charakters als Oberstleutnant, Baither Hauptm. und Komp.-Chef im Jns.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, der Abschied bewilligt, dem Leutnant dec Reserve Rossi 6 (Ernst) (Rheydts des Großh. Art.-Korps, 1. Großh. Hess. Feld-Act.-RegtS. Nr. 25. — Baruth, Meißner, Lazarettinspektoren in Mainz und Frankfurt a. d. O., gegenseitig versetzt. — Verliehen wurde das Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub: Em mich, kommandierender General des 10. Armeekorps. Der Rote Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub Graf Schliessen, Gouverneur von Mainz.
** Zur allgemeinen Karnevalfeier geht uns von der Verwaltung des Bundes der Karnevalvereine Deutschlands nachstehendes Schreiben mit der Bitte um Aufnahme zu. Der Bürgerschaft Gießens sehen wir uns veranlaßt, folgendes zu unterbreiten. Auf Grund alter Aufzeichnungen über den vor mehr als 30 Jahren dort bestandenen Karneval nahmen wir an, dort einen vorbereitenden Boden für gesunden Karnevalhumor vorzufinden und so entschlossen wir uns, Gießen seinen alten und guten Karneval wieder aufzuerwecken. Rastloses Arbeiten, ftnanzielle Opfer, alles das taten wir bis jetzt gerne und tun es auch weiter, doch Anerkennung und Unterstützung finden wir bis zur Stunde nicht, und fast dünkt uns, als wenn auch, die Aussichten in kommenden Tagen trügerisch seien. Notgedrungen haben wir nun gestern und heute in Mainz bezw. Offenbach eine Besprechung in der Sektion Hessen anberaumen müssen, um Meinungen und Stimmungen zu erfahren. So verschiedenartig sie auch waren, so darf 'doch von einem guten Endergebnis die Rede sein, denn im Heerlager der rheinischen, hessischen, wie bayerischen und badischen Kappcnbrüder ist man aesonnen, dort zu erscheinen, und den Gießenern schöne, von gesundem uni) gesittetem Humor durchwehte Stunden zu bereiten, wenn für ein vollbesetztes Haus von der Gießener Einwohnerschaft gesorgt wird. Wir glauben daher, die Gießener Einwohnerschaft ersuchen zu sollen, von dem Kartcn- vorvertauf — zu ermäßigten Preisen — sogleich ausgiebigen Gebrauch zu machen, so daß wir bis Mittwoch abend ein ziemlich klares Bild hinsichttich des Besuches unseren auswärtigen Kappcn- brüdern übermitteln können.
Landkreis Gießen.
— Lollar, 22. Jan. Am Samstag feierte der Ra d- fa hrer oe rein seine Winterfestlichkeit. Eingeleitet wurde die Feier durch eine Ansprache des Vorsitzenden, Tach- deckermeister L. Niederhöfer, worauf zwei Reigen gefahren wurden, die durch ihre tadellose Ausführung von guter Schulung zeugten und allgemein gefielen. Eine amüsante Abwechslung bot das darauf folgende Radballspiel, das an die Geschicklichkeit der einzelnen Teilnehmer recht große Forderungen stellte. Nach Vorführung verschiedener Schattenbilder bildete eine Verlosung den Schluß der ossiziellen Feier, an die sich ein Tanzkränzchen anschloß. Von dem Verein wurde beschlossen, sich an dem am zweiten Pfingstfeiertage in Londorf stattsindenden Radfabrerfest zu beteiligen. — Seltenes Jagdglück hatte der Jagdpächter Karl Erdmann von hier. Er schoß in seinem Jagdbezirk in Holzhausen bei Battenberg einen Hirsch (Achtender) im Gewicht von nahezu 2 Zentnern.
Kreis Lauterbach.
-^Lauterbach, 22. Jan. Der Ballon „Tillie II" des Frankfurter Luftschiffervereins landete am Sonntag nachmittag gegen 4 Uhr bei Lauterbach in der Nähe der Straße nach Dirlammen. Der Ballon, der mit drei Herren besetzt war, ist um 81/? Uhr vormittags in Frankfurt aufgestiegen. Die Landung ging glatt von statten und mit Hilfe einiger hiesiger Einwohner wurde die Hülle zum Rücktransport nach dem Bahnhof verbracht.
~ Lauterbach, 22. Jan. Der Eislaufverein hielt gestern nackMittag aus seiner an der Angersbacber Straße gelegenen Eisbahn ein gut besuchtes, von der Stumpfschen Kapelle hier ausgeführtes Eiskonzert ab. Eine große Anzahl Zuschauer wohnten dem munteren Treiben des Eissportes bei. Leider ist die Eisbahn in diesem Jahre durch das zu frühzeitige Benutzen der ungeduldigen Kinder in einem nrcht einwandfreien Zustand, da sich infolge der vorhandenen Zerstörung des Eises Wasser angesammelt hatte und die Kleider der Damen übel zurichtete. Doch erlitt das Vergnügen durch diese unangenehme Durchnässung keine Einbuße, und bis zur eintretenden Dunkelheit wurde dem Sport gehuldigt.
§ Angersbach, 22. Jan. Unser seitheriger Pfarrer Höhn Hut unfern Ort verlassen, um eine Pfarrstelle in seiner schlesischen Heimat zu übernehmen. Gestern hielt er vor zahlreich versammelter Gemeinde seine Abschieds- preoigt, gerade an dem Jahrestage, da er vor sechs Jahren hier die Antrittspredigt hielt. Pfarrer Höhn war ein beliebter Kanzelrürner und hatte sich die Zuneigung der Gemeinde in hohem Matze erworben, so daß sein Scheiden sehr bedauert wird. Abends brachte ihm der hiesige Gesangverein noch ein Ab s ch ie ds st än d che n. Ober- pfarrer Müller von Lauterbuch wird die seelsorgerischen dmtbhmgcn in der hiesigen Gemeinde bis zur Wieder
besetzung der Pfarrslelle in der Hauptsache uusüben. — Nach langen Wochen endlich ist die anläßlich der Maul- und Klauenseuche über unfern Ort verhängte Sperreauf- a eh ob en worden. Seit Ende August Hutten die hiesigen Landwirte unter den Sperrmaßregeln zu leiden, der hierdurch entstandene Schaden ist nicht gering, während die Seuche selbst keine erheblichen Opfer gefordert hat, wenn auch viele Gehöfte verseucht waren. Nur oei Jungtieren, die von erkrankten blühen stammten, wurde manchmal Lebensschwäche bemerkt, die hin und wieder das Eingehen der Kälber zur Folge hatte. Da die Ausfuhr von Zuchtvieh, namentlich von jungen Bullen, eine Einnahmequelle der hiesigen Landwirte bildet, und während der Sperre jeder Verkauf nach auswärts aufhörte, so waren diese Leute Übel daran. Für diese Jungtiere werden bis 600 Mk. bezahlt, so daß man sich vorstellen kann, welche Erleichterung die Aufhebung der Sperre für den Ort bedeutet. — Tie für unsere Bevölkerung, die vorwiegend Holz verfeuert, wichtigen Brenn hotzver st eigerungen h^ben b gönnen. Es wurde eine fallende Tendenz der Preise dabei bemerkt. Man bringt dies mit dem bis jetzt nicht besonders strengen Winter in Verbindung, die Holzvorräte sind noch nicht erheblich geschmälert wordem
Startniuurn und Rheinhessen.
Mainz, 21. Jan. Dem König!. Gouvernement in Mainz wurde vom Hessischen Ministerium des Innern die jederzeit widerrufliche Erlaubnis zur Anlage einer Feldbahn mit Lo ko motivbetrieb innerhalb der Gemarkungen Mainz, Weisenau, Hechtsheim, Bodenheim, Harxheim, Ebersheim, Klein-Wintemheim,--Ober-Olm, Essenheim, Wackernheim, Nieder-Jngelheim und Marienborn erteilt. Der Betrieb wird nach den noch zu erlassenden besonderen Besttmmungen geführt werden.
(Scricbtsiaal.
Düsseldorf, 22. Jan. Das hiesige Schwurgericht verurteilte gegen Mitternacht den Arbeiter Josef M u s z y n s k i aus Ostrowo zu 15 Jahren Zuchthaus. Er hatte im November vorigen Jahres nachts nach einem Kneipgllage auf dem Heimwege seinen Arbeitskollegen Pickard vor der Stadt überfallen, durch Würgen am Halse und durch Messerstiche getötet und des Wochenlohnes von 25 Mark beraubt.
Veeni;-chtes.
* Das Neueste aus dem belagerten Paris. Soeben sind in Marseilles neue Nachrichten aus dem belagerten Paris eingetreten: ein Bries vom 16. Januar 1871, der jetzt, nach mehr als 40 Jahren, seinen Bestimmungsort Marseilles erreicht hat und von dec gewissenhaften Post wortlos dem Adressaten, der Redaktion des Nouvelliste aus^ehändigt worden ist. Ter etwas verspätete Brief enthält einen langen Bericht des Pariser Mitarbeiters des Marseilleser Blattes; der Brief war, wie der Gaulois berichtet, am 16. Januar der Agentur Havas zur Beförderung übergeben worden und verließ auch pünktlich im Luftballon die belagerte Hauptstadt Frankreichs. Wo der Brief während der inzwischen verflossenen 41 Jahre gesteckt hat, ist ein ungelöstes Geheimnis. Wenn auch jener Bericht aus dem belagerten Paris int strengen Sinne nicht mehr ganz aktuell ist, so enthält er doch manche interessante Einzelheiten. Der Korrespondent erzählt von der Wirkung der Besästeßung und von einem Besuche des Generals Trochu in den Forts. „Die.Nationalgarden des zweiten Bataillons eilen ihm entgegen und sagen ihm, daß er sich einer großen Gefahr ausgesetzt habe. Doch ohne sich um diese für ihn gleichgültige Bemerkung zu bekümmern, begrüßt der General die Truppen und Of in re aufs Herzlichste und bittet sie, doch nicht außerhalb der Deckung größere Gruppen zu bilden." Dann fügt er hinzu: „Also meine Herren, halten Sic gute Wacht, aber Exponieren Sie sich nicht nutzlos; halten Sie sich zurück, der Augenblick wirb kommen, wo wir unser Leben mit Nutzen Gefahren aussetzen." Täglich wird in Paris die Liste der Opfer der Beschießung aufgestellt; in der letzten Woche zählte man 51. Tote, 138 Verwundete. "Tann folgen eine Reihe verschiedenartiger Nachrichten, ja sogar ein Theaterbericht.
kf dürften unö Photographen. Der ,iHut) Blas" berichtet, rote dürften sich Photographen gegenüber verhalten. Einer der crbittertften Feinde der Knipser roar der verstorbene König Leopold von Belgien, der jedesmal in Wut geriet, roemt er bemerkte, daß er von Photographen verfolgt rourbe. Er versuchte alles, um zu verhindern, daß sein Bild ans die Platte feftgebmmt rourbe: er bückte sich, verbarg sem (Besicht mit seinem Hute ober nutzte sich mintnenlang bie Nase. Aeußerst liebenswürdig in die Zarin-Mutter Alexandra üoii Rußland, die den Photogravhen sogar ersuchte, ihr eine besonders vorteilhaite Stellung anzttroeisen und in der Regel selbst auf bas „B ttc, recht freunblicl)!" wartete. Ebenfalls König Eduarb war beu Photogravhen gewogen, und wo immer sie auch ihn bestürmen mochten, stets roar er aern bereit, sich ihnen zu fügen unb sich mifnebnteit zu lassen. Die Haupt- bebmgunq roar jeborf), daß sie ihn in seiner Ruhe nicht störten und ibn zu unliebsamer Zeit behelligten Bon der Königin von Spanien weiß der „Ruy Blas" eine reizende Weicbichte zu melden: Eines Tages rourbe sie auf einem Spaziergänge von einem Photographen iinaufhörlich verfolgt. Wütenb brebte sie sich um und fragte ihn nach dem Grund einer solchen Belästigung. »Ich Dcriucbe, meinen Lebensunterhalt zu verdienen", roar die Antwort. Zuvorkommend stand Spaniens Herrscherin still, machte ihr ireundlichttes Gestchl und entschuldigte sich mit den Worten: ,0, das' wußte ich nicht."
Kieme iomt.
Am Sonntag vormittag brannten in Bühlertann vier Wohnhäuser bis auf den Grund nieder. Zwei Schweine sind mit» verbrannt. Der Schaden dürfte 30 000 Mark übersteigen.
In Ebingen erfolgten am Sonntag Nachmittag 3,il Uhr und V<3 Uhr wiederum zwei Erdstöße, die von starkem Donner begleitet waren.
Auf der Trambahnlinie zwischen Lille und Roubaix stießen am Sonntag abend bei dicktem Nebel zwei Wagen zusammen. Der Führer des einen Wagens wurde getötet und zwölf Reifende mehr oder minder schwer verletzt.
Wie aus Lille gemeldet wird, ist der sozialistische Bürgermeister von Houplines, Sohier, feit, einigen Tagen verschwunden. Die von ihm verwaltete Kasse des Arbeiterkonsumvereins weist einen Fehlbetrag von etwa 20 000 Franks auf.
(Eingeianöt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 22. Jan.
Zur Rkv fion des hessischen Bo.ksschulgesetzes.
Hochgeehrter Herr Pfarrer!
Ihre Auslassungen „Zur Revision des Bolksschulgesetzes" in Nr. 17 deS Gieß. Anz. habe ich mit Befriedigung und wahrer Erbauung gelesen, und ich bin zu der Ueberzeugung gekommen, daß von Pfarrhäusern, aus denen solche Artikel hervorgehen, eine echte und rechte Höhenkultur ausstrahlen muß. Leider fürchte ich — und eine Notiz von der Hand eines Ihrer Amtsbrüder in der heutigen Nummer dieses Blattes fäjeint meine Befürchtungen zu bestätigen — daß sogar die große Mehrzahl der Pfarrer und Pfarrhäuser sich noch nicht zu dieser Höhenkultur hat empor» ringen können, von Lehrern und Schulhäusern ganz zu schweigen. Als Nichtakademiker können wir Voltsschullehrer uns natürlich auch nicht auf das Niveau „aufschwingen", auf dem sich die Erörterungen Em. Hochwürden bewegen, und wir können daher über solche nur dankbar, im übrigen aber schweigend Quittieren. Ader als Mensch, der gern von geistig höher Stehenden etwas lernen und auch „von Eurer Kunst was profitieren" möchte, gestatte ich mir, an Euer Hochwürden nur zwei Fragen — Fragen der Einfall — zu richten.
1. Seither habe ich gefunden, und mit mir wohl auch andere, daß alle bie, die eine gute Kinderstube hinter sich haben — auf die ja auch Euer Hochwürden offenbar mit großer Befriedigung zurückblicken — stets wahre Gentlernen waren, die vor der Kränkung ober gar Beleidigung der Frauen Andersdenkender ritterlich Halt machten. Ist das jetzt anders geworden?
2. „Suchet in der Schrift"; denn dort finbet ihr ben, L-er unser aller Herr unb Meister ist und unser aller Vorbild sein soll: dort findet ihr den, der ganz Liebe, g a n j Demut war in Leben und Lehre — einer Lehre, die ja auch Sie, hochwürdiger Herr Pfarrer, zu verkünden berufen sind. Wo sind nun btc Stellen zu finden, an denen sich bie Gesinnungen unseres Herrn und Meisters offenbart, die offenbar Ihre Erörterungen gezeitigt hat?
Euer Hochwürben
hochachtungsvollst ergebener ValentinMüller, Vorsitzender des Gießener ßebrerttettini
ßiinöcL
** Postscheckverkehr. Zur weiteren Förderung des bai geldlosen Zahlungsausgleichs sind im Laufe des verfloß jenen Jahres zwei Tr.t.el her Postscheckämter des Reiche Postgebiets, nämlich die Postscheckämter in Berlin, Breslau. Köln, Frankfurt am Main, Leipzig unb Hamburg den Ab reih nungsstellen der Reichsbank als Mitglieder beigetreten. 5eu diesem Beitritt sind durch bie Abrechnungsstellen bet ReichSbmck nicht weniger als 140 000 Postschecks im Gesamtbeträge von 10 2 5 Millionen Mark bargeldlos verrechnet worden, ja diesem Abrechnungsverfahren werden auch solche PostsckfeckS nut ausgeglichen, bie das Publikum einer der Abrechnungsstelle an« gehörenden Bank zur Einziehung übernibt. Die sonst für Post, schecks festgesetzte Höchstgrenze von 10 000 Mark besteht für bt? durch bie Abrechnungsstellen ber Reichsbank zu verrechnende» Postschecks nicht; solche Postschecks müssen jedoch vor ber Ein- lieferung mit dem quer über die Vorderseite gesetzten Vermerke „Nur zur Verrechnung" versehen werden. Eine Ausnahme hier- von besteht nur für die Abrechnungsstelle in Hamburg, wo dieser Vermerk nicht erforderlich, dafür aber auch die Höchstgrenze für Postschecks auf 10 000 Mark begrenzt ist.
Spielplan der vereinigten.frankfurter Stadttheater.
(Ö;:rnhaui.
Dienstag, den 23. Januar'): .Oberst Ehabert." Mittwoch, den 24. 3amtar, nachmittags 31/. Uhr: „Prinzessin Wölb* haar.4 Abends 7-6 Uhr: «Ariane und Blaubart." Donnerstag, den ‘25. Januar, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde." Freitag,' den 26. Januar : „Königskinder." Samstag, den 27. Januar, nachmittags 3'/, Uhr: „Prinzessin Goldhaar." Abends 7 Uhr: jut Feier des Geburtstages Sr. ‘Majestät bt§ Kaisers: .Figaros Hoi- zeit." Sonntag, den 28. Januar, nachmittags 31/, Uhr: .Prinzessin Goldhaar." Abends 7 Uhr: „Oberst Ehabert' Montag, den 29. Januar, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von Nürnberg.' Dienstag, beit 30. Januar: „Liebelei." Mittwoch, den >1. Januar, abends 7^2 Uhr: „DerTroubadour." Donnerstag, den 1. Februar; .Tie Jüdm."
Schauspielhaus.
Dienstag, den 23. Jannai*): „Glaube und Heimat.* Mitt- noch, den 24. Januar: „Zopf und Schwelt." Donnerstag, den 25. Januar, abends 7*/? Uhr: „Büxl." Freitag, ben 26. Jan, abends 7'/, Uhr: „Büxl* Samstag, den 27. Januar, abend« 77t Uhr: Zur Aeicr des Geburtstages Sr. Mafestäl des Kaisers^ „Penthesilea/ Sonntag, den 28. Jaiiiiar, nachmittags 3% litt, ,Madame Sans-Gene." Abends 7 Uhr: Zum ersten Male. »Nach mir . . .” Montag, den 29. Januar: Analol-Zyklns. DienS- iag, den 30. Januar: »Nach mir . . Aiittwoch, den 31. Januare „Nach mir . . /
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
Knorr- Hafermehl und Reismehl
I
danken ihren Weltruf dem hohen Mährgehalt, der leichten Verdau- ichkeit und der gewissenhaften Auswahl des Rohmaterieds.
Bei der gegenwärtigen Teuerung Ausnahme Narnnann'S „Fäustling" Lanolinseise, denn bei utroe minderter Güte kostet noch wie vor das Eilick nur 20 Pfg. 5St.lv Pst En gros: Tribus L Sundheinv Gießen._______
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wodurch sie frisch und munter werden!
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