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Nr. 295
fünftes Blatt
Samstag, 14. Dezember 1912
162. Jahrgang
Erscheint ISgNch mit Ausnahme des Sonntag-.
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GVcnbaniiciiciorp*5! Klasse
•teil'?
int alten Verhältnis erhalten, wo
Briefkästen waren bald über
aus der Platte fest.
czeinber
Nidda um 1450.
.weite Karle enthält die Landgrafsckre.il
Schrememeister §>eiM
tiima Ullrich, 1 Mm. alt
Direktoren der Lehrerseminare, des Lehreriluienseminar ind Staatsarchivs, der Hoftublintz.l. der Kuns! und
Weihung des Ausschluß nlegungsfrist bei förjfe eichen und zu begrünte 1912.
igungskomMar: rrisamtmann.
Borsland des Mirtaftrixintt-: Der Kommandeur des
ich 16. Dezember t. Zi . Sürgetmeifterei vausa von Grundstücken in ba rist des Beschlusses da November 1912
Zkw. Himnui Beo.
füllt und Postbeamte mußten auf der Straße in Postbeutels die Briefschaften einsammeln.
Kleine Lageschronik.
In Wilster (Holstein Schleswig) wurde die Dampf mühle und das Korngcschäft von Lumpe durch Großfeuer zerstört. In den Speichern lagerten große Massen von Getreide. Die Schiffe am Kai wurden gerettet. Das Feuer ivütete mehrere Stunden und war in iveiter Ferne sichtbar.
Tie „»leßeuer Familien blätter" werden dem ,9lnaciger‘ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fflr den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
icbridi Schäfer, Strecke i Sdiottcn.
Karl Bchtold, Landwirt, huhmacher, 40 Jahic alt
8. Heinrich Kehr, LaÄ> cris a. Lda.
deka.
8 Georg Luh V., W| ict zu Watzenborn.
harinaPlanz,gcb.Sch-I>r
Büchertisch.
— Karten zur Entwicklungsgeschichte Hessen bearbeitet und entworfen von Pros. Tr. K Hattemcr, Darm - stadt. Kommissionsverlag von A. Bergsträßers Hofbuchhandlung. Der Verfasser, ein Darmstädter Oberlehrer, hat auf Grund sorg fälliger wissenschaftlicher Studien dieses Kartenwerk veröffentlicht und damit nicht nur einen Anspruch auf den Dank der hessischen Schulen erworben, in denen die Karten als Anschauungsmaterial im Unterricht der hessischen Geschichte willkommen fein müssen, sondern auch aller derjenigen, die sich für die geschichtliche Ent Wicklung des Hessenlandes interessieren. Es besteht aus einer großen Wandkarte -Format 235: 120) und einem Handexemplar, das die drei Einzellarten, die auf der Wandkarte nebeneinander flehend vereinigt sind, getrennt enthält. Die erste Karte zeigt die Landgrasschasl Hessen mit den Nachbargebieten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Außer der Landgrasschaft selbst sehen wir hier die benachbarten Gebiete von Kurmainz, Nassau, Kurmalz, Fulda, Solms, Hanau und Erbach: ein Seitenkärtchen zeigt die Landgrafschaft Hessen vor Erwerb von Ziegenhain nun
Sammlungen und der Universitätsbibliothek, sowie der Boni «en der JentralHille für ixe Gewerbe Diese Beamten standen feit!, schon mu 5800— 6600 Ms untereinander gleich. In di-' Kur- fallen weiter noch der 2 Direktor der Hanptstaatskasse und d
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fohlen.
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sick fünftig ein solcher ton 7400 Mi. ergibt. In anderen Staaten ir ird dieser Beamte noch wesentlich höher bezahl!
-000 Mi. Höchstgelralt, soll wegen der Wichtigkeit der V ad ffflebalt von 7000 Mk.
ark siehe das oben Bemerkte Wie sie find zu belrandesn d
Oie Vorlage über die Beamten- und Lehrergehalte.
3« der „Darmst Ztg." werden aus der Vorlage und ihrer Aegrimdrmg noch folgende Mitteilungen gemacht:
Der neue Gelwltstarif roeicht zuimchst in der äußeren Form von der alten Besoldungsordnung insofern ab, als die Beamten nicht nach Ressorts getrennt aufgefübrt sind. Vielmehr werden die gleich bod) bezai.lten Beamten aller Ressorts unter einer Nummer lGehaltsUasse» vereinigt. Für die Behandlung der Vorlage im Ausschuß und im Plenum bietet diese Form den Vorzug größerer Uebersichtlichkeit über die gleichartigen und gleich geitellten Beamten Tie Beamten folgen nunmehr in 81 Klassen nad) der Hölze der Gehalte, und zwar von unten aufsteigend, aufeinander, ohne Unterfd'ici), ob sie feste, anfsteigende oder Höchst geholte beziehen Auck) die frühere Trcnirung in verschiedene Abteilungen nach diesen Gesichtspunkten sollte in der Vorlage bei besseren Uebersicl tlichleit halber vermieden werden.
Bei jeder einzelnen Art von Beamten sind in besonderen Spalten der Gehaltsvorlage die seitherigen Gehaltssätze angegeben: ferner die Sätze, wie sie sich nach den prozentualen Zulagen berechnet hoben würden, die in der Regierungsvorlage vom 30. März 1012 borgetdtfagen waren, und weiter iiadi denen, wie sie Tür L912 (mit 90 Prozent der vorgesckstagenen Ausbesserung) bewilligt wurden. Aus der Betrachtung der aus diesen Zulageprozenten olgenden unrunden Gehaltssätze folgt ohne weiteres, wie für die allgemeine Aufbesserung der Bcamtengehalte die neuen Gehaftskl assen zu bilden waren, nämlich burd) Aus- und Abrunden iencr unnntbcii Ziffern. Daß dabei nicht schematisch zu verfahren war, ist selbstverständlich. Tie Gehaltsverhältnisse der gleich- icftellten Beamten in anderen -Staaten durften zum Beispiel nid t unberücksichtigt bleiben. Auck) mußte schließlich die Frage des tledarfs und der Deckung mit maßgebend fein und damit das in Betracht gezogen werden, ivas für die Neuregelung der Wohnungs getttzuschüffe zugunsten der Landorte mehr erforberlid) wird.
Gleick)zeitig sollte die organische Revision da, wo sick) in der alten Gehaltsordnung Unstimmigkeiten und Härten fan den, Wandel schassen. Es mären also einzelne Beamten n n b Beamtenklassen in diejenigen höheren Klas feit einzuordncn, mit denen sie gleichzustellen die Vorbildung, die Wichtigkeit^ der Stellung und Dienstobliegenheiten, das Vor bild anberer Staaten usw. rechtsertigt ober verlangt. Daß hier nicht alle W ü n schc berücksichtigt werden konnten, ist bei der außer ordentlichen Anzahl von Anträgen verstänblich, die itn Laufe der letzten Jahre die Regierung und Lairdständc bc schäftigt haben. Viele dieser Wünsdw gingen zu weit und waren im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit des Landes jiidu zu befriedigen. Insbesondere war die Gleichstellung der samt lidjen hessischen Beamten mit den Reichs und preußischen Beamten nicht möglich, obwohl sie bei der Durchsetzung des Großherzogtums mit Reichspost und Militär und mit Beamten der Hessisch Preußischen Eisenba 1mgemeinschast sachlick) beredjtigt wäre. Es ist in der Begründung daraus hingewiesen, daß z. B. die volle Gleichstellung der akademischen Lokalbeamten mit den preußischen einen weiteren Aufwand von 350 000 Mark erfordern würde. Dagegen konnten die unteren Beamten zum größten Teil an |ö'c Reichs und preußischen Bezüge heran-, in den Ansangsbezügcu Vielfadj noch darüber georacht werden. Die mittleren B c - amten in der Normal klasse (künftig 2100—4400 Mk.) bleiben nur im Endgehalt 100 Mk. hinter den preußischen zurück. Bei ber Beseitigung von Unstimmigkeiten wurde so vorgegangen, daß brr Beamte in die Klasse versetzt gedacht wurde, in die es gerecht rfigt erschien, ibn einzurcihen. Aus der prozentualen Aus hefferung dieser Klasse nach den früheren Borscküägen und und) 1912 ergab sick' bann die endgültige Gehaltsklasse für bat Beamten. J(it den Nebenbezügen, wie freie Heizung, Beleuchtung, Dienst - letbung, bie namentlich bei den Unterbeamten von Bedeutung i nb, wurde im ganzen nichts geändert. Sie sind im Lause der Jahre in ihrer Unterschiedlichkeit so festgesetzt worden, wie es die besonderen Bedürfnisse und Ticnststelluitgat der einzelnen Beamtenklassen erforderten. Andere besondere Zulagen dagegen xonnten in größerem Umfange durch das Heben in der Gebalts klasse selbst 'beseitigt werden. Daß ein Nachteil für die Inhaber dadurch nicht entstehen kann, ist vermieden durch die Vorschrift, । daß solche Zulagen nur mit dem Aufsteigen in den übrigen Dienst I bezögen wegzuiallen haben. Bei der Reihenfolge der regelmäßigen Ausrückungszulagen sind die höheren Beträge in ber Regel an - den Ansaug gestellt, soweit nicht besondere Verhältnisse vorliegen.
Von Interesse ist nun, wie sich einzelne wichtigere Beamten klassen für die Folge in ihren OK Haltsbezügen stellen.
Die seitherigen Bezüge der D o m a n i a l f o r st w a r t e «Klasse 13) von 1200-1501) Mk. sind schon lange als zu gering anerkannt worden. Tie Vorbildung — sie haben die staatliche Forstwartschule in zwei Halbjahren zu besuchen und eine Fach Prüfung abzulegen - und die Wichtigkeit ber dienstlichen Stellung, sowie der Vergleich mit den anderen Staaten erfordert eine Besser stellung über die allgemeine und normale hinaus. Im Berg leid) mit den größeren und mittleren Bundesstaaten finb die Forstwarw m Hessen mit am schlechtesten bezahlt. Sic sollen daher den Steueraussehern uut> Gendarmen, denen 'sic in den meiitcn übrigen Staaten gleich ober annähernd gleichftebcn, in Hessen wenigstens im Endgehalt gleichgeordnet werden i seither 1800 Mk. Sie int Anfangsgehalt gleichzustellen, erschien nicht erforderlich, weil sie in niedrigerem Lebensalter angcftellt werden, als jene Beamte, die meist Militäranwärter sind. Von einem Gehaltsmtz 1200 bis 1800 Mk. int alten Verhältnis ausgehend, gelangte man daher mit der allgemeinen Aufbesserung auf bie neue Klasse, 1300—2000 Mk. -Sachsen 1500—2000 Mk., Württemberg 1200 bis 1900 Mk. usw.). . , r „
Bei den Registratoren der Amtsgerichte (Nr. 2 < sollen die seitherigen Gehalte, 1400—2600 Mk., gehoben werden, nachdem eine Prüfung eingeführt und bie Hälfte der stellen den Militäramvörtern Vorbehalten ist. Aus einem Gehalt von ^600 bis 2800 Mk. im alten Verhältnis entwickelt sich nach der allgemeinen Aufbesserung ein solcher von 1700—3000 Mk.
Die Bezüge der Finanzamtsgehilfen seither 1800 । bis 2600 Mk.) zu heben, war seiion lange als billig anerkannt. Es wurde nur ber Konsequcmzen wegen bis zur allgemeinen Besoldungsrevision zurückgestellt. Sie sollen fünjtig bis 3000 Mk. ' im alten Verhältnis beziehen, woraus nd) der neue ^atz ber I Klasse 34 von 2000—3300 Mk. ergibt. Ebenso sind die übrigen I gleichgestellten Burcaubeamtcn zu behandeln ,Kreisgeometer- und * Feldbereinigungsgehil'en, Z ei dm er usw.); ferner die mittleren Werkbeamten auf Grube „Ludwigshoffnung" lBetnebstuhrcr und Obcr- ' steiger, seither 2000—2700 Mk.).
Die Klasse 40 enthält die mittleren Baubeamten Hochbauau seher, Dammeiner, Eichmeister usw., seither 2000' bis j 2700 Mark), sowie Multurtedpufcr «seither 1800 bis 2700 Mark), zusammen 93 Beamte. Sie im Gehalt zu heben, war sckwn lange als berechtigt anerkannt, da es der Vorbildung, wie i der Stellung dieser Beamten in anderen Staaten entspricht. Es i1t ein End gehalt im alten Verhältnis von 3400 Mk. borge) eben, . woraus sich nach der allgemeinen Aufbesserung ein neuer Gehalts,atz »an 2100—3700 Mk. ergibt. Tie seitherigen sogenannten Bau- I Zulagen dagegen sollen mit dem Aufrücken im Gelxstt Wegfällen.
Mit der Klasse 41 beginnen die mittleren 'Beamten des Finanz-, Verwaltungs und Zmtizdienites m Durchgangs- ! umb Voll stellen. Wie in Preußen und im Reick> ist auch für ne tn Anfangsgehalt von 2100 Mk. vorgesehen. Für die Durch-
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Hessen Darmstadt vom Tode Philipps des Großmütigen bi- r,ur sranzösischen Revolution und aus einer Seitenkarte die Grafschaft Hanau-Lichtenberg in der Zeit des Uebergangs an Hessen-Darm stadt 1736). Tie dritte Karte zeigt wieder das gesamte hessische Gebiet >Großherzogtum Hessen und üurhessen) zur Zeit feiner größten Ausdehnung (1810 — 1815) und auf drei Seitenkärtesten die Enklaven beim Schaumburg, Schmalkalden und '33 im hi en. Tie Trennung in diese Teile ist wohlüberlegt. Sie mußte schon deswegen erfolgen, weil eine einheitlich Karte wegen der per wirrenden Vielheit der Veränderungen ihren Hauptzweck, die Anschaulichkeit, verfehlt hätte. Wir wünschen dem sehr anerkennenswerten Merkchen eine möglichst weite Verbreitung in allen heutigen und ehemaligen hessischen Gebieten. Zum mindesten sollte es dort in keiner Volksschule und in keiner höheren Schule fehlen TaS Handexemplar wird auch im Besitze der Einzel schüler bei der Behandlung der hessischen Geschichte die besten Tienste leisten. Der Verfasser verdient schon deswegen eine besondere Berücksichtigung, weil er sich entschließen mußte und- entschlossen hat, die Herstellung aus eigene Kosten besorgen zu lassen. Tas hessische Heimatland möge also das Vertrauen- das er aus seinen Ovfcrsinn gesetzt hat, nickst enttäuschen! O. A
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Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'fchen Unioersttäls - Buch- und Eteindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesfen
gangsstellen kamen seither in Berradn die Klassen der Kreis am:: gef)ilfen und Attuanarsassistenten 1800—3000 Mk , die Haupt steueramtsassistenten 2000—3100 Ml), Bezirkskasseassistenten 2000 3400 Mk u. a. Diese Unterschiedlichkeit soll bqcitigt und eine Klasse »ür die Durchgangsstel 1 en in allen mittleren Fächern mit einem Enbgehalt von 3400 Mk. altes Verhältnis gedild. werden. Daraus entwickelt sich nach ber allgemeinen '?Unbenening der neue Gehaltssatz ’hon 2100— 3700 Mk. iufammen 178 Beamte Zu ihr sollen jedoch nur die mittleren Beamten angcftellt weroeu, bie gleidtartigc Vorbildung, d. h ivelche die v.'rgeschrieb.'ii. i Prüfungen für mittlere Stellen bestanden haben, die Klasse ali) tatsächlich als Durch gangsstelle benutzen. Tic hierin öerbradne Dienstzeit ist künftig allgemein als Besolbungszeit beim Einrücken in die Voll stelle anzurechneit, wie es seither schon im Finau-sach der Fall war. Diese Anrechnung auf alle Fächer auszudehnen, rechtfertigt sj^ wegen ber allenthalben sehr ungünstigen Anstellungsverhältnisse.
Die Klasse 48 enthält bie Voll stellen für mittlere B c - amte, seither 2000—4000 Mk. Im Reich unb in Preußen beträgt der Gehalt 2100—4500 Mk Ihm steht ber für Hessen vorgesehene neue Gehaltssatz von 2100—4400 Ml im Anfang gleich, am Ende mußte er um 100 Mk. Zurückbleiben. Hierher gehören die Revisoren bei der Tberrechnungskammer, bei den Ministerialbuchhaltungen, die Kreisamtsbureanvorsteher, Rechn w, Revisoren, und Venvaiter bn Lokälstellen, Feldbereinigungs , Kreis- und Katastergeometer, Aktuare, Buchhalter an der Hauvtstaatskaffe, Bezirkskassiere u. a., zusammen 330 -340 Beamte. Einige seither geringer bezahlte Beamte, deren Stellen aber den mittleren Boll stellen gleichwertig sind, sollen tünftig hierher eingereiht werden, Z B. der Verwalter des Arbeitshauses Äeburg, der Unwerfitäts- klmiken, der Bergkafsier auf Ludwigschoffnung, ferner die tech nischen Revisoren beim Finanzministerium u. a.
In Nasse 55 sind aufgenommen die Landwirtschaslslehrer, Hauptlehrer an den gewerblichen Unterrichtsanstalten, Maschineningenieure «seither Assistenten) bei der Tampfkesselinspektion unb Assistenten bei den Gewerbeinspektionen. Für sie gilt, wenn ohne abgeschlossene akademische Bildung, künftig ein Gehalt von 3000 bis 5000 Mk. <seither 2800—4600 Mk.), wenn mit abgeschlossener akademischer Bildung, aber ohne Staatsprüfung, ein solcher von 3000 -5600 Mk. (aus 2800—5200 Mk.), und mit Staatsprüfung der Gehalt der -akademischen Lokalbeamten, 3000—6500 Mk. (seither 2800—6000 Mk.). Es empfiehlt sich, die Gehaltsverhältnissc jener Beamten nach diesen Gesichtspunkten einheitlich zu regeln.
Die Seminarlehrer erhalten künftig statt 2800—4600 Mk. einen Gehalt von 3000—5000 Mk., der bis 5600 Mk. steigt, wenn sie eine besondere Prüfung bestanden haben.
Die gehobenen mittleren Stellen, seither Höchst gehalt 4600 Mk., finden sich in Klasse 57, künftig Höchstgehalt 5000 Mk. (Mmisterialbud Halter, Dirigenten der Tberrechnungs kaimner usw.). Eine Reihe von seither geringer bezahlten Beamten ist wegen der Wichtigkeit ihrer Stellung hierher eiitzureihen, z. B. die Sekretariatsassistentcn bei den Ministerien, Verwalter und Reckmer zu Philippshospital, Registraturvorstand im Justizministerium, Staatsschuldbuchsührer und Hilfsbeamtc des Staatskom missars bei der Landes-Hypothekenbank usw., die seither sämtlich bis 4000 Mk. kamen.
Bis zu dieser Klasse geht die Wohnungsgeldklasse der Gruppe mit seither „höchst erreichbaren) Gehalt über 3000 Mk. bis 4600 Mark". Ihre Wohnungsgelbsätzc betragen künftig 480 Mk., 420 Mark unb 360 Mk. in den 3 Ortsklassen (Reichs- unb preußisch? Sätze 630 Mk. in Mainz unb Offenbach, 520 Mk. in Darmstadt usw., 450 Mk. unb 330 Mk.).
Von beit bicnftauifid'tführcifben Richtern sollen die an den Amtsgerichten Darmstadt I, Gießen, Mainz, Offenbach und Wornts unter Wegfall der seitherigen Stellenzulagen von 500 und 300 Mk. zu Amtsgerichtsdirektoren mit dem Gehalt eines Landgerichtsdirektors ernannt werden. Tiefes Vorgehen entspricht dem in Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden, wo die betreffenden Beamten noch wesentlich höhere Gehalte beziehen. Das dienstliche Interesse verlangt die Maßnahme um deswillen, weil sie es ermöglicht, auf die besonders wichtigen Stellen bewährte, an sich für höhere Nichterstellen geeignete Kräfte setzen und sic länger dort zu halten. Die 20 dienstältesten Richter bezogen seither einen pensionsfähigen Mehrgehalt von 500 Mk. Diesen sollen künftig die Oberamtsrichter und Landrichter erhalten, die dadurck) auf 7000 Mk. kommen, ohne int übrigen aus der Klasse Nr. 64 l)crauszm'allen. Auch hierdurch wird es ermöglicht, tüchtige richterliche Kräfte länger in Sanborten zu halten. Tie Stellenzulagen der dienstaufsichtführenden Richter werden hierdurch nicht berührt. Zulagen erhalten nach dem Vorgänge in anderen Staaten und wegen ber Wichtigkeit der Stellung ferner die Vorsitzenden der Kammern für Handelssachen in Tarm- ftabt, Mainz (500 Mk.) und Gießen (300 Mk.).
Auch die Oberfteuerinspekwren und Vorstände der größeren Finanzämter i TarmstÄdt I und II, M-afttz! I und III, £ Heilbad) I unb II, Friedberg, Gießen, Worms I, Groß-Germi unb Bingen sollen wegen der Geschäftsausdehnung auf diefen Aemtern, der Verantwortlichkeit der Stellung und der Größe des Personals Zulagen von 900 Mk., 600 Mk. und 300 Mk. erhalten.
In Klasse 66 sollen für die Direktoren der größeren land- nirtid.aftlichen unb gewerblichen Unterrichtsanstalten «Wein- und Obstbaufckule zu Oppennheim, Landesbaugewerkschule, .Kunstgewerbeschule zu Mainz, technisch? Lehranstalten zu Offenbach, Bau gcwerkschule zu Bingen usw.) die Gehalte nach ähnlichen Unter- idjcibungcn geregelt werden, wie unter Klasse 55 für die landwirtschaftlichen und gewerblichen Lehrer angegeben. Darnach sollen sie bei akademischer Vorbildung mit nachfolgender Staatsprüfung künftig einen Höchstgehall von 7000 Mark erhalten, andernfalls einen solchen von 6500 Mk. iseither 4000—6000 Mk. und Höchstgehalte von 6000 Mk.). Auch der Direktor des Landeszuchthanses erhält künftig einen Höchstgehalt von 6500 Mk., ferner ade Beamte, deren Höchstgehalt seither 6000 Mk. betrug 'Gewerbeinspektoren, soweit akademisck? gebildet, Landesgeologen, Kurdirektor Bad-Nau- heim, Vorstand der Bergwerksdirektion und andere).
Bei den Direktoren der neunklassigen höheren Lehranstalten Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen) soll aus ähnlichen Gründen, wie bei den Realschuldirektoren angegeben, der seitherige Gehalt von 5800—6600 Mk. auf 5800—7000 Mk. im »iltcn Verhältnis gehoben werden. Hieraus ergibt 'ich die neue Gehaltsklasse 6200—7400 Mk. Nr. 72 Dies erscheint jedoch nur bei den Direktoren ber größeren Anstalten erforderlich, währenb diejenigen ber kleineren Anstalten, Büdingen, Laubach, Alsfeld unb Heppenlwim im alten Verhältnis bleiben sollen. Für iie stellt sich daher in Klasse 69 ber neue Gehalt auf 6200—7000 Mk., so daß sie sich nur im Anfangsgehalt von den Realschulbirektoren unterscheiden.
Tic Gehälter der o r b_e n 11 i d; e n Professoren an der Landesuniversität unb der Technischen Hochschule Klasse 70, seit her 4500—6500 Mk.) waren schott lange als ungenügend anerkannt. Hessen vermag dabei auf die Dauer mit anderen Staaten nicht zu lonturriercn. Tüchtige Kräfte werden leicht den Berufungen nad) auswärts folgen. Ersatzkräfte find immer schwerer zu gewinnen. Dazu kommt in den technischen Fächern bi-' Konkurrenz der Industrie. Ter Gehalt soll daher auf 4500— 6900 Mk. im alten Verhältnis erhöht werde n,-wo raus fid; nad) der allgemeinen Aufbesserung die neue Klasse 4700—7300 Mk. ergibt.
Tie Klasse 72 enthält die Direktoren ber größeren neunklassigen Vollanstaltcn mit künftig 6200—7400
vermischtes.
* Der 12. 12. 12. In den Vormittagsstunden nin- brängte in Berlin eine vielköpfige Menge in äußerst! angeregter Stimmung bas Postamt XII, um den sehr begehrten Stempel mit fünf 12 zu erhalten. Phvrographeit. und Filmoperateure hielten, teils von den Dächern herab, von Droschken ober Automobilen aus das lebhafte Bild
Redaktion, Erpedirion und Druckerei: Scknd« ftrahe 7. Expedinon und Verlag: 51.
Mcbaltion: €=3^112. Tel.-Adr.: AiczeigerGleßen.
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