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Auergesellschaft
Berün 0.17 ,
162. Jahrgang
Zweites Blatt
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denken:
1. Nur ein Stärke müssen
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ments sich am öufterftcn westlichen Ende der Oase sammelten, um bort den Angriff abzuwarten. Gegen diese Stellung rückte der Feind wiederholt bom Westen und Süden vor
rückge wiesen, so daß um 1 -1 Uhr nachmittags die Araber und Türken in vollem Rückzüge gegen Fonduk-cl-Teger begriffen waren, immer verfolgt von dem Feuer der italieni- icteit Geschütze, das ihnen sichtlich bedeutende Verluste zu-
Samstag, 20. Januar 1912
Rotanonit'rud imb Snlap bn vr üblich« Unroetluat® - B ich- unb Stembrudetti»
R Lange, Ließen.
Deutsches Ucicb.
Der Kaiser hat dem Deutschen Museum in München zwei Stipendien bewilligt, aus deren Zinserträgen alljährlich zwei zu Hochschulen übergehenden Studierenden der Besuch der Sammlung des Tcnischen Museums ermöglicht wird. Die Stipendien sollen den Zögling n des Friebricl)-Gymnasiums zu Kassel und d.'s §a ser-Wilhelm-Realgrrnnasiums in B rlin zu- guie kommen. Auch der Reichskanzler und br Staats- ckrctär des Innern haben dem Deutschen Museum Stipendien zur Verfügung gestellt, um ihrerseits dazu beizutragen, daß die werwollen .Sammlungen dies'r vaterländischen Anstalt auch unbemittelten Studierenden in steigendem Maße zugänglich gemacht werden.
Die Einberufung des Reichstags wird, wie wir aus Regierungskreisen h )ren, am Dienstag den 6. Februar erfolgen. Ter neue Reichsvoranschlag wird dem Reichstage an diesem Tage gugehen.
Tic „Neue freie Presse" meldet, daß Erzherzog Franz Ferdinand bei der Taufe des jüngsten Sohnes des deutschen Kronprinzen Pathe stehen wird. Der Erz- hcrmg werde wahrsche nlich am ,27. Januar in Berlin eintreßen und am 29. wieder von dort abreisen.
per in München
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Rebafften fcpebtHon unb Truderett ftratzk 7. »rpeötnon unb Verlag 6L Rebaftwrce^Älia. ret.-Adr^AnzergerLietze»
Stan-esamtKnncbrichten.
(Nachträglich eingegangen.)
Schotten.
Aufgebote: Januar 13. Karl Theodor Gottfried Weil, Postgebilse in Gernsheim, mit Sophie Wedel in Heidesheim. — 16. Karl Fritz, Maurergehilfe, mit Ottilie Körber, beide in Schotten
Geborene: Ianuai 9. Dem Zimmermeister Wilhelm Neumann eine Tochter, Toni. — Dem Weißbindcrgesellen Karl Weber ein Sohn, Karl.
,u jeder Tagcszeil ,51111t, Im*
gegen das Meer ein zu schließen.
ihm italienische Artillerie Stellung auf einer
Die „♦Iraner ^enUllenblätter* werden bem „ttnieifler* otermal wöchentlich deig-legt. bal „Kreisblati für ben Kreis Hietzeu'' zweimal wöchentlich. Tie „LandwirtichaNlichen dett» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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starkes Reich hat Hoffnung auf Frieden. Diese wir erhalten. Man sägt nicht den Ast ab, auf
Gießener Anzeiger
Eencral-Anzeigcr für Gberhesjen
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dem man sitzt. .
2. Das gegnerische Ausland hofft bei einem Kriege gegen Deutschland aus die Unterstützung durch die Sozialdemokratie vermittels Generalstreik oder dergleichen. Die sicherste Friedcns- bürgschaft ist daher eine schwache Sozialdemokratie sowie eilt starkes, schlagfertiges Heer und eine starke Flotte.
3. Wer den Schaden verursacht, muß ihn zahlen? Im Fall eines unglücklichen Krieges müßten daher alle diejenigen für die Kriegskosten, die Kontributionen und die erhöhten Steuern aufkommen, welche durch Unterstützung der Staatsseinde oder durch Verweigerung der notwendigen Mittel sowie auf sonstige Werse das Reich bewußt geschwächt oder schwach erhalten haben. Jedenfalls hätten sie die volle moralische Verantwortung zu tragen. Zu diesen würden die Sozialdemokraten und die Förderer der Sozialdemokratie gehören. Wenn man es nicht gedruckt vor sich sähe, würde man es nicht glauben, daß nach den Erfahrungen, des letzten Sommers, in dem das friedliebende Deutschland überfallen werden sollte, der sozialdemokratische Wahlaufruf schließt: „Er (der sozialdemokratische Kandidat) ist gegen den Rüstungs- Wahnsinn und tritt dafür ein, daß das Geld für innere Kolonisation und bessere Schulen verwendet würde. Das ist auch die beste Vaterlandsverteidigung". Nein, das ist ein Schwacherhalten Deutschlands! Um dem Einwand zu begegnen, wir seien für Instandhaltung unserer Rüstung nicht wohlhabend genug, bemerke ich noch, daß 1906 bei gleichem Volksverinögen (5000 bis 6000 Mark pro Kvpf) Deutschland nur 16 Mark, Frankreich 20 Mark aui'den Kopf der Bevölkerung für Wehrzwecke auswendete. England gab 29 Mark pro Kopf aus. Dabei wächst unser Volksvermögen zweifellos schneller als das französische (im Jahr 4 bis 5 Milliarden Mark).
Klingelhöffer, Generalleutnant z. D,
Die Umwälzung in China.
China wird tatsächlich eine Reptchlick werden. Die „Times" iMldet aus P eking vom 18. Januar: _
Gestern fand int Palast eine Konferenz von 8 Mongolenfürsten der engeren Mongolei und den Prinzen der kaiserlichenFamilie statt, um das Verfahrender Ab-
Staatssekretär v. Kiderlcn-Wächter wird am h'utigen Samstag vom König von Italien empfangen und zur Hos- lafcl gezogen werden. Am Sonntag gibt br Minister des Aeußern San Giuliano zu Ehren Herrn v. Kiderlens ein Frühstück.
Aus Petersburg wird gemeldet: Der Kaiser und die Kaiserin-Witwe wohitten am Freitag der Wasserweihe bei.
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oankungzu erörtern. Mit einer einzigen Ausnahme waren alle Anwesenden mit d m vorgelegten Programm einverstanden, liebet dieses Programm ist zwifchen den Parteien ein Einverständnis erzielt worden.
Es sollen zwei Edikte erlaßen werden: In dem ersten Edikt oll Juanschikai Vollmacht erhalten, eine republikanische Regierung zu errichteir. Juanschikai wird an- nehmen. Die Konserenz der Delegierten aus 17 Provinzen, die jetzt in Nanking versammelt ist, wird ihn zum Präsidenten wählen, während Tr. S u n j a t s e n z u r ü a t r i 11. Juansck'.kai wird die Präsidentschaft annehmen, und ban,'5 wird der Thron in einem zweiten Edikt abdan id) der Abdankung
wird S u n j a t s e n nack) Peking gel>en, um mit juanschikai über die Bildung einer neuen Regierung zu beraten, xic republikani- cken Führer sind bereit, dem Kaiser nacki seiner Abdankung den Titel eines Mandschu Kaisers, aber nickst den Titel des Kaisers von China zu lassen. Juanschikai hat an dieser Konferenz nicht teilgenommen und wird auch bei der morgen itatlfindenden Kon- erenz nicht anwesend sein. Juanschikai beantragt, dem Hoi Pen- I i o n e n in einer Gesamtsumme von 5 Millionen Tacls jährlich zu gewähren. Besondere Ehren sollen der Kaiserin-Witwe bezeugt werden, weil sie die Witwe Kwanghsues ist, des ersten Re- ormers unter den chinesischen Kaisern.
Peking, 19. Jan Heute morgen wurde im Palast eine längere Beratung über die Abdankung des Thrones abgchalten. Sie mußte jedoch vertagt werden, ohne ein Ergebnis gezeitigt zu haben. Die führenden Prinzen sprachen sich für be- dingungslose Abdankung aus, drei jüngere Prinzen und der ehemalige Tartarcngeneral Tilliang von Nanking erfinrten sich nickst einverstanden, daß sich der Hof nach Jokol zurückziehen sollte. Es ist sehr schwer, hie Einzelheiten der Abdankung zu beitimmen.
Schulsttaße.
Privat- z-ÜDterrichl ; zu jeder Tageszeit ichniidtJanzW Seeiielngasle 31. 0
Inzwischen wurden gegen das kleine F 0 r t 8 zwei weitere Reservebataillone entsandt, ein vom 11. Bersaglieri. ba5 andere vom 82. Infanterie-Regiment. Die Leitung der Eperation übernahm General Fara. Der Feind verzichtete auf jedes weitere Vorgehen und zog sick Schritt für Schritt zurück. Gegen 5 Uhr schossen nur nock wenige Araber aus großer Entfernung lvirkungslos, wäh renb das Gros immer mehr infolge der ernsten Verluste in völliger Unordnung zurückwich. Auf italienischer Seite sind die Verluste leicht. Gegen abend hörte das Gc- rDebrfeuer auf, und die Pionierkompagnie konnte sich den Besestigungswerken mit der nötigen Ruhe widmen. Der ^orpskvmmandant befahl dem General Fara, die Truppen welche an dem Kampf teil genommen hatten, in ihre Quar räere zurückkehren zu lassen.
Rom, 18. Jan. Wie die „Agenzia Stefani" meldet, ift der französische Dampfer „M a n u b a", der von dem .Lalienischen Kreuzer ^,Agordas" angehalten und nach Cagliari ickrachi worden war, nach Auslieferung der an ^Bord befind- lrchen türkischen Offiziere und Soldaten wieder in Frecheit gesetzt morden.
Tripolis, 19. Jan. (Agenzia Stefani.) Ta das EberTommanbo dieErrichtungzweierSchanzen an- grarfmet hat, deren jede geräumig genug ist, um zwei Kompagnien zum Schutze der Steinbrüche von Gargaresch auf» zu ne hm en, woher die für die Hafenarbeiten in Tripolis nötigen Steine genommen werden sollen, ging gestern früh 7 Uhr eine Truppenabteilung Donl dem kleinen Fort B ab, um mit beu Arbeiten zu beginnen. Die Abteilung war von tberst Amari des 2. Infanterieregiments befehligt und scpte sich aus drei Bataillonen des genannten Regiments und einem Bataillon der 1. Grenadiere, einer Batterie Ge- birgsgeschütze, einer Gruppe Artillerie Nr. 75, einer Kompagnie Pioniere und anderer technischer Truppen sowie aus puei Schwadronen Kavallerie zusammen, die der Kolonne zur Erkundung voranmarschierten. Die Kavallerie, die gegen 9 Uhr an der Grenze der Oase bei Gargaresch an tarn, wurde oen in der Oase verborgenen arabischen und türkischen Trupps mit Feuer empfangen. So- I fort säuberte die Kavallerie das Vorgelände, ein Grena- dierbataillon rückte vor und bezog einen Kilometer westlich i der Cafe Stellung mit Kavallerie, die sich zu seiner Linken lisommelte und einem Bataillon des 52 Regiments als . Unterstützung. Die anderen Truppen bildeten die Reserve w bei dem Turm von Gargaresch. Nachdem die zum Schutz * der Arbeiten bestimmten Truppen verteilt waren, ging eine Pionierkompagnie an das Ab st ecken der Richtungstinte der v beiden Scksttnzen. Inzwischen kehrte der Feind, der sich
berechnet, daß die Kosten, die er verursacht, wöchentlich übet 7 Millionen Mark betragen würden. Die Genossenschaft der Kohlcnarbeitcr umfaßt zurzeit wohl nickt viel wmtger alo etne Million Mitglieder, und der von ihr angehäutte Kriegs,tt>atz belief sich bereits vor einigen Jahren auf etwa 38 lUtllionat Mark Das eigcnckickst Hauvtquarncr der kriegslustigen Gewerk- sckafl ist Süd-Wales, das „schwarze Land', wo ste über lölHW Mitglieder zählt Das andere Hauptquartier der Kohlen.eutc bildet der Bezirk von Durham. Auf Grund der hier angegebenen Zahlen nimmt man an, daß ein Ällgcmcinausttand der eng- lisckstn Kohlenarbeiter sich etwa vier bts sechs Wockfen wurde d u r chffi h r en lasse m_________
GcrichtssaaU
Leipzig, 19. Jan. Vor dem vereinigten zweiten unh dritten Strafsenat des R c i ch s g e r ich t S ist heute der Svionageprozeß gegen den Kaufmann H o l st^ck>w. nn begonnen worden, der des versucksten Verrats militärischer Geheim- nisse beschuldigt wird. , Es, sind neun Zeugen geladen. Die Oesfcnllichkeit ist ausgeschlossen.
Freude werden die jevt in hiesigen Kolonialwarengeschäften stattfindenden Gratis-Ausschänke von echtem Kathreiners M a l z k a s f e e jeder sorgenden Hausfrau bereiten. Ist ihr dock dort Gelegenheit geboten, ein wohlschmeckendes, gesundes uni billiges Familienaetränk kennen w lernen, gewiß Veranlassung genug, den Besuch der unverbindlichen, durch Plakate kenntlichen Veranstaltungen nicht zu versäumen. hv2%
Ittlllll# ruate oer yetno luteocrnon uum xoiiihi unu c-uuui wi
flßolfU9- 1°1WI Alle Angriffe wurden durch das italienische Jnfanterie- -—| feuer und namentlich durch das Feuer der Artillerie u -
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täalidj frild) brirfer Stiebt. Sol
Nljuödurg 12
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vom türlisch-italienischen Uriegzschcuplatz.
Ein Bomdard'ment von Zuara.
Rom, 19. Jan. Tie Agenzia Stefani meldet aus Tripolis: Um die Einwohner und die Besatzung Zull ras, die die kleinen italienischen Schiffe auf einer Kreuz- ahrt in der Nacht vorn! 16. zum 17. Januar mit Gewehr- *uer empfingen, zu bestrafen, fuhren gestern die ita- lenischen Krregsschiffe „Carlo Alberto", „Jride Fulmine" und „Cigtw Canope" von Tripolis ab, um Zuara euer-» «isch zu bombardieren Tas Feuer nnirbe gegen acht phr morgens aus einer Entfernung von 150 Meter gegen ^ruppeit von Arabern und Türken-eröffnet und hatte einen guten Erfolg. Das Land selbst wurde ebenfalls mit ausgezeichnetem Erfolg beschossen. Dttrch das Bombardement wurde die Kaserne und die Residenz des Kaima« ton zerstört. Gruppen von Arabern zu Fuß undzuPferde, sowie reiterlose Pferde stürmten in sinnlosem Schrecken nach allen Seiten und fielen unter den italienischen Granaten . Das F-euer, das kurze Zeil mittags unterbrochen wurde, wurde gegen ein Uhr nachdrücklich wieder aufgenommen und gegen die Schanz- g c ä b e u gerichtet, die aus einer Entfernung von annähernd pebenhundert Metern von dem Artillerie- und Gewehrfeuer der kleinen italienischen Sckfifse getroffen wurden. Auf italienischer Seite sind keine Verluste zu verzeichnen.
Ein Angriff der Türken und Araber bei Tripolis.
I1/, Uhr ‘halten
Arbeiterbewegung.
Eine gropf Aussperrung ui Böhmen.
Prag, 19. Jan. Neber 20 der größten Maschinen- ' fabrikcn Böhmens haben beschlossen, sämtliche Arbeiter auszu sperren, weil sie die neue Arbeitsordnung I nicht anerkannt haben. Von der Atissperrung, die am Dienstag in 1 Kraft tritt, werden über 10 000 Arbeiter betroffen.
Was Cer ©eneralausftanö öer Hafenarbeiter für England be euten würd'.
Die Entscheidung, ob die Kohlenarbeiter Englands in den Generalausstand eintreten, ist für das ganze Leben in Großbritannien von unabsehbarer Tragweite. Wenn je das Wort eine Richtigkeit gehabt hat, daß „Zahlen beweisen", so trifft cs in diesem Falle zu. Die Eisenbahngesellschaften des Vereinigten Königreichs verbrauchten nach einer Statistik des Jahres 1907 zur Heizung ihrer Lokomotiven nicht weniger als 12 922 8-8 Tonnen Kohlen. 21 Millionen Tonnen braucht England zur Erzeugung von Roheisen, über 15 Millionen Tonnen zur Erzeugung von Gas. Das Gas erlisckst, die Lokomotiven müssen stillstehen, das Roheisen kann nicht erzeugt werden, wenn die Arbeit in den Kohlengruben stockt. Bis in das letzte Haus Englands würde dieser Ausstand sich fühlbar machen, denn der Jahresverbrauch an Kohlen beträgt auf den Kops jedes Bewohners des Vereinigten Königreichs 4,14 Tonnen. Allein London empfing auf dem Wege der Eisenbahnen, der Kanäle und auf dem Seewege durch Kü'tenschiffe int Jahre 1907 die Riesenmasse von 16',2 Millionen Kohlen — wenn man London als den Bezirk rechnet, der 15 engl.sche Meilen rund um Charing Croß l egt.
Tie Gesamtförderung an Kohlen int Vereinigten Königreiche belief sich 1907 aus beinahe 268 Millionen Tonnen. Diese Ricsenerzcugung erklärt es, daß der Allgemeinausstand der englischen Kohlenarbeiter sich nicht nur in England, sondern auch in anderen Ländern sehr fühlbar machen würde, da ein großer Teil der englischen Kohlenförderung ins Ausland geht. Wir Deutschen zwar könnten dem Riesenausstande ziemlich kühl Zusehen, obwohl wir 1908 auch beinahe 10 Millionen Tonnen von dort empfangen haben. Viel schlimmer steht es um Jtal en, das nahezu 95 Proz. seines gan en K hieuv rbrauches aus England bezieht, ober um Schweden, das sich zu mehr als 80 Proz. .seines Kohlenverbrauches auf England angewiesen sieht. Diese wenigen Anrührungen mögen eine Vorstellung davon geben, was der Generalstreik, wenn er wirklich ausbricht, für England und auch für manches andere Land zu bedeuten hätte.
Nun aber die andere Seite der Sache, die Kosten dieses wirtschaftlichen Krieges. Schon bei dem schottischen Ausstande, bei dem die englischen Kohlenleute ffnanzielle Bundesgenossenschaft leisteten, wurden an Unterstützungsgeldern nicht weniger als IV» Millionen Mark ausge ahlt. Das Budget dieses Riesen- streiks aber würde in viele Millionen gehen, und zwar hat man
i !°»r dem Feuer der Deckungstruppen zurückgezogen halte, Hul'WVUglm j mit beträchtlichen Streitkräften zurück, machte
1 einen Angriff auf die Grenadiere, die von Fandukaltoger I Dorgingen, und begann gleichzeitig eine Vor
| ivärtsbewegung, um den rcchten Flügel der »Italiener«
Sofort nahm italienische Artillerie Stellung i
1 20 Meter hohen Anhöhe und eröffnete auf 500 M
| i'emung vom Turm von Gargaresch das Feuer auf die ingreifenben Kolonnen des Feindes, der zum
, Angriff und der Einschließung der Italiener vorrückte, wäh- , t-enb die Grenadiere und ein Bataillon des 52. Regi-
Kleine dagcschrontL
In Berlin ist nach schwerem Leiden der Kammergerichtsrat Hartog gestorben. — Der Augenarzt Gehcimrat H o r st - mann ist im Alter von 64 Jahren gcstorbem — Nack kurzer Krankheit ist der Leipziger Schrtftstckler und Dichter Paul Kun ad in Berlin, wo er zu Besuch weilte, im Alter von 48 Jahren gestorben.
In Schöneberg versuchte die 25jährige Ehefrau eines Bildhauers ihr 1 Jahre altes SVinb zu vergiften Ms die Mutter den Knab^m, mit dem sie gemeinsam auS dem Leben fäKibcn wollte, sich unter der Einwirkung des Giftes in ent' settlick>en Schmerzen winden sah, wurde sie irrf innig. Ste warf sich am den Körper des Kindes unb stieß gellende obrere aus. Einige Personen drangen in die Wohnung. , Nur nnt Muhe konnte die Kranke von ilfrcm Kinde fort (Triften werden. Eine Bewohnerin des Hauses nahm sich des Kindes an, dem ein hmzu- gerusener Arzt Hilfe angedeihen ließ. Es bc^teht Hoffnung, den Kleinen am Leben zu erhalten. Die Mutter wurde einer Heilanstalt zugeführt.
Die Stadtverordneten in Jena beschlossen die Einführung der völligen Sonntagsruhe int Handelsgeiverbe.
Ein Fabrikbesitzer aus O st r i tz fuhr gestern mit seinem Automobil bei Glatteis gegen einm Baum. Er wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitt lebensgefährliche Verletzungeii.
Durch das Niedergehen einer Sckuttmasse von 200 000 Kubikmeter wurde bei Innsbruck die Sohle eines Tales verlegt und der Bach, der durch das Tal stießt, so gestaut, baß sich ein See bis zu 8 Meter Tiefe bildete.
Lingesaudt.
(Für Form und Inhalt aller utüer dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum .gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, den 19. Januar.
Der heute nachmittag in meinem Briefkasten vorgefundene Wahlaufruf der sozialdemokratischen Partei veranlaßt mich, im Anschluß an meine Zeilen von heute früh die Herren Wähler zu bitten, bei der demnächstigen Stichwahl noch folgendes zu be-
-■ e _ Unser bester Glühkörper
nm Aufschrift JDegea^ ^9 - '


