Ausgabe 
13.7.1912 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

162. Jahrgang

Drittes Blatt

Kr. 165

Ain-z zu stellen

»rünbuna bcr Vorlage wird ausgeführt: foordilximcr Brücke bei Koblenz und der Kaiscr-

luiliin- ---------

Geisenheim 0,95 km lang.

projektierten Bahnanlagen haben vorerst nur nrr «Knr.irbcitcn ermittelt werden können und!

kl.ß VHUWl ich v vuiu vin ,

htaen. Die Röcke sind zwar drapiert, aber doch .wemhd) eng, deshalb, damit man bequem darin gehen kann, gewöhnlich

Lrauen-LettiHeton

Kleine Modcncuheiten.

i i

1 ein Bad oder ii ineSommerfrucht ) versäumen S» icht, sich bei Ai- agen oder bei rospekteinforder- ngen auf die An­eigen im Gießen«: Inzeiger zu be­ziehen!

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DeGießener ^amtlienblLtter" werden dem .Anzeiger' viennal wöchentlich beigelegt, das ' Krcisblatt für den Kreis «iehen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen nwnatlich zweimal.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Bering: fc*ö51. Redaktion.^SIIL Tel.-AdruAnze,ger«»esen.

M Von

*1

Samstag, 15. Juli 1912

Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersuätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Vießen.

Die ganze Strecke RüdesheimSarmsheim wird 8,8 km i Lna, wovon 5,9 km auf hessisches und 2,9 km auf PreußiAes Kbift zu liegen kommen. Die Abzweigung bei Ockenheim wird $ km, diejenige bei Geisenheim

Die Kosten der ~, - _

ijt Grund allgemeiner Vorarbeiten ermittelt werden tonnen

Standgericht.

# Gießen, 12. Juli.

Gestern vormittag sanden in der Zeughauskaserne vor dcni Standgericht zwei Verhandlungen statt. Ter Gerichtshof bestand aus Major Frei Herrn v. Bibra als Vorsitzendem, Hauptmann Stephan und Oberleutnant Wolf als Beisitzern. In der zweiten Verhand­lung trat an Stelle des Hauptmann Stephan Hauptmann v. Pentz. Als Gcrielstsosfizier und Anklagevertreter war Leutnant Memtz bestellt.

Wiederholte Ko ntroll e n t zi ch u ng.

Ter Reservist I. G. aus Raunheim bei Wetzlar ist wieder­holt wegen Mcldevergchens und Nichtgestellung zu Konttollvcr- sammlungen vorbestraft. Er hat sich wegen Kontrollentziehung in den Jahren 19091911, also in 6 Fällen, zu verant- ro orten. Einen Grund zu seiner Entschuldigung kann der Mann nicht angeben; er wird nach Antrag des Vertreters der Anklage wegen unerlaubter Entfermlng zu 14 Tagen Mittclarreft ver-

rWiiir

Eine Dame, die in Paris in der Taille ging, wäre ehemals tir eine Fremde gehalten worden. Das hat sich gam Mlub rudert: die Pariserin hat das Jackenkostüm abgelegt und sich i-nur der Taille zugewandt. Das Kleid, das sie letzt tragt, 14t die Einfachheit des früheren Jackenkoltüms unb_ ilt in un- nffälligen Farben gehalten. Es besteht meistens aus ^eide, häufig us glänzendem Satin in schwarzen oder marineblauen Farben- :rn, und zuweilen auch aus schwarz-weitzkariertem oder blauem tefrct. Die Taille ist ziemlich kurz, am Halse ist Jte tret, inw !r einen Umlegekragen aus Musselin oder Spitzen: die ^chu"^ hb verbreitert, die Aermel ziemlich lang und nach der vano zu ni Als Öiürtel wird dazu ein andersfarbiges Moireband ge-

betragen danach für die Stammlinie RüdcsheimSarmsheim 9 863 000 Mk. Von diesem Betrag fallen nach dem oben an­gegebenen Maststab auf das Reich 7 397 000 Mk und aus Hessen und Preusten zusammen 2 466 000 Mk Dem Anteil jedes der beiden Staaten treten für Hessen die Kosten für tue >burve bei Ockenheim mit 850 000 Mk. und für Preusten biejcmgen der Kurve bei Geisenheim mit 835 000 Mk. noch hinzu. .

Die tioften verteilen sich nach einer von der Verwaltung der Hessisch Preußischen Eisenbahngemeinschaft vorgenommenen vorläufigen Verteilung wie folgt:

Hessen .... 4 670 000 'Dit. Preußen . . . . 5193000 Davon das Reich Davon da? Reich 3 895 OOP ,

Hessen im ganzen 2 018 UOO 'Dit. Preußen im ganzen 2 188 OuoJDIL

Die Baukosten sollen demnächst auf Grund ausführlicher Vor­arbeiten noch genauer festgestellt werden. Später soll dann der Anteil des Reichs zur einfachen Abrechnung in einer Pausch- ummc festgesetzt sperden. .

Rund 2 Million Aufwendung für eine Bahn, die ,n Hessen keine Station erhält und in erster Linie militärischen Zwecken bient, bedeutet nach unserer Ansicht für Hessen eine imgcrccbt- ertigte Belastung. Da die neue Bahnlinie in eisenbahntech­nischer Beziclrung hauptsächlich bei Verkehrsstockungen und Sper­rungen in Bcttacht kommt, sollten billiger Weise auch ine Sroftcn von den beiden Verttagsstaaten nach dem Verhältnis getragen werden, wie sich der Vorteil auf sie verteilt. So aber sollen Hessen und Preußen zu fast gleichen Teilen herangezogen werden. Tie Stadt Bingen wird von dem Staatsvertrag besonders ent täuscht sein, da damit ihre Wünsche auf Erlangung einer festen Rheinbrücke wohl für immer beseitigt sind.

DS telnftkmVr iriUnlbtC^% 'rnS,e w'i ü "S'SHiH'

^ÄaU;

Eiehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheften

Neben dem Weist und den eigentlichen, gary Hellen, ganz Jifiten Sommerstoffen erfreuen sich gegenwärtig schottisch vierte Stoffe wieder wachsender Beliebtheit. Besonder-- -li tbt für .Beider sind grostkariette Sural7-Eco,,ais mit blau- inknen Untertönen und sckm»ar;en, weißen und roten Querlheiten, iiliw Zusammenstellungen, die durchaus mcht ausdringlich wirken Tellche Stoffe werden für Kleider wie ,ür Jacken verwendet, dgt tbanfo beliebt für diese Zwecke und dunkel gehaltene Ecoiwi^ rafictstosse, deren Grund blau und grün schillert. Man sieht tueflb Verbindungen mit braunen klonen Dom bunfellten Nutzbraun Isis zum hellsteii Goldbraun, wobei Blau und Marineblau mtt km braunen Ton changierend für Abwechslung wrgen- Auch helil- und Dunkelbraun nebeneinander, durch wertze schmale.^treiren

urteilt, , .

Eine bestrafte Ohrfeige. .

Ter Sergeant M. von der Leibkompagnie des 116. Jnf.-Regts. kam am 15. Mai d. I. morgens 5 Ubr in Gesellschaft zweier anderen Sergeanten aus einer Wirtschaft in der Sicher «Straße, wo man Verlobung gefeiert hatte. Sie scherzten und machten Witze Da begegnete ihnen ein Student in Couleur, der glaubte, die drei lachten über ihn. Er stellte den Sergeanten M. und frug ihn nach dem Namen. Der Gefragte ging zuerst weiter, als der Student aber zum zweitenmal fragte, gab er ihm eme Ohr­feige. Der Student begab sich zur Kasernenwache, um den Namen des Täters feststellen zu lassen. M. aber ging um die Kasernen- irad-e herum und benutzte die Nebenpforte in der Kaiser-Allee. Leutnant Kienitz war der Ansicht, daß ein minder schwerer Fall der tätlichen Beleidigung vorliege, den er mit einer Geldstrafe von 5 Mark für gesühnt ansehen würde. Der Genckstshof er­kannte jedoch aus eine Geldstrafe von 30 Mark. Man könne sich nicht darüber Hinwegsetzen, daß die drei starken und grasten Sergeanten sich einem einzigen Menschen gegenüber ßeiunbcn haben, weshalb zum Austeilen einer Ohrfeige keine Veranlassung vorlag. In Rücksicht auf feine gute bisherige Führung und in Rücksicht auf die ganze Situation rechtfertigt sich die erkannte Efeldstrafe. M. erklärte, gegen das Urteil Berufung entlegen zu wollen.

Trasalgarplatz wurden von der Jugend als Freibad benutzt. Tie Richter und Anwälte brachen mit der alten Ucberluierunfl und legten bei der unerträglichen Hitze ihre schwarzen Jllongc-» perruefen ab.^ ylus Halifax (Neusckwttlandl wird ge­meldet: Die Endstation der von Halifax nach der strotze von Causo sührenden Eisenbahn ist Donnerstag nachmittag öuraj Feuer verstört worden. Tas Eisenbahngcbaude, die Piers, etwa 20 Wa. en, zwei Hotels und mehrere Wohn- und Gesckwtts- häuser sind verbrannt Tie aus der anderen '»eite der Straße der Station gegenüber liegende Hatcnstadt Hawkcsburg wurdc nur durst, einen Windwechsel gerettet, nachdem bereits mehrere Brände durch Funken entftanben waren.

* Spiritu s e x p l o i i o n. Am Freitags mittag goß eme* 70 Jahre alte Frau ui Zuffenhausen bei Stuttgart, die sich bei ifrrci I h iteten Söhnen voritbergeljend autfcftlt, nt ein sogenanntes .'lolstenbLgeleisen, Spirit ns Dadeiexplo- diene diM Gefäß. Ter Frau verbrannten die Kleider buchstäblich aus dem Leibe. Sie wurde mit üblichen Brandwiuiden in ein Hospital gebracht. \'Uid) die Kiewer eines l'/ziahngen En els, der spielend in ihrer Nähe weilte, ringen Feuer, wodurch das Kind schwere Brandwunden erlitt. Ein zweites Enkelkind, eindrei- jähriger Knabe, wurde an den Händen und dem Kops cbentall* bedeutend verbrannt.

Kleine Cagerchronik.

Der Kasscnbotc H a a s e in B c r l i n , der nach Unterschlagung vOn 100 000 Mark bei der American Expreß Compan!' gefluchtet war und sich kürzlich angeblich mittellos bei der Polizei fteUte gab an, das unterschlagene Geld auf dem Temvclhoser F^ld vergraben zu haben. Eine Kommiffwn unter Leitung des Ge­richtsrats Gaze begab sich an die bezeichnete Stelle Tas Weib wurde an einem Zaun in der Nähe der Stadtbahn nach Neukölln, etwa vier Fuß tief vergraben, geiunben, die Tausendmarkscheine in einer Kassette, die Hundetmarklch'ine und das Goldgeld in Wadjstuch eingewickelt .. . , .

Aus Jena wird gemeldet: In Neuengönna sind beim Baden in der Saale fünf Berliner Kinder m eine tiefe Stelle geraten. Zwei davon wurden gerettet, drei Kinder sind er- 1 rSad,"einer Meldung aus Paris ist ein Unterseeboot, das am Dienstag Toulon verlassen hat, um eine D a u er fahrt von 800 Meilen unter Wasser auszufuhreu, v e r s m o l l e n.

8 Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwest- a s r i k a Tie Aufsichtsratssitzuiig, in welcher der Alst oluß für das Gcsdjästsjahr 1911,12 vorgelcgt werden soll, nudel voeaus- sichtlich anfangs August statt. Auch über die Hölie der Divu. ende sind bestimmte Abmachungen nod) nicht getrosscn, aller Borausficht nach werden aber die bereits angekündlgten 3o Prozent ru Vor­schlag gebracht Die Meldung, datz die Teutsche Kolonial gesell id)aft ihre Tochtergesellschast, Deutsche Tiamanlenge ellsstjatt, mit m Verwaltung nimmt, sind jedenfalls verfrüht. Eimtweilen handelt es sid) hier nur um einen Vorschlag, der aber früher ober spater doch zur Durchführung gelangt

8 Import ausländischer Zigaretten, xie^ücngc Funähmc des Zigarettenraudiens in Deutschland kommt bem x'mvort ausländischer Zigaretten felyr zu statten, -trob der mebpachcn Erhöhung des deutschen Eingangszolles geht der .cmpott |ort- acfeftt in die Höhe: er hat z. B. in den ersten 5 Monaten des laSnden Jahres betragen. 274600 kg im Sßertc von 2! 740«OW Mark gegen 234 700 kg im Werte von 2 577 000 Mark gleich- zeitig 1911 Weitaus am stärksten ist die österreichisch-ungariiche Tabakregie ' an dieser Einfuhr beteiligt. Dagegen verschwendet die russische Zigarette, die früher den Hauptbestandteil der Em- . fuhr gebildet hatte, immer mehr vom deutschen Martt Aus Estland sind in den ersten 5 Monaten dieses Jahres nur 5/00 kg eingeführt worden, aus Aegypten kamen 40 400 kg, aus England 7200 kg und aus Oefterreidyllngarn 211 600 kg.

Dermifcbte».

* Die Hitze. In Berlin zählte man um die Mittags- gestern nach 28 Grad Celsius im Schatten, gegen 3 Uhr nach­mittags hatte die Quecksübersäule 33 Grad erreicht. In Kassel wurden um die Mittagszeit an der amtlichen Wettersäule 37' 2° festgestellt. In Paris erreichte die Hitze 35 Grad Celsius ,m Sdiatten. In London brach gestern eine vom Atlantischen Ozean kommende Hitzewelle herein. Tie Svnngbrnnnm am btm in der Wirkung gehoben, werden getragen. Für Blusen wählt man auch schottische Stoffe, jedoch in bunteren Farben. Hellere Töne, Cerise, Lila, Grau und die verschiedenen Abstmungeu des Rot, 'Zusammenstellungen von Grün mit Hellbraun, mit Marine­blau, Weist und Hellgold dazwischen, finden sich unter diesen Blusenstoffen, und ganz bunt sind hellgrün changierender -taft mit Braun und Gold. ~ ,,

Arn meisten in die Augen sollend unter diesen Storren ist wohl eine Zusammenstellung von Gold und Weist, djangierenb mit schwarzen Querstreifen. K.F.

Du hast nicht immer deine 16 Jahr ... ." Diesen Vers des schönen Bruchschen Liedes, das von Madchen- schönheit und Mädchenglück singt, hätte man unseren jungen -tarnen prüfen mögen, wenn sie in den kostbaren Sommertoiletten er­schienen, die bisher die Mode vorschrieb. Da durste den Mädchen nichts iebten, was die Frau Mama trug, fern 'chrverer Brokatnors ward gespart und keine reiche Garnierung, kein erlesener Besatz. Uno die jungen Damen verloren die lidjte Anmut und die weiche schwebende Linie, die der schönste Scknnuck der Jugend i't Nun will man wieder dem Mädchen geben, was des Mädchens ist. Em fache sdrlichte Kleidchen tauchen in diesem Sommer aur, m schonen Linien die Gestalt umfließend, so wie sie Großmutter m ihren Jugendtagen trug. Jeder Luxus, jeder Reichtum der Garnierung ist vermieden: nur die Helte Farbe, der. zarte <otorr, der schlanke Schnitt sollen wirken. Kostbare Drapierungen, breite Spitzen- rüschen sind verpönt, und so tritt uns die junge z-ame, ronnich ein Mädchen aus der Fremde" für unsere an überladenen Schmuck gewöhnten Augen, in diesem Sommer entgegen, im großen Floren- tincr-Hut, ohne Schleier, ohne jede Extravaganz, in jener lieblich füllen Mädchentracht, die für ihre blühende Anmut den passendsten gialjmen schafft.

ff. Maxim Gorki über Frauenrechte. Ueber das i"o oft erörterte und doch noch ungelöste Problem der FrauenrechtL bat fick' auch Maxim Gorki jüngst in einer Unterredung mit einem Vertreter des Journal des Tebats" geäußert. Kaum war die Frage angeschnttten, als Gorki auch schon lebfot zu werden begann.

Ja id) bin Feminin, aus ganzer Seele Feminist. Aber nur bann, wenn der Feminismus, die Frauenbesttebungen Ziele Mben, di- grau in ,dr-m natürlichen. -l-h-rge!ormn-n-n ArbeUL- selbe zu erhalten. Unter dem AÄettsfelde verstche ich alles.

(Eine neue Bahn in heften.

Die hessische Regierung hat dem Landtag einen Gesetz- ejtrurf über den Bau einer B e rbtndu n_g s b a h n von heim 'Keisenheim> nach Larmsßeim ^ckenheitn zu- Ken lassen, dessen grundlegender Artikel i lautet:

Unsere Regierung ist ermächtigt, den Betrag von 1(4.8G(iii Mart für den Bau einer zweigleisigen Ei- Itrt b a l) n ft r c cf c zu verwenden, die von der redjtsrheini- IItu Bahn bei Rudi s heim abzweigt, den Rhein mit einer Len Brücke überschreitet und bei Sarmsheim in die Rhein- Eh.'- Yahn einmündet, sowie mit der Bahn Gau Algesheim Sinter a Stein bei Ockenheim verbunden wird. Der ge» irnntc Betrau in im Sinne des Staatsvertrags zwischen HIl u und Preußen über die gemeinschaftliche Verwaltung tr beiderseitigen Eiseiibaljnbesipes vom 23. Juni 1896 V Hesfisch.Preußischen Eisenbahngemeinschaft zur Verfu-

Märkte.

Gießen, 13. Juli. Morktb ericht. qhif heutigem Wocben markte kostete : Butter das Piund 1,10 1.20-1'ck, Hühnereier 1 Stuck 78 WgH 2 Stück 00 Psg., Enteneier 1 Stück 100 Pfg., Gansecier 1SL 20 Pf., Käse das Stück 68 l:fg., Kasematte 2 Stück 56 1-fgck Tauben pr Pr. 0,801,00 Bit., Hübner pr. St. 1,001,60 TiL, lohnen pr. Stück 0,801,80 9Jifv Enten pr. St. 1,802,20 Bkk., Wäiife das Pfd. 0000 Pfq» Ochsenfleisch pr. Pkd. 92100 Hg, Rindfleisch vr. Pfund 9094 Pfg., Kubsteisch 80 Pio.. -chwelne- fleiirh pr. Pfund 8096 Psg., Kalbsteisth vr. Pfd. 9296 Ifg., Han.melfleisch pr. Psd. 7090 Pfg., Kartoffeln pr. b u v* 10.00 bi^ 13.50 Pik., Weißkraut das Stück 00 bis 00 Pfg., Zwiebeln ver qtr 10,0012,00 '11 U Biilch das Liter 22 Psg., Russe 100 Stück 5000 Pfg., per Ztr. 000 fDIL, Kirschen das Pfund 2530 Psg Marktzest von /I Uhr.

ivas die Liebe, die Mutterschaft mit sich bringen. Ich kenne in Italien Frauen, die 20 Kinder zur Welt gebracht haben, und wahrlich! sie scheinen mir so edler zu sein, als wenn fie viel­leicht in politischen ober anderen Fragen ein Wort mitzujprechen halten und das Stimmrecht besästen. Vielleicht werbe ich mich eines Tages zu dieser Frage ausführlicher äußern."

ff Frauen auf dem demokratischen Kongreß in Baltimore Solange die Vereinigten Staaten von Amerika bestehen, solange befehden sich auch die beiden großen Patteicn der Republikaner und der Demokraten. Beide Parteien verhehlcni sid) den Nutzen keineswegs, den die Anhängerschaft der Frauen den Parteiintcressen bringen kann, und die Demottaten lind sogar soweit gegangen, daß sie den Frauen Zutritt zu ihrem Kongresse, der ja jetu endlich nach 46 Abstimmungen sein Ende erreich! hat, gewährt haben. Zwei Führerinnen der amerikanischen Frauen- bcro-'gung war es vergönnt, Ansprachen an die oeriammelten Politiker zu halten und ihnen die Nottvendigkeit des Frauen-' stimmrechtes vor Augen zu führen. Tie eine der Rednerinnen hat zweifellos bei ihren Zuhörern starkes Interesse zweckt, M s-.e doch die Sdimägerin Clarks, des Präsidenten des Kongresses selbst, der aber tm Kampfe gegen Woodrow Wilson unterlegen ist.

ii. Ter Rosenstock der Kaiserin 5uflenie Tie Geschichte derKönigin der Blumen" weiß von Rolenjtocken zu berichten, die einst die Lieblinge Marie Automettes und der Kaiserin Josephine gewesen sind. Nun ist auch, der Name eurer anderen französischen Kaiserin mit einem Rolenjtock verknüpft worden. Es ivar eingeweihten Kreisen schon langlt aujgesal^n, daß die Kaiserin Eugenie bei ihren jeweiligen Pariser Beinchen ihre Schritte stets zum Parke von ^atnt Cloud zu lenken bilegte. In bem weiten Parke ging sie ihren Träumen nach und bemchte die Plätze, wo ihr Söhnchen einlt ,vielte. Beionders eine Stelle des Parkes war ihr Lieblingsausenthalt, und stundenlang konnte sie in ihm verweilen, ganz in Gedanken an vergangene Letten versunken An dieser selben Stelle steht nun fett einigen Zähren ein Rosenstock, dessen Knospen sich besonders in biejem ^ahre zur ; schönsten und üppigsten Blüte entfallet haben und die eine ganz neue Rosenatt darndlen. Wie dieser Rosenstock an jenen Ltt kam, das ist unb bleibt ein Geheimnis. Einige träte Anhänger . ber Kaiserin Eugenie sollen ihre Hand habet int L-Ptele haben, : und die Exkaiserin ist von ihrer Loyalität tief gerührt.

|01ßZ08P,T,yi !

Heimer Kurve mit 835 OOP Mk.

\n der MearunDunfl Der Vortage roiro ausgejnijn ivtl'dcn bet Horchhcimer Brücke bei Koblenz und der Kaiser-

, Lmiiaini bestem keine feste Eisenbahnverlnndung der beiden tinUfer Die einzige überhaupt vorhandene Verbindung ist ie, von der Eisenbahnverwaltung betriebene Trajekt zwilchen 3jn'd^n^Eisenbalmverkehr auf dieser langen Strecke zu ver- ,;f^n svll eine zweigleisige VerbindungSltrecke gebaut werden, ;0n der rechtsrheimsdjen'Bahn bei Rüdesheim ausgeht, den

'n mit einer selten Brücke überschreitet und bet Sarntsheim i Rhein Nahe Bahn einmündet. Von der neuen Sttecke ,ct bei Geiscnheim eine Vcrbindungskurve nut der t-rheinischen Bahn und bei Ockenheim eine solche mit

Xr «lohn G a n Algesheim M ü n lt e r a S t e i n ab

Die neue Verbindungsbahn dient in erster Lime den Zwecken X Landesverteidigung. Für den Frie^nsverkehr ist s.e vor *nx für den Verkehr in Fällen von Verkehrsstockungen und zinttensperrungen von Nutzen. Von erbeblidjer Jöe^utung wird end) für den Güterverkehr werden, dem l'c durch Ersparung I. Umwegs über Mainz oder Koblenz eine Mschleunigung der Jfiberung und eine Verbilligung ber lanfc bringen nntix

Vorteile werden vor allem dein wechielscitigen Verkehr der Ii-r.nr Rheinhessen nut dem Rheingau iUMrtt kommem

Tie neue Mibcinbrüde kamt wegen der örtlichen Verhaltnisfe nl^ht näl)cr an Bingen herangebracht werden; fte erhalt dafür jetor einen Fußgängersteg.

Eine Eisenbak,'Abzweigung von der Brücke nach Vmgen ist jticii vorgesehen Sic bitte voraussichtlid) einen Kostenaufwand »o.i rund 2 Millionen Mark zu Lasten Hessens derursacht und tzn trieb auf den vorhandenen strecken und den Bahiihofcn Rib- beim und Bingen sehr br^wett. Auch wäre derVettehr t* ei üb er der jetzt vorhandenen Trajektverbindung zwischen Bln- !e> »,nd Rüdesheim, an der tmrd) die neue EisenbahnveMndung U beiben Rheinnser nidstS geändert wird, nicht nur mdst ver- crt sondern sogar ersdstvett worden, nameMlich wegen höherer

Taz»l die Ocken­heimer Kurve mit .... 850 OOP Mk.

id Salzhaus- tel-ReetauranW klass. Haus. Prosp.: fS^I

WLM

Ide. von Gieven entr nitation «Wald!. en in der ©eidjQH Siebener Anzeige» ftkurort Bräunt isionQntsisana. ioll.BerKv.M.» lb/d __

fiZL

Kars

n bekannt« j

' Te1, * xr sdterswei11

Luftkurort

Itenbur

in.ü.Sllßielb, Statt; en'Fulda,d.prächi.: IbreicbeUmfleb.auk mhaltsort fürSoc 19(euerbl'ogierb.6i s zur Linde. $r >rg Herdt, telep; anknirt Henrich^i e Weine-vorAL itoolL idiattiner Se JütttlWÄ tel Bellevu tenüon, wunden- üjten emvß Proif (S/J

Nach feinem Interesse an den beabsichttgten Neuanlagen zahlt U. Reist' zu den Kosten der StarnrnliNie MideshcimSannsheim rn r einmaligen, nidjt nlstzahlbaren Äuschuv von 75 irom rtbr-*nb Preußen und Hessen zuiammen vom Hundert diestr arftm tragen. Die Kosten der Mzwergung bei Geisenheim wer­den dl ein von Preußen, die der Abzioeigung bei Ockenyerm allein »n Hessen übernommen. Die Preußen und Hessen hiernach zur Lt 'fallenden Kosten werden nach der zwisst^n der Ijesnschen tut preußischen Regientng getroffenen Vereinbaning auf beide Luten derart verteilt, daß Heften für den Ablchnitt von etwa fr Rhein bis Mitte Nahe ieinschlicßlich Ixr Abzweigung nach r-^iKini- aufjufonrmen bat, Preußen dagegen für die Mschnttte in ber redjtsrheinischcn Mzweigstctte bis etwa Mitte Rhem c n:*()! iefjlid) der Abzweigung nach Geisenheim) und von Mitte Saiv Ins zur Einmütidung der S3erbmbung§itrccte tn die Rhein-

^"nannten Mschnittc wachsen einsÄießlich der Vnbin- uttzskurven im Sinne der Vorschrtft des Arttkel 11 JJJf. 5 be8 a tsvenrags über die gemeinschaftliche Verwaltung des beider- li icn EisenbahnbesitzeS vom 23. Ium 1896 dem Eisenbahn- ßtz eines jeden Staates zu. Dem Reich steht ein Eigentums- Kiü an den Bahnanlagen nicht zu. Die Kapitalaufwendungen terben mit 4 Prozent der Teilungsziffer jedes Staates zugc-

c»R iih

v

Tie Sommerhüte, große wie kleine, hal^n viele gemein- i kme 3üge Das Strohgeflecht, aus dem sie.belieben, ist an der trrfc'itc mit Seide bedeckt, so daß nur oben ein .-kuck oder unten r Rand frei bleibt. Garnierungen gibt es eigentlich mcht in rr Mehrzahl, denn es wird jaft Nichts getragen als die Aigrette, r Feder stutz von Reiber ober Paradiesvogel. Band gar meningen, ? man zum Trotteurbut tragt, ahmen die A'Arelte nach Ob - rosengesdimückten Florentinerbute, für die Panier Gl.schatte Stimmung zu machen suchen, Anllang finden werden, ist ab-

bleiben für Hessen 1168 OOU 'Mk. bleiben für Preußen 1 298 000 Mk. Dazu die Seifen-