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17.8.1912 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

:r. 195

162. Jahrgang

.erfcheml täglich Ausnahme deS eonntegi.

Mctcoro!ogische Beobachtungen der Station ließen.

Wetter

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ANLAGE*

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tieGietzener Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wSchenttich beigelegt, da» Krcisfclatl fir den Urei» Ziehen" ziveimal wöchentlich. DieLandsirtichaftllchen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Aug. 1912

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^^DäTBesieMS I "«onig Alber, von-' i u-^aNonsAobcl- reichbewurielleMuM Garantie der Hu- J IW Mt. 3.- bv, H. Gruber. 3k 3 __ Altcn-Vuikil M

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osse goldene Stutsi^. brikA/G,,»*- is c.

uni und für zu billigsten P"

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Was die Abcndmäntcl anbetrifft, so wird für den kommenden Herbst dierötliche ?lprikosenfarbc" Diode sein. Sie rocrDen mit gepaspelter fliüfdie am Halse und unten herum garniert Hinten werden die Scidenrückcn durch eine von jeder seile dreifach ge­legte Samtfalte unterbrochen. Aber neben diesen Mänteln wird man auch mehr als halblange Jacken mit plissiertem Samt oder gefälletem Seidenschotz tragen, die von Paris ausgegangen sind. Auch noch kürzere Jacken, für die der Name Jackett eigentlich schon nicht mehr am Platze ist, sogenannteEornplets" bringt Paris zum Herbst; sic reichen nur soweit, daß die Corsage gerade ver­reckt wird.

TasersteFrauengefängnis unter weiblicher Leitung. Nach einer Mitteilung derNeuen Frauen Korrc- pondenz" wird am 1 Eftober d. 3- das Frauengefängnis n Berlin als besondere Anstalt eingerichtet und ausschließlich weiblicher Leitung unterstellt. Zu diesem Zweck ist zum erstenmal die Stelle einer Gefängnisvmsteherin geschaffen worden. iAe preußische Justizverwaltung ist der Ueberzeugung, daß die mit der Leitung des Frauengefängnisses beauftragten grauen imstande sein werden, die gesamte Verwaltung vollständig zu leiten. Für die Vorsteherin ist eine Gehaltsstufe von 2000 bis 4200 Mark festgesetzt: sie erhält außerdem freie Dienstwohnung. An den Gefängnissen und Strafanstalten, die der preußischen Justizver­waltung und dem Ministerium des Znnern unterstellt sind, werden vom 1 Ektober ab insgesamt 15 Eberinnen angestellt sein. Da­neben sind an diesen Anstalten 15 Buchhalterinnen und 13 Lehrer­innen angestellt, die ein Gehalt von 1400 bis 2o00 Mk. beziehen.

Frauenarbeit bei einer neuen R eichsbe- börbe. Wie die Neue Frauenkorrcspontenz schreibt, wird bei derRcichsvcrsichcrungSanstaltsürAngestellte eine ziemlich erhebliche Zahl von Stellen für weibliche Angestellte gc- schaffen. Man kann annehmen, daß etwa der Dritte Teil aller mitt­leren Beamtenstellen mit weiblichen Angestellten besetzt toird. Die Besoldung dürfte nach denselben Grundsätzen geregelt werden, wie bei der Reiä>spo'tvcrwaltung. Ta dtc Angestelltenversicherung am 1 Januar nächsten Jahres in Straft tritt, werden die ersten Beamtinnen jedenfalls schon zum Herbst unberufen werden. Bei der außerordentlich großen Zahl der Privatbeamten, auf die sich die Angestclltenversicherung erstreckt, ist naturgemäß mit einer umfangreichen Verwaltung zu rechnen. Bei voller Entwickelung des Tienstbetriebes rechnet man bei der neuen Anstalt mit 1500 Beamtcnstellen. ES würden dann etwa 500 weibliche Angestellte in dem neuen Berficherungs^veig Beschäftigung finden. Die An­gestellten der neuen ReichSversicherungsanstalt sind keine Reichs- . beamte, sie werden mit Kündigung und ohne Pensionsberechtigung

Abfalls

p.Ztt.lLVMk./if: |

HolzbearbeituvE

BH. Mulle

DMessingbai üngeki in Stücken und .<» Gebrüder Dietr.. i

Fritzlar. |

Samstag, 17. August 1912

SiotohoniDrucf und Vertag der Bru'ot'schen Unwersttäl« - Buch- und eteinbnidereu 9t Lange, Steven.

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W. Nebhuth. St illodbcimcrLiru

wagen

chäftskOnl^n

kann leider nicht jeder, aber häufig wird er doch in der Lage sein, sich während des Sommers einige Flaschen Scotts Emulsion zu gönnen, die, regelmäßig genommen, ihm ausgezeichnet bekommen werden. Scotts Emulsion läßt sich im Sommer ebensogut nehmen wie im Winter. Die Annahme, sie sei zu dieser Zeit weniger verdaulich, ist ein großer Irrtum und nur für den gewöhnlichen Tran berechtigt. Ter große Verbrauch von Scotts Emulsion in den Tropen ist ein schlagender Gegenbeweis.

BePanbteite: fielnfier SlebUinabütAertran 150,0, prima atnjirtn 50A unierpboövhorigiaurrr Aalt 4 3, umrrphovphor«löaurcv Patron 5,0, pulo. Irogant 3fi, fftnftcr orab »ummi putv. 1A. Wollet l»,o, Alkohol ha». Hierzu atomati|<6e Emulsion mit Zimt», Üianoel» uno Caulibcrtaöl je 1 Tropfen.

Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

Redaktion, E^pedtNon und Truckerei: kchul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:s-E 112. XeL-2lbrjÄnzetgerSf ven.

8erk»n»< *

Was die Hcrbstmode bringt.

Eine Fülle überraschender Neuheiten wird die Herbstmode über die Frauenwelt ausschütten, nicht so sehr, was die Stoße und narben anbetrifft, sondern in erster Lime inbczug auf die mannig­faltigsten Formen und Macharten. Die Stoffe sind amcheinend erwartet man einen fühlen Herbst und einen itrengen Sinter von einer Schwere und Dicke wie selten zuvor. Dunkle färben, vor allem Blau und Braun in allen Tonen, dann Grün und Gre nabe herrschen vor, und zu ihnen gesellt sich als neueitc Farbe Stunt erröt. Bei »ostümstoffen sieht man beionders tchwere vo- mefvun« von den verschiedenartigsten Effekten und Daneben Noppen - Hoffe in vor allem bräunlicher Tonart. Neben Dinen idjrocren Stoffen behauptet sich Seide, Die immer mehr in Aufnahme zu kommen scheint. Tafset chine und changeant in neuen Nuancen, aber woblgemerkt, sämtlich in dunkeln Tonen, ,me Braun, xunkV grün, Marine und Bordeaux beherrschen das Feld Für die aus schweren Stoffen angefertigten Kostüme und halblangc Zackens mit breiten Reverskragen vorgeschrieben: Dtc Rocke tollen eng und glatt herunterfallen. Uebrigens merten, wie tdwn m bietcm rvrübiatr, Jackenkleider aus zweierlei Material en vogue bleiben. Ganz eigentümlich klingt es, daß Rock und gackelt gar nickst mit einander zu harmonieren brauchen; aber, dieje Art von sMucider^ Neidern verleihen besonders intojge eines hohen »ragens a la Muscadin einen etwas männlichen Anttnch: ein tadel­loser Luck>S ist für sie direkt Bedingung Auch Die Aermel- frage. Die in Diesem Sommer so viel ^chnnerijteitcn bereitete, ist für Die HerbstmoDe in Der Leise gelöst. Daß Der engere Aermel vorwiegend sein wird, dessen Schnitt möglichst gerade garrerfi aeformt sein soll. Tie fomvliuertcn Rammgen icheincn endgültig vorüber zu sein, und der schlichten, geraten Linie, Die wegen ihrer Einfachheit gerade so bestechend vornehm wirkt, gebührt wieder der Vorrang. Geradlinige Chiffonsamtfleider werten toor:I in diesem vierbft und auch im Sinter beliebt ,ein. Zu ihnen getcllen sich Pttnzcßtailleurs mit langer .Tunika und kurzumgurteter Schärpe Ter Schnitt der Prin;etzta,heurs i,t derart gehalten, daß Die Büste knapp gezeichnet roirD und Die 'JUnnd lang und eng find.

Landwirtschaft.

Zur Düngung des Win ter g et r ei des. Auf der Domäne Schlanstedt wurden im Jahre 1904 im Durch|chnilt von 700 Morgen pro Morgen 24 Ztr. Weizen erzielt, der­artig hohe Erträge sind, auch bei anderen Getreidearten, heutzutage nicht mehr selten, aber doch nur da zu erreichen, wo jahrelange intensive Arbeit und Düngung den Boden so in »ultur gebracht haben, daß er imstande ist, solche Erträge hervorbnngen zu können. Erwiesenermaßen hat in Wirtschaften mit so hohen Ertragen gerade der Stunftbünger ganz vorttessliche Dienste geleistet. 2. ar um mag auch jetzt vor Bestellung des Wintergetreides, welches im alb gemeinen die sichersten und wertvollsten Ernten liefert, auf die Edward Wortley Montague geheiratet, der von l^1719 im Ericnt englischer Gesandter war, dann hatte ne, nach England zurückgekchrt, jenen erwähnten bedeutenden Kreis um ,ich ver­sammelt, dem Addison, Steele, Young und Pope, die bedeutend,ttn Geister des damaligen England angehörten. Im Jahre 1739 nahm sie Aufenthalt in Italien, von wo sie 1761 zuruckkehrte. ,^ach ihrem Tote erschienen ihre berühmten Briefe, die ihr eigentlich erst als Schriftstellerin Anerkennung verschafften, wahrend ihre Dichtungen kaum Beachtung gefunden hatten.

Sur Wahl öes Kölner Erzbischofs

ftür die bevorstehende Wahl eines neuen Erzbischofs I s, wie bereits mitgctcilt, voin itönig der Eberpr.ifiden' «uot^ncinifler Frhr. v Rhelnbaben als Königlicher Bevoll- i chtigter ernannt morben. Zn ganz Preußen ist nämlidi ff Gebrauch eingeführi, bar für bie Bischosswahlen vom taittfl ein Wahlkommijsar ernannt wirb An ihn hat sich |h Domkapitel nut seinen Anfragen, ob die in Aussicht rommenen Manbibatcn genehme Persönlichkeiten sind, zu (?:iben. Er erteilt Auskunft auf Grund der Entscheidung j i Kultusministers Er macht dem Kapitel vor der Wahl j iiteilung über alles, lvas es interessieren famt, wohnt lir der Wahl selbst nicht bei Zst bie Wahl zu Ende, so fcf ärt er im Namen des Königs, ob er die Dahl beanstandet | rr nicht. Seine Anwesenheit ist deshalb wünschenswert, I f das Domkapitel nach der Wahl deren Ergebnis f<

in der Kirche verkünden kann. Hat dann der Gewählte i pdp ft liebe Bestätigung erlangt diese vermit- (t Der preußische Gesandte in Rom, Rom schickt aber die ckätigungsbulle unmittelbar an den Gewählten - so us-, der Bischof den staatlichen Treueid leisten und erhält urch den Kultusminister die landesherrliche Anerken

7 i Papst muß aber vor der Bestätigung trau wissen, wie die Person des Gewählten beschaffen und Kii die Wahl verlaufen ist. Zu diesem Zwecke wird ein bf udereS Verfahren eingeleitet, das man den Jnguisi-

oder ZnformationSvrozeß nennt Man !C)t durch glaubwürdige Zeugen oder auf sonstige Weise stzustellen, wie der Betreffende beschaffen ist Verschiedene wfönen können diese Nachforschungen anftellen, entweder b r päpstliche Nunzius oder der älteste Suffraganbischof oder rn sonst bevollmächtigter Bischof. Die Akten der Unter- fiounn gehen dann mit dem von dem Nändidaten oder I ii einem beglaubigten apostolischen Notar abgefaßten und fj.'p ihm eigenhändig unterschriebenen Glaubensbekenntnis !idi Rom. Dort prüft man die Akten. Ist die Prüfung mstig, so wird der Betresfende bestätigt und in einem jiijtftorium als Bischof verkündigt fpräkonisiert). In der pt von drei Monaten wird er dann geweiht; vor der l ikihe hat der Betreffende den Eid deS Gehorsams gegen bl Papst, den sogenannten Ebödienzeid und neuerdings bi Modernisteneid zu leisten. Mit der Weihe findet U.uii, wenn der Betreffende noch nicht Bischof war, die »itrlidjc Besitznahme des Bistums, die sogenannte In- llrimifotion statt; zu dieser ist der Bestättgte nach Empfang z r betreffenden Bulle berechtigt.

^dbe,,

Jufcr '?lrl feien bei ibr nicht nötig! Man tonne ojor in wamn dttürnvien bei ihr erscheinen, wenn man nur teilen ötiltcö in. SlTflK Ätt ioll aber Aleranter Pope das Wort am IloDn Montagne angewandt haben: Die Genannte habe alle lul- |limmgen Pope>, Der Iwfütch, aber gctltreich und verliebt war VAirückaewiesen Nach feiner VerabschieDmig aber habe er zwei kbK an feinerlnjebe.etcn brmrtft, d,'- °°rbem me iem -lnoe IlflMhirtf hatten- Dar» Die Hande der LaDv ter ^ene uno oem iViikt abbolb waren und Daß iic häufig, in blauen f ifdd 'icn. Dies bewitzelte Pope, und,Darauf wurde die Montague, Ivil Die blauen Strümpfe noch lächerlicher erlebten en als Di I imatiM?(bcnenS)änbe,Die Lad» of blue üockings / genannt.

9 Es ivirD aber auch berichtet, daß.n J®£eDtg terato tnt 16. Jahrhundert eine gelehrte Gej'elljchatt bcitanb, die uch du

3 oct et ri Delia caka" .Die Ck'fdli'dxift vom ctrumpr_ > nanntt ü. d in Der es Sitte )var. an gewissen Tagen m blauen ^rumte«m n erscheinen Auch von ihr hat man Den .hi»Dru(f bergelivte irrD^ teil ^lauftnimpf" w mit Der Literatur in Die engne Ver ?i.iDnng gebrach:. Wahrscheinlich hat LaDv Montague. Die lang' ^Üt in Venedig lebte. Die Gnvohnbnt von Dttjer gelehrt in Gi- ^.llschaft mit tn ihr Vaterland hinübergenomm.cn Da mag sich »s Won leicht als Bezeichnung tur jcktrirtstellernte rfrauuL mächtlidj und spöttisch zugleich, oct^eburg ri habcm - » wütenderen Ruhm verdiente Die. Lady jiDunalte' ^cr Dadurch, boeü sie ihre Kinder impfen ließ und Dadurch Die ^mpning i England populär machte. Sie hatte in MomtantinoDe , mo iu _ Cbattiu tes englischen GesanDteii lebte, dtc -chutzvockinimvmng fannen gelernt. 1689 zu -ihore^bn ab ^2? 7^ten & Svelyn Pierrepont von Kingston geboren, halte ,ie Den ^orD

ter zu halten. Elegant» nein karosswri

Märkte.

(ttirf en, 17. Slug. T orftberi n'uf feutigem L'ocheii- morfte io'iete . Butter DaS Ihmb 1,251.352.f. vübnereter I ctu 8-9 1 ta 2 etücf Enteneier 1 Ltück lu-0 Pig., Öaiifen« IEl 20 BU Hafe Da« Stück 68 tf*. Käsematte 2Stück d6 B'a. rauben pr Pr. (,ho-1,<hi Mk^, r übner pr. Ct. 1^0lA» Mr., Lahnen vr. etürf (>,MO-1,SO 9)iL knien pr. cl M.

b änfe Da« Pld. 00-00 11 gw C*|enflei|(fi vr. Ild. 92100 l' indfleisch vr. SMuiiD 9094 Htu Huh'leifd) 80 b« u ^ .mveine- t.cifd) vr. I hm) Hi110 Uch, Mail'* eilet) vr. -D. 926 . 6, vanimelsleisch vr. Itd 7090 11^ Martofieln vr. 1 -0 8.00

bis 10.00 L'lk., Weißkraut da» Stuck 15 bi« SO Bich. Zwiebeln ver gtr. 9,0010,90 Mk. Milch Da« Liter 23 1Dlufie 100 etücf GO-Ou i-fgw ver Ztr. 0-00 Mk. Gurken 100 SNick! 1.50 L OO'Mk, Bohnen Da« Pld. 1500 P«g. Birnen Da« Pinnd 15 Di« 20 Pig. Pflaunien Das Pfund 10-15 1-lq. Plarktzeit von 7 bto 1 Uhr.

Die riten. AaP7Iq -Ind am Sonntag. 18. A*g. 1912. (itehenden ÄC1 LlV von 12 Lhr nutiag'* *» s U . ur nncJit» nur lur dringend*- Küll« sicher inzntrelTen: D

I>r. Geyer. Seitenweg 64.

SnnitAtsrat l»r. Ziiwer, GocthMtriLoe 10.

Verantwortlich fürFeuilleton" undVermischte«": I. B.: August Goetz.

CufttdHffobrf.

Eine Umwälzung im Flugwesen? _

VonvertrauenSwiirdiger Seite* geht der ,Tögl. Ndsch ' folgende Tlilteilung zu:

Eine wichtige Erfindung auf dem Gebiete der LustschiN' fahrt, die besonders für militärische Zwecke von großer Be Deutung werden durfte, beschäftigt schon seit längerer Zeit unsere Heeresverwaltung. Es ist nämlich, wie wir hören,! einem deutschen Ingenieur gelungen, ein Luftfahrzeug» zu konstruieren, DaS sich Durch einen sinnreichen Mecha- mSrnuS längere Zeit bewegungslos an einem be- t imin ten Punkte in der Luft halten kann. Das Luftfahrzeug, DaS in seiner äußeren Form sowohl, als auch nach seinem inneren Ausbau erheblich von den jetzt im Ge- brauch befindlichen Aeroplanen abweicht, soll in der Lage ein, an jedem beliebigen Punkte im Luftmeere stillzustehen und in diesem Stillstände geraume Zeit zu verharren. Tie bisherigen Flugzeuge müssen in der Lust bekanntlich stets in Bewegung gehalten werden; hört diese auf, so bleiben nur Lturz oder Gleitflug übrig. Tie neue Erfindung würde falls sie sich bewährt für die Ucbermittlung der Schuß- beobachtung durch relefimken ober bestimmte Zeichen für unsere "Artillerie von iveittragendem Werte werben.

Die Mitteilung Hingt ziemlich unglaublich.

Universitäts-Nachrichten.

Göttingen. Wie ivir Horen, hat Professor Dr. meb. Hari Hirsch, Direktor der medizinischen Minik in G öt tin g en, den Ruf an Die Universität Tübingen als Nachtolger von Pros, v Romberg abgelehnt. . v m . .. m .

Wien. Dem Vernehmen nach roirb Projeßor Tr. Paul Kretschmer, Erbinarius Der vergleichenden Sprachwissenschaft an Der Wiener Universität, Dem Ruse nach^B o n n keine Folge leisten. Er sollte hier an Stelle von Prof, ^olmjen treten. wandern und Reisen, vader und Sommerfrischen.

Salzungen, 16. Aug. Bi« heute sind 4016 Per­son e n int K u r hier eingetrofjeu.

großen Vorteile ter künstlichen Düngemittel Incr binpcmiejeit fein. Den höchsten Reingewinn bringt tn Der Siegel Du -3oll- Düngung mit Stickston, Stall und Pdorphoriaure '.'In Pte'-wter saure und Dem billigen Sali, Da-.' alle Pflanzen tn größter Menge gebrauchen. Darf nicht gespart werden, während Der teure Stickstoß nach Bedarf zu geben ist.

Höchste Temperatur nm 15. bi« 16. Aug. + 17,0' C.

Niedrigste , , 15. , 16. , " + 12,1 0.

erfolgen, das Domkapitel ist an bie Liste nicht gebunden Anderseits wird jedoch behauptet, daß die Regierung sämt­liche ."taudidaten streichen und die Einreichung einer n eu en Liste beanspruchen kann. Hat das Domkäpttel innerhalb dreier Monate die Wahl noch nicht vorflenommen, so kann der Papst im Einverständnis mit der Regierung den Bischofs- tubl frei besetzen

Wichtige Bestimmungen für die Bifchosswahl traf P a p tt Leo XIII noch kurz vor feinem Tode, indem er im Fahre r.MXJ alle Domkcrpitel verpflichtete, unter Vermeidung derLaHlälterertzerrenund kränklicher Kan­didaten möglichst junge Bischöfe zu wählen, da­mit eine gewisse «Stabilität in der Verwaltung der Diözesen nntretc. Jedes Domkapitel wurde auf diese Bestimmung verpflichtet und angeordnet, daß in Zukunft biefc Verord­nung vor der Wahl den Ma^itularen uerlefen werde. Eine andere Bestimmung hält dem P a p st das ausdrückliche Bestäugu ngsrecht vor und verpflichtet bei der Be­kanntgabe der Wahl, dieses ausdrürNich zu erklären.

Der ersteBlaustrumpf".

Labil Montague, bie am 21. August vor anderchalb Jahr- I unterteil gestorben ist. Die berühmte englmte xichtenn uno U Schriftstellerin, hat trotz Der BeDeutung ihrer Lerke, Dtc bi» in I ie neueste leit zuletzt 1892) immer wieder in England neu- lUnirfr nmrDen, Den gröiiten, unD zwar 8^

I j« Urheberin der BezeichnungBl a u lt t u m v i J jnteii wobei es freilich unentschieden bleibt, ob sie selbst die k bieidnun-.a erfand oder Der Anlaß zu ihrer Erfindung war. i rr Lesarten Darüber sind verschieden Nach der einen 1

idt Sahn Montagne im Jahre 1730 c'nen der glanzenditen it.rarischen Salons in London, den Die einteimiiAcn wie Du Truhen rühmll eiten der Wissenschaiten und Munitc cinrtg le« Eimr Dieser Reisenden weigerte sich indessen, bei |cmcr \\ tlc flüchtigen Durchreise in diesen toeij clnzutrettn, bannt I utschulDigend, daß er noch int Renekoltum 1er. det Dieter c raenheit nun soll La Du Montague gejagt haben. Zeremonien ibr nid,t nötig! »on könne s°gor,n bl-urn

Die Wahl selbst ist in den alten Provinzen Preußens rrch Die Bullede salute animarum" vom IG. Juli 1821 Lgelt. Den Domkapiteln wurde das ihnen früher genom tue Recht, den Bischof zu wählen, nirüdaegcben. Wenn also ncr von den preußischen Bischossstühlen erledigt ist, so nb alle Mitglieder des Domkapitels, die ivirklicheii wie Die hienmitglichet, ermächtigt, binnen drei Monaten einen , iiDigeu Manu zu wählen, der Die durch die Kircheuaesetze empfiehlt Illiii forderlichen Eigenschaften besitzt Dafür müssen die Wähler d- vor der Wahl darüber Gewißheit versckjafsen, ob hie ur die bischöfliche Würde in Aussicht genommenen Per» iilichkeiten dem stönig nicht mißfällig sind. Es findet jnn die fogenanntc irische Weise der Wahl statt, )o mannt, weil diese l80(i bei der beabsichtigten Wieder- rftellung der irischen Domkapitel zuerst vorgeschlagen lirde; das Domkapitel reicht innerhalb eines Monats, an dem Tage der Erledigung des bischöflichen Stuhles n gerechnet, der Regierung bzw. dem Landesherrn eine iftc der in Aussicht genommenen Kandidaten em, und achdem die minder anacnehmen Personen gestrichen smd, xihlt das Kapitel aus den übrigen. Der Landesherr muß ioitj eine zur Vornahme der Wahl genügende Anzahl, te h lindestens zwei, stehen lassen. Die Perständrgung ztvischen er Staatsregierung und dem Kapitel kann auch auj m u n o - i c m Wege durch den landesherrlichen Wahlkommifsar