Ausgabe 
26.8.1912 Zweites Blatt
 
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Zweiter Blatt

Ui. 200

162. Jahrgang

Lrjchrint läßlich Ausnahme des Sonntag».

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ikrajt and da» iper- idie, kAödmi Itid angtnthmai fitnriu

DeOtetzener LenntlteadläNer" werben bem ,Bnieiflfre »termal wöchentlich beigelegt, bat Xrei'bioN fir ben Kreis Siehe,," zweimal wöchentlich. Tie ..laNöwirtlchaftlichen leit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

zusammen, bic sich am oberen Uraricatxira zu einem Tanztest ein Stelldichein gegeben hotten und nun in ihre weit entfernten

xt Schweiz mit Bedenken finanzieller Art bisher gegen- iMtflcftanben. Tiefe Bedenken sind jetzt zerstreut: immt an, daß die Herabsetzung des Portos die Ginne

T r. Koch-Grünbergs Forschungsreise in Brasilien. Man schreibt derFranks. Ztg": Tr. Tb. Kock- Grünberg, Prfvaldozcnt für Ethnologie in Freiburg i. Br. ttal Ende ?lpril 1911 seme dritte Forschungsreise nach Brasilien an. Er hibr den R i o Bran co, den großen nördlichen Zufluß des R,o Negro, hinauf und untersuchte das Gebiet der Quell slüne jenes Stromes ethnographisch und auch geographisch Tie lexten Briese des Reisenden, die erst jetzt in der Heimat angelangt sind, datieren von Ende Tezember 1911 und sind am Uraricuera, bnn westlichen Quellarm des Rio Branco, geschrieben. Tic Znl bis Anfang November hat Kveb-Grünberg im östlichen Quellgebiet zugebracht. Tic donigen JndianeMömme sind sprachlich fast alle Karaiben, und der größte Stamm sind die Toulipang, die in schwer Zugänglichen Gebirgen wohnen und deshalb ihre Eigenart noch bewahrt haben, wahrend sonst die Brasilianer schon überall Vordringen. Tic Taulwang empfingen den Reifenden sehr freund­lich und ermöglichten ihm ein überaus eingehendes Studium ihrer Sitten so ihres Geisterglaubens und ihrer Zauberkuren, Außerdem konnten zahlreiche interessante Mythen und Uebcrliefenmgen auf-

Montag, 26. August 1912

Rotationsdruck und Verlag der Br ü blichen Universität-- Buch- und 6ieinbrudcrtu R. Lange, »leßen.

57» ^gust 1912.

Apolitische Tagesschau.

Tie Einführung des Zoland-Hortos mit der Schweiz p, so schreibt man uns aus Berlin, einen Schritt weiter ldiehen Dem deutschen Vorschläge, das Inlandsporto pt Verkehr mit beiden Ländern zu erheben, hatte man in

Familienbild des Ian Seorcl in einer wahrhaft imponierenden Größe des Stils hervortritt. Eine Ucberraschung gibt auch der Raum der alten deutschen Meister, der seine Gemälde aus lichtem weißen Grunde zeigt. Eine Kreuzigung des Albrecht Altdorfer verdient hier wegen ihrer besonderen Ausdrucks­kraft und einer mächtig kühnen Komposition in erster Linie Be­achtung. Tie Werke der Italiener endlich, und ebenso alle Werke der spateren deutschen Meister, sind in den werter rückwärts ge­legenen Räumen tm Anschluß an den vierten Oberlichtsaal unter­gebracht. Tic Tekoration der Wände ist mit großer lleberlegung durchgeführt, das glänzende Gold der älteren Anordnung ganz zurückgedrängt, und ebenso wirkt jetzt das schlichte Weiß der Tecken sehr wohltuend auf die farbige Haltung der Gemälde. Auch die sckMierigcn Scrfucbe, einzelnen Gemälden einen neuen Rahmen zu geben, Haben eingesetzt und sollen sortgrführt werden, und die Proben zeigen, welche ausgezeichnete Wirkung in vielen Fällen dadurch für die Betrachtung der Bilder erzielt werden kann. Als mustergültig für die Anpassung der Rahmung an den farbigen Ebarakler des Gemäldes kann jener Rachmen mit mattem Gold und eingesprengtem Rot gelten, der diesingenden Knaben" des Frans Hals umfaßt. Dr. I. H.

25. Deutscher ScntralDcrbanöstog sür Hande! und Gewerbe.

~ Hannover, 25. August.

Unter überaus zahlreicher Beteiligung der größeren kauf­männischen und gewerblichen Verbände auS allen Teilen d<s Reick^s trat heute hier der Deutsche Zentralverband tür Handel und Gewerbe -E. V ' zu seiner 25 Hauptversammlung zusammen Mit dieser Iubiläumstagung des Verbandes, der im letzten Viertel- jahrhundert auf allen Gebieten des kaufmännischen und gewerb- lidzn Lebens im Kampfe für die Interessen des Mittelstandes gestanden hat, ist zugleich die Iubiläumstagung des Verbandes von Kaufleuten der Provinz Hannover und der angrenzenden Länder verbunden. __

Tie Verhandlungen begannen am heutigen Sonntag vormittag im großen Sitzungssaale der Hannoversckx'n Handelskammer mit einer Borstandsfitzung, in welcher der Verbandsvorfitzeude, Stadt­rat Hugo Seifert iLeipzig), die Telegicrten willkommen hieß und den Jahresbericht des Verbandes vorlegte, der sich in

Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul- (trafre 7. Expedition und Vertag: Redaktion:«^lir.rel.-AbruAnze,ger«ieven.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

grauen efer«^

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Au» Stadt und Land.

Dießen, 28. August 1912.

Schwächliche Rinder.

Schwächliche Kinder find oft einer Mutter beständige Lrrgel Run ist keinesfalls gesagt, daß Kinder von allgemeiner Schwäch- lick'keit bis zur Zeit völliger Reife hinter ihresgleichen zurück­bleiben müssen. Tenn derKnoten" reißt oft erst hach dem 12. oder 14. Lebensjahre, und es kommt dann vor, dav früher sckwäcklickie, hohlwangige und kleine Mtnher ihre körperlich besser ausgestatteten Kameraden weit übertreffen und diese vielleicht auch in den geistigen Fähigkeiten wert hinter sich lassen.

Ist ein Kind schwächlich gebaut, so muß fürs erste eine natur­gemäße Lebensweise ins Auge gefaßt werden Von der Er­nährung des blindes vorläufig abgesehen, mnß ihm möglichst reichlicher Aufenthalt in der frischen Lust gegönnt werden. Ver- (ehrt wäre es aber nun, wollte man daS Kind durch weitläufige Besorgungen außer dem Hause abjagen ober fern Aust ummeln einzig auf den Aufenthalt zwischen den Häusern der Stadt be­schränken, wo es sich im Spiele mit den Rackibarskindern so sehr abhetzt und diesen vielleicht Spielereien nachmacht, die ihm bei seinem zarten Körperbau nachteilig sein können. ES wäre jedoch nun falsch, ein schwächliches Kind ganz von fernen Spiel genossen abzuschließen: nur führe man es mehr hinaus auf Wiese und Feld, wo es von frischer, ozonreicher Lust und Sonnenlicht den besten Nutzen hat. BeimAustummeln" im Freien stöhlen sich störper und Geist: es ist dasFrertumen" im idealsten Sinne, (sine anbete Frage ist die, ob ein seftvächliches Kind schwimmen lernen soll , besonders bei blutarmen Kindern sollte man hierbei viel Vorsicht walten lassen. So vorzüglich die Wirkungen des Sckrwimmens aui einen gesunden, kräftigen Körper sind, so wenig dienlich kann dieser Sport einem schwackren, blutarmen Körper sein, dem er zuviel Wärme entzieht. Statt des kalten Badens sind häufige kalte oder laue Abreibungen zu empfehlen, denen sofort ein genügendes Frottieren des Körpers zu folgen hat Sehr ist im Winter darauf zu achten, daß der junge, schwächliche Körper ui warmer Kleidung steckt! Rässe an den Füßen vor allem kann solchen Kindern sehr nachteilig fein. Radfahren ist eben­falls eine häufige Ursache von Erkrankungen bei schwächlichen Kindern, da sich bei diesem Sport die Jugend nur zu leicht überbauet.

Und zeitig zu Bett? Ein schwächlicher Körper muß ge­nügend Ruhe haben, da er sich nicht so rasch erholt als ein Körper,

Die Neuordnung der Kaffeier Galerie.

AuS Kassel wird uns geschrieben: Tie Kasse ler Ge­mäldegalerie ist durch ihren Tirektor, xt. Gronau, !.hter durckrgreisenden Neuordnung unterzogen worden, die letzt ertiggciMlt ist. Sie bat dadurch ein völlig verändertes An,eben trhalten. Viele Gemälde der an vorzüglichen Werken ,o reichen (Halene kommen jetzt erst zu voller Geltung und wirken an ihrem besbnderen Platze überrasckx-nd auf das Auge Mit großem ltzcsdnck ist eine neue Raumverteilung durck>geiührt und vor allen Itngen so viel Platz gewonnen, daß iebe3 frimitroerr Tur ltd) zenossen werden kann, während früher die Bilderen dicht ge­drängten Reihen, abwechselnd große und kleine tyormate. Die Wände bedeckten. Tic Platzsrage war recht sckmneng und ist b?di sehr einfach gelöst. Tie Grisaillen des Jacob de Wit ge­langten in den Treppenraum (sie wirken dort, als seren >ie von vornherein für diesen Raum bestimmt) und das Rreicngemalde d-s Moretto mit derAnbetung der Hirten" land innen Platz in der Loggia. Ferner sind eine ganze Reihe von Kopien nach italienischen Meistern in das Tepot gewandert, so dav die Meister- Mette der Galerie nun wirklich Luft bekommen haben.

Entsprechend der Bedeutung der Sammlung ist aller Nachdruck lwf die N i e d e r l ä n d e r des 17. Jahrhunderts gelegt, und zwar I wurden bei der Neuordnung die Vlamen von den Holländern I getrennt. Ein sehr glücklicher Oktanfc, der in Verbindung mit I her Raumverteilung die Uebersickl wesentlich erfochtert -tic mten I beiden der großen Dberlicktsäle erhalten ihren Charakter durch die I Schöpfungen eines Rubens, Van Tuck, Iordacns >ann 1 folgt der Rembrandtsaal mit den berühmten .Haupt,lucken der Galerie. In die Mitte der einen LSngswand und die ntmvrni Formen der großen Ruinenlandschi't geltet It. fRohtd unD Unks beugen das frühe Porträt der Sasna im Iebenen Pronl mrd der ..Lchreihmeister Copponol". Tic gegenüberliegende Wand fuhrt ie die spätere Schaffen^eit Rembrandts. Ta bangt in der Ditte das gewaltige Stück mit demsegnenden ^acob", und zwei Schritte weiter rechts stehen wir vor > m Nikolaus Bruvningh nrit jenem unbeschreiblicftm, verträumt auntergenden ^adieln int Antlitz. Aber das sind nur die Hauptakzeme des ^aales. .Luch bre übrigen Wände funkeln von Gemälden Rembrandts, und es üb ein bcsondererer Genuß, in diesem Saal den gciamten Be» tonb der Galerie an Rcmbrandtwerkcn vor sich zu leben und den Meister von seiner frühesten Schasfenszeit bis in die , Paten Jahre verfolgen zu können. , , .. . e

Die übrigen Hollander verteilen ,lch aur dw klonen Kadi rrette. die sich seitlich an die großen Cher lieft lale amchlicven.

sehr eingehender Weise über

die gegenwärtige Lage,des deutschen Klein­handels _

ausläßt. Einleitend nimmt der Berichterstatter dagegen -steb (ung, daß man die gegenwärtige Teuerung bem bnit- sckxn Kleinhandel zur Last (ege. Leider habe auch der Reichs kanzler diese ungerechtfertigten Vorwürfe einesübermäßigen An­ziehens der Tetailpreisc" sich zu eigen gemacht ,,®er unbe- fangen und unbeeinflußt von der dem großkapitalistischen Slxku- lantentum zugeneigten Presse, sowie der volksverhetzenden sozial demokratischen Presse die tatsächlichen Verhältnisse zu beurteilen vermag, der wird sich davon überzeugen müssen, daß der Tetaib tandel mehr als icbcr andere Erwerbsstand Teuerungszeitcii lürd.tcn muß Tenn der Tetaillifi kann die Preiserlwbungen nicht immer, jedenfalls aber nicht in ihrem vollen Umfange, in seiner Kalkulation berücksichtigen, weil er auf die Erhaltung seines bisLt eigen Umsatzes bedacht sein muß. Ter Verband hat sich in Wort und Tat angelegen fein lassen, nach dieser Richtung hin aufUärcnb zu wirken und auch der irrigen Anschauung des Reichs­kanzlers, die in der Reichstagssitzung vom 23. Oktober 1911 zum Ausdruck gekommen mar, entgegenzutreten. Weiter erwähnt der Gesctaftsbericht, daß die Versuchte vieler Gemeindeverwal­tungen usw, der Bevölkerung billige Lebensmittel zu verschossen, wegen der minderwertigen und oftmals verdorbenen Ware als gesckieilert zu betrachten sind, und der Tetailhaudel bewiesen hat, daß er feine Aufgabe, die Bevölkerung möglichst billig mit guten Lebensmitteln zu versorgen, trotz aller Schwierigkeiten immer noch zu erfüllen vermag. Ter Bericht geht dann auf einzelne Ge biete ein, die für den Telailhandel im Vordergrund des Interesses stehen, so vor allem auf die Selbsthilfe auf dem Gebiete des unlauteren Wettbewerbs. Er erwähnt hierbei, daß die Versuche, das Gesetz gegen de n un lauteren Wettbewerb durch Ankündigung ausverkaussähnlichcr Veranstaltungen zu umgeben, mehr und mehr übertanb nehmen und daß die in den gesetzlichen Bestimmungen hervorgetretenen Lücken für die unlauteren Elemente im Handel geradezu einen Anreiz bilden, vor dem ehrlichen Handel einen Vorsprung zu gewinnen. Als ein weiterer Mißstand wird das Zugabenunwesen bezeichnet, das gleichfalls immer weiter um sich gegriffen hat und von dem redlichen Handel schwerer empfunden wird als je zuvor. Ter Verband will durch Ausllärung in weiten Kreisen diesem Mißstand zu begegnen suchen: sollte dies jedoch nick t zum Ziele führen, so werde der Verband sich genötigt sehen, tabin zu wirken, daß in das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ein Verbot der verwerflichen Formen der Zugaben­

den vorliegenden Ennvurf ausgesprochen Hmsicdtlud der W a r en» b ä u je r ivar der Verband auch im letzten Iabre briirebt. deren Auswüchse nach Möglichkeit zu bekämpfen, desgleichen lene der Konsumvereine Auch gegen bic Beamten Kontum- und WirtfchaftSvereme ist der Verband nnctrrboU outgrtretni und bat in feinem Kampfe von oeridMebenen hoben Mininerialbeamlen Anerkennung gesunden. Zur Bekämpfung des foavnanntnt de t m- Heben Wärenbandels bat der Vertand benit» 'M Herbst vorigen Jahres bei der Reichsregierung «brittr getan unb ander­weitige gesetzliche Maßnahmen gefordert, nnchbem bte derzeit gül­tigen gesetzlichen Bestimmungen nidrt ausreichend erscheinen. £ao Tetailiiercn der Fabnkanten und Grossisten Ix-un dm et der Vertcht als einen wahren KrebSscdaden für den gesamten Äletnlxuibti, per zwar nicht ganz auSgerottet werden konnte, der aber trabt etn» gedännnt unb ein geschränkt werden mußte und nx-rden konnte.

Jeder Detaillist muß, wie der Bericht weiter betont, daS Wandergewerbe, nämlich den Betrieb von Wanderlagern, das Hausiergewerbe unb das Teiailreifen dadurch bekämpten, tar> er jede Verbindung mit solchen Personen vermeidet. Taß der Straßenbandel mit Erfolg überwacht iverdcn könne, zeige daS Beispiel von Berlin Ter Bericht erwähnt bann weiter noch die bei den meisten deutschen Handelskammeni angegllederten fflein - dandelsauS schüssc, ferner die Errichtung emeS Re,ck»s- vctroleummonopolS unb die Notwendigkeit, einen Befähigungs­nachweis für Kaufleute zu fordern. .

In der Frage der Versicherung der Privatangc- stellten kann der Verband gegenüber dem Reg,erungsentwuis eine zustimmende Haltung nicht emnebmen. Ter Bericht f dH teilt mit dem Hinweis darauf, daß burd) die Tätigkeit des Verbandes und seines Vorstandes mandic» erreicht worden ist, waS dem Kleinhandel und dem Gewerbe zugute gekommen ist.

In der V o r st a n d S f i tz u n g wurde auch die Tagesordnung für die beiden Hauptversammlungen sestgefetzt. U. a. soll fflr bic Bekämpfung des Zugabeunwesens, die Errichtung faufmänniicfccr Krankenkassen, die Besteuerung ders Konsumvereine und ivdial- gcjchäfte, die Bekämpfung der Darenvereine (nach Magdeburger Art> und die Versandgeschäfte, sowie über die Notwendigkeit der Einführung eines Befähigungsnachweises für den Kaufmannsberuf und über die Preistcuerung des Petroleums verhandelt werden.

gewährung ausgenommen imrb.

Eine andere den Kleinhandel lebhaft interessierende Frage ist iene der Errichtung einer KleinhanbelSberufsge- n ossen schäft, womit cm langjähriger Wunsch der Telaillisten erfüllt würde. Tic Vcrhaiidlungen hierüber sind noch nicht ab- gesck)lofsen. Seit Jahren bewegt den Tetailhandel auch die Frage der Erweiterung der Sonntagsruhe im Handelsge- werbe. Ter Verband hat sich bereits vor längerer Zeit gegen

Das panama-Nanal-Gesetz.

Präsident Taft hat das Panamakanal-Gesep am 1 Samstag abend unterzeichnet. Zn einem Memorandum, das er an den Kowgreß richtete, empfiehlt er die Annahme I einer Entfchließung, in der er erklärt, daß die Regierung Hc Bestrmmungen dieses Eksetzes nicht als die Verletzung 1 ii^end eines Verträge-), betreufite In dem Memorandum I wird folgendes ausgeführt: Die Politik der amerilani- I jchen Regiernng geht dahin, daß der Kanal neutrali- I fiert NTird. Die Haltung der ^iegierung dem Welthandel Miegenüder ist die, daß alle Nationen gleiche Behand- Mv n g erfahren, solange sie die von den Vereinigten Slaa- Im im Hay-Panncefote-Vertrag angenommenen Grundsätze I berchachten. Die Grundsätze beziehen sich nicht daraus, was eine Ration ihren Angehörigen gewährt, sondern auf die ^Handlung, die den sreinden Rationen gegenüber ange- 3-mbt wird. Taft erklärt, der Vertrag fei kein Hindernis I Hi r andere Ratio mm, welche ihre den Kanal durchfahrenden 1 Schiffe begünstigen Durch den Protest Großbritanniens I lontmc man zu bem absurden Schluß, daß die Vereinigten * lernten, die Den Kanal erbauen unb denen bte Pflicht ob- liegt, ohne zu erhalten und zu verteidigen, ihres Rechtes, a ihren Handel in ihrer eigenen Art und Weise zu regeln, beraubt seien, 'während die anderen Nationen, die den I 'kanal als Handels konkurrenten der Vereinigten Staaten I burchfahren, dieses Recht ipeitcr unangetastet besitzen Taft | protestiert gegen die Ansicht, die Bereinigten Staaten sollten boj Recht, ihren Handel zu reyeln, aufgeben, em Recht, auf welches weder Großbritannien noch inne andere den I Kanal durchfahrende Nation verzichtet hätte oder vev- rfchten wolle.

Washington, 25. Aug. Im Repräsentanten- I hause wurde ein Antrag eingebracht, welcher die Klausel

Wohnsitz.c zurückkehrten. Sie hatten noch niemals Euro­päer gesehen, doch konnte Koch^rüuberg bald ihr Vertrauen gewinnen. Ihre Sprachen waren bisher unbekannt: Ire sind voneinander ganz verschieden und lassen sich in ferner der großen sütamcrikanischen Lprachgruppen unterbringen. Kvch-Grünhera ist mit seiner bisherigen 2lusbeute zufriÄien und teilt mit, daß er im September d. I. Sao Felippe am oberen Rio Regrv zu erreichen lMfe: hort hm wollte er über bic noch unbekannten Quellen des Crinoco, die Sierra Parimc und den Rio Easiguiare Vordringen.

Tie Familienbriefe von Karl Stauffer- Bern. Tie Angehörigen von Karl Stauffer-Bem haben sich ent­schlossen, um manchen in der neuesten Zeit hervorgetretenen falschen Tarstellungen ;u begegnen, ihren sorgfam behüteten, kostbarsten Schatz der Ceftenllidrfeit zugänglich zu machen: Tie Briefe, die Stauffer nach Hause schrieb und die eine umfassende Autobio­graphie vom Verlassen des Elternhauses bis zur Katastrophe bar» stellen. Mit der Herausgabe wurde der Maler U. W. Züricher betraut. An bic Briefe schließen sich eine Lllrzahl Gedichte, die in der Florentiner Grfangenschaft entftanben sind. Tie gesamte Veröffentlichung erfolgt in dem demnächst beginnenden zehnten Jahrgang der Süddeutschen Monatshefte.

Tie größte Meerestiefe. Während bislang bte 1899 von dem amerikanischen VermessungsschiffNero" hn nörd­lichen Stillen Lzean, nahe bem Mananenarchipel (12 Grad 40 Minuten nördlicher Brette und 145 Grad 40 Minuten öst­licher Länge, aufgefundene Tiefe von 9636 Metern als die größte bekannte Meerestiefe galt, hat laut einem beim Reichsmarineomt angegangenen Bericht bas deutsche VermessungsschiffPlanet" jüngst mit 9780 Metern eine Tiefe er lotet, die nunmehr als bic größte San erliefe des Weltmeeres gelten muß. Sie befindet sich 40 Seemeilen nordöstlich bet Philippinneninsel Mindanao. Außer diesen beiden genannten ist nur eine MeereSricfe über 9000 Meter b.fannt, die bei den Tongainjeln 1895 von bem englischen Kriegs­schiffPen§uin" ertötete von 9427 Metern. DemPlanet" ist auch auRcr vielen wichtigen Beobachtungen auf dem Gebiete der phnfikalischen Meereskunde die Entdeckung der größten Tiefe des Indischen Lzeons mit 7000 Metern gegen 6459, die 1900 vom britischenSherard £M>om" erfotet wurde- $U danken, hie süd­lich vom malaiischen Archipel liegt

kHöhen wirb Die ^tßiveiz zeigt sich )etzt bem Gedanke!', erncifltcr, unb voraussichtlich wird bte Einführung b<: ,ftlmidportos zwischen Schweiz unb Deutschland nicht mehr irrige auf sich warten lassen.

Voraussichtlich wird auch die Schweiz mit Oester­reich-Ungarn ein gleick^es Arrangement treffen, so baß alle germanisck^n Länder Europas mit Lllisnahme von s.olland und England einen einheitlichen Posttarif haben Von Hermannstadt bis Emden und von Königsberg bis f<enf kostet der Bries bann 10 Psa., keine allzu große krrunaenschast, da Briefe nach Amerika schon seit längerer Zeit für diesen Tarif befördert werden.

Zom preuhisch-boyerlfchtn Lotlerievertrag schreibt man uns: Durch die Annahme dieses Vertrages in der bayerischen Kammer der Reichsräte ist an dem Schick- des Vertrages nichts geändert. Der Landtag ist augen­blicklich viel weniger zu einem zustimmenden Votum zu bewegen als früher. Interessant ist jedoch die Frage, wird ti* ReichSratkammer nach ihrem jetzigen Beschlüsse später der eigenen bayerischen Lotterie zustimmen können.

Deutsche hilse beim Erdbeben in der Türtei.

Konstantinopel, 24. Aug. Von S. M. 2.Lore- ley" sind in den durch das Erdbeben anr meisten be- teosfenen Crtcn: Samos, Myriosito, Ehora und lierist asis von den aus Deutschland gekommenen Spen­den Lebensmittel, Verbandszeug, Medilamente, Kleidungs- sircke u. a. verteilt worden Die Bevölkerung nahm die 4>ilfeleistnng mit lebhafter Freude und Dankbarkeit auf.

Auch hier erroartet ben Besucher mand,c Ucbcrrafchung, in betI gezeichnet werben Ende November wandte sich dann Koch-Grün- Art, wie kleine, bislang wenig beachtete Bilder, durch ihren neuen berg nach Westen und fuhr ben wilden, schnellenreichen Uraricuera Platz an Reiz gewinnen. In ben folgenden kleinen Räumen hängen | im Boot aufwärts.^ Hier traf er rntt Individuen mehrerer Stämme die älteren, niederländischen Meister, unter denen besonders das

der Panamakanal-Akte aufbebt, durch die der amerika­nischen Küstenschiffabrt freie Durchfahrt gewahrt wird. Ter E'nbringer des Antrages erklärt, seine Absicht sei, die drohenden internationalen Verwicklungen abzuwenden lieber die Sache wird tyrhaubclt, sobald der Kongreß tm De­zember wieder zusammentritt.

Tie hoffnungslos verwickelte parlamentarische Lage machte die für heute erwartete Schließung des Kon­gresse- unmöglich. Beide Häuser vertagten sich um 4 25 Uhr morgens auf Montag