Ausgabe 
22.7.1912 Zweites Blatt
 
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162. Jahrgang

Zweites Blatt

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Ter auswärtige Handel Deutschlands im Jahre 1911.

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Ersihemt täglich mit Ausnahme des Sonntags.

SieGießener HamilienblStter" werden dem ^Anzeiger' Biennal wöchentlich beigelegt, das .^rchblfltl für den Kreis Sietzen" zweimal uöchentlich. TieLandwirlfchastlichen Seit» fragen" erschemen monatlich zweimal.

.nfarbig. 4®®

Drittel

Stoffen fctt ; 95

gewählt.

Die Vorstandswahlen ergaben: Von den Arbeitgebern wurde Gq »orle-Cffenbacf), Karl Knipp-Bad-Nauheim und Heinrich Sarnes-Tarmstadt, von den Arbeftnehmern: Neumann-On^bach, Sck'rnidt-Offenbach, Eckert-Offenbach, Göbel-Mainz, Fourier-Gictzen und Knoblauck-Tnrnrstadt gewählt.

Nachmittags fand ein Rundgang durch die Stadt und d,e Besichtigung der Bade-Anlagcn uatt.

S». Zahrervcriammlung der freien Vereinigung der Kranfcnfäffen in Reffen.

h Bad-Nauheim, 21. Juli.

Lier tagte am Samstag und Sonntag die 20. Jahresvcrsamm- lu_na der freien Bereinigung bessncher Krankenkassen ^ie Tagung ronir aus gan; Lessen sehr zahlrnch besucht, xte Verhandlungen nbar unter bem $oriiB bet- Herrn Otw Neumann Qfi-N. borch Aus der Versammlung am ^amstag )inb bewnders du. Mechnungsergebnisie der Kassen von Wichtigkeit. Ter Vereinigung a.chören zursiit 30 >trankenekanen an. Tie Turcknchnfttszahl der Wglieder beträgt für das Jahr 1911: 106105 int Boriahre bti 26 Ortskrankenkassen 97 034 Mitglieder, Mithin eine Er- hlöhung der Milgliederzahl der Versicherten um 9071, zwei Be- ttTiebSkrankenkassen verzeichnen 35o Mltgli^>er im ^urchichnilt. inn Vorjahre 307, allo ein Mehr von 28 Mitgliedern; zwe,

Jnnungskrankenlasscn mit 769 Mitgliedern, m, Boriahre Zusammen sind in der Vereinigung alw 33 Kauen mit 107 209 Mitgliedern. An Gesamteinnahmen verzeichnen diese Kamn 4 523 557 Mark. Im Jahre 1910 waren es 007 <04 M k Tic! Gesamtausgaben betragen 4 185 807 Mk, 1910: 3 88- 030 Mk. Tie Verwaltungskosten erhöhten H(b, perionlicke um 19029 Mk. und sachliche um 1764 Mk. Tas Gesamtvermögen der 33 SUH en betrug Ende 1911 ß 722 554 Mk. Ende 1910 betrug es 2 297 075 Mk. An Reservefonds mar vorhanden Em>e 1-hi 1774 544 Mk. gegenüber 1910 ein Mehr von 228 332 Mk. xie Rechnung der freien Bereinigung selbst lAlicpt m Einnahme und Ausgabe mit 1690 Mk ab. Tiese Rechnung wurde an­genommen. Es kamen dann noch einige innere Angelegenheiten

riinacn entspricht unter 350 M k zu haben: in X arm Habt £ f f e n - bacb nicht unter 280 Mk. Diese Summen kann ein gewöhnlicher Mann nicht aufbringen unb er mutz baher Wohnungen nehmen bie den Norm en nicht entsprechen, also geiunbhcitsgcsahrlich sind. Um bas gesetzte Ziel zu erreichen, forbert er auf, .batz ftch die Kasselimitglieder an den Baugenossenschaften, die die Errichtung gesunder Wohnungen erstreben, beteiligen. Wo solche noch nickt bestehen, sollten die Krankenkassen dazu mit beitragen, wiche zu gründen, und sie durch Uebcrlah'ung von Kapitalien unter­stützen Lierüber würde der Redner gern Auskunft erteilen. Er cklotz' Wenn bie Wolnmngen nicht gesunb angelegt ftnb, nutzen auch alle anberen sanitären Einrichtungen zur Verhütung von Krankheitsfällen nichts. Sbieran fdüofe nch eine längere ,-öe-! spreckung, in bet angeregt würbe, bie Vorschläge zu beherzigen unb in die Tat um-usctzen.

Lierauf kamen Anträge zur Verhandlung. Zunächst der An­trag Darmstadt, die Vereinigung vereinsgefttzlick eintragen zu lassen G« wurde beschlossen, da die Angelegenheit noch nicht spruchreik ist, sie vorläufig noch zurückzustellen Ein weiterer Antrag ging dahin, an das Ministerium des Innern heranzu- lretcn und zu ersuchen, die Griftidung von Landkrankcnkaften nickt zu gestatten. Tie Versammlung war bannt cinoeritanben.

Als nächster Ort ber Tagung würbe cmitummg Bensheim

Montag, 22. Juli 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brnbl'fchen UniversitätS - Buck- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­

straße 7. Expedition und Verlag:

Redaktion:^S112.rel..Adr.:AnzeigerGießen.

g Kriegen.

Von den einzelnen Warengruppcn nahmenErzeug « her Land- und Forstwirtschaft und andere tierische

In dem zweiten Dierteljahrsheft zur Statistik des Deut- ii Reiche wird der Spezialhandel des deutschen Wirt- sil.istsgebiets im Jahre 1911 unter Vergleichung mit den 4 Zorjahren dargestellt. Die Einfuhr hatte in 1911 ohne lSi'lmetalle einen Wert von 9706 Mill. Mk. (in den Vor- jfl(rren 1910 bis 1907: 8934, 8527, 7667 und 8749 Mill. Mk ). (le-icn das Jahr 1910 hat die Einfuhr 772 Mill. Mk. oder u H, gegen 1907: 957 Mill. Mk. oder 10,9 v. L- zu- *Domnten. Der Wert der eingeführten Edelmetalle bc- lief sich 1911 auf 301 Mill. Mk. (gegen 376 Mill. Mk. im

>ahre und 334, 411 und 252 Mill. Mk. in den Jahren VjhO, 1908 und 1907); er ist hiernach nur gegenüber 1907

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefjen

1100 Jahnen angemcldet. . __

Tas Königreich Sachsen entsendet allein 9100 tanger, Würt­temberg 3900, das sangessrohe Thüringen 1200, baS mcitentlegcnc Schlesien 1900, Lessen Nassau 1600, bie Provinz pochten 400, Westfalen 700, die Provinz Brandenburg 830, bie <otabl Vr.men allein 330, Lamburg 460, Lannover 350, Oft- und Westpreußen -nsammeu 750, bie Rheinprovinz über 200, Pommern und polen 350 unb bie Freie Stabt Lübeck 550. Bauern wird naiurgeipaU auch eine sehr große Längerschar Wellen, bas verbunbete Oelter­reich aber übertrifft sie alle, Sachsen ausgenommen: benn cv entfenbet zusammen nicht weniger denn 5340 ganger aus .lieber- unb Ober Oesterreich, Oesterreich Schienen, Böhmen, Mahren, der grünen Steiermark, Salzburg, Tirol unb Voralberg. Amerika ist i mit 650 Sängern, Rußland mit 460, Rumänien mit 180 gangem unb Konstantinopel mit 15 benlhhcn Ungern vertreten. Es kommt hinzu, baß das ganze deutsche^ Burgertum- « semen v»l- sacken Verzweigungen bis weit in die .Irbeiterkreise hinein zu dieser gewaltigen Sänger,char beiiieuert und.^le Staatsverwal- tungen, in Sonderheit auch die preußiickpheoncke Cnenbabnbircr tioii, hat ihren Beamten, Lilfsbeamten und Arbeitern, bie . (it- ,Nieder von Ostsangvereinen sind, Urlaub zum Fest unb freie

97cb ci i° ^b er nationalen Bedeutung des Festes ist aber auch bie fünltlcriW nicht zu unterschätzen. Sie gelangt zimüüM ^ge­legentlich der Gedenkfeier an bie vor 50 Jahren erfolgte Wrun- bung bes Teutschen Sängerbundes zmn Ausdruck, die am nächsten Sonntag vormittag in der Sängerhalle ftatttinbet Am daraus» folgenden Montag, dem 29. Juli, nachmittags, gebt bann in ber- selben Lalle die erste Lauptaufführuiig unb am Dienstag daraus die zweite Lanptaufführung vor sich, an ber jebe8mal loOW Sänger, ein Chor, wie ihn die Welt noch niemals hörte 'sowie ein aus 119 Musikern des Philharmonischen unb stad ischen > Orchesters in Niirnberg, ber grotzherzoglichen vo stapel le in Tarmstadt unb anberen Künstlern gebildetes Achester, unter Leitung ber Festdirigenten Pros. Förster (Stuttgart), Munkdirek- tor Wohlgemut fLeipzig), Prof. Schmidt (Berlin), Univerfitats- niusiLirektor Schneiber Prag), Direcktor Mayer-Olbemleben (Wurz­burg) unb Musikdirektor Hirfch Nürnberg) beteiligt find. In der ersten Lanptaufführung werben ber Wiener Mannergesang­verein, ber Berliner unb Schwäbisckse ©ängerbunb, m bet zweiten der Nieberösterreichische ©ängerbunb, bie ^tcie ^erantgung ber Sächsischen Sängerbünbc unb ber westfalisch Provinzialsanger- bunb mehrere Spezialchöre vortragen; baneben kommen natür­lich auch Gesamtchöre zum Vortrag.

Die Festhalle, in ber bie künstlerischen Veranstaltungen bes 8 Deutschen Sängerbundesfestes vor sich gehen werben, hat man inmitten bes schönen Nürnberger Stadtparks dem Luitpoldhain, errichtet. Ta aber ihr Pobium nur Ld 000 Sanger unb 200- Musiker saßt, so wirb man bie Veranstaltung wahrscheinlich teilen I müs'en. Für bie Zuhörer sinb 12 000 Sitz- und Stehplätze ge- schassen worben. Ten festlichen Veranstaltungen geht eine musi­kalische Vorwoche vorauf, an bie sich bann am Sonntag Die Uebergabe bes Bundesbanners an die Stadt Nürnberg und die mehrfach erwähnte Gedenkfeier anreihen. Am Sonntag nachmittag wird bann der große Jubiläumsfestzug die ^kratzen Nürnbergs durchziehen. Für den Festzug, der eine Ehrung des größten Sohnes der Stabt, bes Meistersingers LanS bringt, und

runb 50 000 Mk. aufgetoenbet worben und es rst keine Frage, baß bieser Festzug ben Löhepunkt der festlichen Veranstaltung bilden wird. In bem Festzug wird auch das älteste -angey Wahrzeichen Teutschlands, eine altehrwürdige Meiftersmgerftan- barte aus bem 16. Jahrhundert mitgeführt werden, bie sich seit 1839 im Besitz besUlmer Lieberkianz" bombet.

Der Tag bes deutschen Liedes.

Nürnberg, 21. Juli.

Während noch in ber Mainmetropole bie Büchsen der Sckmtzcn- brüber knallen, rüstet sich bie Stadt Lans Sachsens und ber deutschen Meistersinger zu emem noch gewaltigeren nationalen Fest als cs das soeben in Frankfurt gefeierte deutsche Bundes- schießen war. Tas 8. Deutsche Sängerbundesfest wird mit 38 000 aktiven Teilnehmern für die deutsche Sängerschaft, einen ragenden Markstein bilden. Gleich wie das Frankfurter Bundesschietzen schließt auch das Teutsche Sängerbundesfen in Nürnberg em: Tas Jubiläum ber 50. Wieberkehr bes Tages, da, ebenfalls in Nürnberg, bie beutsckxm Sänger bas erste allge­meine Teutsche Sängersest feierten. Em Jahr daraus fand bann in ber Resiben; bes Lerzogs Ernst II. von Sachsen-Koburg- Gotha bie Grünbung bes Deutschen Sängerbundes statt, ber beute in 5700 Vereinen runb 723000 Sänger beutscher^Zunge umfaßt. Es ist ein 2Rnt, das weit mehr noch als bas deutsche BunbeSschietzen als ein wahrhaft nationales anzusprechen in. xenn nur allzuoft ist, namentlich an ben Ostgrenzen des Reiches, bas

(j'Jmc Edelmetalle).

Die Ausfuhr erreichte 1911 ohne Edelmetalle einen filtert von 8106 Mill. Mk., sonach erheblich weniger als bte Einfuhr. Die Vorjahrswerte waren 7475, 6594, 6399 linib 6846 (1907) Mill. Mk. Tie Steigerung im Vergleiche utüt 1910 belief sich auf 631 Mill, oder 8 v. H., im Ver- iLiltnissc zum Jahre 1907 auf 1260 Mill, oder 18 ü. S?. ßdelmetalle wurden im letzten Jahre für 118 Mill. Mk. ensgefuhrt, in den Vorjahren für 170, 265, 82 und 249 |V9O7> Mill. Mk. Der Absatz hiervon ist demnach seit 1909 bem Werte nach zurückgegangen und übertraf im vergange­nen Jahre nur noch dcnienigen von 1908 um 36 Mill. Mk.

Von den einzelnen Tarifabschnitten wiesenunedle Me- tckle und Waren daraus" mit 1438 Mill. Mk. den höchsten '.lmsfuhrwert auf. Annähernd hohe Wertziffern erreichten Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und andere Frische und pflanzliche Naturerzeugnisse: Nahrungs- und L enußnrittel" mit 1424 undtierische und pflanzliche Spinn- i'Lvffe und Waren daraus; Menschenhaare: zugerichtete Schmuckfedern, Fächer und Hüte" mit 1411 Mill. Mk. Zu- Omnien brachten diese drei Abschnitte 53 v. H. des Gesamt- iNsfuhrwerts (ohne Edelmetalle) auf. Hicrnächst sindMa- Minen, elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge" mit 913 DXin. oder 11 v. H. des Gesamtwerts zu erwähnen, ferner mod)chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Farben u nb Farbwaren" mit 756 oder 9 v. H. undmineralische und fessile Rohstoffe: Mineralöle" mit 640 oder 8 v. H. Auf DÜe verbleibenden 13 Tarif.ibschnitte entfielen 1524 Mill. Nark oder 19 v. H. des Gesamtwertes.

Aus und (and.

Gießen, 22. Juli 1912.

Lahnkanalisation. In Limburg fand eine Sitzung der Gesellschaft zum Bau eines Probemotor- boot es für bie Lahn statt. In ihr wurde bekannt gegeben, daß das Kapital durch Beitritt neuer Mitglieder von 35 600 Mark auf 41 000 Mark erhöht wurde und daß der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten anstatt eines unverzins­lichen TarlehnS eine Zubuße von 7000 Mark bewilligt hat. Tas Probeboot soll im Januar eine Probefahrt auf der Lahn unternehmen und dann den Rhein befahren.

AuS dem Militärwochenblatt. Der Garnison- Verwaltungs-Inspektor Leichnitz in Gießen wurde nach Bruchsal als Slmtsvorstand, der GarnisonverwaltungS-Jnspektor iJorra in Saarburg nach Mainz unb der Militär-Bau- sekretär Schmitt in Wiesbaden zum Militär-Bauamt Mainz III versetzt.

" Vom Kais, statistischen Amt. Der hessische Finanzamtmann Philipp Steinmann ist zum Kais. 9ie- gierungSrat und Mitglied deS Statistischen Amtes ernannt worden. .

* 60jährigeS Stiftungsfest deS ,Wingolf . Eine der ältesten studentischen Korporationen an unserer Alma Mater, der GießenerWingolf, feiert in diesen Tagen (heute, morgen unb übermorgen) sein 60jahrigeS Stiftungsfest. Hunberte alter unb junger Wingolfiten werden Zusammenkommen, um an der Stätte ernsten LtudiuniS und jugendlicher Lust daS Jubelfest zu feiern. Für die Allgemein­heit dürfte am meisten der Fesizug von Interesse sein, ber morgen zwischen 6 unb 7 Uhr sich durch die Straßen bewegt und an SteinS Garten, dem Kommerslokal, sein Ende findet.

Landkreis Giehen.

= Stockhausen, 21. Juli. Tie Betriebsführerstelle der Eisenerzgrube Loffnung, bie durch den Tod des seit­herigen Betriebsführers Joseph Zeiler erledigt wurde, tft dessen Sohn Jakob Zeiler in Stockhausen übertragen worden. .

= Grünberg, 21. Juli. Tiese Woche tagte hier 'die luther. Konferenz für Oberhessen. Sre

politische Lagesschan.

Tas Gardeprinjip in der Diplomatie.

Offiziöse Meldungen berichteten kürzlich über neu? N inner in der deutschen Tiplornatie. Zum deutschen o c felöten in Teheran wurde anstatt des nach Athen versetzten *u c fen Quadt Prinz Leinrich XXXI. Rcuß lunfl. L. aus- ([ (ben Ter AtlachL des deutschen Geiieralkonsulats tu «liuroctpen, Tr. Fritz von Voß, ist der deutschen Gesandt-! lieft im Haag zuerteilt worden. Freiherr von Rombergs v »um deutschen Gesandten in Bern ernannt worden. Für It- deutsche Owneralkonsulat in Kalkutta ist der Legations- Lot Gras von Luremburg, für das deutsche Generalkonsulat jin Budapest der Legationsrat Gras von Furftenberg- 3 Lmmfieim bestimmt Zum Legationsrat der Preutznchen il baubtfdiait in München i|t Prtn-. Gustav Alexander -ann rv Wittgenstein-Sayn ernannt Zilin Botschaftsrat in Kon- ^steatinopel ist Herr von Mutius bestimmt, und schlieijlicki ttfihrt man zur Berubigung über den Nachwuchs in der NLifdien Tiplornatie, das; der Oberleutnant Graf Georg vir Kanitz von den Garde-lllanen in den diplomatischen

deutsche Lied daS Kampflied der national bebrobten beul'-Iven Stämme gewesen, bilbct es im Auslände oft das emsige <«nn«b das unter Teutschtum dort verbindet Nur alle 7 ^abre ctm9 finbet überhaupt ein Deutsches Sängerbünde. ien |tntt, um io haben wir denn nach bem ersten Nürnberger gerieft uberlianw nur noch 7 unb zwar die Längerfeste ut o.resden, ..iuiuh , Hamburg, Dien, Stuttgart, Graz und Breslau erlebt unb. nament­lich die Feste in Wien, Graz unb Breslau wurden beutfar nationale Kundgebungen eindringlichster Art.

Nun ist es zum zweitenmal bie wunder,chone -stabt .'Nürn­berg, in der sich die Längersämst beutsckfcr Zunge zu ihrem größten Feste vereinigt Wie Nark ihre Anz>ebuugSkraft ge­wesen ist, beweisen die Zahlen, mit betten bie verschiedene deut­schen und ausländischen Sängerbündeosich.angemcldet. habetu. Nickt weniger benn 1700 Vereine nut 36 168 Mitglieder erscheinen in Nürnberg und 25 000 davon sind für den Festzug mit runb

Am Sonntag vormittag 10 Uhr fand bie a u D t be r f am m lung in der Turnhalle itatt, und der geräumige ^aal konnte fast nickt die zahlreich Erschienenen fassen. Tie Veriammlung wurde wieder von bem Vorsitzenben geleitet. Er eröffnete )tc unb begrüßte die Erschienenen, besonders u. a. den Vertreter des Ministeriums des Innern, Kreisamtmann Lerbergk Friedberg, den Vorsitzenden ber Lanbesversicherungsanstalt Geb- Regierungs rat Dr. Tietz Tarmstubt, ferner bie Vertreter der Behörden von Mainz, Tarmstadt unb Bab-Nauheim. Lieran an,cklietzenb ,vram er kurz über bas nun in Straft tretende neue Veinckernngsgefetz, , , .das eine qetoine llmmanblung in die Kraiikenkafsen bringe

1 ' "en. » rufen alle 'Kreise ran Sandel unb Industrie ^Daraus ®^«Xn®0.mb %in.el

bi: ich, daß das k a II f m a n ii i s ch e E l e m e n t IN unserer I [)Iicßcncn Veriicherungsgesetz". Er gab hier beachtenswerte Vor lvitwärtigen Vertretung mehr beruckfichtigt werden möchte bcn MQllcnüirluaitimgen über bie Lanbhabe des neuen j baß man nicht lediglich Leute des Lochadels für fähig (tz^ves unb erläuterte besonbers cingchenb bie 3wangsverftcke jeu solle, das Teutsche Reich an wichtigen Stellen zu rung, die Selbstversickerung unb bie Weiterverflcherung. Die , n reten Alljährlich betont der Staatssekretär des fetzte behanbeltc er besonbers emgehenb unb führte hier ba^ in S-iBern daß irgend eine Zurücksetzung des Bürgertums blichen mit bestem Erfolg eingcfüjrte Verfahren an Man mack

jiXir nich. ftattfänbe. Tme die bei

dir letzten Zeit beweisen aber, daß man gar nicht daran anderen Vorschlägen, bu- bie Kassenverwalter!

ihr ft, auch nur das geringste in den bisherigen Vrrhalt-1 intcr^crcn büriten, wrack er dann weiter über die Anwart ]tj en zu ändern, und dag das Gardeprinzip m der -tiplo» nad) bem (Erlöschen der Zwangsversicherung, vom Witwen- ivÄie, wie es im Reichstage einst genannt wurde, auch unb bcr Witwenrente. Zum ecblun kam er bahui daß nx le noch vollkommen in Gelwng ist. Gleichzeitig sind ^s soziale Gesetz in Zukunft mehr als, bisher m Anfpriick ge Ick't gesamten Vorgänge und die nach wie vor betriebene nommen werben wird, unb weift bnrauf hin, daß bie Mrantciu in-r Gleichberechtigung des Bürgertums in >r^eutschland teilhaftig"werde Auck müßte der Kranken- und Wohnungs- if i-ernt sind. 1 .....Ki*** cy- or,,a

Ver- ß5Q früher 22.- bis 36, Mk. pfg. 68 |35 165

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26Ü - 1822

fürsorge'mehr BeÄ'tung"bcnn le gestellt werden In ber Aus spräche sprachen sich Geheimrat Xt. Lietz-Tarmftabt unb Graf Frankfurt in gleichem Sinne aus. .

Lieran schloß sich ein Vortrag bes Lanbeswohnungsmspek tor/ Gretzschel-Tarrnstadt über: Tie Praxis der Woh- nnnasreform. Er führte aus, daß die Wohnungen nicht nur als Unterschlupf dienen sollen, sondern als eine Statte wo sich ein gutes Familienleben unterhalten kann Wo die Woh­nungen nickt gut sind, da muß das Familienleben leiden, wo­raus allerlei Schwierigkeiten entstehen, was das ganze Gemeinde- leben gefähr.cn kann. Es müsse daher Fr große geräumige und gesunde Wohnungen gesorgt werben. Tas Mietskafernenshstem habe sich nickt bewährt. Als Mindeftforberung für eine gefunbe Wohnung führte er an, baß so viel Räume oorhanben sein muffen, ! daß sich alle familiären Vorgänge getrennt abftnelen können, also ein Wohn- unb ein Schlafraum und eine Kucke. Diese Mindestforderung sei aber in Lessen noch nickt überall erfüllt. Eine Umfrage hatte das Ergebnis, datz von 39 000 Mietwohntlngeii wii vuiuyuMivu *vuvyn«den Mindestforderungen entsprachen, alfo 19 000 waren I lii'i'e der Land- und Forstwirtschaft und andere tierische geeignet Es muß darnach gestrebt werden, diese Mif^ lirib pflanzliche Naturerzeugitisse: Nahrtmas- und 0>enu|3-1f.d;lbc befeitigen. Auch der Luftraum in den Wohnungen^ Drittel im Jahre 1911 mit 6542 Mill. Mk. 67 v. L- des ge ist oft ungenügend. Als Norm führt man gewöhnlich 20 Kubik- samt en Warcneinfuhrwertes (ohne Edelmetalle) in Anfpruch. mctcr an. In Lessin steht es gerade hierin lehr ungunftig In h folgtenmiileralische und fossile Rohstoffe; Mineralöle" wenigen Fällen sind die Wohnungen den Normen entsprechend ki l 900 9«kill, oder 9 v. H. des Oiesamtwertes,tierische Um nur einige Besserung zu crlangnt, bat ntan die Norm nur

,i N äÄ ÄrtÄ. L5' M*"ä tsiarmazeutische Erzeugnisse, Farven und Farbwaren nut - - nft»

| iii; Mill, oder annähernd 4 v. L- des Gesamtwertes. Für

W' übrigen 14 Tarifabschnitte veikbleiben hiernach nur noch pl i Mill, oder 6 bis 7 v. H. des Gesamtwertes der Einfuhr