Heuchelheim
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beiten» gesorgt.
2936
Der Bescher: Konrad Stumpf.
Wiziul-bliMii
Empfehle meine Lokalitäten, großen Saal, ;roße und kleine» Zimmer für Vereine und Gesell- chaften, schöner großer Garten für Kaffeegesell- chaftcn. Für gute Speisen und Getränke ist
großes nordisches Sensationsdrama in 3 Akten. Spielzeit 1 Stunde.
" Naher Akt. Einem Dienstmädchen in der Stein- straße wurden gestern vormittag seine sämtlichen Kleiber, die es in einem auf dem Vorplatz der Mansarde siedenden Kleiderschranke aufbewahrt hatte, zerschnitten und vollständig unbrauchbar gemacht. Hoffentlich gelingt eS, den Täter zu ermitteln und entsprechende Bestrafung herbeizuführen.
III. Oberyesstsche Zuchtviehauktion.
Mittwoch, den 29. Mai d. I». findet in AlSfeld (Strecke Gießen—Fulda) eine Zuchtvieh- aultion, veranstaltet vom LandwirtschastS^ammer- AuSschuß für Oberhessen und Oberhejsischen Zucht- vereinen für Sinunentaler Bullen und Edelschwein- eber statt. — Kataloge find vom 22. Mai ab vom
Theaterdrama au» dem Leben in drei Akten. Wir sicherten unS für diesen hervorragenden Schlager das ErstaufführungSrccht.
Achttdeul ein ausgcmlM Mager-Manm:
Der Untergang der CLtanic.
Tie Meldungen, die wir im Lause des gestrigen Abends erhielten und die wir im 5. Blatte dieser Nummer wiedergegeben haben, geben im allgemeinen dasselbe Bild wie bie heute vormittag eingelaufenen Nachrichten. Zwar hat sich herausgestellt, daß die Zahl der nach den Krankenhäusern verbrachten Ueber- lebenden wesentlich größer ist als zuerst angegeben war, aber wie aus Privatmeldungen hervorgeht, handelt es sich durchweg um leichte Erkrankungen, die kaum zu Befürchtungen Anlag geben.
Bahnhofstr. 54 03387 Bahnhofstr. 54
.. DikbNabl. In einer Metzqere, der Bahnhof, slrabe wurde gellem dl- Lad-nkaN- um den Beirag non elron 22 Alk. geplündert. Em des TiedstahlS dringend ner. dächtiger ftellenloier fremder Aletzgergeselle wurde s-stgenomm-n. In feinem B-siZ sanden sich 60 Alk. not.
Kreis Lauterbach.
Schlitz, 19. April. Gräfin Marie von Luxburg. geborene Gräfin von Schlitz genannt von Görtz, wurde am 16 April in Berlin von einer geslinden, krustigen Tochter entbunden. Ihr Befinden ist zufriedenstellend.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 20. April 1912.
- Tageskalender: Kolosseum- Täglich Vorstellung. Kinematograph: Täglich Vorstellung.
Bioaravh' Täglich Vorstellung.
Gemäldeausstellung des Kunstvereinsim Türmens nm Bi und. Geöfsnet täqäd) Ausnahme von <.Qm.tag), 00,1 £; ,7m bÄ °h°ssüch en®-fchich'sver ei ns. Geöffnet Sonntag vormittag 11—1 Uhr unentgeltlich, zu ander Zeiten gegen 50 Pfg Eintrittsgeld.
JJIu le um Iur B o t k er l n n d e geschlossen.
91 n ( a a e m u i tt am Sonntag vormittag 12 Uhr m pe Süd Anlage^.nur bei gutem Kelter). Sp.elplan: ' Karst Marsch von C. Unrath: 2. Emle.lunsi und' Vrautchor « J b ri) "ohengnu" von :)l Wagner; 3. Wer kann dastir? Wal^r aus ,Tie volnische Wirlschast- von I. Gilbert; 4. Kaiser Friedrich Marsch von E. Friedemann.
Offenbach, 19. April. Der Kaufmann Stein w a ch S, der Vertreter der Firma Gebrüder Mannesmann m Marokko ist, wurde auf dem Wege zwischen Trabant und Agad i r von Leuten des Rismastammes gefangen genommen, ^cine vom deutschen Konsulat beantragte Frcilassting ist bis letzt noch nicht erfolgt, ihr soll nur gegen em entsprecl-endes^ Losegeld statt- gegeben werden. Steinwachs ist ein geborener Offenbacher und 6er Sohn des vor einigen Jahren verstorbenen altiLstholuchen Pfarrers Steinwachs. /nri . «. «x r . v
bl. Offenbach, 20. April. (Priv.-Tel.). Heute wurde in den hiesigen Metallwarenfabriken der Beschliiß des deutschen Metallmdustriellen-Verbandes bekannt gegeben, nach dem am 4. Mai 60 Prozent der organisierten 'Metallarbeiter ausgesperrt werden sollen, wenn bis dorthin keine Einigung in der Lohnbewegung erzielt ist. Von den 601)0 Metallarbeitern, die hier be- schäftigt find, werden dadurch 3000—3500 in Mitleidenschaft gezogen.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. M., 19. April. Zur Frankfurter Universitätsfrage beantragen der Rechts- und der F i - nanzausschuß: Die Stadtverordneten-Versammlung wolle beschließen: 1. Den Magistrat zu ermächtigen, den der Vorlage vom 29. März 1912 betuficiib Univerfitlst anliegenden Vertrag unter Zulassung etwa erforderlich toerbenber unerheblicher Aende- rungen abzuschließen, sobald die Einkünste des im Bericht als nact^uweisen bezeuistieten Kapltalbeoaris von Akt. / 212 000 als dauernd der Universität zur Verfügung stehend — und zwar davon mindestens Mk. 6 000 000 mit Zmsgenutz vom Tag der Universitäts-Eröffnung — dem Finanz- und Rechts- aussch-'ß nachgewiesen werden. 2. Der Magistrat wolle m Erwägung ziehen, mit der Verwaltung der RothschiMchen Bibliothek und der Senckenbergischen Bibliothek einen Vertrag abzu- schließen, durch welchen bie|e Bibliotheken in Verbindung mit der Stadtbiblwthek der Benutzung zu Universitätszwecken, dauernd zur Verfügung gestellt werden. ________________
** Kun st verein. Die Sammlung der Münchener Künstler „Die Werdenden" ist nur noch morgen aus- gestellt. Am Montag und Dienstag bleibt die Ausstellung geschlossen, von Mittwoch ab ist sie wieder täglich mit Ausnahme des Samstags geöffnet.
** Helferinnen. Den Bemühungen des Alice- Frauen-Pereins für Krankenpflege ist es gelungen, den Samariterinnen (Teilnehmerinnen an k»:n.Samariterkursen des Oberarzt 2r. Todt in den letzten Jahren) GelegenheU zu verschaf,en zur Ausbildung als „Helferinnen durch 6- bis 8-wcchentliche praktische Kur^e. Es bedarf w^l kaum noch eines Hinweises auf die Wicht.gkeit und den Wert^gut vorbereiteter Kräfte für den Fall eines Krieges, um Flauen und Jungfrauen zur Teilnahme an ihm zu veranlassen. (Siehe Inserat.)
" Die Fußgängerver bindung zwischen Evei- unb Stephanstraße, die durch die Oberhesfischen Bahnen getrennt sind, ist in dieser Woche in Angriff genommen worben nnb wirb in brei bis vier Monaten fertig gestellt sein. Vor 13 Jahren haben bie Bewohner ber Straßenzuge lenseits bes Niegelpfabes zum erstenmal den Antrag gestellt, die Verbindung herzustellen. Trotz der Ablehnung ihres An- träges sind sie immer wieder vorstellig geworden, bis sie jetzt ihren Wunsch erfüllt sehen.
** Gießener ABC-Schützen. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres sind in unseren Schulen im ganzen .',21 Schüler ausgenommen und zwar 289 Kncwen und 232 Mädchen. Davon entfallen auf die Volksschule 208 Knaben und 160 Mädchen, auf Gymnasium und Real- schule 81 Knaben und auf die höh. Töchterschule 72 Mad» eben. Von den Kindern, die nach Ostern das 6. Lebensjahr erreichen, waren für die Volksschule 73 Knaben und 59 Mädchen angemeldet, von denen nur 26 Knaben und 24 Mädchen Auinahme sanden, während der Rest ans Anordnung des Schularztes um ein Jahr zurückgestellt wurde — Aus der Volksschule wurden 131 Knaben nnb 152 Mädchen entlassen und 18 Knaben und 12 Mädchen dcr Volksschule fanden Aufnahme in höheren Schulen.
**DerKinomatographsürdieVoNsschule. Die erste Schule in Deutschland, die sich des Kinemato- graphen für Lehrzwecke bedienen wird, ist die neue Volksschule zu Zella-Sankt Blasii in Thüringen. Mit erheblichen Kosten hat man das moderne Lehrmittel für den Anschauungsunterricht für Geographie und Naturkunde für die Schule angeschafst. Der Gedanke, auch in unseren neuen Schulhäusern in Gießen den Kinematographen ein- zusühren, liegt gewiß nahe.
Blockstraße 12 03130 Plockttra
Ab heute
Nur im Biograph. Rur im Biograph.
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Kreis Friedberg.
L Ober-Ros doch, 19. April. Unser Kirschberg steht soeben in voller Blüte. Täglich kommen viele Fremde hierher, um sich an der Blütenpracht zu erfreuen, lieber- Haupt nimmt unser Städtchen an Verkehr zu. Die Mangan, gruben liefern reiche Ausbeute. Das Lber-RoSbacher Wasser wirb weithin versandt. Auch ol5 Luftkurort kommt unser Ort in Aufschwung. Zurzeit sind viele fremde Arbeiter am Bahnbau bei der Legung deö zweiten Geleises beschästigt.
Starkenburg und Rbeinhessen.
rm. Darmstadt, 19. April. Zum Zusammenbruch der Nieder-Modauer Kasse sei mitgetedt, daß sich mit Unterstützung der Regierung ein' neuer e a n i e r u n g S a u 3- schuß unter der Leitung des Direktors der Landeshypothekenbank, Negierungsrat Bastian, gebildet.hat. Inzwischen wird die Unter* uchung gegen die drei in Last benndlichen Rechner Adam und Beck, owie den Kaufmann Jsaae weitergeführt, besonders g-gen die beiden Letztgenannten soll sich neues Beweismatenal gesunden
Dir Vcrulh.nung Z m y .
Neuhork, 19. April. Direktor Jsmay gab vor dem Senatskomitee zu, daß die „Titanic" vor dem Zusammenstoß mit dem Eisberg mit einer Schnelligkeit von 21 Knoten (also Volldampf, gefahren sei. Als er über die Umstande beiragt iDurle, unter denen er die „Titanie" verlaßen habe, erwiderte er ast ic; Flüstertöne, eins der Boote habe sich mit - inziereu gefüllt, die aufgerufen wurden, er wisse nicht, ob noch grauen vorhanden waren, die in das Boot hatten gehen können. An ^eck waren keine Frauen und keine Passagiere, als das Boot hinunter» gelassen und er in das Boot gestiegen sei.
Letzte Nachrichten.
Ncuyork, 19. Aprü. Die White Star Line hat eine Bekanntmachung erlassen, wonach von den Passagieren der ^Titanic L02 erster Klasse, 115 zweiter Klasse und 178 dritter Klaue gerettet worden sind, von der Mannschaft 206 Mann und vier Offiziere. Die Gesamtzahl der Geretteten betragt 705, die der Umgekommenen 1635. t .
Neuyork, 19. April. Es wird setzt.bekannt, datz nirht weniger als 85 Passagiere der „Titanic" in die hiesigen Krankenhäuser gebracht worden sind. v ... „
Nach dem B. L. A. erzählte der Kommandeur der „Earpathia , er habe u. a. vier erfrorene Mitglieder Der Mcinmchan der Titanic" an Bord, deren Finger noch das Ruder umklammern.
Neuhork, 20. April. Ueb erleb enbe d e r>.,T t° tanic"-Katastrophe haben ausgesagt, datz das Schill mit 21 Knoten Geschwindigkeit geiobren sei, als der Zusammenstoß erfolgte. Die Offiziere hatten den Austrag gehabt, einen neuen Schnelligkeitsrekord auf der Reue auszustellen. — Unter den Geretteten bennben sich auch i e.ch s Chinesen, bie sich unter ben S i tz e u ber Rettungsboote verborgen hatten. Zwei andere Chinesen, bie bas gleiche taten, würben erdrückt. . .
Wat'- n g t o n , 20. Avril. Im Senat wurden heilige Anklagen gegen bie White-Star-Li ne erhoben. E> wurde verlangt, baß bas Direktorium wegen der zu geringen Zahl der Rettungsboote auf der „Titanic" in Anklägern st and versetzt werden sollten._____________________
Wetteraiisficksten in Hessen für Sonntag, Den 21. April 1912: Meiil heiter, trocken, warm; in höheren Lagen nachts kühl. Oleroitteri leigung.
Letzte Nachrichten.
Die Hessische Zweite Kammer nnb die Besoldungsvorlage.
(rb) Darmstadt, 20. April. Die Zweite Kammer wirb voraussichtlich am 7. M a i zu einer kurzen Tag ung zusammenkommen, in ber nach einem einleitenbcn Vortrag bes , Finanzminlsters über bie Besoldungsresorm ber einmütige Wunsch ■ der Kammer zum Ausbruck kommen wirb, eine allgemeine gründ- : liche Aussprache über bie Regierungsvorlage herbeizuführen. ^v-, i viel ist jetzt schon sicher, baß die Vorlage in ber Dorliegcnben Form auf keinen Fall angenommen werden wird.
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Mir größter Sicherheit wirb in ben neuesten Meldungen festaestellt baß bie „Titanic" mit Volldampf gefahren sei also nicht die nölige Vorsicht beobachtet habe, obichon sie gewarnt g-wesen sei. bieier Nac.-ri^t roiro üv.-r von atwecen iauag^Cicn widersproch.n. Auch sonst Derlauten nun Klagen
^rQU I. Brown ans Denver cr^abU,. . b.r l rrmer. her das erste Rettungsboot kommandierte, sei w'hr brutal gewesen Er habe Frau Astor und andere warnen gezwungen,, stundenlang zu rudern, und ausgerufen, er werbe den protzigen Yanke?weibern schon zeigen, was sie zu tun hatten Mehrere Vläve in biesem Boot feien noch leer gewesen, w bau sowohl das Straus'sche Ehepaar wie auch Astor hatten gerettet werben können, wenn er es zugelassen hätte.
Nach einigen Berichten herrschte unter den Zwl,chendeck-- Passagieren g r o ß e V e r w i r r u n g: es sollen G e w a 111 a 11 g - feiten vorgekommen sein. Zahlreiche Zwiichendeckpanagiere sprangen mit Rettungsgürtcln in das Wasser. Tie Rettungsboote ruderten in bie Tunkelhest hinaus und verspürten ben -.rubel beim Untergang bes Schiffes kaum. Kurz vor bem ^crimfen fmoB eine Riesenwelle über die „Titanic" und n« alles mit fidi. Ter Zeitungskorrespondent L> u r d erklärte, er habe durch Nau'- fragen bei den Ucberlebenben festgestellt, daß die Lstiziere der Titanic" Stunden vorher von der Nahe der Eisberge Kenntnis galten, daß aber die Geschwindigkeit von 23 Knoten trotzdem nicht verhindert worden fei. ..
Bei der Ankunft der „Earpathia" kam es zu ben ergreifendsten Szenen. Zahlreiche Männer waren ber Ohnmacht nahe, grauen stürzten sich in bie Arme ihrer Angehörigen. 10 Perionen nnd gor Erschöpfung an Borb ber „Earpathia" gestorben
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