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sibent der White Grand agieren der ersten filafie eren der zweiten «lasse
he TamOl „Niagara", and sich am Mitwna mit" gesunken ist und i, daß der Kommandant te dichter Nebel. Tai lies, stick zueck mehr ein heftiger Stoß er- , stürzten zu Boden < ud)t des Anpralles >n> - -rbrachen. AngsterB I nmandanl stellte lopr die Meldung, daß te
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Frankreich hat das Geni^Korps für jedes einzelne Luftschiff besonders abgemessene Schuppen errichtet, die so klein sind, daß die beispielsweise iür die „Patrie" gebauten Häfen nicht imstande sind, den „Adjubant-Rsau" auszunehmen: man hat in Frankreich nicht vorausgesehen, daß die Zukunst auch in der Luftschiss« fahrt grössere Abmessungen bringen wird. Ein weiterer gewaltiger Vorteil der deutschen Lustkreuzer sei ihre Fähigkeit, ohne Ballonet oder Ventilation zu steigen und zu sinken, und zwar schneller als die französischen „Aber der Vergleich wird geradezu schrecklich, wenn man die Verletzbarkeit, die Bewaffnung und die Kampfkraft der Fahrzeuge miteinander vergleicht. Ein Loch in ein französisches Luftschiff vernichtet sofort das ganze Fahrzeug: der Zeppelin dagegen ist in Abteilungen eingeteilt, die die Folge einer Verletzung des Schisfsrumvscs begrenzen. Ter von einer Kugel getroffene Lustkreuzer kann durch Auswerfen von Ballast emporsteigen, als sei er unverletzt, kann sechs, ja acht Treffer erleiden und trotzdem weitersteuern. Und das verletzte Luftschiff kann ausgebessert und gerettet werden. Ta der Zeppelin eine starre Hülle besitzt, kann er auf seiner oberen Platö- form Maschinengewehre tragen, wäl)rend der französische Lenk- ballon sie nur in der Gondel aufnchmen kann. Ter Zeppelin hat also als Geschostfcld die ganze Atmosphäre zur Verfügung, wahrend der französische Lenkballon nur Ziele beschießen kann, die unter ihm liegen. Um also dem Feuer eines französischen Luftschiffes zu entgehen, braucht man nur höher empor- z u st e i g e n.
Tiefe Ueberlegenheit der deutschen Maschine hat für uns Franzosen die verheerendsten Folgen. Ein französisches Flugzeug kann ohne weiteres einen französischen Ballon sprengen, und das könnten auch die deutschen Flugzeuge. Tie wichtigste Frage ist' nun: kann auch ein Zeppelin mit Vorteil von einem Flugzeug angegriffen werden? Tie Antwort muß lauten: Nein. Tie Flugzeuge können dank ihrer größeren Geschwindigkeit den Zeppelin einholen und überholen: aber sie haben zum Angriff nur ihr Maschinengewehr. Unsere Flugzeuge aber würden wenigstens zwei Minuten vor der Erreichung des Zeppelin eine sichere und bequeme Zielscheibe für die aus der oberen Plattform angebrachten Maschinengewehre bilden. Selbst der Kampf mehrerer Flugzeuge gegen einen einzigen Zeppelin bietet nicht viel güw- stige Aussichten, weil jedes einzelne Flugzeug von dem deutschen Luflkreuzer aus ins Feuer genommeh werden könnte.
Tic Schlüsse, die wir aus diesen Betrachtungen ziehen, müssen tapfer und ungeschminkt ausgesprochen werden: gegen die deutschen Luftkreuzer sind die französischen Flugzeuge ohnmächtig, während die deutschen Flugzeuge unseren Lenkballons gefährliche Gegner fein würden. Unsere Luftschiffe aber sind den Zeppelinkreuzern auf Gnade und Ungnade ausgeliefert, ihre geringere Geschwinbigkeit ermöglicht ihnen nicht einmal die Flucht. Tic deutschen Luftschiffe sind also Herrscher der Lüste und können unsere Luftschiffe, ja selbst unsere Flugzeuge verlachen, ehe wir nicht wirklich zum Kampf bewaffnete Flugzeuge haben. Tie französischen Luftschiffe aber sind keine Kriegsmaschinen, sondern schlechthin Touri st enfahrzeuge für sentimentale Seelen, die unter den Sternen eine Reise tun wollen. Gegenüber den Zeppelinkreuzern existieren unsere Lenkballons nicht."
Ein schwerer Unfall Codys.
London, 16. April. Der Flieger Codp wollte gestern abend in Aldershot als Passagier in seinem fünfsitzigen Flugzeug, das von seinem Schüler Leutnant Fledcher gesteuert wurde, einen Ausflug machen. Bei dem Anfahren zum Aufstieg auf der Landstraße bog plötzlich ein Automobil in schneller Fahrt um die Ecke. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, war der Flieger gezwungen, in eine Baumgruppc hineinzusteuern. Der Anprall war so gewaltig, daß das Flugzeug in kleine Stücke zertrümmert wurde. Coby wurde 30 Meter weit über einen Kanal hinweg
geschleudert und erlitt schwere innere Verletzungen ,o- wie Rippen- und Beinbrüche. Codps Sohn, der sich aus einem Fahrrad in der Nähe der Unfallstelle befand, fuhr schleunigst nach Laufe, um den Unfall zu berichten. Unterwegs stürzte er an einer Straßenwendung mit feinem Fahrrad und zog sich so schwere Verletzungen zu, daß er das Bewußtsein verlor.
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Straßburg, 16. April. Das preußische Kriegsministerium hat der Leitung des Deutschen Zuverlässtgkeits- fluges am Oberrhein zur Durchführung dieses Unternehmens 10O0O Mark zur Verfügung gestellt.
Danzig, 16. April. Ter neue Albatroszweidccker der erst am Tage zuvor von der Marine abgenommen worden wir, stürzte gestern bei einem Fluge aus nur 10 Meter Löhe a b und wurde vollständig zertrümmert. Der Führer Oberleutnant zur See Landgeld kam mit leichten Verletzungen am Kopfe davon.
Boulogne für Mer, 16. April. Die amerikanische Fliegerin Q u i m b y ist heute morgen 5,36 Uhr in Dover aufgestiegen und um 7,8 Uhr in Boulogne gelandet. Sie ist die erste Fliegerin, die allein ine Meerenge über» flogen bat.
vermischte».
- Unbestellbar . . . Tie vor kurzem erschienenen Veröffentlichungen der deutschen Reichs-Post- und Telegraphcn-Ver- waltung über ihren Verkcl-r im Kalenderjahr 1910 bieten u. a. auch eine anschauliche Illustration des leidigen Kapitels der unbestellbaren Postsendungen. Man entsetzt sich förmlich bet ber Vorstellung, daß in einem ienzigen Jahre im Deutschen Reichst Postgebiet, bei dem bekanntlich Bayern und Württemberg mit zusammen ungefähr 9 Millionen Einwohnern nicht mittähleu, rund 4 Millionen Postsendungen, also täglich beinahe 11000 zu jenen Briefen gehören, „die ihn nicht erreichten". Welch nutzlos vergeudetes Kapital an Zeit und Mühe bei den Absendern und im inneren Betriebe der Post, die, abgesehen von den nicht zu be« fdlönigenben Fällen bequemer Gedankenlosigkeit von Unterbeanv ten, sich redlich damit plagt, die Adressaten, und wenn dies nicht möglich ist, wenigstens die Absender behufs Rück- Icitung der Sendungen zu ermitteln. Nutzlos vergeudet zum weitaus größten Teil, weil das freundliche Geschwisterpaar Trägheit und Tenkschwäche über dem Schreiber geschwebt hat, als er j. B. von irgendwo im Plattland, ohne sich als Absender genau zu bezeichnen, an Paul Schulze in Kunzendorf ober Frieba Müller in Berlin in ber rührenben Zuversicht abreffierte, Sankt Stephan werbe schon wissen, welches ber vielen gleichlautenben Nester unb welchen ber zahllosen Träger bieser beliebten Namen ber Absenbcr gemeint habe. Bei ber knappen Lälftc aller unbestellbaren Post- fenbungen gelingt es bet Post, b. h. bem Ausschuß zur Eröffnung unbefleitbarer Postsenbungen, bie Absenbcr zu ermitteln. Mehr als 2 Millionen aber bleiben enbgültig unbestellbar ober unanbringlid), wie es im Postdeutsch heißt, unb fallen nach gemessener Frist bet Vernichtung anheim. Sehr interessant ist es dabei, baß nicht alle Arten Postsenbungen diesem Lose nach dem gleichen Prozentsatz verfallen. Von den gewöhnlichen Briesen konnten rund drei Viertel den Absendern zurückgegeben werden, während bei je 100 unbestellbaren Postkarten nur in 5 Fällen der Absender zu ermitteln war, so daß mehr als IV2 Millionen, vorwiegend natürlich Ansichtskarten, wobei ber Sck>abcn ja nicht allzu groß ist, oer nichtet werden mußten. Die Gründe der Unbeftellbarfeit Wersen ein nettes Licht auf die Psyche des Durchschnittsmenschen. Unter je 100 unbestellbaren Sendungen befanden sich nur 16, die wegen Todes, Auswanderung des Empfängers und aus ähnlichen Gründen nicht zugestellt werden konnten, je 13, die postlagernd nicht ab-
aeholt wurden, je 13, deren Annahme verweigert wurde, aber 58, deren Zustellung oder Rückgabe unmöglich war, »veil die Absender {ich nicht genannt hatten ober die Namen überhaupt nicht leserlich geschrieben waren.
Kleine Tageschronik.
Bei einem Feuer, welches in der Wohnung des städtischen Schlachthallenwärters in Remscheid ausbrach, rettete der 14-jährige Sohn seine vier Geschwister. Er drang noch mals in das Wohnzimmer, um seine Eltern, die bereits betäubt waren, ins Freie zu schleppen. Sein Rcttungsiverk mißlang. Die Eltern und ihr Sohn wurden als Leichen aufgefunden.
Der bei dem Weidenthaler Eisenbahnunglück schwer verletzte Wagen Wärter Weber ist heute nachmittag l1/* Uhr im Krankenhause seinen Verletzungen erlegen.
In Gl atz sind durch Kohlengase eines undicht gewordenen Leizkörpers bei der Eröffnungsfeier in der Aula des Gymnasiums 13 Schüler erkrankt, fast nur Sextaner unb Quintaner. Aerzte halfen sofort, Gefahr besteht nicht.
In ber Kirche Santa Maria in Eapaceio brachen in ber vergangenen Nacht Diebe ein, raubten Kleinobien und ermordeten einen Eremiten, ber bie Aufsicht über bie Kirckw hatte, sowie einen bei ihm lebenden Verwandten.
Das Stört hing hat heute cinftimmg beschlossen, 136 365 Kronen als Zuschuß zu Amundsens Expedition nach der Antarktis zu bewilligen.
vüchertisch.
_ „Deutsche Jugend." Unter diesem Namen gibt ber Deutsche" Jugenb - Verbanb (Geschäftsstelle Eharlottenburg 5, Fritsck)e-Str. 21) Mitteilungen heraus, von benen soeben die 2 Nummer 1912 erschienen ist. Ter Inhalt ist überaus reich- haltig unb enthält besonders Winke und Anregungen für die praktische Jugendpflege. Verschiedene Artikel behandeln den Schwimmsport, den vaterländischen Sammelsport, die Jugendwehr, die Tätigkeit in einzelnen Jugendverbänden nsw.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen. Die I a g b auf bem S e l t e r s b e r g e r Fclb wird ganz besonbers durch die Rücksichtslosigkeit ber Lunbcbesitzer geschäbigt, bie ihre Lieblinge bock frei rv- vieren unb Die jungen Lasen würgen, bie Gelege der Feldhuhnev und Fasanen zerstören lassen. In neuerer Zeit treibt ein grauer Hühnerhund dort täglich sein Unwesen, zur Entrüstung ber Menschen, bie auch für bas Wilb, bas jetzt in ber Setz- unb Nistzeit sich befinbet, ein Herz haben. Erhöhung ber Hunbestener wäre am Platze. W.
Amtlicher Wetterbericht.
Deffentlicber Wetterdienst, Gießen.
Wetterausstchten in Lessen stir Donnerstag, den 18. April 1912: Langsam zunehmende Bewölkung, trocken, warm.
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