162. Jahrgang
Dritter Blatt
Nr. v3
Gießener Anzeiger
Erfcheinl tSgttch mit Ausnahme de» Sonntag».
‘West»? nnserp-
General-Anzeiger für Sberheffen
fonnte.
Donnerstag,
Trauer-
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HronDrinscnitrnRC 55.
Starken Kaffee
Karl Stückrath, Möbelfabrik
Drucksachen aller Ad
Bibelstunde, Wetzsteinstr. 38; Turnstunde, Turnhalle der Stadtknabenschule;
Lese- und Spielabend, Wetz- steinstraße 38.
werten ich das
Die „Gießener KamilienblStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» „Nreirblatt für den Kreil Gießen" zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftliche» Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
er übergleichen
'Iwaren- a habe, das mir ftlichen danken le Ver
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’nnahme an zahlreichen r die trost- irrer Barth, Namen der Dank.
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Gäste, besonders die Neukonsirmierten aus allen Gemeillden, stets herzlich lvittkommen.
nachmittars W
Die Häufung der anregenden Meldungen bat nicht nur aus die Unternehmungslust der Spekulation bcfrud icnb gewirkt, sondern auch das Privatpublikuni zu neuen Käufen veranlasst, lvodurch alle Ansätze zu einer Kursabschwächung jeweils int Keime erstickt werden. Man sagt sich, das; die Eisenwerke bei ihren stark er höhten Preisen und bei den heutigen billigen Produktionsmetbode.-. großen Gewinn erzielen müssen uiid da auch die Exporiprci,' erhöht wurden, äußerst flott spczisiziert wird, und der Handel bereu-.- für das dritte Quartal clnzutauscii beginnt, auch die oberschlesisclvn Händler mit neuen Preiserhöhungen vorangingcn, so bricht sich immer mehr die Anichauung Bahn, daß die aufstrebende Kon junltur iwch nicht den Höhepunkt erreicht hat. In dieser Auffassung wird die Börse bestärkt durch die Lcbhaftigleit der Metalirnailic und der Kohlenbezüge, sowie durch die gleichfalls optimistischen Situat.onsschiiderung.n aus der englischen und belgischen • dustrie. 2)u Grundtagen des Wirtichaftsiebcns in A in e r i t a b. urteilt man audj durchaus günstig, zumal die Nenyorker Börse in letzter Zeit m vorwiegciiü fester Haltung verkehrt und sich lelbst durch die bevorstehende Präsidculenwahl iticht stärker be einflussen läßt. Dazu t’onimt, daß die Geldmartissorgen inzwischen ein wenig zurüclgetreten sind. Ist auch von einer löirliidjcu Geldstüisigkeit noch nicht die Rede und die Aussicht auf eine Ermastigung des Distontsatzes nach wie vor in weite Fernen <k rüdt, fo hat sich doch tn der zweiten Monatshälstc eine Erleichterung am Geldmärkte eingestellt; was mail an der Börse mit Befriedigung registrierte. Obschon die Frage mich ungc klärt ist, inwieweit der deutsche Geldmarkt demnächst auf eine Unterstützung durch ausländische Gelder in einem nennenswerten Maße zu rechnen hat, so bunte doch die herrschende Flüssigkeit jetzt feine Störung erleiden, bis die Verbindung für das Halbjahres- enbe wieder bie unvermeidliche Verknappung hcrbeiiührcn werden. Inzwischen wird die Erleichterung am Geldmärkte allerdings von den Großbanken zu einer rührigen Emissionstätigkeit benutzt wei den. Ter Anleihemarkt dürfte infolgedessen von der Geld- marktflussigteit nur wenig profitieren, um so weniger als durch die Teckungsvorlagc für bie neuen Wehrforberimgen bas Anleihe- gespeiist wieder im Hinlergruitbe lauert. Heimische Fonds zeigten denn auch eher eine übenuiegenb gedrückte Verfassung. Fremde Renten entbehrten jeher Anregung. Tas Hauptgeschäft konzen- trierte sich wieder auf Industriepapiere, von denen Mon- tamverte, namentlich Phönix-Aktien im Vordergründe des Interesses standen. Tie Ungewißheit über die Erneuerung des Stahl- weik^vcrbandes spielt gegenüber den Vertrauensposten Schilderung.n aus der Eisenindustrie und den hohen Ueberschüsfen der Ge- mischtwerke keine große Rolle. Von Kaisa-Induslriepapieren waren wieder einzelne Elekirizitätswerte und Aktien chemischer Fabriken begünstigt, auch einzelne Maschinenfabrikaktien waren gefragt und höher. Banken lagen ruhig, doch ziemlich fest. Grosteres Interesse zeigte sich für Bahnen und S ch i f f a h r t s w e r l e. Gegen Wockjenschluß erfuhr bie Gesamthaltung allerdings eine Abschwächung, da die Nachrichten über die Aktion der italienischen Flotte am Ausgang der Tardanellenstraße, die Wirren in Mexiko und die Bewegung französischer Truppen nach Fez stärker Per' stimmte. Privalluskont 3% Prozent.
.......... Ebenso war für Küfer, Wagner, Glaser und Rahrnen- niadjcr reichlich Arbeitsgelegenheit vorhanden. Auch nach dem
Börscn-Mochcnbericht.
— Frankfurt a. M., 19. April.
Die Grundstimmung der Börse stand auch in dieser Woche ganz unter dem Einfluß der günstigen Berichte aus den heimischen und ausländischen Jndustrierevieren.
hat einen sehr kräftig - kaffeeähnlichen, herzhaft- würzigen Geschmack, enthält kein schädliches Koffein und ist* absolut gesund. Dabei ist er kolossal ausgiebig und billig.
Allgemeine Nahrungsmittel-Gese^-Iiaft m.b.H. Berlin W, 9.
würde jeder gern trinken, aber die meisten müssen ihn meiden, weil sie ihn nicht vertragen. Ausserdem ist er auch sehr teuer. Der neue Kaffee - Ersatz
Hautausschläge, Geschwüre.
Diese Zustände beruhen ans einem ungesunden Blntzustandc. Ncinc Haut hat nur derjenige, welcher reines Blut bat. Ist das Blut unrein, io gibt die Natur Warnung durch obige Beschwerden und es ist dann höchste Zeit, eine vlutreinigcnde <lur durchzum^chcn. Dieses wird am besten und sichersten durch Tr. Wegeners Blutreinigungstee erzielt, indem man morgens nüchtern und abends vor dem Schlafengehen 1 Taffe davon trinkt. Tie Wirkung iit eine angenehme und nachhaltige. Tr. Wcgcncr'S Tee besteht anS edlen Kräutern und kostet das Paket Mk. 1.50. 3u haben tu 2lvorhcken, wo nicht vorrätig wende man sich an Fcrromanganin Geicllichast, Frankfurt a M,
Die Lage öes Arbeitsmarkles im März ,912.
Tie Lage der M eta l l i n b u strie hat sich weiter gebessert. Während bei der Arbeitsvermittlungsstellc in Frankfurt im Februar 72 Proz. aller Arbeitslosen in Stellung kamen, konnten im März 90 Proz. Arbeitssuchende nntergebracht werben. Als besonders erfreulich wirb bezeichnet, baß bie Maschinenschlosser an biescm günstigen Ergebnis Teil haben. Auch uuienbreher, Former, Schmiede und Bauschlosser konnten glatt untergebracht werden. Nach dem gleichen Bericht haben die Bauschlossereien, bie in der Regel Maschinenschlosser nicht einstellen, solche eingestellt. Für Spengler und Installateure setzte der März gegenüber dem stlllen Februar gut ein. 9tur bei den Heizern unb Maschinisten konnte etwa nur ein Trittel der Arbeitslosen untergebracht wev- dcn. In der Frankfurter Metallinbustrie ist ein umfangreicher Streik bei den größten am Platze befindlichen Firmen ausgebrochen, der 6000 Arbeiter umfaßt. Nach dem Bericht des Mciall- arbeitcrverbandcs in Frankiurt sind alle Betriebe voll bcschästigt gewesen. Bei der A. E. G. werden fortwährend Arbeiter eingestellt. Tie Zahl der dort Beschäftigten beziffert sich auf 2200 und steigt stänoig. 2 Speziaimaiajuienfabriten, eine oahrrao- sabrik und 2 Elektrizitätswerke suchen ebenfalls Arbeiter aller Berufe. Die Eiseiigießereien sind gut beschäftigt, so daß lein Arbeitsloser vorhanden ist. Die Nachfrage nach Spenglerii, Installateuren und Bauschlossern war gegenüoer dem Vormo. ai stärker, so daß nicht allen Anforderungen Rechnung getragen meroen konnte. Nach dem Bericht des Arbeitsamtes in Mainz fehlte es an tüchtigen Bau- und Kunstschlossern, Spenglern, Installateuren und Wagnern. Auch nach dem Bericht von Worms hat sich der Beschäftigungsgrad in der Metallinbustrie weiter gehoben. Großer Mangel wird an tüchtigen Bauschlossern, Spenglern, Installateuren und Wagnern gemeldet, während für Maschinenschlosser nur wenig Arbeit vorhanden war. Aus Offcnbad) wirb berichtet, daß die P o r t e s e u i l l e i n d u st r i e schlecht gehe. Es fänoen immer noch Entlassungen wegen schlechten Gcsckjaflsganges statt.
Nach Tapezierern herrschte eine lebhafte Nachfrage. Bei der Arbeitsvermittlungsstelle in Frankfurt 'tonnten sämtltckjc Bewerber untergebracht werden. Mangel an Tapezierern berichten 'staffel, Wiesbaden, Mainz unb Worms. Nach einem Bericht des Verbandes ber Tapezierer in Wiesbaden waren Ende des Monats [eine arbeitslosen Tapezierer mehr am Platze. In der Industrie ber Holz- unb Schnitz stosse war der Bescl)äftigungsgrad durchaus günstig. In Frantfurt wurden Schreiner für Möbel unb stundschastsarbeit verlangt. Für Bauschreincr unb Anschläger war dagegen weniger Arbeitsgelegenheit vorhanden. Auch von auswärts war starke Nachfrage nach jungen Arbeitskräften, die jedoch wegen Mangel an geeigneten Leuten nicht gedeckt werden
Airchlictze Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 21. April, Misericordia oinlnjt Gottesdienst.
3n der Stadturche.
Vormittags 91/, Uhr: Professor D. E ck.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst.
Pfarrer Schwabe.
Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für bie Markusgemeinde.
Pfarrer Schwabe.
3n der Iohannerkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Aus selb.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche fürbieIohannesgemeinb.
Pfarrer A u s s e l b.
Abends 8 Uhr: Bibelbefprechung im Johannessaal.^
Samstag, den 2u. April, abends 6 Uhr: Bibelkranzchen füt Schüler höherer Lehranstalten im Iohannessaal.
Wartburg.
Ehristlicher Verein junger Männer.
An jedem Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung und Vortrag, Genieindehaus Kirchstr. 9;
herrscht habe. Aus Bad Wildungen wird berichtet, daß die Bautätigkeit sich hebe, während Wetzlar mitteilt, daß die Bautätigkeit etwas geringer sei als im Vorjahre. Die Arbeiten an der Sbev talspcrre sind wieder ausgenommen; cs werden dort 500 Mann beschäftigt. Offenbach teilt mit, daß die Bautätigkeit eine geringe gewesen sei. Aus Langen wird berichtet, daß die private Bautätigkeit gut sei. •
Jin Buchdruckergewerbe war der Geschäftsgang nach dem Bericht der Tarifgemeinschaft in Frankfurt sehr gut. Offene Setzerstellen konnten oft nickst gleich besetzt werden, da arbeitslose Setzer nicht öorljanben waren. Bei den Druckern dagegen hielt sich die Zahl der Arbeftslosen in der gleichen Höhe wie im Vormonat. Schriftgießer wurden in einigen Fällen von auswärts geholt, da am Platze Mangel herrsckste.
Im Gast- und Schankwirtichaftsgewerbe hat die bevorsteljende Saison belevcnb auf den Arbeitsmarkt eüigcroirft. Leider ist die Nachfrage nach jüngeren Kräften, nicht nur bei den Kellnern, wie Framsurt meidet, sondern auch bei den Hausburfcheu, wie Kassel beruhtet, immer mehr zu konstatieren, so daß manche ansässige ältere Leute auf Aushilfe angewiesen sind. Hierbei konnten nicht alle Wünsche erfüllt werden, weil das Angebot bedeutend großer war als die SHadjfrage. Die Nähe des Schützenfestes madjt sich bereits in einem Zuzug von Kellnern bcmcriäar. Nach dem Bericht von Wiesbaden mangelte es infolge des ungünstigen Wetters an Aufträgen für das Aushilfsperional, dagegen wurden feste Stellen mehr wie im Vorjahre besetzt. Gegen Ende des Monats machte sich ein Mangel an jungen Kellnern (Saal» kellner) unb jungen Köchen bemerkbar. Bei dem weiblichen Personal ber Gastwirtsabteilung blieb die Zahl der besetzten Stellen hinter der des Vorjahres zurück. Erst im letzten Drittel des Monats mackste sich bie Safton durch Aufträge bemerkbar. Sehr groß war bie Zahl ber stellensuchendcn Zimmermädchen, während an tüchtigen Köchinnen, Haus- und Küchcnmädchcn Mangel herrschte. Für die'ungelernten Arbeiter hat sich nach den vorliegenden öeridjten die Arbeitsgelegenheit ebenfalls geoessert. Die Nachfrage nach Knechte n unb sonstigen 1 andw. Arbeitern war ebenfalls im Steigen begriffen; Ijauptsächlich wurden jüngere Kräfte gewünscht, die aber ziemlich selten sind. Bei den iv e i b l i ch c n A b t e i l u n g e n ber Arbeitsnachweise bietet sich stets basselbe Bilb. Es sind viel Klagen vorhanden über wenig geschultes Personal. Worms macht darauf ausmerisam, daß besonders Köchinnen, Haus- und Alleinmädchen fehlen. Der Stängel wird darauf zurückgeführt, daß die großen Fabriken viele Laitd- mäbdjen aus der Umgegend beschäftigen.
Bezüglich der Geiamtlage des Aroeitsmarktes möchten wir uns der Auflassung der Arbeitsnachweisstelle Worms anschließen, daß schon jetzt auf fast allen gewerblichen Arbeitsgebieten bie Arbeiter vollauf beschäftigt sind und daß trotz der frühen Jahreszeit in vielen Industriezweigen Mangel an brauchbaren Aroeitskrästen besteht.
Schürzen, SchW, i
Krawatten,,;
Seidenste^ | h 1 «hl nnd W 1 Ä. SaWöij; 4^1 Tggj
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Bericht des Ärbeftsamtes Mainz war die Arbeitsgelegenheit günstig; besonders envähnt werden die Weinküfer. Worms bo rickstet, daß an Schreiner auf polierte Möbel ein sehr großer Mangel herrschte. Bauschreiner konnten verhältnismäßig gut nnlergebracht werden. Bon dem Bildhauerverein in Mainz wird berichtet, daß eine Reihe von Holzbildhauern wieder feiern mußten. 'Ji ad) dem Bericht des Holzarbeiter Verbandes in Frankfurt wurden in einem Schreinereibetriebe für Innenausbau 15 Mann wegen Arbeitsmangel entlassen. In einer größeren Fahrradfabrik wurde infolge des Streiks der Metallarbeiter auch von den dort beschäf- ligten Modell- und Fabritschreinern die Arbeit eingestellt. Aus larmstadt wird berichtet, daß der Geschäftsgang auf Möbel andauernd gut sei. In einer Möbelfabrik brock) ein Streik aus; ein Teil der Streikenden konnte anderweitig am Orte untergebrackst werden, wäljrend die übrigen nodj streiken. Aus der Industrie der Nahrungs - undGenußmittel bezeichnet der Deutsche Tabakarbeiter-Berband in Gießen die Lage des Ardeitsmarttes im Bcrickjtsnwnai als nicht günstig. In vielen Orten des Bezirks wurde in einer Anzahl Zigarrenfabriken nur von 8—4 Uhr gearbeitet. Das bedeutet eine Herabsetzung der normalen Arbeitszeit von 15 Stunden in der Woche und große Lohnausfälle. Für das Bekleidungsgewerbe ist besonders zu erwähnen die allgemeine Aussperrung im Schncidergewcrbe. Die Nachfrage nach Sckjneidcrn war infolgedessen außerordentlich stark.
Der Gesckjästsgang im Schuhm^chergewekve war gut. In den Maßgeschaften gingen die neuen Arbeiten flott. Arbeitskräfte für erstklassige Waren waren jedoch sehr knapp und werden nock) täglich verlangt. Mainz beruhtet, daß im Schuhmacher- fleroerbe Angebot und Nachfrage gleich lebhaft geivescn sei und die gemeldeten Stellen fast alle hätten besetzt werden können. Aus Worms wird mitgeteilt, daß bei den Schneidern und Schuhmachern der Besck äftigungsgrad gestiegen sei, daß jedoch nur ein kleiner Teil der Stellen besetzt werden konnte, da es an jüngeren Kräften mangelte. In Frantfurt waren bei dem Verband Deutscher Friseur- sehilsen 68 Aushilfsstellen für Samstag und Sonntag gemeldet, ,bon denen 63 besetzt werden konnten. Die Mitteilungen über die Loge des Baugewerbes sind verschieden. Nach dem Bericht von Frankfurt war die Arbeitsgelegenheit noch flau. Mainz teilt mit, daß im Baugewerbe die Zahl der offenen Stellen gestiegen sei. Besonders wurden Maler, Anstreicher und Lackierer verlangt. In Kassel war bie Bautätigkeit sehr matt, daher Mangel an Arbeitsgelegenheit für Maurer und sonstige Batchandwcrker. Das Arbeitsamt in Wiesbaden führt den Mangel an Malern, Lackierern und Stukkateuren daraus zurück, daß viele Arbeiter infolge der am Platze Ijerrfdjenben Stille im Baugewerbe auswärts, hauptfächlich im Rheinland und Westfalen, Arbeit angenommen hatten. Worms berichtet, daß es im Baugewerbe recht lebhaft gewesen sei und dal, itamentlüf) große Nachfrage nach Tünchern und Anstreichern ge
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Samstag, 20. April 1912
Not allons druck und Verlag der Vr üblichen Untversuäts - Buch- und S'eindruckerei.
8t Lange, Ließen.
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Kauimännifdie Vereine für weibliche Angestellte.
Tie Hatlploersammlung der Verbündeten Kaufmännischen Vereine für weibliche Altgestellte (Sitz Frankfurt a. M.) land in Halle a. d. S. statt. Ter erste Tag war atlsschließlich der Beratung von Verbandsangelegenhelten geivldmet. Am zweiten Tage wurden Jahres- und Kassenbericht erstattet unb die Berichte der Beztrte, der Propaganda-Zentrale und der Auslunftsstelle entgegen- genommen. Nach dem Jahresbericht zählten die Verbündeten im Jahre 1912 über 18 407 Mitglieder tn bl Vereinsgruppen In der Stellenvermitteümg miuben den angefchlosjenen Veteineit insgesamt 9789 offene Stellen und 10050 Bewerberinnen gemeldet und 4999 Vermittelungen von ihnen erzielt. An fozialpoltnscher Tätigkeit sind zu erwähnen: die Bemühungen der Verbündeten, für das Verslcherungsgesetz für Angestellte Verbesserungen zu erreichen zugunsten der un Entwurf benachteiligten weiblichen Versicherten. Ferner wurde eine Eingabe zur Retchs- versichertlng und eine Eingabe wegen des Fortbildungsschulgefetzes an das Preußische Abgeordnetenhaus gerichtet. Umfragen wurden veranstaltet an die Mitglieder wegen Soininerurlaub und an Prinzipale über Frauen- und 'JJlännerarbeit im Handelsgewerbe; eine Zusamnienstellulig des Materials wird demnächst erfolgen- Zur Orientierung der Alitglieder silid von den Verbündeten verschiedene Schriften im eigenen Verlage erschienen. Auf der Ausstellung ,Tie Frau in HauS und Beruf waren die Verbündeten in der Abteilung .Handel und Verkehr" durch statistisches Material und Drucksachen vertieten. Tie Verbündeten eniianblen zu einer Reihe wichtiger Tagungen Verttelerinnen. So geht aus dem Berichte hervor, daß die Verbündeten sich auch im legten Jahre als rührige Vertretung der Interessen der HandlunaSgehilfinnen bewährt haben. Von den weiteren Verhandlungen sind beinerlens- wert: die Stellungnahme zur Jugendpflege und der Antrag Köln wegen der Wahl zu den Organen des 'Angestellten-Verstcherungs- geieges. Rach lebhafter Erörterung wurde zum zivetteii Gegenstände folgende Entschließung angenommen: Tie Versammlung hält es für unbedingt notwendig, bie Halidlungsgehilsinnen über die neuen Pflichten unb Rechte, die ihnen mit dem Inkrafttreten der ReichsversicherungseordnungunddesAllgestellten-VersicheruilgSgeseges erwachsen, aufzutlären und geeignete Kandidatinnen für die neuen Aemter in Vorschlag zu bringen.
Delhi.


