Gctrcidc-Wochcnbericht
der Preisbericlnsikelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 4. bis 11. März 1912.
Zn Übereinstimmung mit den in der Vorwoche erwähnten privaten Schätzungen hat das Ackerbaubureau in Washington am 1. März wesentlich Heinere Vorräte im Besitz der Landwirte ermittelt al» in den vorangegangenen Jahren. Die damit zusammenhängende Aunoärtsbewegung an den amerikanischen Börsen blieb nicht ohne Einfluß auf die Haltung des gesamten Weltmarktes, wobei auch der Umstand ins Gewicht fiel, daß Argentiniens Exporttätigkeil immer noch unter den Nachwirkungen des LtreikS zu leiden hat. Jnfolae der Verzögerung Der argentinischen Zufuhren und der geringen Leinungsfähigseit 'Rußlands macht sich der Mangel an Kleberweizen überall empfindlich fühlbar so daß für greifbare Ware wieder höheres Aufgeld bewilligt werden mußte Wie in Amerika, so ,st nach der von der Preisberichtsstelle des D. R L. vorgenommenen Erhebung auch in Deutschland ein gröberer Teil der Ernte abgeliefert als in den beiden Vorjahren. Die Landwirte haben infolge des trockenen Wetters gleich nach der Ernte viel ausgedroschen und flott verkauft, zumal einer- >e,ts der EmnalnneauSfall bei Rüben und Kartoffeln auszu- gleichen war andererseits die Beschaffung von Futtermitteln größere Ausgaben erforderlich machte. Zu berücksichtigen ist schließlich auch, daß diesmal viel mehr Futtergetreide und auch Roggen in der eigenen Wirtschaft verbraucht wurde als in anderen Jahren
Anschluß an die erwähnte Dorratsstatistik und infolge gesteigerter Forderungen des Auslandes bei vermehrtem Interesse Englands für deutschen Weiten war die Tendenz für diesen Artikel ausgesprochen fest, so daß sich die Preile m- Lieferung gcicbä’t um 3—4 Mk höher stellten. Roggen zeigte unter dem Eindruck starker Wafserzufuhren anfangs schwache Haltung, schloß sich aber im nrcitcrtn Verlaufe der festen W<,zcntenden.z an, zu- mal infolge der beginnenden Feldbestellung eine Verminderung oes landwiN'chaitlichen Angebotes fühlbar würbe und Die schwach versorgten Müblen vereinzelt mehr Kauflust bekundeten. Im .-Datcrgctdidn bauen die bevoruehenden großen Zufuhren sie Unter itchmungslun vorläufig unter Druck, trotzdem es sich zumeist um risponienc Ware handelt. Tie Provinzsorderungen waren keines weg» nochgiLoig und für Lieferung wirkten russische und argen-
den Vorfall, wie er sich soeben hier emgroet hat, nur auf das tiefste bedauern. Wenn sich Mitglieder dieses Hohen Hauses )o außerhalb der Form stellen, die in diesem Haufe jeit leher üblich sind, wie dies soeben geschehen, so ist die Aufrechterhalttmg der Ordnung und die Wahrung der Ehre deS Laufes ausgeichlos,en. Wir apvelieren an das Pflichtgefühl der Herren Abgeordneten Mit ?cr dringenden Bitte, mit uns zusammen dahin zuarbelten, baß bas Ansehen des Hauses vor ferneren derartigen (Sridjütteru tigert bewahrt weLde, die schließlich den gesamten Parlamentarismus schwer schädigen müssen."
Der Präsident verlieft sodann nochmals ine Bemerkung des Ministers und erklärt, daß der Vorstand an diesen Ausführungen keinen Anlaß fände, einen^ Ordnungsruf zu erteilen. Er verliest dann das unkorriaierte Stenogramm der Rede des 9lbg. Dr Fulda und erteilt dieiem wegen des Ausdrucks „Mangel an intellMueller Aufnahmefähigkeit" den ersten Ordnungsruf. Wegen der Bemerkung, daß man hier mit edleren Organen tätig sein müsse, erhält Dr. Fulda einen zweiten Ordnungsruf.
Abg. Dr. Osann erklärt namens der nationalliberalen Fraktion: „Wir bedauern die maßlosen Angriffe und schweren persönlichen Beleidigungen des Herrn Abg. Dr. Fulda gegen den Herrn Minister des Innern auf das Tiefste und verurteilen dieselben auf das Entschiedenste. Diese Aeußerungen sind umso schwerer, als sie geeignet sind, die absolut nötigen Beziehungen zu der Regierung zu erschweren. Wir verurteilen sie aber auch umso mehr, als die Würde und das Ansehen der Volksvertretung vor dem Lande auf das Erheblichste geschädigt sind."
Abg Brauer gibt namens des Bauernbundes eine ähnliche Erklärung ab und kündet die Wiedereinbringung des Antrages auf Abänderung der Geschäftsordnung an.
Mg. v. Brentano gib! die Erklärung der Zentrumsfraktion ab, in der gleichfalls das Verhalten des Abg. Dr. Fulda scharf gerügt wird.
Abg. Grünewald gibt namens seiner Parteifreunde folgende Erklärung ab: „Die Fraktion der Fortschrittlichen Volkspartei steht auf dem Standpunkte, daß Angriffe auf die persönliche Ehre eines Ilegierungsvertreters oder eines Abgeordneten grundsätzlich zu mißbilligen sind, urrbeschadet der Unbeschränktheit der Redefreiheit, insoweit sich Rede und Gegenrede auf politische Darstellung, politische Angriffe und deren Abwehr beziehen. Der
Herr Abg. Dr. Fulda hat sich nicht beschränkt auf die Kritik
der Amtsführung des Ministers, er bat vielmehr dessen Person, dessen Befähigung und dessen Stellung in wohlerwogenen aus Herabwürdigung und Kränkung berechneten Worten in den Bereich seiner Angriffe gezogen, dies zwar mit dem durchaus begreiflichen und der angegriffenen Persönlichkeit von der Selbstachtung diktierten Erfolg, daß der Minister mit beji übrigen Vertretern der Regierung sich entfernte. Es soll hierbei nicht verkannt werden, daß der Abg. Dr. Fulda durch die voraufgegangene Erklärung des Herrn Ministers, an deren Abgabe derselbe von dem Präsidenten nicht gehindert worden war, in den Glauben versetzt sein kann, daß er Anlaß zu scharfer Erwiderung habe. Dies aber entfernt nicht in dem Maße, wie es ohne Einschreiten des Präsidenten von feiten des Abg. Dr. Fulda geschehen ist.
Die Fraktion der Fortschrittlichen Volkspartei lehnt eine Verschärfung der Geschäftsordnung ab, sie ist der Ansicht, daß eine nach allen Seiten gerechte Geschäftsleitung des Präsidenten dann ausreicht, wenn scharf auf den Grundsatz geachtet wird, daß Angriffe auf die persönliche Ehre unzulässig, zu verhindern und evtl, durch Ordnungsrufe zu rügen sind."
Abg. Ulrich (Soz.): Die Rede des Abg. Dr. Fulda stellte nur eine scharfe Abwehr dar, die der Minister herauS- gefordert habe. Die Versuche aber, das Recht der Kritik der Abgeordneten zu beeinträchttgen, müsse seine Partei energisch zurückweisen. Er wendet sich dann gegen das Verhalten des Präsidenten, der nicht den Minister auf die Ungehörigkeit seiner Bemerkung aufmerksam gemacht habe.
Der Präsident K o r e l l - Angenrod erklärt, daß der Vorstand soeben festgestellt habe, daß zu einer Mae fein Anlaß gewesen sei, und daß er sich eine Kritik der Beschlüsse des Vorstandes berbitte. p
Abg. Ulrich: Ich habe nicht kritisiert.
Minister v. Homberg k: Ich danke zunächst dem Herrn Präsidenten und sämtlichen Rednern der bürgerlichen Parteien für ihre Reden. Der persönlich beleidigende Ton, den der Abg Dr. Fulda für gut befunden hat, mir gegenüber anzuschlagen, veranlaßt mich zu der Erklärung, daß ich jede Diskussion ihm gegenüber ablehne. Der Abg. Dr. Fulda wird demnach auf eine Antwort nickst zu warten haben.
Das Haus tritt dann in die Weiterberatung der Tagesordnung ein.
Abg. Korell - Königstädten (fortschr. Vp.): Der Abg Schmitt hat heute früh seinen scharfen Ton dem Abg. Bach gegenüber bedauert, mir gegenüber bat er das nicht für iwtwendig gehalten. Sylangc ich die Ehre haben werde, diesem Hause anzugehören, wehre ich mich gegen die politisck)e Brunnenvergiftung, die getrieben wird von den Herren der Rechten mit dem Worte „Gläubigkeit". Draußen und auch hier bin ich persönlich angegriffen worden. Es ist weiter ausgeführt worden, daß ich oder meine Parteifreunde sich eine Stellung anmaßen, die uns nach der Zahl nicht zukäme Ich will aber die Erklärung abgeben, daß, nachdem Kollege Schmitt seine heutige Rede nicht mehr in Lur, sondern in Moll gehalten hat, ich mich freue, wenn es uns gelange, in sachlicher Weise zusammenzuarbeiten, ohne von den Grundsätzen irgend etwas aufzugeben.
Es folgen persönliche Bemerkungen der Abgg. Moltban Dr. Osann, Schmitt und Ulrich.
Damit ist die Debatte über Kapitel 23 geschlossen. Der Ankrag des Ausschusses hierzu, die Bewilligung der angesetzten 5668 Mark, in Einnahme und der 295 798 Mk. in Ausgcche, wird einstimmig angenommen.
Schluß der Sitzung um 2V* Uhr. Fortsetzung morgen, Mittwoch, vormittags 9 Uhr.
vergessen, daß das Zentrum ia nicht stets für btefe Gesetze ge stimmt habe. Dv Arbeiterschutzgesetzgebmig, wie sie heute ist, schützt den Arbeiter nicht vor Not. Man rede nicht immer von bat Opfern der Arbeitgeber. Die groß sind sie beim? Pro Tao und Arbeiter 9 Pfg. — Der Redner verliest die Unfallstatistik Ich muß die Begeisterung für die Arbeiterschutzgeseygebung zurück schrauben. Durch das Zusammengehen der drei Parteien,. Zentrum, Bauern band und Nativiialliberale, wurde die Masse des liberalen Volkes von der Politik Dr. Osanns abgestoßen. Der Redner zitiert bann eirtc Anzahl Aussprüche Bismarcks gegen das Zentrum In diesem Haufe war daS Verhältnis so, daß zur Zeit der Herrschaft der NationaNiberalen das Zentrum mit uns zusammenging. Ich habe mit katholischen Geistlichen za f am nun gesessen, die mit mir beraten hoben? wie, wir die 9ia- tionalliberalcn am besten schlagen könnten. Wir wissen noch nicht, ob die Herren vom Zentrum nicht noch einmal herzlich ftoh sein werden, wenn wir mit ihnen zusammen für die Aushebung des Jesuitengesetzes stimmen. Es bleibt dabei, daß von lener Seite fzum 3enlrum) während des Wahlkampfes und auch wahrend der Debatten so geschimpft wurde, daß wir uns. beinahe klein vorgekommen sind. iHeiterkeit.) Redner spricht über die Vorkommnisse im Finairrausschusse, in dem gesagt fein sott, daß die Angelegenheit der Brikettfabrik dem Finanzminister den Kow kosten könne Er widerlegt eine Erklärung Dr. Osanns in den „Hessischen Volksblättern" und stellt fest, daß dieser Ausdruck tatsächlich gefallen sei. *
Abg. Dr. Fulda (Spz.) bespricht nochmals die Angelegenheit des Bürgermeisters Pons und verteidigt sich gegen die Angriffe des Dr Winkler. Ter Minister des Innern habe den Bürgermeister Pons veranlaßt, gegen ihn (Redner) als Kandidat auszutreten. Der Minister habe sich auch dahin ausgesprochen, daß er nicht viel verloren hätte, daß er die vor einigen Tagen gehaltene jftebe des Abg. Fulda nicht gebärt habe. Gegen eine derartige Mißachtung eines Abg. müsse er ganz energisch Protest einlegen. Er stehe hier als Vertreter des Volkes, unp was er vortrage, geschehe im Interesse des Volkes. Der Minister habe auf seine Rede auch keine Erwiderung gehabt. Er erblicke darin einen Mangel an intellektueller Aufnahmefähigkeit. Er stehe hier kraft des Volkswillens, der Minister aber durch die Gunst und die Gnade einer einzelnen hohen Persönlichkeit. Der Herr Minister möge sich ja auf dem Parkett ganz gut ausnehmen, aber auf dem Parkett des Parlamentes mache er keine gute Figur. Auf dem Hofparkett käme es nur auf die Krümmung des Rückens an, hier aber müßten edlere Organe in Anwendung kommen. Der Minister sei außerstande, eine sachliche Erwiderung zu geben, wenn er nicht fein Konversationslexikon in Gestalt seiner Räte bei sich habe. (Große Unruhe. Der Minister verläßt mit sämtlichen Re- gierungsverttetem den Saal. Es erhebt sich ein großer Tumult. Dem Redner wird von allen Seiten „Pfui" und „Unerhört" zugerusen. Seine weiteren Worte bleiben daher auf der Tribüne unverständlich. Der erste Vizipräsident Korell-Angenrod unterbricht den Redner und fordert ihn zur Mäßigung auf. Er ist aber sonst außerstande, die Ruhe im Saale wieder herzustellen.)
Abg. Dr. Osann (natl.) zur Geschäftsordnung: Die Regierung hat den Platz verlassen, weil sie sich in der Person des Herrn Ministers angegriffen sielst. Unsere Beratungen haben aber nut bann einen Zweck, wenn wir auch die verantwortliche Regierung vor uns sehen. Wir haben keine Veranlassung zu verhandeln, wenn die Herren der Regierung nicht anwesend sind. Es muß festgestellt werden, ob derartiges hier schon einmal vorgekommen ist, und was in einem solchen Halle zu geschehen habe. Es sind hier Beschuldigungen und Beleidigungen gegen den verantwortlichen Minister erhoben worden, wie nie zuvor.
Abg. Grünewald (fortschr. Vp,): Bereits während der Rede des Mg. Dr. Fulda habe ich mir den Zwischeiiruf erlaubt, daß ich anstelle des Präsidenten die Ausführungen des Mg. Fulda nicht zugelassen haben wurde. Ich stehe auf dem Standpunkt, den wie ich glaube, meine Fraktion, die ich noch nicht befragen konnte, teilt, daß unbeschadet der Redefreiheit in allen politischen Ausführungen die Person des Regierungsvertreters oder der Abgeordneten nicht in den Bereich der Erörterungen gezogen werden darf. Die Kritik hat, wie ich auch letzthin in bezug auf die Ausführungen eines Abgeordneten bargelegt habe, Halt zu machen vor ber persönlichen Ehre. Diesen Grundsatz bat der Mg. Dr. Fulda verletzt, indem er die Person, die Befähigung und die Stellung des Ministers in wohlerwogenen Worten angegriffen hat. DaS darf der Präsident nicht zulassen.
Der Präsident Korell-Angenrod bemerkt, daß er bereits die Ausdrücke gerügt habe, und daß er später nach dem Steno- grawm das weitere veranlassen werde.
Mg. Ulrich (Soz.): Zch stehe auf dem Standpunkt, daß die Regierung den Saal nicht verlassen darf. Ich bin der Meinung, daß der Präsideitt ein Recht hat, das zu verwehren. Ich bin auch ber Meinung, baß wir uns als Kammer zu schützen haben, daß bie Regierung einem Abgeordneten gegenüber so auftrat, daß ein Minister sagt, -er habe nichts verloren, wenn er die Rede eines Abgeordneten nicht höre. Wir legen Wert darauf, daß diese Sitzung aufgehoben wird imb eine andere einberufcn und die Regierung davon in Kenntnis gesetzt werde.
Abg. Schmitt (Ztt.): Auch ich bin dafür, daß diese Sitzung aufgehoben werde, aber nicht aus dem Gedanken heraus, dm der Abg. Ulrich hier vortrug. Ich kann nicht den Standpunkt des Mg. Ulrich teilen, daß das Wegael^en der Regierung eine Brüskierung der Kammer bedeute. Das ist eine merkwürdige Auf- fnffnng. Vorgänge, die hier soeben stattgefundm haben, können nickst von einem Manne ertragen werden. Ich ersehe daraus, baß baS, was wir wieberholt vorgetragen haben, richtig ist, nämlich, baß unsere Geschäftsordnung nicht ausreickst, um bem Präsidenten eine höhere Gewalt zu geben. Gerade aus diesem Mangel an Gewalt sollte den einzelnen Abgeordneten die Pflicht erwachsen, die Ordnung des Hauses nicht zu stören.
Der Präsibent Morell- Angenrob stellt abermals fest, baß er daS Vorgehen bereits gerügt habe.
Abg. Abe l u n g (Soz.): Die Ausführungen bes Mg. Schmitt seien eine Kritik an ben Maßnahmen bes amtierenben Präsibmtm. Man hätte aber auch bie Bemerkung bes Ministers rügen müssen. Auch er stehe aus bem Standpunkt, daß die Regierung nicht eigen- mäck'tiq den Saal verlassen dürfe.
Mg. Dr. Osann (natl.): Was ich verstanden habe, war vollkonnnen ausreichend, um den Saal zu verlassen. Wir haben unS überhaupt über das Verhalten der Linken gegen uns zu beschweren, das auf die Dauer geradezu unerträglich geworden ist. Der Mg. Ulrich redet uns nicht einmal mehr mit „Herr" an, sondern svricht^ immer nur von „dem Osann". Ebenso unterdrückt er das Sie und spricht mir im Tone Ihr und Euch. ES geschieht im Interesse des ganzen Landes und dos Hauses, wenn wir gegen einen solchen Ton Verwahrung einlegen. Der Mg. Fulda hat von ber Solibarität bes Hauses gesprochen. Tie Solidarität, die er verlangt, werbe ich für meine Person aber niemals haben.
Dr. Weber iBbd ): Wir haben bereits einen Antrag alii Ylenbcruttg der Gesck)äftsordnuna eingebracht und zwar auf Grund be-8 früheren Verhaltens deS Mg. Dr. Fulda. Unsere Präsidenten haben eben Jeinc Gewalt.
M>g Ulrich vSo».): Mir ist es nicht eingefallen, zu sagen ber Ciann, und wenn er so etwas gehört hat, so ist es ein Irrtum. DaS ,Lhr" ist aber nicht in böser Absicht gemeint Ich verliehe nicht, wie der Herr Mg. Justizrat Tr. Osann das hier an den Haaren herbeiziedeii kann. Der Mg Tr Weber sprach wieder von seinem Hausknechtsparagraphen. Wir verwahren unS dagegen.
Dr Fulda (Svz.) bittet, auch die Aeußeruna des Ministers festzuftellm.
Nachdem aud> noch die Abgg. Dr. Weder und Tr Winkler sich gegen daS Verhalten der linken Parteien aussprachen. tritt eine Dause ein. Während dieser beraten die einzelnen Frabwneu über die abzugebende Erklärung
Bei Wiedereröffnung der Sitzung ficht man auch den Staats Minister und den Finaiizminister am RegienrngStische. die beide vorher nid« anwesend waren.
Der Prässtxnt Korell-Angenrod verliest folgende ErUä- rung des Vorstandes. „Im Interesse der Wüid»- sehens des HauscS kann ich mit meinen Herren Mttpräsidmren
üb er die Qualität:
-
Hl Ul
IUI ml
der Vorwoche m
(Alles für
100 Kg.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
März
Odt*
1912
Bed. Himmel
Nebel
11. bis 12. Mär,
11.
12.
Drvei ^Urkunden
+ 7,6 • C. + 2,1 9 C.
des ,Giek. Kartoffeln
Höchste Temperatur am Niedrigste „ ,
Niederschlag: 0,0 mm.
ßattöel.
— D i e deutsche Kraftfahrzeugindustrie beschäl« tiflte nach den vom Reichsamt des Innern veranstalteten Produktion-- ei Hebungen im Jahre 1910 in 114 Betrieben rund 22 000 Personen, die an Lohn und Gehalt 33,6 Millionen 'Mark bezogen haben. Trr Wert der verarbeiteten Rohstoffe, Halbfabrikate usw. hat 6k,3 Ultd. Mark, der Wert der erzeugten Waren 118,4 Millionen Mk betragen. Es wurden 8822 Kraftzrveiräder, 936 Kraftdreirader, 9368 Kraftwagen, 3745 Untergestelle, 288 Motorboote. 7 Motor- Luftschiffe, 73 Flugmaschinen und 2977 Motore hergeftellt.
-Mk. 0 00-0.00, Gelbfleischige rote Mk. 440-0.00.
50 Kg.)
fc. Frankfurt a. M., 11. März. (Orig.-Teleqr.
letzten Markttag in Mark vro 1000 k? je nach Qualität, wove das Mehr ( + j tezw. Weniger (—) gegenüber t— m----f ~
Anzeigers9.) Kartoffel markt. Man notierte:
in Waggons Mk. 8.26—9.00, im Kleinhandel Mk. 10.00—11.00 für je
tinische Rückkäufe befestigend. Russische tfuttergcrHe Reine n8) bei kleinern Export ca. 3—4 Mk. höher, auch bie Maisfordv- rungen waren um 1—2 Mk. gesteigert.
ES iieüten sich die Preise ’iir inländisches (Betreibe am
Märkte.
— Kartoffelmarkt-Bcricht vom 11. März 1912. Berlin Rote Davec Jüt. 8.9 >—4.4U, anbere rote Sorten Mk. 3.40-3.50, Magnum bomim 3.85—4.00, weiße runde 3.40—8.60. BreSlau: Rote Daber Mk. 3.20—3.50, andere rote Sorten 8.20 dis 3.50, Magnum bonum Mk. 3.7U—4.00, weiße runde Mk. 3.30 - 3.60. "iefluitj: Rote Daher Mk. 0.00-0.00, andere rote Sorten Mk. 8.90—0.1 >0, Magnum bomim Mk. 4.50—0.00, weiße runde Alk. 4.00—0.00 Dortmund: Magnum bonum 4.30—1.60, weiße runde Mk. 3.20 bis S’.ßO, Gelbfleischige rote 4.10-4.60. >i ö i u: Rote Taber Tlf. 0.00, andere rote Sorten O.OO-O.Oty Magnum bonum 4,20—4 30, weiße ruude Mk 0 00 — 0.00, (Selb- fleischige blaue 'Mk 4.10—0.00, (velbfleischige rote Mk. 3.91—0.00. Leipzig: Rote Daber Mk. 0.00 bis 0.00, andere rote Sorten Mk. 4.10—0.00, Magnum bonum Mk. 4.50—0.00, weiße runde 4.10—0.»'0, Gelbfleiichige blaue Mk. 0.00—0 00, rote 4 63 bis 0.00. Hagen. Role Taber 'Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten Mk. 0.00, Maguum bonum Mk. 4.20—0.00, weiße runde
t“| 64,6 t:‘l 755,6
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Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 218.00 (+ ?.75); Budape'l April 198.80 (— 0.70); L'ioerpool fDlat 171.70 (4- 1.60); 1-ori« März 224.00 (- 0.40); Chicago Mai 16160 i-s- 0.76). Roggen: Berlin 'Mai 193.60 (4- 1.25) Hafer: Berlin Mai 195. 0 (- 2 6o). Fiittergerüe: cif Hamburg März 158.50 (+ 3.76) Mais: Mixed Februar -'biarz 138.00 (2.00), Odessa schwimm 130.50 (— 0.50), La Plata 'Mai-Juni 119.00 (— 1.60) Mk.
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lantmcrn <) beigefügt ist, wie ’olgt:
Haier
Weizen
Roggen
Königsberg
207 (- )
179 (+ 1
> 193 (- )
Danzig
204 (- 3)
18V, <- )
> 191 (4- 2)
Stettin
209 i+ 3)
184 (+ i;
) 193 (- 1)
Pofen
204 (-i- 1)
181 (-
) 191 (- )
Breslau
202 (- )
181 (—
) 191 (- )
Berlin
212 (-r 2)
188 (+ v/,:
) 208 (— )
Riagdeburg
206 (+ 1)
IM (4- 1
) 208 (-
Leipzig
208 (4- 2)
188 (4- V
) 215 (- )
Dresden
211 (+ 4)
189 (+ 3
) 211 (-H 2)
Rostock
204 (4- 1)
183 (—
> 193 (- 1)
Hamburg
218 (- )
193 (- ]
) 210 (- )
Hannover
204 (- )
192 (— ]
) 212 (- )
Tusjeldori
214 (4- 2)
193 (- ]
1 204 (+ 1)
Köln
217 (4- 4)
195 (+ 2) 202 (+ 4)
Frankfurt a. M. 220 (4- 1)
200 (+ 1]
1 214 (+ V/,)
Mannheim
225 (+21/,)
1977, t- \
' 215 (+27.)
Straßburg
-25 (- )
20d (— 27,
) 215 (- )
'München
229 (- )
211 (- ]
1 211 (— 1)
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