Ausgabe 
22.1.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

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78 'Dlauöate.

Gegenwärtiger Stand der Parteien.

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Reichspartei 7, der Resorrnpartei 2, der Wirtschaftlichen Vereinigung 7, des Zentrums 10, der Nationalliberalen 19, der' Fortschrittlichen Volkspartei 12, der Sozialdcmo- 6, der Welfen 1. Es haben am Samstag erhalten:

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Fortschrittliche Volkspartei 17, Nationalliberale Bauerribund 25, Sozialdemokraten 72, Konservative 36, Reichspartei 11, Zentrum 89, Antisemiten und Wirtschaftl. Vereinigung 9, Welfen 2, Polen 15, Dänen 1, Elsässer 5, Lothringer 1, Wilde 2. Insgesamt 285.

Es stehen noch aus 112 Wahlen.

Dirnen verglichen. Das radikale Blatt glaubt aber, daß die Wahlen in jedem Falle einen moralischen Triumph und einen Keulenschlag gegen die Rechte bedeute. Die Zukunft dar Fortschrittlichen Volkspartei liege in einer bauenden Mahltattischen Verständigung ryiit der Sozialdemokratie.

Bei dieser Stcllunanahme ist es überraschend, daß das Blatt mir teilt, der frühere Cbcrft Gädtkc werde von seiner Mitarbeit für dasBcrl. Tgbl."nach beiderseitigem lieber- cinkonimen" zurücktreteu. Oberst Gädtke war im Wahl­kreis Berlin I ausgestellt und hat in der Stickftvahl zwi.chen Fortschritt und Sozialdcmokratte dort die Parole für den Sozialdemokraten ausgegebcn. Wahrscheinlich ist er auch bei der verausgabe eines demokratischen Flugblattes in diesem Sinne beteiligt gewesen, gegen welches dasBert. Tageblatt" in den schärfsten Ausdrücken loszieht.

Wird der nächste Neichttagßpräsident ein Sozialdemokrat werden?

Man schreibt uns: Im sozialdemokratischen Parteilager wird mit Bestimmtheit darauf gerechnet, daß im neuen Reichstage die sozialdemokratische Fraktion die stärkste Frak­tion bilden wird. Die sozialdemokratische Fraktion soll, wie verlautet, sich mit der Absicht tragen, von dem Rechte der stärksten Fraktion, den ersten Präsidenten des Hauses zu stellen, unbedingt Gebrauch zu machen. Es sollen bei, dem Zusammentritt des Reichstags mit den liberalen Frak­tionen Vereinbarungen getroffen werden, die dahin gehen, die bisherigen Mehrheitsparteien vom Präsidium gänz­lich auszuschaltcn und die beiden Vizepräsidenten aus den Reihen der nationalliberalen Fraktion und der fortschritt­lichen Volkspartei zu wählen.

Daß die Sozialdemokratte eine solche Absicht hegt, würde nicht wundernehmen, zweifelhaft erscheint aber, daß nament­lich die nationallibcrale Fraktion bereit sein sollte, sich diesen Wünschen zu fügen. Ein sozialdemokratischer Präsi­dent würde die mit seinem Amte verbundenen höfischen Pflichten nicht übernehmen, so daß die bürgerliche Linke ihre Stimmen für die Wahl eines solchen Präsidenten nicht abgeben könnte. Sollten die von sozialdemokratischer Seite gehegten Pläne wirklich greifbare Gestalt annehmen, so steht schon hcitte fest, daß die bisherigen Mehrheitsparteien sich an der Präsidentenwahl nicht beteiligen werden und daß diese Präsidentenwahl das Ende des neuen Reichstags wesentlich beschleunigen würde. Es taucht von neuem das Gerücht auf, daß Prinz Schoenaich-Carolath von den liberalen Parteien als Reichstagspräsident in Aussicht genommen sei.

Michl Mk.

von Namen hat im Laufe ihres langen Bestehens die chrnemcku' Stadt Peking getragen. Tie älteste Statt, die an Pekings ©teile gestanden hat, die schon 1121 v. Ehr. bestanden haben soll, bleßKi. Diese Stadt bekam im Fahre 1618 den Namen Iu-ttchau: 1267 wurde die Hauptstadt der Mongolcnlau'er dorthin verlegt, und nun wurde die StadtGrobe Hauptstadt", Ta-tu genannt. Erst der dritte Mingkaiscr verlegte im Jahre 1409 die Hauptstadt dort- l in und schuf damals den heutigen Namen Pcling. Andere Haupt­städte die ihren Namen geändert haben, sind Toki.', das bis zum 13.. September 1X68 Pedo hieß, und Neuhork, das von den Hol­ländern Neu-Amsterdam genannt wurde und gegenwärtig, seitdem es Groß-Neu vork geworden ist, amtlich als Manhattan bezeichnet wird. Schlieslich'gibt es noch eine ganze Reihe von Städten, die aus nationalen Gründen umgetauft worden sind.. Aus dem ungarischen Pozsony ist Preßburg geworden, das kroatische Zagreb heißt Agram und die Italiener fraben die jonischen Städte- und Inselnamen umgewandelt und so heißt Kerkyra Korfu und Zakyn­thos Zante. # $'

Austritt M a x Klingers aus dem Leipziger K ü n st l e r v e r e i n. Man berichtet aus Leipzig: Tie dein Künst- lervcrein vor Iahreii von Frau Gröppler zugefallene Ltiirung von 1OO OOO Mark, deren Zinsen als Reise-SttpendienZür Künstler dienen sollen, hat sich schon längere Zeit als sehr verhängnisvoll?s Geschenk für den Verein erwiesen. Um diese Stiftung haben sich innerhalb des Vereins zahllose Streitigkeiten entwickelt, unh auch die Leipziger Jahres-Ausstellung im vorigen Jahr war reich an solchen Zänkereien. Ter Streit um das Legat schien beigelegt, ist aber neuerdings tvieber in vermehrter Schärfe aufgenommen trnrbcn Infolgedessen haben Professor Mar Klinger, Professor 5offner und andere bedeutende Künstler ihren Austritt aus dem Leipziger Wnstlerverein erklärt.

ff. D er Modekönig als Bübnenbeld. Der bekannte sranrösische Dramatiker Llbel Hermant hat die Rue de la vair, die Straße der Modeschöpfer, auf die Bühne gebracht. Sein Stück, das den Straßennamen als Titel trägt, wird gegenwärtig am Vaudeville geprobt. Wahrscheinlich bat Hermant D.unit einen guten Griff getan, denn die Modewerkstätte auf der Buhne wirb ihre Anziehungskraft auf die Pariser und vor allem die Parise­rinnen gewiß nicht verfehlen. Soviel über das neue Stück bereits jetzt durchgesickert ist, steht im Mittelpunkte der Besitzer einer großen Schneiderfirma, ein wohlerzogener Mann, für den lern

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Stätte die ihren Kamen andern.

Daß eine Stadt ihren Namen ändert, wie es jetzt Rix dort tut, das' künftig Neu-Eöln heißen will pt ztemltch wlten, ledoch nicht gerade unerhört. Bei dem Falle Rixdott i|. ber (brunb ber unangenehme Beigeschmack, der dem Namen ^auhaNct, unb au» 'dem gleichen Grunde möchte sich btc kleine Ortschaft Ktckemal bet Berlin wohlklingender bezeichnen.

In anderen Fällen, wo Städte ihren Namen geändert haben, handelt es sich um geschichtliche Ursachen, -tte letzten Jahrzehnte haben dafür an deutschen Städten eine ganze Reihe von Benvtelen geliefert. In der Ostmark heißen stabte,, btc früher 'lawtiche Namen trugen, jetzt deutsch: Inowratzlow hettzt letzt.^ohemalza iuw ruS Trzemeszno ist Tremessen geworden Olivas ahnltche- hat sich au der Westmark abgespielt. Iw Retchslande hatten viele Städte, die ursprünglich deutsche Namen trugen, ihren Namen ins Französische übersetzen müssen, seit dem Iabre 18/1 aber ist tue. rückgängig gemacht. Häufig handelt es Itcb habet nur nm eine ^nundgercchte Aussprache, wie dos Beispiel Zaberit^Soverne .Hauptstädte scheinen besonders häufig von dem Schicksal getroften morden zu sein, ihren Namen umändern^zu münen. Em Gewalt­herrscher zwingt etwa einer eroberten Stadt einen neuen ' tarnen «ruf, ein Wiedererbauer einer zerstörten ertabt glaubt, btc neue Stadt müsse auch einen neuen Namen tragen, oder es werden Ab­wandlungen des Städtenainens vorgenommen, bei denen ein -teil Les Namens in Vergessenheit gerät. Wer denkt ;. B. noch daran. Laß Trorttheim bis zur Mitte des 16. Iahrhttitderts^Ntdaros d. lh. Mündung des Flusses 9cib") oder Kaupangri ^brandbetms, Lie Kausstabt in Tronbhjem hieß, wovon nur das letzte Wort ubrxg «eblieben ist. Tie norwegische Hauvtstabt Christianta trug eben­falls früher einen anderen Namen: Oslo. Ihr heutiger Name 4§ekst auf den Tänenkönig Christian IV. zurück, ber btc zerstörte ößtabt im Jahre 1624 wieder auf baute. In der römirchen K.uicr- r^eit würben besonders viele Provinzstädtc neu benannt, ia mauch- mal baten die Städte selbst um die Vcrgünstigung,_fick> nach einem lAngehörigen des Kaiserhauses nennen zu dürfen. Tas berühmteste aller Beispiele von Städten, die einen neuen Namen angenommen 'toben, ist wohl die wauptftafct des oströmifchen Reiches Bnzans, -das 330 durch Konstantin den Großen den Namen Kcnstanttnopel »erhielt. Jerusalem, die Hauptstadt des alten jüdischen Reiches, rmirbe von Hadrian wieder aufgebaut: von da an aber trug btc Stabt den römischen Namen Aelia Capitolina. Eine ganze Reihe

Die ersten Stichwahlen.

Zwischen dem Tag der Hauptwahlen (12. Januar) und dem ersten Stichwahltag (20. Januar) lag eine pottti,ch äußerst bewegte Zett. Die Regierung lteß es sich miss höchste angelegen fein, zur Sammlung der bürgerliche Parteien gegen die Sozialdemokratie zu blasen. Aber^dtese .'lufforderungen verliefen erfolglos. Daß es auch diesmal, wie bei jeder deutschen Reichstagswahl, nicht an Aöweich- ungen von den am Samstag von uns ffixierte« Gruud-- nchtungen fehlte, sei noch ttirz angedeutet. So trat in Bayern und Baden der auch die Sozialdemokratte um- -hssende Großblock in Ersck>einung, in Schlesien kam es zu ,-inem zwischen Fortschritt und Sozialdemokratie abge- ichlossenen Wahllompromiß, während, abgesehen von et- ntgen lokalen Leitensprüngen, die liberalen Organisat onen des Königreichs Sachsen und der Provinzen Rheinland- Westfalen und Sck)les wi g-H o l st ein weniger Radttalismus zeigten.

Von den ersten 78 Stichwahlen beziffert sich der Ge- ;mmi derblauschwarzen Parteien' auf 31 Man­date, von denen 9 aus die Konservativen, sechs nuf die Reichspartei, 6 auf die Wirtschaftlickie Vereinigung, 7 auf das Zentrum und 2 auf die Welsen entfallen. Tas «rgibt unter Hinzurechnung der schon bei der .Hauptwahl er­rungenen 137 Mandate 167, oder unter Hinzuziehung des in Bielefeld gewählten Grafen Posadowstt) «Wilder) 168 Maftdate . _

Ihnen stehen zwar nur 21 Nationalliberale, 17 Fort­schrittler, acht ^ozialdemo traten, die in der Stich- »oahl gewählt wurden, gegen1 ber, oder unter Hinzurechnung der oppositionellen Haup Wahlergebnisse (69) im ganzen 15. Da aber bis zum 25. Januar n o ch 11 3 S t i ch w a h - Den stattzufinden haben, von denen 48, wo es sich um ! iberal-sozialistisck>e Stichwahlen handelt, der Linken un­bedingt sicher sind, so ist mit diesen 163 Mandaten der Vorsprung der Rechten (168) schon fast eingeholt. Berück­sichtigt man außerdem, daß bei den restlichen 65 Mandaten 13 Nationalliberale, 13 Fortschrittler und 27 Sozialdemo­kraten in Stichwahl gegen Angehörige der rechtsstehenden Parteien stehen, während diese nur in 12 Wahlkreisen mit- rin an bet zu tun haben, so läßt sich bei den 53 Wahlkreisen entnehmen, daß auch sie bis zu einem gewissen Grade ber Opposition an heim fall en.

So dürften wir einen Reichstag erhalten, in dem zwar /Zentrum und Sozialdemokratie allzu stark sind, die sonstigen j'Mehrh'eitsverhältnisse aber im labilen Gleichgewicht stehen, 'so daß bei der schwankenden Stellungnahme dieser oder jener Partei in gewissen Fragen der Regierung möglich ist, je nach Bedarf diese oder jene Mehrheit zu bilden, wobei wir gar nicht nachrechnen wollen, um wieviel Mehr- fteitsbildnn'gen es sich dabei handelt. Es mag im Interesse des Liberalismus bedauerlich sein, daß die Sozialdemokratie aufs neue so stark angeschwollen ist, ohne daß es gelang, den Zentrumsturm wesentlich zu erschüttern, das eine scheint schon heute festzustehen, daß infolge des Anwachsens der Opposition es im künftigen Reichstag keine kompakte Mehrheit der Rechten mehr geben kann. Herr v. Bethmann- Hollweg wird mit dem Liberalismus fortab zu rechnen haben.

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Geschäft nur ein Zeitvertreib ist. Er steht zwischen zwei Frauen, natürlich Leuten vom Fach, von denen die eine hübsch, aber dumm, die andere für das Geschäft außerordentlich begabt ist und infolgedessen die eigentliche Seele des Geschäftes ist. Ter Held heiratete natürlich die erste und daraus entsteht die Verwicklung: die Seele des Geschäftes verläßt ihn nun und gründet ein Kon- lurrenzuuternehmen Erst der dritte und letzte Akt ist es, ber die Modewerkstätte auf die Bühne bringt.

Eine neue Expedition zum McKinley. Aus Neuyork wird berichtet: Professor Herchel C. Parker von der Eolumdia-Universität wird in den nächsten Tagen aufbrechen, um ium dritten Mal ben Versuch zu unternehmen, ben Mount MeKinftch zu erfteigen. Ter Gelehrte begleitete im Jahre 1906 E o o 1 bei dessen vergebliche Versuche, ben Berggipfel zu er­reichen und war auch im Jahre 1910 Lester ber Parker-Brown- Ervedition, die iccrtuolle neue topographische Ausschlüsse über die Gestattung des mächtigen Berges gebracht hat. Bis Sunrise wirb Professor Parker mit feiner Expebition die Zentralbahn Maskas benup.cn : dann wendet sich die Sck)ar westwärts gegen den Su- silnafluß, wird nach einer Reihe von 75 englischen Meilen in einen Nebenfluß des Chulitna einbiegen und hier von Norden aus bas Massiv des McKiistey angreifen. Professor Parker be­dient sich zur Fortbewegumi der Lebensmittel und ber Instru­mente iciiner Reihe von Schlitten mit Eskimohunden. Er wird bereits Anfang Februar mit seinen Gefährten Seward verlassen und hofft Mitte März den Fuß des Berges zu erreichen. Ende März ober Anfang April lassen die eisigen Wrnterwrnde nach, und mit dem Fallen der Temperatur soll dann der Aufstieg beginnen. Der McKinley ist einer der schwierigsten Berge der Welt, weil das Schneegebiet fast bis zum Fuße des Massivs dinabreicki Während der viel höher- Gaurisankar nur eine Schnee* zone von 13 0O(i Fuß besitzt, ist die des McKinley 18 000 Fuß.

ff. Leuchtendes Wachstuch. Eine hübsche Beobachtung^ die wohl sehr wenig bekannt ist, teilt der Rostocker ProsessoM Wehn dem Kosmos mit. Er hat nämlich beobachtet, bar, gG wöhnliches Wachstuch sehr deutliche Phosphoreszenzerschemungejs -cigt Wenn man auf ein Wachstuch die Hand ober irgend einen Gegenstand legt und darüber ein Stück Magnesiumband brennen läßt, io leuchtet später im Tunkesn das Tuch außer an den ^ebecn gewesenen Stellen. Worauf diews Leuchten zurückgebt, lätzt ltd) natürlich nur bannn sagen, wenn man ganz genau weiß, welche Stosse bei der Herstellung des Wachstuches verwendet worden iuu>e

Labiau-Wehlau (bisher Wagner, Fortschr. Volksp.). Hauptwahl v. Massow Kons.) 8356, Wagner (Fvrtschr. Bolksp.) 5850, Linde tSoz.) 2961, zersplittert 1. Stichwahl: gewählt v. Massow (Kons.).

.Königsberg Landkreis, Fischhausen (bisher Fürst zu Tohna-Schlobitten, Kons.). Haupttvahl Dohno-Schlobitten .Kons. 9358, Bartschat (Fortschr. Bottsp.) 7078, Borowski (Soz.) 6271, zersplittert 49. Stichwahl: gewählt Bartschat «.Fortschr. Volksp. Hansabund). .

Tilsit-Niederung (bisher Schickett, Koni... Haupt- wahl Kopp lFortschr. Vpt.) 10 198, v. Moltke (b. k. F.) 7833, Hofer Soz.) 6251, NeidieS (Littauer) 419, zersplittert 5. Stichwahl: gewählt Kopp (Fortschr. Vpt., Hansabund).,

u m b i n n e n- I n st e r d u r g (bisher Mentz, Kons.). Haupt­wahl Tr. Brandes «Kons., 9702, Siehr (Fortschr. Vpt.) 5870. Vormauer Matl.) 4739, Lübbring (Soz.) 3200, zersplittert 6. Slick.wahl gewählt: Siehr, Fortschr. Vpt., Hansabund.

West-Priegnitz (bisher Stubbendorf, Rpt.) Hauptwahl 7443, Siering (Soz.) 5068, Tubenthal (Fortschr. Vpt.) 4399, Graf Oppersdorf 'Ztr., 34, zersplittert 4. Stichwahl gewählt: 5tubbcnborf (Freikons.) mit 9774 Stimmen gegen Siering (Soz.) mit 7200 Stimmen.

Lstpriegnitz «"bisher Löscher, Rp.). Hauptwahl Löscher Rpt.', Bbd. > 6392, Lehmann Rpt., Bdl.) 5232, Hetschold lSoz.)

In 78 Wahlkreisen sind am Samstag die Stichwahlen zum Reichstage vollzogen worden, davon 45 in Preußen, 8 in Bayern, 7 im Königreich Sachsen, 7 ist Baden, in Mecklenburg und ic eine in Braunschweig, Sachsen-Meiuin- nen, Lippe-Detmold und Koburg. Von diesen <8 Mandaten befanden sich bisher im Besitze der Konservativen 14, der

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Nr. 18 Erster Blatt 162. Iahrgang Montag, 22. Januar 19(2

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slerufp.ech. Anschlüsse: WjS V-raulworlUch hir den

M die Redaktion 112, v » .. politischen Test: August

General-Anzeiger für Gberhessen sLLM

Annahme von Anzeigen Rotationrdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Stcinöruderei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Lanä-: E.Heß: lüi den bis vonnittags" v'ü'h^ Büdingen: Fernsprecher Rr. 269 Geschäftsstelle vahnhofslrahe 16a. Anzergenteck: H. Beck

Ter Kampf im Kiehener Wahlkreis.

Wir erhalten folgende Zuschrift:

Es kennzeichnet das volllornrneue sachliche Fiasko der Sozialdemolrateu, daß sie mit persönlicher Karnpfesweise enden Eine längst erledigte und bedauerte, in rascher Zornaufwallung herausgeswßene Kränkung der National­liberalen dient den Geuosjen als letzter Strohhalm. Dabei hat Herr Krumm die nattonallcberale Partei in seinem eigenen Gießener Parteiorgan alsdie schofelste Partei des Deutschen Reiches, als die giftigsten, heimtückischsten Feinde der Arbeiterklasse" bezeichnet. Und dieselbe Zeitung hat noch vor wenig Tagen geschrieben, em Arbeiter, der natio­nalliberal wähle, müsse auf seinen Geisteszustand untersuchtwerden.

Das schreibt eine Zeitung, deren Partei m illoyaler Weise begrabene Dinge wieder hervorzuhvlen sucht.

Gießen, am 20. Januar 1912.

Dr. Werner.

Tic Stichwahl im Wahlkreis Marburg Kirchhaiu-Frankenberq )( M arburg, 21. Jan. Wie nach Lage der Umstände vorauszusehen war, ist die Stichwahl zu Gunsten des bäuer­lichen Kandidaten Schneidermeister und Landwirt Rupp aus Mederwalgern, der außer den Stimmen der Deutsch- sozialen diejenigen der Konservativen, der Nationallibe- raleu, der Anhänger Tr. Böckels und insbesondere des Zentrums auf sich vereinigte, entschieden. Mit einer Mehr­heit von 3100 Stimmen siegte er mit 11569 Stimmen über den demokratischen Kandidaten, Schriftsteller v. Gerlach- Berlin, der es trotz der Unterstützung der Dozialdemo traten und der eifrigsten Anstrengungen seiner Anhänger nur auf 8467 Stimmen brachte. In der Stadt Mar­burg enthielten sich etwa 1000 Wähler der Abstlmmuna Im ganzen Wahlkreise gaben von rund 23 310 Wahlberech- tiqtcii 20 072 (gegen 19 452 bei der Hauptwahl- ihre Stimme ab Bei der Hauptwahl erhielten Prof. Bredt (Freikons.) 3546, Dr. Böcke! (Antisemit) 2686, Rupp (deutschsoz.» 592o, v. Gerlach (Dem.) 6151 und Diehl (Soz.) 1100 Stimmen.

Die Ltcllunguahme der Demokratie.

DasBerliner Tageblatt" nennt das Eintreten der Fortschrittler in 10 Wahlkreisen für Kandidaten der Konservativen und des Zentrums skandalös. Man emp­finde ein Gefühl der Scham, wenn man die Ziffern aus diesen Wahlkreisen liest. Tic Nationalliberalen werden mit feilen

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