162. Jahrgang
Zweites Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme deS EonutagS.
Pyramiden.
Kreis Friedberg.
Zur sogenannten organischen vesoldungrresorm
rvirb uns vom Lande geschrieben:
Leihgestern, 14. Juli. Ein Kind der Sorac ist Misere vor 3 Jahren mit einem Kostenaufwand von etwa bO OOO Marr erbaute Wasscrleitung. kurze Zeit nur hat sie ihn n Ziveck völlig zu erfüllen vermocht und seitdem macht sich der Wassermangel in der unangenehmsten Weise bemerkbar, was sich be> sonders im vorigen Jahre im bedenklichsten Lichte zeigte und auch
= Friedberg, 13. ^Zuli. Tircktor Manuel von der landw. Hauptgcnossenschast sendet uns folgende Erklärung: Bezüglich der vcrschledenen Zeitungsartikel, die Landw. Hauptgenossenschast und mich betreffend, erkläre ich, dost der bis zur Stunde zahlenmäßig festgcstcllte, auS schwer oder nicht cinbringltchen Forderrmgen herrührcndc Verlust bereits am 26. Juni 1912 von mir freiwillig übcrnomiucn
£ing(|nndt
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein Vublikum gegenüber kemerlet Verantwortung!
Gießen. In der verstossenen Samstag-Rackst zwischen 2 und 4 Uhr । wurden dft m e i st c n B e w o b rt e r d e r W l 1 s o n - st r a 6 e durch das Gelarm eines anscheinend betrunkenen jiingar Menschen aus bei» Schlafe geweckt. Der Belreisendc fuhr unter heftigem Krächzen mit einem rasselnden Handwagen an Kennels ikärtenspalicr hin und her, indem er vielfach unter Ver- wünschungen den Wagen zu Boden sckstug. Er trieb sich mindenens über 1 Stunde umher, ohne bem Rcvierickuttzmann in die Hände zu fallen Um derartigen Vorkommnissen künftig vorzu- dcugcn, wäre dringend zu wünscktcn, daß auch diese Straße in nickst allzu langen Fristen seitens der Polizei revidiert würde.
Ein Steuerzahler der Wilson st raße.
Tie „riehener $amilitnbldtter“ werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, baS „Erdsblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „c«,dwirtschaftttchen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
irten
118. Juli itztes i-Konzei liser Wilhelm-
Lehrer d. KgU Di Hochschule Bf Ehr.
Montag, 15.3nli 1912
Rotationsdruck und Verlag der Vrühfschen Universuäts - Buch- und Eteindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. RedakliomS^W 112. Tel.-Adru AnzeigerGießen.
Bahnhofttt' »te
Ausfuhrnotierungen für T Stäbe stiegen um 1 sh auf 122 bis 123 sh, die für Bandeisen um 2 sh aut 140 biS 142 sh, die für Schweißeisenblech um 2 sh auf 138 bis 139 sh nnb die für Bandstahl um 6 Pence auf 145 bis 146 sh. act PretS für galvanisierten Zaundraht, in der Hauptsack)e ein Erzeugnis bet Verzinkereien, ging bagegen um 2> .■ sh pr o Tonne zurück.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Cberheffen
Das Gesetz über den Wohnungsgcldzuschuß, wie es! stch in der Regierungsvorlage findet, enthält starke Un cbenheiten. Die Orte des Großherzogtums werden tii drei >rtnffcn eingeteilt; der dritten Ortsklasse, der fast alle I Landstädtchen angehören, ist der niedrigste Wohnungsgcld zuschus- zuerkannt. 9hin ergibt sich aus der. Stufenfolge hed Wohnungsgeldzuschusfes, daß dieser gegenüber den seitherigen Sätzen für die Beamten auf dem Lande, besonders die Akademiker, wesentlich geringere Steigerungen aufweist als der für die erste und zweite Ortsklasse. Vergleicht man die Wohnungsgeldsätze, die das Reich und grellsten beispielsweise an Post- und Eiscnbahnbeamte in denselben hessischen Orten zahlen, mit den in dem Ent Wurf vorgeschlagenen, so ergibt sich btu Tatsache, vatzl akademisch gebildeten Beamten auf dem Lande t nugünstigcr abschneiden als jede andere Beamtengruppe in stabt und Land, auch wesentlich schlechter als ihre I Lhmtsgenossen in der ersten und zweiten Ortsklasse. In I b*r Regierungsvorlage ist Bezug genommen auf die Denk fdjrift von 1909, die auf den Feststellungen des Woh- immgsmietsaufwandes von 1908 fußt. Run können diese ftUetspreise nicht mehr als einwandsfrei angesehen wer-I den, da in vielen Orten, hauptsächlich auf dem Lande, I :bic Wohnungsverhältnisse sich sehr verschlechtert haben. Wo eine gewisse Wohnungsnot herrscht, da iverden die Miets preise wesentlich in die Höhe gegangen sein. Ferner stellt in den weitaus meisten Fällen eine Wohnung auf dem Lttnbe in Bezug auf Bequemlichkeit, Anordnung und Ausstattung nicht im entferntesten denselben idealen Miet- to-ert dar wie eine gleich geräumige Stadtwohnüng. Wo fr r Beamte auf dem Lande billiger wohnt als in der Gtabt, da ist er meistens auch ungleich schlechter unter gebracht. Daß der Bezug von Lebensmitteln den Beamten nutf dem Lande billiger zu stehen komme als den Städter, iirag ein Märchen aus alten Zeiten sein, den heutigen Bei Mtnissen entspricht es nicht mehr im geringsten. Wenn jener billiger lebt als sein Amtsgenosse in der Stadt, ft» kommt es daher, daß er z. B. geistige Genüsse ent bohrt, wie Theater, Vorträge, Konzerte, die sich dieser h ohlseil leisten kann. Wenn er sie nicht entraten zu tonnen glaubt, dann muß er sie sich in der nächsten Stadt gönnen unter größeren Kosten als der Städter. Wer ersetzt schließ hrf) dem Landbeamten die Kosten, die ihm die Pflicht ver- ursacht, seinen Kindern eine andere Bildung angedeihen in lassen, als sie die Ortsschule zu geben vermag? Man! braucht noch nicht die an*sich keineswegs ungerechte Fvr^ braing nach Erziehungsbeihilfe für die Landbeamten zu > fit-Hen, aber man kann doch billigerweise verlangen, daß diese nicht schlechter in ihren Bezügen gestellt werden als ihre Berussgenossen in der Stadt, und daß mindestens em besetz, das Ungleichheiten beseitigen soll, diese nicht noch vergrößert. Bei der bevorstehenden Reform möge man den Begriff „Wohnungsgeldzuschuß" ganz beseitigen, wie er ja in einer Reihe von Staaten überhaupt nicht vorhan freu ist, und möge den Gehalt des einzelnen Beamten mindestens um die Summe erhöhen, die als Wvhnungs- geldzuschuß für die erste Ortsklasse vorgesehen ist. Dadurch wird man am ehesten der sogenannten Landflucht der Beamten steuern. Wenn jedoch der Wohnunasgeld- zuschuß beibehalten werden soll, dann muß mindestens r erlangt werden, daß der Unterschied in der Besoldung der Beamten der Städte und des Landes nicht noch vergrößert wird, sondern daß eine Angleichung an die Woh- irungsgelbsätze des Reiches und Preußens eintritt.
Konkursverwalter ernannt. Konkursrorbcrungeu nnb dis zum 28 Suh bei bem Amtsgericht Darmstabt I attzumelbcn. — lieber den Nachlaß des Arthur, Claus von Gberftabt rourbc am 9 Juli bas Konkursverfahren erofmet. Gerrchtsvoll- ziel>er i P Reibst ein in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter > ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 31. <suh bei ^bem Amtsgericht Darmstadt II anzumelden.
S Preiserhöhungen am internationalen Gifenmarft Schon vor 8 Tagen war in Berliner Blättern gemeldet worden, daß die Rückwärtsbewegung, die die, Ausfuhrnotierungen für kontinentale Eisen und Stahlerzeugnisie, in erster Qinie also iur deutsche und belgische Eisenfabrikate, am Weltmarkt seit Anfang Juni eingei'chlagen hatten, zu einem ^tillitanb gekommen war, und daß überhaupt der internationale Eiicnmarkt in der lepten Zeit doch ein etwas kräftigeres Bild bot, als speziell an den Effektenbörsen vielfach angenommen worden war. ^•ie Befürchtungen der letzteren, daß die Preise eventuell größere Dimensionen annehmen könnten, haben fick nun, wie jetzt auch das Berliner Tageblatt meint, dessen Auffassung sonst eine mehr pessirnistisckie ist, m der Tat nicht so bald verwirklicht. Wie ! bem genannten Blatte aus London telegraphiert wird, nt vielmehr in der letzten Woche seit längerer Zeit am internationalen. _ . . . . ■_ — —------
Eisenmarkt wieder einmal eine Anzahl bemerkenswerter Preis- c n 11 r I n Q ziehen die Jahre an Ihnen vorüber, wenn Sie erhöhungen eingetreten So haben beispielsweiie die für Ant- p U I I U o iäglich Mnrrholim'eife benuven, denn diese Lene. I roeroen notierten Ausfuhrpreise für Eisenwinkel eine Steigerung konserviert, wie keine andere die Ham, reinigt ne von Pupeln u. bergt. \ um 1 sh auf 119 sh bis 120 sh pro Tonne erfahren. Stiel b«la
Mädchens in 2 ® welches el-g^ Familien sch°"
:ud 3-^^
'all®
Progranw^
EZ-
*
, «’S!
int "eon lin
Led^'-gr-ling ^'
Wenn ich noch länger hier würde Ijtirrcn.
So ist's und bleibt s; ich mache in die Schweiz.
Ihr l>abt dock weder Geld noch Frucht, Drum ergreife ich die Flucht.
Sage euch allen Adieu.
Jhr Saaser l Kunden
R ist verschwunden.
Landkreis Gießen.
△ Großen-Lindcn, 14. Juli. Sein 2 0. Stif- «umg s f est, verbunden mit Bann erweih e, feierte heute unser Radfahrerverein auf dem schönen Zeltplatz ttor der Turnhalle. An dem Dauer- und Korsofahren be- «eiligten sich 15 Radfahrervereine. Die Dauerfahrer traten vormittags zwischen 8 und 10 Uhr aus dem Festplatz ein. Elm 2 Uhr bewegte sich der Festzug mit Pretskorso durch
die Stadt. Auf dem Festplatz trug Frl. Joh. Schmidts .inen Festprolog vor, Hauptlehrer Bach hielt die Festrede, Heinrich Mehl die Weiherede. Die Festjungfrauen hatten eine prackstvolle Bannerschleife aestiftet, die von Frl. Elisabeth Sommer überreicht wurde. Abends 7 Uhr erfolgte Die Preisverteilung mit folgendem Ergebnis: I Dauerfahrten: 1. Preis mit 3,6 Punkten Steinbach, 2. „Rabenau"-Londorf, 3. „Edelweiß"-Großen Buseck, 4. Nie- der-Weisel, 5. Wieseck, 6. Hattenrod, 7. Wißmar, 8. Dorn- Wolzhausen, ß. Gisselberg, 10. Krofdorf; II. Korsofahren: Gruppe A: 1. Preis Lollar mit 13,2 Punkten, 2. „Rabenau"- Londorf; Gruppe B: 1. Wieseck mit 11,7 Pnntten, 2. Dornholzhausen, 3. „Edelweiß"-Großen°Buseck, 4. Krofdorf, >. Rieder-Weisel, 6. Wißmar, 7. Langenhain-Ziegenderg, v Hattenrod, 9. Gisselberg, 10. Steinbach. Die hiesigen Vereine halfen an der Verschönerung des Festes mit. Die I Gesangvereine trugen Chöre vor, der Turnverein stellte
die ihm die Durchführung seiner Studien ermöglichten, der Um I oerfität ein Kapital von 100 000 Mark behufs Errichtung einer Stiftung zur unentgeltlichen Behandlung und Verpflegung dürftiger! weiblicher Augenkranker in der Universitäts-Augenklinik überwiesen. Ein in Traunstein am 22. Mai 1911 verstorbener Herr hat der Universität zum Zwecke von Stipendien für arme Stu bierenbe der Medizin, Naturwissenschaften, Geschichte und Philologie aus dem Kreise llnteriranlen 30 000 Mark unter der Be- bingung vermacht, daß fein Name nirgends erwähnt ivird. End-
«lick' hat der ordentliche Professor der Mathematik Geheimer Rat Aus iPtaOt Kilo tt-aitö« Dr Friedrich Prvm aus Anlaß s'incs 70. Geburtsseites
Gienen 15 Jttli 1912. 20000 Acark zwecks Errickchung einer Otipeiidlensti'tung zur Heran-
X r , , bildung junger Gelehrter in den Fächern der reinen und ange-
• • OrdenSVerleihung. Der Gro ßherzog Hal sandten Mathematik gestiftet. bem Oberförster der Oberförsterei Kirtorf," Johs. Eggers zu --------------------------- ----------------
Kirtorf, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen deS l)UNdel.
ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Adler-! ** Anknrse in Hessen, lieber das Vermögen des OrdenS 4. Kla^e erteilt. Spezereiwarenhändlers H e in r i ch S chr o t h in Biebesheim
• * Qu Audienz empfangen wurde atn SamStaa I ijurbc am 28. Juni das Konkursverialnen eröjfncl. ckmtsgertcht.'- m , 6 X r, ns,, qu . r.. r nnn | tnrator Jofr^ Traut II. zu Gernsheim wurde zum Konkursver-
LLÄ ’ S”«S!"«Sslz.'- ää “T.KiÄÄÄ
»Xf litis «8RS& ä
Lehars „Lustiger Witwe" am Dlcnstag sei nochmals Müller in Worms wurde: zums^^tKraukheit?« erinnern in manchen Beziehungen au die Wirkungen ausdrücklich hingewiesen. Die Künstlerin nt durch Können lursivrdcrungen s?nb bis zum 22 Juli bei dem Amtsgericht Worms « .^rstgi'tes.
und äußere Mittel für derartige Par-ien geradezu p^ö-I anzumelden. — Ueber den d^shlav des Mnanzrats ^b^n^ch —---------------------------
estiniert und hat tu der kurzen Zett, seit sie gast^rt, ubera - ck w a r z m Überschuldung des Nachlasses bargetan ist Rachweisung über den Stand der Maul- und «lauen- ie Her.zen un ^turm erobert. — <yur br.'fr'y Gastspiel güt ^0 er Hi ct^oa o öicf.cn 1UUrJC Jum Konkursverwalter s seuchc m Hc, en vo,n 6. bis 12. Juli 1912.
der 4. Ermäßigungskupon; auch die Herren -studierenden I imnnt .xtonfurdforberungen sind bis jnm 27. Juli bei bem zahlen an der Abendkasse ermäßigte Preise. Amtsgerickst Schotten anzurnelden. — Heber das Vermögen der
* * Des Schäfers Abschied. In unserem Nach-1 ~^rma I Hachenburger jun., Inhaber Hermann >?achen- barvrte Saasen ist dieser Tage der ^chäfer der einen burger in D a r m st a dt, wurde am 9. Juli das Konkursveriahrcn Schäfereiqesellschaft ohne Kändigung ausgerückt. Er hinter-1 eröffnet, da der Gemeindeschuldner leine Jahlung-.'unu i'-gkeit ein» ließ bei seinem Weggang nur folgenden poetischen Abschieds-1 geräumt hat. Der Kaunnann, e^rt ^rmitadt ^wurde zum grüß, den man an der Schäferhütte angeschlagen fand:
Achtung!
Ursache zur Flucht!
Einst wurde ich in Saasen so freundlich empfangen,
Drum gehe ich eben so froh von datinen, Denn der Salzmeister mit seinem dicken Bauch Sagte drei Schäfer weiß iti) fauch.
2rum hielt ich mich und andere Leut für einen Narren,
und notariell sicher gestellt wurde. Eine Bilanz von diesem I Uders vorjgen^ame ------- morgens 8 Ubr bis Frühjahre, in welcher diesem Verluste nicht Rechnung getragen ^cubd G Uhr ist die Leitung völlig abgeftcllt, banut sich w.ihrend -ein sollte, gelangte überhaupt nicht zur Zlufstellung. In der bieser Zeit der allcrnoOvenbigfte Bedarf ansammeln kmm. An für 1910 tonnte der Verlust n.^t S^n «Wie"nm"'™'ÄÄ kommen, weil er nicht vorhanden war. -Lic -tatigfeit öc-' uni , ,1S y[)r nj- bic Leitung entweder geleert ober schon wieder Untersuchungsrichters m Friedberg ist vielmehr aus anonyme gestellt war, ionntc man eine ganze Anzahl Einwohner mit Anzeigen zurückzusühren, welche die Voruntersitchilng bald m§ (Eimern umlyercilcit sehen, um sich bei den Nachbarn wenigstens lichhae °irtit rücfcn ivirb den Bedarf an Kochwasser zu holen: da ß heute allen das
tirtjtige Ucftt riicicn mitö. . 14 ~ n Die nötige Waschwasser zur Verftigung Uand, mutz inmbestenS irag-
Wolfersheim i. d. Wettcrau, 14. ZuU. -u y feinen. Daß hier sosort Abhilfe geschaffen roeroen muß. Wetterauer Bereinigung ehemaliger 1.16er, Bedarf keines weiteren Hinweises und es steht zu honen, daß der etwa 3500 Mitglieder angehören, hielt heule hier aus Gemeinderat den Ernst der Lage richtig erkennt und umgehend
dem schön gelegenen Sängerverg ihr Sommer fest ab. Mackie betreibt und Zustände schafft, die die ewigen Klagen
Ihn 3 Uhr wurde am Bahnhof ein Festzug ausgestellt, an verstummen und bic Einwohner wissen lassen, worum unb wofür bem sich auch Offiziere des Gießener Regiments, die Ge- sie z. B. das morgen wieder fällige SBancrgclb zahlen lollen. ineinbcoertrctung und sämtliche hiesigen Vereine beteilig- * . •
len. D-er schön hergerichtete Sängerverg vermochte kaum Lollar. Obwohl man in diesem Fahre bis letzt kamn von bic Gäste zu fassen, schätzte mau doch allein die Zahl einer Trockenheit sprechen darf, ist unsere Waffe riet tu ng der ehemaligen 116er auf rund 2000 Mann. Die Gesang- wiederum an der Greme ihrer Lcntungsiahigkeit angelangt. Soll gggg-ggss
nächstjährige Hundertjahrfeier des Kaiser Wilhelm Regt- Dertttiicbtc».
ments hinwies Tie Fesmtusit stellte die Kapelle des 116. . -^cr höchste Preis',
'Regiments. Abends führte der -lurnüerein turnerische |ür eine Vase bezahlt worden ist, wurde aus der äugen-
| Hebungen auf. blicMich ftattnnbenbcn Versteigerung im weltbekannten Hause
-------------77”.-----177777 . . . . Ehristie erzielt. Es handelte sich um eine chnresische Vase, eine
UniverftftttSs2Iaa^ricbtcn. sogenannte Familie verte-Vase, die ungeiahr 75 Zentimeter hoch
Hk. Stiftungen, lieber drei hochherzige Stiftungen be- ist und die von Sachverständigen der Kang-Hc-Peiiobe zugerichtet die soeben erschienene Chronik der Universität Wurz- schrieben wird. Sie besitzt eine viereckige Form, die pck> naw bura: Tr. Joseph Schneider, Augenarzt in Milwaukee, unten hin verjüngt und einen sogenannten Vecherhals hat toie bat in Erinnerung an seine Studienzeit an der Würzburger ist mit symbolischen Blumen der vier Jahreszeiten geschinuckt. Universität unb in dankbarem Angedenken an zwei Wohltäterinnen, Von der ungläubigen Preissteigerung, die d)ine|i|dye <'Q’cn J“ 1 ~ ' ' den letzten Jahren erfahren haben, kann man sich einen Begriff
machen, wenn man hört, daß für dieselbe Vase im Jahre 18J5 aus einer Auktion 6200 Mk. bezahlt worden sind.
* P 0 r der e rb 1 a rh t mt q mißhandelte -t 1 e r e werdcil. wie die „Bibliothek der Unterhaltung unb des Wissens" beriet ict, dein Menschen als 9iahrung leicht veederblieb, und kaum ist cm ichlageiideres Veisv'el dieser Art bekannt geivorden als das, was der Hoftat Doktor Röser zu Bartenfteiii im Württemberg,scheu um« Jahr 1*40 zur Kenntnis brachte. Dieser merkwürdige ,wll verdient auch heule noch einer kurzen Erivälmnna, dainit fiel) jeder eine Lehre daraus nehme. Um sich einen Cfterfeicrtag§bratcn zu veri lassen - io erzählt Doktor Röser beairtvagte ein Burger ui N. Seinen Kutscher, zur Eiiifananng eines Rehes Drahtichlingen »t legen. Es fing sich auch wirklich solchem armes Tier mit dem Hinterleib in der Schlinge, in der es sich eine ganze Nacht zu Tod« quälen mußte. Der Herr nnb die Irem vom Hause aßeii am Cltcr- tag die besten Stücke, wenig davon bekamen die Dicmi- boten. Am gleichen Tage bemerkten nun alle im Hause, die von dem Reh aegefien hatten, eine missallende Trockeiiheit im Munde, Truck im Aiagen lind Brechreiz. Tann stellten sich Eingenommen- - heil des Kop'es, Schwindel und groste Abgeschlagenheit m J)en Ter Mann verlor mehrere Tage lang daß Seh-
Kreis
Am 6. Juli waren verseucht.
Vom 6. bis 12. Juli mb neu verseucht :
Vom b. bis
12. Quli ist die Seuche erloichen in
Darmstadt .
Arheilgen
—
—
\l enSheim .
——
—
Dieburg . .
Urberach
—
—
Erbach . . .
—
—
—
C4r.-bleraii .
——
—
—
Heppenheim
—
—
—
Offenbach .
Dietzenbach, Hainhausen, Treieichenhain
—
—
Gießen
Lang-Göns
—
—
'Jllslelb . . .
—-
—
—
Büdingen. .
Büdingen, Nieder-Mock- ftabt
—
Friedberg .
Rodheim, Stammheim, Ockstadt, Okarben, Harheim, Ossenheim
—
Rodheim, Stamniheiin
Lauterbach.
—
Holzmühl
—
Schotten. .
—
Ulrichstein
—
'Mainz . . .
—
—
—
Alzey ....
—
—
—
Bingen . . .
—
—
Oppenheim.
—
——
—
Worms. . .
Eppelsheim
—


