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Von solchen Parteiorganen, deren schlechtes Gewesen in Sachen der Befitzbesteucrungsfrage nur allzu erttarttch .» ift letzthin der „Erwartung" Ausdruck gegeben worden, mürbe her Vorlciae von Besihsteuerentwursen
ährlichcn Bei Propaganda zu machen und Viel bemerkt wird
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minister ernennt. .
Ter „Tanin" weift bie von gewissen Sirenen und Blattern, vertretene Idee der Bildung eines Moalitiond» ober St o n i c n < trationskabinetts zurück. Tie Zeitung „Terschiman i- Öal-.tat" erklärt, man müsse die gefährlichen Verräter Dcriuchteu, die in D;e "Ar Ree eindringen, um 7 die Gemüter der Ottomanen zu vergiften. .... .. . ...
bie Einberufung einer Versammlung der Arbetterverbande für heute durch den Stambuler Zentralklub des lungtürktfchen
politische Tagesschau.
Ein Zentrnmsabgeordneler über die Berliner Richtung.
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haste t worden.____________
Die Lage in der Türlei.
Verschiedenen Blättern zufolge wurde der frühere Marine» Minister Mahmud Multar-Pascha zum Krtegs-
Komitees. _ , .
Ter Gr 0 ßwesir hielt in der Kammer eme eingehende Rede für seine innere und äußere Politik und stellte un Anschluß daran die Stabinettssrage. Ter Minister des Aeußern verlas ein Expose über die auswärtige Polit t r. Er be- tonte besonders, die Türkei werde den Strieg fortjetzen und Friedens- vorjck läge nur dann prüsen, wenn sie annehmbar jcien. xet Minister schloß mit den Porten: das ottomannche Reich wird vor dem Auslande wie ein einiger fester Block erscheinen.
Ter Minister des Aeußern sagte in fernem Expofü bezüglich der Stellung der Türkei zu Deutschland und Oesterreich-Ungarn: . m .
Es entgeht uns nicht, datz die Situation der Verbündeten: unseres Feindes, unserer Freunde Deutschland und ^efterreich- Ungarii gegenüber den Striegsührenden eine auverordentlim delikate ist Tie nichtsdestoweniger uns seit Beginn des Sin eg cd Gelieferten Beweise der Freundschaft verdienen unseren >cmk. 'Sie haben, sagte der Minister, «die bedeutende Rede noch in Erinnerung, die der Minister des Aeußern Gras Berchthold in den Delegationen gehalten hat. Sind die Worte eine5 bet hervorragendsten Persönlichkeiten, die mit grofter GeMiatichkeil
versehenen Kinnbacken eines Tieres bestand: gewöhnlich mag; dieses mit spitzen Steinen wie mit Zähnen ausgelegte Instrument als Sichel verwendet worden sein. Tie Grabungen wurden mit großen stoßen ausgesührt; Maealister berechnet, daß in all den Fahren wohl monatlich gegen 7000 Ml. aufgeivendet wurden.
»
— Lconcavallos neueste Werke. Leoncavallo ist am Montag in Mailand eingetroffen, um mit seinem Verleger Sonzogno die letzten Abmachungen über sein neuestes, soeben, vollendetes Werk zu Irenen, über eine Over „3 1 g e u n c r , zu der Eavacchioli und Emanuel das Libretto getrieben haben und die bereits zu Beginn der kommenden Spielzeit in London ihre Uraussührung erleben wird. Tie Partitur liegt fertig vor. „Rach einem heiteren Zwischenspiel", so äußerte sich der siompo- nisi, „nach meiner „Kleinen Rosenkönigin" bin id) nun toieber ju. meiner echten Munftform zurückgekehrt: zu der Leiden,chattlichreit: der Bajazzi. Und ich glaube, bie Eigenschaften dieses früheren Werkes wieder erreicht zu haben, wobei ich mich al er nwoetmien Mittel her musikalischen Technik bediente. Und alles das, oijne mich von dem traditionellen Charakter der Italien.,chen Melodie zu entfernen. In die „Zigeuner" habe ich meine ganze Seele gelegt, ich folgte nur meinem Temperament and meiner Fnfpi- ration". Mit besonderem Nachdruck weist er daraus hin, daß er das moderne Orchester mit einem neuen 3 nft t u nt eii t bereichert habe, „das den Schlüssel der Violine und des Cellos umfaßt und sogar einige Noten der Baßgeige wiedergeben kann Fch habe bas Instrument vorläufig die „Conlravioltnc getauft und sie führt vielfach die Melodie". Tie Fertig,tellung tue,es Werkes hat die Vollendung der begonnenen anderen Oper ,,-r^r Marmorwald" verzögert: wie der Cvrriere della sera mittcilt, plant Leoncavallo außerdem die Komposition eines cmattigen „Ledivu a", zu dem Cappa und Cavacchwli den Text bereits vollendet haben.
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— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Geheimrat Professor Dr. Karl Dammann, ement Direktor der Tierärztlichen Hochschule zu Hannover 1 eiert am 22. Juli das 50 fahrige Doktor,ubiläum. — Gelegentlich der Einweihung des Völkerschlacht-Denkmals bei Leipzig im Jahre 1913 wirb bie sächsische Regierung Denkmünzen prägen, für die demnächst ein Wettbewerb erlanen toerben mirb. — Professor Dr. jur. et phil. Berthold Delbrück, Vertreter des Sanskrit und der vergleichenden Sprachstunde an der Universität Jena, feiert am 26. Juli seinen 70. Geburtstag.
Ter 7. Verbandstag des Christlichen Metall- . arbeiterverbandes, der innerhalb der christlichen Gewerk- . sckrasteu die stärkste Berufsorganisation darstellt, hält zurzeit in Tortmunb seine Beratungen ab. Man sieht den Verhandlungen mit um so größerem Interesse entgegen, als jedenfalls eine Aus- . einandcrsetzung mit der sogenannten Berliner Richtung zu,.er , warten steht, die die christlichen Gewerlschailen m das tonten 10- . nette Fahrwasser hinüber zu leiten sucht. Als Auftakt zu bicicr ( Auseinandersetzung kann die Begrüsuingsrede gelten, die der Gr
ührer, Reichs und Landtagsabg . 1 n
hielt. Er überbrachte die Grüße des Gesamtverbandes der cyrift ttchen Gcwerksck)asten Deutschlands und fügte seine persönlichen Grüße und Wunsche an. Er gehöre ja zu den Metallarbeitern und wolle in diesen Tagen mit ihnen arbeiten, -tie gegenwärtige Zeit sei für die christlichen Gewerkschaften eine friti,d,e Zeit. Nicht als ob sie überhaupt jemals nicht eine kritische Zeit gehabt hätten Aber die gegenwärtige Zeit sei doch besonders kritisch. Die christlichen Gewerksck-asten seien im Kampfe groft^ geworden, und müßten sich auch fernerhin im Stampfe neues -tcrraui erobern Wenn die christliche Gewerkschaft entern offenen Gegner gegenüber,"teile, könnte sie ihr Augenmerk auf seine Waffen lenken und ihm gegenüber die Taktik entrichten. Tie christlichen Gc- iverkschafteu tärnpften gegen grundsätzliche und politische^ Gegner mit dem Ziele der Verbesserung des Loses der Arbeiter, schwerer aber sei der Mampf gegen einen Gegner, der , eine UM eile meuchlings aus dem .Vinterhalte abschleudert. Leute, die Zitate ,am- nu-Uen, und mit unlauteren Mitteln einer an sich ,0 gefunden Bewegung, wie die christlickien Gewerkschaften cd ,eicn, hinterhältig in den Rücken fielen, müsse man als Wegelagerer bezeichnen. Wir können heute konstatieren, daß diese Angrisfe aus dem -Vniter-- lialt abgeschlagen sind in einer Weise und Mit solchem Erfolg, wie wir es nicht zu hoffen gewagt haben. >>cli stelle Die Behauptung auf, daß die Zurückweisung der hinterljaltigcn Angriffe aus katholischer Seite — Sie wissen ja, worauf ich anfpiele in einer Weise und mit einer Energie erfolgt ist, wie nie zuvor. Möglich sei es, daß der eine oder andere christliche Arbeiter durch die letzten Vorgänge an unserer Sache irre geworden sei, aber auf der anderen Seite fei die Sache der christlichen Gewerrichaften auch erflanr und aufgeblüht wie nie zuvor, ^.ie Leute, du den christlichen Gcwerksckjatten die Hemmnisse bereitet hatten, seien Die Bä ter aller Hemmnisse von jeher gewesen und ohne uc stände die christliche Gewerksckiaft heute noch ganz anders da >zeyt gelte c-5, auch in diesen Tagen der Generalversammlung der Metallarbeiter dem ganzen Deutschland zu zeigen, daß die Führer Der christlichen Gewerlschasten sich wie immer, so auch in die,er Stunde einig seien in oer Taktik bei der Verfolgung der Ziele der Gewerkschaften ; jetzt gelte es bei den Mitgliedern erhöhte Festigkeit und Prinzipientrcue zu zeigen, überall _ neue Mitglieder und neue Mitkämpfer zu gewinnen, alle christlich nationalen Arbeiter zu sammeln und sie zu wappnen gegen den Feind d's/Bottes und des Vaterlandes. Von der Dortmunder Tagung ,oUc der Borstand des Gesamtverbandes sagen, daß sie eine gute, eine vorbildliche Tagung gewesen sei. — Tie Rede wurde wiederholt durch stur- mischen Beifall unterbrochen.
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der Ausgrabungen das Einströmen der assprischen und chaldäischen Clemente verfolgen, die die ägyptische Kultur zu verdrängen begannen: dagegen sind von den Persern, die iljjc Nachfolger au, t>em blutgcbüngten Boden des heiligen „anDes wurden, nur wenige charakteristische Spuren gefunden worden _
Alexanders Eroberungszug brachte die Segnungen der hellenischen Multur, wie überall nach Asien, auch nach Geser; ein blühender Handel und großer Luxus entwickelte ,tch. ^n dem Aufstand der Makkabäer gegen Antiochus Epiphanes i vielt die Stabt eine große Rolle, denn sie wurde von den AunUinduchen erobert und die Mattabäer bauten sich hier eme feste Burg und einen schönen Palast. Welch ungeheure Nachteile der Unistand der Mattabäer für ihre Landsleute nach fich zog, geht aus.den Forschungen Macalifters deutlich hervor. Hier liegt der Anfang jener Tragödie des jüdischen Volkes, bie schließlich feine völlige Entwurzelung aus bem heimischen Boden zur tfolgc Jatte^ xer aIuo ben cm gewisser Parnpras, cm vertriebener ^prier, der jur Zwangsarbeit am Palast des Simon Makkabaus verurteilt worben war, m eine Wand des Baues einrltzte:
fallen auf Simons Palast!" war prophettsa) für den Untergang des Geschlechtes und seines Besitzers. Als Die Romer rouber Wohlstand und Kultur m Palästina Derbreiteten,roar0e|ec,etblt zerstört und verlassen: ferne früheren Lcwohmr hatten ,ich in offenen Dörfern im Osten und Westen der -tadt angeuebelt. Erne bedeutende Rolle scheint die Ltadt, Die "'^rend de- erneuerten persischen Reiches wieder an,blühte, z^Zeit ^r Mreu,- iüae acroonuen zu haben, da die -pheorte Wahrscheinlichkeit hat, 6a?; ber Ämte °M°nt ©iiart" bet ittmiabret ^er mar Tiese viettausendjährige Gefcknchte hat der Gelehrte aus den mit größter Sorgfalt freigelegten Schich.en der Rumen,laue abgelcfen^ Aus den zahlrcickien Funden geht hervor, daß Ta.aftina niemals eine wirklich selbstäiwige Multur entwickelte, fondern daß es ägyptische, assyrische, hellenistische und röniifche Etmlusic tn charakteristischer Weise umformte. Durch ine Grabungen rourbc auch neues Sitbt auf die Bibel geroonen. xvc dem Moloch aespendeten Feucropfer der Erstgeborenen werden durch die Entdeckung eines „StinDerfriedhofes" mit Hunderten von Skeletten neugeborener Kinder bestätigt. c.
Tic Geschichte2im,ons erfahr! emc Erklärung durch bie Freilegung von Philister-Däusern, bei denen Die wacher durch auf Steinunterlagen ruhende volzpfosten gestutzt waren: einem besonders kräftigen Manne konme ^es nicht stin, bine
hölzernen Pfosten umzustürzen. Lvgar die Ge,chich.e 00m Eselskinnbacken wird aufgehelll durch den ^und^Ciner merkwürdigen und furchtbaren Waffe, Die aus Dem mit Feuersteinen
entspann sich ein erbitterter Kamps, der sechs ■shinbcn Dauerte und mit einem vollständigen Siege Der italienischen Waffen endigte. Ter Feind mußte sich mit ungeheuren Verlusten zurückzichen. Die eroberte Stellung wird durch Die Italiener befestigt.
Tie Agenzia Stefani veröffentlicht die Einzelheiten^ über bie Einnahme von Sidi Ali: General Garion ließ in <cibi eaib, Buchamc; und auf der .valbinsel Macbez Die alleniottvendigste Besatzung und begab sich mit allen Truppen in das L peratumd* korps unter General Leauio und in Die Reserve unter General Cavaeiockn. Um 3*/, Uhr rückten Die Truppen des Generals Leauio in zwei Molomtcn auf Sidi Ali vor. Eine Molonnc wurde bei Sidi Ali von Den Vorposten des Feindes nut Gewehrfeuer empfangen Sie warf den Feind zurück und pflanzte die Infolore auf. Inzwischen wurde die andere sTolomie von sehr zahlreichen Streitkräften des Feindes angegriffen. Tie fembttche Artillerie wurde durch das Feuer der ttalienischen 0fe>chütze zunr Schweigen gebracht. Ter außerordentlich heftige Angruf des Feindes, dessen Mräste durch Verstärkilngen bis aut 5- ober 6000 Mann anwuchsen, wurde durch mehrere Gegenangriffe nut dem Bajonett und mit Unterstützung der gesamten Artillerie des Korps Leauio des verschanzten Lagers von «sidi-said, sowie^der Gebirgsartillerie der Reserve ziirückgeschlagen. -.'Ins der Flucht wurde der Feind durch Streufeuer der italienischen Batterien zeiftrent und vernichtet. Die Italiener hatten 16 Tote, darunter vier As'aris, unb 73 Verwundete, davon 19 Askans. Die nach dem Mampfe Porgcnommencii Erluudigungen Der verlassenen feindlichen Stcllnngen führten zu der Entdeckung mehrerer hunbert Toten. Zahlreiche Waffen, Munition und Verwundete fielen in die &änbe Der Italiener. Tte italtimg der italieni,chen Lruppen ivar sehr gut, besonders in Anbetracht der drückenden vitze. Die Don dem feit morgens wehenden Ghibliwind verursacht war. zic Stellung von Sidi Ali ist von den Truppen der Slolonnc des Generals Lcgnio, bie die di acht in den eingenommenen Stellungen verbrachten, ausreichend verstärkt worden. .
Konstantinovel, 15. Juli. Tte Blatter melden, daß fünf italienische Torpedoboote in den Gewa„ern von E h i 0 s kreuze n. Ter Walt von K'ossowo ist in Prnckftina cingetroiien und verlangte Verstärkungen. Ter Gendarmcrie- fommanbant von Mumanowa ist desertiert. .
In Syrien sind zwei italienische Spione ver-
•ft, ist letzthin der „Erwartung" Ausdr . würde der Vorlage von Besitzft .• den Reichstag gar nicht erst bedürfen, da Die > ünstige Finanzlage des Reiches die Ausschreibung Hinter Steuern überflüssig mache: eine Erwartung, btc >ch dadurch nicht irre machen ließ, daß ein pofttiver Bc- ililufi des Reichstages vorliegt, dessen Ausführung eine rfassungsmäßige Pflicht der in Frage kommenden Ressorts irftellt. Aber auch die sachlichen Voraussetzungen jener cwaitung stehen auf so schwankenden Füßen, daß man
-■t amtlicher Stelle die Notwendigkeit erkannt hat, ihnen schon jetzt zu Leibe zu gehen, um die trügerischen 5?off- 1 um gen sich nicht erst festfetzen zu lassen. In einer, ihrem mzen Zuschnitt nach ersichtlich offiziösen Auslassung der gerl Pol. Nachr." wird darum die angeblich so „günstige
' inanzlage des Reichs" in einer Weise beleuchtet, welche bic . twarmngen" der besitzsteuerfeindlichen Interessen gründ- i chsk zerstört. Die „B. P. N." geben zu, daß der Endabschlutz b r Reichsl>auptkafse für das Rechnungsjahr 1911 günstig 7 wesen ist und daß ein Uederschuß von einer Viertel- irilliarde Mark, wie er sich dabei herausgestellt hat, bis t) bin überhaupt noch nicht verzeichnet werden konnte. 2 oer dieser Ueberschuß ist bekanntlich^bereits in die Rechlfing der nächsten, bis zum Enoe 1917 währenden Finanz- u riobe eingestellt, seine Verwendung ist festgelegt: darüber hinaus wird mit ihm nicht gerechnet werden tonnen. Wie 1 i) im laufenden Rechnungsjahre die Finanzlage des Reiches gestaltet, muß zunächst einmal überhaupt erst al^ gewartet lverden. Die crften beiden Mon.'te haben, nach der genannten offiziösen Quelle, bei den hauptsächlichsten
»nahmequellen nicht schlecht abgeschnitten; es müsse aber t irauf ausmertsam gemacht fvcrden, daß die tatsächlichen Lerhältnisse eine Entwicklung annehmen, die aus ein w ei- Irres ebenso günstiges s i n a ii z i e l l e s Ergeb-
I nig einer sehr bedeutenden Einnahme nicht rechnen lißt. Tie diesjährige Ernte verspricht recht gut zu werden, "-as ist für die Landwirtschaft ein Segen und für Die Mon- fumenten ein Vorteil. Eine gute ernte stellt überhaupt eine Befruchtung für die ganze Volkswirtschaft dar. gut bie Reichsfinanzen aber hat sie unangenehme <yolgen. Einmal schmälert sie ganz namrgemaß unmittelbar bie
. Einnahmen aus den landwirtschastticheii Zollen. Wenn Uva .Deutschen Reickje die landwirtschaftlichen Erzeugtime s-Ibst in großem Umfange vorljanden sind, brauchen sie r idjt aus dem Auslande eingefüljrt zu lverden. Wetter irird durch eine gute Ernte auch die Atöglichkeit der Zoll- b zahlnng durch Einfuhrscheine enveitert, und daß von dieser criwitcrtcn Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, ist 11 .tt ziemlicher Sickjerheit anzunehmen. Tie Reichslasse itird sich nach dieser halbamtlichen Darstellung darauf vorbereiten müssen, im laufenden Jahre geringere Einnahmen auS den landwirtschaftlichen Zotten nicht bloß wie un Vorjahre, wo ganz besondere, auch im Finanzplane für bic nächste Finanzperivde berctts in Rücksicht gezogene Verhältnisse Vorlagen, sondern auch wie in normalen ^alircu zu verzeichnen. Ein wesentlicher Einnahmefattor wird also durch die tatsächliche Entwicklung geschwächt. Schon in den nächsten Ausweisen über die Zolleinnahmen wird man voraussichtlich die Wirkung beobachten tonnen Man luirb Den „B. P. N." bei dieser Sachlage durchaus «ustirnnien müssen, wenn sie feststetten, daß ebenso wie Die lorniclle Forderung des Besitzsteuerbeschlusses des Reicys- - in.-. die Vorlegung der betreffenden ^teuervorlagen notwendig macht, ttuch die finanzielle Entwicklung des laufen-
den Rechnungsjahres im Reiche sie nicht überflüssig machen dürste: daß also der „Erwartung", die Besitzsteuervorlagen würden nicht eingebracht werden, entgegengetreten werden muß. Hoffentlich finden sich nunmehr Die eingangs ermähnten Parteiorgane in Das ttnabwendliche, das feinen ctzten Ursprung ja doch nirgends anders hat, als in der zwar „großen und nationalen", zugleich aber auch sozial aufreizenden „2at" von r'u l.
Die Ausgrabung einer Staöt öes alten Palästina.
Tic alte Stadt Geser, bic etiva 25 Kilometer südöstlich von Joppe liegt und eine außerordentlich günstige Lage einnimmt, imiu früher ein wichtiger strategischer Punkt gewesen sem unb Hielt auf eine uralte, an wichtigen Ereignisten reickie Geichichte urück. Diese Tatsache bewog den englischen Arckmologen Promsor Stewart Maealister, an der Stätte des alten Geser umiancnDc '.'lu»grabungeii vorzunchmcii. Die in zwei Mampagncn von 1JU- bis 1903 unD 1907 bis 1909 durchgesührt würben xie außer
reichhaltigen und wichtigen Ergebnisse seiner Arbeiten, Die im ?luftrage des Palestine Exploration Fund ausgesuhtt wurden, er nun in einem großen dreibändigen Werke vor.
Geser ist eine typische Stadt P a la sii nas und ^etet einen über- raschcubcn Durchsckftiitt durch Die ganze Geschichte des -ande , weist Spuren aus von all Den verschiedenen Rassen, Die »u :oct djieDencn Zeiten um den Besitz dieses unglücklichen Landes ge- iärnp't haben. Maealister konnte als frühste Ansiedlung Du Der ’ogenaniuen Troglodyteit oder ööhlcnbeivvyner KjOteUen, eino Lottes das sich in der Stultur Der neolithischen Periode bttanr, fast ausschließlich Waffen und Geräte aus. Feue^tem benutzte And eine primitive Stennim» der Töpferei be,atz. Ev befand fich «ins einer sehr tiefen Stufe der Zivilisation, und man Dari aus dem Leben in teils natürlichen, teils künstlich gefertigten Hohlen -chticßcii, daß damals noch in Palästina em Mucg Aller gigen ’ilie herrschte Seine Technik stand trotzdem schon auf uncr Glicht unbedeutenden 2tute. Das beweist bie Anlage bet ge-
-auigen Wasserstraßen, Die bic Quellen Der Umgegend nach Otter Siucinkitctcn und so Die Ansiedlung während einer oor Dem VerDurstcn schützten: cs erscheint satt^ unglaublich^ datz Liese Arbeiten nur mit Feuerstein, Met,ein und Metten au^esuhtt wurden Tiese Trogloduten scheinen bis um da^, .Jahr D Chr' in Geser gewohnt zu haben: oOO ^ahre water sind sie ?on semitischen Stammen vertrieben, die wieder unter öie i-bcr- Lschch Aegyptens gerieten. Unter Dem Pharao Amenophi-IV En bann Paläsn.ia für Die Aegypter verloren unD bie n ■mlaenbe Anarchie machte für Den Hebräer Den Weg frei, um ihren in Der Bibel erzählten Zug nach Dem gelobten Land zu unter» nehmen Tie Hebräer aber vertrieben nicht Die Manaaniter, mnDt.rn, Ä Äer Richter Der Wahrheit gemäß er aubnm unter ihnen zu wohnen . Von Mrcta au» bx.icbi'-*i uit Philister Die Städte Der Nteeresküste, bis auch ,’ie buxdj cuier. neuen Einfall der Aegypter unterworfen rourDen, fbren israeu tiithen Vasallen wurde Dadurch Gelegenlfett gegeben, in dem Land Ä feeren 5u6 M fanen. Wir tonnen dann an der »and
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Der italienisch-töriische Krieg.
Rom, 14. Juli. Nach einem Telegramm aus Ferua griss General G a r i 0 n i heute früh vor Sonnenaufgang mit allen Truppen feiner Division Sidi A l i an und nahm cs nach leichtem Stampfe ein. Kurze Zeit darauf näherten sich starke feindliche Streitkräfte von Rugdattne und Zuara her. ES
uheiti rts= pparat 5,75.
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nti |65 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 16. Juli 1912
1 et Slehener Injefjet /*\***y O nionatlich7LPftviettek-
erscheint täglich, auszer Ä A A. A A AA ährlirf) 9)Ä. 8.20; Durch
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imiahmt1 von Anzeigen Rotationsbrut! und Verlag der Vruhl'fchen Univ.'Vuch- und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedilion und Druckerei: Schulstrahe 7. S.c->eb: sür den u! ÄnE Büdingen: Fernsprecher Nr. 2b9 Sefchäslrstelle vahnyofftrahe lb«. Anzeigenteil- H. Beck.


