heim im 42. Lebensjahr. Tie Verstorbene war im Schlosse zu Assenhcim geboren und eine Schwester des jetzigen Grasen Franz auf Schloß Assenheim.
Starkenburg und Rheinhessen.
M. Offenbach, 17. Juli. In der Streitfrage um die Stellvertretung des Bürgermeisters hat nunmehr das Ministerium des Innern als letzte Instanz die Entscheidung getroffen, nach der der Beigeordnete Porth als Bürgermeister-Stellvertreter zu gelten habe. Die Stadtverordnetenversammlung hatte den juristischen Beigeordneten Rech zum Bürgermeister-Stellvertreter gewählt. Dagegen hatte Beig. Porth beim Kreisamt Beschwerde erhoben, das daraufhin dem Oberbürgermeister Tr. Dullo aufgab, den Beschluß der Stadtverordneten als ungesetzlich aufzuheben. Die Stadtverordneten legten daraufhin bei dem Kreisausschuß Beschwerde ein. Dieser stellte sich aber gleich dem Provinzialausschuß auf den Standpunlt des Kreisamtes unter der Begründung, daß nach Art. 29 der alten hessischen Städteordnung die Bürgermeisterstell- vertretung dem dienstältesten Beigeordneten zustche. Tiefer Ansicht schloß sich auch das Ministerium des Innern an.
d. Mainz, 17. Juli. In der heutigen Sitzung der S t a d t- verordneten wurde nach einem Vortrag des Bergrats Bros. Dr. Steuer der einstimmige Beschluß gefaßt, das städtische Wasserwerk am Schön an er Hof bei Grotz-Gcrau zu errichten. Es wurde dafür ein Kredit von 2 650 000 Ml. bewilligt. — Die Frage der Eingemeindung von K o st l; c i in nahm längere Zeit in Anspruch. Sie wurde schließlich mit allen gegen vier Stimmen beschlossen. — Tic Wahl der beiden besoldeten Beigeordneten wird am nächsten Samstag in einer besonderen Sitzung vorgenommen.
ch. Bingen, 17. Juli. Tic Zahl der ausgcdeckten Reblaus Herde wird immer größer. Richt nur am Mittclrhein und an der Rahe, wo die größten reblausvcrscpchlen Fläckxm sich befinden — auch in den Gemarkungen des westlichen Rheinhessens werden Reblausherde aufgedeckt und so manche Hoffnung der Winzer auf einen schönen Ertrag zunichte gemacht. Knapp eine Woche ist es her, als die Kunde die Stadt durcheilte, daß in oer hiesigen Gemarkung ein Reblausherd gesunden worden sei, und nun ist abermals in der nächsten Räbe der Binger Gemarkung in Büdesheim in zwei Weinbergen ein solcher Herd aufgcdeckt worden. Der festgestellte Herd befindet sich in der Lage „An der Sandkaut".
Hessen-Nassau.
§ Kirchhain, 17. Juli. In vorletzter Nacht brannten stn nahen Dorfe Niederwald die Wohnhäuser der Einwohner Ruppert Schneider und Peter Schmidt völlig nieder. Die hiesige Feuerwehr half das Feuer auf seinen Herd zu beschränken.
h. Frankfurt a. M., 17. Juli. Großes Aufsehen erregte es heute mittag, als in dem bekanntesten Frankfurter Kaffeehause, der H a u p t w a ch e, sämtliche Kellner die Arbeit ein st eilten. Als Grund gaben sie die Praxis des Pächters an, von ihren Trinkgeldern noch 3 Prozent abliefern zu müssen; weiter verlangen die Kellner eine bessere Behandlung.
Universitäts-Nachrichten.
* Zunahme der evangelischen Theologie- studierendcn. Die Zahl der Studierenden der evangelischen Theologie an reichsdeutschcn Universitäten beträgt im laufenden Sommcrsemester 3345 (gegen 2853 im letzten Winter, 2809 im vorigen Sommer). Halle Mlt 426, Tübingen 405, Leipzig 402, Berlin 386, Erlangen 226, Marburg 205, Göttingen 172, Heidelberg 169, Greifswald 157, Breslau 131, Königsberg 125, Bonn 110, Gießen 1(M, Jena 98, Straßburg 91, Kiel 83, Rostock 55. Das Wachstunr ist somit noch stärker, als mau auf Grund der ersten Notizen amiehmcn mußte.
Gcrichtsyaal.
(1 Marburg, 16. Juli. Gefährdung eines Eisenbahntransportes. Ain 17. September v. Js., einem Sonntag, morgens kurz vor 5 Uhr, fuhr im Bahnhof Treysa ein von Neustadt herkommender Güterzug aus einen dort ausgestellten anderen Güterzug, ivodurch der Lender und 7 Wagen entgleisten und großer Materialschaden entstand. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Unter der Anklage, durch Außerachtlassung ihrer dienstlichen Vorschriften diesen Eisenbahnunfall verschuldet zu haben, standen heute zwei Eisenbahnbedienslete aus Treysa vor dem hiesigen Landgericht. Rach mehrstündiger Verhandlung, bei welcher eine Anzahl Zeugen und Sachverständige zugegen waren, wurden der eine Angeklagte zu 60 Mk. und der andere zu 3u Alk. Geldstrafe oder entsprechender Hast, sowie beide in die Kosten des Verfahrens verurteilt.
Sport.
Stockholm, 17. Juli. (Olympische Spiele.) Tie militärischen Rcitkonkurrenzen erhielten mit dem heutigen Prämieureitcn ihren Abschluß. Im Gruppcnkampf erlstclt Schweden mit 139,06 Punkten den ersten, Deutschland mit 138,48 Punkten den z weiten und Amerika mit 137,33 P. den dritten Preis. Im Einzclrcitcn errang Leutnant Nordländer - Schweden mit 46,59 Punkten den ersten, Oberleutnant v. Nechow - D eu t s ch- la n d mit 46,42 Punkten dcu zweite n und Hauptmann Carieu- Frankreich mit 46,32 Punkten den dritten Preis.
Stockholm, 17. Juli. (Olympische Spiele.) Im Kampfe zwisck>cn acht Rudcrrennbooten siegte im ersten Rennen Deutsck>- den Botanikern längst in das Reich der Fabel verwiesen morben. Trotzdem gehört cs zu den größten Seltenheiten, wenn eine Agave blüht, und cs ist die Freude aller Botanischen Garten- Direktoren, ein solches Exemplar, das feine Blüten 2—3 Jahre zu bewahren pflegt, zeigen zu können. Der Kcw-Garden in London hat dieses Glück. Bor einigen Jahren ist dort ein sehr schönes Exemplar der Agave atrovirens im Trockenhaus aufgestellt worden. Im Gegensatz zn anderen Exemplaren der „Jahr- himdettpflanze" hat sie sich feljr schnell akklimatisiert und ist riesig gewachsen. In diesem März zeigten sich nun plötzlich die charakteristischen Merkmale der kommenden Blüte. Die oberen Blätter wurden schmaler und weniger stachlich und der Blütcn- stengel erschien. Er wuckss so schnell, daß er in drei Wochen das Dach des Trockenhauses erreichte. Nun mußte man die Pflanze an die frisclic Luft bringen, zu welchem Zweck ein Teil des Gebäudes niedergelegt werden mußte. Jetzt hat der Blütenstengel bereits eine Länge von 6 Metern erreicht. Tic Pflanze hat genau 60 Blätter, das längste derselben ist 2Va Meter lang und 25 Zentimeter in der Mitte breit, am Ende 35 Zentimeter. Einige der unteren Blätter haben eine Dicke von 28 Zentimeter in der Mitte und 35 Zentimeter am Ende, aber diese sind nur etwa V/a Meter lang.
— Goldfieb cr am Amur. Ein Kenner der sibirischen Verhältnisse berichtet, daß die Goldindustrie am Amur sich jetzt in einem stagnierenden Stadium befindet: von der Entdeckung neuer Goldfelder hat in letzter Zeit nichts verlautet. Die letzte große Entdeckung war die sog. Millionengrube, deren Besitzer jetzt ruiniert ist. Ayf diesen Millioncufeldcrn sand man das Gold in pfundgroßen Mumpcn: Stücke, die weniger als 1 Solotirik ichvtt 4 Gramm) wogen, beachtete man gar nicht. Man brauchte das Gold nicht erst auszuwaschen, sondern konnte es einfach mit der Hand austcsen. Der Inhaber des Goldfeldes schnappte vor Freude und Glück beinahe über und eilte nach Petersburg, um es dort zu verkaufen. In der Residenz bot man ihm für das Feld, ohne es gegeben zu haben, anderthalb Millionen Rubel (gleich 3 Mrll. Mark). Er hatte cs sich aber in den Kopf gesetzt, sein Besitztum mdit unter 2 Mill. Rubel losschlagen zu wollen: cr lebte in Petersburg in Saus und Braus, fefortiN nach dem Amur zurück, ohne das Geschäft abgeschlossen zu haben
Geschäft rege.
Mk.
Mk.
seines kurzen Aufenthaltes in Frankreich,
46-50
83-90
höchsten
50-55
89-«
höchsten
41-00
86—00
62-63
78-80
77-00
Limburg a. d. Lahn, 17. Juli.
ebensogut ein reines Naturprodukt wie z. B. Butter.
(CVf
büd)fe kostenfrei Munter v Cie., Freiburg i. Brg.
48—52
42—46
kehrte cr nach Frankreich zurück, um seine wieder zu verlassen und Afrika von neuem
4- 27,7' c. + 14,0 ° C.
<•8-76 60-72
37—41
30-36
52—56
51—55
80-86
70-76
unternahm: darauf Heimat ebenso rasch aufzusuchen.
Schon während 3toifchcn den beiden
64—66
57-60
50—55
43—48 -
43—46
45—49
79—8»
81-94
92-96
90-94
hatte, aber aus Mangel an Geld seine Erfindung nicht hatte aus- führen können. Auf Lathams Kosten rouroc der Eindecker gebaut. Latham lernte darin fliegen und vollsührte bald darauf als Beherrscher der Lust die Glanzleistungen, die jedermann kennt: seine Dauer- und Höhenflüge, die Flüge über den Wolken und die Flüge im Sturm, ohne daß ihm jemals ein Unfall zugestoßen wäre.
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Lebend- Schlacht« gewicht
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Luftscbiffahrt.
Hubert Latham f.
Hubert Latham, einer der berühmtesten französischen Flieger, ist in Afrika auf der Büffeljagd umgekommen. Latham, der wegen seiner Flüge in Deutschland (im Herbst 1909 in Berlin) bei uns wohl der bekannteste französische Flieger war, ist, als cr das Fliegen aufgab, nur zu seiner alten Siebe, der Ausübung der Jagd und des gefahrvollen Reisens zurückgekehrt.
So jung Latham gestorben ist — er stand im 30. Lebensjahre — so abwechslungsreich war doch sein Leben. Latham stammte aus einer sehr begüterten Kaufmannsfamilie in Le Havre. Schon Lathams Vater hatte den Handel aufgegeben und sich statt dessen dem Reisen und dem Sport zugewandt, und bei seinem Sohne, dem berühmten Flieger, findet sich dasselbe. Latham studierte zuerst Jura, ging nach bestandenem Examen auf ein Jahr nach Oxford und trat dann in das französische Hcer ein. Daraus trat cr in dic Dienste einer Schiffahrtsgesellschaft, aber schon nach wenigen Monaten erkannte er, daß ihm dieser Beruf nicht recht zusage und entschloß sich daher, in dic Welt zu gehen. Hiermit begann seine Abenteuererlaufbahn. Latham war kaum zwanzigjährig, als er eine Jagdreii'e nach dem Sudan
Verantwortlich für den politischen Teil I. 23.: R. Lange.
107-m 96-100 85-9: 73-91
kirchliche Nachrichten.
•>^iueiiiiiu)c <iu<yions(Kiiicin0c.
Gottesdienst im Gemeindehause (Lonystraße 4).
Samstag, den 20. Juli 1912:
Vorabend' 7.45 Uhr.
Morgens: 8.00 Uhr.
Nachmittags: 4.00 Uhr.
Sabbatans gang: 9.20 Uhr.
Israelitische Neligionsgefellschaft.
Gottesdienst.
Sabbatseier am 20. Juli 1912:
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
Samstag nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 9.20 Uhr.
Wocbengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr
Montag, den 22. Inti 1912 : Abends 9.10 Uhr.
Postillion und den begleitenden Gendarmen. Sie raubten ehre 10 000 Mark.
Müllcr'sche Badeanstalt.
Wafierwärme der Lahn am 18. I n l i : 20 • R.
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».
Wenig gut entwickelte Färsen Aeitere ousgemäsicte dlühe und wenig gut ent wickelte jüngere iliiljc Mapig genährte ttühe tmd Färsen
St a l u ei
Feinste Maslkalder
Muttere May- und beste 3augfälbec . . . .
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . < geringere c-augtalbec . .
o cy a *2.
Weidemasischase
Mastlämmer und Ataityammel Schwetn:.
Vollfleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht ..............
schnittspreis pro Malter. Roier Weizen (naffanijcbcr) 19,20< weißer Weizen (angebaute Fremdsorteu) l«,7u f., !wrn 13,10 H
Gerste: eutlcrgerfie 00,00 Alk.. Braugerste 00,00 Mk., .al« 10,8u Alt., Prüfen 0,00 Mk. Kartoffeln (neue) 9,00—11,0.) Alk.
biS 17. Juli . 17. ,
Märkte.
?.0. Wiesbaden. Vie b h or-M a r k tb e ri ch t vom 17. IM Auftrieb: Rinder 102 (Ochsen 40, Bullen 0, Kühe 62), Kälber 277. Schafe 41, Schweine 465. Spcrrvieh 14.
Voll fleischige ausgemästete Färsen
Schlacht'verles
Vollsteifchige ausgemästete Kühe
Schlachtivertes bis zu 7 Fahren .
Geschäftliches.
Man begegnet hin und wieder noch der irrigen Ansicht, „Vab m i n" sei ein ans verscknedenen Fetten zusammengesetztes üunib Produkt, das irgendwelche unbekannten Zusätze oder Beimisckrungkn enthalte. Dem ist aber nicht so: „P almi n" ist ein absolut ranrt Pflanzenfett und wird lediglich aus dem sehr fettreichen Fleisib der Kokosnuß gewonnen. Es weist keinerlei Zusätze auf uitd v:
Afrikareisen, hatte Latham den Flugsport kennen gelernt, allerdings nur den Ballonsport. Im Luftballon hat cr auch im Jahre 1905 den Kanal überflogen, was ihm später in der Flugmaschine nicht gelang, so gut cr sie auch beherrschte. Als er wieder einmal von einer großen Weltreise nach Frankreich zurückkchrte, hatte die Flugkunst ein neues Gesicht angenommen, denn die Brüder Wright hatten inzwischen in Chalons ihren Zweidecker vorgeführt. Nun tat sich Latham mit einem französischen Erfinder zusammen, Lcvavasscur, der bereits seit 4 oder 5 Jahren Plänc zu einem Eindecker vollendet
61-63 78—80
60'/,-62 777,-79
Handel.
§ Neue bulgarische Anleihe. In Ergänzung Mn« sercr früheren Mitteilungen ist zu berichten, daß an der von hon. zösischen Banken auögcgcbencn neuen bulgarischen Anleihe tui die Deutsche Bank und die meisten der anderen Großbanken Ke» teiligt sind. Auf den deutschen Teil der 180 Millionen Frank? betragenden Anleihe entfallen 72 Millionen Franks, die ßtz übernommen und auch in Deutschland untergebracht werden, heißt, daß ein Teil der für Deutschland rescrvietten Anleihe dazu benützt werden wird, die von Bulgarien aus gemachten stellungen in der deutschen Industrie zu bezahlen. Es ist an, zunehmen, daß die Emission der Anleihe in wenigen Monate, in Deutschland und Frankreich vor sich gehen wird.
Luxemburg, 17. Juli. Für die vom Staate Luxe» bürg zu vergebende Konzession zur Ausbeute von Hektar Erzfelder hat jetzt das inländische Hütte,, syndikat mit Ausnahme des Konzerns Eisch-Düdelingeu bad) eine um 25 Proz. über sein Ursprunglick^es Angebot hinaus gehende Offerte gemacht. Ursprünglich hatten die im Groz. Herzogtum ansässigen Hüttenwerke eine während 50 Jahren n zahlende Rente von 720 Mk. pro Hektar und Jahr geboten, $ sie später auf 800 Mk. erhöhten Tann kam der deutsche Wtor. industrielle Thyssen mit fernem Ucbergcbot eine Rente von 960Al neben sonstigen Zugeständnissen. Das genannte luxemburgisch, Syndikat hat nunmehr 1000 Mk. Rente geboten.
617, F r u cf) t in a r f t.
THufflers
jfCinder-~llahrun(j
Ochsen.
Pollfleiscbige, onsgemästete, höchsten Schlacht- wertes int Alter von 4-7 Jahren . . .
Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . Junge, fleischige, nicht auSgemastete und altere ouSgemäsleta
Bull e n.
Bollfleischige, auSgeiv., höchsten Schlachtw. . .
Bollsletschige, jüngere
L ä n en. Rüljj.
Bollsletschige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Bollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht
Bollsletschige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ........
unb wollte nun die Gruben selbst ausnützen. Dort wartete seiner aber eine böse Besckuwung. Er glaubte dic Arbeiten in bester Ordnung und unter bester Aufsicht zurückgelasscn zu haben und fand nun zu seinem Entsetzen eine wahre Räuberbande vor, die furchtbar gehaust hatte. Zu seinen früheren Arbeitern hatten sich einige hundert Zuzügler gesellt, alle waren plötzlich vom Goldtaumel erfaßt, Italien das bereits erbeutete Gold, das an 30 Pud (1 P. gleich 39 Pfund) betragen haben soll und plünderten nun das Goldfeld weiter aus. Der unglückliche Besitzer wnnte nichts gegen die Räuber tun. Man drohte ihm mit dem Tode, wenn cr das Feld betreten würde, und der Mann wußte nur zu gut, daß das keine leere Drohung war. Alle Angestellten und Aufseher batten sich an dem Raub beteiligt, und die Polizei, die wahrtcheinlich tüchtig geschmiert war, gewährte dem Besitzer keine Hufe, Umbern verwies ihn auf den Beschwerdeweg, der natürlich ganz fruchtlos war. Die Wirtschaft dauette Monate, ohne daß^ nur ein einziger Spitzbube zur Rechenschaft gezogen wurde. Das ganze Gold ist über die chinesische Grenze geschmuggelt, in Rußland loll nicht ein Solotnik geblieben sein. Die aÜ<n Ar- bcHer verdufteten allmählich und zerstreuten sich mit ihrer Beute in alle Welt, und es kamen freie Goldsuckter, die das Land als ihr Eigentmn ansahen und immer noch leidliche Funde machten Der vertriebene und ücrarmte Besitzer soll irgendwo in einem ^rrenhause stecken.
. , -- Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Die Vereinigung für staatsbürgcrlicheBil- dung und Erziehung veranstaltet am 12. bis 17. August I",.',ena ""en sechstägigen Sonderkursus ftir staatsbürgerliche ^^ung und Erziehung. Der Kursus gliedert sich an die von tatdSF° C^C Rom alljährlich veranstalteten wissen- schaftlichen ^icnfurfe (über Naturwissenschaft, Pädagogik. Rc- «'^'-«?hvswlogie, Philosophie, Literatur. Kunst- geschlchte, Bortragskiinst^ an, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Die staatsbürgerliche Woche" der Vereinigung umsaßt leben je jccWtuninge Vortragsreihen und zwar: 1. Wissenschast- hdjc Juric über das bcutfdK Staats-- unb Wirtschaftsleben — r ,/0adagogilch-prakludje Kurse über die Methodik der staatsbürgerlichen Erziehung (nnt praktischen Unterrichtsbeispielen)
Braut-Seide v.«k.135.b
land, „Spott-Borussia", gegen Frankreich, im dritten Rennen siegte ebenfalls Teutschland, Rudergesellschaft Berlin, gegen Ungarn. Beide Gruppen werden mit vier anderen zusammen am Schlußkamps teilnehmen.
Stockholm, 17. Juli. (Olympische Spiele.) Tas Aus- schcidungswettrudem für Einskuller hat heute stattgefunden. Danach nehmen an dem Wettkampf je ein Deutscher, Russe, Kanadier, Engländer, Ungar und Däne, sowie zwei Belgier teil. Auch der Ausscheidungskampf für Vicrer-Ausleger hat heute stattgcfunden. An dem Slusscheidungskampfc nehmen je ein deutt'ches, dänisches, englisches und zwei norwegische Boote teil.
Vermischter.
* Eine neue Schwefelguelle. Aus Detmold wird gemeldet: In dem 860 Meter tiefen Kalibohrloch bei Sonne- b o r n kam in der Nacht zum Sonntag unter donnerartigem Getöse eine salzhaltige Schwefelquelle zum. Ausbruch, die nach Ansicht der lippischen Blätter die bestimmte Aussickjt auf ein neues Kurbad eröffnet. Mit starkem Truck werden die Wasser- masfell aus dem 30 Meter hohen Bohrturm hcrausaeschleudert. Fortwährend wiederholt sich das Schauspiel mit viertel- und halbstündigen Unterbrcdjungen. Das Brausen und Zischen ist zwanzig Minuten weit hörbar. Tas ausströmende Wasser hat graue Färbung und schmeckt ähnlich wie Stahlbrunnen.
* Bootsunglück auf der Mosel. Aus Trier, 17. Juli, wird gemeldet: Gestern abend sank auf der Mosel bei Mertert ein mit zehn Trierer Backern besetzter Kahn. Der 79 Jahre alte Fährmann und zwei Bäckermeister aus Trier sind ertrunken Mehrere andere Bäckermciher, darunter auch der Obermeister der Trierer Bäckerinuuiig, konntcii erst nach Stunden langen Bemühungen der herbcigerufenen Trierer Sanitätskolonne ins Leben zurückgernfen werden. Der Kahn war infolge der Hitze undicht geworden, so daß bei der lieber fahrt Wasser in ihn eindrang.
Kleine (laaeschroniL
Der Oberstabsarzt a. D. Tr. Geige aus Berlin stürzte beim Ausstieg auf die int Vintschgau gelegene Vernagtwand ab und erlitt zahlreiche Brüche. Er befindet sich int Krankenhaus zu Innsbruck.
Unter der Anschuldigung, gegen die Gattin eines Kommerzienrats eine Erpressung von 10 000 Mk. ausgeführt zu haben, wurde in Berli n ein Kandidat der Medizin verhaftet, der mit der Familie verwandt ist.
Auf der Strecke Zehlendorf—Potsdam wurde der Hilfsschaffner THorner aus Magdeburg schwer verletzt ausgefunden. Er ist anscheinend aus dem Zuge gestürzt.
Aus Landsberg a. d. Äatthe wird gemeldet: Am Bahnübergang Sonncburg wurde ein mit drei Arbeitern besetztes Fuhrwerk überfahren. Einer der Arbeiter wurde schwer, die beiden anderen leicht verletzt.
In K r o t o s ch i n verbrannte bei einer Spitttusexplo- fum ein 16jähttges Dienstmädchen sowie ein dreijähriges Kind des Betriebsleiters Kaczynski.
r Umpc^..bcr rumänischen Grenzstadt Küstendil überfielen mehrere Männer einen Postwagen und ermordeten den
Höchste Temperatur am 16.
Niedrigste „ , 16.
Niederschlag : 0,0 mm.
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