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Die neuen englischen Univerfitäten.
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Geistesbildung des Volkes v.'u hoher Bedeutung zu werden verspricht.
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die allen Universitäten Oxford und Cambridge in der Pflege wissenschaftlichen Geistes nicht ihre Hauptaufgabe sahen, auch den gesteigerten modertien Anforderungen wissenschaftlicher Arbeit gar nicht Genüge leisten könnten, ist die Verbindung von Wissenschaft und Forschung das Ideal der modernen englischen Universitäten. Dabei haben sie freilich mit manchen Lchwie- rigkeiten zu lämpsen, denn da der englische Student im Durch- schnitie etwa ein Jahr junger ist, als der deutsche, und dem Studium oft nur drei Jahre widmet, so hat die englische Unv Dermal einen Teil der Arbeit unserer höheren Schulen mft- zuleisten. Durch Verschärfung der Einrrittsbedlngungen in die Universität sucht man diesem UHclstandc abzuhelfen. Bei der Verleihung der akademischen Grade wird zwischm den Stubentcn, die wissenschaftlich gearbeitet haben, und denen, die sich nur eine allgemeine Bildung erworben haben, ein Unterschied gemacht. Jung sind diese Universitäten alle. Tie älteste von ihnen, Birmingham, wurde 1901 gegründet. Von 1901 bis 1908 sind Manchester, Liverpool, Leeds, Sheffield und Bristol als selbständige Universitäten ins Leben getreten und gleichzeitig wandelte sich London zu einer Universität im modernen -sinne um, während Nottingham und Reading augenblicklich noch in der Umwandlung begriffen sind.
Von dem Interesse des englischen Volkes Tür Jneie neuen Anstalten legt u a. die Tatsache Zeugnis ab, daß Sir Francis Cripvle im März dieses Jahres binnen 10 Tagen über 7 Millionen Mark an freiwilligen Beiträgen für die Anlage eines neuen Hauptgebäudes der Londoner Universität hat sammeln können. An Schenkungen und Vermächtnissen smd den neuen Universitäten laut amtlicher Aufstellung allein im Jahre 1909 10 fast 3*,2 Mill.
Begüterten gewesen sind. Man sieht, neuen englischen Hochschulen, um eine für die Umgestaltung und Mo- ganzen wissenschaftlichen und
znsammensetzt, wahrend immer Btonopole der daß es sich bei diesen Bewegung handelt, die dernisierung der
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zugeslossen, und dazu kommen noch 4 Millionen, die gleichzeitig dem College von Reading zugesagt wurden rür den Fall, daß es sich binnen 4 Fahren zur Vollunioerntät ausgestalte. J}m selben Jahre zählten die neuen Universitäten bereits eine Stu dentenzal 1 von 22 187, die sich aus allen Teilen des Volkes Oxford und Cambridge im wesentlichen
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Der besuch der Königin wilhelmina in Paris.
Paris, 1. Juni. Präsident Fälliges gab zu Ehren der Königin Wilhelmina und des Prinzen Heinrich der Niederlande ein Tiner, dem 250 Gäste beiwohnten, darunter das diplomatische Korps, die Präsidenten des Bureaus des Senats und der stammet, Mitglieder der Regierung, Vertreter der Politik, der Armee, der Universität, des Handels und der Presse.
Trinkspruche.
Während des Festmals drückte Präsident Falliöres in einem Trinkspruch die Hoffnung aus, daß der Besuch der Königin und des Prinzgemahls die herzlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Holland befestige. Frankreich, sagte der Präsident, sieht in Holland, das mit Recht eifersüchtig auf die Wahrung seiner Unabhängigkeit und des glänzenden Aufschwungs seiner wirtschaftlichen Macht bedacht ist, das Land, das die Pflegestätte von Wissenschaft und Kunst ist. Ter Präsident trank auf das Wohl der königlichen Familie und das Gedeihen Hollands.
Tie Königin erwiderte, die französische Kultur fand in den Niederlanden immer begeisterte Verehrer.
Die Zinanziage Ru&Ionös.
Der russische Reichs rat trat in die Budget beratung ein. Ter Berichterstatter des Finanzausschusses führte aus, daß der Ausschuß dem von der Duma festgestellten Einnahme-Etat beistimmtc, jedoch den Ausgabcetat nur um neun Millionen gegen 17 Millionen von der Duma vorgenommener Abstriche herabsetze. Er stellte die günstigen Ergebnisse der Budgetgebarung in den letzten fünf Jahren fest, welche die Anhäufung des freien Barbestandes der Reichsrentet von 450 Millionen ermöglichte. Tie Finanzlage Rußlands sei sogar vom pessimistischen Standpunkte günstig, wenn auch nicht glänzend. Ter Finanz - m in ist er charakterisierte in anderthalbstündiger Rede das Budget 1912. Er erklärte, wenn die Schätzungen der Einnahmen gegen 1911 sich auch bedeutend erhöhten, so erwiesen sie sich schon jetzt vollkommen berechtigt, da die Einnahmen in den vier Monaten von 1912 die Einnahmen des gleichen Zeitraumes des Vorjahres um 34 Mill, überstiegen. Weiter wies der Minister darauf hin, daß sich trotz der großen Steigerung der Ausgaben des Lrdinariums, unter denen sich die durch die Mißernki^ hervvrgerufenen enormen Anweisungen und Hilfeleistungen befänden, im letzten Jahre die Staatsschuld sich um 154 Mill., während der drei letzten Jahre um 200 Millionen verringerte. Weiter sprach der Minister über die Stabilität der Finanzlage. In Bezug darauf wurde öfter die Ansicht ausgesprochen, der Finanzminister lege einen übermäßigen Optimismus an den Tag, der der festen Grundlage entbehre. Ter berühmte Finanzkritiker Tr. Martin sagte sogar für 1912 die Zahlungsunfähigkeit Rußlands und die Unmöglichkeit der Deckung der Änleihccoupons voraus. Wohl fei die Zukunft von Schleiern verdeckt, jedoch gäben die Resultate der letzten fünf Jahre keinen Grund zum Pessimismus.
ju den außerordentlichen Ausgaben im Zusammenhänge mit dem Schiffbauprogramm übergehend, wies der Minister nach, daß das russische Budget durchaus den Anforderungen der Marinerüstungen gewachsen sei. Indem er davon ausging, daß die Einnahmen des Reiches jährlich um 3y8 Prozent zunehmen, berechnete der Minister den freien Barbestand in zehn Jahren auf V/t Milliarden Rubel. Der Minister schloß mit der Erklärung, die finan-
524 30 [30001 02 784 802 * | 54 82159 637 60 333 §. (500) 661 83 67 703 48 6 ’ 16 848 945 95001 63 IM * 779 84 [ 600] 8-5 9 8073 ■' II 354 6 6 68 438 [600] MB 235 [10001 65 345 432 612 C 99164 90 216 [1000] 80 4. a’Ä»’ SÄ •£.
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Sie, die Königin, sei stolz darauf, daß in ihren Adern französisches Blut fließe Die Königin gab der Freude über den Empfang, den ihr die Bevölkerung von Paris bereitete, Ausdruck und trank ans die Gesundheit des Präsidenten Falliöres und das Wohlergehen Frankreichs.
Nach dem Festmahl wohnten die Königin, der Prinz gemahl und der Präsident der Galavorstellung in der Oper bei.
Paris, 2. Juni. Königin Wilhelmina und Prinz Heinrich der Niederlande gaben heute zu Ehren des Präsidenten Falliöres und Gemahlin in der nieder! ä n bj - schen Gesandtschaft ein Frühstück, an dem Se- natspräsidcnt Tuboft, der Präsident der Deputiertenkammer, Tefcksanel, und Ministerpräsident Poincarv teil nahmen.
Königin Wilhelmina legte heute nachmittag am Denkmal ihres LlhnHerrn, des in der Bartholomäusnacht ermordeten Hugenottenführers Admirals de Colig ny, einen Kranz nieder.
Tie Blätter erörtern mit Befriedigung die im Elysec auvgebrachten Trinksprüche. Sie heben insbesondere die auf die U n a b h ä n g i g k c i t H o 11 a n d s bezüglichen Worte des Präsidenten FalliörcS sowie die Stelle hervor, in welcher die Königin Wilhelmina erklärte, daß jie aui das in ihren Adern fließende französische Blut stolz sei.
— Ter Jahrhundertball. Von den großen Festen, die in diesem Jahre wahrend der Londoner Saison gefeiert werden, beansprucht der Zahrhundertball, der am 6. Juni flottjinben soll, auch in Teutfchland ein besonderes Jmeresse. Die Spitzen der Londoner Gesellschaft haben sich vereinigt, um unter diesem Titel ein großes Ball fest in Kostümen des Jahres 1812 zu Wohltätigkeitszwecken zu veranstalten. Es findet zum Besten der „Soldaten und Seemannshilisgesellschaft" statt, und wird infolgedessen entsprechend militärischen Eharakier tragen Zwei große Quadrillen „Waterloo" und „Nelson" werden aufgeführt. Alle Teilnehmer müssen in Phantasiekostürnen der Zeit erscheinen. Bei dem in London augenblicklich, noch teilweise wenigstens, herrschenden Lchneiderstreik macht es große Schwierigkeiten, namentlich die £>crrentleibet zu beschaffen, da die Jagdröcke und Kniehosen von erstklassigen Schneidern angefertigt werden. Tie Herrschaften werden zum Teil berühmte Persönlichkeiten der Zeit verkörpern: Str Charles Hartovv wird als Napoleon, Lord Hatdinge als Wellington, Lord Titchfield als Prinz von Oranien und Lord John Eavendish als Blücher erscheinen. Tie jungen Damen der englischen Gesellschaft werden die Kostüme des Hofes! und der Gesellschaft von 1812 tragen. Tie Quadrille „Gesellschaft" wird der Prinz Alexander von Battenberg anführen. Selbstverständlich werden alle Uniformen der Zeit vertreten sein, und von deutschen Regimentsunfformen sollen die der Ulanen erscheinen. Die Uniformen werden durch einen kurzen Rock von grünem Tuch, der an der Seite bis zmn Knie geschlitzt ist, und rot passcpoiliert wird, vervollständigt. Der sckpvarze Lederhelm mit der Met all spitze und einem Federbusch bekommt Fangschnüre, die aui der Brust befestigt sind. Eine andere bevorzugte deutsche Uniform wird die der Gardegrenadiete sein, aus blau und weißem Tuch, mit Kragen und hellroten Aufschlägen. Tie Nelsonauadrille bietet Gelegenheit, tue verschiedenen Marineuniformen zu zeigen. Nelson selbft wird dargestellt in dem Mantel, den der.Nationalheld bei seinem Tode trug. Für die Stilechtheit oer Kostüme werocn nicht nur die Familienarchioe, sondern auch das britische Museum in weitem Maße in Anspruch genommen.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Unter dem Vorsitz des Geheimrats Professor Tr. Molli Berlin> tagte in Kiel der Kongreßdes Teutichen Vereins für Psychiatrie. Zum Ort der nächsten Tagung wurde Breslau gewählt.
Fast alle Gemeinden bis zu den fleinften und entlegensten Tünchen, stehen auf der Verlustliste. Einen bemerklichen Zuwanderungsgewinn hatten nur die Crte Bad-Nauheun 713, Friedberg 284, Lauterbach 272 und Rockenberg 134. Dagegen verloren Stockheim 131 (bei einer Gesamteinwoh- verzollt von nur 856), Düdelsheim 129, Gedern 121, Lol lar 103. Wenn aucy die übrigen Verlustgemeinden nur Dutzendverluste hart eit, so summieren diese sich doch zu den vorhin genannten erheblichen Kreisverlusten.
Fragen wir angesichts dieser für eine Landbevölkerung recht bitteren Erscheinung, die zu Sorgen Anlaß gibt, darnach wohin diese verlorenen Landeslinder geraten sind, so geben die zusammenfassendeii Zahlen der Landessta tistik eine sehr unbefriedigende Antwort. Die fünf größten Städte des Großherzogtums verzeichnen nur einen Warn derungsgewinn von knapp 2000 Köpfen, das gesamte übrige Land aber einen Abwanderungsverlust von 16 012 Seelen, die also nach anderen Staaten abgeflutet sind Tie Verlustdifferenz beträgt also für den Staat rund 14 000. Diese Ziffer bekommt eine besondere Färbung durch einen Vergleich mit dem Jahrfünft vorher: 1901/05 mar über Haupt kein Verlust, sondern Hessen hatte im Gegenteil einen Wanderungsgewinn von 5880 buchen können. Temnach scheint das Großherzogtum, und zwar in der Hauptsache die kleinen Städte und die Landgemeinden, nicht mehr imstande, seifte Landestinder an der Scholle festzuhalten? Tie Erwerbsmöglichkeiten des Landes sollen sich in der kurzen Zeit so außerordentlich verschlechtert haben?
Während wir in unmittelbarer Nähe (Rheinland-Westfalen > eine ungeheure, immer mehr anwachsende Zusammenballung der Bevölkerung wahrnehmen können, beginnt also das Großherzogtum Hessen sich zu entvölkern. Ter im Boden liegende RcickMm des hessischen Landes, aus dem die wirtschaftliche Urproduktion einer Gesellschaft beruht, kann sich ja mit den Bodenschätzen der Nachbar- länber nicht messen. Immerhin ist Hessen aber doch kein so armes Land, daß es nicht mehr imstande fein sollte, eine auch nur stationäre (sich gleichbleibende) Bevölkerung zu ernähren.
Die halten wir unsere Bevölkerung fest? Ja mehr noch: Wie sorgen wir dafür, daß die Landesbevölkerung wieder normal zunimmt, da der natürliche Geburtenüber schuß-doch da ist (72 876 für das letzte Jahrfünft) — diese Fragen müssen für die nächsten Maßnahmen der Landes- politik der oberste Leitgedanken sein, wenn Hessen im Rate der deutschen Stämme nicht an seinem Gewicht und Wert dauernde Einbuße erleiden soll.
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Die Landflucht in der Provinz Gberhesfen.
Im Fahre 1889 erregte das Buch Gg. Hansens „Die tret Bevölkerungsstufen" allgemeines Aufsehen, das am Schlüsse zu dem Lehrsatz kommt: „Die städtische Bevöl- !erung eines Landes ist in stetem Absterben begriffen; sie wird durch den unaufhaltsamen Nachzug der länb- lichen Bevölkerung ersetzt und ist auf diese angewiesen, wenn sie nicht in sich selbst zusammenbrodeln soll." Hansen sagte damit zwar nichts neues; seine Lehre ist so alt wie he Bevölkerungsstatistik überhaupt. Otto Ammon baute cuf Hansens Bevölkerungsstufen weiter und kam zu dem Ergebnis: „Von der größten Wichtigkeit ist der Bauernland, der unter naturgemäßen Bedingungen seine Auf- re.be erfüllt, allen übrigen Berufsständen nicht nur Brot, pnbern auch den Menschenersatz zu schaffen, ber darum tolwendig ist, weil die dem Zusammenhang mit der Blutter Crbe entzogenen Stände dem Aussterben verfallen, wäh nnb das Land durch unbegrenzte Zeiträume hindurch an leib und Seele gesunde Menschen zu erzeugen vermag." teibe Schriftsteller konnten sich damals auf die Sterb- l.chkeitsstatistik von Stadt und Land stützen, die m der aat tiefgehende Unterschiede auftvies. Inzwischen hat sich e:n großer Umschwung vollzogen. Tie städtischen Fort- ? sbritte verbesserten die städtischen Sterblichkeitsziffern an- : bauernd; ihr Wohlstand hob die Qualität ihres Menschen- I ntaterials, und R. Kuczynski konnte in seinem gründlichen Berte „Ter Zug nach der Stabt" 1897 Hansen unb Ammon in ihren Grunblehren erschüttern. Tie anschließenbe Po- |r lcmik klärte das Thema weiter, aber selbst der geistreiche Btberfprurf) Bailobs unb Sohnreys vermochte bie Behaup , ping Kaczynskis nicht zu entkräften, bie dahin ging, „daß • h e Beweise Hansens unb Ammons für das angebliche fort i röhrende Absterben der städtischen Bevölkerung unb ihre «Ersetzung burch die ländliche eine wissenschaftliche Prü- Ufrrng nicht vertragen".
Aber ganz abgesehen von dieser früher grundlegenden ■ Seite des Problems der Entvölkerung des „platten Landes", ■ h h. der länblidjen Gemeinden, ist bas Thema heute noch ■brennenber wie ftflper geworben, denn in geradezu be- ■angftigenber Weise hat in zahlreichen deutschen Landes- ■qtbieten die Abströmung der ländlichen Bevölkerung zn- U^cnommen. In einzelnen Ländern ist sie im jüngsten De- I Milium direkt zu einer Lebensfrage ber Landeskultur ge» ■ worden, so im Großherzogtum Hessen namentlich in R h e i n - ■ lief f en, wo allerdings die ungünstigen Verhältnisse des 1 Leinbaus als Londereinjlüsse wirkten, unb in ber Provinz Ober Hess en, wo die Bodenverteilung eine ganz mbere ist, aber anscheinend gerade dadurch zu dem treibenden Hauptfaktor wurde.
In dem Jahrfünft 1906/10 hat Oberhessen zwar .inen Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen von , 18375 Köpfen aufzuweisen: aber bei der Volkszählung 1910 wurde doch nur eine wirkliche Bevölkerungszunahme von 12 478 Köpfen festgestellt, so daß ein Defizit von 5 895 Personcn entstanden war. Rund 6000 Köpfe waren Uso in diesem Jahrfünft der Provinz verloren gegangen, liefen bedeutenden .Abfluß hatten mit Ausnahme ber Kreise Sießen Stabt und Friedberg, die aber auch nur (tag- I niecten, vor allem die ganz ländlichen Kreise Alsfeld, Bu- v» Hingen, Lauterbach unb Gießen Land zu bestreiten und zwar
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Nachdem bie englische Regierung ihren Zuschuß »ur Unter- I Haltung der LanbeShochschulcn erst im Jahre 1906 von 1 Million I auf 2 Millionen Mark erhöht hatte, hat sie ihn bereits reifer I um eine weitere Million gesteigert. Tie Verteilung die,es Be- I lieget auf die einzelnen Universitäten Englands ist nach langen I Verhandlungen und Untersuchungen jetzt endlich erfolgt, und zwar I schvanken die einzelnen '2lntcUc zwischen 26000 Mk. ftk-Sheffield “Ul der niedrigsten Summe von 110OOO Mark Tür Manchester, iDiese Summen kommen aber nicht den
m. 128 Erster Blatt 162. Zahrgoiig Montag, 3. Juni 1912
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erschein! iäglich, außer monatlid)7M3twtHerte(-
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gSS? General-Anzeiger für Gberheffen B&S te'bV'wsnümm" Botartonsörn» und Verlag »er vrähliq.n Unio..Bad): und riiindr»<k«re> H. lange. Nedattian. Ln-tdMan und vrickerel: Lchulftrahe T. bi» vormittag« 9 Uhr. vübmgen: Zentsprechrr Nr. 269 Krschüstrftelle vahnhoffttahe 16a. Anzeigenteil: 'o. Beck.
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^-,6001 oo. B höchsten Anteile. Tiefe Summen .^mmen abcn mcht den - - u5:83m 1 i-iberuhmten und — altmodischen Nannchen Univerntaten Eng- I lento, Oxford unb Cambridge, zugute, sondern vtcknehr durch.
; 124 iVSti5551 «8 den modernen UniDerjtäten des Landes, bie einen neue st - 801 I Typus darstellen und für uns um,o mieten ant er und, als
M nach deutschem Muster aufgebaut wurden. .
K. Wichmann in Birmingham, der rm nächsten öene_ ber internationalen Monatsschrift für Wissen'chaft, Kunst und ^ech- r.tf" über diese modernen englischen llmDerntaten einen beachuns- ß Venen Bericht erftattet, hbt hervor, MR an den moderner^ uni- I Oerfitäten Englands ganz nach
I lä: eingerichtet sind, nach beuti ehern Muster der ehr bet rieb in Sorlciungen und Seminare gegliedert und die
küsgeführt ist. Nach deutschem Muster wohnen die Studenten itber bie Stadt zerstreut und nicht in, Internaten. _ Es >md biete njbernen englischen Hochschulen Ge t st vom Gerste derbeu u öen Universität, unb unter ihren Lehrnn nndrn ich >i.: aufrichtigsten Freunde, die ^.-euticblanb in
ovitzt. Ausnahmslos liegen diese Unweriitaten Mrtttwunkten Lees Verkehrs und der nationalen Arbcft, im ocrzen^t ®roB Ubtc 5'iglanto. Sic haben sich starke techni,chc urw Hand^ab^lun^.n utgcgiiebert mit dem ausgeiprochenen Zwecke, bie in btn bet« Ten- >sn Gegenden vorherrschend-n Industrien nach «jarttn. ,u lor- Osrn. In diesen Abteilungen besitzen ,re dee'gn^te Werbemtnel, ura bedeutende Unterstützungen rur die 6weckc der o-chichul,. ü'ssig zu maaren; so har erst vor wenigen
'Oüait Birminghams ihren Jahrcszuichust zur Umocrittat von 11*0 000 Niark auf 300 000 Mark erhöht.
Aber die moderne:! englischen U-iiversttaten ftnd doch ber °°:°ktischen Ausgaben nicht stehen geblieben lonbern ,c^ r--ch dem beutichcn Vorbilde ihr eigentliches 3ul m gg Doiiterung der Krenzen der menschlichen Erkenntnis. Wahrend


