Ausgabe 
17.6.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. HO

Erschein, tsg^ch mit Ausnahme »H Senntegk

General-Anzeiger für Oberhessen

Journalisten- und Schriftstelleroereine zu seiner dies,ädrigen Ta

flimg zusammen, zu der zahlreiche Vertreter aus allen Teilen !Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz erschienen waren. Im

e wird

>en des Film;

lodernen Leber m gleichnamiges teils erschienen sen und brenne's

üche Preise.

Die Tirekrio».

Besoldungserbödungen vollständig ungenügend sind. Bei einer Verteuerung von 25 bis 30 Prozent der Leben-Haltung macht die BesoldungSerböbung nur 5 Prozent au-

An den mit lebhasrem Veiiall ausgenommcnen Vortrag schloß sich fine Ausspraclv, in der Einzelheiten besprochen wurden. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt.

mann haben sich Stunde sich an biejr

- * * ' MOV i < V U'UIIUIlll IVULVII. <1111

Namen des Münchener Journalisten und SchriitstellerverelnS be- grüßte Chefredakteur Dr Mohr die Erschienenen Jnstizminifter v. Thelemann würdigte in einer längeren Ansprache die Bedcittung der Presse als öffentlichen rtullur-

ejte bieten, was bis- merksam, daß der & heute und morgen r

8 Hl

«eichrverbandrtag der deutschen presse.

~ München, 16. Juni.

In Anwesenheit des bayerischen Justiz Minister- v Thelemann, des ehemaligen Stoatsministers Grasen v. Feilitzsch, sowie des Ober­bürgermeisters der Stadt München, Dr. v. Borscht, trat heute der Reicktsverband der Deutschen Presse und der Verband der

DieElehener ZamlllenblSNer- metben dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, bal Krdsblan für bei Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. DielandwirtschastlicheW Lett- (regen" erscheinen monatlich jroetmaL

Rodakttorr. Expedition und Druckerei, Schul- ftrohe 7. Expedition und Verlag: ÖL

Ubahionte^lli. rel.-AdruAn»eigerGle-ew

Montag, 17. Juni syp

JUUttnnlbmd und Verlag der Br üblichen Unuversiiäl« - Buch- und 6teinbru<feeti.

Ä. Laag«, Gießen.

Der italienisch'türrjsche Krieg.

Rom, 16. Juni (Agcncia Stefanie.) Funkentelfgraphisch wird gcmcldft: feilte früh befette General Fara mit einem Bataillon Matrosen und anderen Truppen eine Höhe im Süoen von Bushaifa, zu gleicher Zeit trieb derRe Umberto" durch Geschützsener Abteilungen von Arabern, die versuchten, sich der Landung zu wiberfeben, in die Flucht. 11 nt 6 Uhr wurde auch das Heiligtum von Bushaifa beicht, während die Ausschiffung von Mannschaften und Kriegsmaterial ihren Fortgairg nahm.

lsaktor. Chefredakteur Marx Berlin) sprach namens der ^deutschen Journalisten und Schriftsteller und betonte, das; es notwendig sei, im Streit der Geister um die Uederzeugung eine maßvolle Form zu halten.

Hierauf wurde in die Tagesordnung eingetreten, auf der zu- wächst das Thenra

Gerichtsberichterstaltung

Jtanb. Nach den Vorträgen von S t v f f e r s (Berlin) und Bern­hard (Berlin) wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen:

Die Lefscntlickkeit der Gerichtsverhandlungen, die zu den allerwickstigsten Errungenschaften unseres modernen Staatslebcns gehört, existiert in Wirklichkeit nur bunh die. Gerichtsberichterstal- ?1nng in der Presse. Die Gerichtsberichte der Tagespreise er­möglichen eine Kontrolle der Rechtsprechung und liefern überaus widstiges Material für die Erkenntnis der politischen, sozialen, ethischen und kulturellen Zustände ihres Zeitalters. Daß die Presse diese hohe Ausgabe hat und daß sie im allgemeinen diese Aufgabe mit Ernst und Takt erfüllt, ist unbestritten. Von vielen deutschen Richtern ist dies auch ausdrücklich dadurch anerkannt worden, daß sic die Anwesenheit der Vertreter der deutscl»en Presse auch dann gestatten, iveim auf Grund gewisser Bestimmungen der Strafprozeßordnung die Oeffcutlichkeit für einzelne Gerichtsver­handlungen ausgeschlossen worden ist. Nichtsdestoweniger bestehen Mängel der Gerichtsberichterstatt img, unb die Telegierleuversamm- lung des Reicl-svcrbands der Deutschen Presse erkeniU unter Wahrung der oben niedergelegten Grundsätze an, was der Vor­hand der Deutschen ZeitungsVerleger unter Zu­stimmung von Vertretern des Reichvvcrbandcs in nachstehenden Säßen niedergelegt hat: Ter Verein beauftragt den Vorstand, dahin zu wtrken, daß die Gerichtsberichterstattung und die Zeitung sich der Berichterstattung über den Teil der Prozesse, in welckwn von sexuellen Verfehlungen die Rede ist, ent­halten, wenn die Oeffentlichkeit zwar ausgeschlossen, die Ver­treter der Presse aber zugelassen bleiben. Auch ist anzustrebcn, daß bet derartigen Prozessen Erörterungen über diese Verhand­lungen in Stimmungsbildern, wie die äußere Aufmachung der Ikridtfc selbst sich von jeber sensationellen Ausschmückung fern- halten. Geboten scheint schließlich, zu bewirken, daß sto n fl 111 e »wischen Richtern, Staatsanwälten und Vertet- digern im Interesse des Ansehens der Rechtspflege nicht zum Wegenftanbe sensationeller Darstellung gemacht werden. Außerdem aber weist die Delegiertenversammlung des ReichsverbandeS darauf bin, daß zur Beltebung dieser Akängel in vielen Fällen eine sorg­fältige Auswahl dec Berichterstatter unter Bereitstellung größerer Mittel für die Berichterstattung von den Verlagsanstalten ge* 'fordert wird."

Zu dem Thema

Kongreßberichterstattung

berichtete Giesen ^-ranffutt a. M.). Sckweder (Berlin) regte an, eine Zentralstelle für die deutsche Presse zu schaffen, an die ssich die Berichterstatter ivenben könnten, wenn ihnen auf Äon- ?reffen Sctfwicrigkeiten gemacht werden, um eventuell eine Gr­am teinstellung der Berichterstattung herbeizuführeu. Tie An- :gelegenheit wurde dem Vorstand zur weiteren Erörterung über­wiesen. Nach dem Geschäftsbericht .hat der Reichsverband zur­zeit 1600 Mitglieder. Die Verhandlungen wurden auf morgen T erlogt ________

** »itierg.

^scheinen.

rrrbeiteebewegung.

Eine Lohnbewegung der Dachdecker.

Berlin, 17. Juni. Die Dachdecker sind in eine all­gemeine Lohnbewegung eingetreten. Man rechnet mit einem län­geren Ausstaitd, der die ungünstige Lage des Baumarktes erheb­lich beeinträchtigen wird.

Aus Stabt unö Land.

Gieren, 17. Juni 1912.

** In Audienz empfangen wurde am Samstag u. a. Ober-Ingenieur Müller von Gießen.

** Kv in m e r z i e n r a t. Ter Groß Herzog hat dem Mafchincnfabrikanten Phil. N c b r i ch in Prag den El)a- ratter als Kommerzienrat verlicl-cn

** Lehrerpersonalien Ernannt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Weitershain Ludw. Heb er mehl zum Reallehrcr an dem Realgymnasium und der Lberrealschule zu Gießen unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, liebertragen wurde dem Lehrer Georg E ch u ch zu Eckartsborn eine Lehrerstelle an der Gemeindeschulc zu Echzell Erledigt sind an der Gerneindeschule zu Finthen zwei Stellen für kath. Lehrer und eine für eine kath. Lehrerin, eine mit einem tath. Lehrer zu besetzende Lehrerstellc an der Gemeindeschule zu Gonsenheim, eine mit einer kath. Lehrerin zu be­setzende Schulstelle zu Ober-Olm.

** Stadttheater Tie reizende OperetteEine Nacht in Venedig", mit der Direktor Steingoctter am Tienstag die Operettengastspiele eröffnet, ivird bei dem Mangel guter Novitäten zurzeit an verschiedenen Orten, z. B. in Wien, mit größtem Erfolge wieder in den Spielplan ausgenommen. Aus der wirklich melodiösen Partitur seien als besonders bemerkenswert erwähnt das Gondellied, das Ständchen, der Lagunenwalzer und das Ensemble der Tau­ben von San Marco. Nochmals sei darauf hingewiescn, daß die Abonnenten gegen Verweis des Ermcißigungkupons nur gewöhnliche Preise zahlen.

* Ter Ern st-Ludwig. Verein (Hessischer Zen­tralverein für Errichtung billiger Wohnungen i hält seine Hauptversammlung am Tonnerslag, 27 Juni, Dorrn, im Gartensaalc des Saalbaues zu Tarmstadt ab. Auf der Tagesordnung steht u a.: Geschäftsbericht für das Jahr 1911, Rückblick auf die bisherige Tätigkeit, Ausblick für die Zukunft (erstattet von dem i^ttcralfefrclär, Landeswoh- nungsinspektor Grctzschel-Tarmstadt); Kaffenbericht; Neu- wähl von Vorstandsmitgliedern unb ein Vortrag über die Fortbildung Der l)esfischen Wohnungsgesetzgebung von Bürgermeister Dr. Frenay-Benshetm.

** Auslandsreisen deutscher Arbeiter. Bereits im Vorjahre haben 50 deutsche Manner, größtenteils dem Ar- beiterftanbe angehörend, aus Frankfurt, Offenbach, Tarmstadt, Höchst, Wetzlar, Rüsselsheim und anderen Orten des Rhein-Main- Gebiets, sowie 50 Teilnehmer aus Düsseldorf eine 10 tägige Reise nach England gemacht. Die Reisenden warm dort Gaste der An­gehörigen der Adult Schools Schulen für Erwachsene) einer weitverzweigten englischen Volksbilduiigsorganisatiou Um Pfing­sten haben Angehörige jener cnglifcbm Organisation Teutsch- land besucht und sich il a. 3 Tage ui Wiesbaden und Frankfurt aufgehalten. Der Frankfurter Ausschuß für Volksvorlefimgen, als reifdeüenbe Körperschaft, wird nun wieder einen Gegen­besuch von Frankiurler Arbeitern veranstalten, denen sich eine Anzahl von Arbeitern aus denen zum Rhein-Mainischen Ver- banb für Volksbildung gehörigen Ausschüssen und Vereinen, an« schließen können. Auch Frauen und Mädchen können sich diesmal an bet Reife beteiligen. Die Fahnkosten FrankfurtLondon unt zurück, einschließlich Fahrten in England, Ucbcrnaditen und Ver­pflegung, Eintrittsgelder usw., betragen 100 Mark für die bcri'on. Im vorigen Jahre ist der Betrag hierfür in der Regel so ausgebracht worden, daß jeder Teilnehmer einen Teil, etwa die Halste, aus eigenen .Mitteln bezahlt hat, während der Rest teils von den an*

W.

w*** »feg

Kon

en. K 5

1t t . -i'01;-

v«uisch«r Rcid)$=, poft- und Telegraphenbeamtentag.

t Frankfurt a. M., 16. Juni.

In Anwesenheit von über 800 Delegierten aus allen Teilen bes Reiches begann hier die Mitgliederversammlung des Verbandes mittlerer Reicks-, Post- und Staatsbeamte». Der erste Vorsitzende des Bezirksvereins Frankfurt a. M. begrüßte die Erschienenen. Hierauf nahm der Verbandsvorsitzende Britz (Berlin) das Wort zu einem Vorträge über

D i e Personalpolitik der P o st v er w al t u n g".

Er führte aus: Tie Frage: Was können die mittleren Post­beamten zur Mufbefferung ihrer Lage tun? werbe schon seit Jahren auf den Verbands- unb . Gautagen, in ber Fachpresse und in Tageszeitungen, sowie im Reistage eingehend erörtert. Auch die Reichspostverivaltung habe sich mit der Frage befthätttgi, waS durch die Denkschrift hierüber bewiesen werbe. Trotzdem sei man anscheinend mehr denn je von einer befriedigenden £ Lösung ber Frage entfernt, eine erneute Prüfung auf ihre Be- » irechtigung sei daher erforderlich, wobei die historische Entwicklung I berücksichtigt werben müsse Ter Redner geht bann am bie f PersonalreglementS von 1871 unb 1882 ein unb bespricht bie I Äenberungen, bie durch bie Perfonalveränberung von 1900 burd>- I geführt worden sind, sowie bie Mangel, bie den einzelnen Regle meins an haften. Enn F-ehler fei es gewesen, baß bie Zivil- amvärter vor 1900 zur Ablegung ber Sekretarprmung nicht berechttgt waren. Ter Fehler sei beseitigt worden Trotzdem fei Ibie Zusriebenheit nicht etngetreten. Die Ursache hege bann, batz es nur einem fieinen Teile der mittleren Postbeamten gelungen ist, die Sekretärprüfung

abzulegen und daß anbererseits ber großen Zahl der Anfangsstellen I nur eine kleine Zahl Befördernngsstellen Mgenuberständen: bas I Verhältnis fei' 5,3:1. Bet keiner anberen Beamtenkategorie I bestehe ein so schlechtes Verhältnis. Tie mittleren Ponbeamten | ständen auf dem Standpunkt, daß die Erschließung neuer Tätigkeits­gebiete, die Abstoßung minber tüchtiger Arbeiter unb bie benere f Vorbilbung eine höhere Bewertung ihrer Arbeit burchaus 11ju I fertige. Leider bestanden feine Hoffnungen, daß bioc keurebungen in absehbarer Zen in Erfüllung gehen, xabei I« aber ber «taat i als Arbeitgeber allgemein gesprochen verpflichtet, alle '.'^vnahmen I )U treffen, die das Wohl der Untergebenen fordern können Zu liefen Dkaßnahmen gehöre auch ein mntommen in wlcher J- vae, I fcü ber Beamte in derselben sozialen LMicht verbleibt, bie er nach Abkunft, Vorbildung unb Tätigkeit inne hat, unb nicht ' auf eine tiefere Stufe hinahglenet. .vienur muue die Bt ' Körbe im dienstlichen Jnteresfe unb im ^ntereiie der XK- I teihgten selbst sorgen. Tie Be,o l du ilg en mutzen n nicht

«u großen Zeitabstänben neu geregelt und der ^^euermtg dcr 3tbendoer&ältniHc enlsprechenb erhöht werben. Nu gäbe ber

sierung müsse es sein, durch Aufklärungsarbeit die Stimmung |ibc5 Publikums gegen bie Beamten zu besetttgen. Berechtigte | Aeünsche ber Beamten müßten erfüllt werben, weck |u cm I Äzialpolnik find. Vorläufig kann uns, >o fuhr drr Redner fort, bie Personal Politik der Postverwaltung nicht befriedigen, weil bie

Mock stabt zur Sache geäußert und namentlich auf den Unterschied »wischen Unfall* und Haftverficberung bingcroieien haben, ivirb ber Antrag Nidda abgelehnt, ebenio ein Antrag Böllstein inbetreff der Anschaffung weiterer Lichtbilder-Apparate.

Es er'olgt nunmehr bie Beratung des Voranschlags für 1912,. brr mit 71 131,69 Mk abfchlirsii st^achdem der Lchapnieister Hauptmann W a l d e cke r kurz berichtet und st r ä m e r Büdingen eine stärkere Unterstützung der Veteranen gefordert bat. wozu Amts richter Stumpf unb Major Beck nähere Erlainerungen gaben, begründete Präsident Frbr v. H e v l die vom Präsidium beantragte Bewilligung eines alljährlichen Beitrages von 1000 Mk nn Förde­rung brr Ziele des BundesI ü n g * T e u t i ch l a n b". tlT wies dabei besonders auf die jahrelangen Bestrebuiigen Frankreichs hin, wo nicht nur bie Schülerbalaillone nach allen Seiten unterstutzl. sondern aum alljährlich ctiva 2000 Lehrer ausgebildet und ins Land geschickt werden, um unter ber Jugend den militärischen Geist unb Schulung zu verbreiten In ber Aussprache traten

Herr Ofenkoch, S taatsanfvalt T r ü nt perl- Gießen unb Wolf- Stabecken für bie Pflege des vaterländischen Geistes unb ber körperlichen Tüchtigkeit uinner Jugend ein, worauf der Antrag des Präsidiums einstimmig mit Beifall angenommen wurde. Nack, einigen weiter vorgebrachten Wünschen der Mämeraben Taab und Scheer wurde ber Voranschlag für 1912 einstimmig ge­nehmigt.

Ter Bezirkskommaiibeur von Mainz, Major Ni brasch, bankte dann für die Einladung zu ber Tagung unb brachte ver schiebene Anregungen vor, bereu Erfüllung er ben MTiegctvereincn warm ans Herz legte. 'Jiadi Genehmigimg des .staffenberichis unb Eiitlafttmg des Schatzmeisters, Hanpiuiaiin Walbecker, erstattete Herr Walia u ben Bericht über bie Provibentia, Herr M i n n i ch über Jahrbuch unb Malenbcr. Daun folgte bie E r gänjnng bes Borstanbes. Tie aiisgeschlebeiien Mitglie ber Lahr unb Will würben durch Zuruf ivicbcrgciväblt unb bu Herren Scheer unb Hochgefaitbt neu gewählt, .Verr Stump war schon früher vom Präsibnim zugezvgen worbeu.

Tie Versammliiitg wählte Hirschhorn zum Ort der nächst­jährigen Tagung, lieber bie Prinz Lubwig unb bie Eriist-Lud- wtg Stiftung, sowie ül>er ben stpffhünfer-Bunb berichtete bann Finanzral tiinbenftruth, über bie Ernst Ludwig Eleonoren Stiftung Herr Seiler, über den Haft unb llnsallveisicherungs VertragZürich" Justizrat Lahr, über beuHessischen Manie rab" mit Sterbekasse Friedrich Wilhelm Schatzmeister Wal­decker, über bas Sammelwerk Seiler, unb enbiid) über Schießfvei'eii Mämmerbireltor Dem Im Anschluß hieran teilte ber zweite stellv Prasibcnt unb Schriftführer Mebizinalrat Tr. Vogl Butzbach bie für biefeö Tahr erteilten Anszeichiiufigen mit. Tie silberne Plakette erhielten. Jak Wagner- Altenstadt unb Lehrer Will- Rendel, ferner wurde eine Anzahl Bronze Plaketten derlichen.

Damit war um V,2 Uhr die TagiSorduung erschöpft und ber Prasibcnt schloß die Taguuß mit einen. Hoch auf Kaiser unb Großherzog, worauf her Bezirksvorsitzeiidi Mrämer Mainz dem PrasibeiNeii Frhrn. v. Hehl ben Tau. ber Versammlung aussprach.

Ber bem Festessen imPfälzer Hof ' bracht». Frist, v. Hehl ben ersten Trinkspruch auf Kaiser unb Groß herze.- aus '.Vtajoc Beck widmete fein Glas ben Ehrengästen, Regierui'gsrat W ei­ner feierte bieHassia" unb bann folgten zahle iche weitere Sieben auf Nieber^Dlm, bie Damen u a. m

Zweites Blatt 162. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

Vie wchroorlagen in Seftcrreich.Ungarn.

Wien, 15 Juni Der W netcnhauses nahm die WehrrcformVorlage unver­ändert an.

Ofen pest, 15. Juni. Tas Magnatcnhaus ver­bandelte in lebhafter Aussprache über die Wehr Vor­lagen. Ein Mitglied beantragte Rückverweisung der Vor- läge zur verfassungsmäßigen Verhandlung an das 2lb- geordnetenhaus, da die Vorlage nut Verletzung der Haus­ordnung des Abgeordnetenhauses votiert worden sei. Nach­dem mehrere Redner den Antrag einerseits verteidigt, an­dererseits bekämpft hatten, ergriff Ministerpräfident L u - kacs das Dort. Er verteidigte die (Gesetzmäßigkeit des Vorgehens, wenngleich eine formelle Bestimmung der Haus ordnung verletzt worden fei. ES sei falsch, daß die Art des Zustandekommens des Gesetzes die Äckftung vor den Gesetzen erschüttern werde. Vielmehr sei die Würde der Gcietzgebung durch die Auflehnung der Minorität gegen den Willen der Majorität in operetlenhaften Szenen, die die Opposition in und vor dem Parlament ausführte, ge­schädigt worden. Tie Rückverweisung der Vorlage an das ^'Ibgeordnetenlstius würde einen Konflikt zwi- schen d e n b e i d e n H ä u s e r it d e s P a r l a m e n t s h er­be i führen (Lebhafter Beifall.) Ihn 4 Uhr nachmittags wurde die Sitzung auf eine Stunde vertagt. Um 5 Uhr wurde die wieder eröffnet

Hauptversammlung 6erhassia".

rb. Nieder-Olrn, 16. Juni.

Die L riegerkain eradschastH asfia" hielt ihre Lan beäticrfammlung heute hier ab. Arn Tage vorher hatte bereits eine Beratung des Hauptvorstandes unb am Abend cm Festkommers ftattgefunben. Tie Hauptversammlung war so zahlreich besucht, baß ber Saal völlig überfüllt war. Es waren Vertreter fämt- licktcr Bezirksvereine mit 2d47 Stimmen anwesend. Ter Präsident der Hassia, Generalmajor ä la suite Frhr. von Heyl, begrüßte bie Versammlung unb bie Versammlung gab freubig ihre Zustim mutig zur Abseitdung von Huldigungstelegrammen an Kaiser und Großhi'rzog. Als .Vertreter der Militärbehörde war Major Nibasch, Beziikslouimanbeur von Mainz, als Vertreter des verhinderten Provtnzialbirckwr Geheimerat Dr. Breidert Regierungsrat Werum- Mainz unb als Vertreter der Psälzischeu Kamplgenossenschaft deren Vorsitzender, Juslizrat Dr. Schweikert, erschtenen. Weiter gedachte der Präsident der verstorbenen Mitglieder (Generalmajor z. D. Ger 1 ach - Tarmstadt, Hauptmann a. T. Gernsheim Worms, Bürgermeister Konrad-Lsthofen, Göbel-Groß-Gerau und Kurz-Alsfeld. Auf Vorschlag des Prästbiums wurden zunächst die zur Versammlung eitigebrachten Anträge beraten. Die Ver­sammlung nahm nach kurzer Beratung einen vom Präsidium ge- stellten Antrag wegen Abänderung der Satzungen an. Ein Antrag des Bezirks Nidda verlangte die unentgeltlidje Lieferung des Vereinsblattes, derHessische Kamerad" an alle Mitglieder des Hasslaverbandes, eDcntuell eine bedeutende Herabsetzung des Be­zugspreises. Tas Präsidium wurde eritiächttgt, der nächsten Ver- sammlnug Vorschläge zu madjen, um denKamerad" den Mit- gliebent so billig als möglich zu überlassen. Von den übrigen Anträgen war noch von Interesse der Antrag des Bezirks Gießen, das Präsidium ber Hassia wolle an zustänbtger Stelle vorstellig werden, baß bie Prüfung ber G e s u ch e h e s s i s che r V e t er a n e n um bie Vetcranenzulage von ben mang eben ben hessischen Behörden in berielbcit wohlwollenden und nachsichtigen Weise geübt werden möge, wie es derzeit von den preußischeti Behördett geschieht. Ter Vorsitzenoc des Bezirks Gießen, Lehrer T a a b, wies darauf hin, daß die hesfischeti Veteranen ungünstiger behandelt würden, als die vreußisckien. In Wetzlar sei den Veteranen mit 161800 Mark Einkommen bie Veteranenbcibilfc gewährt worden, während sie ui Hessen mu 600800 Vlark abgelehnt wurden. Landtagsabg. A u l e r belichtete an Stelle des behinderten Adg. Leun, jeder gönne den Veteranen die Beihilfe und nach der jüngitrn Kammer berahmg darüber habe bie Regierung sofort alle Sdstitte getan, damit die hessischen Veieranen genau so wohlwollend behandelt werden wie die preußischen. Sie habe über bie drei Besdpoerden aus Gießen an bas Reichsschatzamt berichtet und um Rückäußcrung ersucht. Tiefe liege noch nicht vor: es fei aber insofern schon eine Besserung eingetreten, als nicht mehr so viele Gesuche zurück­gewiesen rouroen und die Kreisämter feien vom Ministerium des Innern angewiesen worden, keine Gesuche mehr selbständig ab- zuwelsen, lonocrn darüber an das Ministerium zu berichten. Ter stellvertr. Präsidem, Major a. T. Beck, gab nähere Auskunft über die von ihm namens des Präsidiums bei ber Regierung unter­nommenen Schritte. Sie habe den festen Willen, die Interessen ber be'iüa>en Veteranen nachdrücklich zu vertreten. Lehrer W 111- Rendel, Vetzberger- Nidda unb Prof. Tr. Kräme r^- btitgen treten gfeidjfajls für größere Nachsicht bei ben Gesuchen ber Veteranen ein. Der letztere teilt einen Fall mit, daß einem alten Gu'enbahnbeamten, bet 5 Kinder hat und nur 380 Mark Pension bezieht, die Zulage wiederholt abgelehnt wurde. Man sagte: Dir haben keine Veranlassung, reiche Leute zu machen. Heiterkeit. Die Schuld an ber mangelnden Berücksichtigung trügen vielfach bie Kreisärzte. Präsident Frhr. v. Heyl betonte, daß das Präsidium alles getan habe, um die Rechte der hessischen Veteranen zu wahren: es werde auch zukünftig mit wärmstem Herzen und größter Energie dafür ein getreten.

Zu einer längeren Aussprache führte der Antrag Nidda, baß die Hassia für Unfälle beim Scheibenschießen auskommen solle, da die Ver'iDcrungsgesellschaftZürich" dies nicht tue Nachdem sich Veybcr g er-Nibba, Justizrat La hr- Tarmstadt, Tirektor Jucho, Rechtsanwalt Laufmann-Gießen und Jung-Ober-

I