Ausgabe 
23.9.1912 Zweites Blatt
 
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als ausgewogen betrachtet hat durch den einen, jeder tatsächlichen (Grundlage entbehrenden Bericht des. Herrn Superintendenten Schlett in Brechten." Tie Eingabe schließt mit den Worten: Ein hohes Staatsministerium wolle die Akten des Disziplinar- versahrcns gegen Pfarrer Traub zur Nachprüfung einfordern Und, falls es die im Vorstehenden erhöhende Beschwerde für ge­rechtfertigt erachtet, kraft des allgemeinen Aufsichtsrcchts Remedur schassen, damit die verwaiste Gemeinde ihren geliebten und ver­ehrten Pfarrer wieder erhält, dem die weit überwiegende Mehrzahl ihrer Glieder nach wie vor in Treue und Vertrauen anhängt."

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Limburg, 21. Sept. Tie Besserung im Befinden des erkrankten Bischofs von Limburg, Willi, hat angehalten, so daß eine Lebensgeiahr zurzeit nicht bestehl und auf die baldige Wiederherstellung gerechnet werden kann.

Sozialdemokratischer Parteitag.

~ Chemnitz, 21. Sept.

Tie heutige Schlußsitzung des sozialdemokratischen Parteitags wurde fast vollständig mit der Erörterung des

Falles Hildebrand ausgefüllt. Dieser huldigte früher national-sozialen Anschau­ungen und war Redakteur derHilfe". Im Jahre 1903 trat er mit Dr. Maurenbrecher zur Sozialdemokratie über und hat noch bei der letzten Reichstagswahl im Solinger Wahlkreise eine große Nolle gespielt. In einer von ihm herausgegebencn BroschüreTie Erschütterung der Jndustricherrschaft" hat er Ansichten o er treten, die sich mit dem Parteiprogramm angeblich nicht decken. Er soll mit dem Schutzzoll sympathisieren und gesagt Haben, in T e u t s ch l a n d würde noch verhältnismäßig am besten regiert. Das Aaitationskomitee hat sich dahin ausgesprochen, daß Hildebrand versucht habe, seinen Ideen praktischen Ausdruck zu geben: seine Grundanschauungen stünden im Gegensatz zur Partei. Hildebrand wurde daraufhin durch das Schiedsgericht des Kreises Solingen aus der Partei ausgeschlossen und appellierte an den Parteitag. Der Beschwerdeausschus; hat sich lange Zett mit der Beschwerde beschäftigt und schließlich mit 5 gegen 4 Stimmen beschlossen, seine Berufung abzulehnen.

Den Bericht des Beschwerdeausschusscs erstattete S ü ß h e i m (Nürnberg'. Hildebrand sei der Ansicht, daß er auch heute noch im Rahmen der sozialdemokratischen Partei Platz finde und andern­falls nicht wisse, bei welcher Partei er unterkommen könne. Es sei aber ein ehrendes Zeichen für die Solinger Genossen, daß sie sich gegenüber den Ideen Hildebrands so vollständig ablehnend verhalten haben. Hier handele es sich nicht um theoretische Erwägungen, sondern um die Grundlagen der Partei, nicht um Meinungsverschiedenheiten über Agrarfragen oder Kolonialfragen, sondern um Grundsätze. Hildebrand habe die Grundlagen der Partei verlassen und stehe nicht mehr auf ihrem Boden. Hier dürsten nicht Gefühl und Mitleid entscheiden, es handele sich um die Sicherung der Grenzlinien zwiscknm der Sozialdemokratie und ihren Gegnern. Tie Sozialdemokratie sei keine Zufluchtsstätte für politisch Obdachlose. Wir sind keine Ketzerrichter und respek­tieren die Meinungsfreiheit, aber Hildebrand gehört nicht mehr zu uns, sein Ausschluß sei eine bedauerliche aber zwingende Not­wendigkeit.

Müller (Münchens spricht im Namen der Minderheit des Beschwerdeausschusses. Die Mehrzahl der Mitglieder des Be­schwerdeausschusses habe das Buch Hildebrands überhaupt nicht ge­lesen. Hildebrand sei nicht von dem Standpunkte des Klassen­kampfes abgewichen, er proklamiere lediglich einen gedämpften" K l a s f e n k a m p f. Er leugne die Grund­sätze des Programms nicht, sondern bezweifle nur, ob die Formu­lierung die richtige sei. Es werde niemand bestreiten, daß man darüber verschiedener Meinung sein könne.Ich kann mir z. B. denken, daß in einer sozialistischen Gemeinschaft verschiedene Formen des Eigentums nebeneinander bestehen können. (Hört! Hört! bei den Radikalen.) Dieser Ausspruch ist allerdings nicht von mir ausgegangen, sondern er stammtvom Genossen Kautsk y."

Darauf

erhält Hildebrand selb st das Wort: Die Gedanken, denen ich in meinem Buche Ausdruck gab, sind mir erst auf Grund meiner Studien für mich selbst ganz uner­wartet gekommen. Sie sind für mich innerlich zu einer Katastrophe geworden. Süßheim tut so, als irre ich heimat­los umher und suche mir irgendwo ein Schwalbennest zu bauen. Ich bestreite, daß ich mich gegen die Grundsätze dev Partei ausge­sprochen habe. Ich habe nur nachgewiesen, daß die Sozialisierung der vorhandenen Produktionsmittel unter Umständen nicht aus­reicht, u.u die westeuropäischen Industrieländer vor schweren Schä- digunck^r zu bewahren. Mir ist es niemals um die Karriere zu tun gewesen, sondern um die Sache. Ich stehe durchaus auf dem Boden des Klassenkampfes. Mtt meinen wissenschaftlichen Grundsätzen sich zu beschästtgen, hat man sich nickst hie Mühe gegeben. Es handelt sich hier nickst um mich, sondtzü um die Mci- nungs und Forschungsfreiheit der Partei. ,

Reichstagsabgeordneter Di11mann (Solingen): Ich bin nicht der Ketzerrichter, als der ich hingestellt werde. Schon beim ersten Zusammenkommen mit Hildebrand hatte ich den Eindruck, daß dieser noch national sozial sei. Hildebrand hat die Partei­arbeit gestört und da gibt es keinen anderen Standpunkt als Ausschluß.

Inzwischen läuft ein Antrag der Revisionisten ein, die Beschlußfassung über den Ausschluß Hildebrands bis zum nächsten Parteitage auszusetzen und diesem das gesamte Material -zu unterbreiten.

Dr. Gradnauer (Dresden): Gewiß ist Hildebrands An­schauung abweichend von der umrigen, aber er hat heute das Geständnis abgelegt, daß er zur Sozialdemokratie gehöre. Bei solcher Lage der Dinge ist es nickst leicht, jetzt völlige Aufklärung zu schaffen. Unsere Ehre und unsere Würde gebieten uns, daß wir über eine solche Angelegenheit nickst entscheiden in llebcrcilung.

Unter immer größerer- Erregung der beiden Flügel des Partei tages nimmt Klara Zetkin (Stuttgart) das Wort: Wtr haben nickt zu entscheiden über wissensckwstlickw Richtigkeiten oder Un­richtigkeiten in den Ansckrauungen Hildebrands, wir haben nur zu entscheiden, ob er zu uns gehört oder nicht. Wir sind hier als simple politische Vorkämpfer, um bestimmte Anschauungen zu verfechten. (Zuruf: Wir sind doch eine wissenschaftliche Partei.) Wenn wir die Sache vertagen, wird sie vielleicht nicht geklärt, sondern nur verdunkelt Die Meinungsfreiheit ist Hildebrands gutes Recht, aber der Meinung des einzelnen steht das Lebens­interesse der Partei gegenüber. Die Partei ist kein Tanz­saal, in dem lieberrswürdige und interessante Schwarmgeister sich betätigen können.

Der Antrag auf Vertagung der Sache Hilde­brand wird abgelehnt.

Rechtsanwalt Heine (Berlin): Genossen, setzt Euch nicht dem Vornmrf aus, daß Ihr ab irato handelt, das Schiedsgericht muß nochmals verhandeln. Wir können Hildebrand nicht aus schließen, weil der Mann uns unbequem ist. Wollen mir ein Ketzergericht aufrichten? Ich lehne als Revisionist eS ab, mich in Zukunftsmusik einzulassen, ich will Gegenwarts- Politiker bleiben, unb in der Gegenwartspolitik steht er auf unserem Standpunkt. _ Wir haben den Mut gehört, mit welckrem er das Abweichende seiner Meinung ausrecht erhält. Einen solchen Mann wollt Ihr ansschließcn, Genossen? Wenn Ihr das tut, schädigt Ihr dre Patter selber. Beschreiten Sic nicht den Weg, f ciJ J ,a f 11 i dj e Forschung z u unterbinde V

Beschworen eie nicht ein Ketzergericht herauf. Dieses Ketzergericht wird immer bteicnigcn, Parteigenossen treffen, die den meisten Mut haben. Erne große Vicrinillioncn Pattei muß auch Eigen probier vertragen ^können. Eine große Partei muß auch groß handeln, icr ctbaben, der heute von Dittman n uno Klara Zetkin angerrchtet wurde, ist in zehn Jahren nicht gut zu machen.

Ebert (Berlin) bringt einen Schlußantrag ein, der mit großer Mehrheit angenommen wird. Nachdem Süßheim unb Hildebrand noch einmal zu Wott gekommen sind, folgen eine Reihe persön­licher Bemerkungen, worauf

die Abstimmung vorgenommen wird. Die Radikalen begrüßen das Er­gebnis mitlanganhaltendem Beifall und Hänbe­klatschen. Tas Ergebnis ber Abstimmung ist, daß die über­wiegende Mehrheit sich für die Ausschließung Hilde- b . a n b s ausspricht.

Nach der Abstimmung sanden teilweise sehr erregte Szenen zwischen Radikalen unb Revisionisten statt._ Reichs tag-r-abgeorbneter Molke nbuhr berichtete sodann über den nächsten internationalen Sottalistenkongreß. T<r Vorstand wurde nach der Vorschlagsliste gewählt. Die Wahl des nächsten Tagungs­ortes soll dem Vorstand überlassen bleiben.

Darauf schloß ber Vorsitzenbe bie Versammlung mit einer kurzen Ansprache unb einem Hoch auf die deutsche und inter­nationale Sozialbemokratie. ___________________

Ackerbau- und (Dbftausftellung in vad-Nauheim.

Am Samstag wurde im Saalbau Thalysienhof zu Bao- Nauheim eine vom Lanbwirtschaftskammer-Ausfchuß für Oberhessen und vom Oberhessischen Obstbauverein veranstal­tete Bezirks-Ackerbau- und Obstausstellung eröffnet. Sie wird bis Montag geöffnet sein. Da lagen wieder auf langen Tischreihen, übersichtlich nach Klassen und Aufgaben geordnet und mit entsprechenden Aufschriften versehen, die Erzeugnisse der landwirtschaftlichen Pflanzungen, auf die unsere reich gesegnete Wetterau stolz sein kann. Einzelne Aussteller hatten ihre Produkte auch in -größerem dekora­tivem Rahmen vereinigt, man sah neben den Früchten der Scholle und der Bäume auch kleinere landwirtschaftliche Ge­räte, interessante Gegenstände aus der Bienenzucht sowie Proben und Zubehör der Eiumachkunst. Die Getreidehalm­proben glänzten an den hübsch geschmückten Wänden, und dazwischen bewegte sich die ansehnliche Besucherzahl aus Stadt und Land. Obwohl die Ausstellung nicht ganz so reichhaltig beschickt ist, wie es eigentlich dem großen Be­zirke Friedberg-Bad-Nauheim und dem landwirtschaftlichen Charakter der Welterau entsprochen hätte, so waren doch die Ausstellungsobjekte durchaus von hervorragender Güte und Beschaffenheit.

Die Ausstellung wurde um halb 3 Uhr in Ver­hinderung des Vorsitzenden des Kammer-Ausschusses von dem Vorstandsmitgliede der Kammer, Gustav Moogk- Grund-Sck)walheim eröffnet. Er begrüßte den Regierungs­vertreter, Regierungsrat Muhl-Friedberg, die Stadtver­waltung von Bad-Nauheim, sowie das sehr zahlreich er­schienene Ausstellungskomitee. Er dankte allen Herren, die sich um die Ausstellung verdient gemacht hatten und sprach insbesondere seinen Tank den Stiftern der Ehrenpreise aus. Die zahlreichen Ehrenpreise für Ackerbau wurden gestiftet von: Baron von Frankenstein, Landtagsabg. Brei­denbach-Dorheim, Verein ehemaliger Landwirtschaftsschiller Friedberg, Landwirtschaftlicher Provinzialvercin für Ober- Hessen; für >O b st b au: von Stadt Bad-Nauheim, Kurver­waltung Bad-Nauheim, Graf von Solms-Rödelheim zu Assenheim, Theodor Breidenbach-Bad-Nauheim und Frhr. v. Hagedorn-Bad-Nauheim.

Herr Moogk gab eine Uelwrsicht über die Tätigkeit der Landwirtschaftstammer zur Förderung des Ackerbaus und Obstbaus, wozu auch die Veranstaltung von Ausstellun­gen und Schauen gehören. Er dankte ferner der Regierung für Bereitstellung von Mitteln für diese Zwecke. Seine Rede schloß mit einem .Hoch auf den Landesherrn.

An zweiter Stelle sprach Oekonomierat Spieß im Namen des Oberhessischen Obstbauvereins. Er schilderte das Wirken des Obstbauvereins bei den Ausstellungen, die vom Landwirtschaftskammer-Ausschuß durchgeführt werden. Er entschuldigte das Fernbleiben des Vorsitzenden vom Obst­bauverein, Zlreisrat Schliephake, und wünschte, daß die Tätigkeit des Obstbauvereins auch ferner in gemein­samer Arbeit zum Segen des oberhessischeu Obstbaues ge­reichen möchte.

Unter Führung der Ausstellungsleiter, Dr. .Hoff­mann für Obstbau und Kr eu tz-Gießen für Ackerbau, erfolgte nun der Rundgang mit entsfftechender Erläute­rung, wobei sehr zahlreiche Einzelfrageu von den beiden Ausstellungsleitern entsprechend beantwortet wurden. Als Preisrichter für Alckerbau fungierten die Herren Pro­fessor Dr. Gisev ins-Gießen und Landtagsabg. Fen­chel-Ober-Hörgern; in Obstbau richtete Obstbautechniker Koch-Alsfeld, ein weiterer Preisrichter war Bähr-Rohr­bach. Der Besuch der Ausstellung war bereits am Samstag recht gut, die schöne Einrichtung und Ausstattung erntete allgemeines Lob.

Auch am Sonntag erfreute sich die Ausstellung eines zahlreichen Besuchs. Verschiedene Gruppen erregten be­sonders das Interesse der Besucher, so ein zierliches Häus­chen, das Landwirt Breidenbach mit allen möglichen Feldfrüchten ausgeschmückt hatte, ferner eine Blumenauf- stellung des tfunftgärtnerg Karl Dewald. Die Gewerk­schaft Weißenburg-Garbenteich hatte ihren bewährten Mag­nesia-Düngekalk ausgestellt. Photographische Aufnahmen zeigten den Grubenbetrieb des Werkes, seine Mahl- und Trockenanlagen, sowie die erfolgreichen Düngungsversuche.

Um i/24 Uhr erfolgte durch den Vorsitzenden des Land- wirtschaftskammer-Ausschusses, Landtagsabg. Breidenbach- Dorheim, die P r e t s v e r t e i l u n g. Er dankte besonders den Organisatoren der Ausstellung, Dr. Hoffmann und M. Kreutz, für ihre Tätigkeit, sowie den Ausstellern und den Preisstiftern. Die Landwirtschaftskammer habe allein 600 Mark für Preise vorgesehen.

Darauf berichtete in ausführlicher Weise der Landwirt­schaftskammerbeamte Kreutz-Gießen über den Ackerbau, während Obstbautechniker K o ch - Alsfeld den Bericht über die Obstausstellung erstattete. In einem kurzen Schluß­wort dankte Landtagsabg. Breidenbach auch den beiden Be­richterstattern.

Tie Prämiiernngsergebniffe sind:

A. im Ackerbau:

Klasse 1, Beste Gesamtleistung im Ackerbau in bester '2CuMtattung: Ten Ehrenpreis des Barons von Frankenstein erhielt Wilh. Breidenbach-Melbach; Klasse 2, Winterweizen: 1. Preise O. Rieß-Weckesheim unb Wilhelm Allvater Melbach, 2. Wilhelm Breidenbach-Mclbach, 3. Georg Betz-Melbacb unb Philipp Kleberger ll.-Melba cd: Klasse 3: Sommerwei^n: 2. Preis Otto Rieß-Weckesheim: Klane 4, Winterroggen: 1. Preis Wilh. Breidenbach-Melbach: Klasse 5, Gerste: 1. Preis Otto Rieß- Deckcsheim, 2. Wilhelm Altvater-Melbach, 3. Georg Betz-Mel­bach: Klasse 7, Hafer: 1. Wil littm Allvater-Melbach unb Wilh. Breidenbach-Melbach, 2. Otto Rieß-Weckesheim. Klasse 9, frühe Speisekarioffeln: Ehrenpreis O. Meß-Weckes beim, 2. Preis Ebr. Grüneivalb-BadNaubeim, 3. Wilhelm Breibenbach-Melbach, Di­plom Wilh. Allvater-Melbach: Klasse 10, Kartoffeln mittlerer Reifezeit: Ehrenpreis Ehr. Grünewald-Bab-Naudeim, 2. Preis Wckh. Allvater Melbach, 3. Bürgermeister Walther Daucrnheim, Ehrendiplom O. Rieß-Weckes beim und Wilh Brerdenbach-Mel- bach; Klasse 11, Kartoffeln nut später Reifezeit. 1. Preis Wtth.

Breidenbach-Melbach, 3. Ehr. Grünewald unb Bürgermeißer ler-Bauernheim, Ehrendiplom O. Rieß Weckeslxim, Diplom L Altvater-Melbach und Phil. Stieberger U.-Melbach: Klasse Futterrüben, 1. Preis O. Rieß-Weckcsheim, Wilhelm bach Melbach unb Ehr. Grünewalb Bad 'iKaubeim, 2. I. $ ler-Bad-Nauheim: Klasse 13, andere Rüben: Wilhelm rater Melbach, 3. Wild Breidenbach, jtyrenbiplom Klasse 14, Grünfuttergewäckie, Ehrendiplom Wi.! Brett m dc Melback: in Klasse 15 wurden feine Preise vergeben: Klone " Pflan^enzüchtung iKattoneln aus Samen gezogen .

Dcwald-Bab-Nauheim: Klaffe 18, Gemüse unb "artengr^ä/ Ehrenpreis Bi na Börler-Bad-Nauheiick, jbrenbiplom Äarlltl walb-Bad-Naubeim; Hilfsmittel sür Ackerbau: Dipolm für lum mittel: Gewerkschaft Weißenburg -Garbenteich

B. im C b ftb a u:

Klasse 1: Den Ehrenpreis ber Kurverwaltung erhielt btt 3m Bad Nauheim: Klaffe 2: 1. Preis Heinr. Möller Fnebdero» I. P. Ehr. Schaicr Bad-Nauheim. Tlplom Th Brnbenhai. Bab Nauheim; Klasse 3: 1. Preis Eugen Föhr-Bad 2. Fr. Kucke-Bad-Nauheim, 3. Th. Beeiden bach-Bad-Nautz^ Diplome: Ehr. Grüneroald unb H. Langsdorf Bad Nau da, Klasse 4: 1. Preis Th. Brcchenbach-BadMaulx-im. 2. Vür»» meiner Waller-Bauern heim, 3. K. Aletter Bad Nauh.im, S. P. Ehr. Morler Bad-Nauheim: Klaffe 5: 1 ^rn* Breidenbach-Bab-Nauhcim, 2. K. Aletter-Bad Nau heim, 3 g Fleischhauer-Bad-Nauheim, Diplom: I. P. Ehr. Schäfer--^, Nauheim unb Ehr. Grünewald-Bad Nauheim.; Klasse Etzn». preis: Ioh. P. Ehr. Schäfer-Bad-Naubcim, 2. K. VUetter Nauheim, 3. K. Fleischhauer Bad Naubeim, Diplome: meister Waller-Bauettcheim, Ehr. Wrüneivalb Bad 'llaubeun. ' P. Ehr. Mörler , Th. BreidenbachBab Nauborn; Klass,- 7 ' Ioh. P. Ehr. Schäfer Bab Nauheim, 2. K. Fleischhauer heim, Diplome: K. Aletter >, H. Langsdorf-Vad-Aaalm, I Klaffe 8: 1. Preis K. Aletter-Bad-Naubeim, Sivlcme: ». Brechenbach, Stadt Bad-Nauheim: Klasse 9: 1. Preis Ptz. benbach-Bad-Nauhettn, 2. Ehr. Grünewalb Bad-Nauheim, 3 P. Ehr. Scktäfer Bad-Nauheim, Diplome: K. Fleisclttauer. Sri Aletter-Bad-Nauhcun; Klasse 10: Ehrenpreis ber 5mb: Nauheim Franz Kucke, 1. H. Müller-Friedberg, 2. Ehr. lvalb-Bab-Nauheim, Diplome: K. Aletter, PH. Aug Tambr.cr. Bad-Nauheim: Klasse 11: 1. Preis E. Föhr Bad Nauhnm Aletler-Bab-Naubeim, Diplom: Ehr. Gttinewalb Bab-Nauheir Klasse 12: 1. Preis I. P. Ehr. Schäfer-Bcw-Nauheim, 3 ft Grünewald - Bab - Nauheim, Diplom: Aletter-Bad Naulnr Klasse 13: 1. I. P. Ehr. Schäfer, 2. Aletter 'kxid-Nauhn»' Klasse 14: 2. Ioh. P. Ehr. Schrser-Bab-Nauheun. Lu», H. Langsdors-Bab Nauheim; Klaffe 15: 1. Ioh. P . hr Zchcfr Bab Nauheim: Klasse 16: Ehrenpreis Joy. P. Ehr. 3twß Bad-Nauheim; Klasse 17: 1. K. Fleischhauer-Bad Naudciv, ; Bürgermeister Waller Bauern heim, Diplome: Ioh. P. Chr.tzM fcr, K. Aletter-Bad-Naul>eim: Klasse 18: 1. Preis Ä. MMtz Bad-Nauheim, 2. Fr. Äuko-Bab-dkauheim, 3. Ehr vttüiMh Bad-Nauheim, Diplom: H. Möller-Friedberg; Klaffe 1|; i Fr. Kuko-ätzad-Nauhettu, Ehrendiplom: Th. Brechenbach Bchch» heim: Klasse 20: 1. Heinr. Kreuder-Friedberg, 2. Th. WM bachBad-Nauheim, 3. K. Alttter Bad-Nauheim, Twlo»: k Kuko-Bad-Nauheim; Klaffe 21: 2. Ioh. P. Ehr. SchäsaW Nauheim, Diplom /.Wilh. Friedrich^Bad-Naul)ettn, EbreidWU Scherer u. Co.-Friedberg, 2. Polizeikommissar Schilbw-icktn 80» Nauheim, Diplom: Frau Dora Mah-Staden; Klasse 22: l Polizeikomwissar Schttdwachtcr-Bad?cauheim, 2. Frau B. iua Friedberg, 3. Heinr. Möller-Friedberg; Klasse 23: EhmtM: Fräulein Mörler-Bad-Nauheim, 2. Frau Bogel-Bab-N«tz«. 3. Fräulein Sophie Mopter-Friedberg, Ehrendip-lont: Sre 6e> mes-Bad-Nauheun, Diplom: Frau Möller-Friedberg: ÄUflt 1. 'Fräulein Soplste Moxter-F-riedberg, 2. Frau Vogel-BabH»> | heim, Ehrendiplom: Fräulein Möttcr-Bad-Nauhnm, liM» j Frau Hermes-Bad-Nauheinr; Klaffe 2526: EIrn-nbttl« I Krausch u. Mank-Bad-Nauheim, I. Baumeister Friedberg, iwnge und Weber-Bad-Nauheim, A. Siinon Bad-Naul?eim Jlu^ee wurden verliehen für Gesamt le i stungen im 0 b frbaiefl Ehrendiplom und ein Zusatz-Ehrenpreis von Föhr unb HM« 1 an Th. Breidenbach-Bab Nauheim, für bienen > üdr Leistungen ein Ehrendiplom an Lehrer Runk-OkaM.

1 '*

Kongreß für Säuglingsfürforgc.

bs. Darm stabt, 21. Eckt

Nachdem bereits gestern abend im HotelZur Traubt <1 zwangloser Begrüßungsabend ftattgefunben hatte, wurde Vt vormittag 10 Uhr ber eigentliche Kongreß eröffnet, mi b» auch bie Großherzogin erschienen war. Den Vorsitz rübrj' r Kammer Herr ber Kaiserin Dr. v. Behr Pinnow, ber dic SW mit einem Hoch auf die Kaiserin unb bie Großherzogin erönac

Ter Präsibent bes Reichsgesunbbettsamtes, Wirkl. ükten: Oberxegierungsrat Tr. B umm , überbrachte bie Vüajche k Reichsgesunbheitsamtes unb erstattete Bericht über bie sterblichkett Er hob besonders hervor, daß gcrabe Vriifl r beutenbe Fottschritte in bet Säuglingsfürsorge verzeichnen l» j

Im Namen ber Regierung begrüßte ber Minister bet 3«« v. Hombergk ben Kongreß. Auch für bie Hessische für Säuglingsfürsorge sprach ber Minister unb machte «n Mitteilungen über ben Stanb ber Säuglingspflege m WJ- Sanitätsrat Tr. Habicht überbrachte bie Wünsche b*? £xiiMr Acrztevereins. Ten Willkomm der Stadt Darmstadt ft- brachte Bürgermeister Müller.

Nach ber Begrüßung sprach zunächst Professor Tr. L ri stein- Berlin über Säuglingspflegcrinnen Ter 9* ner führte etwa solgenbes aus: Vor allem muß bie Nolwendi<-k ber Scheibung in ber Art unb Dauer ber Ausbildung von Persönlichkeiten betont werben, bie sich ber Säuglinckskranhrrl k einschließlich ber offenen Fürsorge unb solcher, bie sichd" 1 milienpslege wibmen. Es besteht in erster Linie die Attweir f feit, einfach vorgebilbete Mäbchen zu Säugliitgspflegerinnev <» zubilben. Dafür spricht die Bebürsnisfrage unb bir laKii baß eine einheitliche Organisation ber Ausbtlbung um 10 m burchführbar sein bürste, je einfacher sie gcftaltct wirb, je genö bie Anzahl der verschiedenen Arten von Pflegerinnen tft. * J! bem bürste es barüber hinaus notwenbig fein, daß vor. einige deutfche Anstalten auch gehobene Säuglingsf l> ttnr 1 für bie Familie ausbilben, um fremblöndischen (riniliL »

zuschalten.

Tann sprach Professor Ibrahim- München über llngskrankenpslegerinncn". Er stellte etwa iolgenbe Lcitiä^ Tic Säuglingskrankenpslegerin bebarf einer grünblichen bung als einfache Säuglingspflegcrin unb als Kranrnitnl . Tic Ausbilbungsbauer soll sich auf zwei Jahre erftrcccn L ben (Mng ber Ausbilbung im einzelnen lassen sich llmr y Regeln aufstellen. Ten einzelnen Anstalten wirb bei bet fetzung ihrer Anfnahmebebingungen hier freie Hand gcl. werbest müssen. Eine bringenbe unb für bie Turchfübrunt heitlicher Ausbilbung in der Säuglingskrankenpslepe unnlSf Forberung ist bie Einführung eines staatlichen Diploms lui Säuglingskrankenpflegerin.

An ber sich daran anschließenben Aussprache beteiligte«

eine große Anzahl fRebner.

Nach einer Pause sprach Dr. Rosenhaupt - Fronffutt über: Säuglingspflege als Lchrgegenstand in ben Unterrr^ anstallen für die ivcibliche Jugend. Die notwendigen ® ber Säuglingspflege zu vermitteln, ist eine Ausgabe der Ec. j hcit, in deren Interesse die Vermeidung nutzlosen etreben* * j bauernder Minbcrwettigkeit liegt. Die Säuglingspflege mui;- in den Lehrplan des allgemeinen Schulunterrichts ou'a-nor werben, damtt der Stoff der gesamten weiblichen Jugend verr» unb schon srühzcitig ihrem Interesse näher gebracht wud # ber Volksschule sind schon jetzt Anknüpstmgspuntte n» Unterttcht vorhanben. Der theoretische Tett iu in ber $ naturwissenschafllichcn Unterttcht gehörcnbcn GesundheiwX^ bcbanbeln: der praktische läßt sich mit dem bauSWitfiaait-v Unterricht verbinden. _

Als zweiter Redner zu diesem Thema sprach ötoe Gürtler- Berlin, der etwa folgende Leitsätze antstelw näher erläuterte: Da tnc Schulpflicht vorläufig nur oc