Ausgabe 
21.9.1912 Erstes Blatt
 
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biß Dardanellen tnlgcnommen hoben. Aehnkiche Feiern sanden in anderen Städten ju Ehren der aus Libyen zurückgekehrten Soldaten statt.

Engländer alsBeiräte" der türkischen Regierung.

\ Einer Meldung aus Konstantinopel Erfolge, hat der tür­kische Mini st errat beschlossen, sechs Engländer als Beiräte für das öffentliche Sichercheitswesen^ die Gendarmerie, das Post- und Telegraphenministerium, den Statistischen Dienst und noch ein anderes Departement an-ustellen.

Die Konferenz der Interparlamentarischen Union,

die in Genf tagt, nahm einen Antrag der niederländischen Gruppe auf Schaffung eines st ä n d i g e n Ausschusses im Zusammenhang mit den Haager Konferenzen an und wählte zu neuen Mitgliedern des interparlamentari­schen Rates Professor Eickhoff und den Senator d'Estour- nelles de Constant. Der Crt der nächsten Konferenz ist Haag. Die 'Konferenz soll .zur «Zeit der Einweihung des Frie- denspalastes im Jahre 1913 startfinden. Nach Tankesmorten an den Vorsitzenden Gobat und die Stadt Genf wurde die Konferenz geschlossen.

Der Auf st and im Süden von Marokko.

Nach Nachrichten aus Marrakesch ist El Hiba in das Susaebiet entflohen und hat den Atlas über­schritten. jn Marrakesch hat der Kalif der Boubeeker wieder die behördlichen Gewalten namens des Maghsen- über­nommen. Aus Eingeborenen wird eine lokale Miliz gebildet; die Stadt wird in Verteidigungszustand gesetzt. Die Verhandlungen mit den Eingeborenen zur Wiederherstellung der scherifischen Gewalt werden fort­gesetzt. Die Lage ist gegenwärtig so befriedigend wie nur möglich. Auch in Dukkala ist die Ruhe wiederhergestellt worden.

*

Aus Madrid wird berichtet, Canalejas habe mit­geteilt, daß der König von Spanien mit dem Prä­sidenten Falliöres im Laufe des Oktober in Camp­franc bei der Eröffnung des internat. Tunnels der trcms- pyrenäischen Bahn eine Begegnung haben würde.

Die ÄshundertjahrHeier der Ztadt Schlitz.

K. N. Schlitz, 20. Sept. 1912.

Heute vor 1100 Jahren, am 20. Sept. 812, wurde das von dem fuldischen Abt und Klosterbaumeister R a t - gar auf dem Schlitzberg erbaute Gotteshaus zu Ehren der hl. Margarethe von dem Erzbischof Nichols von Mainz mit großem Gepränge eingeweiht. Zum Gedächtnis dieses Tages, von dem auch die Stadt ihre Gründung herleitet, fand heute eine große, prunkvolle Feier hier statt, die im wesentlichen zwar kirchlichen Charakter trug, aber doch zugleich auch als Jubelfeier der Stadtgemeinde galt. Zu dem Feste, das mit viel Umsicht und einem bedeutenden Aufwand vorbereitet war, hatte sich außer dem Groß­herzogspaar auch Prinz August Wilhelm von Preußen als Vertreter des Kaisers, sowie die Spitzen der staatlichen und kirchlichen Behörden eingefunden, und auch die zahlreichen Verwandten des gräflichen Hauses waren fast vollständig erschienen.

Die Stadt mit ihren fünf massigen Burgen, ihren engen, winkeligen Gassen und ihren reizvollen Fachwerk­bauten, die sich hügelan um die alte Kirche scharen, hatte ein reiches, buntes Festgewand angetan. Von den alter­tümlichen Giebeln wehten die Reichs- und Landesflaggen, b-ier und da auch die Fahnen der Standeshcrrschast und des Johanniterordens, dessen Kommendator Graf Emil Friedrich von Schlitz ist. Bor den Fenstern blühen rote Geranien, Fuchsien und Hortensien in der milden Sep­tembersonne, über die vielen kleinen Gärten, die voll von Astern und Dahlien sind, hat der Spätsommer seine satten Farben ausgegossen, und von den Bergen leuchtet das volle Gelb der Buchen aus dem dunklen Tannengrün. Laub- aewinde und Blumengelstinge schlingen sich an den Häu­sern hin und um die Fahnenschäfte, ein großer Triumph­bogen weitet am Marktplatz seine wappengeschmückte Pforte, und das alte Rathaus, ein schlichter Fachwerkbau, glüht in dem natürlichen Schmuck des mUben Weines, der in tiefroten, buschigen Ranken kunstvoll um die blinkenden Fenster gezogen ist. Die ganze Stadt leuchtet von Farben, die Natur und Kunst gleichsam als Rahmen des Festes geschaffen haben.

Die Feierlichkeiten, die gestern abend mit einer Beleuchtung der Kirche ein geleitet wurden^ begannen heute früh mit einem Choral der Stadtkapelle,' der vom Turm des Gotteshauses feierlich über das kleine Städtchen tönte, dessen Bewohner, soweit sie von ihrer Arbeit loskommen konnten, alle an der Jubelfeier teilnahmen.

Der «'ertaotteSbienft, an dem außer den Fürstlichkeiten und den Vertretern der Behörden zahlreiche Pfarrer, sowie Einheimische und Fremde teilnahmen, begann um 1 (11, nachdem die Geistlichkeit die fürstlichen Gäste an dem Westportal begrüßt und zu ihrem OKstühl geleitet hatte Der Groß Herzog war in der Uniform seines Leibgarde-Regiments, Prinz August Wil­helm in der Unn'orm des I. Garde-Regiments zu Fuß er­schienen, während der Gras von Schlitz die malerische Tracht des Johanniterordens trug. Nach dem Eingangslied und einer von dem Grafen Emil Friedlich gedichteten Hymne nach der Melodie des Lutherliedes, die wie auch die übrigen Gesänge von dem Kircheugesangverein und dem Posaunen­chor sehr tonschön begleitet wurden, hielt Dekan Schmidt eine sormvollendeie, warmherzige Predigt, der die Worte aus dem 103. Psalm untergelegt waren:Lobe den Herrn meine Seele und vergiß nicht, was er dir gutes getan hat", sowie die Worte ans der Offenbarung Jolwnuis:Halte was du Imst, daß niemand deine Mrotie nehme." Hüt kurzen, klaren Worren gab er ein sckiarf umrissenes Bild von der Geschichte der Kirche, in deren Manerwerk noch Reste des ersten Gotteshauses enthalten seien, und ermachite die Gemeinde, treu zu dem reinen, lauteren Evangelium zu stehen, das sie durch die Jahrhunderte hindurch sichtbar begnadet habe.

Nach der Predigt, die einen tiefen Eindruck machte, trug der Kirchengesan gver ein eine Hymne mit Posaunen- begleiinng vor, worauf Cbcrtoitfiftorialrct Nebel eine Ansprache hielt und den Segen erteilte. Mit dem Choral 9hin danket alle Ok>tt" schloß die eindrucksvolle Feier, nach der die Menge vor der Kirche Spalier bildete und mit sichtlicher Freude .aber schweigetrd die lebhaft dankenden Fürstlichkeiten begrüßte.

Um 1 Uhr fand im Schloß ein Bankett statt, zu dem 62 Gedecke aufgelegt waren

TaS Festessen in der Turnhalle, an dem etwa 100 Personen teilnahmen, begann um vier Uhr und verlief bei der guten Tafelmusik

der Salzschlirfer Kurkapelle sehr angeregt. Die große Zahl der Tischreden leitete Dekan Schmidt mit dem Hoch auf Kaiser und Groß Herzog ein. Es sprachen bann noch im Laufe des Mahles Geh. Justizrat Weil auf die aus­wärtigen Gäste, Lberkonsistorialprasident Nebel auf das Haus schlitz, Kreisrat von B e ch t o l d , der die Glückwünsche der Regierung überbrachte, auf die guten Beziehungen zwischen Staat und Kirche, Stabtpfarrer Boecknerauf die Vertreter der Behörden und Geh. Baurat Walbe, dem die Kirche wertvolle Unterstützung zu danken habe. Weiter sprachen noch: Superintendent Ruhl von Fulda auf die Gemeinde Schlitz und auf die guten Beziehungen zwischen dem preußischen und dem Darmstädtischen Hessen, Pfarrer Briegtcb (Groß-Umstadt) auf die Bürger von Schlitz, worauf die Anwesenden das Schützer Lied anstimmten, Geheimrat Walbe auf Pfarrer Knott, an dem das Schlitzerland einen unermüdlichen Forscher habe, und zum Schluß Pfarrer Knott auf die Zukunft der Stadt Schlitz.

Um 8 Uhr begann das von Pfarrer Knott (Walleurod) gedichtete

Festspiel Slilifa,

zu dem sich Prinz August Wilhelm und das gesamte gräf­liche Haus cingefunbeii hatte Das Großherzogspaar war wegen des morgen in Darmstadt beginnenden Kongresses für Säuglingssursorge bereits um 5 Uhr im Auto ab« gereift.

Das Fe st spie l, das in sehr geschickter Form die Geschichte der Stadt Schlitz vor Augen führt und auf Grund der geschichtlichen Quellen die Geschicke des Landes mit packender Eindringlichkeit poetisch verklärt darbietet, brachte eine Reihe von stummen, aber bewegten Bildern, die in ein Zwiegespräch des Flußgeistes und des Berg­geistes eingewoben sind. So zog in einer Reihe von präch­tigen, sehr gut dargestellten Bildern von höchstem Reiz vor uns vorüber: Ein Germanenopfer im Schützer heiligen Hain, Die Weihe der Schützer Kirche, Die Zerstörung von Niederschütz, Schlitz als Stadtburg um 1350, Tie Ein führung der Reformation in Schlitz 1563, Die Rückkehr der vertriebenen ev. Pfarrer, Durchzug der Trümmer der großen Armee nach der Rückkehr aus Rußland, Auszug der Truppen 1870, Glückwunsch der Germania und Hassia zum Jubelfest.

Das Festspiel, das eine Unsumme von Zeit und Arbeit erforderte und bei dem alte Mitwirkenden ihr bestes taten, fand verdientermaßen ganz außerordentlichen Beifall. Tie Sprecher des Textes: Frl. Jungblut (Slitisa), Herr Feick (Berggeist), Herr Hofmann (Flußgeist) waren ihren Ausgaben völlig gewachsen. Der Dichter wurde von dem Grafen von Schlitz, der alle Seitenwände und Hinter­gründe selbst gemalt hatte und sich um die gesamten Ver­anstaltungen lebhafte Verdienste erworben hat, durch einen Lorbeerkranz ausgezeichnet und von Prinz August Wilhelm herzlichst beglückwünscht.

Nach Schluß des Festspieles, das morgen und über­morgen wiederholt wird, zogen sich die Fürstlichkeiten zu­rück. Prinz August fuhr sofort im Auto nach Fulda, wäh­rend sich die gräfliche Familie ins Schloß begab.

Den Schluß-der Feier bildete ein Konzert, das von der Salzschlirfer Kurkapelle ausgeführt wurde.

Au- Stadt und Land.

Gießen, 21. September 1912.

** Tageskai ende r- Kinematograph: Täglich Vor­stellung.

Biograph: Täglich Vorstellung.

Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 111 Uhr unentgeltlich.

Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 111 Uhr.

M i 1 i t ä r k o n z e rt auf der »LiebigShöhe* Sonntag nach­mittag 4*it Uhr.

Anlagemusik am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd- Anlage (nur bei gutem Wetter'. Spielplan: 1. Ouvertüre zur Cper:Stradella" von Flotoiv; 2. Fantasie ans MaiUarts Sver ,Tas Glöckchen des Eremiten" von Rosenkranz; 3. In lauschiger Nacht! Walzer von Ziehrer; 4. Deutsche Bundestreue, Marsch von Friedemann. .

* * Ordensverleihungen. Der Großherzog hat dem Förster Friedr. Schmaus aus Anlaß seiner Ver­setzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen und dem Forftwart der Forslwartei Einsiedel, Förster Ernst Vögtin, aus ,Än laß seiner erfolgenden Versetzung die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver­liehen.

* * Pfarrpersonatien. Ter Synodalvikar Karl Schmidt aus Gießen ist zum Pfarrer der ev.-luth. Kirchen- gemeinde Wilsbach ernannt worden.

* * Eisenbahnpersonalien. Der Groß Her­zog hat dem Regierungsassessor Dr. Jak. Koehl, Mit­glied der Eisenbahndirektion zu Breslau, den Charakter als Regierungsrat verliehen.

AusstellungDer Menschs in Darmstadt. Der gestern angekündigte Sondcrzug von Gießen nach Darmstadt, der wesentlich ermäßigte Fahrpreise hat, fahrt am Sonntag, 6. Oktober (nicht 22. Sept.).

* * Der Preis für den «elektrischen Strom wird billiger. Zu unserem geftriacn Artikel geht uns vom Oberbürgermeister, der als Ersaymitglied des Elektrizitätswerks der Provinz genau vertraut ist, folgend? Mitteilung zu:Der Artikel ist richtig, soweit er sich auf die Stadt Gießen und die an das Gießener Werk angeschlosse­nen preußischen Orte bezieht. Die Ermäßigung kann aber wie gesagt nur dann eintreten, wenn alle preußi schen Gemeinden des Ebsdorfer Grundes bis zum 1. Ja nuar ihren Anschluß an das Gießener Werk erklären, weil chne eine so vermehrte Abgabe die Selbstkosten zu hoch bleiben, als daß der Preis ermäßigt werden könnte. Der letzte Satz des Artikels dagegen beruht auf einem Irr­tum, da die Provinz einer Preisermäßigung von 45 auf 40 Psg. für die im Kreise Gießen gelegenen Gemeinden gar nicht zustimmen kann, will sie nicht den Hauptzweck des zwischen ihr und der Stadt Gießen abgeschlossenen Ver­trages gegenstandslos machen. Dieser besteht wie be­kannt darin, daß innerhalb der ganzen Provinz die Bedingungen und Preise für Abgabe von Licht mtb Kraft glcidj zu halten sind. Jetzt aber schon ben Lichtpreis von 45 auf 40 Pfg. hcrabzusetzen, ist für bie Provinz zu einem Zeitpunkt, in bent ihr Werk noch nicht einmal in Betrieb ist, unmöglich, weil sonst sämtliche für dieses Werk auf gestellten Rentabilitätsberechnungen schon vor Eintritt in den Betrieb umgeworfen würden. Es wäre hiernach $u

Kongreß für Säaglingsffirforgt

bs. Darmstadt, 20. St*

Vom 2022. September findet hier der 3. Deott

Kongreß für Säug l i n g s f ü r so rg e Halt t\1- *-xii Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in , DCt- aus diesem Anlaß heute nachmtttag eine M rtg * > amm 1 ung ab, die Finanzminister Dr. B r a u n in des durch die Feier jn Schlitz verhindetten Ministers ocs >1

bedauern, wenn der Schlußsatz des gestrigen Artikels Hy den beteiligten oberhessischen Gemeinden Hofsnungen « weckt hätte, die sowohl nach dem vorgesagten, wie nach dem Inhalt her mit diesen Gemeinden abgeschlossenen Vertrüge keinerlei Aussicht auf Verwirklichung haben können.'

" Die Dienststunden des Chemischen Unter, suchungSamteS für die Provinz Oberhesscn sind für d» Wintermonate (1. Oktober bis 30. April) auf die Zeit o«, 8 Uhr morgens bis 4 Uhr mittags festgesetzt worden.

Das Bezirkskommando. Für die Bureaujiveck, deS Bezirkskommandos, das sich zurzeit an der Weft-Anlaqe befindet, ist auf die Dauer von zehn Jahren vorbehaltlich der Genehmigung deS KriegSmintsteriumS baß Haus bet DachbeckermeisttrS PH. Kröck, Landgrafenstraße, für SM. 310c JahreSmiete gemietet worben.

" Tie Neseroisten unseres Regiments wurde« heute entlassen. Mit flingenbcm Spiel unb unter Liedersan, marschierten sie zwischen 7 unb 8 Uhr zum Bahnhof, überall mit bem Publikum AbfchiebSgrüße auStauschenb. Hoffe, i. * behalten sie alle neben ihrem Regiment auch ihre Garnison-, stabt Gießen in gutem Anbeuten.

** Postscheckverkehr. ZumVerzeichnis der Konr» Inhaber bei den Postscheckämtern im Reicbs-Poügebiet" crid)eun in den nächsten Tagen der 2. Nachtrag «Stand vom 1. Sertemba, der für 40 Psg. bet allen Postanstalten käuflich ist. Tas der- zeichnis selbst Stand vom 1. Januar 1912 kostet 1,60 Ml., bi, 1. Nachtrag .Stand vom 1. Mai) 40 Pfg. Kontoinhaber erdalun Verzeichnis und Nachträge aus Verlangen von ihrem Postscheck, amt unter Lastschrift des Preises: auch können sie sich ben tegd- mäßigen Bezug des Verzeichnisses sowie der im Lause des Jahn« erscheinenden Nachträge durch einmalige Bestellung bei tbtux Postscheckamte sichern.

** Z u dem Schachabend im hiesigen Schachklub ©m uns geschrieben: Im «tanzen beteiligen sich 20 Spieler, von denn nur 6 dem lnesigen L-chachklub angehören. Die besten Spieler konnten mangels genügenden Raumes nicht imnotdri Zu Ehren des Meisters muß betont werden, daß auch tne gm Herrn Goldschmidt verlorene Pattie in bei Hauptsache auf 8^. sehen des Meisters beruhte.

Landkreis Gießen.

--.Steinbach, 20. Sept. Am Sonntag, 22. Levt., feiert der Verein für innere Mission im Dekans: Gießen sein Ja hiessest, in bet hiesigen Kirche, t® GotteSbienst beginnt um 2 Uhr nachmittags. Jn ihm ptrbig, Pfarrer Gerharb von Griesheim. Die um 38/4 Uhr Vb qinnenbe Nachversammlung wirb mit Rücksicht aus bk Jahreszeit ebenfalls in ber Kirche abqchnltcn. Hier ;vata Ansprachen halten Pfarrer Groth-Röbgen unb Glock von ber Epil.-^lnltalt zu Nieber-Rarnstabt an Seit deS nm Kommen verhinberten Pfarrers Weimar von k Der hiesige Gesangverein Eintracht, sowie ber fi*. gesangvcrein unb ber Posaunenchor von Laug-GSnS fjeta, ihre Mitwirkung zugesagt.

-m. Hungen, 20. Sept. Wie alljährlich vor ihm Uebersiedelung nach Darmstadt bereitete auch heute «ch» mittag die Prinzessin Hermann zu Sol«». Braunfels den Schulkindern sämtlicher AMW eine große Freude Mit ihren Lehrern zogen die Klassen auf ben Galgenberg, wo jedes >rind mit chta Bretzel und anderen Gaben beschenkt wurde. Bei froh« Spielen vergnügte sich dann die Jugend noch längere AM; Die Grummeternte ist in vollem Gange und a» auch infolge der ungünstigen kühlen Witterung MOV länger damit zu tun ist, als in anderen Jaljren, soM» doch das Grummet trocken eingebracht werden und ist ki Ertrag ein guter. Auch die Kartoffelernte MM : gönnen und liefert einen schönen Ertrag. Die 'lartofftli find in Menge vorhanden und von seltener Größe: » scheinend hat ihnen die lange Regenperiode doch nicht f» viel geschadet wie man annahm.

Kreis Büdingen.

Ro hr ba ch bei Büdingen, 19. Sept. Diese Woche bett* ber hiesige Nachtwächter Kaus unb besten Nachbar Ochsenhiükt Glück, auf bem Hcuboben beS Kaus einen prächtige« Edelmarber z u fangen. DaS prachtvoll« Tier ist kn bem Amtmann unb Gutspächter Bähr hier zu sehen.

Bad Salzhausen, 21. Scpt Am Donnerslaq hier, wie alljährlick, im September, eine zwanglose sammenkuns t der Mitglieder der o be rhes sischeu äru* lichen Kreisvereine statt. Nahezu 30 '21 entc aus da verschiedensten Teilen Oberhessens waren zumeist mit ihr.*n der Einladung gefolgt. Nach dem gemeinschaftlichen Kaff« M Prof. Walther «Gießen) einen interessanten jcichnnsieniG^ lichen Vortrag. Sodann wurden die verschiedenen KurnnNel M Salzhausens besichtigt, das Badehaus mit bem neuen mit WP Scknitzlerschcn Apparaten ausgestatteten Inhalatorium, frtf dm Salzquellen, bie Lithium-, Scliweiel und Slahlquelle. tze'onMt der zurzeit in herbstlicher Färbung prangende alte Park «veM allgemeine Aufmerksamkeit und Bewunderung. Zum S<bluB ein gemeinsames Abendessen statt, bei dem KreiSassislenzarU«. Wagner (Bad Salzhausen,, Tr. Koch iRcdda) unb Oidj_»* Rot Dr. Weckerly (Friedberg) Ansprachen hielten später Stunde trennte man sich mit dem Versprechen, iüü übat Jahr ebenso zahlreich wieder einfinden zu wollen.

Starkenburg und Rheinhessen.

bs. Da r m sta d t, 20. Sept. An die Tagung bc» Be reint für bas Deutschtum im AuSlanbc, bie sich H * in bie NachmittagSstuuden hinzog, schloß sich gestern abend 81» ein Begrüßungsabend im aroßcn Saale des städtischen Sialbcuf» Ten Festprolog, den Hostchauspicler Hacker versaßt batte, tm Frau Behre-Hacker sehr eindrucksvoll vor. Nach einer 2tnivc-» von Frau Pros. Lenz imach Staatsminister a. T. v X)t n 11 i- der auf die wichtige Mission des Vereins himvies sprach Geheimerat fsert im Namen der hessischen regiening. Tas Interesse der Großh. Regierung an den gaben bes Vereins sei kein rein platonisches. Tk Unterstützung, bie bie Roseagerspeube gefunden habe., baix w wohl bt'rtnci'en. Bürgermeifter Mueller sprach tm ber Stadt Darmstadt. Sl«dtv. Pickert überbrachte tncyw- bes Deulscheii Sprachvereins unb ber Deutschen ^chriNbu^m. Taran schloß sich der künstlerische Teil der Veranstaltung- Sophie Schmidt-Illing und Frl. Paula Manecke mreuten »r» Gesangsvorträge Konzertmeister Ernst Schmidt Violine wer bie Hosschauspieler Jürges unb Hacker trugen ferner zur luur haltung bei. Heute vormittag besichtigten tue Dell» ^mci c>- Llusftellung ,,1ct Mensctx . 'lärchmutags sand ein 3u*ruiu Jugenheim statt. cro«*

ch. Bingen, 20. Sept. Nach einer fast 18 andauernden Unterbrechung findet am 10. Ottober wieder der erste Viehmarkt statt. Alsdann alle 14 Tage ein Markt statt.