Ausgabe 
15.6.1912 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 139

Erich«inl 12-71 ch mit Du«nahm« *d Eenntogk

leJ,®Mbeti(l1!8rk

ling ich bcn Besuch eines Herren von der deut s chen Bo t s cha ft.

L LLIIRMA ' Angel rnheit mit größter Diskretion bei mir verbrachte;

3 $5 ÄS L Ik I i ich hielt aber auch jetzt daran fest, daß der Staat burdxnte das

Die nach« A amaIa sind am Sonntag, IG. .Juni 1912, stehenden »vl ZjIv von 12 Uhr mittags bi* 12 Uhr nacht

nur für dringende Fälle sicher anzntreften:

0"/<

Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.

Wetter

Regen

stoaner

varclay Rauntiaers Bericht über seine Reise in Arabien

, jtalia. *

scheint's, den

n

io io io

Alter von und Schorle-

Höchste Temperatur am 13.

Niedrigste , 13.

lUbaftWn, Expedition und Druckerei: Schal» ftratze 7. Expedition und Verlag: 6L

Redaktion: L^silL T«l.-Ildr^AnzeigerEleßen.

Recht habe, sich dem Berkaus zu widersetzen. Nach meinem Rücktritt vom Ministerium hat das zuständige Departement, wie es scheint,

den Standpunkt geändert. 9?un besitzt das Kloster das Gemälde nur als Depot, kann es also nicht verlausen. Dies hat der Stifter des Gemäldes in der Stistungsurkunde überdies ausdrücklich so lefiinimt. Der Berkaus des Gemäldes wäre also eine niedrige

Berkaus und die Abtretung von Gütern des genannt en Patronats untersagt. Das Eigentum an dem Gemälde sei keineswegs -weisel- hajt. >

ZE

Challier Stad7

Der Kaifcr in Hannover.

Hannover, 14 Juni. Der Kaiser traf heute mor­gen um 7i» Uhr im Automobil auf der Bahren Walder

Tie Jungfrau von Orleans ist viermal monumental verewigt worden, aber schon bemerkt derGaulois", an diesen Denkmälern dürse man sich nicht vergreifen, weil sie die französische Vater­landsliebe symbolisieren! Aber wenn man selbst alle diese über­zähligen Denkmäler beseftigt, was wird man dann schon groß erreicht haben? Liegen doch bereits jetzt wieder nicht weniger als 33 Anträge auf Errichtuirg von neuen Denkmälern in Pans

vor! Bald wird die Verherrlichung der Toten, Lebenden£uft und Licht benehmen".

Hk. Ein Kistengrab, das wohl ein 4000 Jahren haben dürste, wurde zwischen Görzig

Arbeiterbewegung.

Ter AuSstand in London.

Loudon, 14. Juni. Wegen des Geburtstags des Königs wird wenig gearbeitet in den Docks, nur bei einigen Schiffen wird gearbeitet, deren Abfahrt eilt. Bei einer Versammlung der Streikenden in Tower­ft ill erschien eine große Abteilung der fogc nannten Polizei, welche die Streikenden organisierten, um ihre Interessen gegenüber der Organisation der privaten Polizei der Unter-

Samstag, 15. zunt 1912

ÄetatÜHtlbnjef und vertag bet Stühlchen Unwersuä!« - Buch- und 6ttinbruduti.

R. Lang«, Meßen.

Dr. Steinreich, Neuen Däne 25. Dr. Stahl, Süd-Anlage 7.

Die Bekämpfung der Tuberkulose.

Berlin, 14. Juni.

Unter Teilnahme von Regierungsverlretern und Mitgliedern aus allen Teilen des Reickies jand beule vormittag im Reichstags gebäubc die 16. Generalversammlung des Deu t s chen I e n l r a l - kam itces zur Bekämpfung der Tuberkulose statt. Dr. Delbrück eröffnete die Versammlung mit einer kurzen Ansprackx, in der er mit ehrenden Worten den verstorbenen Mit­gliedern von dem Knesebeck und Gelwimrat JV r a e » I e l gc- backste und die erfreuliche» Foktschritte der Anskunsts- und Für sorgestellen sowie die Unterstützung durch die Rcick-Sgesctzgebung hervorhob. Nach dem vom Generalsekretär Professor N»einer erstatteten Geschäftsbericht fair 1911 wurden Beihilfen in Höhe von 83 000 Mark bewilligt. Das Präsidium luirb auch in Zu knnst große Sparsamkeit walten lassen müssen. Gegenwärtig sind für erwachsene Lungenkranke in Deutschland 138 Heilstätten mit 14 079 Betten vorhanden. Fünf Anstalten nehmen Kranke vei schiedener Stadien in 432 Betten auf, für Kranke mit vorgeschrit­tenen Krankheiten stehen in 128 Anstalten Abteilungen in den Krankenhäusern zur Verfügung. Für tuberkulöse Kinder sind 21 Anstalten mit 1352 Betten vorhanden, für Tuberkulosever­dächtige und Bedrohte hundert Häuser mit 8644 Betten Die Zahl der Walderholungsstatten ist aus 99, der Waldschulen auf 26 geftiegen. Die Auslese für die Heilstätten findet in 33 Beobach- tungs- oder Durchgangsstationen statt.

Im Anschluß an die Bekanntgabe des Jahresberichts erstatteten die Rechnungsrcvisorcn ihren Bericht, worauf dem Vorstand Ent­lastung erteilt wurde. Die Neuwahl des Ausschusses wurde den Vorschlägen des Vorstandes gemäß bestätigt.

Hierauf hielt Geheimrat Dr. Dietz (Darmstadt), der Vor­sitzende der Landesversicherungsanstalt int Großherzogin m Hessen, einen Vortrag überTuberkulosebekämpfung int Mittel­stand". Er faßte seine Ausführungen dahin zusammen, daß die Kommission erwogen habe, mit den Vertretern der großen Mittel­stands-, Beamten- und Wohlsahrtsveichände die Bildung eines Organisationsausschusses zu beraten, der berufen sein soll, btc Frage der Bekämpfung der Tuberkulose unter dem Mittelstand eingehend zu prüfen und von einer Zentralstelle aus die erforderlichen Maß­nahmen in die Wege zu leiten.

An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache, an der sick u. a. Dr. Liebe «Waldhos Elgershausen) beteiligte, der mit der Zusammenlegung von Patienten aus dem Arbeiter- und dein Mittelstand schlechte Erfahrung gemacht hat, und daher für Tren­nung eintrat.

Wenn Shakespeare noch lebte. . . Max Rein­hardt, der von Paris aus einen Abstecher nach London unter­nahm, hat dort die ersolgreiche ShowShakespeares England" besichtigt und einem Interviewer sein Entzücken über das Ge­sehene ausgedrücki.Solche Wiebererweckungen pflegen leiten wert­voll zu sein," äußerte sich der Theater-Napoleon,aber hier ist das, was sonst fehlt: Stimmung. Ich wandere durch die winkligen, dunklen Gassen der Tudorstadl und ich fühle mich als ein Burger vergangener Zeiten. Am meisten hat mich das Globe-THeater gcfcifelt. Die Inszenierungen sind wundervoll. Natürlich ist da nichts von der An und den Methoden, die mir teuer sind und die ich bei der Inszenierung eines Schauspiels anwende; aber das ist völlig echt. Zu Shakespeares Zeften gab es noch keine der Mittel und Kräfte, die uns heute zur Verfügung stehen: aber man wird mir verzechen, wenn ich meiner Ueberzeugung Ausdruck gebe, daß, wenn Shakespeare heute lebte oder damals unsere I n sz e n ie r ungs mi ttel be­sessen hätte, er seine Dramen genau so zur Dar» Heilung gebracht hätte, wie ich es tue." Wahr­scheinlich ....

kf. Großauträumen unter den Pariser Denk­mälern. Jetzt wird doch den Parisern selbst schon vor der lieber» schwemmung ihrer Stadt mit Menschenbildern aus Bronze und Marmor allmählich angst und bange, und in der Präfekturverwal- tung tragt man sich ernstlich mit dem Plane, ein Großausräumen unter den Pariser Denkmälern vorzuuehmcn. Fürs erste möchte man wenigstens einmal bujenigen Denkmäler beseitigen, oder wenn itc icmanb nimmt- verschenken, die eine und dieselbe Person in Paris mehrere Male verewigen. Und diese Fälle sind keines­wegs vereinzelt. Voltaire z. B. zeigt sich den Parisern in nicht lveniger als vier Statuen, Diderot in zweien, Alfred de Müsset können sie an drei Orten bewundern und Lamartine an zweien.

nehmet zu schützen, bewaffnet mit Knütteln, unter dem Vorcmtritt einer Musikkapelle Ein Fußtet machte bekannt, das 2000 Leute im Southwatk gebullt worden seien und fügte hinzu, daß er von der Polizei belangt werden iviirbc wegen Uebertrctunfl der Parkvotschriften Der Führer her Gewerkschaft der Dockarbeitet erklärte, wenn der Streik über das Ende der Woche hinaus andauere, würden am Mon­tag alle Eisend narbeiter streiken Die An­kündigung wurde mit Beifall auf genommen Sie ist wahr scheinUch eine leere Drohung, da keine Bestätigung aus anderer Quelle vorliegt.

da sie in dem bärtigen und schmutzigen Araber nichts anderes als einen zudringlichen Bettler sahen. Es kostete den Tönen Mühe, das Mißverständnis aufzuklären.

Was die Ergebnisse seiner Reise angeht, so hat er eine gute Karte über seinen Weg ausgenommen, der größtenteils bisher von Europäern noch nicht begangen worden ist. Besonders ist es ihm gelungen, die genaue Lage einer Reihe von Städten im Innern sestzustellen. Photographien hat er nur wenige mit­gebracht, weil ihm auf der Reise bedeutet wurde, er sei ein Mann des Todes, wenn er solche Künste versuche. Im Herbst wird Barelav Raunkiaer auf die Einladung der königlichen geographi­schen Gesellschaft in London vor dieser einen Vortrag über seine Arabien-Reise halten.

Witz (Kreis Köthen) bloßgelegt. Nach derUmschau" ist es aus schweren Steinen zusammengesetzt und mißt 1,65 Meter in der Lange und 1 Meter in der Breite. Gesunden wurden mehrere sehr gut erhaltene Urnen, mehrere Bronzegegenstände und die Nachbildung eines Steinbeils aus Bernstein. Der ganzen An­lage nach dürfte es sich um das Grab eines Häuptlings handeln.

Die schönen und die häßlichen Mädchen. Es war, so erzählt dieKöln. Ztg.", in einer Weißwarensabrik in Neuyork. Hundertundzwanzig muntert amerikanische Mädel waren dort angeftellt, schöne und weniger schöne, wie es die Natur nun einmal gewollt hat. Aber über sie regierte ein Aufseher, der nur für die Schönheit Sinn hatte und die minder schönen Mädchen nun einmal nicht leiden konnte. Er gab ihnen nur schlecht lohnende Arbeit, wenn sie auch noch so geschickt und fleißig waren, und hielt die fetten Bissen sorgkch für die Schönen unter seinen Arbeiterinnen zurück. Eine Weile ertrugen die minder Schönen schweigend solche Ungerechtigkeit. Tann taten sie einen Schritt, der in der Geschichte der Frauenbewegung ver­merkt zu werden verdient; sie wandten sich nicht etwa an den Besitzer der Fabrik, noch an irgendein anderes männliches Wesen, sondern an ihre schönen Kolleginnen und klagten ihnen ihr Leid. ,A>br seid schön," sagten sie ihnen,doch wir müssen unter eurer Schönheft leiden; verträgt sich das mft eurem Gerechtig­keitssinn?" Und die Schönen vernahmen mit Freuden, daß ihre eigenen Kolleginnen sie schön nannten, und beschlossen ein­mütig, ihren minder schönen Mitschwestern zu Helsen.Wir legen mit euch die Arbeit nieder", ammorteten sie ihnen,bis euch euer Recht geworden ist." Und so geschah es. Alle hundert- zwanzig Mädchen traten in den Ausstand für die gleichmäßige Sßerteüung der Aufträge ohne Rücksicht auf persönliche Schönheit. Tie Schlacht wurde glatt gewonnen; die Firma wies den Auf seher an, in Zukunft seinen ästhetischen Geschmack bei der Ver teilung der Arbeit aus dem Spiele zu lassen. So hatten sie beioe gesiegt, die Schönen und die minder Schönen, und die letzteren hatten noch einen moralischen Sieg dazu gewonnen.

obi|.

«'»fahrt

13. Juli 1912

1 Bundes- und ^hiessen

-21. Juli 1912 ücht werden rom ii - Club ernannt.

Mark

viele wertvolle Ehren. brauths-GegeuBUnden ;nd.

tot von

; Union

imiwaren-Fabrili Frankfurt a. X. üdebogen kostenlos, r Filiale Berlin SW Telephon Amt Moritz und 3245. iss"

Ein junger dänischer Geograph, Barclay Raunkiaer, hat eine Forschungsreise durch Arabien zurückgelegt, die zwei Monate iii Anspruch nahm und während bereit er eigentlich fast ununter­brochen in dringendster Lebensgefahr schwebte. Der junge ivoricher hat einem Mitarbeiter des dänischen BlattesPolitiken" eine j interessante Darstellung des Ganges seiner Ervedition gegeben.

Sie sühne ibn von Basra zunächst nach Jtoipeü, an denen 4 Echeft er Empfehlungsschreiben hatte. Der Schcik von soweit i zeigte sich auch bereit, ihm weitere Empfehlungen an btc Macht­haber im Innern Arabiens zu geben, aber er nahm üch bazu nicht weniger als einen ganzen Monat Zeit. Wahrendbeiien, frluiiDetc und erspähte er auf alle Weise, ob sein Galt etwa polt- tische Pläne habe; der Täne verzehrte sich inzwischen vor Un­bulb, mußte aber ganz ruhig erscheinen unb unenchstttert im Jaiar seinen Kaffee trinken unb seine Psetfe rauchen. Endlich dar er im Besitz aller Papiere und brach mit einer Kaufmanns iaramane nach Buraidah, der größten Handelsuadt im Innern Arabiens, auf. Tie Reise durch die Wüllen des Innern, btc (sonst wohl eintönig sich gestalten würbe, pflegt eine mehr,am- tagende als angenehme Abwechselung burch bie Uebcrfälle räube­rischer und fanatischer Bebuinendorden zu erhalten. In Burarbah traf bet Reisende auf einen häßlichen, einäugigen, dummen unb Prahlerischen Emir, der ihn nach Abgabe seines Eimührungs^ Ischreibens nicht etwa zu sich cinlub unb beköstigte, lottbem ihn vielmehr festnchmen unb in eine pechichwarze Golste werten ließ. Tort saß Barclay Raunkiaer ein paar -tage bei satteln unb * Baffer, unb schließlich würbe er erst von bem ftmir entlaiien, 4nachdem er ihm seinen guten Revolver und lein Fernglas ans- Seliefert hatte. Unb doch mußte er biejem Manne noch dankbar :in, denn er allein hatte um, wie er später erfuhr, vor einem Kordanschlage bewahrt, zu dem füitTScbn^etTrtgc Gläubige gegen den Giaur sich zusammcngetan hatten, ^o tonnte der Retienbe kenn seine Fahrt fortsetzen. Bei der Ankunft in der .stabt Ghat rettete ihn vor unmittelbarster Lebensgefahr nur lerne Geistes segenroart, indem er der gefährlichen Horde, die ibn cmpnng, letne Empfehlungsschreiben entgegenschwenkte nitd zugleich erklärte, er erwarte bei seiner Ankunft in der stabt mit Hammelbraten imb Reis bewirtet zu werben. Tas konnte er übrigens brauchen, kenn zeitweise mußte er sich bloß oou den Pilzen nähren, die man unterwegs fand. Weiter setzte er Jemen Zug mit einer I MataiDane von Perlenfischern fort, die er inr bas größte ^ebunen Wgesinbel erklärt, bas man sich überhaupt vorstellen tonne, al» er endlich Arabien durchquert hatte und bem eng!ildien Agenten t beit Bahrein-Inseln seine Aufwartung machte, wurde er n dessen indischen Dienern glattweg die Treppe herun-ergeworien.

vemsch-sranzösische Meinungsverschiedenheiten wegen öes Ankaufs einer Gemäldes.

Bor zlvei Jahren hat das Berliner Kaiser- Friedrich-Museum in einer öffentlichen von der spa­nischen Regierung genehmigten Versteigerung das berühmte Gemälde von Hugo van der GoesAnbetung der heiligen drei Könige" aus dem Kloster Monforte um eine Million Francs erworben. Obgleich alle Bedingungen erfüllt wur­den, wurde das Bild nicht nach Berlin abgeliefert, mit der Begründung, Staats- Und Minifterrat mußten die Gültig­keit des Verkaufes erst nachprüfen. Ein Berichterstatter derFranks. Ztg." bemerkt noch, das sei um so merkwür­diger, als die Regierung den Möncheii von Monforte selbst den Rat erteilt hatte, das Bild zu veräußern und mit dem

fc Handlung.

Der Minister für schöne Künste und Unterricht Alba erwiderte, | ber Staatsrat befasse sich mit dieser Angelegenheit, ohne sich indes bisher darüber schlüssig zu werden. Ueber bas Eigentum an dem Gemälde sei es nämlich vor langer Zeit, unb man machte die Angelegenlst.it, wie es sck)cint, auch zum Gegenstand biplo- ntatiidier Vorstellungen, zunt Prozeß zwischen bem Staat unb dem Patronat des Klosters gekommen. Dieser Prozeß sei noch nicht beenbigt. Bis ber zuständige Minister, der sich mit der Frage angelegentlich beschästige, darüber entschieden habe, könne sie nicht zur Diskussion gestellt werden.

B u r r c l erklärte darauf, derjenige, der den Prozeß an- i gestrengt habe, sei gar nicht dazu berechtigt. Der Erzbischof von Sevilla, der Gründer des Pattouats, habe ein für allemal den

Haide ein und stieg dort zu Pferde. Der Kaiser hatte die Uniform ber Königs-Nlanen angelegt. Das Regiment der Königs-Ulanen hatte Paradcaufttelkung genommen. Ter Kaiser ritt die Front ab und milmt den Vorbeimarsch in Zügen im Schritt entgegen. Es folgte ein Exerzieren des Regiments, das mit einem Parademarsch in Eskadronsfront schloß. Bei der Hebung waren auch General v. Em mich und Generalinspekteur v. Bock und Pol ach zugegen Das Wetter war unbeständig. Der Kager setzte sich an die Spitze des Regiments und führte es zu den Kaserne mente, unterwegs von dem zahlreichen Publikum lebhaft begrüßt.

Wildparks 14. Juni. Der Kaiser traf 6 Uhr 10 von Hannover kommend hier ein und begab sich nach dem Neuen Palais.

Ueber eine kleine Verschiebung der Nord­landsreise des Kaisers weiß eine Korrespondenz zu berichten. Dem Vernehmen nach wird Kaiser Wilhelm feine diesjährige Nordlandsreise wie immer in der ersten Hälfte des Monats Juli, voraussickftlich jedoch etwas später als sonst, antreten.

Ertrag das verfallene Kloster wieder in Stand zu setzen. i Allerdings befand sich das Kaijer-Friedrich-Museum bei t der Steigerung in Konkurrenz mit französischen, englischen I und amerikanischen Instituten Es siegte; was gewissen I Leuten unangenehm lvar, die vielleicht den Kauf gern rück- | gängig gemacht sehen möchten, um das Bild dann später I einem der Konkurrenten zuzuführen Der Staats rat hat schon vor mehreren Wochen beschlossen, daß das Bild | dem Käufer auszul^tirbigen sei. Der Ministerrat sollte vor 1 zwei bis drei Tagen über die Frage entscheiden. Diese Ent­scheidung ist noch nicht bekannt.

Jetzt ist plötzlich die spanische Kammer mit der An­gelegenheit betraut worden:

Madrid, 14. Juni. In der gestrigen Sitzung der Kam­mer verlangte der frühere Minister ber schönen Künste und des Unterrichts B u r r c l von ber Negierung eine Erklärung über den Verkauf bes im Kloster Monforte befindlichen Gcrnälchs van der Goes'. Ministerpräsident E a n a 1 e j a s erwiderte: Diese Frage können wir jetzt nicht prüfen, denn es ist darüber noch - keine Entscheidung getroffen worden. Es ist daher unmöglich, über den Bericht des Staatsrats zu diskutieren.

Abg. B u r r c l betonte, baß bas Gemälbe einem auslänbischem | Käufer weder ausgeliefert werden könne noch dürfe und führte l an: Während meiner Amtszeit als Minister ersuchte mich ein i- Agent um die Ermächtigung, bas Gemälbe nicht an ein Berliner | Museum, sondern an einen deutschen Fürsten verkaufen zu dürfen. . Ich wies ihn kurzweg ab. Kurz daraus suchte mich der Ordcns- 1 general auf, zu dem bas Kloster Monforte gehört, unb erklärte U mir, ich sei nickst berechtigt, gegen den Verkauf ein Veto ein» W zulegen. Ich wies barauf den Gouverneur ber Provinz Lugo an, das Gemälde unter Sequestration zu stellen. Bald uachlwr emp-

folgende Tage

zert

bis 14. Juni - + 17,2 d . 14. . - 4" 1L8 ° C.

e*S KO ««M

, Ohm.

ö ab n Uhr

MM

sicher.

nnbet einer der so beliea

eh Bälle

)e gegen 5 W früh.

schütz

iben.

I fr*.

^baft für Luft.

verAbschied der deulschenGeschwaders vonNewyorr.

New Pork, 14. Juni. Rearabmiral Winslow schenkte bem Könterabrniral v. Rebeur-Pa schwitz ein Bilb, bas ben Moltke" unb bieLouisiana" vereint barstellt.

An ben Bürgermeister G a y n o r telegraphierte ber Admiral:

Niemals verließen deutsche Schiffe einen Hafen nach schönerem Ausenll-alt, als das Geschwader New Bork, bas bie glänzenbe Gastfreundschaft vollendete, bie von ben ilameraben der amcri [amidKit Marine begonnen worben war." Der 91bmiral bankte sobann im Namen aller für bie unocrgeBlidjcn Stunben. In einer weiteren Abschicbsbolschaft dankte v. Rebeur-Pasck)wib imdp mals für bie überaus große Gastfteunbschoft. Er hoffe, bie Flotte habe ihrerfeits beroiefen, wie warm bie Freunbschaftsgefühle Deutsch Hands jur Amerika seien. Er hoffe auf ewiges Anbauern biefer Beziehungen. Präsident Taft ließ keine Gelegenheit vor- übergehen, ohne der Flotte bas größte Wohlwollen zu beweisen unb ohne auf bie Herzlichkeit ber Beziehungen zwischen ber beut- sckstn unb ber amerikanischen Flotte hinzuweisen.

Bürgermeister Gaynor fanbte aus bas Abschiebstclegramm des Kontreadmirals R e b e u r - P a >' ch w i tz solgenbes Aiftwort- tclcgramm: ,^JHre liebenswürdige Abschicbsbotschast hat uns er freut. Wir werden Sie unb alle Ihre Offiziere verniissen; denn unsere Gefühle Ihnen gegenüber würben mit jeber Stunbc Ihres Aufenthaltes wärmer."

Der Streit um die Präsidentschaft in Amerika.

Chicago, 14. Juni. Die Erbitterung znnschcn den Anhängern Roosevelts und Tafts hat ihren Höhe­punkt erreicht. sJlaci) heftiger Debatte lfprach das Nattonal- tomitee Taft weitere Delegierte zu. Später kam es zu einem Faust kampf zwischen drei Anhängern Roosevelts und Anhängern Tafts.

New y ü r f, 14. Juni. Roosevelt erklärte, er reife am Nachmittag infolge unzähliger Depeschen nach Chicago und werde den Kampf persönlich leiten. Das Vorgehen des 9tationalkomitees gestalte die Frage akut, ob das Volk oder eine Handvoll Politiker den Kandidaten auslvähle.

Washington, 14. Juni. Präsident Taft erklärte, es gebe kein Kompromiß. Nach seinen Informationen werde er im ersten Wahlgange nominiert werden.

i

Mtenff

itoö8*

v noch bis b v gw I '^" o-ätigen » ; 3^'

Zweites Blatt (62. Jahrgang

rieIt6tnet Familien blätter »erden dem

.Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, bat V/ W W' E B & M W' JL

wErt«.sbIatt |ir ben Kreis «letze» groeimal 11 V V V V J V

wöchentlich. Die ,.ramd«lrt1chastllche» Lett- fl-. r

fragen" erfchemen monatlich zweuncft. 6dlCT(ll*Anzeiger für Oberhessen

Juni | 1919 ll

löarometer auf 0° reduziert

c

6 E tH

der Luft

Absolute Felichtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

*6

14. 2;

748,7

14,8

9,1

72

WNW

2

14 i*

745,1

12.6

8,1

74

W

2

15. '<"!

1

742,8

184

9,4

82

SW

2

I