Ausgabe 
21.8.1912 Zweites Blatt
 
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KlnderneN

Krankakast

Zweites Blatt

162. Jahrgang

Ur. 196

Erfcheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

Xlf

kn*

tatsächlich gebrannt hat.

>ießeikerPsie

Wetter

Beobachtungen der Station Eichen.

Sonnenschein Bew. Himmel

Aug.

1912

LieOletzener ZamtllendlSNer" werden dem ,ttnaeigere viermal wöchentlich beigelegt, ba« Krehblah für den Krtis Ziehen" zweimal wöchentlich. Tielandwirtschaftlichen -eit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.

ausfrühererStiion gebenwir.umdami: zu räumen, jetzt xi

politifcbc Tagesschau.

Ter bayerische Epukopnt und das Ieluitengesetz.

Der bayerische Gesamtepiskopat hat, wie wir schon kurz

Besfbewährte gesunde und magen-

darm kranke

verhindern mips. MM' Hachttiidb.

Einlagen i ges.

Stflck^Py SWD*. mW hi ML

Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebne Kinder.

früh. Preis bis &75 M.

k Inin

Markt 9-10 i'

Märkte.

fe, Frankfurt a. 20. Aug. Heu- und Strohrnarkl Angesahreii waren 9 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für yen 3,00-3,30 D!k., Stroh (Nornlangstroh) 0.00 - 0.00 TIL, Wirrstroh 0,000,00 Alk. Alles für 50 Kilo. beschatt flott Tie Zufuhren waren qii8 den Kreisen Friedberg, Tieburg und Hanau.

Ter Geburtenrückgang im deutschen Volk,

tkcr heute die Aufmerksamkeit aller Kreise aus sich lenkt, Bat auch in einer Festgabe der Großh. yesstschen Zentral - stelle für die Landesstatistik zu Darmstadt zu Ehren der

19 Deutscher ©rtstranfenfafientaa.

M ö (ii, 20. Aug.

Tic heutige zweite Hauptversammlung b?ö 19. Deutschen Ortskrankenkassentages wurde vom Vorsitzenden, Landtagsabg. 7v r ä b o r i (Trcäbcn) mit der Mitteilung eröttnet, das; aut dem Kongress 387 Krankenkassen und Kassetiverbände mit über 4 OUUOUU Mitglieder durch 822 Delegierte vertreten seien .

Siadlrat Zweifel ist. Wollen) begrüßte die Versammlung namens der schweizerischen .Krankenkassen und gab^der Hoffnung Ausdruck, das; sich die erst seit zwei Jahren in der schtoeiz geietz- sich geregelte Krankenversicherung günstig cnnridcln werde

Nachdem Willi «Münchens den Vorsitz übernommen IwUe, sprach der Vorsitzende des Ausschusses der lhürtngisckxn Landes Versicherungsanstalten Eichstädt (Weimar) überE i n h e b u n g der Beiträge für d i e Invaliden- u n d -Hi n l e r b l le­ben e n v e r s i ch e r u n g durch die Krankenkassen . Er erläuterte die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und hob die groben Vorteile hervor, die den Versickerten durch diese Art der ! Einhebung der Beiträge erwachsen würden. In einer vorgcleglen Entschließung bcsürwortete er die Einhebung der Beitrage durst' die Krankenkassen, zu der sich in der folge,iden Aussprache auch die meisten Vertreter zustimmend äußerten unter dem Vorbehalt, das; die Kosten der Einhebung durch die Versicherungsanstalt gc-1

au"^(Wilmersdorf) und Gttcrmann (Bremerhaven) wiesen aus die Schwierigkeiten und Kosten des Verfahrens hin und betonten, das; auch die Kassen davon keinen Vorteil halten: fr selbst sei auch aus einem Freund des Emhcbungsverfahrens I ein Gegner geworden. ,

Frästdorf (Dresden) befürwortete die Entschließung mit dem besonderen Hinweis, daß durch die verlangte Einhebung der Beiträge die richtige Durchführung der gesamten Arbeiter- Versickerung gewährleistet werde, was schließlich die Hauptsache I fei. -Auch Hofer (Vegesack) erklärte sich für dte vorgeschlagene I Einhebungsart. . .

Tie Entschließung wurde mit allen gegen drei stimmen

siebener Ltrafkammcr.

Gießen, 20. August.

Mittwoch, 21. August 19(2

Rotationsdruck und Verlag der Brüht'fchen Unwersttötl»Buch- und ctcinbrudectu R. Lange, Sieben.

Redaktion, Expedition und Trucferti:

Orofee 7. Ervedition und Hering: e^>jL Redaktion:112. ieL-SlbruAuzrigerGieven.

»Nkchlichen Lebens eindämmt. . . .

Tie verbündeten Regierungen sind nun in der Lage, aut dem l Wege der authenlischen Interpretation des Begnsss der Ordens tätig feit der Jesuiten für den künftigen Vollzug alles auszu i. sihalten, was die Katholiken als kleinlich, gelsässig und un I «crechl empfinden müssen. Wie sehr verbitternd die aus den Geist IM Kulturkampss zurückgreifende Vollzugsaiislegung des Jesuuen Ilacsedeö auf das katholische Empfinden wirken mußte, ergibt fick. int Hinblick auf die uneingeschränkte Freiheit, deren fid) bie Ber Achter des Unglaubens und des Umsturzes, deren sich die ge I llchworenen Feinde von Altar, Thron und Glauben bei der Ver fatihing ihrer Ideen in Deutschland erfreuen dünen. Es mufttcj «Hf katholische Kreise tief kraulend und verletzend wirken, wenn 8n sehen mußte, daß die ausgezeichneten und bewahrten Hil'S

fte, die der katholischen Kirche für den Kamps der Wettanschau^ wngen aus den Reihen der Jesuiten zur Verfügung stehen, durch ihr Rechtsanwendung deS ReiclseS von der priest crlick)en Betätigung ausgeschlossen sind, während jeder Feind des Christentums und ,6er Monarchie seine Gefühle des Hasses gegen die göttliche und »menschliche Autorität ungestört in die Massen tragen kann. Wen mir aber genau wissen, was an Wünschen und Befürchtungen die Herzen deS KleruS und der Diözesanen bewegt, richten wir an den hohen Bundesrat die efrrerbictiae und euibringhcfie Bitte, i*i der zu erlassenden autheiltischcn Interpretation des Begrisses

empfunden worden. . u

Tnf; die Klagen der deutschen Katholiken über den Bestand des Gesetzes sachlich wohl begründet sind, zeigt der Hinweis auf die wiederholten Beschlüsse des Reick)Stages, in denen eine aus den verschiedenartigen Parteien zusammengesetzte Mehrheit s,ch für die Auslwbung des Jesuitengesetzes ausgesprockwn bat. Jim tiejen Bedauern der dnitsck)Cii Katholiken haben die ver dundeten Regierungen sich bisher nicht entschließen können, ote durch die wiederholten Mehrheitsbeschlüsse der Vertreter deS deut- Idxn Volkes unterstützten Klagen abzustellen.

Es besteht wohl kein Zweifel, daß der -Lcuhcbe Reichstag bei

Aus heften.

Zum Reichsverstcherongsgesetz für Angestellte.

rb Darmstadt, 20. Aug. Das Reichsversiche- rung-gesetz für Angestellte wird bekanntlich mit dem 1 Januar 1913 in Kraft treten Tie Wahlen der Vertrauensmänner der Arbeitgeber und der ver- sickerten Angestellten werden bereits im Laufe des Monats Oktober stattfinden. Zu diesem Zwecke ist das Groß­herzogtum Hessen in 23 Wahlbezirke ein- acteilt worden Es wählen in den Städten Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen, sowie in den 18 Kreisen des Großherzogtums die Arbeitgeber und die versicherten Angestellten je d r e i V e r t r a u e n s m a n n e r und ie s e ck s E r s a tz m ä n n c r. Diese Vertrauensmänner wählen die Beisitzer für die Rentenausschusse, für die -ckicd-gerichte, das Obcrsckiedsgerickt und für den Ver- iwaltungsrat nack dem Verhältiiiswahlrecht. Es kommen dadurch auch die Minderheiten der abstimmenden Arbeit- Leber und Versicherten zur Geltung. Heber das Versuche- runasaesetz für Arigestellte bestehen (eine Statuten und es muß vielmehr jeder sich selbst orientieren. Ein vom Recknunqsral .Harth in Darmstadt und Geschäftsführer rftermaner in Worms verfaßterLeitfaden zum Versicke- runasgesetz für Angestellte" erleichtert die Hebersicht über den Inhalt des Gesetzes durch eine svstematlsche Anordnung feiner Bestimmungen. Das Zusammengehörige ist vereinigt und mit ganz kurzen Erläuterungen versehen.

Liebste Mutter, es geht mir schlecht!

MBi Sir dachten, die Höhenluft sollte mir gut tun, der Arzt hier aber ''aal. idi hätte an bic 2ec gehen müssen, 3iun bin ich aber einmal hier und mein Zustand erlaubt mir auch nicht, iofort wieder abzureilen. Nun bitte ich dich, schicke mir doch gleich ein paar schachteln Favö ächte sodener Mineral-Pastill., bie nur immer io aut getan und meine Beschwerden immer ne« I mildert hab. Ich hoffe, wenn ich ent Fans sodener wieder habe WWWW wird auch d. Hoyenaufemhalt mir leidlich nützen. Schachtel X. Pf.

Gießener Mcldeorbnung orbnung für bic ProvinznN Hauptstadt Gießen vom 10. Mai 1890 verlangt von den G a ft« und Herber s rot r t en, st' alle bei ihnen etnlebrenben Fremden ohne llnteiidxcb bc* Standes und der Tauer, für die sie ficb anloflitren, leben Tag in ii Fremdenbuch eintragen, da» u. a. auch eine Rubrik sur ti? Namen der Fremden enthält. Eine Reihe von hiesigen Wirten batte nun einen Strafbefehl deshalb erhalten, weil m ihrer Fremdenbüchern die Vornamen der f,n-mden teilweiw überhaupt nicht eingetragen waren oder doch nur dir Amangsluicksttabe des Vornamens beigefügt war. Auf ihren Einspruch bin würben «e von dem bresigen Schöffengericht zu geringen Geld,traten verurteilt. Tie Strafkammer hob dieses Urteil aut Berttntng Inn auf unb fprad. bi: Wirte von Strafe und Kosten tret, indem es aus'üyne. Tie genannte Meldeordnung wende stck an das Publitttm tm weitesten llmange und es Tonne nicht verlan it werden, daß diefes feinere llnteifd,eibungen mache, was im Sinne her l'eclCHorbnung unt r ..Name" zu verstehen sei. Tas Publikum könne darunter aber nichts anderes vcrnelKii, als man un allgemeinen sprach- gebraud; deS täglichen Verkehrs gewohnt sei, nämlich nur den -amihrnnamen. Es genüge also, wenn in der mit dem Komwort Name" versehenen spähe des Fremdenbuchs der Familienname des Gastes eingetragen sei.

Freisprechung erzielte weiter ein Wirt aus sch. ber von dem ^'nengmajt 2d,Ptten bestraft worden war, weil entgegen bestchenber Bortrnritt die Laterne am Eingang feiner Wirtick-ast am Abend des 14. April 1*H2 nickt gebrannt habe, obwohl sich nod- Gaue in inner Wirt- fd.ait befunden hätten. Tas angefochtene Urteil beruhte aus der Angabe eines Zeugen, der seine Wahniehinung aus etwa tu bi6 100 Meter Entfernung gemacht hatte. Tic Verhandlung ergab, bau dieser Zeuge iid, getäuscht haben muß: etwa 10 bis 20 Meter vor dem Wirtsdiaitseingaiig stand ein hell crlcu dielet Karussell und dessen Helligkeit hat die Syirdcbaftfllatcrnc für tenen Zeugen offenbar so stark verdunlelt, daß cs ihm scheinen konnte, als brenne die Laterne überhaupt nid)t, während sic, wie fcftgcHcllt wurde.

angenommen. . , . , - . r.

Ter nächste (Punkt der Tagesordnung betrat badä. icnit- Verhältnis und Ticnftorbnung der Kassenange- stellte,i". Ter Berichterstatter Graef (Frankfurt-a. M ) er. läuterte die einzelnen Punkte des Entwuns der Anstcttiings grundsätzc, in denen u. a. verlangt wird, daß die Perwnalakten den Angesteltten ohne zwingende Grüiide md)t vorcnthaltcn wer­den dürfen, ferner daß bic Außenbeamten gegen Umalle zu ver­sichern feien unb bic Prüfung der Beamten bem freien Ermessen der einzelnen Kassen anheimgestellt werben möge.

Abg Fräßbors vertrat bic Ansicht, baß bic Angelegen­heit noch nicht genügend geklärt sei, um in ihren Einzclhnten in einer so großen Versammlung behanbelt zu werden: man könne sich höchstens mit den Vorschlägen im Prinzip einoeritanben er I Hären müsse aber alles weitere bem Vorstand überlasten. Was bis jetzt an Anregungen unb Anträgen vorliege, könne duritzaus gutgeheißen werden. v ,

Buckbruckereibesitzcr Sckolem 'Berlin) wendete sich gegen eine feste Anstellung der Beamten nach fünfjähriger Dienstzeit, zumal das Gesetz eine zehnjährige Dienstzeit verlange ^er Rebner i warnte mit erhobener stimme vor ber Annahme der Entschließung. I Justizrat Meher (Branbendurg) bedauerte, baß ber Vor- traaenbe bas Thema mit einer so mangelhaften Grünblickkeit behandelt habe. Tie Schwierigkeit bes Problems des Arbens Vertrages criorbere das Borbanbenscin eines mit sozialem Geiste durchwebten Hebereinkommens Tic ^Reid>?Versicherung habe für bic Angestellten einen wesentlichen Fortschritt gebracht

Tic Verbanbl'mgen werden morgen ut Ende geiübrt.

wer ülutteiier m Z?

^Mer. Vebfjfi £u;Energie kehrn»

orTu.sFeOrlenti lutaebtet. <5 ßiÄ

«.tu den i SB»- ................... LJHB

-----* «ncr erneuten Antragstellung sich aud) neuerbings mit großer shrheit für bic Beseitigung dieses Ausnahmegesetzes befdiluß-

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderheffen

| tsolllen ilidstsdestoweniger die verbündeten Regierungen das besetz aus reckst cdialtcn und den Jesuiten jebe Orbensbeimat aus

ii battfdKm Boden versagen wollen, so bietet ber Appell Bayerns an ibn Bundesrat aenügenb Anlaß, nach einzelnen Richtungen hin, wenigstens bic schranken zu beseitigen, in bic ber Bestand bes | ^efuitengcsetzcs bic freie Entfaltung unseres katholisckicn inner- R kirchlichen Lebens cinbämmt.

Ausstellungder Mensch" besonders eingehende Würdigung gefunden. Tas Heft trägt den TitelTie Zukunft D e utfckland s" und bringt neben einem erläuternden Text in verkleinerter Form 24 farbige Tafeln, die im Auf trag von der Zentrale für Mutter- und ^äuglingsfürforge von Regierungsrat Knöpfe! entworfen fin?

Tic Art der Darstellung ist üveraus anschaulick und cindringlick und ist geeignet, vorbildlich auf diesem Gebiet zu wirken. Tic Tafeln zeigen, daß der Geburt en rück gang eine Erscheinung ist, die sich in fast alle n K u l - turstaaten bemerkbar macht, daß aber Grad und Tempo des Rückgangs nicht nur in den einzelnen Staaten, sondern auch innerhalb unseres Volks in den einzelnen Gegenden und sozialen Klassen sehr verschieden ist Besonders wrrl- sam und einleuchtend ist jene Tafel, in der der Geburten luckgang Frankreichs im vergangenen Jahrhundert als Zukunftsbild für die Weiterentwickclung in Teutfchland dar- gestellt wird. Reben diesem überaus aktuellen Problem aus dem Gebiet der Bevölkerunasstatistik werden di. sterb* lichlcitsverhältuisse als statistischer Ausdruck für den stand der Hygiene veranschaulicht, insbesondere die stcrblichkeits unterschiede in Stabt und Land, Rückgang der sterblichkeu und Säuglingssterblichkeit, ferner einleitend einige Tafeln über die Grundtatfacheu der Bevölkerungsstatistik, über das verschiedene Wachstum der Bevölkerung und fenie I Ursachen, die Eheschließungen, Geburten, Todesfälle und

Wanderungen.

Merichtcten, au den Bundesrat eine Eingabe gerichtet, in1 tkt er die Aufhebung des Jefuitengcsetzes erbittet und diese ^Stellungnahme ausführlich begründet. Tie Eingabe lautet

EiÄ derKöln. Volksztg." u. a.:

Hoher Bundesrat! Seit mehreren Monaten liegt dem Bundes Tot ein '.Antrag ber Kgl. bayerischen staatsregicrnng vor, den ficgrifi ber gemäß ber Bekanntmackning des Reichskanzlers vom 5 Juli 1872 ben Angehörigen ber Gesellschaft Jefu verbotenen crdenstätigkeit autbcnnfd) zu interpretieren.

Tic unterzeichneten Erzbischöfe unb Bischöfe des Königreichs Ivayern würben ihre oberlnriliche Pflicht versäumen, wollten sie rt untcrlaffcn, in einer solchen ernsten Lage ihre Stimme für I tne Forbeningen bes Reckstcs unb ber Gerechtigkeit zu erheben

Das Reick-sgesetz vom I. Juli 1872, ben Orben ber Gesell- Efdicft Jesu betreffenb, ist das einzige zurzeit im Teutleben Reicks f beficbenbe Ausnahmegesetz. Es ist von den deutsckxm Katholiken r eon jeher als eine Hngerechtigkeit und unverdiente Bedrückung

vermischte».

Ter erste Blaustrumpf" und die Im vf una. Von Herrn Rechtsanwalt Tr. spohr erhalten wir aus Hol* tenau b. Kiel iolgenbe Zufchr.ft:sehr geehrte Redaktion! sic roinben der Lady Montaguc im «zraiiCi,.Feuilleton Ter erste Blaustrumpf" in Rr 10.3, 3. B att, den Lorb«r bafür, baß sic angeblich bieImpfung" populär gemacht habe, bic sie angeblich in Konstantinopel kennen gelernt habe. WaS bod) alles bazu herhalten muß, um bic ,,sck,utzpodenimpiung . immer wieder zu emptehlen. Dabei ist,bie;c erst mehr als 30 Jahre nad) bem Tode ber guten Laby von Jenner cingnubrt roorbat. Was bic Laby Montague an ihren Kindern hat tun lasten, war bic sog.In 0 kulati 0 n", bie man heutzutage als ein Kapitals ocrbrcdicn bestrafen würbe unb längst streng verboten hat. vxraoe bic Beseitigung der wahnwitzigen Jnokulatwn, der die großen Epidemien des 18. Jahrhunderts größtenteils ^tr Last fallen, ist das relative Verdienst der Impfung. Der Fortschritt der Mensch- heit geht von Fehler zu Fehler mnb man mu|; fdjon lehr froh fein, wenn ber folgende Fehler nicht mehr ganz so toll ist, wie der Dorangegangene."

" Ratschläge für deutsche Mädchen in franzö­sischen Diensten. Halbamtlich wird gemeldet: Tic beutfdjen Konsularbchordcn in Frankreich merben in weitgehendem Umfange mit Vermittlungsanträgen deutscher Erzieherinnen, Kin­de r s r ä u l e i n s und wechlicher Dienstboten belaßt, bic |id> burck ungerechte Behanblung seitens ihrer franzöflfckieii Dicnst> herrsck^aft'beschwert fühlen. Derartigen Befchwerbeu laßt stch nach Anfickber Konsularbchörbcn baburch am besten Vorbeugen, baß deutsche Mädchen, die nach Frankreich in Dieiift gehen wollen sich vor Annahme einer Stellung über die Perwnlichreit ber Dienstherrschaft, erforderlichenfalls unter ^nanspruckmabme bes zuständigen Konsulats, erkundigen. Vor Antritt des Dienstes sollten sie sich mit einem Geldbeträge versehen, der es ihnen, wenn sie die Stellung aufgeben, ermöglicht heiinzurcisen! I oder wenigstens sich zu behelfen, bis lie eine andere stelle erhalten ober fremde Hilfe finden. DemRotabreifenbuchbcin des Inter­nationalen Verbandes der Freundinnen junger Mädchen' roirb in solcher Lage die erforderliche Belehrung zu entnehmen sein. Dieses, sowie zur Legitimation einen Reisepaß oder Heimatschein hat sich daher die in 'Frankreich Dienstnehmende unbedingt zu bc* schaffen Vor Annahme sogenannter Stellungen ..au pair ist grundsätzlich zu warnen Unter allen Umstanden empfiehlt sich ein schriftlicher, in deiben sprachen abgefaßter Vertrag.

v 13-

s'l-ddlezl'M-k^

I1° niejflV

Baycrifchcn Regierung in dem E/laß vom 11. Marz 1912 ge- gebenc Interpretation des B grins Ordenstatigkeit m 1 i,i Haupt t fache ber katholischen Auffassung nahe kommt, baß msbefonders ol3 OrdenStätigkeit nur jene Hanblungeii gelten konnm, bie an Orben als solcher durch seine Mitglieder kratt eigemm Rechts und unter Auösckxilnm.g icbcr birekien ?lnorbnungsbefugnis der Zprengelpfarrcr unb ber Tiöjefanbüdxüc vornchrneii laßt, daß I ober nad) Aushebung des S - des Jesuitengesetzes eme Ausdehnung des Begriffes OrbenStätiglcit auf allgemein Prester licke Funktionen, bic anshiltsweise nachlnorbnungcn ber ^rts- Pfarrer und in voller Abhängigkeit von demselben vo^enommen werden, keine Interpretation wäre, lonbern als neue angesehen werden müßte, bi* auch über den sinn unb Wortlaut noch w Reckst bcflchcnbeii Teil des Gcetzes tstnausginge.

Ta nack der bayerischen Interpretation nur das als erlaubt ,u I gelten hätte, was latsäck lich seit vielen Jahren vielerorts un- - beachtet vor den Augen der Behörden geichchen ist, so muß eine versckiänte Aenderung ber fraglichen Interpretation »ck ^gleich ! gegen die vieljährige mildere Praxis wenden und darum in ihrer I I Ausführung vom katholischen Boll als eine neue Kulturkamvis

1 Als Bischöfe des katholischen Bayerns halten wir uns lur ver I ck-lichtet bic ehrerbietige unb eindringliche Bitte an den hoben Bundesrat z>, richten, bic in einer VnnbeSratsbekanntmachiing

| -igens verbotene Abhaltung von Di 1 ff tonen Kitene I b-r Mitglieder ber Gesellschaft Je,u kumtig gcitattcn ,u mollcn

I lie Missionen sind nickts anderes, als zmammenhangende 11nter I .Teilungen über wichtige Wahrheiten des Heils unb t,eT rci^1^

Pflichten des Glaubens nad) ben Vortckrnten des diriftlicha. Raubens unb der christlichen Sitte, nebst «nl^g rum würdigen Empfang ber Sakramente unb zur wahren Besserung des Lehens j Tie^^lbhaltung von Missionen ist eine rem lecliorglidu uni mn nickt als Ordenstätigkeit bezeichnet werben. D.e Jeimteu hängen bei dieser Xätigfnt nickst von ihren ^rn, sondern vom . Ortspfarrer bezw. vom Tiözeianbucko, °b. Bon letzterem emp || angen sie bie Sendung -zur Verkuiidigung des göttlich; n Worte. , s! unb bie Vollmacht zur Absolvierung der Bcickstenden un 3ticb- I Trabt. Ter Einiluß ber M'ssion n schärst das Gewißen unb ben

Glauben, unb kommt damit, 'vic bekannt "t.^auch der sozialen Ordnung zugute, weil durch die Missionen die Sittlichkeit geweckt,. i i-doben und gefördert, unb das P'l.dstbewußtsem gegen jtbe von I Gott gesetzte Autorität gehoben und gestärkt wir.... .

Ter Bundesrat sollte sich unseres Erackten.' an dte reine Rechtslage halten. Wollte er in der von den Blfchosen ge- 'rünschten Weise ein Entgegenkommen zeigen ,o wurde er das Zentrum doch nicht befriedigen denn dMem ist ia da_^ pan$c Gesetz zuwider. Wenn die Angelegenheit wirk Lid) emer Neuordnung unterzogen werden soll, so mag fich cm besten der Reichstag darüber ent)chließen.

Höchste Temperatur am 19. bis 20. Aug. + 20,9 * C.

L.iebrig'ie , 19. , 20. , + ls.3 C.

vtieberfchlag: 24,5 mm.

Rilll

rtb in allen Lose-Seckc 1

ohlen. uabnabtT.ililengcsetzes and) bem kalholnchcn Empfinden Rechnung

Minknusw. Geue^ ,u tragen unb alles ausziistl iben, was den Geist der Ent icb Richard vu»»- j,fbuni1^cit bes Gesetzes gemahnt, und m den den ticken Katho- euenLMkU.Uk >(1A Gefühl ungerechter Bedrückung und Einengung der

lrn^«religiösen Beialigiing erwecken müßte. f

ListeBPf^UM Hatten un-- hierbei zu bemerken, daß bic von der Kgl.

acknabme Lose-M- -,r.kam h rtTtr 1 1 1912 QCr

mebmigten (bft stets zu haben-;

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