Ausgabe 
21.7.1912 Erstes Blatt
 
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162. Jahrgang

Viertes Blatt

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T^cheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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Amtlicher Teil.

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Der neue Kaffee-Ersatz

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Hoch- un« Tiefbia

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und nur halb soviel zu nehmen wie von anderen Kaffee-Ersatzmitteln. Perlka schmeckt überraschend kaffeeähnlich, ist auffallend billig und gesund.

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Sonntag, den 21.^ :r Kapelle des neue

Beite Rachhilse in allen ftadicrn erteilt einzeln u. in kleinen Ubtciln- ' Dir. Brackemann, Pidmarcknr. bl.

kosten f hen @teuerat9abcn Drucksache"

Hinterbliebenen 'b-wncs Kehler.

gemeinde. . .

Vormittags 9'/, Uhr. Professor v. Sch tan.

Vorinittags 11 Uhr: Kinderkirche tttr dte Z oh anncS gemeinde. Piarrasstslent Schorle in in e r.

Tie Amtsgeschäste der JohanneSgemeinde versteht bis znm August Psarrafststettt S ch o r l e m m c r, Wetzstemstrasze 39.

Ebschied fanfti c «chwener. Lch^

Die ..Gießener ZamtliendlLtler" werden dem ,Anieiger^ viermal wöchentlich beiqelegt, da- Krdsblett ftt den Kttis «iefccn zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Privatunterricht und Nachhilfe in Griechisch, Lateinisch,Deutsch und Ge­schichte für alle Klass., Eng­lisch und Französisch für Unter- u. Mittelstufe. Priv. Vorher, f. alle Schulklassen u.-Examina, speziell f.Matu- rurn u. Ergänzung'prüf. i41 Dr.Roese^ÄtnÄ

HyfthäusErTEChniHum f rankenhausen Ing.-u.Werkm.-Abt. Gr.Misch.-Lib.

vtbelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten im JohanncSsaal.

Mittwoch, den 24. Juli, abends 6 Uhr, für die jüngere Abteilung.

Samstag. den 27. Juli, abends 6 Uhr, für die altere Abteilung.

Wartburg.

Christlicher Verein junger Männer.

jedem Soitnlag, abends 8 Uhr: Versammlung und Vortrag,

1 Gemeindehaus, Kirchstr. 9;

Hebung.

lach der neuen 2tbi vergeben. Soitcnor :m Bureau offen, chl. 27. Juli 1912.

meister.

n.

MchE

: ,912.

An jedem Dienstag, abends 8*/, Uhr: Bivelstlmde, Wehsteinslr. .

1 Mittwoch . 8 , Tnrnstnnde, Turnhalle br

' " ' ' Ctadtknabenschnle;

Donnerstag, , 8 l'elc- und Spielabend, Wetz-

sleinstrasre 38.

Gäste, besonders die Neukonfirmierten aus allen Gemeinde', stets herzlich willkommen.

Katholische Gemeinde.

GottcsbtenU, SamStag, den 20. I it l i :

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit So nn t'a g^d'e n 21. I u l i, 8. S o n n t a g n a ch V f i n a st e n-' Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe.

, um 8 Uhr: Austeilung der l)L Kommunion.

um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

um 11 Uhr. Heil. "Messe mit Predigt. MililärgotteSdienst.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalis»'» BruderschaitS-Andacht.

Sonntag abend um 81/, Uhr: "Abendnnterhaltung der Gesellen­vereine Vließen und Wetzlar.

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*eA .cdtflS« ^tt6

Hausung Dawrowskis nahm die Staatsanwaltschaft in Gnesea eine Haussuchung vor.

An Bord des spanischen Lorpcdobootszcrstorers -.Terror , bir die königliche JachtGnalda" begleitete, wurden durch Ex­pl oft on eines Kesselrohrc a t i o 1'111,111,1 1 1 1 11 bl~

AÜs London wird gemeldet: Ein Offizier der königlichen Jacht Meteor", die jetzt vor Cowes liegt, vollbrachte gcilcrn eine kühne Rettungstat. Ein Schiffer, der em Telegramm aus Meteor" gebracht hatte, glitt aus dem Rucyveg aus uno Der Offizier sprang, ohne ent die Kleider ab- MiuaMt... ..." einem Rettungsgürtel, dem Mann, der nicht schwimmen konnte, nach, legte ihm den Gürtel an und hielt sich über Wasser, bis ein Boot zu föine kam.

In Wongrowitz wurde der Probtt T u e z m a l aus C h ov na wegen des Verdachtes eines Betruges verhaltet Er soll die polnische Bank in Gollantsch um 6000 .biark ge­schädigt haben, ferner soll in derselben L-ache der Bankbeamte Kasimir W a w r o w s k i verhaltet worden sein, der Be-

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vermischter.

Der Scheck des Präsidenten. Tas Gehalt des Präsidenten der Vereinigten Staaten beträgt 50 000 Dollars un Jahr. Als Clcvcland Präsident war. rrhrclt cr dicsen Betrag in Monatsraten. Genau genommen hatte er 41.66^66^ Dollar in jedem Monat erhalten müssen, und da diese Stmmie nicht genau ausgezahlt werden konnte, so half sich das Schatzamt damit, daß cs dem Präsidenten in einem Monat einen Scheck über 4166,66 Dollar und in den nächsten beiden Monaten über 4166,67 Dollars übermittelte. Als nun die Amtszeit des Präsi­denten zu Ende ging, ergab es sich, das; Cleveland noch Anspruch auf 1 Cent batte, und da bas Schatzamt ihm ditrckstms nicksts sckiuldig bleiben wollte, so wurde dem Präsidenten richtig em Scheck über 1 Cent ausgehändigt. Cleveland hat icdoch diesen Scheck nie eingelöst, sondern ihn als Aiidenken aulbewahrt, und noch heute wird er als wertvolle Reliquie un Cleveland- Douse in Princetown, New Jersey, gezeigt.

Kleine Cogerchrontl.

Bei dem am Donnerstag über Mannheim niedergegan- aenen schweren Gewitter mürbe die auf dem Felde beschaitlgte, etwa 30 Jahre alt. Ehefrau des Glasermeisters Peter Simon iun., Mutter von 4 Kindern, vom Blitz erschlagen.

Durch eine Kohlen st auberplofionim Maschinenhause der Praunkohlengrub. Oberbreuna bei Merseburg wurden 4 Arbeiter schwer und, mehrere leicht verletzt. ^ic Schwer verletzten wurden in das Krankenhaus Bergmannstrost in loalle eingeliefert, wo sie sämtlich gestorben sind.

Am Donnerstag abend sind m dem Brunnen auf dem Grund­stücke des Eigentümers Gundermann in 2 riebe l ber Brunnen­bauer Karl Rebisch und der Müllergeselle Klette sowie der Eigen­tümer des Grnndstücks selbst, der beide zu retten vernichte, durch Brunnengase verunglückt. Wiederbelebungsversuche waren ohne

9 Ein Kaserspiel (heitere, harmlose Komödie, nebenbei: Em Wunder von kinematographischer Kunst).

10. Wasseraerovlane gegen Motorboote (cm Beweis für die Fortschritte der Aviatik). m .

11. Der Siebenschläfer naturgeschichtliche Vorführung).

12 Der kleine Spion «Geschichte eines 12 jährigen Zungen, der durch Geschicklichkeit und Entschlossenheit ,einen Vater und dessen Truppe vor dem Anschlag des Feindes rettet).

Die Pfadfinder waren mit ihren Eltern eingeladen. Außer­dem waren die Lehrerkollegien ausgefordert worben, sonne alle. Die irgendwie sachliches Interesse an der Porsnhrung.hd^n k°nn cn. Im übrigen aber war die Vorstellung alsgeschlossene Veranstal tung durchgeführt, denn auch hierin frommt Vorsicht.

Vielleicht mutet unser Programm cm wenig zu ernit, zu sehr aufs Lehrhafte gestimmt, an. In Wirklichkeit merkte man davon nichts. Die nut Musikbegleitung vorgeluhrten Lichtbilder wirkten flott und anregend. Die Jungen folgten von .linang bis zu Eiide mit gespannter Aufmerksamkeit und brachen höch­stens nach mancher besonders schonen Nummer in begeisterten Bei­fall aus. Am Sckstusfe drangen ne in mich, noch recht ost so einen Kientopp" zu veranstalten. Und dann gingen sie hinaus, froh und vergnügt, ein bißchen an anickiaulichem Wissen reicher, für Naturschönheiten begeisterter: vielleicht und hoiientlich auch weniger erpicht auf törichte und flache Scnsationsfilmc. xiefe wurden verschwinden, wenn die Zahl derer geringer wurde, die nach^ihnen verlangen. Das Kino selbst hat Tein Interesse daran, Die Scnjfl* tionssümen zu erhalten, sie öden ia deren Direktoren mrndes ens ebenso an, wie jeden Menschen von gutem Geschmack. Von^dieser . Seite wird also einer Besserung sicher fern SDinbcrniv m den ~.eg gelegt. Man verlange nur ein gutes Programm, unb man wird es : erhalten. Denn jeder sitzt in dem Kino, den er verdient.

zinsen für Ein- lagen Verwaltungs- kosten Besondere Ver­gütungen

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Samstag, 20. Juli (9(2

Rotationsdruck und Deriaq der Brüht'schen UnwersitätS - Buch- und Gtcmbrudeceu R. Lange, Dieben.

Redaktion, Expedition unb Dnickerei: Schul- ftrayc 7. Expedition und Verlag: eE bl. Redaktion:^« 112. rel.-Abr.:A>izeiger»ieße».

Kino**.

Unter diesem Titel veröffentlicht Öauptmann Bayer in der ftilagc zu der bekannten Jugendzeitschrift «Der Pfadfinder l->iifl, Otto Spamer) die folgenden beachtenswerten Aus- ; tHimaen: v 3 , .,

C ist augenblicklich Mode, gegen das Krno zu schrechen v.< Wirkung genossener Entrüstungsartikcl gegen dasDer- - c chende. sensationshungrige ^'^'^theat/r nmcht sich jelbst

-i Unbeiangcnftcn dadurch bemerklich, daiz er schon beim Lesen ,,'tino" oder garKientopp" in eine unbehagliche tz" dankenderbindung gerät.

Es ist immer ein undankbares Geschäft, gegen den allge- rinnen Strom zu fdiroimmm, Tinge zu sagen, die sich mit

Tag- . ansicht nicht decken. Aber die Billigkeit verlangt, datz um die Schlagwörter und Angriffe gegen bas Kino kühl und faihlith aus ihre Berechtigung prust. Denn es scheint, diese An- |r sse haben langst über das Ziel hrnausgeschossen. SBegen nmger U.swuchse fordern sie gar das Verbot der ganzen Einrichtung. Dvs geht zu weit.

Zunächst must man freilich zugeben, baß die Beiehdung der ' mos nicht so ganz grundlos ist. Mitunter bekommt man nn ! -nw Dinge zu sehen, die sich mit dem guten Geschmack in keiner s'-niicht vertragen. Es unterliegt fernerem fernem Zweifel, datz rt ' dieser neuen und wirkungsvollen Vorführungsart arger Mist- It iud) getrieben werden kann. Unb den Theatern kann man es Nicht verdenken, wenn sie über die unliebsame Konkurrenz wenig (l reut, und daher bestrebt sind, sich ihrer Kunst und ihres

Schließlich wurde solgendes Programm sestgelegt:

1. Fasanen zücht eine Darstellung der Fa,anen zuchtereitz

2 Tausend Inseln im St. Lorenz-Llrom (Landschansbilder).

3. Flüssige Lust (physikalische Versuche m rem wilienichaft-

4. Snbeninbuslrie in .Kanibodsckm (vollständige Darstellung: vom Seidenwurni bis zum gesponnenen Tuche).

5. tzolztransporl aus Kadore Landfchaitsbilder, vom talwarts- getricbencn Floß aus gesehen).

6 (9eneralseldmarschall v. d. Goltz hält die Deerichau über ' die Deutschen Pfadfinder ab.

7. Der Simplonpatz (Landfchast und (hicnbahnbauj.

8 Die Sinnpflanze eine seltsame naturgeichichtliche Wayr- nehmung der Empfindlichkeit einer Pflanze für Berührung

Anzahlung .Aktionäre 12$ lufgenom.

Kapitalien 1524fc lücklagefonds 15 * feservefonds 786s ieingewinn 92?

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

machen.

Gießen, den 19. Juli 1912.

Großherzogliches .üreisamt Gießen.

I. V.: Langermann.

8dste:n (Taunus)

»eröffnet das« W interhalbjahr am 1K. Oktober <1. J.

Programme und Meldebogen versendet kostenlos

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Airchliche Nachrichten

Evangelische chemeinoe.

Sonntag, den 21. Juli, 7. u a ch T r i n i t a t i B: Kollekte zum besten der Inneren Atission.

Gottesdienst.

3n der Stadttirche.

Vormittags 8 Uhr: Piarrer Schwabe

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten auB der Markus-

9C1U^nnitlagß 9M Uhr: Plärrer D. Schlosser.

fflotmillag« UU»t: -miU.ärgotMbienfl.^^

91ad)tniUagS 2«/. UOr:

In der Johannerlirche.

Vormittags 8 Uhr : parier B echtol S h e t mer.

Zugleich Christenlehre für die Neickonfiriinerten auS der LukaS^

- »___an der 1t rgbtraxMC. 14-"»

ROnQPP fflHaushatungs-Pensionat UüliOrtUllli von Frau B. Eberwein geb.

Gi ntrum. Häusl..wi-senschaftl. und gese Ischaftl. Ausbildung. Individuelle Behand­lung. Prospekte durch die \ orstehenn.

DieKönigücheBaug&werkschule

für Hoch- und Tiefbau zu

Bekanntmachung.

Betr.: Die Abhaltung eines Schweincmarktes in Grünberg.

Die Abbaltuna eines Schweinemarktes in Grünberg nm 24. Juli l. Js. wird unter der Voraussetzung, datz kein Fall der Maul- und Klauenseuche in einer Entiernung von lo Kilometern Don Grünberg austritt und unter solgenden Bedingungen geltattel:

1. Lmndlerschweine sind nicht zugelassen, sondern nur schweme aus unverseuchten oberhessischen Zuchten.

2. Die Zusuhr von Schweinen aus Orten emes sperr- ober Beobachtungsgebieies ist verboten. . . f

3 Der Auftrieb der Schweine bart nur m Wagen erfolgen, dieselben müssen so eingerichtet sein, das; eine Besichtigung durch den überwachenden Tierarzt leicht ansgesührt werden kann.

4 Durch ein ortspolizeiliches, den, beamteten Tierarzt vorhu- legendes Zeugnis ist nachzuweisen, daß die auszutreibenden ^chweme unmittelbar aus der Zucht des Besitzers stammen und da» der Gerfunib'ort uuverseucht ist und nicht zu einem sperr und Be­obachtungsgebiet gehört. Alter und Zahl der Schweine mutz aus dem Zeugnis vermerkt sein.

5. Die Anordnungen des beamteten Tierarztes muhen pünkt­lichst befolgt werden. . Q,

Jede Zuwiderhandlung wird unnachiichtlich zur Anzeige ge- &rnrf£ie Ortspolizeibehörden haben Vorstehendes ortsüblich bekannt

ist ein Getränk für sich. Man

braucht keinen Zusatz

rmizu münzen. .

In diesem Sinne wendeten wir und, an den Direktor oev Olympia >'.ino-Theaters in Berlin zugunsten einer Borführung Mr die Piadsinder. Der Direktor war sofort für den Man bc ei-inert, kam in jeder Weise entgegen. Der Eintritt tourbc oj «5 Pfg. festgesetzt, wobei freilich kaum d,c Sc bstkosten geeckt Wurdei. Aber der Besitzer des Kinos war selber so erbeut, c UM al zeigen zu fbuncu, wie Gutes lein Institut bieten könne, jrafj er keine Mühen und Kosten scheute.

(Sine Prüfung der zur Bersügung stehenden Filmsrollen ergab eine geradezu erstaunliche Fülle von vortrefilichem, einwandtrciem Material. ____

ESterndie ihre Söhne auf einer

1" guten Privatschule

weiter- od f. d. kaufmännisch. Beruf vorbilden lassen wollen, wird der Inhalt d. Prosp.der rnhml.bekannten Spöhrerschen Höheren Handelsschule Calw interess. Prosp. zu beziehen durch Dir. Weber.

G-ldbeutels zu wehren.

Aber daß man dem Kino gleich einen Teil der heutigen - ,ttenvcrderbnis" ,ur Last legt, ihm die Verrohung der Jugend, flrr gar die Zunahme an Kapitalverbrechen aufs Konto schreibt, - das heißt Ursach: und Wirkung vcrwechieln. Wenn dieKien- lövpe" allabendlich vollbesetzt sind, wenn ihre überichwenglichen (t.n zu drastischen Dramen ein beifallsfreudiges Publikiim nnden, so ist leider daraus nur zu schließen, daß sie (schauerlich zu Iu,en) einen,ticsgefühlten Bedürfnis" enNprechen. Wen trntt ok r dann die Schuld ^ - Der Kinobesitzer ist von Berufes wegen tert Erzieher des Volkes. Er will leben, sein Brot verdienen, tu. - andere Menschen auch. Jin Bestreben, eine gute Einnahme zu cwicfen, bringt er das, was die Besucher verlangen Will man «Ko das Kino bessern, müßte man erst die Menschen bcfiern, ir hineingehen. Also nicht das Kino erzeugt die Verderbnis ; o.dern dieVerderbnis" ist da, und das Kino steuert ihr Nicht .-llcicht kommt cs auch mitunter der ^cnfationsluit allzu will- nforig entgegen. Mer, ernst gesprochen, kann inan vom Krno tute verlangen, daß es sich zur Volkserziehungsanstalt aut» \ hx rft ? Zu erziehen, vor allem auf den guten Geist der Jugend m wirken, ist anderer Leute Sackte. Unb diese sollten den nutz- Io en, weil über das Ziel schießenden Vernichtungskampf gegen bc-. Kino ausstecken und dieses lieber ihren Wsichten anpassen,

I ihren Zwecken nutzbar machen.

Das Problein, vor dem wir damit stehen, ist ein ähnliches, | tu e kürzlich beim Kampfe gegen die Schundliteratur. Auch da simgs heiß her. Und als erst einmal der Vernlchtungskrwg gegen * bic- Kolportage-Literatur", dieSchmutzliteratur^, dieJNdianer- tzmiöker" ausgcrusen war, verwischte philittroter Uebereifer bald rechten Grenzen. Ganz vernünftige Mentchen vergaßen plötzlich, irrt welcher Wonne sic selber in ihrer Jugend allerlei böseJn- o.inerbüchcr" verschlungen hatten, ohne daß es ihnen das ge- iiigftc gesckwdct hätte. Ja sogar unsere Klassiker der ^ugend- idetalur, ein Robinson Crusoe, ein fiebern nimm, Bucher von Dumas unb Kapitän Marrvat gerieten mit ms Kreuzteucr: und u las sogar einmal, daß Grimms herrliche Märchen als die

Bhantafie zu sehr erregend" bezeichnet wurden. Als ob n an die Phantasie der Jugend embimmen könnte! Nicht bremsen i .11 man, sondern nur ins rechte Geleise sahrcn Dem sahrendcii Zug nicht in die Räder fallen, sondern ihm die Weic^n richtig stellen. So hat mans denn auch schlteMicki gemacht, ll iiv nn- dein Gebiete der Literatur ist dann eine ,£ugenbkrture eiititandcii die denJndiancrschmökern ihre KunstgriN- ab' s hi die uarfenhen Titel, die fortlaufende Spannung in Der Handlung, die lebendige Illustrierung, und dabei ganz un- ' ni er kl ich alles das bietet, was der Jugend wirklich frommE

Uebcrtragen wir dieses Beispiel auf das Kino, so ist die Lösung tnicrcr Aufgabe eigentlich gar nickst schwer. Sind wir uns erst bewußt, daß es gar nichts nützt, der Jugend die Lichtb.ldtheatcr 3n verbieten, weil solch Verbot nur zur Umgehung drangt, d e Neugierde erregt, die Phantasie erst recht erhitzt, - so haben wir richts weiter zu tun, als das. sTrno, unter .^c,bc(h.rl^ «p lc ton der Masse verlangten autzcren Form, in ethische Alerte

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