SUPPEN
Drittes Blatt
162. Jahrgang
Erschein! täglich mit Ausnahme des Ecmnta-r.
ic Stabt Gießen bas erforderliche Terrain
solches in Gießen zu errichten, falls auch andere
Zur Beachtung!
ins den für ein Bc
so daß, loenn bi. man rechnet mit mindestens 5000 Quadratmeter) als Ge eUschaftcr, mit Ansatz eines mäßigen Preises, einbringt man dies gewiß sehr willkommen heißen würde.
MAGGI* Suppen tragen auf der Umhüllung jedes Würfels den Namen MAGGI und die Schutzmarke -**► Kreuzstern. Achten Sie gefälligst darauf beim Einkauf, denn andere Würfel stammen nicht von MAGGI. C17/,
UuiDcrfitätsdlacbricbtcn.
- Ter Geheime Medizinalrat Prozessor Tr. Karl Bon- hoeffer, Titeltor bei- vinclna tri scheu und Neroenklinik in Breslau, bat einen Shit auf den durch den Rücktritt bet» Professors Ziehen erledigten Lehrstuhl der Psychiatrie an ber Berliner Universität erhalten.
- xaS IIorletuno »erzeichniS bet Hande
, ochschule TI a n nhei in ’üv das ©onunedeincfter 1912 ist er- schteueu rnt> kann von der Handelshochschule Tlonnbeini (A 4, 1), die auch au' '21 n i v a g e n g e t u Auskunft erteilt, unentgeltlich bezogen werden.
£te ^Wietzener jframllienblätttr“ werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigeleflt, das ..Kretiblen fflr des Kreit «letzen" zweimal wöchentlich. Die „renbwtnichgstllchen Lett- kregen" erscheinen monatlich zweimal.
Samstag, 17. Sebruar M2
Rotationsdruck imb Verlag der Vrüblichen UnwerükätS - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, «Ließen.
''»Abteils Ü« = 1,71 > ’ 'n Abteil^. ' Ja = i,5i y.
Fällen mußte die @tnrid)hmg als dringendes Bedürfnis und gemeinsamen Interessen dienend erscheinen lassen.
Der Bau und bte Betriebsleitung der in Gießen zu errichtenden Anstalt ist, wie in Straßburg, in der Form der G. m. b. b. gedacht: die beteiligten Beruf sgenosienfckaft en und sonstigen Bersielserungsträger erhalten dadurch einen Einfluß und können, was sie wiederholt betonen ließen, ihren besonderen Wünschen mehr Geltung verschaffen. Man hofft, den Pflegesatz auf 3.30 Mk. stellen zu können Tic Mittel sind aufzubringen durch verzinsliche, zu amortisierende Törtchen und durch Bereitstellen des entsprechenden Atapitato infolge der Beteiligung der am Unternehmen interessierten Berwaltungen, wobei das Maß des Interesses fit: in der Höhe der Einlage kundgibt. Tic Aufwen düngen, die hternad) von den Beteiligten zur Verfügung gestellt werden, können nach den gesetzlichen Bestimmungen aus den Rücklagen entnommen werden, so daß auch die gezahlten Stammeinlagen als Teile des Reservefonds erhalten bleiben.
Tic Einlagen können auch in Sacheinlagen bestehen,
Einem unter so günstigen Aussichten begonnenen und mit so regem Eifer borbereiteten Unternehmen kann man ohne llcbertrcibung die Diagnose: ..kerngesund und sehr entwicklungsfähig" stellen und es bleibt zu wünschen, daß die Beteiligten, also Staat, Landstände, Berliüicrungstra- ger und nicht zuletzt die Stadt Gießen selbst, sich der Ein- sicht nicht verschließen, daß hier eine Sache vor ihrer Per- wtrllichung steht und deshalb mit allen Kräften unterstützt werden muß. die das Interesse aller Kreise beansprucht und für den Fortsdiritt der .rtabt Gießen von einer Tragweite sein wird, die vielleicht jetzt von den meisten nod) gar nicht verstanden werden tonn
Kleine Eaaeschronik.
In Zetmarncmetv Ungarn* kam es infolge eines fle* rinfliüfligcn Streites im Ballsaal zwischen einem Honvedleutnant und einem Beamten zum Zwcikampie, wobei ber Leutnant seinem Gegner den Kops spaltete, so daß er bald daraus starb.
In N e u y o r k wurde der Kassenbotc ber East River Bank mitten im Finanzviertel ber Stadt um 25 000 Doll, beraubt.
Das Dors Panhola int ungarischen K'omitat Szatmar wurde durch Hochwasser teilweise zerstört. Einige Häuser sind eingestürzl. Militär arbeitet an der Rettung der Bevölkerung, sowie ihrer Habseligkeiten. Ungesähr 10000 stück Geflügel und Vieh sind sortgeschwemmt worden. Zahlreiche Ortschaften tn der Umgegend von Panyola sind überflutet.
In Steinbach bei Lahr i. B wurde gestern früh die 78jahrige Frau Isemann völlig verbrannt in ihrem Zimmer aufge'fundeu. Sie pflegte bei offenem Licht zu schlafen. Wahrscheinlich hatte sie die Lampe im Schlafe umgeworfen, wodurch das Bett in Brand geriet.
Bei Altoo na in Pennstilvanien ist ein Personenzug entgleist. Vier Personen wurden getötet, 40 verletzt.
Pas llnfallkranlenlM; in Sietzen.
Von Rechtsanwalt Raab, Gießen.
Der Plan, ein Unfallkrankenhaus in Gießen zu er» Ä rtdsten, ist in letzter Zeit wiederholt in der Presse erwähnt Imb auch sonst erörtert worden Es ist deshalb wohl der h?nlaß willkommen, wenn ich als Mitgli^) des Vorstandes Iber Ortskrankenkasse Gießen hierüber einiges mitteile.
Ursprünglich hatte nad) ben in ber informatorischen J Versammlung im pathologisck)en Institut am 29. Januar § kaufenden Jahres voin Geh. Reg.--Rat Bichmann, dem Vor- siyenden der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossen- jdiaft für das Großherzogtum Hessen, gemadften Angaben diese die Absicht, in Darmstadt, am Sitz der Bernfsgenosscii-
Redaktion, Expedition und Tmderel? 6*ul- ftraßc 7. Erved-.non und Verlac e«# bl Äcbaftwn:e^l 12. rel.-Adr.:21nzeigerGietzen.
Spkiplan des Siebener Ltadttheaterr.
Tircltion: Hermann Steingoetter.
Sonntag, den 18. Februar, nachmittags 47. Ubr, 'ßeTtieirien Preisen (unter Alitwirkunq der Kapelle des hiesigen Infanterie- ReqimentS): Zum letzten Riale: .Buininelstudenten." Ende 6K Uhr. AbendS 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: .InliuS Cöfar/ Ende 11 Uhr. TienStaa, den 20. Februar, abends 8 Uhr, bet tleinen Preisen : FaschmgS - BorUellung : „Pension Schotter.* Ende 10 Uhr. Mittwoch, den 21. Februar, nachmittags 37, Uhr, bei Volkspreisen : Schüler - Vorstellung : .IulmS Cäsar.' Ende 107. Uhr. Freitag, den 23. Februar, abends 8 Uhr (17. FreitagS» Abonnement-Vorüellung»: „Julius Cäsar/ Ende 11 Uhr. Sonntag, den 25. Februar, abends 77, Uhr, bei kleinen Preisen: Benefiz für Regisseur Hermann Norden: ,Jm weißen Rößl/ Hieraus.: -Als id) iviederkam." Ende 107» Uhr.
.Husten—Heiserkeit
beseitigt man am raschesten durch Lahoda-Dragee», iebr schleim- lösend, beseitigen den Reiz und klaren die Stimme. Laboda Trag^eS beiteben aus Tannenwalddust und Menthol und sind nnidianbar bei allen frato Luftröhren und Kcblfovffatarrben. Preis M. 1.50, in Avotbeken erüciltlid); wo nicht vorrätig, wende man sich an die. Engel Apotheke, Frankfurt a M.Du/i
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Städt.Polytech nleh ra nstalt
und Bdü JnAenieurwesen. .y2ß3fln-5tdwn Frankfurt Programm durch das Sekretariat.
Beginn der Semester Aent u. Oktober
vüchertifch.
— .ScherlS S p r a ch e n v l l e g e" betitelt sich ein neues und, wie es scheint, recht erfolgreiches Snttem für das fremd forachige Studium, das tn der Bibliothek Sdierl (Berlin erscheint. ES bringt in regelmäßiger Folge m Bändchen von ungeiähr 100 Seiten Umfang "Romane und Erzählungen guter französischer und englticher Schriftsteller. Jeder Band bietet auf den rechten Leiten eine möglichst wortgetreue, aber dach ungezwungene deutsche Uebersetzung in solcher Anordnung, daß für icdeS fremdsprachige Wort (auf den linken Seiten) das entsprechende deutsche gefunden wird. Tte Scherlsche Sprachenpslege verlangt kein niuhsames Ein- prägen von Vokabeln und fltnminatilcben Regeln: der lernende soll vtelinehr in genußreicher Lektüre den Gang der Handlung ver- folgen und ohne die zeitiaubende, störende Hilfe des Wörterbuches ben fremdspiachigen Lext verstehen lernen. So zeigt sich die neue •lUctbobc sur alle dieienigen, die ihre fremden Sprachschätze im L'aufe der Zeit vernachläisigten, oder denen trockenes Schul- oder Scliftflubnun die Vutt am Weiterlerncn verdorben hat, als ein neues biauchbaieS Mittel, auf stets fesselnde Weise und auf dem natürlichen Wege der Lektüre ihre Sorachkenntnisse zu erhalten und zu erweitern — Welchen Vorteil die volltommene Beherrschung fremder Sprachen in beiuslicher oder gesellschaftltcher Hinücht bedeutet, hat wohl jeder, der über nur inmtqelbaile Kenntnisse verfugt, oft schon selbst empfunden. Tie Bändchen sind lehr sauber ausgettattet, gut gedruckt, m praktischem Taschenformat und in biegsamem Lemenband hergestellt.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefjen
laße in Abltil., I er = 16,86 Zi I Verschied. I
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mit passendec - , 21. Februar Gr. Bürgernien in die Erofsniuiz er stattfindet, gen von )ie nähere
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fam gelegcntlid) aud) zur Besichtigung des mustergültig |euigcrid)tetcn unb geleiteten ,,llnfallkrankenhauscs" in f Straßburg, bas in ber für solche Zwecke einzig empfehlens teerten Form der „Gesellschaft mit beschränkter Haftung errichtet ist, die sid) and) dort durchaus bewährt hak E-. haben sich bort vier Gesellschafter mit je 30 000 Mk. bc tfiligt, die mit 3’/2 Prozent verzinst werden. Die Stab b Straßburg hat bankenswerter Weise bas erforderliche Ge> lande zu mäßigem Preis zur Verfügung gestellt. Die Ge- iamtherstellungskosten beliefen sich auf 150 000 Mk. Die Scntabitität ergab sich schon im Lause des zweiten Iahrec- derart, daß auch die Einlagen schon verzinst werden tonn mt. Der Pflegsatz (ärztliche Behandlung und Arznei ein
Umgriff eit) stellte fid) auf täglich 3.60 Mk.
Man hatte dort in erster Linie eine Unter» suchungs-, B e o b a d) t u n g s - und Begutadi tungsanstakt und in zweiter Linie zugleich eine Heil an ft at t geschaffen und man legte vor allen Dingen Wert aus die m ö g l i ch st beschleunigte W i e d e r h e r st e l - tun g ber Arbeitsfähigkeit.
rufsgenofsenschaften und sonstige Bersicherungsträger hier bei ihre Unterstützung zusagen würben. "Die Verhand- jungen, die Prof. Tr. Bötticher (Gießen) mit Berufsgenossen. jrfiflften pflog, hatten das Ergebnis, daß mau sich für tue Sache interessierte und Mitwirkung versprach. Es
Stamm (M- 912. jfterei Snnerob.
Man hofft, daß, wie sdwn bisher fid) reges Interesse gezeigt hat, auch weiterhin die Angelegenheit rasche Fort- fd)titte machen und namentlich die Finanzierung des Un crnehmens keine Sdimicrigfcit bereiten wird. Den Sd)(u|-; >er einleitenden Aktion bildete die in der informatorischen Versammlung gefaßte Entsd)ließung, burdi die die Erridi ung eines Lehrstuhls für soziale Medizin befürwortet und ,iic Erbauung eines Kur» und Genesungsheims für Unfall verletzte lUnfallkrankenhauses) unter Einbeziehung von Beschäftigungstherapie (b. i Porbcreitung Verletzter für an öerc Berufe) im Ansdiluß an die medizinische Fakultät )cr Landesuniversität sur wünsdienswert unb zweckbicn tid) erachtet wirb. Unter der Voraussetzung, daß die ^roßh. Regierung zwecks Förderung der sachlichen Ausbildung der jungen Aerzte aus dem Gebiet der llnfallheil- unbe Die Errichtung des Lehrstuhls für soziale Mcdizi n genehmigt und hiervon bem mit ber weiteren Vorbereitung bes gesamten llnlernehniens betrauten Vorland der land» und sorstwirtsdtaftlichen Berufsgenossen schäft Kenntnis gibt, haben schon mehrere Vertreter von Zerussgenossenschaften und andere Bersicherungsträger sich für die Erbauung eines Kur- und Genesungsheims i n G i e ß e n ausgesprochen, und der Vorhand der land- und forslwirtschastlid)cn Berussgeiwssen- schaft hat bereits beschlossen, unter der erwähnten Voraussetzung der zu bildenden Gesellschaft mit beschränkter Has- ung mit einer aus dem Reservefonds xu entnehmenden Summe als Einlage beizntreten, wenn sich mindestens sechs Berussgenossenschaften ober onbere Versicherungsträger in gleicher Weise und mit dem gleichen Kapital an bem Unter nehmen beteiligen. Ebenso hat bic Landesversicherungsanstalt, obwohl nach ihrer Erklärung das unmittelbare Interesse an der Errichtung eines Unsallkrankenhauses nur \ering ist, schon eine Beteiligung in ber Form in Aussicht ^stellt, baß sie bis zur Halste ber auszubringenden Mittel icgcu Z'/rprozentige Verzinsung auf hypothekarische Sicher- lelliing darleiht, so daß nur die andere Hälfte durch Stammeinlagen geleistet werden müßte. Von verfchiede- nen Berufsgenossenschasten, wie der Steinbruchs-, der Tiefbau-, der Fuhrwerks-, der Brauerei- und Mälzerei-Bcrufs- qenossenschaft, ist die Beteiligung mit ansehnlichen Beträgen zugesagt worden, mit anderen Versicherungsträgern schwe- ben noch Verhandlungen. Man erwartet, daß die Bau- gewcrks-Berufsgenossenschaft fid) anschließt und daß aud) bie Ortskrankenkasse Gießen das Unternehmen unterstützt. Bezüglich der Hauptbeteiligten rechnet man mit einer Einlage von mindestens je 30000 Mk.
Die landständische Vertretung ist bereits für die Angelegenheit interessiert worden: es ist den Abgeordneten, Die die Regierung bei dem Antrag auf Errichtung des Lehr- kuhls für soziale Medizin unterstützen sollen und hofsentlid) feine Schwierigkeiten machen werden, zur Unterrichtung über die einschlägigen Fragen das in Betracht kommende Material zugegang'en.
Man will die Anstalt, um die Rentabilitätsfrage gün- tiger zu gestalten und da mit Bestimmtheit bei der von allen Seiten zugeficherten reichen Zuweisung des Unfall- grankenmaterials eine hohe Frequenz zu erwarten ist, zunächst aus mindestens 100 Betten (also etwa im Rahmen des Straßburger Unsallkrankenhauses) cinridften, hierbei aber die Entwicklungsmöglichkeit von vornherein mit .ins o(uge fassen, so daß die Anlagen gleich so getroffen werden, daß bei notwendiger Vergrößerung ohne bedeutende Mehrkosten die Erweiterung vorgenommen werden kann.
Es ist auch vorzusehen, daß ausnahmsweise, bei hinreichendem Platz, Privatkranke, wenn bic Satzungen dies, nrie bestimmt zu erwarten ist, für zulässig erklären, Ausnahme finden können, so daß der Kreis der Jnterefsenten sich über die der Ortskrankenkassen und Berufsgenosfen- fduiften angehvrenden Klaffen hinaus auf das ganze Publikum, soweit es in die Lage kommt, UnfaHiürforgc in Anspruch nehmen zu müssen, erstrecken wird. Die Sache erhält damit eine allgemeinere Bedeutung und verdient deshalb die Teilnahme weitester Schickten der Bevölkerung.
Man hofft, daß der Staat sckon die nötigen Vorarbeiten baburdi fördert, daß er durch seine entsprechenden Organe kostenlos die erforderlichen Skizzen, Plane und Lor- ‘ anschläge bearbeiten und zur Verfügung siellen layt.
fdKift, lediglich für ihre eigenen Zwecke ein Kur und Ge- uesungsl-eini (U n f al l k r a n ke n y a u s) zu errichten. Man '5 iafjtc auch schon bald die Erteilung eines Lehrauftrags [yffür „soziale Medizin" an der Landesuniversität h? «fuge uni) kam in Verbindung damit in der Folge auf WGedanken, statt des in Darmstadt beabsichtigten, nur |h speziellen Zwecke gedachten Unsallkrankenhauses
Kuranstalt Hofheim T.L
(1 3 Stunde von Frunkfurta. M. . für ErholungabedOrfUge. -----
Nerven, und ;nnere Kiaufce. Sommer und Winter beetr
--------- Prospekte durch ---------' DM
Dr. M. Sohulze-Kahleyss, Hervenerzl. MM>
Der Präsident des Reichsversicherungsamts hatte mir Znteresse von der geplanten Errichtung eines Lehrstuhles jur soziale Medizin an der Universität Gießen Kenntnis flenommen und vom Standpunkt der vorbeugenden Heil- nirforge, die zu den wichtigsten Aufgaben der Versicherungs- trager gehört, es begrüßt, daß in Verbindung mit dieser 6rrtd)tunq des Lehrstuhles and) ein Kranken- und Gene sungöheim nach dem Straßburger Muster hi Gießen ge- gründet werden sollte, unb zwar eine Heilstätte, die, wie Prof Tr. Bötticher in der erwähnten Versammlung aus führte, nach hygienischen Grundsätzen einwandsfrei sei, genügende Operationsräume, Röntgen-Einrichtungen, Heiß uft- und Badevorrichtnngen, Bcwegungsräume, zuver ässiges Personal und gute Aerzte habe. Tic Zahl der Un aUverlctzten ist (nach seinen Ausführungen! schon bisher in Gießen beträchtlich gewesen: es ist bei Beteiligung mehrerer Berufsgenossenschasten mit Bestimmtheit eine Steigerung zu erwarten. Tie au erridftenbe Heilanstalt soll lediglich der Unfallfürsorge dienen und sie bietet ins besondere aud> für bic mebizinische Fakultät und ihre Hörer manche Vorteile, nicht zum geringsten sdwn durch die gründ liebere Ausbildung der Studierenden in der Unfallmcdizin lud) die Juristen müssen sich auf diesem Gebiet unisehen. Ten Aerzten fehlt vielfad) das Verständnis für eine fach- Imäftc Behandlung der Unfallverletzten; die Absastung
-r Atteste, die Einschätzung des Grades der Erwerbsun ihigkeit verlangen jetzt eine ganz andere Vorbildung, und Dar eine klinische. ,,,, .
Bisher haben nur drei Hochschulen (Berlin, Bonn und traßburg) Unfallmedizin Lehrfächer. Seit Jahren wird bet auch in Gießen an der Landesuniversität schon eine Vorlesung über „Unfallkunbe" von Prof. Tr. Böttiche: elesen, und er I)at gefunben, daß trotz der unzureichen en Einrichtung und der geringen Mittel und obwohl das -ach kein cigcntlidier Prüfungsaegenstand ist, die -studieren kn dod) gern unb mit Eifer diese Vorle>ung hören.
Gin Ünsallkrankenhaus dient jedoch der medizinischen Sissenschaft besser, als die rein theoretisd)e Unterroenung. ö handelt sich bei diesen Gebieten einmal um bte Gin- ubrung in die soziale Gesetzgebung und dann im die gründliche Schulung an der Hand von 'iusreichendem Unfall material.
Die Grotzh. Regierung hatte den Antrag des Vorstandes kr land- und forstwirtschaftlichen Beruksgenossenschaft, auch ihrerseits durch Errichtung eines Lehrstuhles für soziale kledizin an der Landesuniversität den 'Scitrebungcn einer »crständnisvolleu Betätigung aus dem genannten Geb'et iethnung zu tragen, wohlwollend entgegengenommen. Auch )ie Fakultäten hatten die gegebene Anregung dankbar auf- Kommen. Bei den beteiligten Veriicherungstragern hatte ran schon längst erkannt, daß die Schäftung nner Zentral itfle für bic Turchsührung bes Heilverfahrens in den ver- iqiebenen Gebieten ber Heilkunbc gerade im Aii cklust an Mc Landesuniversität außerordentliche vorteile vieie^ ichon bic Möglichkeit einer autoritativen Vegutachtung llniallverletzter und Kranker in den vielen zweiielhasten


