Ausgabe 
19.1.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Länger paare, Le -

Paar Fahrochs Die Gewichte-?

bei R n dem:

Sa. 3498 itilo (öu71)

14 71 JillO (-0)7;))

Stilo

daß

vcr-

Tiere am

in voller körperlicher

ein Fohlen und in Lauterbach ein

Plärrer Bechtolsheimer.

im Llikassanl.

Gestaltungskunst allerorten gepriesen werden. Bei ihrem neulichen

Eine hiesige Dienst- zum Milchsuhrmann

(1543)

(1304) 4«2)

(6642) (5039) >4903) (3:-91)

So verendeten in Rind, die offenbar den

40,8 i 68,43

39,3-5

41,>4

Tatsache,

späteren Auftriebs zutage, denn abgesehen von der schlechten Ein­gewöhnung der Nachzügler, entgeht diesen ein Teil der reichlichsten und nährkräftigsten Borsommerweide, was zur Folge hat, daß sie während der selbst in normalen Jahren trotz Anwendung der reich­lichsten Düngungsweise auf Pensions- und Genossenschaftsweiden nicht ganz vermeidbaren futterknappcren Periode in der Zeit von Anfang August bis Mitte September nichts von ihrem Körper zuzusetzen haben,

Ter Gesundheitszustand kann in diesem Jahre als vorzüglich bezeichnet werden, wenn man von einigen Verlusten absieht, die in größeren Herden stets Vorkommen werden.

!Ter Gesamtzuwachs an Fleisch betrug: bei Foulen:

Vormittags 9*/3 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die ^ukasgemeinde.

Pfarrer Bechtolsheimer.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Tounerstag, den 25. Januar, abends ö Uhr, tm Matthäus- saale: Bibelstunde. (Bilder aus der Apostelgeschichte.)

Pfarrer D. Schlosser.

3n der Zohannertirche.

hatten, betrugen: bei Kindern:

3087 Kilo 4842 , 3- 59 2683 ..

Der s?l ü 1111 c r i e = 93 e r e i n veranstaltet am Sams­tag, 20. l. Mts., in der Turnhalle am Oswalds Garten sein Winterfest, verbunden mit der Feier des Geburtstages des Kaisers. Ein vielseitiges, sorgfältig zusamuiengestelltes Pro­gramm verspricht genußreiche Stunden. Der musikalische Teil ivird von der Kapelle des Feld-Artillerie-Negmienls Nr. 61 aus Darmstadt erledigt, das Theater von Mitgliedern des hiengen Sladttheaters und von Mitgliedern des Vereins auf» geführt. Die Spitzen der hiesigen Militärbehörden, sowie mehrere Vereine haben ihr Erscheinen zugesagt.

"Von der Jagd. Die Hasenjagd in Preußen ist seit dem 15. d. Mts. geschlossen, während dafür in Hessen erst mit dem 1. Februar der Hahn in Nuh gestellt zu werden braucht. Die Hoffnungen auf eine gute Hasenjagd sind nicht in Erfüllung gegangen. Der Ausfall an diesem Wildprett auf 3340 000 gegen ein leidliches Hasenjahr ist nicht zu hoch gegriffen. Ersreulicherweise ist der Preis für Hasen­braten trpg der hohen Fleischpreise gegen sonstige Jahre nicht gestiegen.

** In Amerika verstorbene Hessen. Dir. Lud­wig W. Wiegand, 56 Jahre alt, aus Mainz, in Brook­lyn. Er war bis zum Jahre 1891 in London als Apotheker tätig, studierte erst in Neuyork Medizin, erwarb sich bald einen großen Ruf und war in den letzten Jahren Chefarzt des Distriktshospitals. Peter Fornof, 64 Jahre alt, aus Wersau i. O., in Kolumbus. Konr. Dinkelmann, 76 Jahre alt, aus Semd, in New-Anthens.

Lauokreis Gltszrn.

Großen-Buseck, 18. Jan. Goldene Hochzeit feiern kommenden Sonntag Konrad Volk und Frau, geb.

der Sonntag, 28. Januar, statttindet, n von einem Künstlerpaare kestritten, das augenb kalischen Well viel von sich reden macht. Dem

Abends 71/, Uhr: Versammlung der konfirmierten männ­lichen Jugend der l/ukas» und JohanneSgemeinde.

Mittwoch, den 24. Januar, abends « Ude: Bibel st unde

28. Januar, stattfindet, wird in gesanglicher Hinsicht -enbliälich in der musi­

weichlichte, fehlerhaft gefütterte und nicht vorgeweibele _____ .....

wenigsten von den Waiden profitieren, konMe in diesem Jahre besonders deutlich beobachtet werden, denn während richtig vor­bereitete Tiere Zunahmen bis zu 21/2 Zentner erzielten, nahmen die für den Weidegang nicht geeigneten Tiere sehr viel weniger, mitunter gar nicht zu und zum Teil verringerte sich sogar ihr Gewiäit. Dies schließt natürlich ein inneres Wachstum nicht aus, weil der Gewichtsverlust meistenteils in Fett und aufgeschwemmtem Fleisch besteht: nur durch Messungen ließe sich dies feststellen. Weiterhin trat mit ganz besonderer Schärfe der Nachteil eines

Au- Stadt und Land.

Gießen, 19. Januar 1912.

** Personalbedarf im Eichungswesen.' Die be­vorstehende Neuorganisation des Eichungswesens bietet jüngeren Schlossern, Maschinenbauern und Mechanikern Ge­legenheit, sich auf den Dienst bei den staatlichen Eichämtern vor­zubereiten. Voraussetzung für die.Zulassung ist außer dem Nach­weis der Gesellenprüfung der Nachweis des erfolgreichen Besuchs

eingeklammerten Zahlen bedeuten den Fleischzuwachs in 1910.) Die durchschnittlichen Zunahmen bei den Tieren, die btc ganze Weideperiode in normaler Weife mit gern acht

chsel zwischen verweichlichender Stall- baltung und Weide nicht vertrugen, in Zell gingen ioeiterhin zwei Fohlen an Bauchfellentzündung und Zerreißung des Magens und Zwerchfelles ein, und int Tiergarten verendeten ein Fohlen an Darm- und Bauchfellentzündung, ein Rind an beiderseitiger Lungenentzündung und ein weiteres Rind infolge Fremdkörper.

Einige Verbesserungen nmrbeit an Weiden hn Laufe des Sommers noch vvrgeiwmmen. Sie bestanden in der Regulierung des Göringer Baches in Zell, wodurch zirka 3 Morgen Weide­landes gewonnen, gradlinige Umzäunungen und bessere Tränk- gelegenbeiten erzielt wurden, in der Anlage von 3 Viehtränken in Lauterbach, Zell und Tiergarten, und in der Einbeziehung von einem Morgen Schutzwald in die Weide Tiergarten.

Nach Beendigung der Sommerweide wuwe die Winterweide

Balser, Fiißmüyle bei Großen-Buseck, und geistiger Frische.

Kreis Alsfeld.

Airchliche Nachrichten.

Loa. qetlime wenieinöe.

Sonntag, Den 21. Januar, 3. Sonntag nach Eviohanias: Gottesdienst.

3n der 5tadttirche.

Vormittags 9*/, Uhr: Professor D. Schian.

Vormittags 11 Uhr: SUnDerfivcbe für die Matthänsgememde. Pfarrassistent Schorlemmer.

Abends 5 Uhr : Pfarrer Scbwabe.

Abends 8 Uhr: Veriammlung der konfirmierten männlichen Jugend Der Matthänsgemeinde.

Dienstag, den 23. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Matthäus- saal: Frauenmifsionsverein.

Aiittwoch, den 24. Januar, abends 8 Uhr: Versammlung der fonfirniieileii iveidlichen Jugend der Atarknsgemeinde.

ßonOcL

** D i e ©fhlachtDiebn reife, die unsere Metzger an Platze anlegen müssen, find: Cchfcn Alk. 8890, Rinder Mk. 84 vis 85; iinhe 1. Qunl. Atk. 69 -70, 2. Qual. Mk. 65-66; Wurst» fühe Mk. 61 - 63; Kälter Pik. 798 ; Schweine: Fleisch»vare 62 63, Satten und feite Ware Mk. 5961. Die Preise für Ochsen, Rinder und Kälber, sowie ttir Schweine ziehen augenblickltcb wieder eiwas an. Sie haben sich auf dem seitherigen Tlefflaud für Gießen nur Halten könneii, iveil viel Tiere von Hannover KntHessen u>id aus dem nördttcheu Westfalen eingc*übr tworden sind.

bei (Sohlen:

Im Tiergarten . . . 33, Kilo

In Zell.....66,- ,

In Lauterbach . . . 59,50

In WeruiugS . . . 47,40

Die in 5en Vorjahren stets festgestellte

Im Tiergarten . 1080 Kilo (1742)

In Zell ... 10j8

In Lauterbach . 7t-6

In Weruings QQ4

Donnerstag, den 2\ Jamtar, abends 7/? Uhr: Le> einiguni der konsirmieiten welbtichen Jugend der Johailnesgemeiude.

Katholiiche Gemeinde.

Sotterüienst.

Samstag, den 20. Jan u ar:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhell zur hell. Beicht.

Sonntag, den 21. Januar:

3. S 0 n n l a q nach Erscdeinung.

Zcst der heiligen Familie.

Vorniittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Die erftc hetL Messe.

, um 8 Uhr : Austeilung der hL Kommunion.

um 9 Uhr Holliaiut mit Predigt.

, um 11 Uhr Heil. Meise nut Predigt.

MililargotleSdiensl.

Nachmittags um ö1/, Uhr: (fhriiienlehre, darauf sakramentalisch» Bruder schasts-Anbachl.

Am Geburtstage er. Majestät des Kaisers SamStag von mittag um 9'/, Uhr ist Militärgottesdienst.

JnfektionS - Krankheiten. Die Erreger von TypbuS, DiphtherttiS mro., die Bakterien, nehmen ihren Ißcg zu einem sehr Hohen Prozentsatz durch die Mundhöhle. Sie setzen sich an den Zähnen und Schleimhäuten der Mundhöhle fest und bringen von hier aus in das Innere des menschlichen Organismus ein, um ihr Vernichtungs- und Zerstörungswerk auszullben. Tägliches, zweimaliges Pliyen der Zähne mit Kosmodont-Zahncreme mit aktivem Sauerstoff (Tube 60 Pf), vernichtet dank den hoben desinfizierenden Eigenschaften des Sauerstoffes alle feindlichen Bakterien, ohne die zarten (Schleim* häute anzugreifen, und beugt somit dem Auftreten von Infektions­krankheiten vor. Kosmodont-Zahncreme mir aktivem Sauerstoff ist in allen einschlägigen Geschäften zu haben Probelube gratis durch die Kolberger An st allen für Exterikuttur, Ostseebad Dolberg.

nj u s, Frau Klara Senin s-Erler (Sopran) u Fttir Senins Deitor>, in instrurnetttaler von dem Dresb.ncr HofLonzerlmcistcr Professor Georg Wille. Felix Senins gehört zu den wenigen Te- «oristen, welche nicht auf Efietthascher.i in der Wah! i>es Programms hin arbeiten, der vielmehr feine unnachahmlich schöne Stimme in Den Dienst der wahren edlen Kunst stellt. Wer den Namen Senins in den letzten Jahren gehört ober gelesen, Hal, wirb bie Einstimmigkeit bei- Kritik darüber vernommen haben, daß er zu Den glänzendsten Vertretern seines Faches, namentlich als Orato­rien- unb Liedersänger gerechnet werden muß. Senius ist in Königsberg geboren und übersiedelte später mit seinen Eltern nach Petersburg. Ursprünglich für den Kaufmannss.and besttmmt, leistete er als Dilettant so h^cvocragenbes, daß er bie Künstlec- laufbahn einzuschlagen sich entschloß. Maßgebenb dafür war der große Ersosg als Solist in HändelsMessias" bei einer Peters- turgec Ausführung, in der er sür den ertrankt?n Künstler ein- gcsprungen war. Ter Gesaugsprofessor Prianischnikeff wurde aus ihn aufmerksam unb bewirkte seine Ausnahme in das Konser­vatorium, wo er Schüler solcher Meister wie Rubinstein unb Daviboff wurde. Seit einigen Jahren hat Senius überall, wo er sich hören ließ, den Dank unb bie Brwunberung einer juöelnben Zuhörerschaft bar mgetragen. Seine vorbifd iche Atemtechnik und Aussprache, vor a.lem aber seine hervorragenbe Tongebung werden allcnthalten gerühmt. Di: Züricher Zeitung pries ihn jüngst als den zurzeit Glänzendsten seines Faches, besonders in der Kunst, mit der er seine Stimme nicht nur im Oraiorinmgesang, sondern gerade als Interpret des Kunstliedes behandelt. Ihm eben- 1 ürtig zur Seite stehl seine Gattin, Klara Se n i u s - E r l e r, deren Bildnis übrigens als das eines unserer ersten Sängerinnen der Gegenwart, die letzten Nummer der Woche unb von lieber Land unb Meer schmückte. Frau Senius gilt als eine ganz hervor­ragende Liebersängerin, deren treffliche Stimme und feinsinnige

wmgttcycr v>mmr5Dof uno später em TranrmDcr ^aarpoi gnorren ist, umgebaut und mit den Einrichtungen eines großen Hotels versehen, es erhielt eine Anzahl großer Säle, Spielräume, diele Fremdenzimmer, eine große Bibliothek und vieles anberc. Alles ist vollstunbig verbrannt. Die Nachbarhäuser ieforoebten in bet größten Gefahr unb einsdne batten bereits Feuer gefangen, glück­licherweise gelang cs ber Feuerwehr, die schnell am Platze war, oas Feuer an diesen Häusern zu dämpfen, während man das Vereinshcrus ruhig niederbrennen lassen mnßte^ denn dem ge­waltigen, großen Feuerherde gegenüber war die Feuerwehr macht­los. Der Schaden beziffert sich auf mehrere hunderttausend Mark, er ist durch Versicherungen gedeckt. Unersetzlich dürfte der Atter- tumSschaden fein. Menschen wurden bei dem Brande nicht ge­schädigt, alle Bewohner des dichtbewohntcn Hauses konnten sich retten. Die Habseligkeiten srellich sind sämtlich verbrannt. Wie bas Feuer, bas gegen 5 Uhr heute morgen ausbrach, entstanden ist, würbe bis jetzt nicht ermittelt. Außer der Feuerwehr von Bingen befanben sich noch die Feuerwehren von Bingerbrück, Kempten, Gaulsheim unb Gaualgesheim an der Branbstellc.

Hcsjen-Naffau.

w. Frankfurt a. M., 17. Jan. Nach Mitteilunaen des Statistsichen Amtes ist die V 0l ks z ah l für den Stadt­kreis Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu und Ab­wanderungen, sowie des entsprechenden Uebersrpusses der Geburten über die Sterbefälle am 1. Januar 1912 mit rund 423 600 anzunehmen.

im Tiergarten mit 11 Fohlen bezogen.

Die abnormale Trockenheit des sommers 1911 hat die Futter- ergiebigfeit der oberhcssischcn Jungviehwciden so stark beeinträchtigt, daß sowohl in Bezug auf das Gras>vack)stuin als mich aus den durch die Weide allein bedingten Flcischzuwachs höchstens mit einem halben Ertrage gerechnet werden kann. So groß der 2lussall auch sein mag, wir haben in den letzten Jahren immer mehr ein sehen gelernt, daß die Jungviehauszucht und der Weidegang auf alle Fälle zusammengehören. Trockene Jabrc stellen sich glück­licherweise selten ein und sind trotz ihrer schädlichen Wirkungen nicht mehr in der Lage, uns die Ueberzcugniig davon, daß wir Jungvieh weiden unbedingt nötig Ijaben unb mit bestem Erfolge anlegen können, zu rauben. Daß biefe Erkenntnis sich immer mehr Bahn bricht, sieht man an ben sich von Jahr zu Jahr vermehrenden Privat- unb Gerneindc-Daucrweiben.

friebigen, aber fast wirkungslosen Gewitterregen erhielten die Weiden bis Ende September keine Anfeuchtung. Ta auch bie Niederschläge im September unzureichenb waren, entschloß man sich zum Abtrieb in den ersten Tagen bes Oktober, ber jeboch wegen seuchengesetzlicher -Bestimmungen bei 24 Rindern im Tier­garten und 44 Rinbern in Lauterbach erst Mitte unb Ende Butt ober beenbigt werben konnte.

Die Ernährung der auf ben Weiben verbliebenen Tiere von tenbe August bis (fnbe September mußte fast ausschließlich mit feugefauften Futtermitteln wie Heu, Stroh unb Krastsntter be­wirkt werben unb verursachte bem Landwirtschastskammer-Ausschuß ^natürlich beträchtliche Ausgaben, für bie in ben Weibegeldern Reine Deckung möglich war unb bic aus sonstigen Ersparnissen fbeftritten werben mußten.

I Nach den vorausgcgangenen Erläuterungen soll folgende Zu- sfammenstellung eine Uebersicht über bie Beiatzstärke zu ben ver- gchiedenen Zeiten Auffchluß geben:

1 Besatz st ärke b c z w. Auf- unb Abtriebstermine.

Gcrichtssaal.

T i e Gewährung von Sonderrabatten an wirt­schaftliche Bereinigungen wird vielfach von Innungen usw. als gegen bie guten Sitten verstoßen!) ihren Mitgliebern verboten. Die Frage ist aber in den letzten Jahren vielfach Gegenstand des Streites gewesen, weil sich einzelne Jnnungsmitglieder dem Verbot widersetzten. Ter Dresdener Verein gegen Unwesen in Handel unb Gewerbe hat nun bie Frage bis an bas Reichsgericht gebracht, um enblich Klarheit zu schassen. Es handelt sich dabei um einen Sonderrabatt von 10 Proz. an verschiedene Vereinigungen unb es würbe behauptet, baß er aus bie Verkaufspreise braus- geschlagen werde. Landgericht unb Oberlanbesgericht Dresden haben bie Klägerin mit ihrer Klage abgewiesen. In ber Be­gründung seines Urteils führt bas Oberlandesgericht aus: Das Unterbieten in ben Preisen sei nichts Unlauteres, es sei bas wirksamste Gegengewicht gegen ein Erstarren der Preise, woburch biefe leicht eine Prcisüoerspannung bilbe. Auch in ber ver schicdenartigen Preisbewegung eines Gegenstanbes ober einer Ware an verschiebene Küuser liege kein Verstoß gegen bie guten Sitten. Der Verkäufer müsse berechtigt sein, ben Preis -einer Ware höher ober niebriger z u bemessen, je nackbem er auf bic Kundschaft Wert lege. Darum sei es auch nicht verwerslich, wenn einzelne Käufer durch Bewilligung von Sonderrabatten bevorzugt wurden. Der Freiheit des Verkäufers in der Preisbestimmung halte der Freiheit des Käufers in der Ladenwahl bie Wage. Allerbings, so äußert bas Oberlanbesgericht seine Meinung, mag baS Sonbcrrabatt- wesen sur ben Kleinhanbel wirtschaftlich un- g e s u n b sein, baraus aber folgt noch nicht, baß bamit ein Verstoß gegen bie guten Sitten erfolgt. Tas Reichsgericht hat bad Urteil bes Oberlanbesgerichts in Dresden bestätigt.

Leipzig, 18. Jan. Im Spionageprozeß Winogradoff und Cerno vor dem Reichsgericht wurde heute nachmittag 2 Uhr das Urteil verkündet. Winogradoff erhielt wegen versuäüen Bei' rats militärischer Geheimnisse drei Jahre Festung, Cerno wegen Verabredung zur Begehung von Landesverrat (§ 5 des Spionage- gesetzes) drei Jahre Gefängnis. Beiden wurden fünf Monate Unterfuckchngshaft angerechnet.

x Ilsdorf, 17. Jan. Gegenwärtig werden die Eschen gefällt, die die Straße M ü ck c -R u p p e r t e n - rod an unserer Gemarkung einsäumen. War der große Schaden der Eschen auf ben angrenzenbeu Aeckern schon lange ersichtlich, so trat er doch nie so auffällig in die Erscheinung wie während bes vorjährigen trockenen Som­mers. Nicht nur, waS im Bereich ber Esche staub, ver­kümmerte an Kulturfrüchten, sondern auch noch viele Meter weiter darüber hinaus. Nacy ben Eschen in ber hiesigen Gemarkung kommen bie von Ruppertenrod an die Reihe. Tie Straßenbehörde kann des Tankes ber betreffenben Land­wirte gewiß sein.

KrciS Friedberg.

---- KirchqönS, 18. Jan. Auf Veranlassung des hie­sigen Vogel'chutzoereins hält Lehrer Stock-Dortelweil am künftigen SamStag, den 20. b. Mts., im Gasthaus ,Znm Stern- hier einen Vortrag überDer Vogelschutz im Obstbau-. Wünschenswert wäre es, wenn auch au5 ben benachbarten Orten Gernembeglieber sich einfinben würben, btc ihr Interesse am Vogelschutz gern betätigen.

Starkenburg und Rin in liessen.

ch. Bingen, 18. Jan. Eins ber größten, ältesten unb schönsten Bauwerke ber Stabt Bingen, bas tui bei Schmiltstraßc stehcnbc große katholische Vereinshaus, gewöhnlich Mainzer H 0 f genannt, würbe in der letzten Nacht durch eine furchtbare Feuersbrun st pollständig eingeaschert. Vor etwa 12 Jahren würbe das Gebäude, das vor Hunderten von Jahren ein mew-

von brei SFurfen einer Maschinenbamckiule (z. 'S. Lffenbafl)) ober minbestens gleichartigen Anstalt, sowie endlich von mindestens zwei weiteren Jahren praktischer Tätigkeit. Von ber letzteren Forberung kann für bie Ueberaangszeit ausnahmsweise abgesehen werben, besonbers wenn bie Fachschulausbilbung mehr als brei Kurse umfaßt Ijat. Tie Vorbereitung für ben Eichbumst besteht in einem sechs monatigen Ausbilbungsgang bei ben staatlichen Eichungsbehörben. Wahrenb bieser Zeit erhalten bie Anwärter Leine Vergütung. Nach Abschluß ber Ausbildung wirb ber An wärter zur Eichmeislerprüsung zugclassen, beten Bestehen zur An­nahme als E i ch m e i st e r g e h i l s e im staatlick)en Eichdicnst be­rechtigt. Die Eichmcistergehilien sollen Vergütung erhalten, bie anfänglich 1400 Mark beträgt unb jährlich um 100 Mark bis 1800 Mark fteipt. Aus bet Zahl ber Eichmeistetgchllfen werden bie Stellen der Eichmeister, welche Staatsbeamte sein werben, besetzt. Da voraussichtlich bie Zahl ber Bewerbet groß sein wirb, emp fiehlt es sich, Melbungen zum Vorbereitungsdienst balbmöglichi. an die Großh. Eichungs-Inspektion zu Tatmstabt, Parabcplatz 4 b, ttinzureicheu, welche über bie Annahme entscheibec. Ter Melbung ist zunächst nur ein selbstgeschriebener Lebenslauf beizufügen. Per sönliche Vorstellung kann nur an Samstugen, vormittags zwisu-en 11 unb 12 Uhr erfolgen.

** Konzert-Verein. Ter brüte Solisten abenb,

§ Ruppertenrod, 17. Jan. magd wollte eine Kanne mit Milch tragen. Auf einer Eisstelle auf dem Wes)e, wie sie gegen­wärtig bei der großen Kälte so häufig sind, glitt sie aus unb stürzte so unglücklich zu Boben unb aus ben Kopf, daß ihr die Haarnadeln tief in den Kopf drangen. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung unb liegt schwer krank darnieder.

Außer ben Weibctieren befanden sich im Tiergarten unb in Auftreten in ber Berliner Singakademie I; it sie mit größtem

Lauterbach je ein Paar Fahr ochsen unb 1 Bulle unb in Wcriungs Erfolge gesungen. Beibe Künstler werden sich sowohl einzeln, als

ein Paar Fahrochsen. _ auch in Duetten in ber klassischen und modernen Licdlllet ttut hören

; Die Gewichtszunahmen sämtlicher Weibetierc wurden zwar lassen. Die Begleitting hat toieberum Herr Pianist Fischer aus

butch bie Wage scstgestellt, bie verschiedenartigen Aus- und Ab-1 Wicsbaben ü&ernommcn.

triebe berechtigten aber nicht bazu, Durchschnittszunahmen zu be­rechnen.

Löusiiideti Nummer

Auftrieb

Abtrieb

Zeit

21 «zahl

Zell

Anzahl

Fohlen

liinDer

Aohlcn

Rinder

1.

Jungviehweibe Tiergarten.

1.

1.1b.

24

54

28./7.

2

2.

13.15.

13

21

10./8.

1

3.

24.15.

2

2

21. 8.

2

4.

1. 6.

2

6

29 /8.

13

6

5

8., 6.

19

5./9.

2

6.

Sa. 41

102

8./9.

1

7.

14./9.

1

8.

26./9.

18

9.

27./9

1

-

10.

30./9

19

50

11.

11./10.

9

12.

19./10.

15

Sa. 40

100

2. Jung Viehweide Zell.

1.

6./5.

18

76

21.-8.

11

20

2.

11. 5.

1

2

29./9,

6

58

3.

22.1b.

1

Sa. 20

78

Sa. 17

78

3.

Inngv 1

ehweide Lauterbach.

1.

4J5.

16

83

13./7.

1

4

2.

8./5.

9

1')

21./8.

10

43

3.

Sa. 18

93

2./10.

7

4.

10./10.

19

5.

19./10.

25

Sa. 18

91

r4.

Jüngv

iehweibe Wernings.

1.

5.15.

13

59

7./8.

4

3

' 2.

12./5.

5

22./8.

17

20

3.

17./5.

4

~

3,/JO^

44

4.

8./6.

4

8

Sa. 21

72

Sa. 21

72