Ausgabe 
2.4.1912 Zweites Blatt
 
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Nr. 79

Zweites Blatt

162. Jahrgang

trftietnl til-Uch mit Ausnahme bei Sonntag».

tiefltfttner LamiltenblSNer" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigdegt, daß KreUblatl fBr bei Kreis -letzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschastlichen Lett- fragen «Schemen monatlich zweimal.

Eichener Anzeiger

Seneral-Anzeiger für Gberhejjen

Dienstag, 2. April 1912

Uetattonßdruck and Verlag der vrüblichen UnwersitLtS - Buch- und Sieindruckerei.

R, Lang«. Dießen.

Äeboftten, Lxpeditton und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: 61.

RebaftU)n:e^ll2. Tell-Adr^AnzeigerLießen.

Drei neue Gesetze

sind für das Deutsche Reich am 1. April in Kraft getreten, es ist dies das Hausarbeitsgesetz, eine Novelle zur Gewerbeordnung und die neue Maß- und Gewichtsordnung. Tie drei neuen Gesetze greifen tief ins gewerbliche Leben ein. Durch das Hausarbeitsaesetz sollen mannig­fache Uebelstände in der Heimindustrie abgestellt werden. Das Gesetz schafft (Wir haben bereits einen ausführlichen Aufsatz darüber veröffentlicht.) neue Mittel, um den Heim­arbeitern gesundheitlich einwandfreie Arbeitsstätten zu schaffen, auch sind die Namen der Heimarbeiter öffentlich der Polizeibehörde bekannt zu geben, wodurch kranke und minderjährige Heimarbeiter besser kontrolliert werden kön­nen. Die Bestimmungen über Hygiene und Sicherheit der Werkstätten sind wesentlich versästirft worden. Um die wirt­schaftliche Lage der Heimarbeiter zu bessern, werden für sie Fachausschüsse gebildet werden, die sich auch mit Lohnfragen beschäftigen dürfen. Später sollen noch Bestimmungen in Kraft treten, die den Aushang von Lohnverzeichnislen in den Arbeitsräumen und die Ausgabe von Lohnbüchern obli­gatorisch machen, um der Preisdrückerei und dxm Lohn­unterbieten einen Riegel vorzuschieben.

Die Novelle zur Gewerbeordnung beseitigt die Lohnzahlungsbücher für minderjährige Arbeiter, führt dagegen aber Lohnzettel und Lohndüten für alle Arbeiter ein. Die neuen Lohnzettel und Lohnquittungen (§ 134 d. G. O.) müssen enthalten: Art, Umfang der Arbeit, Lohn­sätze, Lieferungsbedingungen, Termin für die Ablieferung, Tag und Lohnzahlung, Name. Durch diese Bestimmungen sollen die häufigen Streitigkeiten wegen Lohndifferenzen verhindert werden. Die Novelle gibt den Kommunen weiter das Recht, die Fortbildungsschulpflicht auf a lle gewerb­lichen weiblichen Arbeiter unter 18 Jahren auszu­dehnen.

Tie neue Maß- und Gewichtsordnung führt die zwangsweise periodische Nacheichung aller Maßgeräte ein in Fristen von 2 Jahren. Tie kommunalen Eichämter werden verstaatlicht, neue Aemter eingerichtet. Zur Be­quemlichkeit der Eichpflichtigen werden Eichtage für die ein­zelnen Gemeinden abgehalten. Die Aussicht über das Eichungswesen wird den Oberpräsidenten übertragen, denen Eichinspeklionen unterstehen. Tie ^ichpslicht wird erweitert, Obstwein- und Biergebinde unterliegen der Eichpflicht. Ge­wichtsstücke von 250 und 125 Gramm sind zulässig.

Arbeiterbewegung.

Ein amerikanischer Bergarbeiterausstand.

Cleveland fChio), 31. März. 10 0 000 Bergleute (n den Anthrazit- und Weichkohlengruben stellen morgen um Mitternacht die Arbeit ein. Sowohl die Gruben­besitzer wie die Arbeiterführer bemühen sich, die Tauer der Arbeits­einstellung so kurz wie möglich werden zu lassen. Am 10. April jinbet in Ncuyorl eine Konferenz zur Beilegung des Streiks der 170 000 Bergleute der Anthrazilaruben in Pennsylvanien statt. Für die Weichkohlcnreviere wurde kürzlich ein Abkommen über eine gleichmäßige Lohnerhöhung erzielt, doch wird das Abkommen erst durch ernt Abstimmung des Verbandes ratifiziert werden, die in J4 Tagen stattfindet. x

Aus Statt und Laut.

Gießen, 2. April 1912.

** Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der von dem Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hiltersklingen prä­sentierte Schulamtsaspirant Fritz Gevert aus Hamburg.

** I n d e n R u h e st a n d versetzt wurde der Bureau- diener in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschast Ludw. Lott zu Gießen.

* Der Jahresbericht des Realgymnasiums und der O b e r r e a l s ch u l e Gießen weist nach, daß im Schuljahre 191112 an beiden Anstalten einschließlich des Direktors Geh. Schulrat Tr. Rausch 43 Lehrkralle unterrichteten, darüber 6 Reallehrer, 7 provisorische Lehrer und 3 Hilfslehrer. Tas Real­gymnasium ivar einschließlich der Vorschule von 440 Schülern besucht. Von den 417 am 16. Mai 1911 vorhandenen Schülern waren 12 weiblichen Geschlechts. 380 waren evangelisch, 23 römisch- katholisch und 26 israelitisch. 314 stammten aus Gießen, 71 aus anderen hessischen Orten, 41 aus anderen deutschen Staaten und drei aus dem Ausland. Die Reiieprüsung am 14. März d. I. be­standen 24 Schüler, darunter zwei Damen. Die 22 männlichen Abiturienten wenden sich folgenden Berufen zu: Es studieren Theologie 3, Rechts- und yandelswissenschait einer, Medizin 3, Zahnheitkunde 2, Pharmazie einer-, neuere Sprachen 5, Mathe- inalhik, Physik und Ehemie einer und Jngenieurmissenschaften 3; lernet widmen sich dem Bankfach 2 und der Kriegsmarine em 'Abiturient. Tie beiden Damen studieren Rechlswissenschast und Physik. Tie Oberreals chn le halte insgesamt 604 Schüler, dariniler 21 weiblichen Geschlechts, von den 638 am 15. Mai 1911 vorhandenen Schülern waren 480 evangelisch, 35 katholisch und 42 israelitisch. Aus Gießen waren 345, aus anderen hessischen Orten 148, aus anderen deutschen Staaten 62 und aus dem Aus­lande drei. Am 15. März 1912 bestanden 19 Schüler, darunter 4 Schülerinnen, die Reiieprüsung. Es studieren davon einer Theo­logie, 2 Medizin, einer Tierheilkunde, einer Mathematik, einer Mathematik und Physik, einer Landwirtschaft, 2 Chemie und einer Maschinenbau; 4 widmen sich dem Banksach und einer wird Volks- schnllehrer. Von den Damen studiert je eine neuere Sprachen, Medizin und Mathematik.

Landkreis Gießen.

= Geilshausen, 1. April. Einen vorzeitigen Aprilscherz machten sich einige Herren aus Gießen, indem sie in der Lumda die E n t e n der Bauern fischten, die sie für herrenlos gehalten hatten. Nachdem die Enten acht Tage lang die Stadtluft gekostet hatten, brachte sie heute einer der Fänger in einem großen Sack zur Freude der Besitzer wieder zurück. Auch die in der Großstadt gelegten Eier wurden prompt bezahlt. Besser konnten die trauern­den Entenzüchter nicht in den April geschickt werden.

Kreis Schotten.

P Laubach, 31. März. Ter Jahresbericht des Gy in» nasiums Friedericiauum ist soeben erschienen. Darnach betrug am 15. Mai 1911 die Zahl der Schüler 103 ; im Laufe des Schuljahres traten 4 Schüler ein und 5 ans, so daß die Anstalt am Schlüsse des Schuljahres von 102 Schülern besucht war. Tie Reifeprüfung bestanden am 21. September 1 Schüler,^ am 16. ye- btuar 14 Schüler. Davon widmeten fich 5 dem Studium der Theologie, 4 der Medizin, 2 dem der Landwirtschaft, 1 dem der Geschichte und Germanistik, 1 dem Volksjchuldienst und 1 dem

Paukfach. An der Anstalt wirkten einschließlich des Direktors 13 Lehrkräite. Nach 17jähriger Tätigkeit an der Anstalt rouröe Pros. Tr. Adam Keller an die Oberiealschnle nach Offenbach ver­letzt. Nur ungern sieht man den beliebten Lebrer scheiden. Das Schuhahr 1912/ >3 beginnt 'Montag, den 15. April, nut der Auf­nahmeprüfung der neu angemeldeteu Schüler.

R. Babenhausen II, 31. März. Ter Landwirt Wilh. Kraft von hier wollte gestern Bauholz vom Burgwald bei Ruppertenrod fahren. Er geriet unter den schwer be­dienen Wagen; ein Rad ging dem Bedauernswerten über den Körper und er wurde Derart verletzt, daß er nach Hause gefahren werden mußte. Aerztliche Hilfe wurde sofort ge­holt und es wurden schwere innerliche Verletzungen fest­gestellt. Heute morgen ist der Verunglückte, der hier sehr beliebt war, seinen Verletzungen erlegen. Er hinterläßt eine Frau mit drei kleinen Kindern.

Starkenburg unö Rheinhessen.

Darmstadt, 31. März. Unter den bedeutenden Fortschritten, die in den letzten Jahren in allen Zweigen des Bauwesens gemacht wurden, nimmt der Eisenbetonbau eine erste Stelle ein, denn e8 gibt wohl heute kein Gebiet deS Hoch- und Tiefbaues, in welchem diese neue Bauweise nicht Anwendung gesunden hätte. Die statische Beurteilung der Eisenbetonkonslruktionen bietet jedoch unwesentlich größere Schwierigkeiten als der reine Eisenbau, auch sind sorgfältige Berechnungen notwendig, denen die Ausführung zu entsprechen hat. Letztere ist daher sehr verantwortungsvoll und erfordert große Sachkenntnis und peinlichste Geivissenhaftigkeit. Leider erfolgt aber die Bauausführung verschiedentlich nicht in der Weise, wie solche rechnungsmäßig hätte erfolgen sollen. Es kommen daher aus Unkenntnis fehlerhafte Ausführungen vor, durch welche die geforderten, unbedingt notwendigen Sicher­heiten, selbst bei Verwendung ausreichender und bester Mate­rialien, erheblich herabgesetzt werden. Um das Verl" nd »iS für die neue Bauweise auch solchen Baiitechmkern, Handiverks- meiflern usw. zu vermitteln, denen die Gelegenheit zum Be­uche einer Fachschule nicht geboten war, beabsichtigt die Zentralstelle für die Gewerbe in dankenswerter Weise die Abhaltung von Eisenbetonkursen.

Hessen-Nassau.

X. Fechenheim, 39. März. In der heutigen Ge- meindevertretersitzung wurde u. a. auch der Abschluß der Grundstücks-Kauf- undBerkaufsverträge mit der Stadt Frankfurt a. M. genehmigt. Die Gemeinde Fechenheim hat für 2 800 200 Mk. Grundstücke verkauf tunb für 1 136 912 Alk. Grundstücke angekauft, somit Mehr­einnahmen in Höhe von 1 663 288 Mk. erzielt. Dem Aus­schüsse'für Jugendpflege wurde ein Beitrag von 1000 Mk. zugebilligt.

Gießener Strafkammer.

Gießen, 30. Märtz, Lieb er Straf«

als Zwangserziehung will der Taglöhner und Zwangszögling O. F. von Worms erdulden. Er war auf der Zichenmühle bei Flieden als Knecht untergebracht und entlief, weil der Groß- knecht ihn schikanierte, und weil seine Gesuche um Verbringung in eine andere Stelle kein Gehör fanden. Er trieb sich herum und wurde wegen Bettelns aufgegriffen und in Schlitz mit 14 Tagen bestraft. Am letzten Tage der Haft schlug er morgens beim Reinigen der Zellen dem Untersuchungsgefangenen Schmidt unversehens mit einem Besenstiel von hinten auf den Kopf, weil Schmidt ihm keine Streichhölzer geben konnte. Mit dem Feuer­zeug wollte er wie er offen bekennt das Haftlokal in Brand setzen. Vorbereitungen hierzu hatte er getroffen. Denn an einer nach dem Speicher führenden Türe hatte er Holz und Stroh aufgestapelt. Auch hatte er, als kurze Zeit später der Gefangenen­wärter zu ihm in die Zelle kam, seinen Strohsack in Brand gesteckt. Wegen dieser Straftaten muß er 4 Monate und eine Woche int Gefängnis verbringen.

Für erblich belastet

wurde der Lehrer F. R. von den Sachverständigen erklärt. Er halte sich im letzten Winter an mehreren Fortbildungsschülern ver­gangen, und muß dafür mit einem Jahr neun Monaten Ge­fängnis büßen.

In der Silvesternacht

war es in Oberau zwischen Oberauer und Rommelhauser Burschen wegen einer Mundharmonika zu einem Streit gekommen, bei dem auch Drohungen ausgestoßen wurden. Als die Rommelhauser auf­brachen, hielt es der Maurer A. W. für geraten, auf einem Um­weg das Tors zu verlassen. Außerhalb des Dorfes streß er auf den Angeklagten, den Maurer L. W. von Oberau, der sich ein Flobertgewehr geholt und mit Spatzenschrot geladen hatte. Als A. W. ihn erblickte, rief er die auf der Straße daherkommenden Kameraden zu Hilfe. Zwei von ihnen eilten herbei. Da krachte ein Schuß, der den Rommelhauser A. St. sofort nrederitreckle. Fast die ganze Schrotladung war ihm in den Hals gedrungen. Er war viele Wochen arbeitsunfähig. Tie Wunde ist jedoch jetzt wieder geheilt. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, daß der Angeklagte den St. schießen wollte und verurteilte ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 6 Monaten Gefängnis.

Erfolgreiche Berufung.

Die Ehefrau H. R. II. in Grünberg war vom Schöffen- gericht Grünberg wegen Körperverletzung mit Geldstrafe belegt worden, weil sie einen Jungen mit einem Kaffeegeschirr ins Gesicht geschlagen habe. Tas Gericht konnte sich von ihrer schuld nicht überzeugen und sprach sie unter Aushebung des ersten Urteils frei.

GerichtrsaaU

2 Frankfurt a. M., 31. März. Ein ,n etter* Brot- lief er aut. Ein Bäckermeister, der seinen eigenen Kunden die von ihm gelieferten FrühslückSseinmeln stahl, hatte sich vor dem hiesigen S" . eugericht zu verantworten. Tas Schöffengericht ver- urteitle den diebischen Bäckermeister zu drei Tagen Ge­fängnis.

Landwirtschaft.

bk. Lehrkur se für B i e n e n k r a n k h e i t e n. In der Kaiserlichen Biologischen Anstalt werden von dem Vorsteher des bakieriologischen Laboratoriums Regierungsrat Tr. Ata en in bieiem Jahre wiederum zur Ausbildung von Sachverständigen für Bienenlrai.kheilcn zweiwöchige gebühremreie bakteriologische Lehr- f u r i e über d i e I n f e k t i o u s k r a n k h e i t e n d e r B i en c n abgehalten, an denen Naturwiffenschailler (Mediziner, Tierärzte, Nahrungsmitleltechniker, Lehrer usw.) leitnehmen können, die m

der Bieuenwirtschast erfahren sind. Ter erste Kursus findet vo" 29. April bis I. Mai statt Nach Bedarf werden weiiere Lehr- furfe eingerichtet. Anmeldungen sind möglichst frühzeitig an der Direktor der Kaiierl. Biologischen Anstalt für Land- und Forst- Wissenschaft in Berlin-Tahleni (Post Steglitz (Königin-Luise' Itraße 19) zu richten.

Sport.

Fußball. Das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der 2. Klasse des 8. Bezirks im Westdeutschen Spiel verband sand am letzten Sonntag ans dem Sportplätze an der .»erbt zwischen den 2. Mannschaften des hiesigen Sportvereins von 1900 und des Vereins für Bewegungsspieler Marburg statt. Ter Platz war in guter Verfassung. Trotzdem die hiesige Mannschaft größtenteils nur mit 10 Mann spielen mußte, zeigte sic sich ihrem Gegner gewachsen und gewann am Schlüsse mit 2: 1 2orcn. Bis auf ein Spiel konnte die Mannschaft sämtliche Meisterschasts sviele für sich entscheiden und somit die diesjährige Meisterschaft gewinnen.

Märkte.

«tieften, 2. April. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter das Pfund 1,351.45 'Dit Hühnereiei 1 Stück 78 Pfg., 2 Stück 00 Psg., Enteneier das Stück 910 Pig., Slate das Stück 68 Pfg., Käsematte 2 Stück 56 Pfg. Tauben pr Pr. 0,801,00 9)1f,, Hühner pr. St. 1,001,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,801,80 9)11, Enten pr. St. 1,80-2,20 Mr., Gänse das Pfd. 7580 Pfg, Ochsen fleisch pr. Psd. 8396 Pfg., 'Jünbfleifd) pr. Pfund 8486 Pfg., Knhsleisch 70 Pfg., Schweine- fleisch pr. Pfund 7090 Psg., Lall)fleisch pr. Psd. 8690 Pfg. Hammelfleisch pr. Pfd. 7090 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 9.50 bis 10.00 Alk., Weißkraut das Stück 15 bis 30 Psg^ Zwiebeln per Ztr. 12,0016,00 9)1 f Milch das Liter 22 Psg., Aepiel per Ztr. 15 bis 20 Alk., Dlüffe 100 Stück 5000 Pfg., per Ztr. 0Oq 9J1L Birnen das Pfund 2025 Psg. Marktzeit von 82 llfjr.

k.v. Wiesbaden. V ie hh os -M a r k tb e rl ch t vom 1. April, Auftrieb: Rinder 91 (Ochsen 45, Bullen 0, Kühe 46), Kälber 31", Schate 181, Schweine 312.

Markt verlauf: Flottes Gefchäst, alles geräumt.

Preis für 100 Psd. Lebend- Schlacht­

gewicht Ochsen. Mk. Mk.

Vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlacht-

wertes im Alter von 4 7 Jahren ... 5255 9296

Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) _. . 5153 9094

Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere ousgemäslete............ 4650 84-90

Mäßig genährte junge, gut genährte ältere . . 4044 7481

Aull en.

Vollfleischige» ausgew^ höchsten Schlachtw. . . 4448 7380

Vollfleischige, jüngere 4143 6872 Öärj en, ftütj*.

Vollfleischige auSgemäftete Färsen höchsten

Schlachtwertes ........ 4852 8693

Vollfleischige auSgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 3944 7280

Wenig gut entwickelte Färsen 4245 8186

'Heitere auSgemästete Kühe und wenig gut ent­

wickelte jüngere Kühe 3438 6573

Mäßig genährte Kühe und Färsen .... 2083 5664 St ä l u ec.

Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 6573 101-121'/, Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 5762 96104

Geringer« Saugkälber......... 5054 8490

a dj a <e.

Weidemastschafe:

Mastlämmer und Masthammel ..... 40-44 8490 Schweine.

Vollfleischige Schweine von 80100 kg Lebend­gewicht 58-59'/, 7476

Vollfleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht 57-58'/- 7375

Vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebend­gewicht 59-59)4 7476

Vollfleischige Schweine von 120150 kg Lebend­gewicht 577,-58 7273

Feltschweine über 150 kg Lebend gewicht . . 56'/,00 7100

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 1. April 1912.

Schwarzbrot 2 5tg. 54 Pfg.

Weizen 100 ytg. 2d.uuuu.uu umi. Roggen 100 Kg. 19.75-20.00 Alk.

Schlachtviehpreise in F r a n k s u r t a. M.

Fleischpreise in Gießer

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 7494 Mk.

'/, Kg. Schlachtgw. 95-113 Vf.

7, , , 73-77

7, Kg. 88-96 Psg.

7, , 88-90 .

7, , 70-90 , ,

Getreidepreise in Mannheim

Brotpreise in Gießen

kirchliche Nachrichten.

UattMjche Gemeinde.

Dienstag, den 2. April:

Abends 8'/, Uhr: StandeSpredigt für die Eltern.

Al i 11 w o ch, den 3. April:

Vormittags von 5'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

um 5'/, Uhr: Tie erste heil. Messe.

6 Uhr: Staudesprcdigt für die Jünglinge und Jungfrauen.

um 8'/, Uhr: Hl. Messe.

um 9 Uhr: Missionspredigt.

Nachmittags von 2'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. Abends um 8'/, Uhr: Missionspredigt.

Meteorologische veobachtungen der Station Gießen.

Wett«

2 B

April

1912

2. v E°% ? 2-e

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: höchste Temperatur am 31. März bis

Niedrigste , 31. , ,

Niederschlag: 0,3 mm.

.33,6

97

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NNW

-45 8

4,1

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2 10 I Leichter Regen

2 3 I Beiv. Himmel

4 10 Bed. Himmel

1. April = + 11,1 c C.

1. , =4- 4,60 C.