Zweites Blatt
lir.
162. Jahrgang
tl-llch mti Ausnahme W SomuagL
lahme.
lalia
6t 59 Minute* ’»
cftcrs „Wocbtü
Meteorologische Beobachtungen -er Station Sieben.
Wetter
s
5-sg
«v
15. bis 16. Februar — + 7,10 C.
+ 0,60 C.
Febr.
1912
■e
Pfirsich' nur eine
Irr Finonzen 407 560 Mk.
Wie der Ausschusiberichterstatter in seinem Resümee be-
Höchste Temperatur am
Niedrigste „ ,
Niederschlag: 0,0 mm.
tont gibt die Höhe dieser Summe und deren Fortschreiten |. Tic Großh. Regierung hat des-
bestimmen. Seit Jahren werde mit Recht von den d ständen über dasständige Anwachsen der en für Schreibhilfe geklagt und aud) der Re ng sei dies Wad)sen sehr bedenklich Ganz vermeiden de sich dies ja schon mit Rücksicht auf die Zunahme der völkcrung und die Entwicklung der Gesetzgebung nicht
.ssen, wohl aber müsse man ihr soweit als möglich ent« tenwirlen. Einer der Gründe für das Wachsen der Kosten
chilsenstellen budgetmäßig beschränken solle.
Ter Finanzausschuß verkannte nicht, daß die Gründe tt Regierung Berechtigung hätten: cs müsse doch selbst oit den Schreibgehilfen anerkannt werden, daß sic einen lorzug vor bcn 'geprüften Staatsdienstaspiranten nicht Einsprüchen können. Es wurde aber im Ausschuß geltend rmadtf, daß diejenigen Schreibgehilfen, welche gerade jetzt k ihrer Anstellung stünden, auf das Härteste von dieser Hinausschiebung ihrer Anstellung um 5 Jahre betroffen trrden würden und es wurde deshalb der Regierung nahe-
kentiall
watdSgarienl
Eintritt 30 Pjn»
riichc Millüicr:-
kurze Lebensdauer, und der Aprikosenbaum blüht meist zu früh im Jahre. Tie Blüte erfriert und dec Ertrag ist gering. In jeder Baumform ist am dankbarsten die Birne und die echte Schattenamorelle. Vor allen Tingen sollen bei der ländlichen Spolierobstzucht einfache und leicht zu behandelnde Baumformen Verwendung finden. In erster Linie das Fächerspalier. Schwer zu erziehende Kunstformen haben hier keinen praktischen Wert.
Samstag, 17. $ebruar 1912
Hoiattonibrud und Sevtap Oei Er ühl'lchm Uniertfuat* • Euch- und S'fmbrudettL Ä. timet. Aietzen.
4 ff
g-C w c
Au» Stadt un- Land.
Gienen, 17. Februar 1912.
— Studentische UnterrichtSkurse für Arbeiter und Unterbeamte. Am Sonntag nachmittag findet eine Schl ußfe ier mit Vortrag, Rezitation, musikaliichen Tar- bietungen usw. statt. Auch wird eine Einführung in Wagners .Parsisal' gegeben werden.
•• Keglerverband. Ter vor fünf Jahren gegründete Kegelbund Till-Lahn-TaunuS, der heute zehn Kegelklubs mit etwa 200 Mitgliedern zählt und der e§ sich zur Aufgabe gemacht hat, den deutschen Kegelsport zu erhalten und zu fördern, die einzelnen Kegelklubs zu einem großen Kegelbund zu vereinigen und durch Bundesfestc nebsl an-
Dit „Olehenet Saminenblätter** roerben bem ,Änieiflere eiermal wöchentlich beig»legi, oaS JCrdsblatl ffir ötn Kreis •ichen“ iroeimal wöchentlich. Die ^LanöwirNchaltltchev Lett- erscheinen monatlich zweimal.
RebakNon Crvebinon und TnideeKi 6*ul» (trab* ? Lisp'dmon und Verlag: 5L
ÄebafttorceiÄlia. L«l.-Adr^ Ai^eiger<L letzen.
15. , 16.
obe
e>n Leben.
inJ
1 v»o qißflitf1“' Ä
lllltS
Glehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesjen
der Gefängnisse vor sich."
Yuanschikai Präsident der Republik China.
Peking, 16. Febr. Tic Republikaner in Nanking telegraphierten an ?)uanschikai, er nehme nach George Washington den zweiten Rang ein, der allein außer ihm einstimmig zum Präsidenten einer Republik gewählt tvorden sei. Littuanheng drängt, Wutschang zur Hauptstadt der Republik zu machen. Ter Vorschlag ist geeignet, bet den Republikanern des Südens Uneinigkeit hervorzurufen. - Zahlreiche Städte feiern die Errichtung der Republik, darunter Tientsin, aber nicht Peking
Mulden, 16. Febr. General Tang traf als Abgesandter Puanschikais mit dem Auftrage, d i c öffentliche Meinung zu Gunsten der Republik u m z u st i in m e n , hier ein. Unter dem Vorsitz Tschaoer- hsuens sand eine Beratung der höchsten Beamten statt, um zur Abdankungsakte des Kaisers Stellung zu nehmen. Tschaorhsuens wies daraus hin, daß diejenigen, die die neue Republik nicht anerkennen und ihr nicht dienen wollten, feinem Beispiele folgen und von ihrem Amte zurücktreten müßten. Tie Ernennung Tschanghsiliangs zum neuen Ge- neralgouverneur der Mandschurei als Nachfolger Tschaor- hsuens findet in gesellschaftlichen Kreisen Mukdens wenig Beifall. _____________________
Türen in dem Heinen Häuschen, in dem ich mich einlogiert habe, was ich in Paris nicht wagen würde. Ter internationale Handel liegt freilich völlig darnieder und hie Finanzlage erscheint unlösbar verwirrt. Glücklicherweise werden die Einnahmen der Zölle weder von den Republikanern noch von den Kaiserlichen verwendet. Sie werden mit einer rührenden Unparteilichkeit im ganzen himmlischen Reich in den Kassen der ausländischen Banken deponiert. Tas ist etwas komisch, aber notwendig, um die Zinsen für die Staatsschulden zu zahlen. Pettit berichtet bann von einem Interview mit Hu anschikai.
„In dem Melodrama, das sich gegenwärtig in China abspielt, ist Juanschikai der Held, der sich zum absoluten und anerkannten Herrn ganz Chinas hätte machen können, wenn er über ein paar hundert Millionen verfügte. Un- gfudlidjcrroeife hat er nicht einen Pfennig und ist deshalb außer Stande, der Sache der konstitutionellen Mo- nardiie zum Triumph zu verhelfen, von der er träumt und die ihn zum wahren Herrscher machen würde. Als Se. Exzellenz merkte, daß er aus dem Gespräch mit imr keinen Vorteil ziehen könne, wollte er mich mit einer Entschuldigung verabschieden Aber ich tat, wie wenn ich das nicht verstände, und fuhr fort, ihm einige etwas indiskrete fragen vorzulegen Ich fragte ihn also frei heraus, welches seine wahre politische Meinung wäre und worin seine Pläne beständen. Sogleich erklärte Juanschikai, „ich werde mich dem Willen des Volkes unterwerfen, der durch eine Nativ nalversammluug ausgedrückt wird", und er fügte hinzu: „im Einverständnis mit dem Hofe". Mehr war aus Juan schikai nicht herauszubekommen, von dem uns übrigens Pettit versickert, daß er sich durchaus nicht den Z o p i habe abschneiden lassen. „Sich den Zopf abschneiden, das ist etwas Tesinitives. Ein wahrer Chinese wird sich nur sehr schwer einer solchen Handlung entschließen, und Juanschikai i|t ein wahrer Chinese." Bon dem gegen Juanschilai verübten Bombenanschlag entwirft der Franzose folgende Schilderung: „Kurz nach Mittag, während id) aß, hörte ick) plötzlich ein Geräusch wie von einer kräftigen Kanonenkugel Fast zu gleicher Zeit lam burdj die Straße Ilan Futing ta tie im Galopp und in unbei schreiblicher Unordnung das (befolge Juanschikais. Zunächst tauchten einige Reiter auf, die ihren mongolischen Ponies die Sporen gaben und mit blankem Säbel die eqdtredlen Passanten vor sich hertrieben. Tann erschien der Galato a g e n Juanschikais, umgeben von den Mandarinen seiner Suite, die sich krampfhaft auf ihren Pferden feskhiel- ten. Reiterlose verwundete Pferde rasten durch die Straße und die Soldaten, die am Wege zur Aufrechterhaltung der Lrdnung Spalier bildeten, liefen mit gefälltem Bajonett hinter dem Wagen her. Kurz, es herrschlo für einige Augenblicke ein ungeheurer Tumult. Etwas weiter unten auf der Straße, wo der Uebersall ftattgefunben hatte, drangen Soldaten und Polizisten in die Häuser und verhafteten alle, die ihnen in die Hände fielen. Im Staube wälzten sich zwei tödlich getroffene Pferde in den letzten Zuckungen. Tann folgte diesem allgemeinen Wirrwarr und Lärm die größte Ruhe. Ta gab es keine Menge von Neugierigen wie in Europa. Tie guten Chinesen sind klüaer und halten das Zuschauen bei solchen Anlässen für gefährlich. Ich erfuhr bald, was borgegangen war. Juanschikai kam von dem kaiserlichen Palais zurück, wo er wie alle Tage versucht hatte, .Geld von den Prinzen zu erlangen und sie zur Abdankung des Sohnes des Himmels zu zwingen, als er von den Bomben überrascht wurde. Ueberrascht ist übrigens kein exakter Ausdruck: er wußte wohl, daß seine Gewaltherrsdxist nicht von allen Parteien mit dem gleichen Enthusiasmus aufgeno-nmen wurde. Seine erste Bewegung nach dem Anschlag war die eines Chinesen der alten Schule. Er ließ die Henker mit den langen, spitzen, roten Mützen kommen, um die Verdächtigen auf der Stätte der Untat selbst enthaupten zu lassen. Tann aber fand er feine Kaltblütigkeit wieder, denn er dachte daran, daß er in Rücksicht auf die fremden Gesandten recht modern auftreten müßte. Ter Epilog des Dramas geht also im Schatten
Die Höften für Zchreibhilse in Hessen.
3m hessischen Staatshaushalt nehmen die Ausgaben, die elljährlich für Schreibhilfe in den verschiedenen Ressorts kr Staatsverwaltung aufgebracht werden müssen, eine sehr «tmerfendroertc (Steile ein. ■ Die Kosten für Schreibhilie jmb im Staatsvoranschlag nicht einbcitlid) zusammengestellt, sondern über die -Etatstapitel aller Ministerien verteilt, jo daß es schwer ist, sich über die Gesamtanforderungen für die Zwecke der Schreibstifte ein klares Bild zu machen. C- ist daher sehr dankbar zu begrüßen, daß der Vorsitzende hf-z Finanzausschusses, Dr. Lsann, es unternommen hat, über diese Frage Klarheit zu fd)affen. Er hak in der üblichen allgemeinen Betrachtung, die der Vorsitzende dem Lusschußbericht über die Haushaltsberatung vorauszuschicken pflegt, diese wichtige Frage in einem besonderen Abschnitt ^handelt und aus>45 einzelnen Kapiteln des Budgets sorg- joitig die Summen zusammengetragen, die im Etatsjahr 1912 für Schreibhilfe aufgewendet werden müssen.
Dieser Gesamtaufwand für Schreibhilfe, und zwar nur jLbtc persönlichen Kosten in "ben einzelnen Zweigen der ktaatsverwaltung, übersteigt eine dolle Million, und bell tragt genau 1078 435 Mk.; hierzu kommen bann noch weitere E 232300 Mk. an Gehältern für Gerichtsschreiber-Gehilfen, ijo daß sich im ganzen für ben Schreibauswanb in Hessen
0' Bk .............,.........
• r Ulli argen Veranlassung
w • kib oorgefdilagen, anstatt des bisherigen 30. Lebensjahres :ma- ■ las 35. Lebensjahr als Voraussetzung der festen Anstellung
regenden PreiSkegeln gcgenfeitigc Freund!chaft und Unter« lützung zu hegen, hält am Sonntag, 25. Februar, int Restaurant Pfau, Gießen, seine bu’Sjährige Vertreter« Versammlung ab. Kegelklubs von Dießen und dessen Um* negenb, die gewillt sind, diesem Kegelbunde beizutrcten, die Ziele sowie den freundschaftlichen Verkehr der Mitglieder untereinander kennen zu lernen, sind zu dieser Vciiammlung eingeladen. Auch findet nach der Versammlung ein PreiS- fegeln statt. (Siehe Jn'erat.)
Landkreis Gießen.
— Leihgestern, 16. Febr. Ter Kaninchen- und Geslügelzilchtoerein hält am Sonntag, den 18. d. Mtö.» in den Räumen des Gastwirts ©g. Bender eine öffentliche Versammlung ab. ES ist dem Verein gelungen, in der Person deS Herrn Stoll, Bad-Nauheim, einen tüchtigen Redner zu gewinnen, der einen Vortrag über die rationelle Einrichtung der Geflügelzucht halten wird.
Kreis Vautrrbadj.
— Schlitz, 16. Febr. Ein preußischer Förster von Zigeunern erschossen. — Vor etwa 14 Tagen hat ihr Berichterstatter von bei Anwesenheit einer ganz gefährlichen Zigeunerbande berichtet, die in den Wäldern des Scklitzerlanbes und den angrenzenden preußischen ©e- lictcn schon seit einigen Wochen durch Einbri'icku! und Tieb- stähle halb hier halb ba die ganz? Gegenb in Aufregung erhält. Es wurde die bestimmte Vermutung ausgesprochen, daß unter der Bande der gefäprlidic, wegen Mordversuck)«s steckbrieflich verfolgte Zigeuner Ebender fick) befinde, auf dessen Ergreifung eine Belohnung von 1000 Marl ausgesetzt ist. Taß man es in der Tat mit ganz gefährlichen Burschen zu tun hat, die selbst vor einem Mord nicht zu rück scheuen, beweist eine furchtbare Bluttat, die sie sich, wie schon kurz berichtet wurde, am gestrigen Spätnachmittag im Walde bei Kämmerzell zu schulden t nm men ließen Tic Bande hatte ein Wirtshaus in dem Torfe besucht; sie wurde hier von einem Gendarmen überrascht, bet Ausweispapiere von ihnen 1 orderte. Leider gelang es aber der Gesellschaft durch ihre Ucbcrmad)t das Freie zu gewinnen, wobei zwischen dem Beamten, der von den herbeieilenden Bauern unterstützt wurde, und den Zigeunern zahlreiche Revolverschüsse gC- wechselt wurden, wobei zwei Bauern ve.rw'indet wurden. In dem Walde, wo in die Bande sich zurückzog, begegnete ihr kurz darnach der Förster von Kämmerzell, der von der Leaussichiigung seiner Holzhauer zurücktehrte. Ohne weiteres griffen ihn die Zigeuner an und töteten ihn, ehe er an Gegenwehr denken konnte, durch zwei Schüsse in die Brust. Tie zur Hilfe herbeieilenden Holzhauer hielten sich die Zigeuner mit ihren Revolvern vom Hals. Ter Erschossene l intcrläßt eine Witwe mit sieben Kindern. Die ganze Gegend ist über diese furchtbare Bluttat in großer Erregung. Man hofft, das; nunmehr endlich, nachdem es ein Menfcheti- leben gekostet hat, die preußisdien und hessischen Behörden planmäßig mit aller Energie gegen die Mordgeselteu vpr- gehen werden. Tie schon lange ausgefuhrten Streifen durch ein paar Gendarmen und Förster sind durd;aus uiizuläng- lid). Nur eine planmäßige, umfaßende Razzia, am besten mit Hilfe von Militär und Polizeihunden, wird die Unschädlichmachung der Bande herbeifuhren, lieber die unzureichenden Wittel, womit die Behörden bis jetzt gegen das gefährliche Zigeunergesindel vorging, ist man in der ganzen Gegend außerordentlich erregt.
Kreis Schotten.
— Wetterfeld, 17. Febr. Am vergangenen Sonntag hielt Obstbaulehrer Wiesner, Bad-Nauheim, im Auftrage der LandwirtschaftSkammer einen Vortrag mit praktischen Erläuterungen über Spalierobstzucht an Hauserwänden und Mauern. Besonders empfohlen werden dafür die edleren, großfrüchtigen Birnen, welche an östlichen, südlichen, westlichen Wandflachen vorzüglich gedeihen, doch müssen Sorten gewählt werden, die mäßig wachsen, gern Fruchtholz bilden, groß« srüchtig und schön sind, aber auch auf Birnenwildlinge veredelt früh und regelmäßig reich tragen. ES sind dies nach Erfahrung vorzugsweise: I. Dr. JlileS Guyot, Williams Chnstbirne, Triumph de Vienne, Tappelte PhilippSbirne, Gute Luise, Birne von Tongern, Le Sedier, Glairpeau- Bukterbirne, Wmter-Torellenblrne, TielS Butterbirne, Olwiör de LerreS. Dem Apfelbaum ist eS zu warm an sonniger Blauer, er liebt freien, luftigen Standort. An zu warmen
die Zunahme der älteren und angesteltten Schreib- _ Jlfen. Die Schreibgehilfetr hätten nämlich bezüglidi der Anstellung vor wohl allen anderen, im Staatsdienst bc- jdiäftigten Personen einen Vorzug: während überall sonst im Staatsdienst die Zahl der bcfiuitwcu Stellen eine be fdjränfte und im Hauptvoranschlag festgelegt sei, bestehe eine solche zahlenmäßige Beschränkung byüglid) der anzustellen ben Schreibgehilfen nickst. Jeder Sd;reibgehilfe, der eine kitimmtc Zeit beschäftigt sei und ein gewisses Lebensalter < Zk. das 30.) zurückgelegt habe, könne definitiv angestellt weben, während jeder andere Staatsdienstaiiwärter auf feine Anstellung so lange warten müsse, bis von ben zahlen- 1 näfeig beschränkten Beamtenstellcn seiner Tienstklasie eine frei werde Tas veranlasse die Schreibgehilfeii, im Staats-
Lda. M findet imSoalib >pen-Titzul
DhnutcnJ timen ^tabtSax lärrittdc ftowg. cht! w
[acldolgö
»bi,- enorme Summe von 1 310 735 Mk. ergibt. Bon der .. l Mßumme von 1078438 Mk. entfallen auf das Staaksministe er ^iebeSfzniki,^Wium 300<) Mk., das Ministerium bes Innern 186095 M! Slufnaimir. ■ bo4 Ministerium der Justiz 481 780 Mk. und das Ministerium
6
Akten.
Stunde.
1U1
[012471^^
•ne»ai *
>8 ’S1" ü5 ppelscW-
Her®*!n D KM M heil!
! bienst auf die ihnen zicmlid) sichere Anstellung zu warten. Ti,- jetzige Festsetzung der Anstellungsfähigkeit gerade auf bas 30. Lebensjahr habe sich aber insofern als mißständig entliefen, als bei ben gegenwärtigen schlechten Anstellungs- berhältnisscn in allen übrigen Zweigen der Staatsverwaltung die Anwärter crpcblid) älter würden als 30 Jahre, bis ' sie zur definitiven Anstellung kämen. Es sei oder tehnB nicht angemessen, baß Personen, die vielfad) auf ben gleichen Amtsstuben beschäftigt und geringer vorgebildet seien, früher zur Anstelluiig kamen, als Anwärter mit besserer Vorbildung. Erhöhe man nicht gerade jetzt das Lebensalter für die Anstellung, so würde in allernächster Zeit noch eine große Anzahl Lchreibgchilfen zur Anstellung wittnicn; so würden z. B. im Gesd)ästsbereich des Justiz- »iuisteriums allein bis Ende 1913 nid)t weniger als 118 schreib geh il fen anstellungsrcif. Uebrigens werde, die Regierung weiter aussührte, die Heraussetzung der »lersgrenze allein kaum helfen. Es sei zu erwägen, ob lan nicht demnächst aud) die Zahl der definitiven Lchreib-
Wänden wird er von Ungeziefer aller Art befallen, bäume haben bei uns, selbst in günstigen Lagen,
Ihe nach- A ppjlp am Sonntag, 18. Febr. 1912. hlebenden fivl lilv von I Lai mittag4 uh i- , nr nacut/ nur für drinr^ndt* Killle eich-r anzutreöen: D
Dr. Meyer hoff. Sad-Anla^c (Neubau Nikolaus).
Dr. Ploch, Asterweg 34.
^Cflt, Uebergangsbestimmungenzu treffen, durch lckche die hier betroffenen Schreibgehilfen den Härten bei tiucn Bestimmung, so weit das möglich, entgehen könnten
‘ Bilöer von der chinesischen Revolution
attvirft Charles Pettit, der bekannte Pefinger Korrespon- stnt des Journal. „Mag auch nock) so viel von Ummäh jingeu und Veränderungen in der Regierungsform des ßinmliflchen Reidtes zu unseren Ohren bringen: China Ni sich nidit verändert. Ter Beobachter kann aud) nicht brs geringste Zeidien von dem Eindringen der berühmten bpberneu Ideen bemerken, wenn er von der sehr geringen Minderheit der Gebildeten absieht, die fick) den Zopf >b g e s ch n i 11 c n haben. Nur die Stu d e n t c n, die aus fciropa ober Amerika kommen, zeigen eine europäisierte bolMng, aber sie verschwinden unter der Menge. Die un- $thcure Mehrzahl der Bevölkerung interessiert sich nicht lut geringsten für die Kämpfe zweier Cliquen, die eine schwache Minderheit Chinas darstellen.
Die chinesisck)e Revolution ist durchaus iiid?t das, wo stl man sie in Europa hält. Das Dort Revolution ist rn unzutreffender Ausdruck, genau so wie die Bezeichnung 'fopublif nur mit großen Einschränkungen als richtig an* Erkennen ist. Die Wahrheit ist die: zwei Cliquen be» impfen sich, um die Macht zu erlangen. Tie völlig gleich- §llüge Masse der Bevölkerung bleibt ganz friedlich. Nierals sind die Fremden in Peking so unbehelligt geblieben Vb so sehr respektiert morbeii. Ich schlafe bei offenen,
16
T.
54,2
64
5,6
78
s
9
9
16
34,4
4 1
58
94
S
2 |
10
1 .
21
544
17
47
92
SW
2
10
Nebel


