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Erscheint ISgNch mit Ausnahme deS Sonntags.
Die „Gießener Zamillendlätter^ werden dem „Mnieiflcr* viermal wöchentlich beigelegt, daS ".KreHblatt fir den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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wandern und Helfen, vader und Zommerfrifchen.
--- Salzungen, 19. Juli. Bis heute ftnb 2818 Per
sonen 511t M »v hier cuineh-oneii. ________ _
Aus StaSt und» Land.
to ic h c n, 20. Juli 1912.
** Staatsbahn-Person al-Nachrich t e n : Dem Eber- und Gel). Bau rat ClauSni V c r von Der Eljeubahn
„Tausend uni em 18 Algeriens, jene;
Reitsport
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M xpielpla«! siges Programm ioch nie gezeigl-
ks Eine Dame, die 8 Dienstboten erseht. Frau Seplima Robinson-Guppy hat ihre 8 Dienstboten kurzerhand vor die Tür gesetzt, da das jetzt in Kraft tretende cnglndje xicnW- botenvcrsichcrungsgesetz keineswegs ihre Mligung Kunden hat und sic entschlossen ist, lieber allem zu „ichnitcn , al» sich etneni solchen Joäic zu beugen. So wurden denn eine Köchm, zwn Hausmädchen, eine Erzieherin, zwei (Partner, ein Kuftchn und ein G.legen Heilsarbeiter plötzlich brotlos. «Iber ihre einitige öernn hatte ihnen diesen Schrill schon längit angefnnDigt, als nämlich im November vorigen Jahres die Gesetzesvorlage die ^rau Sep- tima Robinson in Harnisch gebracht hat, zuertt dem Parlamente Dorgckgt wurde. Wenn man das Werk betrachtet, das H-rau Scptima aus sich genommen hat, kann man ihr die Achtung nicht veriag-.n. Ihre „Heine Hütte" umfaßt nicht weniger als Tuni- zehn Zimmer nebst Zubehör. Und dazu gehörm mehrere Morgen Park, ferner Ställe usw. Auch 5 Vierde E einigem Klcin- vieh wollen versorgt fein. Aber Frau Robmwn, die von großer, stattlicher Figur iit und im betten Lebensalter tteht, kennt keine Angst vor der Arbeit, und wie der Mitarbeiter des „Standard , der sie interviewt hat, bekundet, itt alles m schontter Lrdmrng, trotzdem sic nunmehr schon eine ^Lv^ohne Dienstboten haust. Allerdings der Anfang war etwas ickwer. Es war an einem Sonntagmorgen, als sic sich, zuertt allem bedienen mutzte Um 5 Uhr morgens war sie auf, und „waiserte die Tomaten ttn Garten Tann iah sie nach den Pferden, ver.chanle ihnen einige Bewegung und gab ihnen dann zu Irenen.^ Wahrend sie so die Außenarbeit besorgte, waren mittlerweile ,Freundinnen, bte ihr ihren Beistand angeboten hatten, im »auie beichölligt, alles M Crönung zu bringen. So erwartete sie denn cm gutes Frühstück, als sie jiacf) getaner Arbeit in ihr Hans jurueffehrte. Frau Robinson ist entschlossen, den Kampf bis aufs Mester gegen bte Regierung zu t'ühren, b. h. nickt eher wieder einen Dienstboten aufzunehmen, als bis dieses „scheußlichste aller Gesetze", wie sie
: es nennt, in Grund und Boden verdammt ist.
Samstag, 20. Juli 1912
Rotationsdruck und Verlag der Brüht'schen UniversuälS - Buck- und öiembrudcrei.
R. Lange, Dietzen.
Redaktion, Expedition und Tixicferei: Schul- strotze 7. Erpedinon und Verlag: ^8^ öl. Redaktion: 112. Tel.-Adr.-.AuzeigerDietzeii.
Luftfchissahrt.
Johannisthal, 18. Juli. Leute abend rutschte dec Flieger Stiefvater mit seinem Passagier T u r k aus 25 bis 30 snicter Löhe in einer Kurve ab und stürzte zu Boden. vater brach die rechte Kniescheibe, Türk erlitt eine Gehirnerschütterung, das Flugzeug ist stark beschädigt.
A u g s b u r g, 18. Juli. Deute früh um neun Uhr stur i t en bic Straßburger Militärflieger Hartclmann und Falmcr, die um fünf Uhr in Stuttgart zum stluge nach Mluicheii^aingemegen
"*CnÄ %CV 2a°n?esverb and Hessen des Deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien ist schon zu einer kräftigen stufte des Gesamtvereins geworden. Bald wird seine erste Schweste wohlausgerüstet und ausgebildet die Ausreise ini bic ffolo nien antreten tonnen. Außerdem hat dcr iunge ^ndesver band nunmehr Badekuren für erholungsbedürftige Sdlivcftem, die von aufreibender Tätigkeit aus den Kolo- nien heimkehren, in Bad-Nauheim eingenchtit. ^iefe Schwestern können auf Kosten des Landesverbandes im Victoria-Heim Aufnahme finden. Das Vicloria-Hcim steht unter dem Protektorate der Prinzessin Licloria von Bat teuberg und ist außerordeiilliclser Zweigverem des Alice Frauenvereins für Krankenpflege im Grotzherzogtum Hessen^ Es ist zunächst der rührigen Tätigkeit der Abteilung ~ ^cit- bach zu verdanken, daß die für den Aufenthalt in d >tur- und Erholungsheim für Rote-5Neuz-schwesiern notigen Mittel zur Verfügung stehen.
** Kun st verein. Die gegenwärtig au s g e st ei l ten Sammlungen von Prost Sohn-Relhel-Paris, Prof. A. Bester und Anna Beyer-Darmstadt, sowie die Radierungen von Prof. M. Klingerbleiben^ voraussichtlich nur noch einige Tage ausgestellt. -Ashalb sei nochmals der Besuch der gegenwärtigen AussteNung an- gelegentlichst empfohlen.
Landkreis Gießen.
--Annerod, 19. Juli. Am 28. Juli feiert bcr Wetterau-Lahngau-Sängerbund" fcin2.Bundes- ’cfl Mit dieser verbindet bcr sestgebende Verein ^heiter- eit"-Annerod sein 20jährigc8 Stiftungsfest. — An dem morgens 10 Uhr beginnenden Wertungssingen bc- icüincn sich sämtliche BundcSvercinc, sowie die Gaftvercme Eintracht^-Hausen, .Eintracht"-Rödgen, ^Germanla^^tem- bach und , Concordia "-Rödgen. — Univ.-Musikdirektor Pros. G. Trautmann wird die Gesänge begutachten. - AIS auf. gegebener Chor für die Bundesvereine kommt die .Kapelle von Kreutzer zum Vortrag; außerdem singt jeder Verein noch ein Volks- oder volkstümliches Lied. Am Nachmittag wirb bic Kapelle« von Kreutzer als Massenchor gesungen, geleitet voni" BundeS-Dirigcnten Leop. Geller-Gießen. Eine weitere Anzahl Gaslvereine wird daS Fest durch seine Gesänge ver-
fid> die Seelsorge, die von Gießen aus erfolgt, etwas schwierig. Namentlich aber fehlte es bisher au einem Gebäude für Versammlungen und Gottesdienste -LusiM Mißstände wird jetzt durch die Erbauung eines M ssionS. Hanfes abgeholfcn. Die Mittel sind geiammelt, so daß noch in biefem J°I,rc nut bem Bau beflonnen werben tarnt.
-m. Hungen, 19. Jul,. Lier und tu bei Umgegend ist man gegenwärtig eifrig mit dem Schnitt des Korns beschäftigt Mit dem Ertrag i|i man seh, zufrieden, da es in Aestre wie im Halm vorzüglich ist. Auch die anderen Getreidearien werden bald folgen und versprecheu eben- falls außer Hafer, der steNemveise etwas t-ir? flibltcbin ist und dünn steht, eine gute Ernte, ebenso Kartoffeln und
auf das Fleisch gesteckt wird. In dem Maße wie ber Braten Sun leine Zähigknt verliert und weick>er wirb, bringeii bic Zinken dieser Otabcl tiefer in bas Fleisch ein, und die Fortschritte werden an einem kleinen Zifferblatt am oberen Ende bcr Gabel auto- matisch verzeichnet. Erreicht die burch ihre eigene schwere allmählich immer tiefer in das Fleisch sinkende Gabel einen genauen 'hnift, so ist der Braten gar, und bann Ipringt ,clbständig in dcm „Bratenthemiometer" eine kleine Klappe heroor, bic mit ruljigcr Sicherheit bcr sorgenvollen .Haustrau das erloienbe Wort ^"rttg" verkündet. Ter Apparat lmst iich nahezu bei allen Fleischgerichten uenoenben, soll schr billig sein und leicht an jebem Kochtopf und an jeder Bratenpfanne befestigt werden können.
— Die Hochzeit der Millionenbraut Als das glänzendste und erstaunlichste Ereignis im Geteiltchaftsleben Cali- CS biß jc Dorgcfommtn itt, tchildem die amentaniKfcn Wntter 'bic Hochzeit ber „Millionenbraut" Jennic Crocker, die ück in -an Francisco mit Herrn Malcolm Äbitman verheiratet bat Die großen New Yorker Zeitungen haben teitenlange ^e- pci-h-nl»bcr di- no» «ÄÄÄÄ
ang-GönS. 19. Juli. Dem Lehrer Roth, der jetzt 25 Jahre hier als Lehrer segensreich wirtte und sehr beliebt in der Gemeinde ist, wurde zu seinem Jubiläum ein st att licher L ampionzug gebracht, an dem sich der Ortsvorstand sowie famlliche Vereine beteiligten. Bürgermeister Rompf lMt eine Ansprache, woraus er dem Jubilar eine goldene Taschenuhr überreichte. Lr.hrer Roth dankte mit gerührten Worten und versuch, seine Tätigkeit stets in der treuen Gemeitide Lang-GonS beizubehalten. Pfarrer Weber gratulierte dem ^bilar ebenfalls mit einer Ansprache. Vortrage der beiden Gesangvereine und des Posaunenchors schlossen die d*eicr.
b Lich, 19. Juli. Tie hiesige katholische Gemeinde hat in den letzten Jahren^dnrch Zuzug eine beträchtlich e Dermehrnng erfahren, ^nsolgcdessen gestaltet
Direktion Frankfurt a. M. mürbe aus Anlaß seiner Ruhe standsversetzung der Rote ^lerorden 2. Klasse mit Eichew laub verliehen T<r Regierungs» und Baurat Kumme wurde zum Mitglied der Eisenbahndirekiion 6'ranksurt an Main ernannt. Ter Hilfslokomotivheizer v a g e n h o s s in Friedberg i. H. wurde zum Werkmeister-Aspirant ernannt, ber Bahnwärter Hesser in Vilbel zum «»fenba^e^l- fen, der WeichensteNer Georg Pseiffer in G^m -um Bahnhofs'Schassner. Versetzt wurde der Bahnme,ster-^ia ar Sck oll master von ^ankfurt a. M. nach Friedberg i. H. und Bahnmeister^Tiatar Din ter vonl Eppstem nach Bebra. Eine Belohnung erhielt der Lokomotivführer
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Line Sewertschait der vallctteusen.
O Straßb urg, 19. Juli.
Nachdem die Schauspieler sich seit langen *n
bcr großen Organisation der Genosseiischaft!veuticher Bnh- uenängehöriger, die Chormitglieder im Deutscl)en Stjor- KÄ unb ebenso ble Bühnenarbeiter m einer gewerkschastlichen Organisation zusammengefunben haben, will nun auch bas lustige Volk der Tanzermnen unb Bal- Icitcufcn in der Organisation nicht zuruckbleiben. Tas Uebergewicht, das die Operette vor allem ans der Ber- liner Bühne gewonnen hat unb tue Inszenierung von Stücken nach Reinhardtschem Muster hat bte Zahl der Töchter der leichtgeschürzten Muse sehr verstärkt- unb so haben sie sich nunmehr auch zu einer Gewer^chaft ber Balletteusen zusammengeftinden. ^as C)tgait biefer werkschaft, „Tie Ballett-Union", hebt im Anschluß an bte Mitteilung von ber Gründung der neuen Organisation hervor, das; cs besonders bei dem Ballett noch viel zu bessern gebe Die hauptsächlichsteit Forderungen smd- „1. flc- Ltzliche Regelung der Vertragsbestimmungen 2 gesetzliche Regelung des Bühnenbetriebes und der hierfür not- wendigen Schutzvorschriften gegeti frühzeitige Invalidität, 8 angemess^e staatliche Alters- und Berufsmvalidenver- ficheruug, sowie eittsprechende Krankenuntersttitzung einschließlich Wöchneritinenmiterstützung, 4. gesetzliche Vorschriften für entsprechende Spielzeltdauer, mindesten^ zehii Monate im Jahr bei Erteilung der Konzession zuml Heater- betrieb, 5. kommunale ^Selbstverwaltung der Theater^^
Zweiter Blatt 162. Fahrgang ,
Glehener Anzeiger
General-Anzeiger für Cberheffen
Zrauen-^euillcton.
Tic Rache des Ehemanns.
Das Testament des bei 'bcr „Titanic"-Katastrophe unter- gegangenen Multimillionärs Colonel Aslor, tm e-allc ber , 2.-;ebiu rheiratung feiner v»rau ben Verlust ihres fest
sclttc i’t viel besprochen worden: aber wenn es and) vicllciaft eine' Härle gegen bic junge Witwe enthalten mag, io ui es dock weit cntiemt von bcr grimmigen Rackn, Die umxn. Ehemänner lestamemarisch genommen haben. Gmc tranjo i a»c Wochenschrift, bic einige solcher nachträglicher .-ku^.katc ansuln, zitiert Den folgcnbcn letzten Willen eines ticfDcrbütcrtcn Lpe inannes: „Da meine Frau 30 Jahre lang Jemen -rag hat vor- übcrgclien lassen, ohne mir — übrigens hödnt langweilige wesst i Wien ui erzählen, ben ganzen Stabtklatfck auszukramen und scklcckue Witze zu macken, hiutcrlane ick ihr eine Rente auj Lebenszeit von 7500 Franks jährlich, unter bcr Sebingung, bag iic mir ihrer Mutter znsammcnlebt, deren Zunge ebemo gütig nt wie bic ihre unb gegen bie sie einen eben, olcken Daßhat wie aegen mick. Mutter und Tocktcr münen zuiainmen den Ersten 'leben Monats in Begleitung meines Rechtsanwalts mem Grab besuchen unb erklären, baß sie cs bebauern, nur burch^ilne^boic Laune, ihre Heuchelei, ihre Dummheit und Gcistevcngc ba^^eben ncraiitet ui haben." Ein anderer Testator vertugt: ,,-^a Du' meine teure Gattin, mir jeden Sonntag durch bem zank verdorben hast, so vermache ich dir nach Berbienst einc lebenslängliche Rente von 25 Franks Die Woche, die bu leben MoMag mittag aiGgezahlt erhalten sollst. Ta ick deine llnorbentlichk^ic un^ llnfvarsanikeil kenne, so n>eitz ich bcilmimt, bag bu am Sonntag Hncn Sn g mehr haben und diesen Tag m Trauer und Em bXung mbringen wirst." Schlimme Rache nimmt em Ameri faner an seiner koketten unb vnysüchtigen Frau, der cr em Bcr mögen von V Millionen Dollar lünlerläßt, mit ber Bestimmung, baü9 fie je 1000 Dollar bezahlen müsse, wenn sic einmal un verschleiert gehe, nut einem Mann tanze ober einem Kann 3u lächle. „Bor einem Jahr ist meine Frau ruiniert, schliesst er triumphier enb.
Veutsch-ianadischeZ 5olloert)ältnis.
Unserem Handel mit Kanada drohen neue Er- i chwerungen dadurch, daß Kanada seinen Zolltarif seit cuu- t r Aeit mehr unb mehr zugunsten ber Bereinigten Staaten umneflattet. Zunächst hat es den Zoll auf Zement herab (hievt, bann folgten Zollermäßigungen unb Zottvefref I j ur gen für Zelluloib, Hartgummi, optisches Glas, tikinie, I tclbfcrtiflc Textilwaren unb verschiebene anbere Halb- i (jjrilate. Wenn auch biefc Zolltarisänberungen nicht blosz en Bereinigten Staaten gegenüber, sonbcrn allgemein gel- ' cot so handelt es sich babei aber um Waren, bie fast aus- Miefelid) aus ben Bereinigten Staaten eingeführt wer- i n Richt En glaub unb noch weniger Deutschlanb kommen 1« Ermäßigungen zugute. Es hat fast ben Anschein, als liwltc man in Manaba ben im vorigen Jahre gesck-eiterten -Ian einer Zollunion mit den Bereinigten Staaten wieder
5 ft. {nehmen. Im amerikanischeii Kongreß wird dieses Best eben der kanadischen Regierung ztveifellos großes Enl- a-aenkonmiCn finden. England genießt für feine Export.
titel einen Vorzugszoll auf dem kanadischen Markt, kann , er angesichts bcr neueren kanadischen Zollpolitik trotz- brm nicht mit den Bereinigten Staaten konkurieren. Die n»titaus den größten Teil der Einfuhr nach Kanada he- frn Roch schlimmer ist der deutsche Handel daran, der n cht nur von jeglicher Vorzugsbehairdlung, sondern auch n der Gleichstellung mit dein Hairdel der meiften nicht b itischen Länder ausgeschlossen ist. Bor reichlich zwe »ihren, im Frühjahr 1910, haben wir unsere Zollpolitik r aenüber Kanada dahin geändert, daß wir den Waren, - c Manaba uns liefert, die Vorteile unseres Bertrags- r,riss einräumten. Dafür hat Kanada ^war von bcr Wei - k rerhebung seiner Z^'/zprozcntigen Zuschlagszölle au
• nti'dyc Waren Abstand genommen, uns aber keinerlei '..cistbegünstigung zugestanden. Unser damaliges Zu» . o ständnis an Kanada deckt sich nicht mit dem bislang
i unserer Zollpolitik befolgten Grundsatz, Meistbegunsti. ,wng nur gegen Meistbegünstigung zu gewahren, ^as Ab- l'v,innen mit Manaba vom Frühjahr 1910 sollte allerbings •Tiiiri) nur ein Provisorium fein und ben Uebergang zu tunlidift bald herzustellenben enbgültigen Handels- sSverhällnis mit wirklicher Gegcnseitigtelt bilden, chen haben aber weitere hanbelspolitische Verhaub- ......... zwischen Teutschlanb unb Kanaba nicht mehr statt- nrfiiiibcn, unb webet in Kanada noch in London denkt man cm bic Einleitung fold^cr Verhandlungen, so daß es recht zi oeifelhast erscheint, ob das Provisorium von 1910 uber- leiupt unserem Vorteil entspricht. Unsere Aussicht nach I Kanada ist zwar infolge des Wegfalls der Zuschlagszolle I c -stiegen, aber noch mehr hat seitdem bie Einfuhr kana- t Heber Produkte nach Deutschland angenommen. Für bic Beseitigung ber kanadischen Zuschlagszölle haben nur den yanabtern unseren Bertragstarif bewilligt, also bereits i c lies hingegeben, was wir auf dem Gebiete deS Zolltarifs c eben können. Wir beanspruckstm mit Recht weitere Bor- •i, ilc ans dem kanadischeii Markt, vor allem Gleichstellung mit Frankreich, Oesterreich-Ungarn, der Schweiz, ^zapan mb anderen nichtbritischen Ländern, die infolge des fran- ofisck-kanadischen Handelsvertrags unb auf Gmub bcr st'i cistbegünstigung weitgel.ende Zollbegünsttgungen gc** Tiicf’iCn ' Aber als Gegenleistung bafiir können wir Kanada raum noch etwas bieten, weil es eben alles bereits ct- lnn.it bat. Dieses höchst einseitige Zollverl)ältnis bedarf .ringend bcr Reform, umso bringender, als Kanada fetzt ulanmäßig die Einfuhr ans ben Vereinigten Staaten zu t rlcichlcin sucht, wodurch der deutsche Handel zweifellos noch mehr als bisher zurückgedrängt werden wird.
Dickwnrz. Ä ,
KrciS Schotten.
L. Rudingshain, 19 Juli. Hier sind einige JaNc von Typhus Erkrankungen vorgekommen die wahr- scheinlich auf den Genuß von schlechtem Waster un ^elbe zuruckzusühren sind. Tie erforderlichen Vtaßnahmen sind KreiSgesiindheitßamt sofort angeorbnet worben unb ba ein WitterungSumschlag eingetreten ist, so ist zu hoffen, die Krankheit bald behoben fein wird.
KrciS Friedberg.
— Bad-Naiiheim, 19. Juli. Bis zum 18. Juli 23388 Kurgäste angenommen, wovon an genanntem Tage noch 8081 anwesend waren. Bäder würben bis zum ?8. Juli 275891 abgegeben._________
bunn die das Fest vcrlicrrlichtcn. Das Emzigc, worüber man < n?ch?' ganz einig ift, ist das Vermögen bcr Braut. Wahrend c-, bic einen auj 100 Millionen Dollar bezufern, glauben Skeptiker nur innen äu dürfen, daß bic Summe von 10 Millionen Dollar jcbensalls viel zu wenig sei. Die Kosten bcr Hochzeit laisen ftck auch nicht ganz genau fcststclleli: ,ie ichwankeii zwilchen 2M OG> unb 400 000 Mark. Rach ben Berichten mar bic deine Stein fache von San Mathco, in bcr bic vochstiWicicrlickkeit vor sich ging, mit Blumen unb Topfpflanzen, ia mit ganzen Baumc.i o dicht angefüllt, baß es selbst dem Brautpaar 'chwer NTuttu, burch biesen Urwald zum Altar ,tck einen Weg bahnen. Ten Luxus im einzelnen illustrieren einige zahlcnmamge Angaben ;ur Dekoration der Halle, in der das vochzeiis^ruhttuck stattfanb, wurden SO 000 Mark ausgegeben. ^.as Brautkleid der Mitz Erocker, bas über unb über mit echten Perlen beitirfl war, hatte einen Wert von 200 000 Mark. Die Ausickmuckung der kleinen Kirche, bei bcr bic seltensten Schnittblumen unb kolibarc Pftanzen zur Vcnvcnbung kamen, unb cm Heer von ^^rakuren tätig war, kostete 100 000 Mark. Ein großes Amgcbot von /etettiv^, bic sick im elegantesten Gesellschattsanzug unter bie w.,chten iorate baiür, baß bi: Juwelen'äiatze, die hier iur gdicin würben, keine unrechtmäßigen Liebhaber fanden Ganze Wagen- (abungen von Hockzeitsgefchcnkcn waren aiiaclangt, uitb uiil. ben wahllosen (Gratulationen an bic Braut tehlten auch nicht ver toieb?Äo6® unb Grpreiierbririe.. 3ugkich.mil bem Sara«, icbein Ixittc bas junge Paar sich einen Jagbschein baorgt unb bie Flitterwochen sollen nun bem edlen Weid werk gewidmet werden.
_ 2er „Braten-Thermometc r". Tie Hausfrau, die in Augenblicken des Zwei eis das Kockbuch ,u Rate zieht, findet hier stets alle erwünschten Angaben über bic .Zmammm- icRung unb bie Zubereitung des Braten- oder des jzlciichgerichtev, das am Mittag bic Tafel zieren loll, aoer che,e willkommenen Unterweisungen enden satt immer '"t einem Latze, bn ba» roict^ tigftc unb schwierigste Problem mehr umschreibt als lott. xa Seit bann zu leien: „Man koche nun das Ganze, bis es gar ist
: ober „man lasse bas Fleisch nun braten,,bis es zart unh roetd) ift" Es ist nickt möglich, Tur bte Herftellung eines Bratens eine völlig genaue Zeit grenze anzugeben Hier beginnt bie Jui> mcrksamkcit, bie Erfahrung, bas Gcmhl, kur; das an geborene lülinarische Talent und nicht jeder Fran hat an,ber Wte^e eme gute Fee biefc wichtige Begabung als Lebensgc'chcnk geipendet. Um diesen Mangel zu bticirigen, hat ein Ernnber nach den An- £g SÄ ÜÄÄ»* WSsufc «'M* — «n G-b-l, di-


