Nr. 221
Erscheint täglich mit Ausnahme de» Sonntag».
IUM doch dahingestellt bleiben, ob dieser Kommissionär bei seinem
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gemütlich beisammenblieb.
Der Vorstand
Arbeitervereins hat sich mit der Bitte an den
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I Eit) Gefriersicisch das sich
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'taffen werben können.
oorträgen schwanden die Stunden schnell dahin, erfolgte der allgemeine Aufbruch nach Gießen, zur Abfahrt der auswärtigen Vereine noch
Gegen Abend wo man bis ein Stündchen des eoangel. Stadtoorsland
lut der allgemeinen Teuerung de- Viehs und Fleisches. Schon 311 Irin der Umstand, das; bas Fleifchcrgenvrbe am hestignen für ine Verbesserung und Verbilligung der Flriidwerforgung kümpi',
Acgiei-unqcn und I i; (c*in eindcn aber sollten auf b’.'nt G.biete der Jylcifdocrorgung 1 ’ i istits unternehmen, ohne sich vorher mit den zuständigen gcrocrb^ Wn Organisationen in Verbindung gesem ;u haben, denn wie ' gr, s-.nd die Metzger und auch andere I eroorragende ^achoer -iirdige der festen Meinung, dast nur durch die (rinrühr von Älachtvieh aus seuchenfreicm Auslande andere und bessere Zeiten
träge zur Verleihung sind von der gewerblichen Korporation welcher der Arbeitgeber angehört, bei der Handwerkskammer zu Darmstadt bis spätestens 1. November jeden Jahres einzureichen. Ten Anträgen ist ein ausführlicher Lebenslauf dcS zurAuszeichnung Vorgeschlagenen, sowie ciu von dem Betriebs, inhabec ausgestelltes, ortSpolizeilich bcglaiibigteS Arbeite- zeugniS, das gleichzeitig den Nachweis der Lbjähngen ununterbrochenen Dienstzeit in ein und demselben Betriebe enthalten must, sowie ein von der Polizeibehörde ausgestelltes Leumundszeugnis beizuschließen.
'• Vom Eoang. Arbeiterverein wird uns verspätet geschrieben: Am vergangenen Sonntag machte der eoangel. Arbeiterverein einen Spaziergang auf den Gleiberg, ivoselbst sich auch die Bruderoereine von Marburg, Wetzlar und Salzböden eingefunden hatten. Bei Gesang- und Musik-
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- steaße 7. Expedition und Vertag. e-w® »1. Redaknom^K I tL. Tel.-Adr.:Anzeig erließen.
Dcntscbc Kolonien.
Eine deutsche Ctraf-Erpeditiou in Neu.Guinea.
lieber die Ermordung des Paradiesvogeljägers Peterson und dreier seiner eingeborenen Begleiter in Deutsch-Neu-Guinea snrd inzwischen einige Einzelbeiten bekannt geworden. Tas Kaiserliche Bezirksamt Friedrick-Vilhelmshafen berichtet darüber:
Prter'on befand sich mit sechs eingeborenen Jagdgehüfcn aus einem Jagdzuge und harte dabe: die Cm Seduk und Nagun - tabil berührt. Tie lepte Nacht vor seiner Ermordung hatte er in Koipassin verbracht. Am Mordtage schickte er vor Tagesanbruch zwei seiner Jagdgebilsen in den Busch. Ihre Abwesenheit benutzten die Bewohner von Koipassin, um nach vorheriger Verabredung plötzlich über Peterson und den Rest seiner Begleiter herzufallen uiid sie bis aus einen Jungen mit ihren Speeren niederzumachen. Ter Junge konnte sich, obwohl er ver^ mundet war, retten und zur Küste entkommen.
Nach Dekanntwerdcn der Tat am Sitze des Bezirksamts wurde sofort eine Strasexpedition gegen Koipassin und die beiden anderen genannten One abgeicbidt, da auch diese an der Tat beteiligt sein sollten Tie Ervedition brach am 21 Juni aut und traf am 23. Juni in Ugalla ein, wo die Eingeborenen durch die Berichte von Augenzeugen über die Tat genau unter- ridjict waren. Es stellte heb heraus, daß auch das Tori Bem a r i sich mitschuldig gemacht hatte. Am folg en den Tage wurde S e d u k 3ei>ü unter tvührung der Ugallaleute eneich: und u m 5 i n g e (t. Es gelang, zwei der echu Heute, die Peterson nach Koipaisin gelodi Hatten, z u sangen und durch Zcugenaus sagen ihre Teilnahme an ^em Morde sestzustellen An dem selben 2lbend wurde noch das Tcrr Bema r i erreicht, erstürm! und eingeäschert. Dabei sielen 5 Bemari-Leute, darunter der Mörder, der als erster Peterson mit dem Speer von hinten
halten Ehren - Urkunden verliehen werden, leihung erfolgt alljährlich an Weihnachten.
Au» Stadt und Land.
Gießen, 19. September 1912.
" Ehrenurkunden für unselbständige Handwerker. Tie Handwerkskammer in Darmstadt wird wie im Vorjahre an unselbständige Personen dcS Handwerkerstandes, Gesellen, Gehilfen iifiu., die mindestens 25 Jahre in ein und demselben Betriebe tätig gewesen sind, als Anerkennung für die treue Arbeit Ehren-Urkunden verleihen. Bei dem Aufschwung. den eine große Zahl Berufsgruppen in den zwei letzten Jahrzehnten genommen hat, ist ein öfterer Wechsel in dem Personal wie früher zu verzeichnen. Ein Aushalten von 25 Jahren bei demselben Meister gehört immerhin schon zu den Seltenheiten und setzt Treue, Fleiß, Ehrlichkeit und rechtschaffenen Sinn voraus. Diesen Personen zur Anerkennung und anderen zur Aneiferung dienend, sollen die vorgenannten, einfachen aber in ihrer Ausführung künstlerisch ge-
teichen Gegenden erhielten. Genau'so geht es mit Ochse n Zum Beispiel liefert uns setzt wieder ein hiesiger Händler aus Ost nü-älanb 100 Stück prima Ochsen für den Preis von 97 Mark >*r 100 Pfund Schlachtgewicht, während wir für Ochsen aus der «öfteren und weiteren Umgegend 99—100 Mark per .100 Pfund räblachtgewicht anlegcn müssen und dabei sind diese Tiere erst helb schlachtreif. Vas würden uns wohl oie Agrarier i:r Preise diktieren, wenn wir den Zwischenhandel nicht hätten?
Es trifft das Metzgergewerbe noch viel weniger ein Verschulden
Kreis Büdingen.
= Bübingen, 16. <5ept. Vandertagausstellung. Es ist erstaunlich, mit welchem Fleiße und Geschick die tndfälhgften Erzeugnisse, angefangen von den ansprechenden .VtY77?arfxnen Bog-lsderger Handwerker bis zu den künstlerisch tinnxmbnraen Leumngen industrieller Unternehmen in der gewerblichen Abteilung ’uiammengetrajen sind Alle Ausstellungsgegmfründe muten uns an, als 'eien sie Glieder einer einzigen Familie, so kräftig kommt die Vogelsberger Eigenart bei allen -um Ausdruck. Mau müßte besorgen, den Leier zu ermüden, wollte man auch nur annähernd die Einzelheiten schildern Ich grciie daher aufs Gradewohl heraus. Der kennt nicht ine fernnnntg geichmeckvollen Erzeugnisse der Wächtersbacher Steingutsabrik, die in alle Welt versandt werden, wo immer eine verfeinerte Kultur besondere Ansprüche stellt. Tort die Buderusschen Eisenwerke von Hirzenhain. Wenn es uns nicht bekannt wäre, würde uns die Ausstellung belehren, daß wir cs hier mü einer Firma von Weltruf zu tun haben. 6men besonderen Zweig heimischer Industrie haben wir in der Textil-Auspellung vor uns. Loden und Halbtuche, aUdcntsäx
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T«e „Siebener .^»iliendlStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt da« „Krcisblatt für den Kreis liefern • zweimal wöchentlich. Die „randwirstchafilichen -eit- fragen" erfcheinen monatlich zweimal.
? • '’c tatsächlich annähernd 2 Mlllionen Mark hinterlassen hat. - ' viel ist Tatsach-, daß es diesem Händler an geschäftlichen Er- I ’ ’ien nicht gefehlt bat, aber man wolle nicht vergessen zu be- tücksichtigcn: 1. welcher Aufwand an Mühe und Kraft dazu fclhürt hat, um nach meinen Informationen aus allen Teilen teS Reickis wöckrentlich 1200- 1500 Stück Schweine aut den Markt zu bringen, welche nicht allein in Frankfurt blieben, sondern cuf) die Markte in Mainz, Ost'enbach, Höchst und Tnrmftaöt nut dersorgt haben, 2. welch großes Risiko den an und für sich
Leib- und Btrrt - 60 Pfenult an
er mit aWt&t ang.
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ipaneremiguni
H.arktbeginn vorübergehend das Preisniveau für Schlachtvieh be «rslußt werden kann, so liegt doch absolut kein stichhaltiger ^runb zu «lagen nach dieser Richtung vor. In der Nr. 21S per als Beispiel, was Kommissionäre verdienen, das Vermögen ri,es frankfurter Biehkommissionärs angegeben, der bei iemem t>bc aniidberuh 2 Millionen Mark hinterlassen haben soll. Es
M -' bbarcr Zeit günstigere Einkaufspreise bekommen und das Pu- um iifunt wird sid> daher mit noch froheren Preisen vertraut machen
|i lüften, wenn die zuständigen Stellen bezw. die Regierung keine .'eigneten Maßregeln zur Herabminderung der Teuerung trifft, ■jlßcbcncnfallö ein zeitweiliges Oeffnen der Grenzen für die .iji, i i n f ü b r n n g ausländischen Viehs gestattet wird.
Es muß nochmals ausdrücklich behauptet werden, daß man ■ sie als den schuldigen Teil ■ai der Viel Neuerung bezeichnen will. Tte Hauprschuld^an der ll ■'r.ieuigeu abnormen Fleischteuerung ist dem Mangel an Schlacht |||r?ft zuzuschreiben. Tatsache ist, daß die Viehproduktion tm In ■Im )c iiid.t ausreicht zur Fl ei sä Versorgung der immer mehr an- I Htrijenbeii Bevölkerung Tic Gefahr ist in drohende Nähe ge- J rieft, daß von unsacboerständiger Seite zur Bekämpfung der^Vi.'h J gti'ji rung Maßnahmen, wie die Einfuhr von ausländischem Fleisch i| mb Gefrierst ei sch das sich am Ende auch nicht billiger stellen
Sozialdemokratischer Parteitag.
~ Chemnitz, 18. September.
In der heutigen Sitzung des sozialdenwkratisckien Parteitages wurde zunächst
das Organi sa t ion4 statut
beraten. Nach lebhafter Aussprache wurde es mit einigen Aendc- einigen angenommen und zwar wurde der Reichstagsfraktion die volle zahlenmäßige Vertretung auf dem Parteitage belassen, dagegen wurde die Schaffung eines Parteiausschusfes be- schlossen
_ Ten Bericht über die Reichstagswahlen erstattete Abg. Scheidemann, der eingangs seiner Tarlegungen betonte, daß die Parole zum Wahlkampf dieses JahreS sich ausgezeichnet bewährt habe, so daß heule niemand mehr die Sozialdemokratie als eine vorübergehende Ersck-cinung bezeichnen werde. AuSiührlich behandelte Scheidimann das «tichwahlabkommen vom Januar dieses Jahres mit den Freisinnigen Er hob hervor, daß den Olcgnmt diesmal ihr Erperitnent bei den Stichwahlen nicht gelungen sei, was zum Teil and) ein Verdienst des Parteivorstand s sei. Es mußte verhindert werden, daß die sdrwarzblaue Mehrheit m den StidMvahlcn die Oberhand gewinne und zu diesem Zwecke war die Einigung mit den Freisinnigen notwendig Tic sog. „Tämpfung" in einer Reihe von Wahlkreisen, die an sich ein außergewöhnliches Mittel darstcllt, war durch außergewöhnliche Verhältnisse bedingt. Tie Ursache des Abkommens war daS SBalNinficm, die schlechten Wahlkreise und die Praxis der preußischen Junker. Ter Redner schilderte dann eingehend die Bcri-allnisjc zur Zeit der Stichwahl in Hagen und in Nordhausen. Tas Abkommen von 1912 sei nicht unerquicklich gewesen wie jenes von 1907. Er äußerte sich dann weiter zu den 21 n griffen gegen den Parteivorstand, dessen Ansehen dadurch nickst gesördert werde und meinte, es erscheine sehr fraglich, ob ein anderes Abkommen die Jnterefsen der Partei bester gefördert haben würde. Wenn aus liberalen Kreisen die Unterstützung nicht so gewesen sei, wie man es hätte wünschen müssen, so sei dies darauf zurückzuführeii, daß man den Wählern lahrelang vor den Liberalen graulen gemacht habe. I m übrigen glaube er nicht, da ß der Parteivorstand so etwas wie das Abkommen wiederholen werde. Sckieidemann erhob bann Einspruch gegen den Vorwurf, daß das Ablommen unter großer Heimlichkeit getroffen worden sei: man l>abc die Parteileitung sofort verständigt. Er schloß mit dem Hinweis darauf, daß die Sozialdemokraten den Kamps fortsetzen werden bis zum Ende, da sie überzeugt seien, daß er zum Liege führe.
Im Anschluß an das Referat entspann sich eine ausgedehnte Aussprache, in der teils für, teils gegen das Abkommen gesprochen wurde. Reichstagsabg. E o h n (Nordhausen wandte sich gegen die Aeußerung Scheidemanns, daß außergewöhnliche Situationen auch außergewötmlick>e Maßnahmen rechtfertigen und erklärt, die Erregung richte sich weniger gegen das Abkommen an sich, als gegen die Art und Weise, wie es abgeschlossen worden sei. Wenn auch dem Parteivorstand das erbetene „gute Wetter" bewilligt werben würde, so werde der Parteitag doch verlangen, daß solche Abkommen nicht zu rcd)tfertigcn seien. Ter Redner bittet um Annahme eines diesbezüglichen Antrages.
Drescher lElberselb empfahl den Antrag, daß die Versammlung sich dahin erfiaren möge, daß der Parteivorstand aut die vom Fortschritt verlangte „Dämpfung" her Agitation in einer Anzahl Wahlkreisen nicht hätte eingchen sollen, selbst aut die Gefahr hin, daß das Abkommen nicht zustande gekommen wäre. — Schiller (Hirschberg meinte, bei dem Abkommen handele es sich gewissermaßen um einen Handelsvertrag, in welchem dem Freisinn die Meistbegünstigung cingcräumt sei. Solche Korn - promiffe möge man Nicht mehr machen Die Sozialdemokratie könne ruhig noch ein paar Wahlen abwarten, bis sie ohne Hilse des Freisinns die Mehrheit im Reichstag habe, sie brauche bie Revolution und die Umwälzung des Staates nicht ums Knie zu brechen.
Scholig Breslau) rechliertigte das Abkommen mit den besonderen Verhältnissen im Liegnitzer Kreise.
Hieraus wurden die Verhandlungen auf morgen vertagt.
Vorschläge bei Magistrat- in Danzig.
Ter „Berliner Lokalanzriger meldet auS T an jig: Ter Magistrarbat eine Bittschrift an den Reichskanzler gerichtet In ihr wird gebeten, dafür einzutrden. baß aus Rußland oder Oesterrrid'-Ungarn bis aus imictcS wöchenilich b i S 8 u 3 00 Schweine ,n plombierten Wagen zum sofortigen Ab- > 1 ladt en in daS städtische Schlachthaus zu Danzig ein» geführt werden dürfen Ferner, daß die Einfuhr von Gef rier- I l t i s ch aus Argentinien und Australien nach TnitichUnb möglichst erleid tert, der Zoll für diese Einfuhr vorübergehenb eocntucll aufgehoben und die UnterfuchungSgcbühr ermäßigt werde. Schli ß- lid> möchten die EinfudrzöUe auf Furt ermittel aufgehoben ober möglichst herabgesetzt werden Eine zweite Bittschrift dcS Magistrats ist an den LandwirtfdaitSminister gerichtet. In ihr wird gebeten, zu erwägen, ob nicht in Danzig eine Cuarantänc- Uarion für dänisches und schwedisches Rindvieh eingerichtet werden sann. Ferner wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, der Minister möge dasür eintreicn, daß eine Erleichterung für den Transport von Futtermitteln gewährt werde.
Zur Viehteuerung
I schalten wir nun auch von einem Metzger eine Zuschrm I ** w»r zwar n.chi m allen Punkte., zustimmcu können/ dce I ®\x„ abfI a‘d c,n Ltimmungsbild in den beteiligten Mniicn gleich I falls gerne miebergcbm:
I > y,n .Wunder, daß b.c Frage der vichtcucrung 'N
I ler Deffentlid)reit eine immer größere Bedeutung gewinnt und I p* benelbcn m der Tagespreise in spaltenlangcn Artikeln Stel- | genommen wird. Die W.rtfchaits und »anhcl -voinil peS I ricid>ß, insbesondere die Agrarzölle, haben eine berariigc Wert » I Weigerung des landwirtschaftlich benutzten BsdenS bewirkt I naturnotwendig alle Produkte desselben verteuert worben
, nb, um die höheren Pacht und Zinslasten ausziigl.,chen. Er töhung der Gehälter und Löhne, sinkenoe Mauffraft ves Geldes, I iThohte Abgaben und soziale Lasten sowie hoher Zinsfuß wirkten
i ! der Folge gleichfalls verteuernd auf die Warenpreise ein, \ ” day eine Verteuerung der ganzen Lebenshaltung unbebingi' c.ntretcu mnßte. Höhere (Webälter und Löhne rufen daneben I Steigerung beS Konsums, besonders in Rahrungs I rattteln, und höhere Ansprüche a n diese hervor. Deshalb m die zurzeit unstreitig herrschende Vieh und Fleifchtcucrung
I Teil als Folge der allgcmciiien Erhöhung brr Warenpreise ' tito bef gciiicgcncn, an höhere Onalitatsanforberung gebunbenen | Konsums anzuspxechcn. Wenn auch die deutsche Landwirtschaft f auf dem Gebiete der Viehhaltung — namentlich in Rück sich. | ad bte mangelhafte Futtererntc des Bonahres und große Seuchen
Verluste — Anerkennenswertes gelnftet bat, so bat sie dock, fchon int Jahren den Ansorberungen des Fleischmarktes nicht ge- ? " ch t z u werben vermocht. Stärker noch wie zahlenmäßige .'.nidernng fällt der Gewichtsrückgang in bic Wagschale Des tnlb überschreiten auch die amtlichen Berechnungen des Flen'ch- Mßums den tatsächlichen Verbrauch ganz erheblich Tic hab n Mftrpreife zwingen die Landwirtsck>aft zur rationellen Aus nißung des Bodens, wodurch in vielen imb den größten Gebieten ds Reiches die Vorbedingung zur Aufzucht von Jungvieh weg IMt. Wir sehen dies immer auffälliger an der beklagenswerten Runahme her viehlosen Wirtsckwften. Anderseits sind die Kosten b,r Aufzucht durch eine Reibe zusammeuwirkender Umstände der VN gestiegen, daß^dic Biebmast, namentlich gegenüber dem Körner | l>.' u, trotz hoher Schlachtviehpreise weniger lohnend geworden f- in | bi rite.
hcoifj guten Gewinnchancen gegenüber stand Wir Metzger in l'l eßen selbst können noch von Glück sagen, baß wir durch einen gefunden Viehbändlerstanb permanente Zufuhr erhalten, pm sind weit und breit (besonders auch im Vogelsberg' die k*hwcine knapp und der lausende Bedarf könnte nicht gedeckt i*t eben, wenn wir nicht gerade durck) unsere Händler gute, schlacht- V”c Sckuveiue aus der Provinz Hannover und anderen vieh»
'.ißt erkennen, daß es unter den jetzigen Verhältnissen schwer leidet, lir zablreickicn Einstcllunftin von Metzgerei betrieben in allen Teilen des ReickvS, besonders auch in Frankfurt a. M., liefern •erfür einen schlagenden Beweis.
Tem Herrn Einsender des Artikels in Nr. 218: „zur Fleisch- :tu:ritng" pflichte ich darin vollkommen bei, daß die städtifchen ri ‘bbüie und Schlack'lhäuser mit zu großen Abgaben belastet rib und den Metzgern dadurch das Fleisch wesentlich verteuert lieb. Z. B. hier in Gießen kann der Metzger mit einem Aufschläge vi 5 Psg. pro Pfund bei Schweineffeisch redfnen, bevor er es tit Laden hat.
Alle Aussichten sind nicht danach, daß wir in nächster und
’ r) und was Qualität und Gute anbetrifft, wohl nicht an um er
nc<* .ul' g ifll'zl
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J|IB l:r im Laufe der Jahrhunderte seine volksw:r:G>.'.N!iG
[jtv ml eit stets erfüllt b-.it und auch in Zukunst erfüllen
। m en:schienen Einspruch erheben.
gßm . s ,,.|M (c*in c i n b c :i abci fi
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durchbohrt batte. Am 25. Juni kam die Expedition in Kcnpasiin an, dessen Bewohner f,ch in den Buick, geflüchtet halten Die Leichen Peterson» und zweier seiner »chwarzen Begleiter wurden vollständig erhall.n aufgefunden und mit Feuer bestallet Tor! wurde Niedergebra nnt Der Hauplleil der Truppen trat am 26 Juni den Rückmarfch an unter Zurucüasfung einer Abteilung, die die Aufgabe erhielt, nach den Kvipasfin Leuten zu forfdwn
Als Ergebnis der bisherigen Feststellungen ist anzunedmen, daß Peterson seinem eigenen Wagemut und der unüberlegten Unterschätzung der Gefahr tum C Plir gefallen ist Er wurde mehrfach gewarnt, sich io weit in ganz unerforschtes Gebiet zu wagen, und besonders dir Koipainn- Leute sind ihm von zuverlässigen Eingeborenen als gefährlich bezeichne» worden Die Verhandlung gegen die verhafte- ten Mörder bat noch nicht stattgefunden
Bei dem ExvcditloiiSmarsch ist bic Truppe tiefer in daS Innere Neu-0)uineaS vorgebrungen als bisher irgendeine Expe» bilion oder ein Reisender ES mürben dabei einige wichriae Feststellungen über bic BegetationSvcrhaltnisse und die Bobengestaltung gemacht.
Die Gesangennahme von Gtenzräudern in Eüdweftafrika.
Nach einem amtlichen Telegramm aus Südwestafrika ist am 2. September von dem in Araboab stationierten Zuge Kirchheim der Schutztruppe südlich von Go bei Tamas eine au Iagd zwecken über die deutsche Grenze herüber gekommeneBande von Eingeborenen gefangen genommen worden, nachdem sie eine deutsche BuschmannSwerft bei GauS am kleinen Nofob-Fluß überfallen hatte Die Bande bestand auS acht Kopperleuten, zwei Bakalahanileuten, einem Bet- fchuancii und einem idaffern-Baftard Bei der Gefangennahme wurde ein «Oppermann erschossen Die Gefangenen, denen zwei deutsche und sieben englische Gewehre adge- nommen worden praren, wurden in das Bezirksamtsaefäng- nis Gibbon abgefuhrt. Wegen der Beteiligung von Kopperleuten ist Pas Gouvernement mit dem benachbarten High- Kommissionär in Verbindung getreten. Dieser drahtete, das; sich, fciveit ihm bekannt, bei Simon Köpper nichts verändert habe. Er imrb durch die Polizei nähere Feststellungen vornehmen lassen. Irgendein Grund ,zur Beunruhigung liegt nach dem amt»id>ai Berichte nicht vor.
gewandt, geeignete Schritte gegen die Fleischteuerung zu unternehmen.
Landkreis Gietzen.
— Groningen, 18. Sept. Ain 29. Juni 1913 feiert der ?ldain Jsheini'sche Gesangverein sein 50jäh- rigeS Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe. Tie ersten Vorbereitungen für das Fest sind getroffen und zwar soll daS Fest m altem volkstümlichen Stil obgehalten werden, da bei den sogenannten GesongSwettstreiten eS vielfach am Schluffe zu Unstimmigkeiten zwischen den wettsingenden Vereinen kam. DaS Fest verspricht recht schön zu werden.
Wenn auch dem Biohhandel infolge des starken Wett- I laioerbes in ber Besdwffung des von den Konsumenten benötigten kchladstviehes hin und wieder das Augenmaß für die richtige Be I lv ehrtin bes Bichs zu fehlen scheint, und Preise bewilligt wer- pi, bic bei ruhiger llebcrlcgung und ohne bic ständigen Hin- txife der Presse auf die Teuerung vermicoen werben könnten, I' an auch burd) unsachgemäßen Aufkauf und Verabrcbung vor
Zweites Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 19. September 19(2
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General-Anzeiger für Gderheffen


