162. Jahrgang
Drittes Blatt
Nr. 244
Lffcheint tiglid) mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Gießener Za»ilienblSlter" werden dem ^Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Xrelrblatl fir den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Mittwoch, 16. Oktober 19(2
Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersitätS - Bnch- und 6ieinbruderei.
R. Lange, Dieven.
Redaktion, Expediffon und Tnicterei: Schnl- straße 7. Expedition und Verlag:
Redaktlon:^SSH2.Tel.-Rdr.:ÄitieigerD'enen.
im Realprogymnasium eröffnet, an dein sich rund 100 Tomen
schulschriftliche Arbeiten m der Abteilung 140 Silben erhielten
1. Preise: E. Strack, A. Brink, H. Krauskopf, W. Ludwig.
240 Silben: 2. Preis H. E. Müller; 180 Silben: 1. Preise E. Strack, W.
1. Preise K. Maus, A. Keßler, I. Häuser. Für
d. Nidda, 14. Okt. Die Hauptversammlung der Bezirkssparkasse Nidda sand gestern im Kassenaebäude Auch Kreisrat Boeckmann von Büdingen war erschienen. Aus dem vom Vorsitzenden, Lberamtsrichter R ö m li e l b , er läuterten Geschäftsbericht war ein recht guter Geschäftsgang der Das Kapitalvermögen beträgt
usaninicnfluß von Rhein und | 60 bis 260 Silben errang, wovon nahezu die Halile aui die Ab ''u?u Preise ver
7. November) und die Zeit von l3/4 Stunden soll nicht liberschritten werden. Kompositionen von Mozart, Haydn, Wagner, Tschaikowsky, Liszt, Klughardt, Rich. Strauß,
nach Darnisladt.
"Stenographie. Am Sonntag fand in Friedberg der Bez irkstag des Bezirks 17 b des W e r b ea u s s chu s ses
Vermischter.
* Für neun Millionen falsche Aktien. Aus Brüssel sind große Fälschungen bei Eisenbahntiteln entdeckt worden. Es sollen hochgestellte Personen beteiligt sein. Für neun Millionen Franks ge- fälschte Aktien sollen in Verkehr gebracht worden sein. Der Betriebsdirektor ist verhaftet worden. Infolge der Fälschungen hat ein Wechselmakler Selbstmord verübt. Dieser soll 700 000 Franks verloren haben.
• Feuersbrunst. In Müllheim i. B brach am Sonn- taq in der bekannten Markgräfler Weingrobhandlung von Hermann Blankenhorn bald l) 7 Uhr Feuer ans Tie Cetonomie* aebäude standen in Flaiu.nen. Tie Viebbestände konnten geiettel werden. Verbrannt in febr viel Heu und Frucht. Tie Haus- jchreinerei mit wertvollen Maschinen, darunter eine Ttcidjmmci ine, tft eben'alls em Raub der Flammen geworden. Em angrenzender Schlippen fing ebenialls Feuer und wurde samt den dort aus- gespeicherten Öolzvorräten vernichtet. Zur Bekämpsnng des Feuers war die Garnison auf dem Plage erichienen. *21 ud) der Großh. Amtsvorstand und im Auftrag des Großherzogs der Flügeladjutanl Sberstleutuant Freiherr Seutter v Lögen halten sich einoesunden. Gegen * Uhr konnte die Hauptgefahr als beseitigt gelten. Ter Schaden i", namentlich an den »imfangreichen Lekonomiegebäuden, recht beträchtlich, aber durch Versicherung gedeckt. Es wird Brandstiftung vernmtet.
' Seltsamer Unfall. Aus Berlin wird gemeldet: Ter 29jährige Öilssbahnwärter Rnoppfe blieb, als er am Sonntag nachmittag das Gleis in der Nähe des Bahnhofs Puilitzstraßc passierte, mit dem rechten Fuß in einer Weiche stecken und konnte den Fug nicht wieder herausziehen. Als der Zug heran nahte, hatte er so viel Geistesgegenwart, daß er sich mit dem Oberkörper aui das Nachbargleüe warf. Er wurde überfahren und der Fuß wurde a b g e s ch n i 11 e n.
♦ Brillantenraub. Aus London wird gemeldet: In den Juwelierladen von Bosher in Edward Road traten gestern ’tiib drei vornehm gekleidete Männer, die iverloolle Ringe kau en wollten Bosher zeigte ihnen einen Ring zu 40 Pfund Sterling. Als sie einen etwas billigeren verlangten, wies ihnen Bosher einen zweiten Ring für 30 Pfund Sterling vor und verlangte den ersten zurück. In diesem Augenblick zog einer der drei Kumpane einen Revolver und bedrohte Bosher. Dieser verlor die Geistesgegenwart nicht und sprang dem Revolverhelden an die Kehle.
und Herren beteiligten. Nach dem gemeinschaftlichen Mittagessen im Saalbau Meier begann die Vertreterversammlung. Ter Vorsitzende Hauptlchrer Fenner, Marburg, erstattete den Jahresbericht, der em erfreuliches Bild reger Vereins- und Unterrtchtstätigkeit gab. Besonders hervorzuheben waren die vorzüglichen Erfolge des Bezirks bei dem Verbands- Wettschreiben in Magdeburg. Bei der Wahl des Vorstandes wurden der seitherige Vorsitzende und der Schriftführer wiedergewählt und als Kassierer K. MauS vom Gießener Verein neu gewählt. Als Crt der nächsten Frühjahrsversammlung wurde Haiger in Aussicht genommen. Ain Abend vereinigten sich die Teilnehmer zur Feier des 25. Stiftungsfestes deS Biedenkopfer Verein?. Der Gießener Verein errang
Curtifbiä<ihrt.
Zur großen Fahrt deS e^stenMarineluft- f ch i f f e S
wird der „Spiga'Korrespondenz" von einem Fachmann, ber schon eine Reihe von Gasffahricn aus Luftschiffen verschiedener Systeme gemacht bat, folgendes geschrieben:
Es ist eine irrige Ansicht, baß bic Marineverwaltung für bic Abnahme ihres ersten Ballons eine bestimmte Fahrlbaner vor gcfdiricbcn halte. Tic darüber verbreiteten Nachrichten schwanken in ihren Angaben zwischen 40—50 Stunden, die das Fahrzeug in der Luit bleiben müsse. Tie Entscheidung darüber wird meist erst während der Fahrt getroffen, eine Abnahmekommission befindet sich eigens zu diesem Zweck an Bord. Nach 31stündiger T.iucr wurde glatt in Johannisthal gelandet, obivobl die Möglichkeit beliebt, mit diesem Fahrzeug etwa 70 Stunden in der Luft zu bleiben. Die Fahrtdauer hängt lediglich davon ab. wieviel Betriebsmaterial an Benzin und Del man an Bord zu nehmen vermag, selbstverständlich müssen die Motoren so zuverlässig .sein, daß ne bic Kraftprobe eines 70stündigen, fast ununterbrochenen Betriebes,aus halten. Tic verwendeten Motoren haben bereits eine genügende Zuverlässigkeit, was wohl am besten dadurch bewiesen wird, daß sowohl für Parseval-Luftschiffe, als auch für die Militär Ballone von der Friedrichshafener Gesellschaft Motoren bezogen worden
folgende Preise: In der Abteilung KrauSkopf; 200 Silben: 1. Preis 1. Preis A. Roth; 160 Silben: Ludwig, A. Brink; 100 Silben: Bock; 80 Silben: 1. Preise K.
Bei der Abnahmesahrt hatte man namentlich in den letzten 6 bis 8 Stunden gegen starken Wind anzukämpfen, so daß «S nicht möglich mar, wie normaler Weise beabsichtigt,, gelegentlich einen Motor stillzusetzen; im Gegenteil, es mußte immer mit voller Kraft aller drei Motoren gefahren werden, nehr interessant würde es sein, wenn man auf solchen Fahrten genau seststellen würde, auf welche Gegenstände das Gewicht ber in das Schiff eingebrachten Nutzlast kommt. Für eine längere Fahrt muß ber nötige Proviant vorhanden sein, die Mitfahrenden tragen besonders dicke und schwere ZkleidungSstücke, eine Anzahl Decken werden zur Vorsorge mitgeführt u. a. mehr Wenn man mal zusieht, was die Fahrgäste, die eine längere Fahrt in einem Delag- Lustschiss mitmachen, mit sich führen, so wird die von keinem Schiff der Welt bislang übertroffene Tragfähigkeit Zeppelmfcher Starrballone deutlich vor Augen geführt. Bei der Fahrt ber Hansa von Hamburg nach Gotha schleppte'beispielsweise ein Fahr, gast photographische Apparate mit einer Anzahl Platten im Gesamtgewicht von 20 Kilogramm mit. Tarnen, die an Bord waren, hatten eine Menge Decken mit, und anch bic Herren, von benen etwa jeder vierte mit 'einem Photo-Apparat ausgerüstet war, trugen schwere, warme Mäntel. Dazu kommt der Luftschiffe kellner, ber EiSschrank mit Proviant, ber für einen Tag langen soll, kleines Handgepäck für Mitglieder der Falirtleitung, die ihr großes Gepäck mit der Eisenbahn voranschicken müssen u. a. mehr. Man macht sich, wenn mau dies alles mit eigenen Augen sieht und überdenkt, erst ben richtigen Begriff, wie ausgezeichnet die Zeppelinschen Luftschiffe durchdacht find, wie man anch an jede Kleinigkeit gedacht hat, die für die Begiiemlichkeit der Fahr-. gäfte wünschenswert ist. Gerade die Möglichkeit, vor aller Kälte geschützt, wohl eingehüllt in wännende Kleidung und Decken, nicht belästigt durch Staub und Rauch in ber saubersten Kabine der Welt bei einem guten Glase Wein oder Sekt die Herrlichkeiten der Natur aus der höhe betrachten zu können, machen die Fahr ten in einem Zeppelin-Lustschiff besonders anziehend.
Virtuosin, Komponistin und Tinaentm Frau Knibbe-Thiel ans Meißen mit. Wenige Musikfreunde werden bis jetzt Gelegenheit gehabt haben, eine Tarne als Dirigentin eines Orchesters zu sehen. Die Kompositionen der Dame sind von der Presse sehr gut beurteilt worden. Frau Knibbe-Thiel hat u. a. im Palincngarten, Frankfurt, mit ber Valrncn- garten-Kapelle gemeinsam gewirkt und bic Kapelle auch dirigiert. 9lad) den Kritiken ist sic eine Piannun ersten Ranges. Im zweiten Konzert wirkt der Harfenoirtuos Snoer vom Gewandhaus in Leipzig mit. Tie Konzerte finden ohne Restauration statt (das erste am TonnerStag,
I „Stolre-Schren" statt. Die Tagung nahm einen recht guten west- und 5uddeu1scher mUu}i)(inOlCr:liOn(jrC[) I Verlauf und war besonders von den ober bei fifdxm Schüler v.wein en in Knhknt I stark belud#. Tas Wettschreiben fand morgens in der Augustiner
11 •** _ I Schule stall. Bei der Preisverleilung konnten über 100 Preise
:: Koblenz, 14. Lrt. _ I vergeben werden. Ter hiesige G N m u a >'i a st e n - V e r e i n nackt Der zweite Milchhändler-Kongreß für Rl,einland und West-1 Stolze-Schrcp hatte dabei wieder einen sehe schönen Erfolg zu vei falen tagte beule-unter Beteiligung zahlreicher Vereine und Ver-1 zeichnen, indem er nicht weniger als 18 Preise in den Abteilungen >inbc in ber schönen Stadl am Zusammenfluß nnn Rhein unb I r>0 hia 260 Silben errang, tnnnnn nahem hie hälite auf bic Ab
1 Tic Tagesordnung wies sehr wichtige Punkte auf Ist I teilungen über I SO Silben entfällt
frwf) hie '^orbmina guter und gesunder Mich eine der wichtigsten teilen sich wie folgt: Abt. 2 60 Silben: 1. Preis Foseph Mübet 1b.
Iraacn Teöbalb nwr auch eine ganje Reihe von Vertretern der Abt. 2 20 Silben: 1. Preis Adolf Türmer la. Abt. 1 6 0gilben:
Behörden erschienen. Tie Verhandlungen leitete der Vorsitzende 1 Preise Wilhelm Sckwas 2b, Kurt Freu 2b, Otto Branbau 1b,
bea Rbeinisch-Westfälischen Milchhänbler-Vereins, Weißen >Gustav Branbau 1b, Ferbinanb Strack 2a, Lubwig Bücking 2a. dorn aus Dartmunb Zm Namen des Reichsverbandes begrüßteI Abt 140 Silben: 1. Preise Fritz Müller 2d, Karl Rahn la Syndikus Earl Krau ß -Berlin den Kongreß nnd versprach bi? I Abt. 1 00 Silben: 1. Preise Karl Engisch 3a 0 Fehler, An Llntprftühuno dieses Verbandes Ter neue Milcherlaß, betreffend jünger?', Hans Knieper 3a (0 Fehler, Anfänger!), Paul Eckarbt 2b, dm Verkedr mit üulnnilch in Preußen, stand natürlich im Mittel I heim Nicolaus 2b, Alfred Westphal 2b, Ernst Grein 3a. Abt punft Der verdiente Vorkämpfer des MilchhSndlergewerbes, Paul 80 Silben: 1. Preis Wilhelm Eckardt 3a. Mt. 60 Silben: 5rfjeben berichtete eingehend zu diesem Punkte unb kritisierte! Fritz Wachtel 3a. Vom Verein am Realgvmnafium unb ber Einzeldeiten des EntwuffS, bic nicht im Interesse einer guten! Obcrrealsck.ulc errang 2ldoli Kreiling 1b einen 1 Preis bei Milchversorgung liegen. Syndikus Krauß vollendete die Kritik 140 Silben. Beim Wettlcsen schnitt der Ävmnasiattcn-Verein eben des Erlasses. Er vertrat den Standpunkt des Vorstandes und I ialls außerordentlich gut ab, erzielte er dock'dabei die drei höchsten forderte unter stürmifckxnn Beifall der gntbeschickten Versammlung Leistungen, und zwar stehen an erster Stelle Törmcr la mit 521 bic Einführung ber Stallkon trolle unb bic befinitive unb Kübel lb mit 521 unb an zweiter Sck-aaf 2b mit 324 Silben Regelung des Milchverkehrs burch ein Reichsmilchgesetz, in ber Minute.
Ter Vertreter der landwirtschaftlichen Vereine, Schwarz, Kreis BÜdlNgkN.
sprach sich gegen die Kontrolle, die er als zu teuer bezeichnct,^md die die Landwirte kleinlichen Schikanen auslicserte aus. ^em <r entgegnete SnndikuS Earl Krauß, die staatliche Milchkontrvllc - würde auch vielfach den Milchhändler treffen, unb warum tollte ber Milckckwnblcr für die Sünden der Landwirte bützen, was bent Milchhändler recht ist, müsse auch dem Landwirt billig sein. , , 19n
An der sich A^^ßenden Ausspr ach e^teiligten lick, 82<i 725.20 Mk. 521 263.99 Mk. mehr als i. v. I , der Rei.i unter anderen die Vertreter von Krefeld, Mainz, Köln, XJnenbad), gc,üinn 15 276 07 Mk fmcbr 1349.59 Mk , der Reservewnds Tbeöbt und Hanau. >298 467.84 Mk. (mehr 22877.07 Mk.', der Zugang an Einlegern
Zunr Sckstusie wurde folgende Entschließung, tue ^tjn- Lause des letzten Jahres wurde bic Kasse einer ein
btfu« Krauß 010^0^, anflatommcn._ f . I gehenden Revision burch ben Verbanbsrcvisor unterzogen, bic
. , ''^,Sr.,Wq o Mil^N^-Kongren für Rheil and' West fcjncn wesenllid'Cii Bemerkungen Anlaß gab Die Rechnungs- klen und> S ddcut>»Iand Z m drm n ,mb b,c öcnrl)m,gu„a bti Voranschlags iür 1913 bc-
Erlaß trotz cm,ger rh? hfe bingte bic Verteilung bes Reingewinns, ber zur Halste bem
oor allem deshalb, das ^W??^l-gc^rbe bic s il Reservefonds und zum anderen Teil für Unterstützung gemein
1.» Jahren erstrebte Eingeitlichkeit dnrchi^hn Nicht^^eicht wnb nü^gcr ^roc(fc verwende! werden soll. Die Gemeinden des Be und weil die Anordnungen euler wirksamen Stallkontrolle m itm erhalten nunmehr zu Schnlzwecken den doppelten Betrag zu vermissen ist. <,m <sntercnc einer einwand-Kreien Versorgung I , seither bas Kuratorium ber hiesigen höheren Bürgerschule WWW1, »'Ä'bt 500 A7'bte1e '3o5 fflF ftatt ’1A) f^erhd,, dab eine strenKontrolle, dreab-r m Stabt I Zweigverein Nidda vom Roten Kreuz 50 Mk. und bic scu
Sc Cbcr J ^cr schon bedachten Gewerbe- unb landwirlsch.fftlichen Schulen io- bröbalb bic preußischen De^orden Mib rn ^st^w Linie bi roo()[tätigcn unJ) gemeinnützigen Vereine bic früher erhaltenen
c 2G, „ b hZ? KnntroNe für ik^e Provinzen Beträge, zusammen etwa 7650 Mk Für bic reichlichen Zu
uddeu t ) chl a diese g Cid^ Kontroll. fur ihre^tzro i^n lrcnbunqen bcinf[cn Kreisrat Boeckmann unb Kommerzienrat Eloos
ftfinh SATieM) CTbcbt ber von hier namens ber bedachten Vereine. Für das verstorbene Aus' stenalerlasies sehr wohl berechtigt sind, ^choestl^ch,erpeor, oer > . . '«üraermeifier Reitz von Echzell, dessen Ver-
Kongrcsi von neuem d'v Forderung des Verbandes mis ^ wsrung r - d^m Vorsitzenden in ehr.mvollcm Nachrufe gewürdigt "nvs Reichsmil chge etzcs nnch groß^ Gesichts-1 ^n, wählte die Versammlung Bürgermeister Lind in ®eiü=
puiiftcn bu Mllck.glnminung rur gan, ^.»Nckumid reg l 22 Dienstboten erhielten Prämien von 18 Mk., bezw.
22 Mk., je nachbem sie 5 oder 10 Jahre bei derselben Herr-
♦ItlS Ulto iLOttO# l schaff dienten. Ein gemeinsames Mahl im Gasthaus zur Traube
Gießen, 16. Oktober 1912. I beschloß die Generalversammlung.
L.-U. Anmeldung zum Besuch der Universi- Kreis Schotten.
181 Gießen int Wintersemester 1912/13. 1. Stu- q MeicheS, 15. Okt. ES ist begreiflich, daß beiden dierende, die bereits hier immatrtkuliert sind und mciftcn Einwohnern der Wunsch besteht, eine bessere Studien hier fortsehen wollen haben sich auf demUni- rversorgung zu beschaffen. Ter Gemcinderat hat
ver itnts^Sekretariat, Bismarckstraße 22, anzumelden, um J ' 9 0 AAiirfen nach einer Quelle
die Ausweiskarte urnzutaufchen und ihre Wohnung an,zu° denn auch das Geld zum Schiirfen nach einer Quelle
aeben. Die Anmelbungeii werden vom 21. Oktober bis bewilligt. .
zum 16. November 1912, vormittags von 9-12V2, nach- Starkenburg und Nhetuhesfen.
mittags von 3—5 Uhr angenommen. 2. Anmeldungen zur HZ. Darmstadt, 15. Okt. Die Hessische Eisen- Immatrikulation werden vom 21. Oktober bis zum 16. No-Ih^Htr-Aktiengesellschaft hat auch die Gründung üember 1912, vormittags von "9—121/2 Uhr angenommen, einer Ueberlanbzenirale geplant, die neben dem Kreise Nach dem 16. November werden Anmeldungen nur dann -Darmstadt auck) diö Orte um Dieburg, Erbach, B"ensheim angenommen, wenn die Verspätung in genügender Weife unfc Heppenheim mit elektrischem Licht versorgen soll. Mit entschuldigt wird. 3. Bei der Anmeldung zur Immatriku- \^cm ersten Ausbau, für den der Aufsichtsrat in feiner (ation find die zum Abschluß des gewählten Studiums ge- letzten Sitzung 2 500 000 Mark bewilligt hat, wir^ eine mäß reichsrechtlichen oder hessischen Prüsungsvorschriften größere Anzahl Ortschaften mit zusammen 41500 Ein- ersorderlick>en Zengnisfe über die Vorbildung cinzureichen. bohnern angeschlosfen. Die Gefellschast ist zurzeit mit Nach dem Ermessen des Rektors können auch Bewerber zu- her Aufstellung der einzelnen Projekte beschäftigt und hat gelassen ivcrden, die sich durch andere Zeugnisse über Un-h)ic Verhandlungen wegen Legung von Kabeln, Aufstellen bescholtenl)eit und wissenschaftliche Vorbildung ausweisen, von Masten eingeleitet. Sie beabsichtigt nach Eintreffen Für Frauen gilt diese Bestimmung nicht. In jedem Fall Materialien mit dem Ausbau zu beginnen und hofft, t bleiben für die Zulassung zu einer Prüfung oder zur Pro- spätestens in U/2—2 Jahren den Ausbau nach allen Orten inotioii die Bestimmungen der betreffenden Prüfungs- oder erledigt zu haben.
Promotionsordnung allein maßgebend. Wer schon eine d. Mainz, 15. Okt. Kürzlich wurden auf dem hiesigen pochschnle besucht hat, ist verpflichtet, deren Aligangszeug- Friedhöfe und in Erbenheim zwei Engelfiguren aus nis eiuzureichen. Ist seit Ausstellung dieser Zcuglnffc '^bronze a e st o h l e n. Beide Figuren, die einen Wert . eine längere Zeit abgelaufen, so ist sur die Zwischenzeit ^n 1500 Mk. hatten, wurden dabei beschädigt. Ein Russe 8 ein LeumundS^euants bcizubringen. Minderiährige haben setzte bei einem hiesigen Althändler die beiden Figuren eine beglaubigte Bcicheinigung ihrer ge,etzlichen Vertreter ^^r Russe konnte jetzt verhaftet werden, während darüber bcizubringen, datz |ie mit deren Einwilligung bie ^jeb, ein angeblicher Ferdinand Blum, wegen an-
Universität Gießeil besuchen. derer Sttaftaten |id) in Haft befindet
" Volkston zerte der R e girn e n tS - Kap e l l e. Heslcn-Nasiuu.
Man schreibt unS: Wie schon angekündigt wurde, veranstaltet> . 11
unsere Regiments-Kapelle (ver'iärkt durch Btitglieder der — Biedenkop', 13. Okt -tie öerbitDedQmmliing Diarburger Jäger-Kapelle) diesen Winter drei Volkskonzerte. deS Bezirks Obcrbeffen nnd Dilltal beS^ M , t t e l b en ts ch e n Cbermufitmcifkt Höher bat 8u d«n Konzerten zwei bedeutende 2t-n°gr av bendundeS ü t °t,e. Lchr ey taqte heute hünstter gewonnen. Im ersten Konzert wirkt die Kiaoier. hwr. Die Versammlung wurde durch -m,PrciSw-ttk»re.den
Beethoven, Luigini usw. sollen baS Programm bilben.
" Zur Ausstellung in Darmstadt. Die drei oberen Klassen des hiesigen Landgraf--LubwigS- G i) m n a s i u m s, Oberprima, Unterprima und Obersekunba, reiften heute zur Besichtigung der Ausstellung ,2er Mensch'
Fliegerunfall. .
Chaux de f0nds, 15. Okt. Der Flieger Eobwm stieg heute morgen mit dem Redakteur Bippert als Passagier zu einem Fluge über ber Stabt auf. Beim Lauben senkte sich ber Apparat vorwärts unb stürzte senkrecht zu Boden. Der Apparat wurde zettrümmert. Eobioui ist an feinen Verletzungen kurz darauf gestorben, Bippetts Zustand ist hoffnungslos.
Gsvichtssaal.
M Cf len bad), 16. Cft. Ter -^jährige Fabrikarbeiter Anton De bes aus Rcu-Ifeuburg hatte fein bamols b Monate alteS Kind grauf a m mißhandelt, weil es fo viel geschrien habe. Tas kleine flinb, bas heute 8 Monate alt ist, wies zahlreiche Spuren von 'DhühanMunaeu auf, bie ihm der jähzornige Vater heigebracht hatte. Tel'es bestritt bie ihm zur Las! gelegten Hanblungen. Die eibliche ZeuaenanSsage ber Fran K., bie in dem gleichen Haufe wohnt, brachte jeboeb ein anderes, für ben Angeklagten wenig gimsiiges Bild Ter Amtsanwalt beantragte 6 Atonale (Gefängnis. Tas Bericht ging von der Ansicht ans, baß es sich um eine überaus rohe Gesinnung handle, billigte ihm aber linier fBcriicfficbtigiing dessen, daß der Angeklaate als änßerii jälnorniger Aienf ch geschildert wirb, mildernde Uin'iande zu. Das Urteil lautete auf vier Wochen Gefängnis.


