M. 62
Expedition und Druckerei: Schul-
diesmal nicht
Bei dem
offen und
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Redaktion, ftrahe 7.
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. ^^9- Ulrich (Soz.). Tie Aussprachen haben einen stark persönlichen Charakter angenommen. Ich will nicht das Gleiche tun, sondern nur sachlich sein. Kollege Boxheimcr sprach von der volkstümlichen Politik die das Zentrum treibe, er sprach auch von der Arbeilerschudgesetzgebung usw. Er hat dabei aber
Erscheint ILgstch mti Ausnahme des Sonntag».
Die ^Siebener Lamtllevdlätter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» „Kretsblott für den Kreis Liehen" .weimat wöchentlich. Die .^midwlttschaftltchen Lett» fraget' erscheinen monatlich »wermat.
hessische Zweite Kammer.
bs. Darmstadt, 12. Mäi^. Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 10y4 Uhr Am Regierungstische die Minister v. Hombergk und De Braun.
Fortsetzung der Laushaltsberatung, Kapitel 23, Ministerium des Innern.
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Unterffaofafefrefor Rickier:
Das aur Verfügung stehende Geld reichte für den Bericht m^I rwrfif QU§.
Subventionstitel (6 090 000 Mk.) für die Unter. Haltung der Postdampferverbindungen mit Ost. - s" - nd Australien äuhert
Expedition und Verlag: ey® 5L Redaktion:HL. Tel.-8ldru AnzeigerGieben.
Mittwoch, s3. März 19(2
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen UniversitätS • Blich- und Sleindructeret.
R. Lange, Gießen.
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Abe. v. Böhlcndorss-Kölpin (Kons.):
Die Sübvcntion hat febr günstig gewirkt. Ter deutsche .sandel hat seitdem dort tfufc gefaßt und seine Erfolge können den Teut- schen nur mit Stolz und Freude erfüllen. Es wäre aber un. gerecht, roeiin man nicht ouerfennen wollte, welchen wesentlichen Anteil an diesen Erfolgen die freundliche Nachbarschaft der englischen Gouverneure gehabt babe. Ich lege Wert darauf, das festzustellen; es wäre ein Fehler, dem Nachbar gegenüber ungerecht zu werden. Tie beteiligten Schiffahrts« linien, der Norddeutsche Lloyd zum Beispiel, haben die Subvention ganz hervorragend ange'cgr und ihren Schifjahrts- betrieben eine ganz hervorragende Stellung geschaffen. Selbst die Engländer uird Amerikaner erkennen diese Leistungen voll, ständig an. . , v
Hai in Oftasien dem deutschen Handel neue Gebiete zu er« offnen, muß man es recht kennen lernen, und gerade jetzt ist eS Zeit, im Innern Chinas die Vorarbeiten zu treffen, um dort passende Absatzgebiete zu finden. Später findet man alle Stuhle besetzt. Tie Beteiligten müßten sich daher recht, zeitig mit dieser Frage beschäftigen, auch die Einzelstaaten wie Preugen, weil dort vitale Interessen zu entwickeln seien. Ter jetzige Staatssekretär hat früher als preußischer Hondelemini'ter d,e>e Notwendigkeit voll'ländig anerkannt, er wirb hoffentlich alles Nötige tun. Organe haben wir genug draußen, die Zeit Haven, stch damit zu beschö'kigen. Hier kommen nicht bloß die Konsulate, sondern auch die Gesandtschaften in Betracht, und ist für diese geradezu die wichtigste Aufgabe, für die deutsche Handelspolitik zu sorgen. Sie haben die Sachverständigen dort zu hären, Absatzgebiete sind genug, nirgends findet man derartige Menschenmassen wie in China. Eben hat es mit dem Dau seiner Eisenbahnen begonnen, und seine Industrie ist eben erst im Ent- stehen. Auf diese Weise kann die deutsche Politik ganz hervor, ragende Unterlagen für unseren Handel schaffen. (Lebhafter
Abg. Erzberger (Zentr.):
Tie Anregungen des Herrn v. Döhlendorff sind für die deutsche Kultur im fernen Osten äußerst wichtig; ich bitte ihn sic in der Budgetkommission vorzubringen. TieUmwälzuna der Verhältnisse in Ehina ist von ungeheuerster De« deutung für uns; denken Sie an die Textilindustrie: wenn ein leder Chineie iem Hemd um einen Zentimeter länger macht ist Me ganze Weltexnte an Baumwolle ausgebraucht. (HerttHeü.)
Mb. Deutscher Reichstag.
24. Sitzung, Dienstag, den 12. März. be6 Bundesrats: Delbrück, TaSpar.
Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Mia.
Zentrum ^at foI6enbc Interpellation ein-
Herr Reichskanzler bereit, über den Stand des 9 ^^"'ich'westfallschen Kohlenrevier Auskunft zu O^nit ber $,rr meiWtanjIet au tun. i m um« ?®c8 L"de dieses den deutschen Volkswohlstand schwer schädigenden Ausstandes herbeizuführen?
eiI, Dr. Kaempf erklärt, daß er diese Interpellation
«uf die morgige Tagesordnung setzen wird.
Der fcfaf des Reldisamfs des Unnern.
(Neunter Tag.>
k,n ^^?"t>kletkommission beantragt eine Resolution, die um eine Novelle zum Beamten, und Offiziers« mÄÄ'1’ r durch »Wie --mtommen aus einer im Ruhestände erfolgten Privatanstellung unter bestimmten Voraussetzungen auf das Nu hege ha st angerechnet 5er^en„^nn. Abg. Graf Westarp (Kons.) berichtet über die KommifswnSverhandlungen. 016
Abg. Licschkng (23p.):
Manlein 6 Enhei 1Sre , 0 luti 0 n , und wenn
d!n ?iwe? GelegenheitSgeietzen ist, muß man genauer
SeLrffin» s! m ?en Solution untersuchen. Trotz der Uebersulle der Resolutionen ist diese hier aber dringend not- £en?1^ weil der Fall. der sie veranlaßt hat, nicht vereinzelt ist, sondern weil die pralle sich in letzter Zeit häufen, wie auch die Re- öug'bt. Vor kurzem ist ein LegationSrat aus dem Kolo« V x f,ne ®,cfen’^aft kur Beleuchtungsavparate einpe« lin» «hS* J°cn<7 CA fudwestafrikanifcker Bezirksamtmann in eine sudwestafrikanische Kolonialgesellschaft, die wegen Per« ringerunfl ihrer Konzessionen mit der Negierung in Streit ist.
Vorkommen. Es mag sein, daß die 6ctrcffenben Gesellschaften stark auf die B'ziebungeo deS Beamten zu der h;C?lr*r”® ^ciuheren und davon Vorteile erwarten, aber noch viel schlimmer ist der Verdachts daß der Beamte die Kenntnisie, b orC k - 'C'!1-Cr,a.mt^t^en Tätigkeit erworben hat, zum Teil k Sawimmffe bei Gelegenheit für Sie Gesellsickaft verwertet. F ®eh)1? vat die Regelung, die wir anstrebem Schwierigkeiten; denn .as Gehalt oes Beamten ist nickt einfach eine Lohnforderung, sondern der Staat ist verpflichtet, ihm und seiner Familie eine entsprechende Existenz zu geben, ohne Rücksicht auf feine Familien« Verhältnisse. Aber man Hann an § 84 des Beamtenvensions- fleietc? anknupfen, wonach der Verbrauch der körperlichen oder geistigen Kräfte die Voraussetzung der Pensionierung ist. Hofsent« tick wird drese Besprechung auf die Beamten einwirken. Eö ist nicht mir eine Frage des Taktes, sondern eine Frage v e r M 0 r a l. Der deutsche Beamte gilt als unbestechlicher als c ,n c’.nrm anderen Lande; will man die Tüchtigkeit "1'"bS Veamtenstandes erhalten, dann muß man derartige Auswüchse beseitigen,
Abg. Grzberger (Zentr.)?
800 Millionen beträgt unser PensionSetat: 800 000 Mark gehen davon an Persönlichkeiten, die eigentlich nach dem SB ort« laut be« Gesetzes keinen Anspruch darauf haben. Ter Unwille deS deutschen Balkes ricktet sich wegen dieses halben Prozents gegen die. ganzen 200 Millionen Pensionsetat. Eine GelegenheitSreso« lunon ist eS nur für den Staatssekretär des Innern; die gleichen Crfanrunncn aber machen wir im ganzen ReichSbauSbalt. Kein Mensch wird^ etwas daran finden, wenn ein Briefträger eine Vortierstelle in einer Fabrik annimmt und feine 600 Mark Pen. Hon bezieht; aber wenn die Svitzen 10 000 Mark Pension bekommen und 80 000 Mark Gebalt bei einer Privatgesellschaft, daS regt das Volk auf. Die Privatindustrie bezahlt nur vle großen Nummern besser als das Reich oder Staat und Gemeinde; die große Masse ihrer Beamten befahlt sie im Durch, schnitt schlechter. § 34 des Reichsbeamtengesetzes, wonach nur ^er geistige Unbrauchbarkeit die Pensionierunfl her- beifuhrt, brauchte eigentlich nur ftreng gehandhabt zu werden; Meuetmt könnte die Bestimmung insoweit geändert werden, als mr die Spitzen der Behörden gewisse Ausnahmen bei der Pen- nonierung zugelassen werden.
Dbss. Dr. Sudekiim (Soz.' krklärt bfe, Zustimmung feiner Freunde zu einer Revision de? r P’.,0n-Wefcc8 und führt weitere Fälle an, in denen er die flleicken Anstände erbebt. ES wirkt schon bedenklich, wenn sich Beute wie Admiral Hollmann und Admiral v. Ablefeldt in Aist« siwtSratS,stellen wählen lassen vor. Gesellschaften, die Lieferungen on den Staat haben: iinerfrä"’Ti(f> aber sind solche Fälle, wie wir ne bei Herrn v. Vodbielski erlebt hoben. Eine richtige Reoelung ia Schwierigkeiten haben: doS Wichtigste ist die Anständigkeit Der Gesinnuna der Beamten selber.
Die Resolution wird angenommen.
Weiter wird die Resolution der Budgetkommission an« genommen, die eins baldige Reform deS Kanzleiwesen? fordert.
•n Reichszuschuß zur Forderung der Seefischerei 'st tn bleiern Etat um 25 000 Mk. auf 875 000 Mk. erhöht.
STvo. v. Böhlendorf Kölvin (Kons.) begrüßt diese Erböbuug. Wir haben fckon im Vorjahre eine Re- wlution zugunsten oer Seelischer gestellt, dock ist bisher von den Behörden nichts geschehen. Tie Seefischerei mit Schleppnetzen muß m gewissen Gegenden verboten werden. Außerordentlich zu be° grüßen sind die -Bemühungen deß Seefischereivereins, etc Seefische zu einem VolkSnahiungsmittel zu macken.
Abg. Dr. Struve (Vp.)k
Wir können bei unseren glänzenden Finanzen für unsere ^e^ischerei rwck viel mehr tun, als mit diesem Reickszusckuß.
das Prwatkopital sollte sich den Aktiengesellschaften, die ja n der Hauptsache die Seefischerei betreiben, mehr zuwenden. ES <wiß alles getan werden zur Verringerung der Produktionskosten; £*r vor allem nötig ist eine Einwirkung auf die Hebung deS »onsums. Billige Eisenbahnlarife und Einrichtung der See« Mwagen nach dem Muster der nordischen Staaten, Begründung städtischer F i s ch h a l l e n überall durch die Immunen uni) Verträge über die Zubereitung der Fische usw. "'cht nur bei den Arbeiterfrauen, sondern auch den Frauen des -«ittelskandes und den in feiner Küche ausgebildeten Tarnen 6 * r l agt die Kochkunst bei Seefischen, und welche Ab- ^chsluug ist da möglich und welche prächtigen Speisen! Es la, Geschmacksache (Lehr richtigl), aber soweit ich es als rWVpHer beurteilen kann, sind die Fische eines unserer besten ,ü|® nahrhaftesten Lebensmittel. Wie weit sind die Verhand» f^ngen zwischen Preußen, Lübeck, Oldenburg und Mecklenburg Uber den Fischerei schütz gediehen? Eile tut not, ebenso die internationale Vereinbarung mit Dane« Scl)weden und Rußland. Wenn Fischer an der Küste Amänenstücke haben wollen, soll die Regierung sofort zuschlagen ^bg. v. Böhlendorfs: Geschieht jal) — aber nicht genügend; M eu^Grotzagrariergut bis an öie Küste geht^ ist eS Ichlimm,
Ministerialdirektor Dr. v. Joncqniöres: r,nh ~’e ^^^^srei gehört an sich zur LandeSgesetzgebung; wir und bieL vroCltofbcC 0'cichszuschuß in Betracht kommt,
veten- Llnregungen fallen außer unserer Korn«
?una k uns ircden einer Jnterterritorialvereinba-
in { dem Preussiicken Landwirtschaftsministerium
bu"fl fi,efv6L Demnächst werden die Staaten zu einer Konserenz-eingeladen werden. Tie drahtlose Telegraphie soll weiter gefordert werden. 1
■ov, ^lbg. Dr. Waldstein (Dv.):
Hot die Helgoländer Hummcrfischerei darunter
111 (Tff|f h)irS a o *))n , j J r 1 < - < । / * ... marine ge-
'^„deshalb zur Hilfe verpflichtet.
twird bewilligt. Bcun Titel verausgabe der Nachrichten für Handel und Industrie" befürwortet
Abg. Graf Praschma (Zentr.)
fctner Frak'ien. die zur Vorbereituufl der HandelS- bertrage Produktionserhebungen im Inland und auck im AuS« (??Lnnb-eme Zusammenfassung und Veröffentlichung verlangt. Es soll eine umfassende Produktionsstatistik geschaffen werden, Abg. Dr. Südekum (Soz.):
^ndenz ist uns sehr sympathisch. Tas von unserer Sta« kistU im regelmäßigen Betrieb gelieferte Material ist tatsächlich unzureichend. Aber Erhebungen im Ausland find dock) für unsere Regierung nicht möglich. Monographien genügen uns nicht.
Unterstaatssekretär Michter:
Derartige Erhebungen werden feit längerer Zeit in unseren Aemtern ichon gemacht; es wird dabei strengste Geheimhaltung, insbeiondere gegenüber Steuererklärungen, gewahrt. T«c Unter- ftaatSfcrrctar nimmt Bezug auf die neulichen Erklärungen deS Staatssekretärs Telbrück; es soll im Wege von Monographien der, sucht werden, das Material zu beschaffen.
. . m , 2lbg. Graf Praschma (Zenkr.) ändert die Resolution dahin ab, daß das Wort „Erhebungen" ersetzt wird durch .Zusammenstellungen". Dadurch glaubt er die Schwierigkeiten beseitigt.
Abg. Dr. Cerfel (Kons.):
« begrüßen die Resolution mit Freuden, sie entspricht durchaus unsren alten Wünschen. Handwerk und Gewerbe sollen der Landwirtschaft nicht „zugezähl?, sondern nur besonders be- bandelt werden, abgegrenzt von der Produktion der Groß- Industrie. Ein agrarischer Pferdefuß ist wirklich nicht dabei, sonst wurde ja auch Herr Sudekum nicht so wohlwollend zustimmen.
Die Resolution wird einstimmig angenommen.
Bei dem Titel „Herausgabe von Berichten über Landwirtschaft" bedauert Abg. Dr. Wen darf f (Pp s baj nickt die Berichte des Pomologischen Vereins mit beröffent- llcht sind. ,Tur den heimischen Obstbau muß möglichst viel getan werden.
Abg. Bell (Ztr.) stimmt zu.
enkranke! chwererArt, Influenza, en, be^in- genachwind- iämpft man sten durch san 0" ilchsp.162656 mg mit der n al. Kontroll egutachtung mmitteln aale Sanitätr n Zürich dai •en in einen ital erfolg wandte Hlr Arzneimittel ; nelen Fälle: > kulONCgÜI icinflusse. 1 ilitl lsM I. I.Ufn
Sinita (Wm r.ärztl.verü-!
Drittes Blatt 162. Zahrgtmg
Gtetzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
Abg. Boxheimer (BentrJ. Der Abg. Bach hat die Be- hauptmlg ausgestellt, daß das Zentrum nicht tolerant sei. Der Abg. Bach hat dem Worte Toleranz eine falsche Bedeutung gegeben. Der Abg. Grünewald hat gesagt, daß wir eine Volks- tümltche Politik machen müßten. Er würde uns verpflichten, wcnn^cr sagte, wie er sich eine volkstümliche Politik denke. ^iL fortschrittliche Volkspartei steht im Bündnis mit der Sozialdemokratie. Sie haben sich der Sozialdemokratie verschris- den. .Unruhe! Zwischenrufe!- Redner fordert die Regierung auf, endlich mit der Beamtenbesoldungsvorlage herauszurücken.
Abg. Dr. Wolf- Gonsenheim Fortschr. Vp.- polemisiert gegen die Abgg. 2.r. Osann, Dr. Weber uiid Dr. Winller. Tie Parteien aus der rechten Seile des Hauses seien sehr nervös geworoen, weil die Linke sich so sehr verstärkt habe.
Abg. Sch m i 11 (Zentr.) wendet sich gegen einige Ausführungen des Abg. z>t. Fulda. (Redner ist schwer, teilweise überhaupt nicht aus der Iournalistenbühne verständlich.) Es ist soviel aus iciner Rede heraus zu hören, daß er sich wieder gegen den Abg .storell-ikönignaoten wenden Er habe nicht den Herren der freisinnigen Partei den Vorwurf einer Neigung zum Kulturkampf gemacht, sondern icur der freisinnigen Presse. Ebenso wenig wolle er den Schulrat Andres angreisen. Redner sagt, daß er weder aus Hass weder aus Liebe gegen den Abg. Körell aufgetreten sei. Was er zu bekämpfen habe, seien lediglich die politischen Ziele des frei finnigen Abgeordneten. Es fei gesagt woroen, daß ein Kesseltreiben gegen den Abg. Korell veranstaltet worden sei. Ein Kesseltreiben findet aber nur. bei solchen Tieren statt, die sich durch besondere Furchtsamkeit auszeichnen. Tiefe Furchtsamkeit btfüpeji aber die Herren der freisinnigen Pattei nicht. Der Redner oerlieit dann ein Plakat, aus dem das Zentrum als „die größte Schwinolerbande der Seit" bezeichnet wird. Ihm (Redner- fei der Vorwurf gemacht worden, daß er persönlich sei. Was er in feiner Dongen Rede vorgebracht habe, hätte sich aber stets nur auf den Politiker Korell bezogen. Er sei aber jefct der Ansicht, daß es genug sei des grausamen Spiels. Ter Redner verliest zum Schluß einen auf den Abg. Korell bezüglichen Satz der „Mainzer Volkszeitung", der wie folgt lautet: „Die Politik des Abg. rtorell ist die Politik der Inkonseauenz und der Unzuverlässigkeit."
Abg. Lens selber lBbd.) nimmt den in der Kammer angegnifenen Kreisrat Wallau in Schuß. Er geht bann aus die Zigeunerplage ein. Ter Redner tritt sür eine kräftige Besteuerung der oeuertvettskörper, der Auwmaten und der Iagdgesell- chaften ein, die aus dem Austande kommen. Besonders unter den Iagdgesellschasten, die aus Frankreich kämen, befänden sich viele Lvione. Auch für eine ausgedehnte Fahrräderbesteuerung spricht der Redner.
®ic-SiJ(fiCTC^QmWcr sollten mit drahtloser Telegraphie aus- .^nn sich ein Herinflsschwarm usw. geigt' nMi SritlSl »st nötig. Ter Redner macht!
nadj weitere Ausführungen über wissenschafUiche Unter^uchung?n^
9Tbg- Erzberger (Zentr.)
©eTnmffiS zu. Es bandelt sich um das Interesse bet
ShSaS®? tbcn beu,1$cn Volkes. Tirekie Fischzüge nach Süd« ist^in^ be»iin °nirfü>.C 1 n^Cwerden Tie os,preußisch? Küste lassiat mnrhn» . h b’C ^uog von Fischereihäfen arg vernach. SrmnSfL"• v muh geschehen. Und erst recht für die Ä n Ä ; tC T Mendes Gewerbe ist und, wenn ihr nicht geholfen wird, zugrunde geht unter der ausländischen Konkurrenz. Subventionen für jede Tonne Heringe müssen gegeben werden.
...... Abg. Hoff 'Vp.)
fraiSVnk fnÄTtILiff^a-UJ ber vn.el Hekflokand und im Kieler di- Enrichadigung der Fischer für den ihr durch
die Anlagen der Kriegsmarine zugefügten Schaden.
Abg. Frhr. b. Richkhofen (Natl.) de^Hlttnos^^?--b"'r"^ Zolle? auf Seesalz im Interesse oer Heringöslschere, und stimmt im übrigen den Vorschlägen der Vorredner in der Hauptsache zu. w B ec
ePfeniiii!, eHaus'ra. . I
I r,aus:Wolii; lu^hnsro1 | ndfOu,;^ fudiihopf^ i ibriBttyro^,
OTan kennt in Deutschland die Verhältnisse in Ehina viel zu
<j"en/blr3’ofn Lehrstuhl für Sinologie hoben wir in etaa ?(Änrbtfi*®nqärbcr c’n’°c dreißig! Also möge der m <»! u nr!4t ."ur mit dem Handel--, sondern auch mit dem Kultusminister in Verbindung setzen.
Abg. Feuerstein (Soz.)
spricht im Interesse seines Heilbronner, des früheren Naumann« fcken. Wahlkreises wirksamere Maßnahmen zur Bekä.npsung der Reblaus und kritisiert die Untätigkeit des Staatssekretärs
Unterstützung bet Winzer. Ec bezieht sich auf d,e ^.enkschrnt aus dem wiirttembergischen Land« tage über dw Verluste der Winzer. Bei 45 000 Weinbau, betrieben betragen sie zehn Millionen. Neber 7600 Betriebe sind m direkter Notlage.
ES sollte ein großer Garantiesonds von 500 000 Mark für SrLr CmCn--!P 1,0,1 ®,lat eingestellt werden. Wie wir die ilrbeitS- Tn □ i .llr. S(D.l... C.". — < r». v. . .. Ä gegen die force
wn-n £ bV die Landwirtschaft Sichecupg und Existenz.
?^,„?°^den S:e bicrfur fünfhundert Millionen auf. (Heiterkeit, Rufe dev Erstaunens und ironischer Beifall rechtö).
Abg. Pauly-Eochem (Zentr.):
ES wäre besser, der Vorredner hätte für die höhere Be« «uSlänbifcfitn Weine gesprochen.
TTit ber Art der Bekämpfung der Reblaus werden die Winzer bei uns sieben sckon hinter jeder Reblaus .M u7*8 !.Ä? ^t'meate. (Heiterkeit.) Ter Redner spricht miLhrbHfih^?;OrSf<^n 8?c,ne4 un? beruft sich gegenüber dem Dove, der ihn darauf aufmerksam macht, daß hS«1?' ?-Ur Beratung stehe, darauf, daß er den aus- !ur,xc,n b,cI ac-fahrlicheres Tier halte als die
Reblaus.. (Heiterkeit.)
Vizepräsident Tove: Sie können aber dock nicht sagen, weil der Vorredner über die Reblaus gesprochen hat, will ich Über was anderes ,prechen. (Heiterkeit.)
. ^0. Pauly verlaßt zögernd das Rednerpodium, spricht aber ^,Z,r ,1^°cn<?>cr He'tcrkeit des Hauses noch auf jeder der Treppenstufen ein Wort gegen den ausländischen Wein.
„ . Abg. Dell (Zentr.)
K -°'ne weseniliHe Erhöhung des Reick>SzufchiisscS für die Zentralstelle für DolkSwohlfah r t. Tenken Sie nur an die Arbeitslosenversorgung, die Jugendfürsorge und die % nÄra?*' ^Cr Staatssekretär hat ja das Kind in die — eit gesetzt, ba mug er eS dock unterstützen. Ter Redner spricht f^.bcr Cl"x ,üci‘cr.c ^"ftabe der Zentralstelle: die Be« kamvfung der Schmutz, und Schundliteratur. Sie hat immer größere Unterstützung gefunden und auck, was ^rncVl3^-*ni]-n 60<ü den Liberalen. Da muß aber auch der Staatssekretär sein Portemonnaie etwas mehr für diese ^n?r,ra C^/mrn;Ä 11B2° F1- i't doch wirklich jämmerlich
M Volksbildunflsbestrebungcn, die in den unteren Schichten ^s Volkes so freudig aufgenommen werden, müssen & bkeSlerung unterstützt werden: Lesehallen, Volks- bibliotheken, billige und gute Theater mit klassischen eignet M ein großer Teil unserer Theaterstücke sehr wenig für diese VolksbildungSbeittebungen. Die sollten wir ruhig den Franzosen überlassen.
Abg. Rauch (Soz.)
spricht über die Unterstützung der Familien der zu FriedeKUS' * Übungen eingezogenen Mannschaften. Sie ist unzulänglich.
Nach Erledigung des Kapitels Allgemeine Fonds vertagt sich das Haus. u
Mittwoch, 1 Uhr: Ruhrstreik-Inlerpellation; ReickZamt deS Innern; NachtragSrtat für die Reichsversicherungsanstalt.
Schluß 534 Uhr.
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