162. Jahrgang
Dienstag, 2. Ii:!i (912
Zweites Blatt
Nr. 153
51
Erichemi täglich mit Ausnahme des Sonntags.
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Zubiläumr-Gauturnfest Gießen 1912
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und Gerhard Steinhäuser 68, 36. Arthur Flaume, Fritz Leck und Willi. Müller 67-/2, 37 Karl Mootz, Gruft Pfeiffer. Martin i i 0*1' . \ . .. c k '*- ulz.. S! Lx <
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des Vereins diese Aufgabe erfüllen kann und ob die religiöse und 0 a r t c t v 0 f 111 i d> e Neutralität des auszunehmenden Vereins gewährleistet ist.
** Eine kleine Ausstellung von Drucksachen, die sich auf das Gießener Turnwesen, Turnerschaft, Gau- unh Kreisturnfeste und turnerische Gedenkmünzen streckeri soll, wird der oberhessische Geschichts- verein am Sonntag, 7. Juli, aus Anlaß der Abi
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unioerfuai - Buck- und etemdrudercL R. Lange, Dieven.
des Gcruturufestes veranstalten. Ans Wunsch ift d n <*1 schickftsverein bereit, am kommenden Fonutag von ’. I bis 1 Uhr Führungen durch seineSammlungen zu leiten
♦* Abonnementskonzerte unserc t Regiment kapelle. Das vierte Abonnemencökonzctt stndei ausimhm:
Die „Oietzener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger' viermal ivöckrenllich beiqelegt, daS „Kreisblatt fit den Kreis Siegen" zweimal wöchentlich. Tie ,,Landwirtschaftlichen Leit- fragrn" erscheinen monatlich zweimal.
Redakn.m, Expedition und Druckerei: ? cknl- ftrafce 7. GrpedUion imb Verlag: esfeuäl. Redaktion: 113. Tetz-Adru '21 n <eigec(Btefeen.
Die Beteilig,mg an den der Jugend vorbchaltenen Wettkampf fen, dic gelegentlich der Vorfeier zum Jubiläums Gaur um fest am Samstag und Connwsi staManden, war sehr gut und auch die Ergebnisse der cin^onen Abteilungen zeigten 1 reuliches Bild. Unsere Jugend benstes, daß sie nicht ungeübt ist in den Leibesübungen und daß sic sich mit frobem Eifer an ihre Aufgaben heranmachte. Im folgenden geben wir die Sieger
liste bekannt:
Schwimmen. (36 Teilnehmer, erreichbar 120 Punkte.) 1 Jos. Kübel 115 Punkte, 2. 'Sammy Eck 110, 3. Hans fiilbinger 1091,2, 4. Ctto Schmidt 104, 5. Ernst Ludw. v. Grobmann 102,5, 6. Wilh. Cullmann 102, 7. Bruno Fi; 101, 8. Ernst Hempel 971/2, 9. Rudolf Werner 951/«, 10. Fritz Hofmann 94'/,, 11. Karl Zimmer 91'2, 12. Karl Renk 91, 13. Paul Eckhardt 90, 11 Ernst iLwmtcnkorn 87, 15. Karl Bourkarde 84' 2, 16. £>erm. Aubel 83,5, 17. Fritz Rupp 82, 18 Otto Hofmann 81, 19. Rich. Wagner 751/2, 20. Dans Kurt Köppe 72, 21. Rick Brasch und Wilh. Davpcr 71'22. Wilh. Schenk 71, 23 Wilh. Klebe .70h«, 24. Herrn. Duckard und Wilh. Schaaf 70.
Stafcttenlauf. (15 gemeldete Riegen aus den verschiedenen Schulen.) Oberstufe: 424/-, Sek. (Obcrrealschule): Ringel, Bierau, Kreiling, Schäfer. Mittelstufe: 45-/'. lRealgvmnafiuiu : Sckmnbl, Dietrich, Zöller, Trautmann. Unterituse: 494/s (Stadtknabenschule).
Schülerturnen, etwa 270 Teilnelyner, Ober-, Mittel- und Unterstufe. Oberstufe. 1. Karl Bernhard 90 Punkte, voll erreicht, 2. Alfred Hahn 88,5, 3 Hck Euler 84, 4. Ford Schott 83,5, 5 tzans Becker 83, 6 Rud Werner 79,5, 7. Willi Engelhardt 79, 8. Adolf Bierau 75,5, 9. hch. Grünewald 74,5, 10. Sammy Eck und Waller Fabel 71, 11. Reinhold Schulte 60,5, 12. Otto
Wahl 50. .. M
Bei Ja ustball 1. Stufe negte: Realgymnasium U. I. mit 69:60 Punktest (Cullmann, Lahr, Schott, Geitz, Nolle) gegen Gymnasium I b
Bei Fauftball 2.Stufe siegte: O berreal) chulelld.- mit 40:35 Punkten 'Arnold, Jager, Herberger, Weber, Kramer! gegen Gymnasium Ildz und gegen Realgymnasrum mit 60:31
Schlagball siegte Oberrealschule Illb, (Diehm, Prass, Wirbelauer, Hainer, Blick, Katz, Kock, Schlabach, Keller, Ludwig, Sckwaab, Dauster) gegen UIII Realgymnasrum mtt 102:21 Punkten. _
B-i Sch! cuderball siegte Ia Stadtknabenichule mit o:0 Toren gegen I b Stadtknabenschule.
Tamburinball konnte wegen Mangel an 3eit nicht fertig gespien werden und wird Endspiel am nächsten Sonntag stattfinden c 1 ; a u i mußte wegen Zci:ni.r.'-u ^'..s'e'lcn
Aus Stadt und Land.
Gießen, 2. Juli 1912.
Jahre hr das Quartett zur Feier des amettkanischeu Unabh^ingn, keitsfestes in Bad-Naulu>m nnlgennrkt und wurde von der iy-ii versammlimg sehr beifällig aufgenonunen. AuS dem Spiclvlan unserer Regimeutskapelle sind zwei weitere Preismärsche aus bent Wettbewerb der Woche sowie Stücke aus Grieg's Sigurd Jorfal- far hervorzuhebcn.
*’ Burg Versen und das Fersental. Der für die Jahreszeit ziemlich gut besuchte Vortragsabend des 1'llldeutsch.'' Verbandes am Freitag wurde eröffnet durch eine Ansprache des 1. Vorsitzenden, in der er sich über du Bezichnngett zwischen Deutschland und Oesterreich verbreitete. Darnach sprach Amr-'- gerickstsrat Dr. Mohr 41ber Burg Persen und das F< rsental. In dem ersten Teile seines Vortrags schilderte er in fast dickte- rischer Sprache die laildsck-aftlichcn Schönheiten der Burg Persen und ihrer miheren Umgebung. Seit die kürzeste und reizvollste Zufahrt nach Venedig vom Brenner her nicht mehr über Ma - Verona, sondern durch das Sugauer Ta! irbt, ist bav 'N bei)ent oberen Teil gelegene Persen Ächnellzugshalleftelle: von Trienv ist es in einer halben Stunde erreichbar Die Burg, 176 Meter über dem M-rrkt in Kastanienwälderu und Weinbergen gelegen, ist eine deutsche Schöpfung: sic wird zum erfiennrat 845 erwähnt und spielte vermutlich in den Kämpfen zwisck>ea Franken
Schmidt 55,5.
Mittelstufe. 1. Gustav Kutzner 84V2, 2. Kutt Schäfer 84, 3 Ernst Grein xO, 4. Karl »Zöller 79V2, 5. Tb Weber 77, 6 tfarl Nagel und Otto Hofmann 7612, 7. Karl Blick 75V;, 8. Paul Eckhardt 74, 9. ftar( Lachmann 721/2, 10. Justus Selzw 714'2, 11. Ernst Becker, Willi Schenk und Ludw. Steinmüller 71, 12. Kurt Frey und Karl Glungler 70, 13. Karl berget 681/2, 14. Hermann Roth 661 15. Alb. Jung 64, 16. Wilh. Sckxtaf und
Heinr. Urback 59>/2, 17. Herrn. Treppinger 57i/r, 18. Otto Frank 53, 19. Ferd. Spam er 52, 20. Rud, Dittnch 511/2
Unterstufe. 1. Bruno Fix 89, 2. 'Ernst Freitag und Ernst Bode 871/», 3. Ernst Sonnenkorn 87, 4 Wilhelm Seitz 86, 5. Wilh Arnold und Adolf Moekel 85, 6. Julius Schlabach und Otto Heitmann 84, 7. Fritz Wachtel, Wilh. hillgärtner, Karl Urban 83, 8. Wilh. Michel und Heinrich Becker 821 9. Karl Bourkarde und'Fritz S^oimann 81V,, 10. Felix Weift uno Gust. Schäler 81, 11. focinr. L-irniug und Otto Köhler SO1/?, 12. Karl Lang und Hcinr Wagener 80, 13. Karl Renk, Adolf Zimmer, Ludw. Lotz und Georg Pfaff 79’,, 14. Richard Brasch 79, 15. Karl Geitz, Will). Lust, Gustav Schenk, Theodor Dieterich und AugustHölscher 78- , iß. Will). Ruhl, Heinrich Kckhn. Karl Schmidt, .Heinrich Klisfmüller, Richgrd Hildebrand und Karl Böhm 78, 17. Karl Sirnmei' und Arrur Fourier 771/?, 18. Heinr Wisker 77, 19. Jakob Nuftbanm 761/2, 20 Heinrich Wagner 76, 21. Ferdinand Engel, Wilh. Pfeiffer und Julius Gnngerich 75V»,'22. -Hans Ihle, Georg Schmidt, Ang. Dauster, Heinrich Fleck und Wilh. Rauh 75, 23. Will). Rieb und Wilh. Ott 74, 24. Karl Webrum und Richard Koch 731/2, 25; Hans Knieper und Marttn Balser 73, 26. Hans Kurt Kocppe und Wilh. Reul 72'?, 27. Paul Beppler Willi Schwarz, Hans Sonntag und Karl Horn 72, 28. Adolf Euler, Karl Sckrmidt, Georg Schubecker, Wilh. Dapper und Ludwig Deibel 711/2, 29. Ludwig Geumcr und Karl Ockel 71, 30. .Berthold Goß, Karl Engi sch und Paul Will '70 v», 31. Otto Bartel, Karl Weber und Rudolf Helm 70, 32. Fricdr. Wirbelann und Karl Michel 69i/», 33, Herrn. Otto Vaubel und Rud. Krausmüller 69, 34. Fricdr. Bötz, Rich. Schneider, Philipp Balser, SjanS Beith, Walter Zöller und Georg Hammel 681/2, 35. Friedrich siegel
und Longobarden eine Rolle. Im frühen Mittelalter gel-orten <nrg und Land zum .Herzogtum Bayern, im Jahre 1306 kamen sie in den Besitz der (grafen von Tirol Mt Tirol gingen sie 1363 an das Haus Oesterreich über, bei bem sie bis 1531 blieben. Dann wurden sie Eigentum des Fürstbistums Trieni, deren Bischöfe sie in späteren Zeiten als glanzvolle Somiv.rresiden.z benützten. Im Jahre 1905 wurde sie von einer Gesellschaft deutschempfindender Männer erworben, um sie zu einem Stütze punkt des Deutschtum-- im Sugauertal auszugestaltcn. Ein Teil der Räume sind von den Burggenossen auf ihre Kosten her- gerichtet und.ausgestattet worden, während ein anberer Teil als Fremdenzimmer zur Verfügung steht. Wer fnr (ick und seine Fa- mi'ic einen Herrensitz im schönsten Teile Tirols schaffen will, kann es tun, indem er Mitglied der Gesellschaft wird und sick ein Zimmer entrichten läfjt; er dient damit gleichzeitig dem Deutschtum. Ter Eltristopher See, der etwa 40 Minuten von der Burg entfernt liegt, bietet Badr>, Kahnfahrt- und Fischereigelegenheit, das Fischreck, (orok das am See gelegene Hotel bestnden sich ebenfalls im Besitz der Gesellschaft. Auch fast alles zur Siedttmrg geeignete «Gelände ist von der Gesellschaft an gekauft und eine Reihe deutscher Landlstruser sind berefts gebaut. Burg Persen ist ein Beispiel dafür, was das Vorgehen zielbewuftter, deutschgesinnter Männer ohiu staatliche Hilfe zu errcirfjcn nmnag. Die Burg bildet den Mittelpunkt in ser Kette alter deutscher StcMnngen, oft von Bozen Wer Truden und 9Ltnei durch das Ferst ntal nach Persen, von dort nack Lusern yir Hock)ebene von Bllgerent und weiter bis ins £atni- und Aftachtal ftchrcn. Während vor 30 Jahren von den 1800 Bewohnern del Fersentals 800 italienisch als Umgangs sprach)« angaben, haben bei der Volkszählung von 1910 sich nur norfi 36 zur iialienischen Sprache bekannt. Im zweiten Teile beschäftigte sich der Vortragende mit den Ortschaften des Ferse ntals, frciuie§ an der Land von Urkunden, wie diese 6',egenden van alters 6er von Deutsch it durchsetzt mären, wie erst die Verwelschungsbesttebnusien namentlich der ttalienischen Geist- ltchkeit, die ben Vttvohnern die deutsche Sprache als etwas Bar° barisches, ja Teuflisches hinstellten, den Leuten die italienische Spracktp aufdrängten, und wie noch beute von derselben Seite dem Deittschtum mannigsackw Schwierigkeiten in den Weg go stellt werden. Eine Reihe schöner Lichtbilder erläuterte die land^ sckwftlichen Schilderung en: zum Schlüsse wurden and) iroch einige Lichtbilder aus dem abgebrannten Lusern vorgeführt.
Kreis Friedberg.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefien
Dechcrt, Wilh. Hans, Wilh. Ömmert und Wilh. Schmidt 67, 38. Arnold Stocrte und Fritz Rupp '661/2, 39. Gotthard Blum, Hans Rühl, Wilh. Stein. Ernst Wen-tt und horst Bauer 66, 40 Fritz Münze!, Wilh. Wagner, Georg Kühn und Herrn. Röhnig 651/2, 41. Aug. Schmidt, Katt Eidmann, Karl Hermann, Heinrich Volk, Heinrich Hölscher und Theodor Schwiüier 65, 42. Rud. Leidhäuser 64''--, 43. Kurt Rosenberg, Kurt Berrrhardt, Hans Zöller, Wilh. Eickmann und August Deibel >64, 44. Adolf (Steuer» wald, heinr. Rosenbecker und Ernst Fiol 631/2, 45. Heinrich Zult 63, 46. Emst Schwarz, Ludw. ^Krafthövel und Otto Gröftcr 621/2, 47. Siegfr. Hardt 62, 48. 'Karl Mattin, Ludw. Bellen- hofer, Otto Wi'ttkovv und Katt Hofmann 6I1/2, 49. Paul Klinkel, nnd Ludw. Reutbardt 61, 50. Aug. (Prinz und Emil Becher 6OV2, 51. Ludw. Schimmel, Friedr. Beckfthold und Wilh. Hofmann 60, 52. Aug. Dosch, Kutt Büchner und Fr. W. Rüspeler 59' 2,
Hauptversammlung der nationalen Arbeiter.
~ Essen, 1. Juli.
Der Bund Drmtscher Werkvereine, der Bund vaterländischer Arbeitervereine, der Verband feern mitiidnr Berufsvereinc und andere verwanote Vereine traten hier mit dem hauptausschuft nationaler Arbeilerverbäirde zu eilrer Tagung zusammen. Es waren über 100 Werkvereine mit etwa 150 000 Mitglieder vertreten. Zum zlveiten Bund e *? t a g Deutscher Werkvereine waren namentüd) aus dem rheinisd) weinätischrn Indus!riebezirk, aus dem Saarrevier, aus Speyer, Schlesien, Sachsen, Thüringen und Bcttiii Vertteler ettchiemm. Der Schriftführer de^- Bundes, Rupp (Bölllmgen-, erstattete den Geschäftsbericht. Trotz der Bemühungen der (*-gncr hätten sich die Werkvereine zu einem beachtenswerten Faktor innerhalb der deutschen Arbeiterorganisationen entwickelt. Dies zeige, daft in der deutschen Arbeiterschaft nock ein guter Kern stecke und das; ein grober Teil der desitscheu Arbeiterschaft erkannt habe, daft srch die Sneikgewerksd^aften von der ividdigcn Auffassung unseres Wirtschaftslebens weit entfernt hätten. Tic Arbeitskämpfe, deren Zahl and) im letzten Jahre wieder yigcnommen haben, zeigten, wie notwendig der erste Denrschc Werkverem bt Augsburg war und wie notwendig die wettere Entwicklung dieser Bcnoegiing ist Die Selbsthilfe der liicknorganisiertcn Arbeiter gegen den gcwerkscl)aftlicl)en Terrorismus fei einer der Zwecke dieser Bewegung Tie Werkvereine ineben sich auch der vrckt organisierterc Arbeiter aiukInnen, aber sie kömien erwarten, da», sich r>ic nidu Orgamsietten für diese oder jene Seite entscheid-, n. Der Streik in der Metallindustrie Berlin, der grofte Bergarbeiterstreik im Ruhrrevier 11. a. hätten die Werkarbeiter- beli'.gung mäckstig gestärkt. Das Verhalten der christlicheii Berg- arbetter in dem groben Streit lege die hoffnuiig nahe, daft sick die Christlichen Gerverksdraften und Werkvereine im Kampfe gegen hie Sozialdemokral je znsammenfinden werden. Der Trennung der Arbeiter im Wirtfckhiftsleben nach Konfessionen müsse entschieden entgegengetreten liunden. Der Bericht wendet sid) ent schieden gegen bit Bestrebungen der Derl'uer NicktunF innerball der katholtsdAN Arbeitervereine, die mit ihrer Abschlleszungspvlitik kaum eilten Erfolg haben werden Der gesunde Sinn brr beun'cher Arbeiterschaft werde ? ic'c künsiticst.-n Sckranlln unbeachtet lah'cit. Aber auch ein anderes trenne die Weikverein - von den katholischen Arbellcrvereinen: das sei die Forderung, daft nur solcl)e Leute berufen seien, Führer von Arbeiterorganisationen zu sein, die die praktisdicn .Foickerungtir des Tages nicht nur vom Hörensagen kennen. An der Spitze von Arbeiterorganisationen dürsten daher nicht Geistliche oder Sekretäre gestellt werden, sondern Männer der Praxis.
Der Bericht fuhrt weiter ans, dic Vorwürfe der Berliner Richtung gegen die Christlichen Gttverksckastin, daft ihre wittsdiaftliche Tätig-- reit den wahrhaft dnistlichen Grundsätzen ividersttcite, seien durchaus zutreffend. 2lus der wirlschafts-ftiedlichen Betätigung der christlichen Gcwerksdmften im Kvhlcnbergarbeiterftreik dürsten nickst cllzugroße Hoffnungen gesetzt werden. Sodann wird in dcm Ge^ schäftsberickt das Bedauern darüber ausgesprochen, daft einzelne konfessionelle Vereine, besonders evangelische Arbettervereine dem Merkverein gegenüber eine nicht wohlwollende Haltung einnehmen und daft and» e-nige bürgerliche Parteien der Werkvereinbewegung gegenüber sid) ablehnend verlitten. Es wird die Hoffnung ausgesprochen, daft mit dem Erstarken der Werkvereine diese Parteien ihr Urteil über diese Pcioegung revidieren werden. Der Bund deutscher Werkvereine zählt nunmehr 115 Vereine mit rund 85 000 Mitch dem gegen 56 Vereine nut 56 000 Mitgliedern im Vorjahre. Daneben fr Zieren noch etwa über 100 Werkvereine, die sich dem Bunde nock nicht migcschlossen haben. Von den Mitgliedern des Bundes sind etwa 55 000 in der Metallindustrie, 15 000 im Bergbau, 3000 in der Textilindustri e und der Rest in anderen Gewerben bcsdw'tigt. In der MetalliNdnsttte ift die 3.>kitglieder- zahl des Bundes bedeutend größer, als die des Christlickien Metallarbeiterverbandes. Der Referent schließt seinen Bericht mit der Versicherung, das; der Bimd Deutscher Werkvereine weiter kämpfen werde zum Wohle des Vaterlandes, der Industrie und nidst ju- letzt auch der deutschen Arbe-tersckast. Ferner wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, ba$ em Grundstock von 50 000 Mk. als Ver- einsocrmögc't geüßafren werde, da es immerhin nicht unbedenklich l'ei, die Arbcttgeber um Unterstützung anzugehen. Bei den Wahlen zum Aussckmß nmrde h-ervorgehoben, daft besoldete Sekretäre mit der Vertretung der Arbeiterinteressen nickst betraut werden dürfen: zu Führern seien anssttt'.ieftlich die eigentlichen Arbeiter berufen
Em Antrag Magdeburg, daft zur Deckung by: Kosten ber neu.n Dehrvorlagen S t c uern*auf t>en Besitz gelegt werden sollen, wird dem Hauptausschuß der Nationalen Arbeiterverbände überwiesen.
Nach einem Anttaei Berlin wird dem § 2 des Bundes- stat Utes folgende Bestimmung hinzugefügt: ..Jeder Verein, der sich zur Aufnalmie in den Bund anmeldct, hat seine Satzungen txm Bundesvorstand vorzulegen, der feststellt, ob der aufzunehmende Verein die Verbesserung der w mu'chastlichcn Sage des Arbeiter- / stündes zur Ausgabe hat, ob auch die satzungsgemüfte Organisation
52. Aug. Dosch, Kutt Büchner und Fr. 53 Wilh. Kleber, heinttch Vogel und Ot: .
Robert Müller und Älbett Ziettms 581/2, 55. Wild. Otto .->8, 56 Ludwig henket, Franz halber, Wilh. Hainer und Willi Heep 571'0, 57 Theodor Judt und Paul Koch 57, 58. Otto Krug 56' 59 'Aug. Biedenkopf, Will). Größer, Ang. 'helfenbein und Aug. haaä 56, 60 Wilh. Blum, Theodor Sturm und. Karl Schäfer >55, 61 K Rick. Störiko 54' 2, 62. Adolf Lepper 54, 63 Scinr. hoftnanii, Albert Launspach und Ernst Schisfmer 53 2 64. Gustav Tauber-Lollar 53, 65. Karl Roth und Richard Völker 52'2, 66. Katt Nachtigall unb .heinttch Frank 52, 67. beinrtck Seitz unb Heinrich Grofthaus 51, 68. Karl Schweitzer imir Walter
Nicder-W eisel; 30. Juni. Das 1. Kreisziegen- fest des KreiseS Friedberg ist wohlgelungen Ein stattlicher Jestzug bewegte sich durchs Torf, Radfahrer, Festjungfiuuwn, Ortsbehördeii und Ehrengäste an der Spitze, dahinter die t»-ligen Verein- und zum Schlich die preisgekrönten Ziicktti«^-. Aul dem Jestplatze begrüßte der Vorsitzende des Ottszuä jeretnS, Joh. h aub VIII., die Gäst namens der Gemeinde unb oes Vereins. Der Vorsitzende des Kttrs-iegenzuckstpereins, OctommneraiSPieft- Friedberg, hielt die Festrede über die drei Frageii: Was ist bis letzt zur »Förderung der Kreisziegenzucht gisste Heu ?' Warum müssen wir sie fördern? Was bleibt dem Kreisvevein noch zu tun? Die beiden Gefangvereine trugen Lieder vor und einige Kinder jvrachen Gedickte. 11m 6 Uhr war PreiZvetteilung, 240 Mark standen zur Verfügung.
Das Ergebnis der Prämiierung war:
1 Gruppe- Aclt er e Ziegen: 1. Preise: Job. Laub VIII., Rogalsa, L. Winter II., '.h. Häuser VI , h. Heinz II., 2. Preise- I. K. Adami, hch. Schimpf-'Osihenu, h. Hauser V., I. Fett II. (2H Fr. Schulz, h. Häuser III, >t. h. Hildebrand, h. I. haub. Ad Studt I , 3. Preise-, K. h .Hildebrand, Georg Zimmer, Katt Schneider II.-Ostheim, Gg. .Häuser V I . xv haub I., Jak. Bül X, K. K. Riegelhuth, K. Schiniof XIII., Lck. Riegel- hiith, Ehr. Hildebrand VIII., I. Mandler, Gg Sd>neider-Ost- heini, Joh. Laub VIII., Jak Hildebrand, St. Lasser Witwe, K Laub, 4. Preise: .hch Mandler, Ph. Luh, hch. Mandler, Jak Richter, .hch. Riegelhuth, sto. Riegcthuth, Ehr. Hildebrand X., PH. Maas, Jak. Hildebrand XIV., Kd. Hertel, Joh. Hch. Hildebrand, Kaspar Lenz, Kd. Richter, Phil. Studt, Mattiii Nikolai: 2. Gruppe, jüngere Ziegen: 1. Preise H. Häuser V., K. H. Hildebrand, H. Häuser IV., 2. Preise: 9Ü>. Tüscher, K. Riegelhuth, Ph. Nikolai, Ehr. Hildebrand X, I. K. Adami, 3 Preise: Phil. Stndr I. -2,, I K. Bitt, Ph SchneHn:, K. Mäthäus II., Anerkennungen: hck. L>äuser VI., ■<. ^chimpsVIII., Gg. .Häuser VI., Job. Krausgrill IX, K. Hasser. 3. Gruppe, Zeitziegen: 1. Preis Jak. Mandler, 2. Preise: Jak Hildebrand XIV., H. Winter, 3. Preise: Jak. Riegelhuth VI., Ad. Studt I., K. H. Hildebrand. 4 Grupp-', Z'. genlummer: mz n., Gg. Häuser VI., H. Winter, I \>auL VIII., I. hild-ck.and XTV, 3. Preise: H. Jung-Ostheim, I. K. Adami, I. Bill X^ PH. Studr, I K Adam:, St. Schnei - c II Er heim, M ikolat Wttwe, I. haub VIII., ferner erhielten Preise I. Klippel, H. B<m- 'mann, L. Häuser V , ft icaub, G. ckneider-Ostheim 2,, H. Mandler, Joh. Laub VIII., I. Richter II., Ph Maas: 5. Gruppe, Bocklämmer: 1. Preise: H. I Haub, Ko. Riegelhuth, 2. Preise: K. H. .Hildebrand, Gg. Zimmer, I. K. Bill, I. Bitt X., K. Schttups VHL, I. K. Adami und Pbd. Maas: 3. Preise: H. Jung IV.--Osthcim, H. Schimpf Ostheiin, , . h. Schimpf II.-Ostheim, .ä Schneider-Onbeim, ? Hildebrand- . ' Ostheim. K. Haff er (2), Gust. Schneider-Ostheim und I. Krcms-
^lstlltung grill IX.
weise morgen Mittwoch statt, woraus hiermit bejonba-? In: gewiesen wird. Dieiesmal nirb doDeutsch amcrifiiniid) Männer- gut uno aury Die, gua'. kett den Abend perfdiönn it hellen, die vier Herren werd.m ein durchaus er deutsche und amerikanische Gesänge, barunt.r zwei mit geradem köstlicher Banjoimilation, mm Vonrag bringen, mit denen n Überall einen dnrck-chlagenden Ersolg errungen haben. Im voiiaen
politische Lage-schau.
Landw'rtsckastSrat unb Bksihsteukr.
Der ständig' Ausschuß des Deutsch^)! Landwirtschaftsrates hielt an- Montag in Baden-Baden eine Tagung ab, der u a Prinz Albrecht zu. Löwenstein, Minister Frei^ Herr von und zu Bodmann, Gras August v. Bismarck, von Oldenbu»g-Januschau u. a. beiwohnten. Den Vorsitz führte Präsident Gras v. LdMTcrin-Löwih. 11. a_ besck)äftigte sich die llia-gnng tml ihcr Irage brr Befiysteuer und der Deckungs- fteucnr, die der ittevi _‘taq beschlossen hat. Der ständige Ausschuß gab hierzu folgende Erllarung ab: 1. Nachdem die notwendige Teckuiig der Wc'hrvorlage ausschließlich durch eine neue starke Belastung des landwirtschaftlichen Brennereigewerbes erfolgt ist, ersck>eint es doppelt unbillig, die gefetzlick) für ben 1. April 1914 beschlossene Herabsetzung der Zuckeiffteuer von dem vorherigen Jnkrasttreten einer neuen allgemeinen Besitzsteuer abl)ängig zu machen. Da >cr Zucke rverbrauch durch Die Höhe der Zucker steuer eine ehr bedeutende Einschränkung erfährt, würde eine Herab- etzung der Zuckiwsteuer von 14 auf 10 Mark pro Toppel- entner auf bic Dauer überhaupt keine Minderung, sondern eher eine Steigerung der Reichseinnahmen bringen. Ein weiterer Aufschub der jetzt 20 Jahre 00in Rcicl)stag geforderten und wiederholt gesetzlich beschlossenen heracksetzung der Zmkersttuer erscheint daher nicht nur untvirtschaftlich, sondern zugleich auch finan-polittsch verfehlt. 2. Sollten bic Ergebnisse des laufenden Etatsjahres auch im kommenden Winter nach dem Wi-eberzusammimtritt des Reichstages Überhaupt noch eine Befitzstener erfordern, so würde eine mäßige und voraussichtlich bald wieder entbehrliche Echo Huna der Mal ciku larbeiträge, so bedauerlich diese auch an sich sein würde, doch jeder unten Besitzsteuer vorzuziehnr sein — An die Tagung schloß sich ein Ausflug in den Schwarzwald unb nach Langen-ell auf das Gut des Prinzen Löwenstein.


