162. Jahrgang
Dritter Blatt
V. 271
Erscheint tä-lich mit Ausnahme des Sonntags.
pAiva in allen Arten. Qualitäten und Ausführungen von Mk. 3.—bis 200.— bei A. Salomon &. Cie. (a7/i.
fohlene Nachahmungen weise man stets zurück.
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in Wetzlar, laichen zu Fulda zuin Diehl in
den Fiebers usw.) zu beachten. Gerade dann trägt die zweckmäßige Anwendung der Guajacose, unter Jnanspnich- nahme des Arztes, den man nicht nur in vorgeschrittenen Fällen fragen soll, die besten Früchte.
Weil die Guajacose selbst für Kinder gut bekömmlich ist, eignet sie sich vorzüglich für länger währenden Gebrauch. So gibt es viele Leute, die sonst regelmäßig in der rauhen Jahreszeit von Bronchitis und anderen Katarrhen der Atmungsorgane geplagt wurden, aber dank einer rechtzeitigen Guajacosekur jetzt davon verschont bleiben.
Die Erfolge des Guajacosegebrauchs äußern sich in Appetitsteigerung, besserer Ernährung und Kräftigung des ganzen Körpers, Muskelanfatz, Gewichtszunahmen, dann aber auch im Einschränken von Husten, Auswurf und Beseitigung der sonstigen Krankheitssymptome.
Man verlange die Guajacose in Lriginalflaschen zu M. 3.— in der nächsten Apotheke und achte genau auf Namen und Originalpackung, in der sich auch die Gebrauchsanweisung befindet. Als ,,Ersatz" oder „gleich gut" ernp-
Samstag, 16. November 1912
Rotationsdruck und Svrlag der Brübl'lchen Universitär- - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
kirchliche Nachrichten.
Loangelncye (oemeinoc.
Sonntag, den 17. November, 24. narb Trinitatis: Kollekte zum Besten des Rirchboues der evangelischen Gemeinde zu Frei-Wembeim.
Sotlerdicntt.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 9Uhr: Proiessor D. Schian.
Vormittags 11 Uhr: Mililärgottesdienst.
Plärrer Schwabe
Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Marlusgememde.
Pfarrer Schwabe
Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche.
Piontag, den 18 November, abends 8 Uhr: Versammlung der fonfirnuerteit weiblichen Jugend der Matthäusgememde.
Donnerstag, den 21. Noventber, abends 8 Uhr, im Markus- aale: Bibel stunde. (Bries an die Philivver.)
Pfarrer Schwabe.
3n der Johanneskirche.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer B c ch t o l s h e i m e r.
Vormittags 11 Uhr: Kindertirche für die Lutasgemeinde.
Pfarrer B e ch t o l 4 h e i m e r.
Abends 5 Uhr: Pkarrassistent Hoffmann.
Abends 71/, Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde im Lukaslaale.
Abends 8 Uhr: Bibelbefprechung im ^ohanneSsaal.
Dienstag, den 19. November, vormittags 9 Uhr, im JohanneS- saale: Dekanatssynode.
Mittwoch, den 20. November, abends 8 Uhr: Bibel stunde im Lukasfa..ie. (Tie Gleichnisreden Jelu.)
Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.
Freitag, den 22. November, abends */-6 Uhr: Bereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgememde im Johannesfnale.
Nächstkunlligen Sonntag, den 24. November, als am letzten Sonntag des Kirchenjahres: Feier dds Totenfestes.
Der Wartburg-Verein (Wetzfieinsirane 38) veranstaltet jedeii Sonntag abend einen Vortrag, jeden Dienstag abend eine Vibelstiinde, leben Mittwoch abend eine Turitstunde und jeden Donnerstag abend einen Lese- und Spielabend.
Das Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehr- a n st a l t e n findet Halt im JohanneSsaal, und zwar jeden Mittwoch nm 6 Uhr für die jüngere Abieiluiig, jeden Samstag um 6 Uhr für die ältere Abteilinig. Das Bibelkränzchen für Schülerinnen Höherer Lehranstalten atts der Johannesgememde ist Dienstags um 6 Uhr.
Hu» Stadt und (and.
Gießen, 16. November 1912.
" Bahnpersonal-Nachrichten. Ernannt wurden die Hilfsbahnwärter und HiltSweichensteller Fleischhauer
Für dringende Fälle ist Sonntag, den 17. November» sicher anzutreffen : D* /n
Zahnarzt Seltersweg 77.
Die „Giehever Semilienblötter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. Die „canbwirtschastlichen Seit fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Landwirtschaft.
= Ulfa, 15. Nov. Am 29. November, vormittags 9 Uhr, findet hier eine Vorführung der zuchtfähigcn Stuten und Stutenkörung für das Pferde st a m m b u ch statt, zwecks L rien ticning über die Auswahl der für die geplante Hengststation er forderlichen Deckhengste. Im Anschluß daran ist eine Versammlung der Interessenten vorzusehen. Alle interessierten Pierdezüchlcr werden von der Landroirtickraftskammer ausgefordert, ihre zücht fähigen Stuten an genanntem Termin in Ulfa vorzusuhreir.
Die Erzeugnisse der
7/löbeb Fabrik ffy. Ehrhardt & tfofine Werkstätten für Handwerkskunst
♦ Darmstadt ♦
erwerben sich durch ihre zweckmässigen schönen Formen, die Gute des Materials und der Arbeit, immer neue Freunde. — Interessenten werden gebeten, die ständige Ausstellung von Musterwohnungen Feldbergstr. 36 zu besichtigen und kostenlose Zusendung des neuen Albums 7 „ Wohnliche Innenräume“ zu verlangen. (Id^\^
Ärriö Wctzlar.
X Werdorf, 14. Nov Haupt! ehrer Messerschmidt ift nach einer 47 jährigen Berufstätigkeit, von der er 44 Jahre hier gewirkt hat, in den Ruhestand getreten Mreididiuhnivettor Antdoni überreichte ihm aus diesem Aiilaß den Hausorden, Bürgermeister Hoemami überbrachte die Wüiyche der Gemeinde und Lehrer Fren die der Lehrerschaft.
Htffcn-Nassau.
sf Marburg, 15. 9tov. Tie seit Jahren geführten Verhandlungen wegen Errichtung einer G u t e rve r l a d e >l e l l c iind Erbauung einer Ueberführung am Süd-Bahnhof gewinnt jetzt greifbare Gestalt In die Kosten werden sich FiSku«, Staat und Kreis teilen.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckml- straße 7. Expedition und Verlag: e^söl. Redaktwm«E112. Tel.-AdruAnjeigerGieven.
** M i t der Ausstellung über den Alkohol i s- mus, die am Sonntag, 17. November, von Geb. Regierungsrat Dr. Dietz, dem Vorsitzenden der Landesver- icherungs-Anstalt, eröffnet werden lvird, hofft der hessische Gauverband ein gutes Stück Aufklärungsarbeit über diese Bolkstrankheit für unsere Stadt Gießen zu leisten. Tie Ausstellung wurde bereits in Mainz, Offenbach und Darm tadt gezeigt, wo man ihr durckpveg reges Interesse entgegenbrachte (Darmstadt 15 000 Besucher). Daneben hat der Verband eine Reihe von geeigneten Rednern zur Mitarbeit herangezogen. So wird am Dienstag Kapitänleutnant a. D. Paasche - .Hamburg über die Pflicht des deutschen Studenten gegen sein V o l k sprechen Natürlich wird der Vortrag auch für Nichtstudenlen von hervorragendem Interesse sein. Paascl^e, der vor einigen Jahren Südivestafrika bereist und dort auch an Kämpfen teitgcuommeii hat, ist mit Dr. Pozert, dem Verfasser des „Helmut harringa", Herausgeber des „Vortrupp". Diese Zeitschrift will die in dem Harringa-Buche niedergelegten Gedanken zur Tat führen helfen, um so unserm Volke eine neue, große, deutsche Kultur zu erkämpfen.
" l e 11 r »f a, c B ä o e r. au fdneü't un§ zu der kürzlichen Piittetlung, zu London fei un elektriscl>en Bad ein Menfch vom Strome getötet worden, daß dies mir der Fast fein kann, ivenn der Apparat (tunhrfd emltch veralletc Konstruktioni in Be- lumblnngsräumen mit Hnßboden ans Stern oder feuchtem Fuß- bcden steht und der Badeurom direkt von der Nenleitung ent- nominell wird, die Erdfehluß hat. Die modernen Anfchlußavvarate zur Avvlikation Hndroelektrifeber Bäder <wie sie in den hieüaen 'lnstalfn anfgefiellt finb) schließen eine derartige Gefahr voll- uändig aus, weil der Strom nicht von der Netileitima entnonnnen ivird, sondern von einer kleinen Zentrale, die mir durch den Strom 'ei Netzle.timg . ngetrieben ist. Irgend rodche Wemhren, weder für den Patienten noch für den Behandelnden bestehen alfo nicht.
Kreis Alsfeld.
-s- Merlau, 15. Nov. Bei Groß-Eichen, in Stockhausen, auf Seenbrücke und in Nieder-Ohmen sind große Eifensteinbergwerke im Betriebe. Es durfte aber zu den größten Seltenheiten gehören, daß in einer Gemarkung wie Merlau vier Sägewerke, die kaum 1ji Stunde voneinander entfernt liegen, im Betriebe sind. Zwei davon sind auf Mücke und die beiden anderen hier in Merlau. Drei Sägewerke werden mit Dampf- und eins mit Wasserkraft betrieben. Außerdem befindet sich noch in Merlau eine Dreschmaschine und auf der sogen. Herrenmühle eine mechanische tße bere:.
Schutz vor (Erfältungstrantf)dten und ihren folgen: Influenza, Bronchitis Husten), Cungentatarrh usw.
Im Winter, mehr noch in den llebcrgangsmonaten liegt ibie Zeit der Erkältungen, die weniger der augenblicklichen -Dwkung als der Folgen wegen gefährlich nnd deshalb gc suchtet sind. Besonders sobald die rechtzeitige, zweckmäßige Bekämpfung vernachlässigt wird und der Organismus im allgemeinen geschwächt ift. .
Zu einem wirksamen Schutz gehört deshalb zweierlei: Beachtung der ersten Krankheitsanzeichen und Erhöhung ber Widerstandsfähigkeit des gesamten Körpers, vor allem aber der Atmungsorgane. Auf diese Weise läßt sich eine Erkältung meist im Keim ersticken und das häufige lleber- v greifen auf die Atmungsorgane (Bronchien, Lungern ab- rjsnbcn. .
Die nötige Hebung des Kräftezustandes jcncitcrt nun i.lbr oft daran,' daß die Leistungsfähigkeit der Verdauungs- E ongane herabgesetzt ist. Eine reichliche ^peisezufuhr bc- driltet daun nur eine Last für den geschwächten Verdauungs-
in Watzenborn, Lind in Hungen, Friede. Hild Karl Jung II. in Haigcr und Schäffer in Bahnwärtern; der Lokomotivheizer Hering in Eisenbabn-Werkführer, der Eisenbabn-AuShclfer Wetzlar uim Eifenbahngebilfen «Weichensteller).
Kreis Lauterbach.
Grebenhain, 15. Nov. Tie für den südöstlichen Teil der Provinz Oberhessen in Aussicht genommene Gest ü t§= tation wird bestimmt in Grebenhain errichtet. Das erforderliche Stallgebäude nebst sonstigen Einrichtungen find im Gasthaus zum Darmstädter Hof bereits fcitiggefieüt worden, o daß bei der im Februar beginnenden Beschälzeit die Station besetzt werden kann.
Kreis Schotten.
«= Ulrichstein, 15. Nov. Vor einigen Tagen wurde mitgeteilt, daß es mit der Auto mobil-Omnibus- Linie Ulrich st ein — Mülle — Schotten —Lauterbach nicht recht vorwärts gehen wolle. Dem ist nicht so, wie von informierter Seite mitgeteilt wird. Es ist nach wie vor ein großes Interesse vorhanden, und die beteiligten Gemeinden Tpabcn ausnahmslos ihre Bereitwilligkeit zu den ganz geringen geldlichen Opfern, die ihnen zugemutet werden, erklärt. Der Probebetrieb ist zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen, und es soll nächstens, wenn der Schnee bleibt, gezeigt werden, daß der Autobus auch durch den Schnee nicht behindert wird. Zum Beweis, daß eine Autopost nicht nur für reiche Spazierfahrer und Reisende eingerichtet werde, brachte der Ulrichsteiner Arzt in der ätzten Komiteesitzung eine interessante Zusammenstellung. Danach schickt er allein aus seiner Praxis im Laufe eines Jahres über 100 Kranke ins Krankenhaus. Rechnet man, daß jeder .Vfranfc auch wieder zurückfährt und, während Knes durchschnittlich dreiwöchentlichen Aufenthalts in der Klinik, dreimal besucht wird von Angehörigen, so ergibt das schon einen stattlichen Verkehr von Leuten, die nicht zum Vergnügen fahren, auch auf gute und schnellste Beförderung Wert legen müssen. Die Angelegenheit hängt lediglich noch an der Gewährung des unbedingt erforderlichen Staats Zuschusses, der, wie man bestimmt erwarten darf, von Regierung und Kammer demnächst beraten und 'ewilligt werden dürfte. Beide werden sich den zwingenden Gründen, die eine Verbesserung des Verkehrs im Vogelsberg fordern, nicht verschließen können und wollen.
apparat. Erst wenn dieser wieder normal arbeitet, ist eine Neukräftigung des gesamten Organismus denkbar.
Ein besonders geeignetes Präparat, das gleichzeitig einen sehr günstigen Einfluß auf die Atmungsorgane ausübt, ist die Guajacose. Sic vereint die kräftigenden Eigenschaften der Somatose mit den antiseptischen, heilenden des Guajacols, das die Aerzte als das bewährteste Medikament bei Erkrankungen der Atmungsorgane schätzen. Die hier vorliegende Bindung an das Calcium, mit seinem bekannten günstigen Einfluß auf die Herztätigkeit, ist besonders zuträglich und wirksam.
Tank dieser zweckmäßigen Zusammensetzung und guten Erfolge wird die Guajacose ärztlicherseits bei Erkrankungen der Ätmungsorgane mit Vorliebe verordnet. Wenn sie natürlich auch in vorgeschrittenen Fällen erfolgreich Anwendung findet, wirkt sie doch besonders günstig, sobald sie sofort bei Beginn der Erkrankung gebraucht wird.
Es ist deshalb ratsam, gleich die ersten Symptome (z. B. Frösteln, allgemeine Mattigkeit, Husten, Anzeichen beginnen»
Unser kolonialer Baumwollanbau.
Nach dem Bericht des Kolonialwirtschaftlichen Monti- !ees über die afrikanische Baumwollproduktion 1910/12 sind . ruf) in dieser Berichtsperiode erhebliche Fort- chritte zu verzeichnen. Im Verhältnis zu den auf- ' ^wandten Mitteln und den weiter vorgeschrittenen eng- jschen Ävlonien erweisen sich die deutschen Ergebnisse gegenüber den englischen als vollkommen ebenbürtig. Der 1 2'rkaufswert der afrikanischen Kolonialbaumwolle betrug im Jahre 1911 rund 20 Millionen Mark. Der bisherigen Steigerung entsprechend müßten die ersten 100000 Ballen bereits im nächsten Jahre nahezu erreicht werden. Jeden- sckls berechtigt das bisher erzielte Ergebnis zu der Hosf- ining, daß die afrikanischen Kolonien im Verein mit den > । anderen nichtamerikanischen Ländern in absehbarer Zeit fine so ansehnliche Banmwollmenge auf den Markt bringen li>erben, um einen Einfluß auf die Bildung des Welt- Nlarktpreises gewinnen zu können.
In Deutsch-Ostafrika und Togo wurden erzielt im Jahre 1910 4373, 1911 6392 und 1912 (schätzungsweise) 11 000 Ballen ä 250 Kilogramm. Die Produktion hat s vcfy also i n den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. Deutsch-Ostafrika ist an der Ernte beteiligt mit 3900 Ballen gegen 4322 Ballen im Jahre 1911 und 2491 Ballen im Jähre 1910, Togo, wo die Entwicklungsmöglichkeiten geringer finb, mit rund 2000 Ballen, wie in den Vorjahren Der Erlös aus der Pro bultion 1911 bezifferte sich auf rund 2i/2 Millionen Mk. 'Der Durchschnittserlös für ostafrikanische Baumwolle in ben letzten drei Jahren ergab 83,5 Pfg. per Vs Kilogramm, für Togobaumwolle 65,5» Psg. per V2 Kilogramm gegenüber 77 Pfg. bezw. 57 Pfg. in den Jahren 1906/08. Die Qualität der ostafrikanischen Baumwolle aus ägyptischer Saat hat mit der Standardmarke „ägyptisch fully good fair", die ostafrikanische aus amckrikanischer (Upland-) Saat und die Togobaumwolle mit der Standardmarke „middling amerikanisch" im allgemeinen Schritt gehalten.
Von grundlegender Bedeutung für die weitere Entwicklung des kolonialen BanmwoUbaues ist die am 14. März? 1910 zwischen dem Reichskolonialamt und dem Kolonial loittschaftlichen Komitee getroffene Vereinbarung, nach welcher die Regierung das staatliche Versuchswesen: Baum ti'sllstationen, die Bekämpfung der Baumwollkrankheiten unb den meteorologischen Dienst, das Kolonialwirtschaftliche Komitee die mehr technischen und kaufmännischen Einrichtungen wie den Aufkauf, Bearbeitung und Verteilung von Saatgut, die Errichtung von Entkörnungsfabriken, , (Garantie von Mindestpreisen für Rohbaumwolle, wasser> j trirtschastliche Vorarbeiten usw. betreibt und organisiert. Diese Arbeitsteilung hat sich bewährt. Die Regierung hat in den letzten Jahren in Deutsch-Ostafrika vier, in | Togo zwei Baumwollstationen eingerichtet, auch in Kamerun wird neuerdings die Einrichtung von Versuchs Pflanzung en in Angriff genommen. Be- I »ährt hat sich auch das System der BaumwollwaKderlehrer Die Belehrung und Kontrolle der Bezirkslandwirte und ihrer farbigen Gehilfen, die das Land fortgesetzt bereifen, tinrfen erzieherisch auf die eingeborene Bevölkerung. In Daressalam, dem Sitz seiner Vertretung, hat das Komitee neuerdings ein Saatwerk zur Sortierung und Rei nigung der Saat und eine ständige Ausstellung von land- hnrtschaftlichen Maschinen und Geräten, insbesondere von ldaumwollkultur- und Erntebereitungsmaschinen geschaffen: mich ein Lehrkursus soll eingerichtet werden, um intelli geilte Eingeborene in der Handhabung von Maschinen, Mo toten usw. zu unterweisen. Erntebereitungsoirftalten sind zurzeit in Ostafrika 36, in Togo 11 im Betrieb Ein großer keil dieser Anlggen wurde durch das Komitee durch Lie ierung von Maschinen erst ermöglicht. Komplette Entkör nungsfabriken hat das Komitee 1910 nach Muansa, im ß Jahre 1912 nach Lindi im Werte von insgesamt 100000 * Nark geliefert, erstere als Pionieranlage, letztere, um dem eingetretenen Notstand in der Ernteaufbereitung abzu i. helfen.
Das Vertrauen auf die vom Komitee in Deutsch-Ost-- i ttfrifa und Togo ausgesetzte Garantie von Mindestpreisen zum Schitze der eingeborenen Bevölkerung gegen plötz ließe Preisrückschläge hat wesentlich fdazu beigetragen, die 8^aumwollkultur bei den Eingeborenen seßhaft zu^machen besonders hat auch die kostenfreie Abgabe von Saat, so Pie die Verteilung von Pflanzprämien an Eingeborene durch tas Komitee auf die Ausdehnung der Eingeborenenbaum tiotifultur günstig eingewirkt. Im Jahre 1911/12 I>at das Komitee Saatgut im Werte von 57 000 Mk. an die Regierungsstellen zur kostenfreien Abgabe an Eingeborene ge liefert. Für die Pslanzperiode 1912/13 sind für die Be jijaffung, Bearbeitung und Verteilung von Saat zunächst 100000 Mk. vom Komitee ausgesetzt. Für Pflanzprämien , Vnrden insgesamt 30000 Mk. aufgewendet. Die Mehr iorberungen an Saat für die neue Pslanzperiode bered) ligen zu ber Annahme einer weiteren Ausdel/nung bei 9'aumwollkultur, ber fetner auch das jetzt rafdiere Tempo des kolonialen Eisenbahnbaues zustatten kommt.
P t* nach- Ä "ind a"' Sonntat», 17. Nov. 1912,
«teilenden *ivl -lv rnn 1 Uur III "ax "is 12 <u nac.iu« nur für drinr**ndc Fiil - »'di r an ^utr«ffen: Die/U
Dr. iii hncr. Frankfarter Strasse 12.
Dr. Schäffer, Plockstrasse 9


