162. Jahrgang
zweites Blatt
225
(scheint täglich mit Ausnahme des eomrtagS.
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7. Deutscher Samaritertag
keine ftirdie leben kann.
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T\t „Sietzeaer SaailienHitter** werden dem .Anzeiger' viermal roöd)entlüft beigelegt, daS . KreMlatt ffir bett Kreis Stehen" zweimal ltöchentüch. Die „landwirtschaftlichen Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
wie der Abgeordnete Borckardt zweimal aus dem caale entfernt iro-ben sei und erklärt noch, baß in der 5a dr? ein Schriitivechscl Kvischen hem Minister des Innern und bem Polizeipräsidenten stattgeiundcn hätte und baß dieser Schriftwechsel ihm Vorgelegen habe 'S» sei ihm ausgetragen worden, allen Anordnungen deS Präsidenten Folge zu leisten, aber die dazu erforderlichen Maß- nahmen selbständig und unter eigener Verantwortlichkeit zu treffen.
Aach der Vernehmung zweier Schutzleute, welche bie Ausweisung vornahmen und nichts wesentliches bekunden, wird bie* Beweisaufnahme für geschlossen erklärt.
bekundete Polizeileutnant ft o l bt datz er r^-.t seiner Behörde den Auftrag erhalten te*1*-, üuv.i .'tnoronungen des Präsidenten des Ad geordnet enhriiisrS, die aus 8 64 der Geschäftsordnung nötig ‘ ' "olge zu leisten. Ter Zeuge schildert dann, orctardt zweimal aus dem Saale entfernt
Kirche und Schnle.
tzaruack über den Hall Traub.
Professor Adolf H a r n a rf bat in einer Broschüre „Tie nstentlassung des Pfarrers Sic. <H. Traub" <(3 <5 hin- 4)s in Leipzig) mit großer Scharfe das bekannte Urteil r Oberkirchenrats verurteilt und dabei ausgesührt :
ES kam darauf an, datz der Oberkrrchenrat in dieser Tiszipli- rirage den AngeNagten und die Millionen Glieder der Landes rrtr darüber nicht im Zweifel ließ, datz er bie besondere Lage, nie er die fttrdx burdi ein neues einidmribenbe4 Gesetz hat ir.flen müssen, selbst würdige und daher in wohlwollender Ge-
unung bereit sei, mildernde Umstände anzunehmen, wenn bie logen ber Erregung zeitweilig über das Matz des Zulässigen
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Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhefien
auSwärttgen Politik und der Entwüklung tn den Bczt h ungen der Machte, seit Marokko und Baltisdrport, um I daraus zu folgern, daß höchste ft r i e g - b e r e i t s di a s 11 Pflicht des deutschen Volkes fei. Nach einer Beleuchtung der Polenpolitik wandte er sich bat innerpolitischen Kragen I zu Er nahm nochmals Stellung zu der Krage der all gemeinen Besitz st euer, die un Frühjahr k Z nach I Erledigung des Reich-Haushalts den Reichstag befdiaftiflca werde. Er forderte weiterhin nachdrücklid? eine endliche Regelung der Aeteranenversorgung und legte erneut die Stellung der Partei gegenüber der Forderung I des Zentrums auf Beseitigung des Z e s u, t c n g e s e tz e s dahin sest, daß bie Partei in ftonsequenz ihrer setthertacn tzalmng und auch aus durchaus sachlichen Gründen der I unbeschränkten Zulassung des „harmlosen Häufleins" d.r Jesuiten sich versagen werde Zur Frage der klctfd)- tcucrung erfLirtc tzerr Bas,ermann, daß die Partei für eine zeitweilige oder dauernde Beseitigung derl DieHzölle nicht zu haben sei, und daß an dem einen großen Grundgedanken festgehalten werden müsse, Deutschland in seiner Fleischversorgung nicht abhängig vom Ausland werden zu lassen. Eine Ermäßigung ober Beseitigung der Futterzölle, die von vielen Seiten gefordert werde, bedürfe ebenso eingehender Uuiersuchung, rote di Aracie einer bestimmten oder unbeschränkten Zulassung von Gefrierfleisch Er wolle in dieser Beziehung einer Stellungnahme der Fraktion, die sich ia Ende nächsten Mo nats in Berlin zusammen finden werde, nicht vorgreifen
Abg. Bassermann unterzog sodann den ftatholikentag, des Zentrums, sowie deii Parteitag der Sozialdemokratie einer stellenweise mit glü<flid)cm Junior durchfegten ftntit, um zum Schlüsse auf die Streitigleiten innerhalb der Nationalliberalen Partei einzugehen und festzustellen, daß trog mancherlei Gegensätze, und trotzdem uberNuniger- weise in an die Parteifreunde fidj auf die ftqpfe schluaen, doch keiner daran badete, aus der Partei hm au Szu gehen. Ridu^destomeniger sei es aber doch erwünscht, diese Streitigkeiten, welche gegenüber den großen der Partei ge- stellten Aufgaben von untergeordneter Bedeutung waren, ».in zu stellen, nicht etwa, weil die Partei diesen streit nicht zu ertragen und in sich auszutragen vermochte, sondern weil burd) ihn den Gegnern der Partei mehr Mampfen material geliefert würde, als nützlich und irotiuenbig wäre.
$?ieraui sprach Tr. Frcsscl im Namen der Aerztekammer und ber Aerztesckiaft Hamburgs 3m Namen bes ^anbesvereins vvm Roten ft reu; hieß bierauf der Vonitzenbe bieies Vereins, Licrr Schenkel, bie Deutsche GeseUschaN Nir -amartter und Rettungswefen wilUommen, verfolge ne botb bie gleichen Bestrebung n wie bas Rote Kreuz, narnlick b,e Not bes verunglückten Mitmenscheir sachgemäß w linberw ^T*.*~*: A 1
ergriif hierauf bas Don. Er werbe, betonte er tn seiner Rebe, bie Tätigkeit ber Grtellickcnt in gleicher Weise zu lörbern suchen, wie sie sein Freund und Amtsvorganger Grat
erklärt ber Oberstaatsanwalt Tr. Preutz, bah er alle politischen und varlkipolitischen Erörterungen außer Acht lassen unb nur bie rechtliche Seite der Angelegenheit erörtern werbe Es seien zwei Fragen zu prüfen: habe ber Angeklagte Dorcharbt sich des Hausfriedensbruches fdiulbig gemacht unb sind beide Angeklagte des Dibersiandes gegen bie Staatsgewalt schuldig. Der Vertreter der Anklage kommt zu einer Bejahung beider Fragen, ba der neu nefdwffcne § 64 ber Geschäftsordnung zulastig fei unb mit keiner anderen gesetzlichen Bestimmung, auch nicht mit ber Periasfungsurkunbe in Widerspruch Itcbe. Er beantragt gegen ben Angeklagten Borchardt wegen L»aussriebensbruchs und Widerstand gegen bie Staatsgewalt eine Gesamtstrafe von
fünf Wochen Gefängnis,
gegen ben Angeklagten £c inert nur wegen des letzteren Ver- ! gebens 200 Mark Gelb strafe. _ , .
Die Berteibiger plädieren aus juristischen Gründen aut tfrev- Erzellmz Uad'ows'k'tj| forcdning. Die Verhandlung wird morgen fortgesetzt.
Douglas gefördert habe. .
tcraut begannen bie Berhandlungen mit dem «.ortragel U e b e r d a s ft r a n k e n t r a n s v 0 r t w ee n ^m a m b u r - a'er Öaien" von Pbv'ikus und fca’cnarit Tt. ^ a nn c in a n n. An diesen Vortrag schloß sich denetnge von Pro, Tr «or ner-Leipzig über „Die r e 1 di i g cfc b 11 * e UniallDer sicherung des Rettungsdiensten Er tuhrte aus, wie notwendig es sei, demjenigen, der durch kühne Tat lem Leben vor liere, um cm anderes zu retten, ober an feiner Wciunbbeit Guv bure erleide, eine Garantie zu venchanen. dar. 'eine dinterbl.ebenen Anachörigen ober er selbst durch eine entfpremenbe Rente oerniicrt roerbe Heber die Ar: und Weife der ^eidxmunghm ur | lebhaften, aber befrucht nben A u s s P racke zwilchen turnten un> Vertretern der BerufZgenossenschatten. An der Au-iprache be teilimc fick auck einer als ber Seruienitcn Erzellenz von Po | i a b 0 m 1 f tr. Es er'olate ''odann durck den gleichen Perrdner,tatter ein kurzer Bericht ub.r die Tätigkeit des Ausickunes ,ür '.ttv titnasrcckt, der tn ber Versammlung beauttragt wuroe, bis zum 3nfrafttrcten des nock 3u fchanenbcu G^etzc, ^"tn ju arbeuem hieran schloß fick eine drerviertelstund.gc rrrubnud5t*..u e, in welcher gleichzeitig bie Besichtigung der reichhaltigen «u^tcllmig von Anweisungen für bie cr,te X)d,e und von Verband-kalten start sand.
Verbandskastens für b i c c r ft c Ö i l f e" lanbrc uwerbe- aru Tr. Solid) zeigte in diesem Vorträge, nur notwendig cs in über den 3nbalt der Samaruerverlandkasten beftimmte Ni iinen festziiseven Boni Znbalt müsse verlangt iverden, Mn er einfach zu verwenden und billig fei Medikamente. ,0 führte der Redner aus. seien tn den für Laien bestimmten Verbandkasten üderiluing, ein Standpunkt, wie er von ,eher von ber T-cutfdKn für
Samariter 1 Rettungstvefen vertreten wurde r er Bonrag zog eine lebhafte AuKfpracke nach sich, an ber sich Aerzte, Onbuftnellc und Hersteller ber Verbandkästen beteiliaten
An bie L»auptverfammlung fckloi. uck die Gelmans- ,'ivung bes Samaritertages Der Vorützenbe gab einen aus- tührluben Bericht über die Tätigkeit ber Gesellschaft in den letzten 2 Fahren, nach denen die Lilieleistungen in die,er Zeit beinahe
I 250 000 Mk. betragen haben Von den weiteren Verhandlungen ist nock hervorzubeben, daß beschloßen wurde, eine Erhebung Aber bie crfplgreidiftcn Methoden der künstlichen At-
I in u 11 g in bie Dege zu leiten. Für den nächsten ^amaritertafl
I Stadt Leipzig einstimmig angenommen würbe
Ueßrr daS internationale Abkommen für den Perfonen- und GepackverkeHr
dürfte dem Reichstage demnächst eine Vorlage zugchen.
Sie ist crforbcilid) zur Ratifizierung des im vergangenen ctahr in Bern abgesckloisenen Abkommens über eine internationale Regelung des Personen- unb Gepäck Verkehrs. Das lieberem kommen zwischen ben an ber internationalen Regelung bes Ehen dahnvcrkehrs beteiligten Staaten wirb bem internationalen Reiseverkehr sehr wesentliche Erleichterungen und Vorteile bringen. Denn es sind dadurch die wichtigsten BeMmmiingen im Evenbahn reifeverkehr in allen Vertragsstaaten einheitlich.gestaltet. Für Deutschland kommen durch die Vereinbarung weientliche Jenbi ningcii an den geltenden Bestimmungen des Eisenbahnverkehrs nicht in Frage, weil bie in Bern aulge,teilten Nonnen den Vorschriften unserer Eisenbahnverkehrsordnnng nadigebilbet und. Ter Abicklutz des Berner Uebereinkommens blieb einer dwlomatncken Konferenz Vorbehalten. Bevor die Ratifizierung des Uebereinkommens ftartfinben kann, muffen die Parlamente bcr beteiligten Staaten ihre Zustimmung erteilt haben. Au, biejem Grunde wirb auch bem deutschen Reichstag eine entfprechcnbe Vorlage zugehen.
war anwesend. .
Die Öauptverhanblungen begannen vormittags 9Uhr deS folgenden Tages im Vortragsiaale des Vorlesungsgebaubes^ Ter Verhanblungsleiter, Tr. Streifer Leipzig, cröifnetc bw Verhanbliingen, worauf bie Begrünung, ber Beriammlung burch ben regierenden Bürgermeister xr sckröder folgte Gr hob hervor, wie ber Gedanke ber ersten Öilte bei Unglud4,allen p 0 n Esmarch verwirklicht worben ,ei unb von der Deut fchen Gesellschaft für Samariter» und Rettungsweien werter ent-
datz es ihm lediglich darum zu tun sei, bie Legende zu zerstören, als hätte er ben Vorfall provoziert unb abfidtilid) bie Situation so zugei'pitzt, baß es zu einem AuSsdstuß kommen mu,jte. Er fet empört gewesen, bas; ber Präsident um einer Bagatelle wtlleni einen bisher geübten Braud» beseitigen wollte und baimt gerade bei einem Sozialdemokraten beginnen wollte. ES handelte ,im bm. bem Vorfall nicht um seine Person, sondern um eine Rechtsfrage, bie alle Abgeorbnete anging. Er fei von den Wählern in das Abgeordnetenhaus entsandt worben, unb Io hatten auch nur bie Wähler das Recht, darüber zu entschliefen, ob er in bas Daus gehöre ober nidit. Deshalb hätten aud) die Polizeibeanrten, bie ihn ouä dem Saal entfernten, Gesetz unb Recht, wenigstens nach
I feiner Auß'affung, übertreten Der AngeNagte fdulbert bann auf Besracien die einzelnen Vorgänge bei feiner gewaltiamen Ent- fcrnung nt? dein Saale Ter § 64 ber Gesd)ä,tsvrdnung könne nicht-in Frage kommen, ba dieser Paragraph gegen bie LandeS- unb I^ieich. g setze verstoße.
Ruch der AngeNagte L e 1 n e r t erklärt bei inner Vernehmung, daß er nickt bestrast werden könne, ba bie Polizeibeamten sich bei bem Einschreiten gegen ihn nicht in rechtmäßiger Ausübung ihres Amtes befunben Härten.
Hamburg, 23 September.
Ter 10 Deutsche Samaritertag würbe hier eingeleitet burch eine geschlossene Sitzung bes ^uptausschuß^^rTentichen Gesellschaft für Samariter- und Rettungswnen. Die Verhanbltmg..- gegenstände betraten innere Angelegenheiten ber (Mellid>a,L Ster- an schloß sich die Sitzung bes r t s a u S , ch u N e». -ter Vegrüßungsabend wurde gegen ' »9 Uhr vom VorNtzenbcn des Ortsausschusses, Medizinalrat Nocht, m,t einem kurzen W,ll- kommengrtitz au die Mitglieder der Geiellicha't und bereit Gaste eröffnet Graf von Pofabowski; Wehner, der letzige Ehrcnprau deut ter Deutschen-Gesellschaft für Samariter- unb Rettungswesen,
Die £anötag$abgcorbneten vorchardt und tcinert vor Gericht.
-- Berlin, 23 Sept.
Unter großem Anbrange des Publikums verhandelte heute die erste Strafkammer des Landgeridsts 1 in dem Prozeß gegen bie Mitglieder des Preutzifchen -.'lbgevrbnetenhames, den Schriftsteller Znlian Borchardt .Eharlottendurg und den Vertreter von Hannover, ben Abgeorbueten C entert Vordwrdt w.rb des .Hausfriedensbruches und des 26iberstandes gegen die Staatsgewalt beschuldigt, Leinert nur deS letzten Vergehens. 2.er Anklage liegen die belannten Vorfälle im «Ibgeorbnetenlwuic am 9. Mai b. ?. zu Grunde, wobei Polizei entschritt, um ben Angeklagten Borcharbt ans bem Sitzungsfaale zu entfernen. Den ! Vorsitz im Gerichtshöfe führt LanbgertchtSdirektor Schmid t bie Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Tr. Preutz, als Verteidiger fungieren die Rechtsanwälte Tr. Heinemann, sowie bie sozial bemakratischen Reichstagsabgeordneten Laase und Wolfgang Heine , ...
Znnädist gelangt bas Stenogramm ber iraglichen Sitzung zur Verlesung, daS die AngeNagten im ivescntlichen für richtig erNärcn. Tann erfiärt
der Angeklagte B 0 tchardt,
voll Teufel war . . ■
-------- Politische Tagesschau.
Vasierniann auf dem natzau.sch-n Parteitag.
Weilburg tagte am sonntag derZ^andesau- s.huß be7 nationalliboralcm Partei in Nassau, um sich Mit den kommenden preußischen Landtag^vahlen u^ d^.r Winterkampagne zu befas|en. Der ^hrcr derPart V a s s e r m a n n , irar ampefenb und desprach bie po.t iniicben Gegenwartsfraaen. a
“rufen.
Bergfest der Lahn-Dünrberg Turnerbunder an del dicken Liche.
-r.- Waldgirmes, 23. Sept
Unter reger Beteiligung wurde gestern an der dicken Eiche das Bergfest des Labn-Dünsberg-Durnerbundes abgehalten. Ta ein Turngcmg damit verbunden war, war Waldgirmes Treffpunki, wo morgens 9 Uhr 322 Wetturner antraten. Gegen 10 Uhr war der Festplatz erreicht. Als Uebungen waren bestimmt: Stemmen 37,5 ftg. zweiarmig, Deit- bodstprung, Freiweitsprung und Dürdenlaufen VjO Meter in 18—13 Sekunden Die yürbc stand 50 Meter vom Ablauf und war 1 Meter hoch Mit dem Bergfest war ein I'löglings-Detturnen mit folgenden Uebungen verbunden: Stemmen 2ö ftg zweiarmig, 15 Hebungen = 10 Punkte, Wenbochsprung 1^50 Mtr Sprungbrettentfernung und 7') Zim dberm Sprungbrett = 1 Punkt, je 10 Ztm. weiter und 5 Ztm. höher 1 Punkt mehr, Freibochsprung 03,20 Mtr. bis 5,0" Mir. 1—10 Punkte, Schnellaus 100 Mrt. in 19 bis 14 -Sek. . Alle Zöglinge, die 25 Punkte errnchten, erhielten einen ftranz Gegen 5 Uhr erfolgte die Preis- I ocrreiluna durch "Bundeslurnwart Schmidt- Launsbach. Das Schlußwort des Bundes-Vorsitzenden Daupert
1 [" ' 1 (1 ll 11 II 1 II f Ulf’’** • II•1 v J . . . . .
|| |u den ichwersten Lasten madit, statt sie in einer trulle lebendiger i rr.b freier Formen auszugestalten? „ _
Welcher evangelische Geistliche wird das '.lpoitolikum nickt Lmt im Unterricht erklären und aut seinen t.eten Gehalt auf- rt rrinnt macheti? Wer wirb nicht gern sogar über dastelbe Iti bigcn? Za, wer wirb Bedenken tragen, es neben anderen cllen' Zeugnissen des Glaubens als em Bekenntnis 'ortzupilan.
in deifen großen Linien fick der Glcmbe aller Zerten wwber- II, tnbet9 Aber es bekennen müssen und fllhonntaglitb, ba. tit i tuvas anderes! Ta rückt es neben bas Vaterunser, unb ba mutz .V ... t.«bcr fteilc zuverlässig sein! Glücklich der GeiUlikhe in Vieren z“gen ber nid>t ' fo emefinbet; aber barf man bem I hViftiidien einen Vorwurf mack-cn, der so urteilt, und niuntc e^ I in einer evangelifcken ftirdte nicht selbstvernandlich stm, daß man chn iofort entlaftrt? Sft tf ■«*'"«' wnl.che «rulam- 1 Kflii hi.« Reckte" bas nickt zugeben will, lelbit ben ivau I eÄi Äp Ä .Sh? h"/vJ* •
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| toaen S Ä ui» ber 3 a »e Traub-
Ujib feiner Oleidiqqtnnten nutzen x-cr Cberh.d enrat rom a lmäblid) cinfehnt, daß seine Rechnung, abaesehen von oer ! nickt stimmt Die Drohung g^ge^d
liberalen Geistlichen wirkt mcht. „Und wenn Du ^e
Tarf beim nur die „Rechte" lirdKnpohtndK Rüchidsten be- eniprudicn, muß fic um jeden Preis bcfncbigt werben Unb lann man denn ber „Linken" icbc polityche Rücklicht versagt. . i,i , ber liinbrud nickt ins Gewicht, ben em solches Vernlchtungs- ucleil auf bie Ungezählten macht, bie ,'dwn lange neben ber ftirtfie (:eiben, weil sie sie nickt mehr verstehen? .vreilid», von einer f L- i,e von ber ich es nidrt erwartete, würbe nur kaltblütig tungit Lagt bie ftirche habe auf diese keine Rücksicht zu nehmen; sie »'Iten nur draußen bleiben. So empfinden wir nickt: wir tu pfinbeu stark und warm mit iftnen unb Tür fie unb wir tix pfinben im Tiefsten mit ^raiib unb fühlen UNS mit ihm gc^ I knien Weil hier ein proteltantndicr Mann verurteilt nt, ber 1 ge .en den Zwang gekämpst hat, ist sein Fall kem stolierter und riift Taufende! Er hat geirrt und in der Hitze zu bösen Waisen begriffen; aber unedel ist er nickt, und mit leinem flluhenbcn iv-r-,cn bat er stets in der ftirche gestanden unb nickt neben ihr. LS hilft es, daß man in der Lehre Freiheit lafet wenn man H- Ordnungen, ohne die gewitz keine ftirche lebin kann, ... Qnf#nmrfit. statt (
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Es ist nicht schwer, aus den ftunbgcbungcn ber so - eiann ten Positiven Jahr um Jahr eine Blütenlese zu- :nitnenuntellen von Aeußerungen, daß die ftirche burd) das ifcalten ihrer Behörbeu und berufenen Diener an ben Rand | Abgrunbes gebradit, ja, baß fic pflicht- unb eibpergcfiencn Ml rem und Wölfen in Schafskleidern ausgeUefert fei. xie Yglatian und Sprache Traubs unterfdicibet iid) in diesen maßlosen ftunbgcbungcn, gegen bie ber hcrkirckenrat nicht auftritt, soviel ich sehe, g a r n i d) t. tvreihdi - t hat ftrtS seine Person und seinen Namen eingesetzt, währenb K Fanatiker es reckt häufig vorziehen, anonnm zu bleiben, unb t brechen h^ibei ihre Matzlofigkeiten wirklich oft genug vom %rnc, währnib Traub aus einer Erregung heraus gchanbelt 4t die weite Streife der ftirdic ergriffen harte unb noch fort t ht Warum hat ber Oberkirchenrat diese Sachlage unberuck- igt gelassen? Tas ist meine erste Frage. 3d) barf fic um dringlicher stellen, als ick) an einem Punkte an der Ent hi chung teilnehme, bic das neue Gesetz bereitet bat. Zch nut »len anderen hatte angenommen und als Vorzug des GcietzeS v i«vorgehoben, daß der abgefeßte Psarrer seinen Titel behalte \-feiltanb bat uns korrigiert, als wir das vorge,cklagene Getetz } = ,■! it*fem Sinne lobten; aber nachher kam cs anders, und wir i' rnr.ten uns als die Düpierten empfinden.
Ter Oberkirchenrat hat kein Bedenken getragen, den ickwar E Itft-n Schein nicht nur ber Parteilichkeit, sonbern bes ■ lcchtsbruchS auf iid) zu Iahen - man straft ben Berteibiger — I Ii«iub war Iatbos Verteidiger) für feine Verteidigung! — und f rtuifi war er sich dieser tommenben Anklage bewutzt. Wie sicher f vnf gut muß bas Gewissen bes Oberkirchcnrats sein, wenn er t j ruhig daraus ankommen lieft; aber wir anderen tragen: war | tker Heroismus nötig, ja ist er überhaupt statthaft? M ein ? 3. --leidiger nicht intangibcl, cS sei denn, datz seme schände ■Cftnbat und allem Zweifel entrüdt wäre? xaö ist fic in bicicm ■ irrt le wabrlid) nicht! Anfechtbare ftampiedmittcl, leider wahr! I gütlich anfechtbare ftampsesmittcl, leider audt wahr. Aber I etliche Verfehlungen" nun und nimmer, an fick I e nc-m Traub nickt zuzutrauen und an die,em Matena I iyi Kam pf es Hitze nicht zu konstatieren? Alto einen Verweis
!l>-r des Dienstes entlaffen, von L>aus und vot getagt, ein p;,nn, der wie ein Eichbaum in feiner Gemeinde wurzelte den I i- nickt lassen will unb ber ihr und der ganzer,. Landes urttc -imas bedeutet hat! Das ist ein harter Schlag und ein untaglickcS 1 j.-y nickt nur für ihn, sondern für die ganze evangemche
Dienstag, 24. September 1912
Rotation >nick unb Vertag ber Brübl'fchen
UnioerfnäK» Buch» unb Eteinbrudcccu R. Lange, ©icfteiu
Redaktion, (^pebition unb Druckerei: otfouV ftrafte 7. Expedition unb Verlag: es® 51. Redakuome^l 12. Tel.-Slbr^ Anzeigers iei»en.


