Ausgabe 
19.11.1912 Drittes Blatt
 
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lenrautg. Insgesamt sind etwa 12'/- Shiometcr Mohrleitung ver­legt und 91 Schieber und 88 Hydranten eingebaut worden. Die .Gcscnntkosten der Anlage betragen eiwa 125 OOO Mark. Mit dem Rundgang wurde eine photographische Ausnahme der Teilnehmer vor dem Ärosdorser Hochbehälter verbunden. Nach der Besich­tigung vereinigte ein gemeinsames Kaffeetrinken im Saale der Gastwirtschaft Moos die Festteilnehmer, auch Tarnen waren hierzu erschienen. Herr Bürgermeister Braun gab einen Rückblick von der Entstehung bis zur Fertigstellung des Wasserwerkes das zweitgrößte im Kreise Wetzlar gedachte der angesammelten Akten als Beweis der Mühe und Arbeit und dankte zum Schluß allen, die an dem Werke mitgeholfen haben. Sein Hoch galt der Ge­meinde KrofdorfGleiberg. Medizinalrat Dr. Braun hob die Bedeutung der Anlage in gesundheitlicher Hinsicht hervor und widmete den Tarnen sein Hoch. Dr. Seipp dankte namens der Bürger von Krofdorf und (Gleiberg für die Anlage und widmete dem Bürgernreister und der Gemeindevertretung ein Hoch Lehrer Loch an trug durch Verlesung eines selbstverfaßten Gedichtes zur Erhöhung der Stimmung bei. In drei Sälen des Ortes war zum Schluß Tanzmusik.

-r-, Kinzenbach, 17. Nov. Heute wurde Gemeinde­vorsteher Adaur Mandler unter großer Beteiligung beerdigt. Er stand 13 Jahre an der Spitze der Gemeinde und war im vorigen Jahre zuur dritten Male einstimmig gewählt worden. Ein Magenleiden hatte den überaus rüstigen Mann

Bundesitaaten Dcrtraencn Auffassung in dieser Frage angeschlossen. Tas Erkenntnis des höchsten Verwaltungsgerichts wird naturgemäß in Zukunft auch von den hessischen Verwalrungsgerichten über­haupt bei ihren Entscheidungen zugrunde gelegt werden, so daß also künftig auch in Hessen die Wirtschaftskvnzcfibn einer juristi­schen Person allgemein erteilt werden wird. Tie Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs ist nicht bloß twn prinzipieller, son­dern auch praktischer Bedeutung, da hierdurch die Stempel­frage wesentlich berührt wird.

Xl t)d, 16. Nov. Wegen Kautionsschwindels löiitbe der Direktor der Wach- und Schließgesellschast in Lyck, Bernhard Jakubowski, zu vier Jahren GeränqniS inrb fünf Jahren Ebr- oerlnst und sein Bruder A l o i s y u s Jakubowski ivcgen Bei- Hilke zu 1XA Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust ver­urteilt Es stird int ganzen über 50 Kautionen int Betrage von 50 bis zu 100 Mk. unrechtmäßig von den Jakubowskis verbraucht worbe». Geschädigt hnb hauptsächlich kleine Leute, die als Schließer und Jnspektoreir ongestellt tvurden.

«LLL__ --4L____.....

Sport.

* Fußball. Am letzten Sonntag spielte die 1. Mannschaft deS Fußballklubs ,G e r in a n i a* - (S t e & c n in Friedberg gegen den dortigen Fußballklub .Fortuna*. .Germania' trat mit vier Mann Ersatz an, konnte jedoch durch die gute Ver­teidigung mit 2:2 Toren abschneiden, bei Halbzeit 1:1.

Weizen

Rogge»

Haler

KöiiigSbera

- (- )

172 ( 2)

152 (- 3)

Danzig

- (- )

174 (-27.)

( )

Stettin

195 ( 3)

172 (- 3)

178 (- 2)

Posen

202 ( 4)

169 ( 1)

176 ( 3)

Breslau

202 (- 1)

176 ( )

177 (+ 1)

Berlin

201 ( 3)

175 ( 3)

204 (- 1)

Magdeburg

201 ( 4)

171 (- 4)

192 ( 2)

Halle

201 ( 1)

174 ( 2)

203 (- 2)

Leipzig

198 (- 3)

171 (- )

196 (- 1)

Dresden

201 (- 3)

172 ( 2)

193 i- 2)

Rostock

- (- )

173 (- )

172 (- 2)

Hamburg

205 (- 3)

178 (- 4)

195 (- )

Hannover

19; (-6)

178 (- 4)

195 (- 7)

Düffel Dorf

210 (- )

90 (- )

202 <- 1)

Franküirt a.

M. 210 (-27,)

185 ( ])

205 (- 5)

Mannheim

2127,( 5)

1877,( )

193 (- 5)

Straßburg

215 (-27,)

195 (- )

200 ( 5)

München

226 ( 2)

190 (- )

198 (- 4)

Weltmarktpreise: Weiten: Berlin Dez.

204.50 (- 3.50).

Pest April 202.30 ( 1.50), Pari- Nov. 237.80 (-f- 4.05), Liverpool

Dez 165.25 (

- 5.40), Chicago Dez. 132.85 (- 6.40).

Roggen: Berlin

Detbr. 175.50 ( 2.50). Hafer:

Berlin Dezbr. 179.75 ( 3 25.

Futteraerste:

Südrufs, frei Hambura unverzollt

fchwim. 134.00

( 4.50), Nov. 134.25) ( 5.25).

Mais La Plata

fchwinu 111.09

( 2 50), Mtxed Tez./März 110.00 ( 2.50) Mark.

mm.

ccuerri

ten (volle )td) der von den anderen

Schon rvochenlang sind

folgte auch ziemlich einstimmig.

bleibt liebetnanb.

48-52

87-95

50-55

91-103

69-701/,

86-88

der

67-69

84-86

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe«.

Nov.

Wetter

1912

Es stellten^sid^ dic Preise für inländ. Getreide am letzten

36-41

30-36

8688 87-00

insofern

als die

6676

6070

4246

4449

die Wiesen im Ohm- und Kleintale überflutet; da­durch ist die Herbstweide unmöglich gemacht. Ganze Scharen von wilden Enten tummeln sich auf der großen Wasserfläche, durch die der Nahverkehr mit einzelnen Ortschaften sehr er­schwert ist. Hoffentlich bringt die in Aussicht stehende Ohm- regulierung hier gründlich Abhilfe.

411-115 105-110

92108 83-90

Mk.

98104

96102

6668

63-66

5562

5054

8-287

73-0

81-88

8394

8486

78-80

Presto lür loo P>v. Lebend- Schlacht- geivicht

£3 91 &

Alk. 5457 53-56

49-52 44-48

Höchste Temperatur Niedrigste

Hctrci-c-Wochcnbcricht

Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 12. bis 18. November 1912.

in seinem 59. Lebensjahre dahingerafft. Seine vorgesetzte Behörde, sämtliche Gemeindevorsteher der Bürgermeisterei Krofdorf und fast alle Gemeindeglieder gaben dem beliebten Manne das letzte Geleit.

Hessen-Nassau.

kg. Kirchhain, 17. Nov. Nachdem der Stadt Kirch­hain ein zweiter dlbgeordneter zum Kreistag zugefatlen ist, erfolgte gestern dessen Wahl. ?lls Kandidat war der Mühlen­besitzer Nikolaus Prediger aufgestellt und seine Wahl er-

handel.

Teurere Lesen.

Köln, 18. Nov. Unter deut Namen »Bereinigung d ' n t s ch e r C c f e n i a b r i r a n t c n in Köln" wurde von eiina vierzig der maßgebendsten Fabrikanten eine »Eiserne Lefen-Ber- einignnq- gegründet, die stch die Auigabe stellte, gesundere Ber- hältnisse atü dem Cfcnniarft herbeizutühren. Es wurde beschlossen, in 'Jhibelvadit der stetig Neigenden Roliftoffvreife eine sofort in Krau tretende Preiserhöhung von 7 7. Prozent und vom 1. Jult 1913 ab eine solche von 10 Prozent eintreten -n lasten.

40-41

3334

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen. Unseren Stabtvätern lag in ihrer letzten Sitzung die Tenlschrist ber Umgestaltung ber stäbtischen Feuerwehr vor. Für Die Mitglieber bes Kollegiums nric noch mehr für bic Bürger­schaft bewirkten bie in ber Denkschrift gestellten Forberungen Ueberraschungen. Mußte boch festgestellt werben, bah an uns Gießener bereits ber Großstabtrnaßstab angelegt unb bamit über bas Ziel hinausgesckwsscn wirb. Lhne bie erforberliche Sid)crbcit für ben Ausbruch eines BranbeS außer acht zu lassen, hätte btc Bürgerschaft doch eine vorsichtigere Haltung ihrer Slabtväter er­warten dürfen. Beig. Grünewald fdxcint fast als alleiniger mit seinen Wählern und Bürgern rid>tig zu fühlen. Sein mamtitaftrt Auftreten, wie insbefonbcrc der von ihm oertretme Standpunkt, verpflichtet ihm mindestens 99v4 Prozent der Gießener Steuer­zahler zu Tank und Sympathie. I. G. P.

am 17. bis 17. ,

-DiuLDiiaena, Nervenstärkend, Appetitanregend.

A orzügheh für die Allgemeinernährung, speziell bei Nervosität und in der RekonvaleSZeM-

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vermischtes.

* Gin Mohammeoaner über ben Heiligen Krieg. Ten vielverbreiteten irrigen Ansichten Der Abend- länber über ben Heiligen Krieg tritt ein Mohammedaner, der frühere Tumaabgeordnete Malimed Aga Schachtachtinsti entgegen. Bor lmndert Jahren sei es Brauch gewesen, baß der Scheich ul Islam bei Kriegsbrauch durch eine besondere Fetwa dem Kriege die Sanktion erteilt habe Tas halte man seitdem sür überflüssig. Auch die Fahne des Propheten irerde nicht inehr den Gläubigen in der Schlacht vorangetragen. Einen eigentlichen .Heiligen Krieg gebe es nicht. Da jeder Krieg, den Mobammedaner führen, heilig sei. Tenn die Geistlichkeit lasse leinen Krieg zu, ber oem Schariat widerspreche. Tie russischen Mohamme­daner lehnen jede Verbindung mit den Türken ab.

Kleine Tageschronik.

Auf der fiskalischen Grube v. b. Heidt, Abteilung Stcin- badndiadft bei Saarbrücken sind am Samstag kurz nach Schichtbeginn Bergleute, bie mit ber Schießarbeit beschäftigt waren, burd/ bas Los gehen eines aus unbekannter Urfad}? stel-en gebliebenen Sprengsd-usses verunglückt. Ein Mann ist tot, ein anberer würbe schwer verletzt: bic drei übrigen kamen mit leichteren Verletzungen bavou.

In ber Alscnstraßc in Berlin stieß am' Sonntag nad:mittag ein Lcid) enwagen mit einer E lektrischcn zusammen. Ter Leichenwagen würbe zertrümmert unb ber Sarg auf bic Straße geschleudert. Tic Fensterscheiben der Elektrischen zer­splitterten, woburch einige Fahrgäste durch umhersliegende Splitter verletzt wurden.

In 5? a nt & ii r g unb in Altona irurben ein Installateur, besten Ehefrau, ein Kellner unb ein Kontrollmäbcl ai verhaftet, die bc^ fchulbisit werben, Brillanten, die von der gestohlenen Kölner Kaiserlette hcrftamnnii, vertrieben zu haben.

In E b i n b u r g überftelcn gegen 500 Stubentcn ein Haus', in bem bie angeblichen Grausamkeiten der Bioisestion bargeft?i(t wurden. Sie schlugen alles kurz unb stein und leisteten and: den l erbeigceilten Polizisten heftigen Widerstand. Mehrere Studenten unb Polizisteil ir-urbm verwundet und nach Krankenhäusern g.- bradje. 25 Stubentcn nmrbeit verhaftet.

Der PoslbampferO r a v i a", ber auf ber Fahrt nach Valva Raiso begriffen war. Tat bei ben F a l kl a n b - I n s c l n S ch i f s b r u d) erlitten. Passagiere unb Mannschafteit tonnten gerettet werben.

Eeriuger«ouuglalüer o d) a '

Weidemailichafe.

SDittftlämmev und Maftyammek

Geringere Piauhammet und Schafe ....

Schwein».

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(0crid)f$$aciL

Gin R i e s c n - K o l o n i a l p r o z e ß.

~ Berlin, 18. Nov. In bic Grünblingsgefchichte einer ganzen Reihe von kolonialen Erwerbsgescllfd-aftcn soll ein umfang­reicher Prozeß hineinleuchten, ber heute unter bem Vorsitze bcs Laubgerichtsbirellor Sd>mibt vor ber ersten Strafkammer bcs Lanbgcrichts I begonnen hat, unb dessen Verhandlung mehrere Wochen in Ansprud) nehmen bürste. Es hanbidi sid) um den Kauf­mann Wilhelm Mertens, ber als Mitglieb bezw. Aussid>tS- ratsmitglicb sid» versd.icbene Vergehen gegen bas Hanbelsgesetz- buch sid) haben zu schulben kommen lassen, inbem er bas Vermögen ber Gescllsd>asten burd) unwahre Angaben fdjäbigtc Ter Ange klagte war zuletzt bei ber Teutschen Kolonialgesellsck/ast 17 Jahre lang tätig unb hatte hier unter bereit Präsidenten dem Prinzen von Hohenlohe Langenburg mib bem Herzog Johann Albrecht zu Mcdlenburg eine leitenbe Stellung inne. Tann grünbete er bic Firma Mertens u. Eie., bic sich in ber Hauptsache mit Der Gründung unb Finanzierung von kolonialen E r - w e r b S g e s e l l s ch a s t e n befaßte. Ter Angeklagte behauptete bei seiner ®crn?I)iiiung, baß bicse Firma streng reell gearbeitet Ixtbe. Sie sollte gewis,'ermaßen nad> englisd'.cm Muster eine Art Bank für bic kolonialen Gesellschaften barstellen, tvoburd) wesent­liche Unkosten erspart würben. Von riesigen Gewinnen, bic er in bic Tasde gciiedl haben soll, könne überhaupt nid)t bic Rebe sein. Tic loloiiialcn Gesellschaften, benen bic Firma als Bank bienen sollte, bezweckten in ber Hanptsad^e bic Ausbeutung von Kautschuk, Sisalhanf unb nnberen Kolonialprobuktcn. Ihr Tätig­keitsgebiet waren fast alle beutsdnm Kolonien, and) bic Insel Borneo. Ta bic Entstehungsgeschichte ber Gesellschaften unb bic Tätigkeit ber Finna Mertens u. Eie. seitens bcs Gcrid)ts einer genauen Prüfung unterzogen werben müssen, so finb sür Den Prozeß brei Wochen in Ansatz gebradst.

Universitäts-Nachrlchten.

ss Marburg, 17. Nov Bei ber genügen letzten Im- m a t r i t u l a t i o n ber Stubierenbcn des Wintersemesters hielt der Rektor der llniueriuät, Prof. Tr. Tröllfch, eine Ansprache an bie neu immatrikulierten Studierenden, in der er sie Darauf hin- ivies, bie akademische Freiheit richtig verstehen z»i lernen und vor allen Tiiigen sich eine gute JlllgemeiubilDung anzueignen. Er forderte zum Schluß die Studierenden, Die nicht bei der Waffe zu Diene» haben, auf stch Durch Beteiligung bei Der Genoiienschast freiwilliger Krankenpfleger im Siricge in Den Dienst des Bater- l«"De4 zu stellen.

Besserung der politischen Lage übte in der Berichtswoche einen verstauenden Einfluß aus die Getreidcmärktc and, Amerikaner wieder stärker und billiger offerierten unb auch Rußlcmb sichtlid) mehr Nad>giebigkeit bekundete. Hielt schon bic aiibaucrnbc Verkaufslust Amerikas bic Stimmung des Getre.de- handels unter Truck, fo kam noch hinzu, daß die Aussichten ber argentinischen Weizenernte im allgemeinen als günstig geschilbert itnirbcn. Zwar lagen am Freitag Melbungen vor, wonach in den nördlichen Anbaugebieten der Wunsch nach trockener Witterung laut wurde, aber der Umstand, daß die argentinischen Firmen glcidjjcitig hohe Qualitätsgewichte offerierten, versckx'ud)te bic auf­getauchten Bcforgnissc schnell roicber. Auf ben beutidicn Märkten zeigte sich für bad, allerbings meist aus absallcnbcn Qualitäten bcitcbcnbe Weizenangebot nur wenig Aufnahmefähigkeit, io baß bic Verkäufer sich mit zum Teil mcrUid) niebrigeren Preisen ab- iinbcit mußten: im Lieferungsgcsdiäft verlor Weizen in Der Be- richtswochc 31 ,, bis 4'/, Mark. Im Gegensatz hierzu konnte Roggen seinen Preisitanb besser behaupten, ba zur (Erfüllung älterer Ex­portverpflichtungen. seitens ber Küste Ware gesucht wurde und auch die Mühlen, wenn aud) bei etwas ermäßigten Geboten, Bedarf zeigten. Tiefen Ansprüchen gegenüber erwies sich das Angebot als mäßig, erst am Schlüsse der Woche schien etwas mehr Ware herauszukommen. Im Lieserungsgcschäft beschränkten sich die Rückgänge auf 2l/t, bezw. l/4 Mark. Hafer wurde nur in geringen und mittleren Qualitäten stärker offeriert, während feine Darc knapp und gesucht blieb. Lieferung war per Tczcmber durch Teilungen zeitweise gestützt, Mais mußte unter dem Trude er- masst gier ausländischer Forderungen stärker nachgeben. Brau­gerste konnte sich nur in seiner Ware behauoten: für die vermehrt angebotenen Mütclaualitätcn war der Absatz schleppend. Einen weiteren Rückgang haben die Preise für russische Gerste erfahren, namentlid) für schwimmende Ware, die zum Schluß mit 134 Mark cif zu kaufen war. Aud) Mais war im Hinblick auf Die großen Plata-Vcridnffungcn und aus hohe amerikanische Ernteschätzungen niedriger gehalten.

CuftfcbiffdbrL

kf. Eine Flu gmaschine für 12 Personen. Ein fransöfifd^r Ingenieur, Rene Bourgoin, l-at soeben, wie die Tedmiaue A6ronautiaue" mitteilt, ein Flugzeug vollendet, bad wahrscheinlich bie größte aller bisher gebauten Flugmaschinci ist. Es hanbelt sid- um einen Einbecker, ber 12 Personen tragen kann. Ter Erbauer gedenkt damit einen regelmäßigen Pcrso.ien- verkehr emzuridftcn. Tic Tragflächen des Eindeckers, der eine so große Last tragen soll, haben natürlich ganz erhebliche M- messungen. Tas ganze Flugzeug hat eine Spannweite von 14 Metern unb eine Länge von 12 Metern: bie Tragflächen hab-» bic Gestalt eines breit geernteten V. Mit voller Belastung soll bas Flugzeug 2200 Kilogramm wiegen. Hiervon kommen auf bas eigentlich? Flugzeug 800 Kilogramm, auf ben Motor 300, auf Benzin 150, auf Cd 50, unb ber Rest, 900 Kilogramm, setzt sid» aus ben 12 Personen zusammen, bie in bem Flugzeug Platz finben.

'(Eine prinzipielle Entscheibung bcs Hess. Verwaltung sgerichts Hofs. Ter Großherzoglid) hessische VerwaltungSgerichishof bat in feiner Sitzung vom 15. November 1912 in letzter Instanz über bas G esu ch bcs Kat h. K i r ch e n vorstanbes z u Gießen um Verleihung ber W i r t - s ch a f t s k v n z e s s i o u für bad t a th. Bereinshaus z u Gießen cnti'chicbcii. Tie Entscheidung hat eine interessante Vorgeschichte. Tas Konzesiionsgcsud) war von der Stadtver­ordnetenversammlung zu Gießen n i d; t befürwortet worden. So­wohl bie Bcbürsiiis frage wurde verneint, als au de die Verleihung der Konzession an die katl "Iischc M irch?ngcmrinDc als an eine juristische Person für unzulässig erklärt. Tic Ansicht, baß bic Konzcsfivnierung einer iuiiftifd ?n Person unmöglich sei, kam aud) in einem ber_Eingesaubts", bic im Anschluß an bic fraglich? Sitzung ber StabtvcrordnclcnVersammlung im Gießener Anzeiger crid>icnnt, zum Ausdruck. Ter Provinzialausfdnlf; der Provlnz Cbcrhcsscn zu Gießen, bem bic Entscheidung über das Gesuch um Verleihung der Konzession zustand. hatte in seinem Urteil die Bcdünnisfragc bejaht und Die Konzession erteilt. Tic beantragte Konzcsfionicrung der Mirdcngcincinbe als svlck)cr erfolgte auch hier nidit, fonbem cs würbe bcin Eventualantrag, einem Mit- glieb bed Kird^cnvorstanbcs bie Wirtsdzaftskonzeffion zu erteilen stattgegeben. Gegen bi cf cd Erkenntnis bcs Provinzialausscholss^' bat ber Vertreter des Kird-envvrstanbes Berufung an ben Ber n> a 11 u n g d g c v i d: t d t o | zu Tamiftabt ücrfolgt, worauf bad Urteil aufgehoben unb in Stattgcbung ber Be­rufung ber Kirchcngemeinbc zu Gießen ald solcher, vertreten burd- ben Kirchenvorstand, bic Konzession erteilt wurde. Tiefer Gntfdxibung kommt eine über Den vvrlicgenben Fall hstnaudgcl-cnDe prinzipielle B eb en tu n g zu. In Hessen war Die Konzessionierung eines rechtsfähigen Vereins, iincr Gemeinde ober iibinliaupt einer juri' sk'schcn Person von bem Gwßb- Ministcriiun, Dem feither bie Entscheibung m lenter Instanz ziistanb, bislang abgelchnt worben In allen libiigcnBnnbcdstaalen bat man Dagegen schon feit lange, fei cd in ftänDigcr Rcd?tspred)ung, sei cd in Aenberung bc^ früheren Stanbpiintted Bayern, Preus en,, bie Frage Der Konzessioniermig Dcv iurnhld-?ii Perfon bcjal.t. Ter Hessische Berwaltungsgerichks- °^cn angeführte Ewkennmis in Dein erften ihm

Märkte.

VUeßen, 19. Nov. T' a rftbert dit. Auf'heutigem Wockien- markte lofiete: Butter DaS Pbmd 1,201.30 l'-'f, Hühnereier 1 Stück 1011 T <n., 2 Stück 60 Plg., Enteneier 1 Stück 100 Pfg., Ganierier 1 St. 20 Pi., Käse bad Stück 68 Psg^ Käfemalte 2 Stiick ö6 11g., 5aubeii vr 1-v. 0,801,00 9)lfw Hübner pr. £L l,°01,60, Halmen vr. Stück 0,801,80 Enten pr. St. 2,00-3,00 Mk, Gänse Das PfD. 7585 Pfg, Ccbfcnfleifm vr. PID. 92100 2g., DiiiiDfleiid) vr. Pfund 9094 Psg^ Kubfleifch 80 Pfg^ Schiveine» flcifrb vr. Pstuid 90110 Pia«, Kalbfleisch vr. PfD. 9236 Pfg^ Hainmelfteisch vr. Pkd. 7090 Pfg.. Kartoffeln vr. l"0 Ke. 4.5:) bis 5.00 2)kk., Weißkraut Das Stück 5 bis 10 Pfg Zwiebel» ver 3tr. 4,005,00 WIL. Milch Das Liter 22 Pf.^ Nüsse 100 Stück 5060 Psg., ver Ztr. 000 9)ltw Birne» DaS Psu»d 10 bii 15131g., Aepsel der Zentner 9 bis J5 Mk. Marktzeit von 8 bi» 2 Uhr.

F.C. Wiesbaden. Piehh o» »M ark tbericht vom 18. Nov. Au'trieb: NinDer 1 3 (Cchfen 66, Bullen 0, Kühe 97), Kälber 72, Schafs Schweine 330.

'IHarl: c am: Im allgemeinen etwas Icbha'lei-. bc Groß, 1

C 1 e 11.

Pollslclfdstae, miSgemäslete. höchsten Schlacht- wertes int Alter von 47 Jahren ....

Tie noch nicht gezogen habe» (»»gejocht) . .

Cimnc, f kifcbige, nicht auSgemäilete »mo ältere miSgemaüeti............

Bull e ».

Vollsteischige, ausgeiv^ höchsten Schlachtw. . .

Vollfleifchtge, jiingcce

Für e n. K ü h

Poll fleischige auSgeinäftete Färfeir höchsten

Schlaclitwcrtes ScUflcifdiige auSgemästete Kühe höchsleit

Schlachtwertes bis z» 7 Jahre» ...

Wenig gut entwickelte Färse»

Aeitere cuSgcniäftete Kühe und wenig gut ent- widclte jiuigere Kühe

Mäßig ßemiljcte Kühe und Färse» K ä l bei.

reinste Maslkalver

Aiittlere Mast- uno beste Saugkälbrr ....

Geringere Maß- und gute Saugkälber . . .

13. November « + 6,4 C.

18. , - 4- 2,7*0.

18

u

48,5

44

56

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SSE

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10

Dunst

18.

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8

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Beb. Himmel

19.

44,5

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5,4

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still

still

10

Regen