lenrautg. Insgesamt sind etwa 12'/- Shiometcr Mohrleitung verlegt und 91 Schieber und 88 Hydranten eingebaut worden. Die .Gcscnntkosten der Anlage betragen eiwa 125 OOO Mark. Mit dem Rundgang wurde eine photographische Ausnahme der Teilnehmer vor dem Ärosdorser Hochbehälter verbunden. Nach der Besichtigung vereinigte ein gemeinsames Kaffeetrinken im Saale der Gastwirtschaft Moos die Festteilnehmer, auch Tarnen waren hierzu erschienen. Herr Bürgermeister Braun gab einen Rückblick von der Entstehung bis zur Fertigstellung des Wasserwerkes — das zweitgrößte im Kreise Wetzlar — gedachte der angesammelten Akten als Beweis der Mühe und Arbeit und dankte zum Schluß allen, die an dem Werke mitgeholfen haben. Sein Hoch galt der Gemeinde Krofdorf—Gleiberg. Medizinalrat Dr. Braun hob die Bedeutung der Anlage in gesundheitlicher Hinsicht hervor und widmete den Tarnen sein Hoch. Dr. Seipp dankte namens der Bürger von Krofdorf und (Gleiberg für die Anlage und widmete dem Bürgernreister und der Gemeindevertretung ein Hoch Lehrer Loch an trug durch Verlesung eines selbstverfaßten Gedichtes zur Erhöhung der Stimmung bei. In drei Sälen des Ortes war zum Schluß Tanzmusik.
-r-, Kinzenbach, 17. Nov. Heute wurde Gemeindevorsteher Adaur Mandler unter großer Beteiligung beerdigt. Er stand 13 Jahre an der Spitze der Gemeinde und war im vorigen Jahre zuur dritten Male einstimmig gewählt worden. Ein Magenleiden hatte den überaus rüstigen Mann
Bundesitaaten Dcrtraencn Auffassung in dieser Frage angeschlossen. Tas Erkenntnis des höchsten Verwaltungsgerichts wird naturgemäß in Zukunft auch von den hessischen Verwalrungsgerichten überhaupt bei ihren Entscheidungen zugrunde gelegt werden, so daß also künftig auch in Hessen die Wirtschaftskvnzcfibn einer juristischen Person allgemein erteilt werden wird. Tie Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs ist nicht bloß twn prinzipieller, sondern auch praktischer Bedeutung, da hierdurch die Stempelfrage wesentlich berührt wird.
Xl t)d, 16. Nov. Wegen Kautionsschwindels löiitbe der Direktor der Wach- und Schließgesellschast in Lyck, Bernhard Jakubowski, zu vier Jahren GeränqniS inrb fünf Jahren Ebr- oerlnst und sein Bruder A l o i s y u s Jakubowski ivcgen Bei- Hilke zu 1XA Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt Es stird int ganzen über 50 Kautionen int Betrage von 50 bis zu 100 Mk. unrechtmäßig von den Jakubowskis verbraucht worbe». Geschädigt hnb hauptsächlich kleine Leute, die als Schließer und Jnspektoreir ongestellt tvurden.
«LLL__ --4L____ ■.....
Sport.
* Fußball. Am letzten Sonntag spielte die 1. Mannschaft deS Fußballklubs ,G e r in a n i a* - (S t e & c n in Friedberg gegen den dortigen Fußballklub .Fortuna*. .Germania' trat mit vier Mann Ersatz an, konnte jedoch durch die gute Verteidigung mit 2:2 Toren abschneiden, bei Halbzeit 1:1.
Weizen
Rogge»
Haler
KöiiigSbera
- (- )
172 (— 2)
152 (- 3)
Danzig
- (- )
174 (-27.)
— (— )
Stettin
195 (— 3)
172 (- 3)
178 (- 2)
Posen
202 (— 4)
169 (— 1)
176 (— 3)
Breslau
202 (- 1)
176 (— )
177 (+ 1)
Berlin
201 (— 3)
175 (— 3)
204 (- 1)
Magdeburg
201 (— 4)
171 (- 4)
192 (— 2)
Halle
201 (— 1)
174 (— 2)
203 (- 2)
Leipzig
198 (- 3)
171 (- )
196 (- 1)
Dresden
201 (- 3)
172 (— 2)
193 i- 2)
Rostock
- (- )
173 (- )
172 (- 2)
Hamburg
205 (- 3)
178 (- 4)
195 (- )
Hannover
19; (-6)
178 (- 4)
195 (- 7)
Düffel Dorf
210 (- )
90 (- )
202 <- 1)
Franküirt a.
M. 210 (-27,)
185 (— ])
205 (- 5)
Mannheim
2127,(— 5)
1877,(— )
193 (- 5)
Straßburg
‘215 (-27,)
195 (- )
200 (— 5)
München
226 (— 2)
190 (- )
198 (- 4)
Weltmarktpreise: Weiten: Berlin Dez.
204.50 (- 3.50).
Pest April 202.30 (— 1.50), Pari- Nov. 237.80 (-f- 4.05), Liverpool
Dez 165.25 (
- 5.40), Chicago Dez. 132.85 (- 6.40).
Roggen: Berlin
Detbr. 175.50 (— 2.50). Hafer:
Berlin Dezbr. 179.75 (— 3 25.
Futteraerste:
Südrufs, frei Hambura unverzollt
fchwim. 134.00
(— 4.50), Nov. 134.25) (— 5.25).
Mais La Plata
fchwinu 111.09
(— 2 50), Mtxed Tez./März 110.00 (— 2.50) Mark.
mm.
ccuerri
ten (volle )td) der von den anderen
Schon rvochenlang sind
folgte auch ziemlich einstimmig.
bleibt liebetnanb.
48-52
87-95
50-55
91-103
69-701/,
86-88
der
67-69
84-86
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe«.
Nov.
Wetter
1912
Es stellten^sid^ dic Preise für inländ. Getreide am letzten
36-41
30-36
86—88 87-00
insofern
als die
66—76
60—70
42—46
44—49
die Wiesen im Ohm- und Kleintale überflutet; dadurch ist die Herbstweide unmöglich gemacht. Ganze Scharen von wilden Enten tummeln sich auf der großen Wasserfläche, durch die der Nahverkehr mit einzelnen Ortschaften sehr erschwert ist. Hoffentlich bringt die in Aussicht stehende Ohm- regulierung hier gründlich Abhilfe.
411-115 105-110
92—108 83-90
Mk.
98—104
96—102
66—68
63-66
55—62
50—54
8-2—87
73-0
81-88
83—94
84—86
78-80
Presto lür loo P>v. Lebend- Schlacht- geivicht
£•3 91 &
Alk. 54—57 53-56
49-52 44-48
Höchste Temperatur Niedrigste
Hctrci-c-Wochcnbcricht
Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 12. bis 18. November 1912.
in seinem 59. Lebensjahre dahingerafft. Seine vorgesetzte Behörde, sämtliche Gemeindevorsteher der Bürgermeisterei Krofdorf und fast alle Gemeindeglieder gaben dem beliebten Manne das letzte Geleit.
Hessen-Nassau.
kg. Kirchhain, 17. Nov. Nachdem der Stadt Kirchhain ein zweiter dlbgeordneter zum Kreistag zugefatlen ist, erfolgte gestern dessen Wahl. ?lls Kandidat war der Mühlenbesitzer Nikolaus Prediger aufgestellt und seine Wahl er-
handel.
Teurere Lesen.
Köln, 18. Nov. Unter deut Namen »Bereinigung d ' n t s ch e r C c f e n i a b r i r a n t c n in Köln" wurde von eiina vierzig der maßgebendsten Fabrikanten eine »Eiserne Lefen-Ber- einignnq- gegründet, die stch die Auigabe stellte, gesundere Ber- hältnisse atü dem Cfcnniarft herbeizutühren. Es wurde beschlossen, in 'Jhibelvadit der stetig Neigenden Roliftoffvreife eine sofort in Krau tretende Preiserhöhung von 7 7. Prozent und vom 1. Jult 1913 ab eine solche von 10 Prozent eintreten -n lasten.
40-41
33—34
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen. Unseren Stabtvätern lag in ihrer letzten Sitzung die Tenlschrist ber Umgestaltung ber stäbtischen Feuerwehr vor. Für Die Mitglieber bes Kollegiums nric noch mehr für bic Bürgerschaft bewirkten bie in ber Denkschrift gestellten Forberungen Ueberraschungen. Mußte boch festgestellt werben, bah an uns Gießener bereits ber Großstabtrnaßstab angelegt unb bamit über bas Ziel hinausgesckwsscn wirb. Lhne bie erforberliche Sid)crbcit für ben Ausbruch eines BranbeS außer acht zu lassen, hätte btc Bürgerschaft doch eine vorsichtigere Haltung ihrer Slabtväter erwarten dürfen. Beig. Grünewald fdxcint fast als alleiniger mit seinen Wählern und Bürgern rid>tig zu fühlen. Sein mamtitaftrt Auftreten, wie insbefonbcrc der von ihm oertretme Standpunkt, verpflichtet ihm mindestens 99v4 Prozent der Gießener Steuerzahler zu Tank und Sympathie. I. G. P.
am 17. bis „ 17. ,
-DiuLDiiaena, Nervenstärkend, Appetitanregend.
A orzügheh für die Allgemeinernährung, speziell bei Nervosität und in der RekonvaleSZeM-
peiuicljt..............
Bollslestchige Schweine von 120—150 kg Gebend gewicht
Bringt rosige Wangen und blühendes Aussehen.
Man achte auf das Wort „LECIFERRIN“ Preis M. 3.-, überall erhältlich. „Galenus“, Chemische Industrie, G. m. b. H., Frankfurt a. 2L
vermischtes.
* Gin Mohammeoaner über ben Heiligen Krieg. Ten vielverbreiteten irrigen Ansichten Der Abend- länber über ben Heiligen Krieg tritt ein Mohammedaner, der frühere Tumaabgeordnete Malimed Aga Schachtachtinsti entgegen. Bor lmndert Jahren sei es Brauch gewesen, baß der Scheich ul Islam bei Kriegsbrauch durch eine besondere Fetwa dem Kriege die Sanktion erteilt habe Tas halte man seitdem sür überflüssig. Auch die Fahne des Propheten irerde nicht inehr den Gläubigen in der Schlacht vorangetragen. Einen eigentlichen .Heiligen Krieg gebe es nicht. Da jeder Krieg, den Mobammedaner führen, heilig sei. Tenn die Geistlichkeit lasse leinen Krieg zu, ber oem Schariat widerspreche. Tie russischen Mohammedaner lehnen jede Verbindung mit den Türken ab.
Kleine Tageschronik.
Auf der fiskalischen Grube v. b. Heidt, Abteilung Stcin- badndiadft bei Saarbrücken sind am Samstag kurz nach Schichtbeginn Bergleute, bie mit ber Schießarbeit beschäftigt waren, burd/ bas Los gehen eines aus unbekannter Urfad}? stel-en gebliebenen Sprengsd-usses verunglückt. Ein Mann ist tot, ein anberer würbe schwer verletzt: bic drei übrigen kamen mit leichteren Verletzungen bavou.
In ber Alscnstraßc in Berlin stieß am' Sonntag nad:mittag ein Lcid) enwagen mit einer E lektrischcn zusammen. Ter Leichenwagen würbe zertrümmert unb ber Sarg auf bic Straße geschleudert. Tic Fensterscheiben der Elektrischen zersplitterten, woburch einige Fahrgäste durch umhersliegende Splitter verletzt wurden.
In 5? a nt & ii r g unb in Altona irurben ein Installateur, besten Ehefrau, ein Kellner unb ein Kontrollmäbcl ai verhaftet, die bc^ fchulbisit werben, Brillanten, die von der gestohlenen Kölner Kaiserlette hcrftamnn’ii, vertrieben zu haben.
In E b i n b u r g überftelcn gegen 500 Stubentcn ein Haus', in bem bie angeblichen Grausamkeiten der Bioisestion bargeft?i(t wurden. Sie schlugen alles kurz unb stein und leisteten and: den l erbeigceilten Polizisten heftigen Widerstand. Mehrere Studenten unb Polizisteil ir-urbm verwundet und nach Krankenhäusern g.- bradje. 25 Stubentcn nmrbeit verhaftet.
Der Poslbampfer „O r a v i a", ber auf ber Fahrt nach Valva Raiso begriffen war. Tat bei ben F a l kl a n b - I n s c l n S ch i f s b r u d) erlitten. Passagiere unb Mannschafteit tonnten gerettet werben.
Eeriuger« •ouuglalüer o d) a '
Weidemailichafe.
SDittftlämmev und Maftyammek
Geringere Piauhammet und Schafe ....
Schwein».
Pollfleischige Schweine von 80—100 k? Lebendgewicht ..............67-587,
PcUfleijchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 6?‘/,-0ü
PoUf»elici)ige Schweine von 100—120 kg Ledenb-
(0crid)f$$aciL
Gin R i e s c n - K o l o n i a l p r o z e ß.
~ Berlin, 18. Nov. In bic Grünblingsgefchichte einer ganzen Reihe von kolonialen Erwerbsgescllfd-aftcn soll ein umfangreicher Prozeß hineinleuchten, ber heute unter bem Vorsitze bcs Laubgerichtsbirellor Sd>mibt vor ber ersten Strafkammer bcs Lanbgcrichts I begonnen hat, unb dessen Verhandlung mehrere Wochen in Ansprud) nehmen bürste. Es hanbidi sid) um den Kaufmann Wilhelm Mertens, ber als Mitglieb bezw. Aussid>tS- ratsmitglicb sid» versd.icbene Vergehen gegen bas Hanbelsgesetz- buch sid) haben zu schulben kommen lassen, inbem er bas Vermögen ber Gescllsd>asten burd) unwahre Angaben fdjäbigtc Ter Ange klagte war zuletzt bei ber Teutschen Kolonialgesellsck/ast 17 Jahre lang tätig unb hatte hier unter bereit Präsidenten dem Prinzen von Hohenlohe Langenburg mib bem Herzog Johann Albrecht zu Mcdlenburg eine leitenbe Stellung inne. Tann grünbete er bic Firma Mertens u. Eie., bic sich in ber Hauptsache mit Der Gründung unb Finanzierung von kolonialen E r - w e r b S g e s e l l s ch a s t e n befaßte. Ter Angeklagte behauptete bei seiner ®crn?I)iiiung, baß bicse Firma streng reell gearbeitet Ixtbe. Sie sollte gewis,'ermaßen nad> englisd'.cm Muster eine Art Bank für bic kolonialen Gesellschaften barstellen, tvoburd) wesentliche Unkosten erspart würben. Von riesigen Gewinnen, bic er in bic Tasde gciiedl haben soll, könne überhaupt nid)t bic Rebe sein. Tic loloiiialcn Gesellschaften, benen bic Firma als Bank bienen sollte, bezweckten in ber Hanptsad^e bic Ausbeutung von Kautschuk, Sisalhanf unb nnberen Kolonialprobuktcn. Ihr Tätigkeitsgebiet waren fast alle beutsdnm Kolonien, and) bic Insel Borneo. Ta bic Entstehungsgeschichte ber Gesellschaften unb bic Tätigkeit ber Finna Mertens u. Eie. seitens bcs Gcrid)ts einer genauen Prüfung unterzogen werben müssen, so finb sür Den Prozeß brei Wochen in Ansatz gebradst.
Universitäts-Nachrlchten.
ss Marburg, 17. Nov Bei ber genügen letzten Im- m a t r i t u l a t i o n ber Stubierenbcn des Wintersemesters hielt der Rektor der llniueriuät, Prof. Tr. Tröllfch, eine Ansprache an bie neu immatrikulierten Studierenden, in der er sie Darauf hin- ivies, bie akademische Freiheit richtig verstehen z»i lernen und vor allen Tiiigen sich eine gute JlllgemeiubilDung anzueignen. Er forderte zum Schluß die Studierenden, Die nicht bei der Waffe zu Diene» haben, auf stch Durch Beteiligung bei Der Genoiienschast freiwilliger Krankenpfleger im Siricge in Den Dienst des Bater- l«"De4 zu stellen.
Besserung der politischen Lage übte in der Berichtswoche einen verstauenden Einfluß aus die Getreidcmärktc and, Amerikaner wieder stärker und billiger offerierten unb auch Rußlcmb sichtlid) mehr Nad>giebigkeit bekundete. Hielt schon bic aiibaucrnbc Verkaufslust Amerikas bic Stimmung des Getre.de- handels unter Truck, fo kam noch hinzu, daß die Aussichten ber argentinischen Weizenernte im allgemeinen als günstig geschilbert itnirbcn. Zwar lagen am Freitag Melbungen vor, wonach in den nördlichen Anbaugebieten der Wunsch nach trockener Witterung laut wurde, aber der Umstand, daß die argentinischen Firmen glcidjjcitig hohe Qualitätsgewichte offerierten, versckx'ud)te bic aufgetauchten Bcforgnissc schnell roicber. Auf ben beutidicn Märkten zeigte sich für bad, allerbings meist aus absallcnbcn Qualitäten bcitcbcnbe Weizenangebot nur wenig Aufnahmefähigkeit, io baß bic Verkäufer sich mit zum Teil mcrUid) niebrigeren Preisen ab- iinbcit mußten: im Lieferungsgcsdiäft verlor Weizen in Der Be- richtswochc 31 ,, bis 4'/, Mark. Im Gegensatz hierzu konnte Roggen seinen Preisitanb besser behaupten, ba zur (Erfüllung älterer Exportverpflichtungen. seitens ber Küste Ware gesucht wurde und auch die Mühlen, wenn aud) bei etwas ermäßigten Geboten, Bedarf zeigten. Tiefen Ansprüchen gegenüber erwies sich das Angebot als mäßig, erst am Schlüsse der Woche schien etwas mehr Ware herauszukommen. Im Lieserungsgcschäft beschränkten sich die Rückgänge auf 2l/t, bezw. l’/4 Mark. Hafer wurde nur in geringen und mittleren Qualitäten stärker offeriert, während feine Darc knapp und gesucht blieb. Lieferung war per Tczcmber durch Teilungen zeitweise gestützt, Mais mußte unter dem Trude er- masst gier ausländischer Forderungen stärker nachgeben. Braugerste konnte sich nur in seiner Ware behauoten: für die vermehrt angebotenen Mütclaualitätcn war der Absatz schleppend. Einen weiteren Rückgang haben die Preise für russische Gerste erfahren, namentlid) für schwimmende Ware, die zum Schluß mit 134 Mark cif zu kaufen war. Aud) Mais war im Hinblick auf Die großen Plata-Vcridnffungcn und aus hohe amerikanische Ernteschätzungen niedriger gehalten.
CuftfcbiffdbrL
kf. Eine Flu gmaschine für 12 Personen. Ein fransöfifd^r Ingenieur, Rene Bourgoin, l-at soeben, wie die „Tedmiaue A6ronautiaue" mitteilt, ein Flugzeug vollendet, bad wahrscheinlich bie größte aller bisher gebauten Flugmaschinci ist. Es hanbelt sid- um einen Einbecker, ber 12 Personen tragen kann. Ter Erbauer gedenkt damit einen regelmäßigen Pcrso.ien- verkehr emzuridftcn. Tic Tragflächen des Eindeckers, der eine so große Last tragen soll, haben natürlich ganz erhebliche M- messungen. Tas ganze Flugzeug hat eine Spannweite von 14 Metern unb eine Länge von 12 Metern: bie Tragflächen hab-» bic Gestalt eines breit geernteten V. Mit voller Belastung soll bas Flugzeug 2200 Kilogramm wiegen. Hiervon kommen auf bas eigentlich? Flugzeug 800 Kilogramm, auf ben Motor 300, auf Benzin 150, auf Cd 50, unb ber Rest, 900 Kilogramm, setzt sid» aus ben 12 Personen zusammen, bie in bem Flugzeug Platz finben.
— '(Eine prinzipielle Entscheibung bcs Hess. Verwaltung sgerichts Hofs. Ter Großherzoglid) hessische VerwaltungSgerichishof bat in feiner Sitzung vom 15. November 1912 in letzter Instanz über bas G esu ch bcs Kat h. K i r ch e n vorstanbes z u Gießen um Verleihung ber W i r t - s ch a f t s k v n z e s s i o u für bad t a th. Bereinshaus z u Gießen cnti'chicbcii. Tie Entscheidung hat eine interessante Vorgeschichte. Tas Konzesiionsgcsud) war von der Stadtverordnetenversammlung zu Gießen n i d; t befürwortet worden. Sowohl bie Bcbürsiiis frage wurde verneint, als au de die Verleihung der Konzession an die katl "Iischc M irch?ngcmrinDc als an eine juristische Person für unzulässig erklärt. Tic Ansicht, baß bic Konzcsfivnierung einer iuiiftifd ?n Person unmöglich sei, kam aud) in einem ber_ „Eingesaubts", bic im Anschluß an bic fraglich? Sitzung ber StabtvcrordnclcnVersammlung im Gießener Anzeiger crid>icnnt, zum Ausdruck. Ter Provinzialausfdnlf; der Provlnz Cbcrhcsscn zu Gießen, bem bic Entscheidung über das Gesuch um Verleihung der Konzession zustand. hatte in seinem Urteil die Bcdünnisfragc bejaht und Die Konzession erteilt. Tic beantragte Konzcsfionicrung der Mirdcngcincinbe als svlck)cr erfolgte auch hier nid’it, fonbem cs würbe bcin Eventualantrag, einem Mit- glieb bed Kird^cnvorstanbcs bie Wirtsdzaftskonzeffion zu erteilen stattgegeben. Gegen bi cf cd Erkenntnis bcs Provinzialausscholss^' bat ber Vertreter des Kird-envvrstanbes Berufung an ben Ber n> a 11 u n g d g c v i d: t d t o | zu Tamiftabt ücrfolgt, worauf bad Urteil aufgehoben unb in Stattgcbung ber Berufung ber Kirchcngemeinbc zu Gießen ald solcher, vertreten burd- ben Kirchenvorstand, bic Konzession erteilt wurde. Tiefer Gntfdxibung kommt eine über Den vvrlicgenben Fall hstnaudgcl-cnDe prinzipielle B eb en tu n g zu. In Hessen war Die Konzessionierung eines rechtsfähigen Vereins, iincr Gemeinde ober iibinliaupt einer juri' sk'schcn Person von bem Gwßb- Ministcriiun, Dem feither bie Entscheibung m lenter Instanz ziistanb, bislang abgelchnt worben In allen libiigcnBnnbcdstaalen bat man Dagegen schon feit lange, fei cd in ftänDigcr Rcd?tspred)ung, sei cd in Aenberung bc^ früheren Stanbpiintted Bayern, Preus en,, bie Frage Der Konzessioniermig Dcv iurnhld-?ii Perfon bcjal.t. Ter Hessische Berwaltungsgerichks- °^cn angeführte Ewkennmis in Dein erften ihm
Märkte.
VUeßen, 19. Nov. T' a rftbert dit. Auf'heutigem Wockien- markte lofiete: Butter DaS Pbmd 1,20—1.30 l'-'f, Hühnereier 1 Stück 10—11 T <n., 2 Stück 60 Plg., Enteneier 1 Stück 10—0 Pfg., Ganierier 1 St. 20 Pi., Käse bad Stück 6—8 Psg^ Käfemalte 2 Stiick ö—6 11g., 5aubeii vr 1-v. 0,80—1,00 9)lfw Hübner pr. £L l,°0—1,60 Mü, Halmen vr. Stück 0,80—1,80 Enten pr. St. 2,00-3,00 Mk, Gänse Das PfD. 75—85 Pfg, Ccbfcnfleifm vr. PID. 92—100 2’g., DiiiiDfleiid) vr. Pfund 90—94 Psg^ Kubfleifch 80 Pfg^ Schiveine» flcifrb vr. Pstuid 90—110 Pia«, Kalbfleisch vr. PfD. 92—36 Pfg^ Hainmelfteisch vr. Pkd. 70—90 Pfg.. Kartoffeln vr. l"0 Ke. 4.5:) bis 5.00 2)kk., Weißkraut Das Stück 5 bis 10 Pfg„ Zwiebel» ver 3tr. 4,00—5,00 WIL. Milch Das Liter 22 Pf.^ Nüsse 100 Stück 50—60 Psg., ver Ztr. 0—00 9)ltw Birne» DaS Psu»d 10 bii 15131g., Aepsel der Zentner 9 bis J5 Mk. Marktzeit von 8 bi» 2 Uhr.
F.C. Wiesbaden. Piehh o» »M ark tbericht vom 18. Nov. Au'trieb: NinDer 1 3 (Cchfen 66, Bullen 0, Kühe 97), Kälber 72, Schafs Schweine 330.
'IHarl: c am: Im allgemeinen etwas Icbha'lei-. bc Groß, 1
C 1 e 11.
Pollslclfdstae, miSgemäslete. höchsten Schlacht- wertes int Alter von 4—7 Jahren ....
Tie noch nicht gezogen habe» (»»gejocht) . .
Cimnc, f kifcbige, nicht auSgemäilete »mo ältere miSgemaüeti............
Bull e ».
Vollsteischige, ausgeiv^ höchsten Schlachtw. . .
Vollfleifchtge, jiingcce
Für e n. K ü h
Poll fleischige auSgeinäftete Färfeir höchsten
Schlaclitwcrtes ScUflcifdiige auSgemästete Kühe höchsleit
Schlachtwertes bis z» 7 Jahre» ...
Wenig gut entwickelte Färse»
Aeitere cuSgcniäftete Kühe und wenig gut ent- widclte jiuigere Kühe
Mäßig ßemiljcte Kühe und Färse» K ä l bei.
reinste Maslkalver
Aiittlere Mast- uno beste Saugkälbrr ....
Geringere Maß- und gute Saugkälber . . .
13. November «• + 6,4 C.
18. , - 4- 2,7*0.
18
u
48,5
44
56
90
SSE
2
10
Dunst
18.
■48,1
31
5,1
89
8
2
10
Beb. Himmel
19.
44,5
33
5,4
94
still
still
10
Regen


